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der Orden und ihr Lehrweg

Verfasst: Sonntag 2. Dezember 2007, 21:40
von Elaine Damrag
Als Elaine von einer längeren Reise nach Hause kam merkte sie sofort das etwas nicht stimmte. Das Haus war so still und hier und da schien etwas zu fehlen. Sie eilte voller Freude nach oben in den Wohnbereich und schaute sich erstaut um. Auch hier war weit und breit nichts von ihrem Verlobten zu sehen. Sie öffnete seinen Kleiderschrank und stockte. Er war ausgeräumt. Schnell eilte sie nach hinten in die Abstellkammer und sah das auch seine Truhe nicht mehr an ihrem Platz stand. Sie sank auf den Boden und verstand die Welt nicht mehr. Was war geschehen? Warum ist er gegangen? War sie zu lange auf Reisen gewesen? Hat sie ihn an eine andere verloren? Sie schlug die Hände vor das Gesicht und liess ihren Tränen freien lauf.

Nach ein paar Tagen der Resignation beschloss sie ihr Leben wieder in die Hände zu nehmen. Ein Blick aus dem Fenster zeigte ihr nur ein grosses Gebäude das wohl in ihrer Abwesenheit gebaut wurde. Neugierig ging sie aus dem Haus und lief einmal um das Gebäude herum, um dann wieder vor dem Eingang zu stehen und einen Blick durch das Tor zu erhaschen.
Sie spürte deutlich wie Ruhe von dem Gebäude ausging und sich auf ihre Seele legte.
Sie ging seitdem täglich immer wieder dort hin, wohl um sich selbst zu beweissen, das dieses Gefühl mit jedem Tag stärker und stärker wurde.

Eines Tages kam es wohl das sie einen Mann hinter den Toren rumlaufen sah, und so fasste sie sich ein Herz und läutete kurzerhand. Es wurde ihr geöffnet und sie trat vorerst etwas schüchtern, danach aber um so entschlossener ein. Sofort spürte sie das dieses Gefühl der Wärme in ihrem Körper stärker wurde.
Der Mann stellte sich ihr als Sir Ian Vondran vor, und auf seine Frage hin wie er ihr denn helfen könnte fasst sie sich ein Herz und erklärte ihm das sie gerne im Orden ein wenig zeit verbringen würde, damit sie so ihren inneren Frieden wieder finden könne.
Er hörte sich ihre Geschichte an, und nickte hier und da. Als sie geendet hatte schaute sie ihn offen an und wartete wohl auf eine Regung seinerseits.
Er erklärte dann mit ruhigen Worten das er das nicht alleine entscheiden könne, und das sie Abends wieder herkommen möge wenn der Ordenspater und auch einige Brüder und Schwestern zugegen sind, damit sie sich ihnen vorstellen und ihre Geschichte erzählen könne.

Aufgeregt rannte sie nach Hause und begann den Kleiderschrank durch zu wühlen. Nach einigem hin und her war schnell das passende gefunden, und der rest des Tages war mit aufräumen und umräumen gefüllt.
Als es endlich auf die verabredete zeit zuging wurde sie immer aufgeregter. Würde sie gut ankommen bei allen? Was wenn ihnen ihre Nase nicht passte?
Sie spürte das der Orden genau der Ort war wo sie ihre innere Ruhe und ausgeglichenheit wieder finden würde.
Völlig aufgeregt fand sie sich zu ihrem Termin im Orden ein und stellte sich jedem ruhig vor und brachte auch in der Runde alles auf den Punkt was ihr wichtig war. Hier und da wurden Fragen gestellt, die sie so gut es ging beantwortete. obwohl sie sich innerlich eigentlich wie ein Opferlamm fühlte das zur Schlachtbank geführt werden soll. Nach längerer Zeit des Fragen und Antwortspieles merkte sie immer mehr wie die Nervosität von ihr abfiel, und sie alles viel lockerer sah.
Es gefiel ihr was sie bis jetzt vom Orden gesehen hatte, und auch ihr Seelenfrieden hatte sich schon wieder um einiges gebessert. Endlich sah sie wieder ein Licht am langen Ende des Tunnels, der sie seit einigen Tagen gefangen hielt.
Mit hoffnungsvollen bangen schaute sie in die Runde, wohl um abzuschätzen was man ihr mitteilen würde. Der Ordenspater sowie alle anderen Anwesenden schienen ihrem Blick offen entgegen zu sehen. Voller Spannung lauschte sie dann den Worten das man sie gerne als Schülerin bei sich aufnehmen wolle. Es war als würde ihr ein Stein von der Seele plumsen bei den Worten. Lächelnd sah sie abwechselnd in die Gesichter und wusste das sie jetzt endlich am Ende des Tunnels angelangt war.

Die zeit verging und Elaine war jetzt schon einige Wochen im Orden. Sie hat viele Stunden damit zugebracht in der Bibliothek alles wichtige zu lesen, was ihr weiter helfen würde. Man ging gemeinsam Spazieren und brachte ihr den Glauben an Temora immer näher. Aber sie spürte das sie noch lange nicht alles wusste was ihr wichtig war. Zwar half sie immer wieder so gut es ging die armen Seelen zu befreien, aber auch da stiess sie noch viel zu oft an ihre Grenzen. Auch was Temora anbelangte war sie noch viel zu wissbegierig und freute sich schon auf den angekündigten Unterricht, der im Orden stattfinden sollte. Ihr Pfad versprach lang zu werden - lang, und vermutlich auch steinig. Aber sie würde alles dafür tun, im Namen der Tugendbringerin zu handeln und ihr eine treue Dienerin zu werden.

Verfasst: Montag 3. Dezember 2007, 15:50
von Leah Katuri
„Danke Schwester.“

Sie umfasste die Hand, welche man ihr bot und hievte sich auf. Diese Elementaren wehrten sich aber auch eisern gegen die gerechte Erlösung durch die Klinge! Wieder einmal hatte sie ihre Kräfe überschätzt und war gefallen, wieder einmal hatte sie zu stürmisch gehandelt. Doch eine helfende Hand stand schützend zur Seite. Eine Hand, der sie mit jedem Tag mehr zu vertrauen mochte.

Sie hatte das neue Gesicht erst gesehen, als sie von ihrer plötzlichen Flucht zurückgekehrt war. Schwester Elaine, so stellte sie sich ihr vor. Eine Schwester, die wie sie den Weg der Waffe gewählt hatte. Das Schwert, um die Schwachen zu schützen und das Böse abzuwehren. Man verbrachte viel Zeit in den dunklen Gänge der Katakomben und beim Training. Man sah sich zur Messe, schenkte sich ein sachtes Lächeln und die ersten, zaghaften Banden einer Freundschaft schlossen sich zusammen. Worte, die man wechselte, Gestiken, die man nicht falsch interpretieren konnte.

Es tat gut, ein solch offenes, warmes Lächeln zu sehen. Elaine wusste nichts über den Grund ihres Wegbleibens und trat so an sie heran ohne Vorurteile, ohne vorgefertigte Gedanken. Und umso unbeschwerter mochte sie mit ihr umgehen, reden und lachen. Es tat gut, dieses Lachen, füllte sich das Herz doch mit Wärme, mit dem Gefühl einer Behaglichkeit, welche sie sich manchmal so sehnte. Selbst der Schabernack, das freche Gemüt von früher trat nun ab und an wieder aus ihr heraus. Ein neckendes Wort, ein feixender Blick ging von ihr aus und steckte gar manchmal die neue Schwester an. Zu gut erinnerte sie sich noch an den Nachmittag, an dem Bruder Keruan das Opfer sein musste für einen gemeinsam ausgeheckten Streich.

Nicht immer nur belehrende Worte oder Studien. Nein, ein offenes Lachen, einige einfache Worte, die man wechseln konnte. Sie freute sich von Herzen, dass solch eine Person ihren Weg in den Orden fand.

Ein weiteres Schild, das den Orden, die Schwachen und den Glauben verteidigen würde...

Verfasst: Dienstag 4. Dezember 2007, 13:51
von Elaine Damrag
Der langersehnte erste Unterrichtstag


Endlich war es soweit, der Unterricht sollte heute beginnen. Elaine war den ganzen Tag ganz aufgeregt und huschte im Haus herum, hier und da etwas aufräumend, damit die Zeit endlich vergehen würde. Als die zeit endlich reif war dafür rannte sie von ihrem Haus in den Orden und schaute sich etwas verwundert um. Viele waren es ja nicht die Unterricht haben wollten, aber eine kleinere Gruppe war sowieso besser als wenn alle gemeinsam losgingen.
Nach kurzer Zeit wurde beschlossen nicht länger zu warten. Das passende Schuhwerk wurde angezogen und dann ging die Reise zu Fuss auch schon los. Es wurde eine längere Strecke abgelaufen, und Elaine prägte sich hier und da immer wieder etwas ein damit sie den Weg alleine auch wieder finden würde.

Als das Ziel erreicht war stand man vor einem wunderschönen Gebäude. Bruder Sandroval fragte uns was wir den denken was für ein Gebäude es denn sein könne. Nach einigen überlegungen kamen wir zu dem Schluss das es sich wohl um einen der Sieben heiligen Schreine der Tugenden Temoras handelte. Nach einem zufriedenen Kopfnicken Sandrovals gingen wir hinein um heraus zu finden um welche Tugend es sich denn handeln könnte.
Es befanden sich einige alte Bücher in den Regalen, und Elaine machte sich daran in jedem ein wenig zu lesen. Korilie stand vor dem zweiten Regal und studierte dort ein Buch genauer, welches wohl die Standorte der Schreine beschrieb.
Nach einiger zeit des Überlegens und des Lesens stellten wir fest das es der Schein der Geistlichkeit sein müsste.
Kori setzte sich auf eine Bank, Elaine stand noch immer vor dem Bücherragel, als Sandroval anfing uns die Geschichte des Schreins zu erzählen.

Fasamar, der Sohn eines tüchtigen Schmieds, spürte wohl schon sehr früh das in ihm eine unbändige neugierde schlummerte. Die neugierde aus seinem Leben etwas mehr zu machen als ein Handwerker zu werden. Eines Tages hatte er eine begegnung mit der Lichtbringerin, und beschloss seine Geburtsstätte zu verlassen und Temora zu folgen. Sie führte ihn in einen Wald wo er ein altes Gemäuer fand in welchem sich Bücher, oder das was davon noch übrig war, befanden. Fasamar konnte zu den zeitpunkt noch nicht lesen, aber er spürte das es sich bei den Büchern um etwas besonderes handeln musste, und sammelte sie sorgfältig ein. Er setzte seinen Weg fort und lernte mit Temoras Hilfe alles was er wissen müsse, um ihre Worte in der Welt zu verkünden.
Als er endlich des Lesens mächtig war ging er an die Stelle zurück wo das alte Gemäuer zu finden war und erbaute dort ein Mahnmal, welches der Schrein der Geistlichkeit genannt wurde. Er begann all die Bücher zu lesen die er damals fein Säuberlich aus den Ruinen gesammelt hatte.

Bruder Sandroval endete sein Geschichte mit 2 Fragen an die Schülerinnen.
Nach einigen überlegen wurde auch darauf die Antwort gefunden. Wenn auch nicht ganz richtig, aber zumindest waren sie der Wahrheit schon sehr nahe.
Bruder Sandroval gab ihnen dann gleich noch eine würdevolle Aufgabe, die sie mit erstaunen annahmen.
Nach vielen Fragen von Elaine, und einem verstohlenen Blick auf seinen Bauch ob da denn schon ein Loch entstanden war, traten sie wieder den Heimweg an.
Auf dem Rückweg zeigt er ihnen noch die Verlassene Zauberstätte, wo sie einige zeit verbrachten und gemeinsam die Seelen von ihren Qualen befreiten.

Im Orden angekommen verabschiedete man sich schnell voneinander um das Gelernte noch ein wenig zu verinnerlichen.

Verfasst: Donnerstag 6. Dezember 2007, 16:00
von Elaine Damrag
Das eintreffen eines Sohnes


Elaine sass wie so oft vor der schönen Statue im Garten des Ordens, als sie plötzlich Schritte hinter sich hört. Erstaunt dreht sie sich um und erblickt Bruder Farion mit einem fremden Jungen Mann an seiner Seite.
Mit einem erstaunten Blick wird er angeschaut als Farion ihr erklärte das es sich um seinen Sohn handele. Sie dachte erst sie hört nicht richtig, aber auch auf ein erneutes Nachfragen wird ihr selbiges noch einmal erklärt.
Seine Gesichtszüge mögen wohl ein wenig denen von Farion gleichen, aber was die Haare anbelangte wäre sie nie und nimmer darauf gekommen das es sich um Farions Sohn handeln würde. Sie muss ein wenig schmunzelnd bei den Gedanken das er seinem Vater nie und nimmer das Wasser reichen könne wenn es um schönes Anlitz und warme Ausstrahlung ging. Schnell wischt sie die Gedanken wieder zur Seite und schaut ihn mit offenem Blick an.
Rasch stellte sie sich ihm vor, als Farion auch schon bat ihn ein wenig im Orden rumzuführen.
Sie stimmte dem sofort zu und hoffte das sie sich noch an alles Erinnern konnte was Sanyarin ihr damals alles erklärte als sie im Orden von ihr rumgeführt wurde.
Hier und da wurde immer wieder ein bisschen gescherzt mit ihm, immerhin musste man ja auch rausfinden wie der Sohn zu nehmen ist. Erleichtert stellte sie fest das er ein humorvoller junger Mann zu sein scheint. Sie würde sicher gut mit ihm zurecht kommen.
Im Lager angekommen, dem letzten Raum den sie ihn noch zeigen wollte, fand er wohl einige Kleidungsstücke und ein paar Stiefel für den Winter. Auf seine Frage hin ob er sie sich nehmen dürfte, schmunzelte sie erst kurz bevor sie ihm erklärte das er ja der Sohn Bruder Farions sei, und wenn es nicht richtig war würde er ihm wohl die Ohren langziehen und nicht ihr. Nach kurzem gemeinsamen Lachen führte sie ihn wieder in den Garten, wo er sich dann entschuldigte um in die Stadt zu gehen, diese zu erkunden.
Sie schaute ihm noch nach, im Gedanken wohl nochmal kurz mit seinem Vater vergleichend, und kam schliesslich zu dem Entschluss das er sicher auch seine guten Seiten hat, und diese wohl so nach und nach zum Vorschein kommen werden.
Zumindest freute sie sich darauf das er in seines Vaters Fussstapfen steigen wolle. Bestimmt würde sie noch viel zeit mit ihm verbringen, und vielleicht auch das eine oder andere von ihm lernen können.

Verfasst: Freitag 7. Dezember 2007, 22:06
von Elaine Damrag
Ein langer Weg


Elaine sass wie so oft auf der Bank im Garten und wartete darauf das alle fertig waren mit ihrer Arbeit damit sie das eine oder andere Pläuschen halten konnte. So nach und nach kamen immer mehr um sich zu ihr zu gesellen, als Farion den Vorschlag machte gemeinsam auf die Jagd zu gehen. Elaine sprang sofort auf und wollte ihre Rüstung holen gehen, als Farion sie zurück hielt.

Er hätte etwas für sie was sie heute bestimmt gut gebrauchen könnte. Er reichte ihr einen Beutel in welchen sie neugierig hinein schaute und vor aufregung zu stottern anfing. Eine neuen Rüstung lag darin die richtig schön Glänzte und Funkelte. Im ersten moment dachte sie sie würde wohl gleich aus einem Traum aufwachen. Sie hätte Farion am liebsten umarmt, erinnerte sich dann aber daran das sie ja nicht alleine waren. Schnell eilte sie in den Keller um sich umzukleiden, wollte sie ja die anderen nicht unnötig warten lassen.

Es ging querfeld ein und auf ihrem Weg fanden sich immer wieder Seelen die befreit wurden. Elaine wusste längst nicht mehr wo sie war, vertraute aber darauf das sie nicht alleine gelassen werden würde.
Plötzlich blieb die Gruppe stehen und sie bemerkte das es sehr stark zu stinken anfing. Bevor sie ausfindig machen konnte woher der Geruch kam gingnen sie auch schon weiter, und Elaine folgte ihnen in ein Dunkles Verlies.
Was sie dann sah liess sie das Blut in den Adern gefrieren. Eine Bestie riesengross, zumindest im vergleich zu ihr, stand da und lauerte nur darauf sie alle zu verspeisen. Farion ging zusammen mit Crean voran, und dahinter ging sie und noch ein paar andere Krieger. In der hintersten Reihe waren die Priester und Heiler, damit kleinere Wunden schnell behandelt werden können.
Mit einem kurzen Blick auf die Bestie war sie sich allerdings gar nicht mehr so sicher ob es bei kleineren Wunden bleiben würde.
Farion fing an auf die Bestie zuzustürmen, und Elaine folgte eher wie eine Marionette. Die Bestie wollte sich gerade auf Farion stürzen, als Elaine ihm zur Seite eilen wollte. Es kam wie es kommen musste. Sie rannte voller Sorge los und hatte ihren Blick auf Farion damit sie ihm helfen konnte, obwohl sie ja wusste das er viel stärker und viel besser mit dem Schwert umgehen könnte als sie es je könnnen würde, und das nächste was sie spürte war ein heftiger Schlag und sie fiel zu Boden. Als sie langsam wieder zu sich kam schaute sie sich vorsichtig am Boden um und bemerkte das es Farion gut ging. Die Bestie schlich immer wieder um sie herum, merkte aber wohl nicht das sie inzwischen erwacht war. War sie doch viel zu beschäftigt ihr Feuer immer wieder auf andere zu schleudern. Sie spürte das der Gestank ihr in die Nase stieg und sie wohl gleich niesen musste. Ein Blick auf die Bestie, die wohl abgelenkt war, und schon raffte sie sich schnell auf und ging so schnell es ging in die hinterste Ecke der Höhle, um erstmal wieder neue Kraft zu sammeln.
Elaine versuchte ihr bestes aber die Bestie schien es immer wieder zu spüren wenn sie aus ihrer Deckung auf sie losstürmen wollte und ein ätzender übelriechender Atem schlug ihr entgegen und raubte ihr abermals die Luft, und sie sackte wieder zu Boden. Im Fall konnte sie wohl noch einen Schlag gegen die Bestie ausführen, welcher aber wohl eher einen Kitzeln gleichen dürfte.
Das gleiche spielte sich ein paarmal so ab, aber immerhin konnte sie dazwischen auch immer wieder einen guten Treffer landen und sehen wie die Bestie zu bluten anfing. Immer wieder hörte sie auch jemanden Eluive schreien.
Irgendwann erwachte sie wieder einmal, und sah die Bestie am Boden liegen, und alle standen um sie herum und redeten. Elaine nahm ihren Helm ab und schaute auf die ganzen Dellen und ging dann auch zu den anderen um die Bestie aus der nähe zu betrachten.
Am Boden liegend sah sie gar nicht mehr so gefährlich aus, aber näher wollte sie gar nicht erst ran, traute sie dem Frieden doch wohl immer noch nicht.

Weiter hinten in der Höhle fand man einen kleinen Durchschlupf durch den man gemeinsam nach draussen ging. Schnell riss sie sich den Helm wieder vom Kopf und atmete die Luft tief ein die ihr entgegenströmte. So nach und nach kamen auch die anderen ins Freie, nur einer schien zu fehlen. Elaine bemerkte es sofort, sagte aber noch nichts deswegen. Kam es ja öfters vor das er erst als letzter zu ihnen stiess.

Sanyarin schaute sich um und fragte jeden wo denn ihr Vater sei, und ob er denn nicht auch bald kommen würde. sie spürte die Panik in Sanyarins Worten und merkte wie sich ihr der Magen zu schnürte. Als auch der letzte der Gruppe endlich heraus kam, war es klar das Farion wohl immer noch in der hÖhle sein musste. Panik erfasst sie und sie fragte immer wieder jeden wo Farion denn sei, und das ihm hoffentlich nichts passiert ist. Ein Blick auf die Öffnung zeigte ihr das man unmöglich von aussen wieder hinein gehen konnte. Ihr Kopf zuckte herum und sie schaute Sanyarin an die die gleiche Panik im Blick hatte wie sie selbst. Irgendwann hörte sie wie durch Watte die Worte das Farion wohl als erster die Höhle verlassen hat und schon auf dem Weg in den Orden war. Vor erleichterung ist ihr wohl ein Riesiger Fels von der Seele auf den Boden gefallen, und ihr Magen entkrampfte sich wieder ein wenig.

Eilig machte sich die Gruppe auf dem Weg zum Orden, und Elaine sah erleichtert das Farion schon am Tor auf sie alle wartete. Er lächelte als er alle näher kommen sah und richtete warme Worte des Dankes an jeden einzelnen von ihnen. Als er vor Elaine stand musterte sie ihn unauffällig und lächelte dann als sie bemerkte das es ihm wohl wirklich gut ging.
Farion verabschiedete sich dann von allen, und nach ein paar Minuten des Abschieds von anderen Brüdern und Schwestern ging sie mit Crean durch das Tor in den Garten des Ordens.

Auf der Bank sah sie Tiberias sitzen, der wohl ein zerknirschtes Gesicht machte. Er fragte Elaine ob sie ihm wohl einen Gefallen tun würde. Er hatte sich die Hand verletzt und konnte sich nicht alleine aus der Rüstung befreien.
Unter schmunzeln half sie ihm so gut es ging, und überliess dann Crean ihn aus den Plattenbeinen zu helfen. Man sah Tiberias an das es ihm wohl mehr als peinlich war, aber sie konnte ihn doch nicht in der Rüstung schlafen lassen.
Er versprach noch seine Hand morgen behandeln zu lassen, und ging dann nach oben in sein Zimmer.
Crean, Ian und Elaine gingen noch auf einen Plausch in das Ritterzimmer. Nach einiger zeit verabschiedete sich Ian und auch Elaine begab sich dann ins Bett. Es war viel passiert an diesem Tag, und sie spürte das es zeit war sich in einem Gebet an Temora zu wenden.

Verfasst: Mittwoch 12. Dezember 2007, 15:31
von Elaine Damrag
Eine grausame Strafe


Heute war es wieder einmal soweit. Bruder Ian hat verkündet das wir heute Besuch bekommen sollen. Es hat sich wohl jemand angekündigt der den Orden gerne näher kennenlernen wollte. Immer mehr Brüder und Schwestern kamen in den Garten um sich zu versammeln und ein wenig zu plaudern.
Es wurde beschlossen im Rittersaal derweilen zu warten, während vorne am Tor Bruder Ian und Schwester Sanyarin auf den Besuch warten wollten.
Ein Platz war schnell gefunden, und auch ein wenig Plaudern durfte ja nicht fehlen, als plötzlich die Türe aufging und Bruder Tiberias herein schaute.

Nach einer kurzen Begrüssung schaute er sich etwas um und fragte ob er sich dazu setzen dürfe. Elaine antwortete mit einem Schalk im Nacken das es verboten wäre und jeder stehen müsse. Sie konnte sich das Lachen daraufhin sehr schlecht verkneifen. Bruder Sandroval ging gleich darauf ein, nachdem er wohl gemerkt hatte das Bruder Tiberias an seiner Hand verletzt war.
"Wahrlich, im Handstand wenn ich bitten darf."
Elaine konnte sich einfach nicht mehr zurück halten und musste prustend loslachen.
Bruder Tiberias ging dann um den Tisch herum mit einem verschmitzten grinsen und den worten. Für diese Antwort bestrafe ich euch jetzt mit meiner Anwesenheit Elaine.
Sie musste daraufhin noch mehr lachen. Wahrlich eine sehr grausame Strafe.
"Temora was hab ich verbrochen das ich so hart bestraft werde."
Gab Elaine gespielt eingeschüchtert von sich.
Kurz nachdem er sich grinsend zu ihr gesetzt hatte kam Schwester Leah die Türe herein. Elaine musste wohl immer noch lachen, und erklärte ihr so gut es ging um was es ging.
Danach folgte ein kurzer Unterricht von Bruder Sandroval über das Feuer, und ein anschauungseffekt mit einem Avatar der Flamme, im hinteren Garten des Ordens.
Zu fortgeschrittener Stunde war es wohl allen klar das der Besuch heute nicht mehr erscheinen würde, und man verabschiedete sich um noch ein letztes Gebet, und dann die Ruhestätte aufzusuchen.
Selbst im Bett musste Elaine noch leise vor sich hinlachen, als sie an diese grausame Strafe denken musste. Zumindest spürte sie auch das dieser Abend riesigen Spass gemacht hat, und hoffte das noch viele dazukommen würden.

Verfasst: Dienstag 18. Dezember 2007, 11:57
von Elaine Damrag
Der Friedhof von Varuna


Heute, am Tag des Dorffestes, war es soweit. Der Friedhof sollte endlich aufgeräumt und wieder gesegnet werden. Die Garde hätte das eigentlich schon lange erledigen sollen, aber sie hatten wohl keine zeit dafür.
Bruder Sandroval hat alle im Orden gebeten das sie mit anpacken sollten, so es ihre zeit erlaubt.

Elaine versprach nach zu kommen, sobald sie von ihrer kurzreise zurück war, während die anderen schon richtung Friedhof aufbrachen.
Als Elaine dort ankam hatten sie wohl gerade angefangen die Schaufeln zu verteilen. Jeder wurde eingeteilt und Elaine machte sich daran die Gebeine wieder vorsichtig in den Sarg zu legen, wobei Schwester Leah und Bruder Tiberias tatkräftig mithalfen. Danach machten sich sich daran das Loch wieder mit der Schaufel grösser zu machen, damit der Sarg ohne mühe wieder gesegnet und vergraben werden konnte. Schwester Jiliane sprach derweilen ein Gebet und segnete den Sarg. Mit vereinten Kräften wurde er dann wieder in das Loch gehoben und mit Erde aufgefüllt. Danach richtete Elaine die Blumen wieder so gut es ging, und drückte die Erde noch einmal mit der Schaufel feste an den Boden.

Als sie sich wieder erhob erblickte sie 2 Frauen mit Schleier vor dem Gesicht die nahfragten ob sie helfen könnten. Schwester Jiliane zeigte ihnen einen Steinhaufen den sie vor die Tore tragen könnten, zusammen mit ihrer hilfe.
Elaine lief derweilen auf dem Friedhof herum um hier und da mit anzupacken. Als alle Gräber wieder verschlossen waren, lief sie zusammen mit Tiberias nach Varuna und kaufte jede menge Laternen ein, welche sie an die Gräber stellen wollte. Bruder Tiberias kaufte Kerzen welche er entzündete und in die Laternen stellte. Schwester Sanyarin streute Blumensamen auf die Gräber damit sie erblühen und den Friedhof wieder in einen ruhigen und schönen Ort verwandeln würde.

Mitten in der Arbeit stutze sie als sie einen Mann wahrnahm der sich ebenfalls an einem der Gräber zu schaffen machte und hier und da etwas Erde andrückte mit seinen Händen. Sie hatte ihn zwar noch nicht oft gesehen, aber sie wusste sofort das es sich wohl um seine Hoheit, Graf Adrian von Hohenfels, handelt. Anerkennend schaute sie ihm kurz zu. Ihre Achtung vor ihm stieg an dem Tag wohl immens, hätte sie doch nie im leben damit gerechnet das er sich zu solch Arbeit niederlassen würde.

Bruder Sandroval bat dann jeden den Friedhof zu verlassen damit er mit der Weihung anfangen könne ohne das jeder irgendwo rumstand und den Frieden stören würde.

Elaine fasste sich ein Herz und sprach seine Hoheit daraufhin an um ihn den Wunsch Sandrovals nahe zu legen. Er bedankte sich bei Elaine für die Hilfe, welche für Elaine mehr als selbstverständlich war.

Mitten in der Zeremonie des Weihens betrat ein Krieger den Friedhof, voll gerüstet, um in die Gruft zu steigen welche sich beim Friedhof befand.
Bruder Sandroval unterbrach seine Weihe und folgte dem Krieger um ihn zu erklären das dieser Ort gerade geweiht wurde, und er doch bitte nicht den Frieden stören solle.

Als alle Laternen verteilt und Sani die Samen verteilt hatte, begannen Bruder Sandroval, Schwester Jiliane und Schwester Sanyarin mit der Segnung des Friedhofes.

Elaine und Tiberias zündeten eine Laterne an die gesegnet wurde und liefen damit die Friedhofsmauer ab, dabei immer möglichst nahe an der Mauer. Nach einigen runden war der Priester, mit Hilfe der anderen, fertig und der Friedhof war gesegnet und konnte wieder als Ruhestätte betreten werden.

Der erste Unterricht

Verfasst: Mittwoch 16. Dezember 2009, 11:54
von Elaine Damrag
Endlich war es soweit. Der erste Unterricht für die Ausbildung sollte heute statt finden.
Ganz aufgeregt wuselte sie durchs Haus, und überlegte was sie dazu wohl anziehen sollte. Nach einigem hin und her legte sie sich die Rüstung an, und rannte dann los um sich nicht zu verspäten.

Schnaufend angekommen wurde ihr erklärt das die Reise zu den 7 Tugenden beginnen würde mit dem heutigen Tag. Ratternd zermatterte sie sich den Kopf wie man das alles an einem Tag schaffen sollte und fragte zögerlich nach, worauf ihr gesagt wurde das man natürlich nur einen heute besuchen würde. Erleichtert atmete sie aus, woraufhin sie genauer gemustert wurde.

Mandred trat auf sie zu und klopfte auf den Brustpanzer und meinte

"Eure Kleidung ist nicht die, die für solch eine Reise geeigent wäre. Bevor wir starten...Werdet ihr diese hier ablegen. Und zwar werdet ihr sie komplett ablegen"

Elaine gefror das Blut in den Adern. Lag es an der Jahreszeit oder an dem eben gehörten? Panisch schaute sie sich nach allen seiten um und fasste mut und fragte etwas leiser

"Jetzt sofort und hier" den Blick auf ihn gerichtet, während er ihr weiterhin erklärte das bequeme Kleidung wohl das beste wäre für die Reise zu den Tugenden.

"Darf ich dazu schnell heim? Denn ich trage darunter nichts" warf sie schnell ein in der hoffnung das er sie hörte. Als er nickte und sie mit einer Handbewegung aufmunterde sauste sie los und kam kurz darauf wieder zurück, die Rüstung aber in einem Beutel über die Schulter hängend.

Nach einer kurzen erneuten musterung wurde ihr die Fackel übergeben und ein gemeinsames Gebet wurde noch gesprochen, bevor die Reise dann los ging.

Unterwegs erklärte Mandred das wenn sie Fragen habe solle sie jene an ihn stellen, und auch wenn sie etwas nicht versteht sofort bescheid sagen.

Nach etlichen Abzweigungen war das Ziel erreicht, und Elaine spürte die Aura des Schreines schon von aussen auf sie übergehend. Andächtig schaute sie die Stufen hinauf, welche Mandred nach einem kurzen moment des in sich gehens bestiegen hatte.

Ehrfürchtig folgte sie ihm und kam seiner Bitte sich an den Stein zu stellen nach.
Zaghaft streckte sie eine Hand aus und legte sie auf jenen.

Das war er also, der Schrein der Gerechtigkeit.

Mit einem Finger fuhr sie das Symbol nach und spürte die Kraft, die von ihm ausging.
Auf ihre Frage hin ob es eine Geschichte gibt über den erbauer des Schreins erklärte Mandred ihr ausführlich wie Semborel von Temora erleuchtet wurde und daraufhin diesen Schrein gebaut hat.

Gerechtigkeit, ein schweres Wort. Es wird bestimmt nicht immer einfach sein Gerecht zu sein. Aber sie würde mit sicherheit alles geben um dem gerecht zu werden.
Mandred erklärte ihr das sie wohl öfters an ihre Grenzen stossen würde und das es Lücken seien welche sie auf ihrem langem Weg überqueren würde, und nach und nach füllen müsse.
Gerade als sie sich langsam umdrehen wollte sprach Mandred davon das sie hier Beten solle, und das auch noch laut.
Sie spürte panik in sich aufsteigen. Bis jetzt hatte sie immer im stillen gebetet, oder sich den anderen angeschlossen, und jetzt sollte sie das alleine machen und auch noch laut?

Es half nichts, da musste sie jetzt wohl durch. Langsam kniete sie sich auf ihr rechtes Bein und senkte den Kopf, als sie hörte wie Mandred erklärte das sie auf beide Knie gehen solle, dann nur so würde man Temora den nötigen respekt zeigen.
Elaine war angenehm überrascht als ihr die Worte leicht von der Zunge gingen. Damit hätte sie nicht gerechnet. Es muss wohl an der Aura das Schreines liegen.

Nach dem Gebet machte man sich wieder auf den Rückweg zum Orden, wo Elaine sich relativ schnell verabschiedete, sich vorher aber noch für den Lehrreichen Ausflug bedankte, und das gehörte verinnerlichen wolle

Die Opferbereitschaft

Verfasst: Montag 28. Dezember 2009, 10:40
von Elaine Damrag
Die Opferbereitschaft

Der Ruf des Adlers kam zwar unerwartet, aber zum Glück hatte sie alles bereit, dachte sie zumindest. Schnell wurde die Truhe aufgerissen, der Beutel rausgezerrt, über die Schulter geschmissen, und schon war sie auf dem Weg zum Orden zu rennen.

Dort angekommen wurde sie schnell eines besseren belehrt, nachdem Mandred sie eingehend von oben bis unten musterte. Ein Blick der ihr durch und durch ging. Und dann kam das vernichtende Urteil.

"Eure gewohnte Pilgerkleidung...?" fragte Mandred nur kurz und knapp.

Elaine schaute an sich herab und nickte kurz. Sie trug einen Rock ein Shirt, den umhang und ihre hohen Stiefel. Was war daran verkehrt, grübelte sie vor sich hin.

"So es euch nicht stört, ja." Meinte sie dann mit unsicherer Stimme.

"Nun...Das Pilgern...ist etwas, was mit Demut verbunden ist, und dies lässt sich am besten durch eine einfache robe darstellen"

Sie nickte leicht und seufzte kaum merklich.

"Ich versteh schon. Ich werde mich eilen" stürmte dann los um ihn nicht zu lange warten zu lassen.

Schnell wurde der Schrank aufgerissen und mit einer Hand ausgezogen und mit der anderen die Robe übergestreift, und schon stürmte sie wieder richtung Orden.

"Wenn das so weiter geht werd ich noch an Luftmangel ersticken" grummelte sie dabei vor sich hin, bemühte sich aber vor ihm zum stehen zu kommen.

"So, ich hoffe jetzt aber" meinte sie angespannt wartend als wieder ein Blick von ihm an ihrer Gestalt entlang wanderte, bis er dann endlich zufrieden nickte.

Elaine atmete erleichtert aus und lächelte dann zufrieden.

"Nun denn...wie letzten Wochelauf stehen wir wieder am Knotenpunkt unserer Reise..." kam es von Mandred und sie nickte nur dazu.

Mandred überreichte ihr wieder die Fackel mit den Worten "Als zeichen, dass Temora uns Beistand leistet"

Die Reise konnte also beginnen. Es ging eine weile richtung Bajard, und dann plötzlich Querfeldein, bis endlich der Schrein vor ihnen auftauchte.

Sie folgte ihm langsam nach drinnen, und stellte sich auf die andere Seite des Steines, und musterte ihn neugierig. Eine Träne war zu sehen. Verwundert schaute sie sich um und sah noch eine Glocke und eine Kerze auf dem Altar stehen, ehe der Blick wieder zu Mandred wanderte.

"Wir sind hier am Schrein der Opferbereitschaft..." kam es auch schon gedämpft von ihm, wohl als fürchte er die Aura zu zerstören die vom Schrein ausging.

Elaine hörte ihm gespannt zu als er anfing von Brynn zu erzählen, und wie ihr Volk unter ihrem Vater gelitten hat, und sie selbst auch. Und das einzig ihre Mutter ihr beistand und half so gut es ging.

Elaines Herz wurde schwer dabei, und sie empfand tiefes mitgefühl für Brynn.

"Das arme Mädchen" kam es von ihr als er seine Geschichte geendet hatte.

"Armes Mädchen?" fragte Mandred nach. "Bezogen auf ihre Familie schon...Doch ihr Trost war umso grösser. Temora selbst nahm sich ihrer an..."

Sein Blick richtete sich dann auf den Altar und deutete auf die Glocke und die Kerze.

"Wisst ihr, in welchem Zusammenhang eine Glocke..und eine Kerze...zur Opferbereitschaft stehen könnten?"

Elaine gab die antworten die ihr in den Sinn kamen und er nickte hier und da. Er erklärte ihr ausführlich welcher Gegenstand für was stand und fragte auch hier und da noch einiges zusätzlich, was sie so gut es ging zu beantworten versuchte.

Einiges davon gab ihr doch sehr zu denken, besonders was den Mut anbelangte. Aber auch hier zögerte sie keine sekunde und erklärte ihm das sie sich vor das Opfer stellen würde so ein Mörder versuchte sein unwesen zu treiben.
Mandred nannte es zwar eine kühne antwort, aber Elaine gab es das gefühl das es richtig ist.

Es gab also zwei Wege, den einfachen und den langen. Und genau das musste sie herausfinden welcher der richtige war. Es würde nicht einfach werden, und ganz sicher würde sie hier und da den falschen wählen, aber sie versprach sich selbst das sie immer ihr bestes geben würde.

Sie wollte sich gerade umwenden um langsam zum Ausgang zu gehen, nachdem Mandred ihr versichert hatte das sie sich wieder auf den Heimweg machen würden, als er sie zurück hielt mit den Worten

"Dann betet zu Temora...um die Gabe der Opferbereitschaft hier an dem Ort an dem sie am nächsten ist"

Diesmal war sie vorbereitet darauf, und als sie sich niederkniete kamen die Worte wie von selbst.

Als sie geendet hatte erhoben sich beide und gingen leise nach draussen und machten sich wieder auf den Weg zurück zum Orden wo ihre Reise endete, nach einer freundlichen verabschiedung.

Die Geistlichkeit

Verfasst: Freitag 15. Januar 2010, 11:46
von Elaine Damrag
Die Geistlichkeit

Heute war es wieder soweit. Diesmal sollte sie ihr Pferd holen da der Weg wohl etwas länger war. Mit der Fackel in der Hand, die sie wie immer von Mandred erhielt, machten sich die beiden auf den Weg. Als die Reichsgrenze erreicht wurde schaute sie Stirnrunzelnd auf den Grenzstein
Rahals, und wurde ermahnt ab hier gut aufzupassen, da der Weg zum nächsten Schrein gefährlich wäre.
Ihr Blick huschte durch die Umgebung während der zeit des Rittes, bis sie vor einem schön anzuschauenden Gebäude absitzten.
Mandred erzählte ich bevor sie eintraten das hier wohl einmal eine schöne und Reiche Stadt gestanden habe, und dieses Gebäude das letzte sei das davon noch übrig war.

Leise, so als befürchteten sie die Aura des Gebäudes zu stören, betraten sie den Schrein, und Elaine schloss schnell aber leise die Türen hinter sich.
Dann liess sie den Blick umherschweifen und es beschlich sie sofort das Gefühl das sie hier schon einmal war. Es war zwar schon etwas länger her, aber Pater Farion führte sie und ihre damalige Schwester Leah hier her um ihnen ein bisschen was von Fasamar zu erzählen.

Mandred zeigte auf das Zeichen auf der Platte und wollte wissen ob sie das Zeichen kenne, welches mit mit einem lächelnden nicken bejahte.

Der Ankh, welchen sie immer vor ihrer Brust zeichnete nach einem Gebet in der Ordenskirche.
Bruder Mandred erklärte ihr das man mit reinem Geiste und nicht mit aufgewühltem Geiste hier her kommen sollte.

Die Geistigkeit ist der Ursprung, der Nährboden aus dem alle Tugenden basieren und gewachsen sind.

"Was tut die geistliche Seele? Was tut derjenige...der wahre Geistigkeit zeigt?" fragte Mandred sie, und hatte sie somit gleich eiskalt erwischt, da sie sich nicht sicher war welche Antwort er von ihr erwartete.

"Er kniet sich nieder und betet hier?" gab sie unsicher zur antwort, was ihr ein leichtes schmunzeln von ihm einbrachte.

"Nun...Geistigkeit zeigt sich nicht nur allein durch das Beten aus Knappin...aber sei es drum...es wissen nicht alle. Derjenige, der wahre Geistigkeit empfindet...vermag stets nach Wahrheit zu suchen...Die Geistigkeit ist im grunde eine gabe, die man hauptsächlich auf sich
selbst bezieht...Denn...viele, die die Geistigkeit beinhalten...suchen in ihrem eigenen ich...nach Wahrheit...wahrheit über sich selbst...über ihre umgebung... Somit wird die geistige Seele nie aufhören wachsam zu sein...nie aufhören sich umzusehen und mehr zu lernen...Der Eifer sich zu verbessern, so wie auch der Hunger nach Mut, Liebe...und auch wahrheit..welche alle drei durch die anderen tugenden ausgedrückt werden...ist ebenfalls teil der Geistigkeit...Wahrheit Liebe und Mut...3 wahrlich große Begriffe...große Worte...große Gefühle...
Es ist gleichgültig...welches der drei dinge ihr näher betrachtet...Die geistigkeit ist das, was gleichgewicht schafft unter ihnen...Wenn ihr diese drei dinge...Wahrheit, Liebe und Mut vereinigt..werdet ihr mit wahrer Geistigkeit erfüllt...Das behaltet stets in eurem kopfe..."

Ihr Kopf begann langsam zu schwirren. Dieser Schrein hatte es in sich und schien der bis jetzt anspruchsvollste zu sein den sie besucht hatten. Sie würde wohl noch einiges mehr büffeln müssen, um diesen Schrein gerecht zu werden.
Mandred erzählte ihr danach noch das Fasamar der Sohn eines Schmiedes war, und schon immer den Wunsch hatte lesen zu lernen. Er soll sich diesen wunsch wohl auch erfüllt haben. Vorsichtig schaute sie sich die Bücher an welche in den Regalen lagen, wobei sie angst hatte jene zu
zerstören und sie ganz vorsichtig, nur mit der Fingerspitze, umblätterte.

Der Ausflug wurde mit einem Gebet ihrerseits beendet, auf das sie, da ihr Kopf eh schon schwirrte, wieder einmal nicht vorbereitet war. Nach beendigung und eines unsicheren seitenblicks zu Mandred, welcher ihr wohlwollend zunickte, erhoben sie sich und kehrten wieder an ihren ausgangspunkt, dem Orden zurück.

Elaine versuchte daheim noch das eben gehörte zu verinnerlichen, aber ihr Kopf schwirrte einfach zu viel, deshalb legte sie sich lieber ins Bett, und beschloss das auf den nächsten Tag zu verschieben.