Seite 1 von 1
Die Academia Arcana - Wiederaufbau
Verfasst: Sonntag 4. November 2007, 18:57
von Aldred Ravenor
Seraphims Tod hatte ihn weitaus mehr getroffen als die Zerstörung des Akademiegebäudes. Was waren schon Steine und Mauern, wenn die Idee weiterlebte. Hatte er nicht auch das Erbe Tirells in die Academia Arcana gebracht. Und mit welcher Hast war das damals von statten gegangen. So richtig hatte ihm das neue Gebäude nie behagt. Diesmal wollte er es besser machen.
Aldred stand vor den Trümmern der Akademie und sein Mantel wehte im Wind, zerzauste sein Haar und wie er so dastand, wuchsen Mauern und Türen, Gewölbe und Säulen, Küche und Keller vor seinem inneren Auge. Nunja, eigentlich war es eine Idee Demoars. Vor gar nicht allzu langer Zeit hatte dieser einmal davon angefangen, wie er sich ein Lehrgebäude sinnvoll strukturiert vorstellte. Natürlich sollte man sich dort auch wohlfühlen können. Die neue Academia Arcana sollte etwas vermitteln, sollte den Werten und Ideen entsprechen, die sie dort lehren wollten. So nahm er Demoars Idee und in dessen Abwesenheit begann er, diese umzusetzen. Es musste schließlich weitergehen.
Er rief einige Elementare herbei und ließ sie die Trümmer forttragen, denn genau an dieser Stelle sollte sie wieder auferstehen – die Academia Arcana. Der Erzmagier schickte nach sämtlichen Schülern, denn er wollte sie in den Aufbau mit einbeziehen. Das verbindet, befriedigt und vermittelt ein Gefühl des Stolzes. Die Akademie sollte ein Resultat ihrer gemeinsamen Anstrengungen werden. Zumal er keine Lust hatte, diesen Faulpelzen von Handwerkern alles allein zu erklären. Den Geschöpfen, die er zu rufen im Stande war, mangelte es an jedem handwerklichen Geschick, daher würde er Menschen zu dieser Arbeit heranziehen müssen. Seine Schüler konnten denen zur Hand gehen oder zumindest seine Anweisungen umsetzen und darauf achten, dass alles nach Plan entstand. Zu guter letzt war das eine weitere hervorragende Prüfung für seine Schar. Auf die junge Frau Eulenberg und den Herrn Vastolan würde er ein besonderes Auge werfen. Dann besann er sich der Scolaren Vaasai und Lypsan und runzelte die Stirn. Diese brauchten ebenso seine ganze Aufmerksamkeit. Aldred seufzte. Das konnte ja doch eine ganze Menge mehr Arbeit werden, als er sich gedacht hatte. Und sicher ein herrliches Spektakel.
So bald wie möglich sollte es losgehen....
Verfasst: Sonntag 4. November 2007, 20:26
von Mephusio Dehorus
Als Mephusio von Aldreds Plänen erfuhr, wurde ihm klar, dass eine neu erbaute Akademie zwar die alten Ideen und Absichten beherbergen würde, jedoch auch ungewohnte und frische Änderungen an den Tag legen würde. All dies sollte unter einem neuartigen Banner zusammengeführt werden und den Mitgliedern sowie der Schule selbst neue Kraft und Tatendrang verleihen.
Diesen Gedanken folgend, kristallisierte sich in seinem Kopf eine Eingebung und hastig begann er seine Ideen und Geistesblitze niederzuschreiben. Die eilig geschwungene Feder hinterließ ihre tiefschwarzen Spuren auf dem Pergament, welches nun vor Tinte triefte. Dennoch gelang es den fähigen Schneidern und Schmieden, wie auch den anderen Handwerkern unter seiner Anleitung etwas zu schaffen, was dem Wiederaufbau eine neuartige Lebenskraft und Macht verleihen sollte. So wurde es geschaffen, das Banner der Akademie, welches in baldiger Zukunft von den vor Wissen und Weisheit strotzenden Mauern hängen sollte.
[img]http://abload.de/img/aa_logo_finalhvr.png[/img]
Verfasst: Sonntag 4. November 2007, 23:50
von Koltar de Luca
Koltar war lange fort gewesen, weit weg von der Academie. In tiefer Meditation. Ihn hatten das Stadtleben, die Religionen und der ständige Zwist stark zugesetzt. Er fühlte sich in der Welt "verrückt". Damals war alles viel einfacher gewesen. Er war von seinem ursprünglichen Ziel abgeweicht und hatte sich erwischt, wie er selbst kämpfen wollte. Nicht der Religion wegen. Nicht wegen moralischer überzeugungen oder irgendeines hüpschen Mädchens, was er zu beschützen suchte. Nein, er wollte kämpfen einfach nur des Kämpfens wegen. Er wollte wissen, wie es ist jemanden niederzuschlagen. Jemanden zu besiegen. Die Frucht seiner Leistungen in einem Kampf zu ernten. Er wollte seine Macht einsetzen. Er wollte Furch sähen und Anerkennung verdienen. Vieleicht wollte er auch einfach nur töten...
Nun ist er zurück und bereit einen neuen Weg zu gehen. In festem Glauben an sich selbst. Unverrückt und standfest. So wie das neue Gebäude der Akademie. Er wusste nicht recht, wie er bei dem Aufbau behilflich sein soll, doch würde er alles in seiner Macht stehende tun, um etwas neues zu schaffen. Eine neue Heimat, in der er sich sicher fühlen konnte. Wenigstens für einige Zeit...
Es tat ihm Leid um die Akademie, aber er hatte sich dort eh nie wohlgefühlt. Es lies ihn kalt. Kälter als erwartet, was ihn etwas erschreckte. Doch der Tod von Seraphim traf ihn. Zwar nicht in dem Ausmaße, dass er trauere, doch machte es ihn nachdenklich. Sepharim...er war ihm stets wohlgesonnen und hatte ihm des öfteren geholfen ein Buch zu finden oder hatte ihm einige wichtige Zeilen daraus vorgelesen. Es machte ihn nachdenklich. In den letzten Monaten war viel passiert und ihm wurde klar, wie vergänglich das "Sein" sein kann. Alles wird irgendwann einmal vergehen. Doch das was zählt, ist das Neue. Das was sein wird und das was einst einmal vergehen wird. So wie alles andere...
Verfasst: Montag 5. November 2007, 14:39
von Baygon Lypsan
Baygon hörte von den Gerüchten über den Wiederaufbau der Akademie und ging erneut zu dem Ort an dem er der Zerstörung hautnah beiwohnte.
Ein paar Handwerker verrichteten dort bereits ihr Tagwerk; dies jedoch mehr schlecht als recht. Er war in Alltagskleidung gekleidet und trat näher an die Baustelle heran. Als die Handwerker ihn wahrnahmen arbeiteten sie schon ein wenig zügiger, doch für Baygon nicht züggig genug....
"Wo sind die Pläne?" fauchte er einen an der scheinbar der Aufseher ist. "Äh..hier..hier!" antwortete der Aufseher und übergab Baygon die Pläne. Dieser runzelte die Stirn, warf einen Blick hinein und sah zornig zum Aufseher zurück. "Ihr gebt also jedem die Pläne nur weil er danach verlangt? Habt ihr überhaupt eine Ahnung was ihr hier errichtet?! Kennt ihr mich etwa? Wohl kaum!". Dann zog er die sorgsam gefaltete Robe der Akademie hervor. "Verlangt erst danach diese Farben zu sehen ehe ihr die Pläne rausrückt verstanden?!". "Äh ja sicher...sicher..". "So sei es und sorgt dafür dass die Faulpelze etwas zügiger arbeiten, denn nach dem was ich hier sehe habt ihr noch einiges an Arbeit zu verrichten hm?!" Er gab die Pläne wieder heraus und trat einige Schritte zurück um die gesamte Baustelle zu betrachten.
Von der zerstörten Akademie war bereits nichtsmehr zu erkennen, der neuaufbau ging vorran. Fast meinte Baygon noch den tosenden Wind im Haar zu spüren, der Sinnflutartige Regen der ihm die Knochen hat erweichen lassen...und Seraphims Blut das ihm noch an den Händen klebte. Er hob seine Hände und betrachtete die Innenflächen...nur um sicherzugehen...
"Warum hab ich ihn eigentlich retten wollen? Was veranlasste mich dazu? Gedankt wird es einem doch eh nicht! Ich will nicht sagen dass ich beinahe umgekommen wäre...doch...es war diese Tortur eigentlich nicht wert....und dann lässt man ihn einen Augenblick in den Händen anderer...kommt zurück....tot! Alles umsonst....eigentlich...da hätt ich ihn ja gleich dort verschimmeln lassen können um die bücher zu holen...und es gäbe keine Zeugen dass ich sie hätte!" murmelte er eher zu sich selbst und seufzte tief. "Achja die Bücher...und Seraphims Stab...ich wusste doch da war noch etwas unerledigtes...."
Dann warf er dem Aufseher noch einen vernichtenden Blick zu und ging gemächlich wieder in Richtung Kutsche....
Verfasst: Montag 5. November 2007, 22:17
von Chloe Eulenberg
Erschüttert erfuhr Chloe einige Tage später von den Ereignissen, von Sephraims Tod, vom Untergang der Akademie. Tage im Wald, nahe am Lied, hatten ihren Teil zu einiger Verspätung beigetragen.
So eilte sie dann hin zu den Trümmern der Akademie, gerade rechtzeitig, den Abtransport letzter Trümmer zu beobachten. Traurig, so hoffte sie selbst zumindest (um des Anstands wegen), blickte sie ihnen nach.
Eilig begab sie sich hin zu den Handwerkern, wo Baygon gerade wütend davon stapfte - wie auch anders zu erwarten... In Eile im fast lächerlicher Manier unordentlich in roten Hut und Robe gezwängt, ließ sie sich die Pläne zeigen - und gab alsbald klein bei, dass man ihr sie erklären musste, sollte sie mithelfen. Dem Handwerker war doch ein gewisser hämischer Triumpf anzumerken, als er ihr die Bedeutungen der vielen Striche und fremdartig angeordneten Zahlen erklärte. Und recht erstaunt wirkte er, als sie eine Schaufel in die Hand nahm und, die rote Robe sorgfältig zu einem seltsam anmutenden Bündel zusammengerollt, an der Kellergrabung handfest zu helfen begann. Eine Kindheit am Bauernhof war nunmal auch nicht ohne jede Lehre.
Wohl hätte der Handwerker gar geschmunzelt, hätte er gewusst, dass Chloe bei ihrer Arbeit mit dem Werkzeug der gewöhnlichen Handwerker weniger an das Gebäude als an eine Bibliothek und eine Strafaufgabe dachte, die endlich zu erledigen seien. Und an die Hoffnung auf einen Turm, der Vögel anziehen würde.
Verfasst: Dienstag 6. November 2007, 21:28
von Atrien Vastolan
Ein leises, helles Pfeifen trat von Atriens Lippen, als er die letzten Schritte an den Bauplatz heranschritt. Das Zwielicht der Abenddämmerung war erfüllt vom hölzernen Hämmern der Zimmerleute; emsig darauf bedacht Gerüste zu errichten. Die kühle, schneidende Luft des voranschreitenden Jahreslaufes, erfüllt mit dem süßlichen Geruch angerührten Lehmmörtels zwang Kopf und Hände tiefer in die weiten Öffnungen seiner schweren, samtenen Scolarenrobe.
Hier und da erblickte er Mit-Studiosi. Mehr Aufmerksamkeit doch, als ein flüchtiges, wenngleich höfliches Nicken ward ihnen nicht erbracht; wusste er doch bereits, wen er aufzusuchen hätte. Der Mann, auf welchen Atriens bedachte Schritte zu hielten, verweilte bis zum letzten Moment tief über sorgfältig und säuberlich gezeichnete Pläne reinbleichen Pergamentes. Der flackernde Schein einer fast gänzlich hinabgebrannten Kerze half ihm hierbei. Die überall entzündeten Laternen deuteten darauf, dass sich keiner der Männer in den Feierabend begeben mochte, ehe auch der letzte Strahl der untergehenden Sonne am Horizont verschwinden würde. Der Blick des Mannes bahnte sich seinen Weg hinauf, Atriens Robe mit wachsendem Argwohn betrachtend. Ein Lächeln legte sich auf Atriens Lippen. Er wusste bereits um den Tenor der folgenden Worte. "Ein weiterer Bücherwurm, der mich zu belehren beliebt? Scheint ja alles zu können, ihr Funkensprüher. Gerne würde ich eines von euch Großmäulern eine anständige Mauer hochziehen sehen.", raunte es aus dem vollen Bart des Mannes. "Glück habt ihr, dass euer Meister euch solches Vertrauen einräumt und euch an derlei wichtigem Projekt beiwohnen lässt. Na, dann lasst hören, was ihr mir zu sagen habt."
Doch ohne ein Wort löste sich Atriens Rechte aus dem Mantelärmel; eine Pergamentrolle hervorziehend. Die dichten Brauen des Vorarbeiters zogen sich zusammen und bildeten eine Einheit; einer pelzigen Raupe gleich. Die Augen überflogen hastig die Schrift des Scolaren und hier und da entkamen dem Schnurrbart des Mannes irritierte, jeglichen Zusammenhanges beraubte Wortfragmente. "Zwölf hartgebrannte Keramikstößel... Kessel, Messing-Kupfer-Verbund, anderthalb Zoll Stärke... Achter Glaskolben... Was zur?" Sein Blick hob sich zu dem Atriens hinauf. Dessen Augen schlossen einen Moment und der Kopf neigte zur Seite hin. Ein schmales Lächeln tragend entgegnete er dem Manne ruhig: "Eine Liste mit Gegenständen. Die Bestückung des Laboratoriums. Und eine vollständige, wie ich meinen will."
Seine Hände nun auf dem Rücken zusammenführend, hob er, sicheren Ausdruckes sein Kinn ein Stück weit. Vollständig... Das war die Liste wohl. Hatte er doch die letzten zwei Wochenläufe vor dem Sturm an einem jeden Abend als letzter das Labor verlassen. Arco-Veneficus Ravenor trug ihm auf, die Apparaturen zu reinigen; die Tische zu wischen. "Klar Schiff machen", wie man es wohl nennen könnte. Eine Strafe für seine Versäumnisse, die er kaum als solche ansehen mochte. Verbrachte er doch nicht ungern seine Zeit zwischen den gläsernen Gebilden. Der Labordienst entfachte sein früheres Interesse für die Alchemie auf ein Neues. Die Gerüche der verschiedensten Reagenzien erfüllte stets die Luft der Gemäuer. Ob es auch in der neuen Akademie der Fall sein würde?
"Gut, gut. Ich werde das Ganze weitergeben. Wenn es weiter nichts geben mag. Ich bin beschäftigt, Herr..." Erneut erblickte Atrien das raupenartige Gebilde oberhalb der Augen des Mannes. Sich eines Schmunzeln nicht erwehren mögend, erwiderte er diesem: "Vastolan... Scolar Vastolan. Ich werde mich zu einem späteren Zeitpunkt über weitere Belange des Laboratoriums mit euch unterhalten. Zudem werde ich mich natürlich um die Einrichtung dessen kümmern." Bestimmtheit lag in seiner Stimme. Sich bereits zum Gehen wendend, hielt er inne. Ein abschließendes Lächeln über die Schulter werfend, fügte er, in neuerlich ruhigem Tonfall hinzu: "Einen wohlen Abend und freudiges Schaffen, der Herr." So verließ er den Bauplatz mit dem schummrigen Licht der Kerzen; dem emsigen Klopfen von Hämmern und einem Vorarbeiter, dessen Mund weit offen stand.
Verfasst: Dienstag 6. November 2007, 21:28
von Atrien Vastolan
Ups ^^
Verfasst: Samstag 10. November 2007, 12:09
von Aldred Ravenor
Die Bauarbeiten gingen voran. Regelmäßig kam er vorbei und besprach sich mit dem Handwerksmeister, dem er die Oberaufsicht übertragen hatte. Meistens stand der über die Pläne gebeugt und verfolgte den Fortschritt der Arbeiten.
„Wie sieht's aus, Meister Heliogus?“, sprach der Magier, als er an den Tisch herantrat. Der Mann war im besten Alter und die ersten grauen Strähnen durchzogen sein Haar. Auf Aldreds Worte hin fuhr er herum und schnauzte ihn an: „Langsam habe ich Eure Einmischung gründlich satt! Wenn Ihr glaubt, ich beuge mich jedem dahergelaufenen Milchbubi, nur weil er mal ein Buch über Architektur in der Hand....“. An dieser Stelle schien ihm klar zu werden, wen er vor sich hatte und er schluckte einmal kurz, bevor er knapp hintendran hängte: „Verzeiht Magister..“. „Schon gut“, winkte dieser ab. „So schlimm?“, hakte er mitfühlend nach.
Jeden Abend ließ er sich von Meister Heliogus darüber informieren, welcher seiner Schüler die Baustelle besucht hatte und wie dieser Besuch verlaufen war. Die Idee dazu hatte sich ihm gradezu aufgedrängt. Was für eine fantastische Gelegenheit, mehr über die Charaktere der Scolaren und Discipuli herauszufinden. Doch auch deren Ideen waren für ihn von Interesse und er hatte sich schon ein recht umfassendes Bild gemacht. Einige waren auch gar nicht erschienen, was ebenfalls tief blicken ließ. Nun gut, Lynfair würde sich auf ihre Prüfung vorbereiten, Ihr wollte er nicht gram sein. Dass Scolar Vaasai nicht einmal erschienen war, wunderte ihn dann aber doch... Und auch den Discipulus Nibilus hätte er hier erwartet. Aber man wusste nie, was jeden einzelnen abhalten mochte.
Gestern hatte er den Scolaren Lypsan getroffen, welcher ihm offenbarte, einige Werke aus der Bibliothek sowie Seraphims Stab am Tage des Unglücks geborgen zu haben. Er wusste nicht genau, ob er wütend sein sollte, dass der Scolar erst jetzt damit zu ihm kam oder glücklich, dass wenigstens einige wertvolle Stücke gerettet waren. So nahm er die Nachricht eher neutral auf und fragte den Scolaren Lypsan nach einer Liste der Bücher. Sein erster Impuls war gewesen, die Bücher sofort an sich zu nehmen, doch dann hatte er es sich anders überlegt.....
Der Erzmagier lächelte still vor sich hin. Als er sich Seraphims Stab wieder bewusst wurde, schlich sich Trauer in seinen Blick. Er würde die Tage nochmal beim Kloster vorbeischauen müssen. Sollte der Stab denn überhaupt mit Seraphim begraben werden? Oder war es nicht besser, diesen erprobten Stab an einen der Schüler weiterzugeben, sobald dieser sich würdig erwiesen hatte.... Darüber würde er noch nachdenken müssen.
Und weiter sprangen seine Gedanken zu einem Gerücht, dass sich hartnäckig hielt. Amphion wäre zurück auf Gerimor. Wahrlich, das wäre eine gute Neuigkeit. Und so betrat er das Schiff mit einem Lächeln, dass ihn aus Bajard fortbrachte, wie so oft diese Tage.
Verfasst: Montag 12. November 2007, 00:01
von Amphion Elucius
Endlich wieder zuhause. Mehr als zwei Monate hatte seinen Reise in Anspruch genommen und der Erfolg war nicht so hoch, wie er sich versprochen hatte. Doch das tat nun nichts mehr zur Sache, persönliche Beziehungen hatten nun lange genug seine Zeit in anspruch genommen. Jetzt wollte er seine volle Aufmerksamkeit nun wieder der Academia Arcana zuwenden. Er hatte das ungute Gefühl, das ihn überkam, wenn er an die Akademie dachte immer als schlechtes Gewissen gedeutet, denn er war sich sicher, dass unter der Führung seines alten Studienkollgegen Aldreds und seinem Musterschüler Veneficius Llhastobar sicherlich alles nach wie vor in bester Ordnung sein musste...
So ritt er nun gedankenversunken auf dem Zostrich, die staubige Strasse die geradewegs in die Richtung seines Anwesens führte entlang. Seltsamerweise wurde das Gefühl mit jeder Mannslänge die er vorwärtskam immer stärker und manifestierte sich langsam in seiner Magengegend. Es fühlte sich fast an, wie etwas, was er schon lange nicht mehr verspürt hatte und es viel ihm zunächst schwer es einzuschätzen, doch dann kam ihm die Erleuchtung. Es fühlte sich schlicht und ergreifend an, wie Prüfungsangst. Er konnte sich daraus überhaupt keinen Reim machen, doch eins wusste er genau. Vorsichtshalber einen kleinen Abstecher zur Arcana zu machen, bevor er sich in sein Bett begab, war sicher nicht die schlechtste Idee. Ohne es selbst richtig wahrzunehmen, trieb er das Federvieh langsam dazu an, immer schneller zu laufen, letztendlich in vollem Lauf auf die Academia zu hastete.
Der Anblick verschlug ihm die Sprache und scheinbar auch für einen Moment den Verstand. Wirre Gedanken kolidierten mit verschiedenen arcanen Theorien und kaum ein paar Sekunden später, war er sich sicher, dass er Opfer einer Illusion sein musste. Argwöhnisch sah er sich nach dem Übeltäter, der ihm dieses vermeindliche Gespinst in den Schädel projezierte um. Währenddessen musste er insgeheim zugeben, dass dies wirklich ein Meisterwerk einer Illusion sein musste, die Academie war eine Ruine und in ihr tummelten sich verblüffend lebendig aussehende, ohne jegliche Verzerrung an Ort und Stelle projezierte menschliche Illusionen, die offenbar an dem Gebäude ihr handwerkliches können, auslebten. Ihm kam natürlich sofort, das es ausgemachter Schwachsinn sein musste, zu vermuten, dass eine Illusion handwerkliches Können an den Tag zu bringen vermochte. Nachdem er sich mittels seines Sehvermögens nach dem Verantwortlichen für dieses Spektakel umgesehen hatte, macht er sich daran die Strukturen des Gefüges zu inspizieren, als er damit begonnen hatte, wurde ihm sofort klar. -Was er sah war echt- . Er atmete einmal tief durch, sprang von dem Zostrich und hetzte geradewegs auf die Baustelle zu. Eins war ihm klar, wenn hier niemand eine anständige Erklärung für diese Katastrophe hatte, würde es ein Inferno geben und zwar eines, dass sich gewaschen hat. Ein Dämon war hierfür nicht ausreichend, zu Alatar persönlich wollte er diese Pack jagen. Doch sie sollten die Chance haben sich zu rechtfertigen. Der Baustellenleiter war sofort auszumachen und zu aller Verwirrung stand Aldred neben ihm. "Was bei allem was mir heilig ist, ist hier geschehen Aldred" brachte er verdattert hervor. Ruhig und bedächtig wurde ihm von seinem Kollegen die Situation erklärt und kurz war ihm trauer und bestürzen über die Ereignisse anzusehen. Doch sofort fand er die Fassung wieder zurück und legte die übliche Fassade mit Hilfe seines meisterhaften illusionistischen Könnens auf sein Gesicht, doch innerlich brodelte er. Selten war Magie nötig um seine Gefühle zu verbergen, meistens schaffte er es durch Körperbeherrschung. Doch das einzige wonach es ihm nun war, war sein Bett und Zeit zum nachdenken. Deshalb verabschiedete er sich so schnell es die Situation erlaubte, um nicht unhöflich zu wirken. Nach einigen Tagen würde er sich mit den Tatsachen abgefunden haben, doch für den Moment war es eindeutig zu viel...
Verfasst: Dienstag 13. November 2007, 17:56
von Aldred Ravenor
Endlich. Die Academia Arcana erstrahlte in neuem Glanze. Der letzte Stein war gesetzt, nur die Einrichtung im Inneren fehlte noch. Die rasche Bauzeit war nicht zuletzt auch dem tatkräftigen Eingreifen der Magier und Magier in Ausbildung zu verdanken. Aldred selbst hatte oft genug mit Hand angelegt. Sicher überließ er es den Handwerkern, die tragenden Balken in die richtige Postition zu bringen, aber er konnte sie mittels eines einfachen Zaubers anheben und nach der Feinjustierung dort halten, bis die Balken verschraubt und befestigt waren. So war der Bau zügig vorangeschritten.
Heute dann war Meister Heliogus zu ihm gekommen und hatte mit feierlicher Miene erklärt, dass seine Arbeit hier getan wäre. Er sei schließlich kein Innenausstatter. Das große gusseiserne Tor war verschlossen und der Schlüssel übergeben worden. Alsbald würden davon einige Kopien gemacht werden müssen, damit auch die Schüler die Akademie betreten konnten.
Einige kleinere Arbeiten der besonderen Art waren noch zu versehen. Die Akademie hatte ein kleines Bootshaus an einem nur etwas größeren See. Natürlich konnte jeder darin schwimmen und baden gehen oder bei Winter diesen gar beschreiten. Und so setzte sich der Erzmagier auf den Steg und wob einen Zauber. Nicht grade einfach, musste doch gewährleistet sein, dass nur Fremde abgewiesen werden. Vielleicht einen zeitlich begrenzten Erkennungszauber mit Einbahn-Funktion? Passierte man den Schild von innen, so sollte man einige Stunden Zeit haben, um wieder zurückzukehren und der Schild würde die Melodie der Person wiedererkennen. Überschritt man diesen Zeitraum oder hatte man vorher den Schild nicht von innen durchschritten, würde man ihn nicht passieren können. Das schien ihm ausreichend.
Was gab es noch zu tun? Den Luftraum würde er vorerst nicht abschirmen. An einer Stelle könnte es reinregnen, hatte Amphion erwähnt. Doch darum würde dieser sich sicher selbst kümmern. Zufrieden durchschritt er den Hof und betrat die Hallen der Akademie. Er sog genüsslich den Duft des frischen Holzes in seine Lungen. Beifällig blickte er mal hierhin, mal dorthin und ließ sich erschöpft in einen der Sessel sinken, die aus der alten Akademie hatten gerettet werden können. Ja, hier ließ es sich wohl aushalten. Aldred sah die große Zukunft der Academia Arcana schon vor sich. Mit einem geheimnisvollen Lächeln schlief er ein...
Verfasst: Dienstag 13. November 2007, 19:21
von Amphion Elucius
Es war Aldred wirklich hoch anzurechnen, dass er ihm mit völliger Selbstverständlichkeit die Erstschlüssel zu den Pforten der neuen Akademie überlassen hatte. Jener Handwerksmeister Heliogus und Aldred in der Funktion des Bauherr hatten wirklich gute Arbeit geleistet. Das Akademiegebäude war jetzt zwar wohnlicher, aber keineswegs unpassend gestaltet. Hauptsächlich jedoch war es grösser und prunkvoller, dies konnte ja nie schaden immerhin ist es das Gebäude der Academia Arcana.
Nach einer kurzen Inspektion ders neuen Akademie machte er sich zusammen mit Aldred daran das Gebäude magisch zu vesiegeln und hier und da mit Schutzzaubern zu versehen um unliebsame Eindringlinge fernzuhalten. Das Büro war ebenso schnell bezogen und ein wenig sorgsamer versiegelt.
Doch das wichtigste fehlte jedoch noch. Ein Magier der die selbe Reife Erfahrung und Loyalität an den Tag legte wie Sephraim. Ein wohlgestimmter freundlicher bärtiger wissender Mentor für die Schülerschaft und ein enger Vertrauter der Akademieleitung. Doch woher sollte man solch eine perfekt für diese Arbeit geeignete Person bekommen? Denn jemand anderes kam keinesfalls in Frage. Die Zukunft würde sicherlich Abhilfe schaffen. Ausserdem stand noch eine Einweihung für die Mitglieder und die Feinheiten der Innenausstattung aus. Mit diesen Gedanken begab er sich nach getaner Arbeit wieder zurück in sein kleines Anwesen im Walde...