Verborgene Ängste - Die Schatten in dir
Verfasst: Freitag 16. November 2007, 21:43
„Schatten, nichts als Schatten...“ murmelte sie leise zu sich, als sie den Weg gen Palast beschritt. Nur wenige Tage war sie erst in der Stadt und schon war sie wieder da, die ständige Begleiterin: Ihre eigene Angst.
War es nicht Saahir, der ihr sagte, dass die Angst eine gute Freundin sein kann?
Dass sie gar hilfreich war in mancher Stunde?
Aiwa, lieber zu vorsichtig sein, als zu sehr auf die Sicherheit zu vertrauen.
Der Schritt verharrte vor den vergitterten Toren. Noch immer hingen ihre Gedanken bei Rivkah, die sich wohl nun allerlei zusammenreimen würde.
Warum hat sie auch unbedingt sie noch einmal aufsuchen müssen? Sie hatte doch bereits versprochen, Schweigen zu bewahren!
Der Blick glitt einmal an den hohen Wänden hoch, ehe sie nun zögernd durch das Tor schritt, den Wachen zunickend. Sie spürte förmlich die beobachtenden und argwöhnischen Blicke von jenen auf sich.
Sicher würden sie einmal misstrauisch werden; sicher würde irgendwann ein Wort zum Erhabenen gehen: Dass man die Wüstenblüte Nasira, aus dem Hause der Masari, sehr oft zu später Nachtstunde ausgehen sah; und dass so etwas doch sicher ohne Geleit um jene Stunde nicht gut sei für ein solches Geschöpf.
Sie wusste nicht mehr, was sie denken sollte, wusste nicht mehr, wie ihr geschehen war....alles so kompliziert und gleichzeitig so banal, so eindeutig klar. Sie wusste, ein Wort und alles wäre wieder normal, alles würde wieder seinen geregelten Gang finden. Doch die Worte würden nie die verdeckten Lippen verlassen; zu sehr war sie in den Bann gezogen.
Die Räume des Harems waren von der nächtlichen Ruhe erfüllt. Die anderen Mädchen schliefen zum Glück bereits, sodass wenigstens sie es wohl nicht mitbekamen. Auf leisen Füßen schlich sie zu ihrer Matte. Ein Blick huschte im Vorbeigehen zu Tenaya, die sich bereits in tiefem, traumerfüllten Schlafe befand. Unwillkürlich glitt der Blick zu ihren Füßen, wo sie ihr einst die Narben gezeigt hatte.
Schnell huschte der Blick wieder zurück und suchte sich in dem Dämmerschein den Weg zur eigenen Ruhestätte.
Gewohnheitsgemäß wurde das Gebet geflüstert, ehe sie sich zur Ruhe begab. In jener Nacht träumte sie, von Schatten....
Die Angst ist ein ständiger Begleiter,
mag über uns herrschen in mancher Stunde.
Doch die Schatten der Angst können vertrieben werden,
wenn der Tag anbricht und das Licht
den Schatten verdrängt.
War es nicht Saahir, der ihr sagte, dass die Angst eine gute Freundin sein kann?
Dass sie gar hilfreich war in mancher Stunde?
Aiwa, lieber zu vorsichtig sein, als zu sehr auf die Sicherheit zu vertrauen.
Der Schritt verharrte vor den vergitterten Toren. Noch immer hingen ihre Gedanken bei Rivkah, die sich wohl nun allerlei zusammenreimen würde.
Warum hat sie auch unbedingt sie noch einmal aufsuchen müssen? Sie hatte doch bereits versprochen, Schweigen zu bewahren!
Der Blick glitt einmal an den hohen Wänden hoch, ehe sie nun zögernd durch das Tor schritt, den Wachen zunickend. Sie spürte förmlich die beobachtenden und argwöhnischen Blicke von jenen auf sich.
Sicher würden sie einmal misstrauisch werden; sicher würde irgendwann ein Wort zum Erhabenen gehen: Dass man die Wüstenblüte Nasira, aus dem Hause der Masari, sehr oft zu später Nachtstunde ausgehen sah; und dass so etwas doch sicher ohne Geleit um jene Stunde nicht gut sei für ein solches Geschöpf.
Sie wusste nicht mehr, was sie denken sollte, wusste nicht mehr, wie ihr geschehen war....alles so kompliziert und gleichzeitig so banal, so eindeutig klar. Sie wusste, ein Wort und alles wäre wieder normal, alles würde wieder seinen geregelten Gang finden. Doch die Worte würden nie die verdeckten Lippen verlassen; zu sehr war sie in den Bann gezogen.
Die Räume des Harems waren von der nächtlichen Ruhe erfüllt. Die anderen Mädchen schliefen zum Glück bereits, sodass wenigstens sie es wohl nicht mitbekamen. Auf leisen Füßen schlich sie zu ihrer Matte. Ein Blick huschte im Vorbeigehen zu Tenaya, die sich bereits in tiefem, traumerfüllten Schlafe befand. Unwillkürlich glitt der Blick zu ihren Füßen, wo sie ihr einst die Narben gezeigt hatte.
Schnell huschte der Blick wieder zurück und suchte sich in dem Dämmerschein den Weg zur eigenen Ruhestätte.
Gewohnheitsgemäß wurde das Gebet geflüstert, ehe sie sich zur Ruhe begab. In jener Nacht träumte sie, von Schatten....
Die Angst ist ein ständiger Begleiter,
mag über uns herrschen in mancher Stunde.
Doch die Schatten der Angst können vertrieben werden,
wenn der Tag anbricht und das Licht
den Schatten verdrängt.