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Heimat für Abschaum und Gesindel - Das Hafenviertel Rahals

Verfasst: Dienstag 20. November 2007, 15:12
von Ludwigo La Faz
Prostitution, Glücksspiel, Fälscherei, Hehlerei, Schmuggel, Piraterie, Diebstahl, Raub, Menschenraub, Erpressung, Mord... unendlich viele Möglichkeiten sich die schwarze Seele aus dem Leib zu reissen!

Der Schauspieler hatte die Bühne für alles Gesindel Alathairs bereitet, schon bald würde es sich in den einschlägigen Kreisen verbreiten dass man in der Schenke und den Gassen des Hafenviertel Rahals vor jeder Art der Kontrolle durch die Garde und sogar steckbrieflicher Suche durch die Rahaler Garde selbst sicher ist. Nur die grossen Strassen und der Weg direkt an der Mauer entlang zur Friedhofskapelle mussten sicher für die wenigen, braven Bürger bleiben die sich in das Viertel verirrten. Und man musste sich mit seinen Geschäften auf das Hafenviertel beschränken. Aber die Kunden würden von selber kommen, zu den Dirnen, Glücksspielern und käuflichen Klingen, zu den vielen verbotenen Vergnügungen und Möglichkeiten die der Abschaum der Gesellschaft zu bieten hatte.

Völliger Schutz vor Verfolgung durch die Garde, dafür würde das Gesindel in seinem Viertel bleiben und die grossen Strassen des Viertels sicher... ein fairer Handel. Und auf Handel verstanden sich die Bewohner von la Cabeza. Die Piraten würden den Pöbel organisieren, eine Hochburg des organisierten Verbrechens aufbauen. Und die Kapitäne hatten ihn, den Schauspieler, Ludwigo la Faz - Das Gesicht - den Mann mit den tausend Masken auserwählt um vorerst ein Auge darauf zu haben und die Organisation auf zu bauen. Als Carlos el Cipote würde er auftreten und dafür sorgen dass niemand mehr dem Gesindel der Menschheit diesen Ort würde entreissen können.

Jetzt galt es nur zu warten bis die Nachricht von dem Paradies der Verbrecher sich verbreitete. Schon tuschelte man in dunklen Ecken und verrauchten Schenken über das Abkommen das die Piraten mit der Garde hatten. Und darüber dass jeder der sich an das Abkommen hielt im Hafenviertel Rahals seine Geschäfte ungestört würde abwickeln können.

Genaueres würde man in der "feuchten Meerjungfrau" erfahren, wo ein Pirat namens Carlos den Überblick über die Vorgänge im Hafenviertel behielt.

Verfasst: Dienstag 20. November 2007, 17:33
von Wijay Loreen
Es fiel wohl kaum jemandem die Tage auf, dass bereits so manches Gesildel plötzlich bewusstlos oder tot in so manchen Ecken daniederlagen. Wen würde es wohl auch verwundern?

Was steckte dahinter, dass so manchen der Hals durchtrennt wurde? Vielleicht waren es gar Stadtmenschen die sich in dieses niedere Stadtviertel wagten um ein Abenteuer zu erleben. Sie suchten wohl ihren Spaß beim Glücksspiel oder bei leichten Mädchen? Jedoch hatte dies wohl schwerwiegende konsequenzen.

Manche würden später nichts berichten können, hatten sie glück und überlebten "es". Zuviele Leichen konnte man sich wohl auch nicht leisten.

Wer kontrollierte das Geschehen im Untergrund? War ein kampf entbrannt? Die Piraten wohl schon, aber taten sie es auch wirklich?

Möglicherweise ist im Hintergrund eine Macht gängig, die an der Eitelkeit so mancher zu rühren versuchte. Effizienz, Kontrolle und vor allem das Sammeln verlorener Seelen. Nirgendwo ging das besser als hier.

Entsprechend würde man dann wohl auch nichts wissen. Nicht ahnend, dass vielleicht jemand gar zwei Parteien gegeneinander ausspielt.

Der Pakt der Piraten war ein erstes gutes Zeichen, ein Handel, der vor allen den Sammlern verlorener Seelen zu Gute kommen würde. Es brauchte nur seine Zeit.

Und diese Zeit mag einst kommen...

Verfasst: Dienstag 20. November 2007, 18:03
von Ede Josip
Ede hatte zwar schon öfters davon gehört und es auch schon mitbekommen, als er diesen 'Muchacho' vor den Wachleuten gerettet hatte .. aber er konnte doch sowieso nichts gegen diesen Wachendreck ausrichten, dachte er sich.

Also stand er wieder einmal am Hafen und schwang die Angel ins Hafenbecken hinaus. Er hatte dann immer viel Zeit nachzudenken. Ohja.. er würde schon immer ein offenes Ohr haben, wie es ihm befohlen wurde, von diesen schleimigen Wachleuten.

"Hah ... ", machte er und ging weiter seinen Gedanken nach ..

Was niemand dieser vermaledeiten Narren wusste, war, das Fischede immer eine offene Tür für seine Freunde und Nachbarn hat. Selbst die Geheimtüre würde er stets offen lassen ... ausrauben würde man ihn ohnehin durch diese nicht - erstens widersprach sich das mit dem Gesetz des Viertels, zweitens war bei ihm ohnehin nichts zu holen.

Und so würde auch er seinen Beitrag an dem Großen leisten.

Freiheit für die, die für Freiheit einstehen.. und nebenbei noch ein wenig Gold verdienen wollen.

Ja , danach stand ihm der Sinn, dachte Fischede .. und warf die Angelrute erneut aus.

Verfasst: Dienstag 20. November 2007, 18:23
von Hein Klabund
Es fiel Hein schwer, Abschied von seiner Insel zu nehmen. Hier wo eigentlich alles recht schön war, ja schön war es! Ruhig, etwas zu ruhig für seinen Geschmack. Dreckig und hinter jeder Ecke lauert etwas neues, ohja, dreckig war es und es stank schon beinahe abartig, je weiter man ins Viertel kam.

Ansich ein schlechter Tausch...aber es gab was zu tun! Genau! Etwas zu tun für diesen alten Seebären.
Als erstes hatte ihn dieser Fischede auf dieses Viertel gebracht, als er es sich anschaute war er begeistert, sogar einige seiner Kumpanen hatten es sich hier gemütlich gemacht, jaha! So soll es wieder sein, ein Leben in Ungewissheit, mit noch mehr umtrünken und hinter jeder Ecke der mögliche Klabastermann, der nur darauf wartete ihn zu sich zu holen.

Eine gute Tarnung und ein wenig mehr Wind um die Nase, das und zwei Flaschen Rum waren es was ihn hier einigermaßen sesshaft werden ließen.

Sollte die Wache nur versuchen sich zu nähern, sein Haus lag fast schon ideal und er malte sich aus, wie er (ausgerechnet er...der alte Bock, mit einem Bein, den sowieso niemand ernstnahm) einfach nur auf seinem geliebten Pöbelstuhl saß und Ausschau hielt, jeder Fremde würde direkt mit einem mehr oder weniger freundlichen "Moin" begrüßt und sofern der Fremde aufsehen würde, einen guten Blick in den Lauf seiner Muskete haben.

Man kann ja nie wissen, war er denn selbst nicht mehr als der Hundedreck unter dem Stiefel eines Adligen? Wäre es von Erfolg gekrönt würde er sich gar selbst überfallen. Aber hier? Hier hatte niemand was, vielleicht war es auch besser so...

Verfasst: Dienstag 20. November 2007, 18:44
von Varoth Lycron
Einige Tage war es schon her wo er sich in dem Hafenviertel niedergelassen hatte, seine Idee war es das Geschäft der Begierde vorran zu treiben und den ''leichten Mädchen'' so wie wir sie nannten Kundschaft zu beschaffen.

Das war nicht schwer für ihn, in einem alten Buch was er in der Bibliothek des Turmes gefunden hatte stand beschrieben wie man die verschiedensten Potenzmittelchen zusammen mischt.

Es dauerte ein Paar Tage bis er die verschiedensten Wirkungen in der Theorie erprobt waren und die '' Liebesfrüchte '' in der Praxis an die ersten Kunden verteilt werden konnten.

Die Idee war einfach und die Umsetzung ebenso doch das Resultat war durchaus bemerkenswert.

Im Grunde kamen die Leute von alleine um ihre Seelen an Krathor zu opfern, denn die Lust nach den '' leichten Mädchen '' war einfach zu groß.

Verfasst: Mittwoch 21. November 2007, 08:53
von Gracia Orthez
Rahal – das Hafenviertel. Lauter Gesindel und Schurken trieben ihr Unwesen, doch wahllos? Nein wahllos war es nicht. Es war alles andere als das, aber als wahllos konnte man es nicht bezeichnen. Das Syndikat was ich dort aufbaute sollte Einzigartig werden.
Zum Schutz der Bürger? – Wohl kaum. Jeder dieser Buntkleider, so wie die Leute genannt wurden die nicht in das Hafenviertel passten, und ganz weit weg von Prostitution und Diebstahl und allem schlechten lebten, würden jederzeit damit rechnen müssen überfallen zu werden. Denn wer nicht „dazu“ gehörte, erkannte man gleich.
Ja regelrecht naiv waren manche Bürger. Dachten sie doch wirklich, dass ihnen nichts passieren würde, wenn sie einfach so in die feuchte Jungfrau spazierten, um genüsslich ein Gläschen Wein zu kredenzen?
Erst gestern wieder musste so eine zart besaitete Chica diese Erfahrung machen. Aber selbst schuld, wurde sie davor sogar noch gewarnt, dass es keine Gegend für so eine wie sie sei. Doch wie sagt ein altes Sprichwort: Wer nicht hören will, der muss fühlen.
Und genau so erging es der Chica auch.

Aufträge kamen rege, und es machte den Anschein dass es immer mehr werden würden. Nur gut, denn Gold konnte immer gebraucht werden, war es doch das einzige das einem wirklich treu ergeben war, und nie seinen Wert verlieren würde.
So wurden die Aufgaben verteilt, und immer mehr Gesindel würde sich im Hafenviertel scharen, das außerhalb der Kontrolle von der Garda Rahals lag, um weitere finstere Pläne zu schmieden, in allen erdenklichen weisen, nur am Gold zu gelangen.

Verfasst: Mittwoch 21. November 2007, 11:41
von Orvil Raugrund
Schwummrig durchleuchtete die halb abgebrannte Kerze den kleinen Laden in Varuna. Rumpo machte sich Notizen...wie jeden Abend. Wollten die Geschäfte doch stets genau dokumentiert sein. Kurz glitten seine Gedanken ab zu dem Tage des Marktes in Rahal. Dieser Ciponte schien es wirklich ernst zu meinem mit dem was er ihm erzählt hatte. Es würde sich sicher lohnen für ihn, sich mit diesen Leuten gut zu stellen. Die ersten Warenlieferungen sind bei Nacht und Nebel schon an diesen alten Kerl im Hafenviertel Rahals gegangen. Klimpernd warf Rumpo die Münzen in einen Beutel und verstaute den alten hölzernen Rechenschieber wieder in der Schublade. Ja es hatte sich gelohnt und da ihm Ciponte gar Schutz angeboten hatte, würde er sich wohl öfter mal im Hafenviertel sehen lassen um dem liebsten nach zu gehen das er sich vorstellen konnte. Ja die Würfel würden wieder Rollen und seine Taschen würden sich iweder füllen ganz wie damals....
Rumpo richtete sich auf und strich seine alte schwere Reiserobe glatt. Sein Blick wanderte über den kleinen ,mit Kisten vollgestopften Raum , irgendwo hörte er das leise Trappeln der Ratten die unablässig seine Waren zernagten. Er grummelte....nun dieses Problem würde sich ja bald in Luft auflösen. Der Umzug stand schliesslich kurz bevor.
Eine Moment lang hatte er darüber nachgedacht dem Rat dieses Ciponte folge zu leisten um sich im Hafenviertel direkt nieder zu lassen. Er schüttelte den Kopf und schmunzelte....nein nein...von einem Rattenloch ins nächste? ..Er wollte lieber ab und an vorbei sehen. Die Geschickte liessen sich von anderswo ohnehin angenehmer und besser lenken. Ciponte versicherte ihm zwar Schutz....aber wozu brauchte er den schon?

Rumpo löschte die Kerze mit einem kurzen Atemstoss und verrammelte seinen Laden. Die Kisten würde er Morgen abholen lassen von seinen Leuten und dann wäre das Kapitel Varuna vorerst auch gegessen.