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Aufgeknüpft

Verfasst: Dienstag 6. November 2007, 01:10
von Shaya Nyrloth
Da saßen sie also, vor sich knapp zwei Dutzend Fasane, die ihres Federkleides beraubt werden wollten...und fingen an zu rupfen.
Recht schnell waren sie sich darüber einig, dass das so nicht weitergehen konnte, die Bestellungen und insbesondere die Mengen überhand nahmen. Was bitte konnte man auch schon mit soviel gerupftem Geflügel anfangen?
...und sie rupften.
Was die beiden Mägde zumindest mit diesen Mengen anfangen konnten, nein wohl eher mussten, lag klar auf der Hand...oder dem Tisch.
...und sie rupften.
Sie fragten sich, ob ihre Hochgeboren überhaupt eine Vorstellung davon hatte, was es hieß so viel Federvieh im Hause zu haben. Und so war schnell entschieden, dass man dabei nachhelfen sollte. Die Probleme deutlich vor Augen führen.
...und sie rupften.
Aus Gedanken formte man Worte und Worten ließ man Taten folgen. Und schon bald betrachteten sie zufrieden ihr Werk. Die halbe Küche war mit Seilen durchspannt und behangen mit nacktem toten Fleisch.
...und sie rupften.
Ein jeder Fasan, der seinen Weg zum Strick antrat, behutsam dorthin getragen, sorgfältig aufgeknüpft, wurde mit einem Schmunzeln zur letzten Ruhe gehangen.
Ein Gedanke blieb zurück: Sie hätten doch die ganzen fünfzig Tiere, wie von Milady bestellt, erjagen sollen, das hätte das Bild wahrlich perfekt gemacht.
...und sie grinsten.

Verfasst: Dienstag 6. November 2007, 01:12
von Darna von Hohenfels
Sie kam von oben herunter und blieb wie angewurzelt in der Küche stehen.
"Was...", war alles, was man eine Weile lang von ihr hören konnte.

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