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Auf das du an mich denkst

Verfasst: Dienstag 27. November 2007, 15:50
von Lanaya Shevanor
Zärtlich strichen die Fingerspitzen über das grobe Holz des Tisches. Der Kopf andächtig gesenkt schien Lanaya über etwas nachzudenken. Einzelne Strähnen fielen in das blasse Gesicht und warfen unwirkliche Schatten. Das Geräusch jenes die Geste mit sich brachte schien sie zu faszinieren und einem beharrlichem Kinde gleich kostete sie es einige Male aus ehe die Haltung sich straffte und sie sich ruckartig erhob. Penibel wurden einige Falten der Robe geglättet dann dämpfte der Teppich die sich rasch entfernenden Schritte der Arkoritherin. Obwohl die Mauern unzählige Geräusche bargen und die Bediensteten einem Bienenschwarm gleich umherhuschten hatte sie sich noch nicht gänzlich eingefunden. Etwas störte die Arkoritherin doch was es war hatte sie noch nicht herausgefunden. Es zeigte sich jedoch. Eine gewisse Reizbarkeit, Vorsicht und dieses beständige, ungute Gefühl begleiteten sie.

Fortwährend wurde es ignoriert doch ab und an brach es in unkontrollierten Entladungen hervor. Menschen litten darunter doch brachte es sie lediglich dazu von jenen Abstand zu nehmen. Fühlte sie sich nicht beobachtet? War da nicht ein Huschen in den Schatten, vertraut – gefährlich? Kurz sah sie sich um dann verschwand sie in der Bibliothek. Hier herrschte Ruhe. Niemand wagte es diesen Raum aufzusuchen solange ihn diverse Personen nutzten. Auch hier glitten die Fingerspitzen über Buchrücken, Tischplatten und Stuhllehnen als könnte die Berührung ihr irgendetwas mitteilen. Ihre Augen jedoch erschienen noch immer nachdenklich und jede Geste wirkte so bedacht das ein Vertrauter sofort erkennen würde das sie sich mit etwas beschäftigte. Erst nach geraumer Zeit verließ sie den Raum und wandte sich nach rechts. Auch hier wurden die Schritte gedämpft ehe sie den Saal erreichte und ihn durchschritt. Ein kurzes Zögern und sie befand sich im Arbeitszimmer. Viel schien sich nicht verändert zu haben und einen Augenblick trafen ihre Augen auf die eisblauen des Bildes. Ohne den Blick abzuwenden trat sie näher wie um jedes Detail aufzunehmen, erst dann wanderte der Blick zur Tischplatte um dort ein Pergament zu hinterlassen. Viel würde der geneigte Leser darauf nicht finden, nichts was man nicht auch ohne Worte wissen konnte.

Dann wandte sie sich ab. Langsam, bedächtig doch recht zielstrebig. Es wurde langsam dunkel und die Zeit war gekommen das Geplante in die Wege zu leiten. Nachdem die hellen Haare unter der schwarzen Kapuze verborgen lagen ging sie fort. Nahe lag das Ziel und kurz wanderte der Blick hinauf zum höchsten Gebäude der Stadt. Lanaya nahm sich nicht die Zeit zu verweilen sondern sucht das Innere auf und nahm die Leitern in Angriff. Lange dauerte es nicht ehe sie sich auf dem Dach befand. Kein Licht erhellte die Fläche und zufrieden schloss sie die Augen. Dogan war das Ziel der magischen Applikation und die Arkoritherin war gewiss das sie ihn erreichen würde. Um sie herum schienen sich die Schatten zu verdichten bis sie gänzlich eingehüllt war. Lautlos bewegten sich die Lippen, schienen Worte zu formen – dann war es vorbei. Zufrieden kehrte sie nun auch dem Turm den Rücken.

Fest umschloss ihre rechte Hand den Stab während die linke Hand das Amulett an ihrem Hals umgriff. Das Glimmen in den Tiefen des Steines schien heller geworden. Dieser Umstand jedoch ließ sie Lächeln und die Schritte schneller setzen. Es war an der Zeit sich zu erinnern. Schlagartig erlosch das Lächeln auf den Zügen. Kalt und abweisend wurde der Blick und kurz schlossen sich die Finger so fest um das Kleinod das einen Abdruck auf der Handinnenfläche zurückließ. Klänge verdichteten sich und Klangbilder verschoben sich ehe sich vor ihrer Nase ein Riss im Gefüge öffnete um sie aufzunehmen und an anderer Stelle wieder freizugeben. Rasch wandte sie sich dem Gebäude vor sich zu und ging daran vorbei den geheimen Pfad zu den Katakomben einzuschlagen. Diesen Ort liebte sie und nichts kam dem Nahe. Vielleicht war dies einer der Gründe warum sie sich hier so rasch zurecht gefunden hatte. Zielstrebig schritt sie durch unzählige Gänge und Verwinkelungen bis hin zu einem der Ritualräume.

Kerzen flammten auf und selbst das Symbol schien sie mit einem kurzem Aufzucken in den Klängen zu begrüßen. Unbewegt wanderte der Blick umher und dann ließ sie sich auf die steinerne Rune sinken. Weich floss der Stoff um sie herum einen guten Teil der Großrune verdeckend während Lanaya die Hände auf dem Schoß faltete. Andächtig war der Kopf etwas gesenkt und nachdem die Augenlider geschlossen waren verriet lediglich ein Zucken dieser das sie nicht gänzlich erstarrt war. Lange geschah nichts dann jedoch zogen sich die Klänge schmerzlich zusammen, schwellten an und wieder ab während das Zittern der Augenlider hektischer zu werden schien. Fest ballten sich die zuvor gefalteten Hände zu Fäusten während die Fingernägel sich in das Fleisch der Handinnenflächen drückten dann endlich schien das Symbol aufzuflammen. Wie ein Feuerwerk aus Hitze und Hass explodierte es förmlich in den Klängen und der Träger des Gegenstückes sollte die Auswirkungen zu spüren bekommen. Vom Nacken ausgehend sollte sich ein heftiges Brennen durch den Körper ziehen ehe es einem nicht weniger unangenehmen Nachpochen weichen sollte. Gleichsam wird es ihm wohl einige Worte ins Gedächtnis rufen..

Es wird dich erinnern...

Warum jetzt und weshalb so eindringlich würde sich jedoch noch nicht eröffnen. Einer Angelschnur gleich war der Köder ausgeworfen, die Aufmerksamkeit auf sich gezogen und nun galt es zu warten ob der Fisch mit dem Strom zu schwimmen gedachte oder ob er dagegen anschwamm. Leer waren die Augen als sie die Lider wieder öffnete und das Glimmen des Steines verblasste zur Unscheinbarkeit. Vielleicht ließ er sich nutzen, vielleicht. Andernfalls blieb mehr Arbeit für Dogan zurück. Mit einem Schmunzeln erhob sie sich und Schritt den Weg zurück um in einer der Kammern zu verweilen. Einige Tage würde sie den Ort nicht verlassen.

Verfasst: Dienstag 27. November 2007, 23:11
von Rafael von Arganta
Es wird dich erinnern ...

Rafael hatte sein Gespräch gerade mit Vincent beendet und war hinausgetreten in den Kastellhof als ihn der Schmerz im Nacken mit voller Wucht traf, und ihn in die Knie zwang.
Aufstöhnend versuchte er den Schmerz weg zu atmen
Winkte den Gardist fort der sofort angerannt kam, und ließ sich gänzlich auf die Knie fallen.
“Es wird dich erinnern.“ wisperte es in einem fort in seinem Kopf, und er verfluchte sich, verfluchte das Brandmal in seinem Nacken, wissend wer gerade an ihn dachte.
Wer ihm dieses Botschaft schickte nur nicht das Warum.
Der Gardist beobachtete ihn besorgt, rannte dann direkt gen Schloss um wohl dem Grafen bescheid zu geben.
Rafael blieb noch einige Momente auf den Knien, bevor er sich langsam wieder erhob.
Blass, wissend das SIE irgendwo in der Nähe war.
In ihm wuchs der Zorn, der Wille sie endlich zu stellen und er ließ sich sein Pferd bringen.
Auf den Gedanken irgendwen mit zu nehmen kam er erst gar nicht.
Einzigst getrieben von seinem eigenen Wunsch nach Rache machte er sich auf den Weg, das stetige Pochen im Nacken, wie leitend nachspürend.

Nördlich ritt er aus dem Stadttor hinaus, kam an der kleinen See und da stand sie.
Schwarz ihre Robe, der Stab und das Gesicht verhüllt.
Doch Rafael brauchte ihr Gesicht nicht zu sehen um zu wissen das SIE es war.
Lanaya von Shevanor.
Jene die ihm das A der Akorither in den Nacken gebrannt hatte, als er in Rahal gefangen war.
Sie schien schmaler und blasser als er sie in Erinnerung hatte doch ihre Stimme klang genauso schneidig wie zuvor.
Sie tauschten „Nettigkeiten“ aus wie immer.
Sie ihren Stab gefasst, er das Schwert gezogen und doch beide auf Abstand, sich gegenseitig taxierend auf irgend eine Schwäche des anderen wartend.
Sie fragte ihn ob er nicht neugierig sei, warum sie ihn kontaktierte, warnte ihn davor die Elfen an seine Mal heran zu lassen da es gefährlich wäre, sie bot ihm gar einen Tausch an, doch er ging nicht darauf ein.
Egal was, er würde sich niemals in ihre Hände begeben noch sonst etwas.
„Nichtmal eine Schlange würde einer Schlange vertrauen.“
Sie wollte irgendetwas, er sollte ihr etwas bringen... das WAS sagte sie nicht und Rafael war nicht erpicht darauf es zu erfahren. Er würde ihr nicht helfen um nichts in der Welt.
Ihre Hand glitt an ihr Amulett um ihren Hals, das leicht aufleuchtete und sofort spürte er den Schmerz, die Hitze die von dem Mal in seinem Nacken ausging, wie glühendes Lava durch seinen Körper schlich.
Er keuchte auf und wie durch einen Schleier hörte er ihre Triumphale Stimme.
„Wann werden die Spitzohren sich dem widmen Rafael? Wie lange haltet ihr es aus?“
Ihre Worte ihre Stimme verliehen seinen Zorn eine Kraft die über die Schmerzen siegten.
Aufbrüllend, stürzte er vor, prallte gegen sie, so das sie das Medaillon losließ, während sie zurücktaumelte.

Rafael fing sich wieder, richtete sich auf, während sie nun eine Peitsche vom Gürtel löste, und nach ihm Schlug.
Der Ritter vermochte sich zur Seite zu drehen so das die Peitsche neben ihm in den Boden schlug, gleichsam jedoch führte er einen Angriff auf sei, der sie ausweichen konnte, doch Rafael nutzte den Schwung zu einer Drehung, die linke Hand zur Faust geballt und schlug damit nach ihr, so das sie, die diesem Schlag nicht ausweichen konnte zurücktaumelte, die Linke an ihre Wange führend, während sie die Peitsche erneut knallen ließ, der er dieses mal nicht aus zu weichen vermochte und die Schnur ihm quer übers Gesicht fuhr und ihm seinerseits die Wange aufschlug.
Auch seine Hand fuhr an seine Wange und so, beide die Hand an den Wangen, umkreisten sie sich weiter.

Erneut sich abtastend mit Worten zu reizen versuchend umrundeten sie sich.
Rafael hob vorsichtig die linke Hand, umfasste das Medaillon und für den Moment glomm seine Rüstung auf, der Schutz vor Magie.
Doch Lanaya schien nur auf diesen Moment gewartet zu haben.
Die Peitsche knallte, die Schnurr wickelte sich um seinen linken Arm.
Sie zog und er folgte diesem Zug, nutzte den Schwung um sie mit dem Schwert anzugreifen, doch sie wich aus.
Ihr Problem jedoch war, das sich die Schnurr so sehr um seinen Arm gewickelt hatte, das sie diese nicht so schnell zurückziehen konnte und Rafael nutzte dieses aus mit der Hand danach zu greifen und sie zu sich zu ziehen, in der Absicht sie in sein Schwert laufen zu lasen.
Doch durch den Schwung war sie so schnell, das er das Schwert nicht schnell genug hochreißen konnte, sondern stattdessen reaktionsschnell sie in seinen Armen auffing, bevor sie gänzlich gegen ihn prallen konnte.
Im ersten Moment sahen sich beide eher verdutzt an. Auge in Auge, dann jedoch entschwand sie aus seinen Armen, tauchte einige Meter von ihm wieder auf.
Beide für einen kleinen Moment Sprachlos.
Lanaya presste die Lippen aufeinander bevor sie ihn fast anfauchte. „Ist das alles was ihr könnt Ritter? Frauen mit euren Armen umfangen?!“
Rafael konnte nicht anders, seine Lippen zuckten nun fast amüsiert, als er antwortet
„Jedenfalls scheint ihr doch eine zu sein, wer hätte das gedacht.“
„Reicht euch eurer singender Drache nicht?“ fauchte sie weiter, und Rafael bekam das Gefühl das das ein Punkt war der sie durchaus zu bewegen schien, daher reizte er sie weiter.
„Nun im Gegensatz zu euch muss ich meine Frau nicht umarmen zu zu wissen das sie eine Frau ist“
Erneut ließ sie die Peitsche knallen doch dieses mal gezielt auf sein Pferd, das sofort ausschlug und wiehernd davon galoppierte. Das zweite Pferd in zwei Tagen.

Doch mehr gestattete er sich nicht, sondern während sie erneut ausholte sprang er vor, eine Finte schlagend, doch sie wich erneut aus, so das das Schwert nur ihre Seite traf, und sie dort verletzte.
Ihre Robe wurde dunkel vor Blut und Rafael gestattete sich eines triumphalen Gefühles, das jedoch nicht lange anhielt, als sie die Hand in den Himmel streckte und es auf einmal begann Flammenfunken zu regnen.
Seine Haare wurden angesenkt bevor er sich mit einem Hechtsprung in Sicherheit bringen konnte.
Er konnte ihr siegessicheres Lächeln fast körperlich spüren, doch wollte er nicht klein beigeben.
Er warf das Schwert nach ihr, dabei den Dolch ziehend sie angreifend.
Dem Schwert ausweichend zeriss sein Dolch ihre Robe doch erneut war sie es die sich an dieser Stelle auflöste und er den Angriff nicht stoppen könnend, stolperte und stürzte halb in den Fluss.
Er erhob sich gerade als ihr Stab in einiger Entfernung in den Fluss gestossen wurde, und dieser Augenblicklich vereiste.

Rafael noch klatschnass, hatte sich nur halb erheben können, als das Eis seine Rechte Seite umschloss und einfror.
Wütend und wissend das sie sich ihm wieder näherte schlug er mit der linken Faust gegen das Eis, als auch schon ihr Schatten auf ihn fiel.
Reaktionsschnell trat er mit dem freien Bein nach ihr und sie, zurücktaumelnd zog den Stab zurück, so das seine Bemühungen frei zu kommen langsam fruchteten.
Das Eis brach und er zog sich schnellstens zurück.
Langsam griff nun auch die Kälte nach ihm, hüllte ihn ein, doch er versuchte sie zu ignorieren.
Er griff sich wieder das Schwert so das er nun in beiden Händen Waffen hatte.
Erneut umkreisten sie sich. Ihre Nettigkeiten nahmen zu, wie in Rafael die Kaelte hinaufstieg.
Erneut schlug sie zu, die Schnurr schlug ihm in den ungeschützen Hals, doch vermochte er jenen schlag erneut für sich zu nutzen, er griff an, Schlug mit dem Schwertknauf nach ihrer Schläfe um sich dann dabei drehend mit dem Messer einen Hieb nach ihr zu führen.
Lanaya riss den Kopf zur Seite, wich aus, so das der Schlag nur ihr Gesicht traf, doch der Dolch fuhr nicht in ihren Körper, sondern Schnitt ihr den Zopf ab, so das die Haare in Strähnen zu Boden fielen.
„Genug nun?!“ hörte er sie aufschreien und sah noch wie sie die Hand nach ihm ausstreckte und er fühlte sich als würde ihn etwas mit Macht unter Wasser drücken und ihm den Atem raubend.
Erneut fasste er nach seinem Medaillon, spürte die Kraft zurückströmen doch als er den Kopf wieder hob, sah er etwas das wie ein Riss aussah... ein Riss, durch den Lanaya verschwand.
„NEEEEEEEEEEEEIN!“ brüllte er noch voller hilflosem Zorn auf den Riss zustürmend, doch es war zu spät.
Der Riss hatte sich geschlossen, seine Kontrahentin war verschwunden.

Noch einen moment lang starrte er auf den leeren Fleck, bevor er sich wieder der Kälte bewusst wurde die ihn inzwischen erbeben ließ.
Sein Pferd war fort.
So machte er sich Pitsch Patsch wie er war, zu Fuß zurück gen Varuna.

Verfasst: Donnerstag 29. November 2007, 15:55
von Lanaya Shevanor
Tage hatte sie unter der Erde zugebracht die Gänge und Räume nicht verlassen. Man sah es ihr an doch war es ihr recht gleich, die Erwartung auf das Kommende hielt sie in ihrem Bann. Würde er dem Ruf folgen? Interessant war die Frage allemal - selbst so sie sich der Antwort fast sicher war. Würde der Hass ihn nicht leiten war es die Neugier. So oder so, früher oder später würden sie sich abermals treffen und sich der Sache widmen. War es mutig oder dumm die Nähe der Stadt aufzusuchen? Lanaya war auch diese Einschätzung recht gleich es hatte seinen Reiz.

Hufschlag auf den gepanzerte Schritte folgten. Fester ergriff die Hand den Stab als sie sich umwandte und den Blick über den Feind gleiten ließ. Seine Haltung verriet die Achtsamkeit die ihre eigene spiegelte. Forschend waren die Blicke während man nach einer Schwäche suchte ehe die ersten 'freundlichen' Worte aufklangen. Wie ein Ball warfen sie sich die Schlagworte zu, stachelten sich Gegenseitig an und belauerten sich. Würde man ihn locken können? Amüsiert zuckte es kurz in den Mundwinkeln der Arkoritherin doch war die Lage zu ernst das Spielchen vollständig auszukosten. Er würde sich nicht auf den Handel einlassen. Soviel war nach wenigen Augenblicken klar. Gleichsam war sie nicht bereit ihn an dem Wissen teilhaben zu lassen. Wüsste er darum würde er dagegen angehen. So kam es denn das er den Kampf wählte. Lanaya hatte damit gerechnet.

Kenne deine Feinde besser als deine Freunde!

Ein weiterer Gedanke der sie Lächeln ließ. Wahnsinnig mochten einige es nennen doch freundlich ausgedrückt würde man sich wohl auf die Bezeichnung verschlagen beschränken. Zumindest ließ das Gesicht keine Schlüsse zu. Der Kronritter wollte tanzen? Bitte sehr.

In dem leichten Rüstzeug und der Robe war sie schneller und wendiger als man es wohl von der sonst so ruhigen, bedachten Frau erwartet hätte. Magie floss vorerst keine in den Kampf mit ein. Vielmehr testete man den Gegner, beobachtete und schlug zu. Das Schwert schnitt durch die Luft, Körper näherten sich um dann wieder auseinander zu wirbeln und trotz der Gefahr oder vermutlich wegen jener schien sie es zu genießen. Beide landeten Treffer und mussten gleichsam welche hinnehmen ohne irgendeine Schwäche zu zeigen. Hin und her, zusammen und auseinanderdriftend war es wahrlich ein tödlicher Tanz der kein Ende zu nehmen schien. Dann jedoch war sie des Spielens leid und zog sich zurück während sein gellender Schrei der Wut langsam verklang.

Es wird mir eine Freude sein euch die nächsten Tage leiden zu lassen!

In ihrem Zustand suchte sie die Burg auf ohne sich um die einzige, größere Wunde zu kümmern. Schmerz war lehrend soviel bekam man im Orden schnell mit und selbst bei ihr war dies tief verankert. Klaglos wurde er ertragen auch wenn sie der Stunde überraschend still folgte. Die gnadenlosen Schatten der Erinnerung verfolgten sie und einzig das Wissen um seinen Schmerz linderte die Tatsache das beide dieses Treffen überlebt hatten. Kaum jedoch war die Stunde zu Ende hastete sie davon alle Gedanken aus ihrem Kopf verbannend. Niemand sah die Arkoritherin oder hielt sie gar auf so sie es nicht wollte. Noch trug er das Mal das der Elfenmagie unverankert kaum größere Schwierigkeiten bereiten würde. Solange es jedoch gegeben war konnte keine Ort, keine Entfernung ihm Milderung verschaffen. Sicherlich würde die Entfernung schmerzhaft sein doch zu dem was sie ihm zuvor antun würde wäre alles kein Vergleich. Manchmal zog sie Folter dem Ende vor – so auch in diesem Fall.

Lautlos huschte sie in das Innere des Magierturmes und widmete sich hier den unzähligen Prellungen und der Wunde. Lanaya wusch sich und versorgte den schmerzenden Schnitt wobei sie nicht wenige Male das Gesicht verzog. Ohja, er würde leiden... ein Schmerz der jegliche Ohnmacht durchdringen sollte es gab kein Entkommen. Doch vorerst, vorerst würde sie ihre Wunden lecken und neue Kraft sammeln. Sollte er sich in Sicherheit wiegen und die wenigen Tage genießen.

Zwei Tage verließ sie den Turm nicht und sammelte sich. Man sah sie nicht, hörte nichts von ihr und jeglicher Versuch an sie heran zu kommen wurde gewissenpflichtig ignoriert. Bedächtig wanderte der Griff zu ihrem Amulett und umschloss sein heiligstes mit den Fingern. Ein kostbares Artefakt dessen Sinn und Wirkungsweise kaum jemand erfasst hatte. Bald schon schlug ihr Herz ruhiger, langsamer als würde es anderen Klangbildern folgen als den bisher gewohnten dann öffnete sie die Augen. Wind umwehte die nachtschwarze Robe während das helle Haar unkontrolliert mit dem Luftstrom flatterte. Blau schien es in den Tiefen ihres Blickes keines mehr zu geben. Vollkommen dunkel wirkten die Augen und sie selbst schien sich nur noch körperlich an Ort und Stelle zu befinden. Was sie wahr nahm und das 'Wie' der Applikation würde sich wohl nur ihr selbst eröffnen. Für Rafael jedoch würde 'ES' endlich beginnen. Eisige Kälte die sich mit brennender Hitze abwechselte würde in stetigen Wellen von der Rune ausgehen. Klar und offensichtlich jeglicher Ausbrennung zum Trotz sollte man das Zeichen auf der Haut erkennen als wäre es erst kürzlich eingebrannt worden. Schlaf würde bedeutungslos werden. Rast und Ruhe eine Qual nur Schmerz würde zurück bleiben. Schmerz den er nicht betäuben konnte und der sein Innerstes mit dem Hass gegen sie nähren sollte. Beide würden sie wissen das es nicht von Dauer war. Doch bis die Verhassten eine Möglichkeit gefunden hatten.. wie lange würde er es ertragen?

Verfasst: Sonntag 2. Dezember 2007, 13:13
von Rafael von Arganta
Er nahm sich zusammen als er aus dem Kloster kam.
Die Nacht über hatte er am Baum des Lichtes verbracht und die Ruhe und das besondere Gefühl genossen das er hier immer verspürte.
Vollkommene Sicherheit, war es die er nicht nur fühlte sondern die hier auch herrschte.
Hier hatte Lanaya keinerlei Macht über ihn.
Aber es musste langsam etwas geschehen. Er war teilweise nur noch ein Schatten seiner selbst.
Doch die Elfen hatte er seit dem nicht mehr gesehen und Victoria vertraute er noch nicht so, wie er damals der Heiligkeit oder Lucenius vertraute.

Das letzte mal da er eingeschlafen war, träumte er wie er von den Piraten gefesselt zum Richtplatz geführt wurde.
Es regnete, doch obwohl er inzwischen vollkommen durchnässt war, schien er den Regen nicht zu spüren. Vincent war es der ihm die Schlinge um den Hals legte, während Lanaya diese um seinen Hals festzog.
Während er fiel, fiel in bodenlose Schwärze sah er die Menschen die dem Schauspiel zu sahen, applaudierten.
Adrian, Feli, Dalana, Darna, Lanaya, Vincent, Aliyahna, die Kra’thori …
Sie alle johlten während er fiel und er erwachte Schweißgebadet, fiel fast von dem Stuhl vor dem Kamin im Schloss wo er eingeschlafen war.
Irgendwie ging sein Leben im Moment an ihm vorbei.

Der Schmerz den Lanaya ihm schickte kam in den ungünstigsten Momenten.
Hudi meinte man müsse sich halt daran gewöhnen, doch das konnte er nicht, wie sollte er auch wenn mit diesem Schmerz, dieser abgrundtiefe Zorn in ihm hochkam ob seiner Hilflosigkeit dieser Situation zu entgehen.
Das Mal in seinem Nacken, sah wie neu aus, als wäre es gerade erst eingebrannt worden, und so fühlte er es jedes mal wenn der Schmerz ihn überkam.
Mal für Mal, als würde Sie gerade wieder vor ihm stehen, es in ihn einbrennen, so wie es in Rahal geschehen war
Er bildete sich ein das verbrannte Fleisch zu riechen, oftmals dabei in die Knie brechend, jedes Mal dafür sorgend das er dabei alleine war.
Und er war alleine.
Er wollte niemanden damit belasten, wollte selber da durch weil er es sich selber dafür verantwortlich fühlte.
Aber es musste bald etwas geschehen, lange würde er dieses nicht mehr ertragen.
Immer und immer wieder an sie erinnert zu werden,
Lanaya ... wie gut eigentlich das sie auf der ... falschen Seite war, denn allmählich bekam er sie nicht mehr aus seinem Kopf.
Das nächste mal wenn er sie traf... würde er ...
Würde er ihr keine Chance mehr lassen, und ohne zu warten sie mit dem Schwerte an greifen bevor sie noch ihre Magie benutzen konnte.
Rafael fluchte erneut wie so oft in letzter Zeit.
Die Zahl seiner Feinde nahm mehr und mehr zu und sie kosteten ihn die Zeit die er sich für seine Freunde nehmen sollte.

Verfasst: Mittwoch 5. Dezember 2007, 23:22
von Isdaniel Nifar
Durch Zufall war er Rafael begegnet - lange hatte sich ihre Wege nicht mehr gekreuzt. Fasst hätte er Rafael nicht einmal erkannt - ob es die Zeit war - oder jenes Mal das ihn verändert hatte - konnte er nicht beurteilen.

Sie schritten etwas umher, sprachen ein paar Worte und Rafael berichtet von jenem Mal. Schweigend, mit einigen Fragen nahm Isdaniel diese Informationen in sich auf. Langsam reihten sich die Worte zu seinem Bild:

Akroither - Amulett - Verbindung

Ein altes Amulett mußte die Macht haben eine Verbindung im Lied zu schaffen. Lange waren diese Dinge verloren - nun scheint jemand ihre Funktion wieder erkannt zu haben. Interessant und waghalsig zu gleich. Wie der Dolch zeigte - ist das Wissen über die Artefakte der Akroither begrenzt und bei weitem nicht alle Auswirkungen sind bekannt.

Schweigend warf er einen Blick auf das Mal, sachte fuhr er mit seinem Finger darüber und fühlte nach der Verbindung im Lied. Erfahren lauschte er den Tönen und fügte Eigene hinzu - hier und dort - kaum merklich wandelte er das Lied. Ein Ton, wie eine kleine Maus, sannte er durch die Verbindung um sachte zu fühlen was und wo die Gegenseite ist. Je nach Wissen über die Anwendung des Amuletts würde er eine Antwort bekommen.

Weiter wob er das Lied wie einen leichten Hauch um das Mal - vielleicht würde es Rafael einen oder zwei Tage Ruhe geben. Mehr vermochte er im Moment nicht zu tun - nicht ohne mehr über das Mal zu lernen.

Verfasst: Mittwoch 12. Dezember 2007, 17:55
von Lanaya Shevanor
Hass.

Schmerz.

Einsamkeit?



Vieles vermochte Emotionen hervor zu rufen. Manches konnte man verbergen doch einiges machte sich beständig bemerkbar. Tatsächlich bestand eine Verbindung zwischen dem Mal und der Trägerin des Amulettes. Unruhe hatte sich in ihr breit gemacht und noch waren diverse Entscheidungen nicht gefallen. Manches stand derweil an und so einiges wanderte in Richtungen die ihr nicht zusagten - anderes jedoch erweckte ihre Aufmerksamkeit. So auch an jenem Abend.

Verborgene Kräfte schlichen sich in Refugien die ihnen kaum zusagen dürften. Rasch schon würde die Maus bemerken das jener Käsespur nicht sonderlich einfach zu folgen war. Löchrig wäre wohl die richtige Bezeichnung. Doch all jenes was nicht von Löchern gefüllt war sollte einen schmerzlichen, verzerrten Klang spiegeln der Applikationen vermuten ließ die bereits zurück lagen. Hier offenbar hatte sich die gewohnte Ordnung noch nicht eingestellt. Das Amulett selbst jedoch würde er nicht als Ursache finden. Wohl gingen hier die Vermutungen und Spekulationen in falsche Richtungen. So er den Klangkomplexen dieser Verbindung weiterhin folgen sollte würde er jedoch unweigerlich bis hin zu ihr gelangen. Wohl lediglich eine Bestätigung der erhaltenen Informationen. Desweiteren würde ihm auffallen das sich exakt in jenem Moment die Klänge verzogen und etwas die Verbindung nutzte der die 'Maus' gefolgt war. Ob nun jedoch Zufall oder ein schlichter 'Dank' auf diese Begebenheit sei dahin gestellt.

Energisch würde wohl mitgezerrt werden was er ausgesandt hatte und der lindernde Hauch um das Mal sollte bersten. Wie sehr würde es den Malträger in Richtungen treiben die ihm nicht zusagten? Konnte er überhaupt noch unter Menschen weilen ohne jenen zuzusetzen? Mit einem sachten Lächeln hob die Arkoritherin den Blick von den Flammen und verließ den dunklen Magierturm um durch die Gassen von Rahal zu wandern. Rafael hatte ihr seine geplanten Schritte im letzten Gefecht offenbart. Es war nur eine Frage der Zeit ehe er Linderung fand doch noch schien es als suche man...

Verfasst: Montag 17. Dezember 2007, 20:24
von Isdaniel Nifar
Wieder sass Isdaniel auf dem Stein - oben auf dem schmalen Pfad - und überblickte das ruhige weiße Tal, wie langsam der Nebel vom Wald emporstieg und sich über den Bergkamm auf dem Weg zum Meer machte. Doch diesmal waren seine Gedanken nicht an jenem Ort an dem sass - diesmal waren sie wieder bei der Begebenheit vor wenigen Sonnen.

Wie als hätte jemand auf die "Maus" gewartet - so kam die Antwort. Die Schwierigkeiten auf dem Weg hatten ihn nicht verwundert - auch die prompte Antwort verwunderte ihn nicht. Die Arkoritherin war wachsam - sehr wachsam - das würde wohl die Sache nicht vereinfachen. Langsam rieb er sich mit seiner Hand über sein Kinn, sein Blick gen Tal gerichtet. Unordnung, wirre Klänge - jenes war zu erwarten - und zu beheben. Verwundert war er, das er kein Artefakt spürte - am anderen Ende wartete nur das wirre Lied einer Person. Gerne hätte er mehr über jenes Amulett gelernt. Aber scheinbar war es nicht Teil der Verbindung. Die Wege waren klar: Die Verbindung trennen, oder die Verbindung nutzen. Es war eine Frage des Preises die es abzuwägen kalt.

Die Sonne war lange hinter den Bergen verschwunden, als er den schmalen Pfad wieder ins Tal herab schritt, sein Pferd satteln lies und durch das große Portal, über den Kam des Berges hinab in den Wald stieg.

Verfasst: Donnerstag 20. Dezember 2007, 08:03
von Rafael von Arganta
Heute würde es endlich so weit sein.
Die Elfen würden sein Mal und damit auch seine Verbindung zu Lanaya endlich schließen... und so man Glück hatte ihr einmal jene Schmerzen die sie zu schicken vermochte blocken und ihr zurücksenden.
Fast hoffte Rafael das es ihnen gelingen würde.
Es würde ihm ein wenig Genugtuung bereiten zu wisse das Lanaya wenigstens einmal so fühlen "durfte so wie sie es ihm immer gegönnt hatte.

Bald würde er frei davon sein, aber er versuchte im Moment darüber noch keine Freude zu empfinden, einfach aus Furcht davon das etwas schief gehen konnte.
Lanaya hatte ja gemeint das es selbst wfür die Elfen gefährlich sein würde.
Aber Rafael musste es einfach versuchen.
Doch hatte er auch erklären lassen das man nichts tun sollte wenn sie eine Gefahr sahen.
Er wollte die Elfen nicht in Gefahr bringen. Niemand von ihnen.
Die Abend würde zeigen ob etwas gelang.