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Feder im Wind - Eine Geschichte vom Sterben
Verfasst: Montag 22. Oktober 2007, 18:11
von Tajara Nair
Man Stirbt wenn man vergessen wird. Das hörte ich oft. Ich weiß, dass man mich nie vergessen würde. Vielleicht war mein Tod Sinnlos, und dennoch ist es mir ein Privilleg und in einer Art auch eine Ehre an der Seite einer Schwester zu sterben. Vielleicht erinnert man sich wenigstens Daran. Doch was solls. Jetzt da ich das Ende sehe ist es völlig gleichgültig. Es ist eben passiert. Und liebst sterbe ich erhobenen Hauptes im Kampfe als geknechtet und gebrochen. Und wenigstens muss ich nicht mit dem Wissen weiterleben dass die andere Hälfte meines Herzens starb während ich noch lebe. Nein! Vielleicht ist es am besten so...
Der Angriff
"Bajard wird angegriffen! Alle Bürger sollen sich rasch in Sicherheit begeben!" erschallte der Ruf eines aufgebrachten mannes. Tajara schreckte auf. Sie saß gemeinsam mit Xin bei einem Krug Apfelwein.
"Stimmt das wohl?" fragte sich Tajara. Xin nickte lediglich. "Es wird wohl niemand solche Scherze machen."
Als man sich zum Dorfausgang begab sah man die Armee schon von Weitem. Rahal griff an. Damit wurde bestätigt was man befürchtete. Und angesichts dieser Überzahl war es kaum wahrscheinlich dass irgendwer Hilfe bringen würde. Bajard würde schlicht überrannt. Es würde Tote an diesem Abend geben. Das war allem klar.
Für diesen Fall wollte Tajara um alles in der Welt den Hafen schützen. Und dies wäre wohl auch machbar gewesen. Die Sicherung des einzig möglichen Fluchtweges aus diesem Dorf.
Reden half wohl nichts als Tajara vorpirschte um zu überprüfen ob man irgendwas ausrichten konnte. Doch das vollgerüstete Rahaler Heer stand wild entschlossen da. Ritter, Letharen, Menschenkrieger, Gardisten. Alles war vertreten. es war schier hoffnungslos.
Zurück in Bajard gesellte sich Zoe dazu, die ihre Hilfe anbot. Eigentlich wusste keiner was zu tun war. Und schon wurde der Angriffsbefehl gebrüllt.
Es ging schnell ehe die klägliche Armee Bajards niedergemacht wurde und brandschatzend an den Schwestern vorbeirannten. Man zog sich etwas zurück als Tajara eine jähe Übelkeit überkam. Was war passiert?
Ihre Knie schlitterten, Tajara verspürte heftige Bauchkrämpfe und drohte einzuknicken. Sie zog sicherheitshalber ihre Armbrust vom rücken, die festgezrrt an diesem gebunden war.
Xinthra bekam diesen seltsamen ausdruck den sie schonmal hatte. Es war mehr als offensichtlich dass das was in ihr Vorging blanker Hass war. man würde sie nicht mehr zurückhalten können. Damit war für Tajara alles Klar. Xin würde sich in den sicheren Tod stürzen, nur wegen eines Fluches der langsam wieder nachließ. Und damit war für Tajara alles klar. Hier und heute würde sie sterben. Da gab es kein Nachdenken mehr.
Ein Ritter Rahals verhöhnte sie noch. Tajara habe die Strafe Alatars gerechterweise erhalten. Wofür? Xin fackelte nicht lange und ging in einen ausfallschritt um das Schwert gegen den Angreifer zu erheben, sie mehrmals anherrschend, sie solle doch verschwinden. Doch Tajara weigerte sich wehement.
"Es war schön dich gekannt zu haben." - Das waren Xins letzte Worte. "Ich Liebe dich, Xin." - Das waren Tajaras letzte Worte. Ein Bolzen wurde eingelegt. Xin holte zum Angriff aus und Tajara schoss den Bolzen ab. Damit war es also besiegelt.
Die Horden die auf Xinthra mit dem Schwert einschlugen bemerkte sie nicht, denn auf sie kam selbst eine zu. Sie fühlte den Schmerz einer vergifteten Klinge direkt im Gesicht - ein uerschnitt der fast ihr Auge verfehlte, da schloss sie die Augen und schoss erneut - sie traf etwas. Doch sie war nicht mehr fähig klar zu denken.
Ein Hieb traf eine freie Stelle ihres rechten Oberarms - und dann ein kräftiger in ihren Bauch - und der schnitt tief hinein. Als das Schwert aus der frischen Wunde gehogen wurde fühlte sie keinen Schmerz - nur die Wärme des Blutes. Und ihre Sinne schwanden nach und nach. Sie kippte nach hinten um.
Das ist also das Ende. So fühlt sich Sterben an. Es ist als würde ich hinfortgetragen wie eine Feder im Wind. Der Tod kommt so schnell. So schnell und schleichend. Aber Sterben fühlt sich am Ende gar nicht so schlimm an. Nur die Menschen die ich zurücklasse... Es tut mir leid Schwestern...
Und ihre Gedanken glitten hinfort - weg aus dem in Flammen stehenden Bajard - wie eine Feder im Wind.
Verfasst: Montag 22. Oktober 2007, 19:44
von Xinthra
Es kam, wie es musste. Wieso eigentlich glaubte Bajard immer wieder, seine Neutralität auf ewig zu behalten und was dachte dieser Rat eigentlich, wie lange die großen Mächte sich das gefallen ließen? Nur leider war Rahal zuerst der Ansicht, dass diesem Mißstand Abhilfe geschaffen werden musste.
Niemand war weniger versessen darauf, dass Bajard diesen Kerlen in die Hände fiel, doch gegen dieses Heer was sie dort sah, konnte keine schnell herbeigerufene Truppe noch verhindern, dass das kleine Hafendorf gleich dem Erdboden gleich gemacht würde. Und so, als die Hörner und Rufe der Armee erschallten war der Moment gekommen an dem es besser war, sich zurück zu ziehen. Unbeteiligt standen sie zwischen den Zelten nah des Dorfeingangs und betrachteten die in Bajard einstürmende Armee. Die Gardisten, wenn sie nicht niedergemetzelt wurden, so trampelte man sie tot, Blut tränkte bald den Boden und die Fußstapfen der Kämpfer Alatars waren nicht minder blutig.
Doch nun.. ob absicht oder nicht, Tajara begann zu schwächeln, sie wurde blass und knickte ein. Xinthra bemerkte diesen Umstand und fing ihre Schwester auf. Ihr Blick verschwomm langsam, Farben änderten sich und die Stimmen um sie herum verebbten. Unsägliche Wut machte sich in ihr breit und vertrieb alles. Verstand, Vernunft und ihre sonst so starke Gelassenheit waren dem puren Hass gewichen. Irgendwem musste sich dieser Hass widmen.. und so erklang ein fürchterlich lautes, verzerrtes Brüllen aus dem Schädelhelm. Sie fuhr herum, zog dabei eine der riesigen Schwerter vom Rücken und wandte sich der nächstbesten Gestalt zu.. ein Rahaler Ritter. Er sollte es sein, an dem sich die Wut ausladen würde.
Zu ihm gesellte sich ein weiterer Ritter und einige Kämpfer, wohl Gardisten. Xinthra hatte nur Augen für den Ritter. Da stand plötzlich Tajara wieder neben ihr. Sie sprach mit dem Ritter, mit den anderen Rahalern, ihnen gefiel wohl nicht was sie sagte, aber Xinthra konnte nichts mehr hören. Rot wie Blut getränkt war nun ihre Welt, alles was sie sah, Rot in den verschiedensten Facetten. Rot, wie Blut. Tajara wollte nicht verschwinden. Der letzte Funken Vernunft riet ihr das. "Jag sie davon sonst stirbt sie auch". Sturkopf. Sie ging nicht.
Blut. Durst.
Durst nach Blut. Blut. TOD!
Ein Ausfallschritt nach vorn.. "Es war schön, dich zu kennen". Es klang wie ein Abschied. Die Klinge raste nieder auf den Ritter. Xinthra spürte nicht, wie innerhalb kürzester Zeit acht Schwerter nach ihrem Leben trachteten. Nur wenige Augenblicke später wurde das Rot dunkler. Nacht umfing sie, ein kaltes Dunkel. Als ihr Leib auf den Boden schmetterte, rührte sie sich nicht mehr.
Verfasst: Montag 22. Oktober 2007, 20:23
von Nuala
"Bajard wird angegriffen! Alle Bürger sollen sich rasch in Sicherheit begeben!" hallte es plötzlich überall in Bajard, die Nachricht wurde schnell weiter gegeben, doch die meisten Fischer und Bauern schienen ohnehin auf dem Markt zu sein. Als Nuala davon erfuhr, blickte sie zunächst verwirrt zu dem Mann der sie anschrie.
"Wieso sollte Rahal uns angreifen, wenn wir darum bitten zu ihnen kommen zu dürfen?"
"Und was wollen die ganzen Gerüsteten dann in Bajard?" wurde sie prompt angeschrien.
Kurz darauf tummelten sich nur noch einige wenige mutige Bajarder und Besucher in den Gassen umher oder sammelten sich am Eingang. Nicht mehr als ein drittel der geschätzten Rahaler und schlecht bewaffnet, schätzte sie die Menge automatisch ein.
Weshalb einschätzen? Rahal würde doch wohl kaum ohne weiteres Angreifen, wenn sie sich doch bereit gezeigt hatten, mit ihnen über die Forderungen zu sprechen? Ein Säbelrasseln der Rahaler? Ja das musste es sein
Plötzlich stand das riesige Herr der Rahaler schon vor Bajard. Und dieser Blutfaust fragte nach ihr.
Rüstrecht, eine erneut feste Grenze und sie selbst bestrafen wollten sie also.... weshalb sie bestrafen? Aber Bajard war wohl wichtiger...
"Nehmt ihr unsere forderungen an? Ja oder nein?"
"Das Rüstrecht hatten wir eigentlich eh vor euch wieder zu geben, da es durch ein großes Missverständniss verloren ging..."
"ja oder nein?"
"... und unsere Dorfgrenze hat sich nur verbreitert, weil Bajard wuchs, aber wir sind bereit sie auf das geforderte Gebiet..."
"Angriff!" hallte es nun plötzlich, und ein Bolzen bohrte sich beinahe Augenblicklich durch ihre leichte Rüstung. Ein verwunderter Blick auf den Bolzen, ehe sie sich plötzlich zehn oder zwanzig Rahalern gegenübersah, die sie im nu erreichen würden. Ein schneller Griff zur Axt, doch sie streifte ein weiterer Bolzen und die ersten Schwerter gingen auf sie nieder. Sie brach zusammen, überall nur Blut. Hier sah sie zwei mutige Gefärtinnen, die sich vielleicht zuerst unsicher doch dann Mutig gegen die Rahaler wehrten, ein Wehrler lag neben ihr. Sie schmeckte Dreck und Blut. Die Welt begann sich zu drehen.
Ich bin daran Schuld... mein Fehler... falsch eingeschätzt... so müde
Und es wurde langsam dunkel um sie und der Kampflärm verebbte...
Eine Frau stand plötzlich vor ihr und hielt ihr irgendetwas gräsliches unter die Nase, sie war in einem Zimmer in einem Bett, neben ihr erkannte sie noch jemanden liegen, lebte sie noch? ... hatte sie nicht gerade gegen Rahal kämpfen sehen? "Ba... jard?" flüsterte sie, ehe man ihr etwas zu trinken gab, was das Zimmer erneut in Dunkelheit versinken lies.
Verfasst: Montag 22. Oktober 2007, 23:05
von Leandro Montego
Bajard wird Angegriffen!
Hört er aus dem Fenster des Anwesens der Montegos und ein Herr konnte er von diesem erblicken er stand auf uns zog rasch seine Rüstungan, als er soweit fertig war murmelte er
Was zum Teufel! Was hat Rahal in Bajard verloren und mit solch einer Armee! Gardisten, Letharen, Ahads und anderwetigen Soldaten!
Daraufhin sprach er gen seine Schwester, Bruder und seinem Cousin
Geht auf der Stelle in den Keller
Worauf diese auch gleich in den Keller gingen
und bleibt bis auf weiteres darin...! Es kann möglich sein, dass wir uns nicht mehr sehen werden.
sprach er aus seinem Mund, da diese Handwerker waren und kurze Zeit später fiel es ihm sehr schwer dieses zu sagen unzwar
Ich Liebe euch! Passt auf euch auf!
Daraufhin rannte aus dem Keller und knallte die Tür zu. Danach ging er hinaus in die Schlacht, als er ankam sah er erneut das Herr Rahals, als er eines der Ratsmitglieder erblicke und den Rekruten von der Bürgerwehr Bajard stellte er sich neben das Ratsmitglied Nuala. Er sprach zu ihr was ihre Befehle seien, aber die antwortete nicht auf seine Antwort und er schweigt eine Zeitlang bis sie zu ende Sprach worin er nur noch ein gezähle vom Diplomaten gehört hatte unzwar
5...... 4...... 3..... 2..... 1..... Schlachtet alles neider was euch in den Weg stellt!
Diese Worte hörte er nur noch so zog er seine Armbrust und richtete er diese auf das Herr. Er schoss nur noch einen Bolzen nach dem anderen gegen das Herr. Kurze Zeit später bekam er etwas stumpfes gegen seinen Kopf, worin er dann zu Boden fiel und nur noch alles schwarz vor Augen sah. Einige Minuten später wachte er auf und fand sich nur noch auf dem Boden. er hielt seine Hand auf seinen Kopf und er drehte seinen kopf gen Dorf, worauf er das Herr sah wie sie das Dorf niederbrannten und jeden Bürger und Wachmann töteten. Dann murmelt er nur noch vorsich
Oh... Nein! Das war einfach nicht sein! Hört auf.... Hört auf...!
Sprach er mit sehr schwachen Worten, worin er vor sich schaute und Nuala erblickte kurze Zeit später sah er sie zu Boden und versuchte sich aufrecht zu halten was ihm auch gelingt und ging erstmal zurück in das Anwesen der Montegos, worin er Kräuter und anderwetige Dinge holte, als er wieder zurück kam sah er 2 Gefährtinnen und Nuala die Ratsdame zu Bajard. Die 2 Gefährtinnen waren Xinthra und Tajara Nair. Er betrachtete sie um die Wunden zu sehen wo sie sein mögen, worauf er auch einen Unbekannten Maskierten Mann sah, den Leandro um Hilfe fragte, worin der Mann nur stumm nickte und die Schwerverletzten in sein Anwesen auf dem Huckepack trug. Als sie in Leandro Haus angekommen waren legte er die erste Dame unzwar Nuala eines der ratsmitglieder auf dem ersten Bett in seinem Obergeschoss. Der Unbekannte maskierte Mann legte Tajara Nair auf das Nebenbett und Leandro lief schnell in das andere Zimmer und trug das nächste Bett in den selben Raum um alle in einen Raum im Auge zu berhalten. Als er fertig war rannte er erneut raus und holte Xinthra ebenso Huckepack in sein Haus und legte sie auf das dritte Bett in seinem Obergeschoss... Er kümmerte sich zuerst um Nuala die Ratsdame zu Bajard und sprach hastig zu dem Maskierten Unbekannten Mann
Holt schnell einen Heiler! Wir brauchen Heiler schnell holt welche! Ich verlasse mich auf euch!
Er zog Nuala aus um die Wunden zu erblicken, daraufhin murmelte er vor sich hin.
Was mache ich bloß... Ich kenne mich mit der Heilkunst nicht aus...
Er rannte schnell nach unten und er holte aus der Küche schnellstmöglich einen Wasserkübel und ging erneut nach oben in das Schlafzimmer und legte das Verbandszeug und die Bandagen zur Seite. Er nahm einige Bandagen und säuberte die Wunden von Nuala bis er alle Wunden von ihr säuberte und ihr einen Verband um ihren Oberkörper anlegte...
Das Haus wurde immer voller und voller von Gästen die Neugierig waren, aber er konnte sich nicht um diese kümmern, da die Verletzten ihm viel wichtiger waren, als die Gäste. Als er mit Nuala fertig war ging er zu Xinthra und und säuberte ihre Wunden und Verbindete sie ebenso, als er bei Tajara Nair war konnte er dies einfach nicht fassen, dass die Wunden brutal Tief waren und er machte einen total geschockten eindruck gen diese, aber er wollte sie nicht verlieren und versuchte ebenso ihre Wunden zu säubern, aber es blutete immer und immer wieder. Er legte er sogar einen Verband an der sofort mit Blut voll lief, daraufhin kurze später tauchten Damen auf eine Heilern die ihr das Leben retette. Ich hab sie daraufhin der Heiler überlassen und vor Erschöpfung fiel Leandro in das Bett und nickte ein.
Verfasst: Dienstag 23. Oktober 2007, 03:22
von Tajara Nair
Die Feder
Alles ist dunkel. Ich höre nichts. Ich denke eigentlich auch nichts - und dennoch ist ein Gedanke da. Ich spüre ihn. Ich selbst bin der Gedanke. Ich treibe durch die Unendlichkeit und nie war ich freier als jetzt.
Trotzdem fühlt sich alles so verschleiert an - und als würde ich die augen aufschlagen nach einem langen friedlichen Schlag weicht der Schleier beiseite. Ich stehe auf grünem Gras. ich sehe es noch nicht und dennoch weiß ich dass es grün ist. Eigenartig. Vielleicht eigenartiger als alles andere. Aber es ist schön.
Dann sehe ich mich um und erbliche... eine weite Grasfläche. Eine sehr weite Gradfläche. Sie ist in der Tat perfekt von Schönheit. Der Himmel ist stahlblau, die Luft ist angenehm warm und vor mir in der Ferne tut sich ein Wald auf.
Ich blicke an mir herunter und sehe, dass ich nackt bin. Aber nein! Es ist ein weißes gewand. Vielleicht - ich sehe meine Beine nicht, ich sehe nur dass dieses weiße laken gespenstergleich herabwabert. Als ich mich in bewegung setze bin ich leichtfüßig.
Ich gehe - ich renne. ich renne wie der Wind. Ich bin Frei! So frei!
ich fühle die Anwesenheit vieler andere die plötzlich hier sind. Doch sehe ich sie nicht. ich weiß nur dass einige bekannte dabeisein müssen. Bajarder Wehrleute vielleicht.
Doch es ist egal. Ich renne so schnell, so elegant, so leichtfüßig. Ich könnte ewig so rennen. jetzt weiß ich wie ein Wildpferd sich fühlt. Es ist so herrlich!
Der Wald kommt aber nicht näher. Wie lange laufe ich? Sekunden? Stunden? Eine Ewigkeit. Zeit ist hier so egal. Ich spüre keine zeit. Ich bin einfach nur ich selbst.
Xin! Ich... spüre Xin! Sie muss hier sein.
Jäh bleibe ich stehen. Ich habe das gefühl nie von der Stelle gekommen zu sein und sehe nach links.
Da steht sie - engelsgleich steht sie da und blickt zu mir. Ein Augenblick perfekter Schönheit.
Eine Feder flattert an meinem gesicht vorbei. ich versuche sie zu fangen - doch sie flattert mir davon - und als ich auf sie pusten will kommt mir eine warme Brise zuvor, geleitet vom Duft eines fernen Waldes. Ich will mich gar nicht umdrehen.
Der Feder blicke ich kurz nach, sie treibt in Richtung eines Sees. Vielleicht wird mir hier der Weg gewiesen.
Xinthra! rufe ich.
Verfasst: Dienstag 23. Oktober 2007, 15:52
von Xinthra
Schwärze um sie herum. Schwärze, Stille, Kälte. Sie fiel hinab. Da war etwas, etwas helles. Und sie fiel darauf zu. Oder kam es näher? Was auch immer, es wurde größer. Jeden Moment würde sie damit zusammen prallen. Nun erkannte sie es.. eine Wiese. In dem Moment, da sie den Boden bald berühren würde, presste sie sich die Hände... Moment. Geisterhaft? Bin ich etwa...
Bamm!
Doch der Aufschlag verursachte keine Schmerzen. Schnell erhob sie sich wieder, blickte sich um. Eine idyllische Wiese, weit und breit nur Gras und Blumen. Fast schon ein wenig kitschig. Eine warme Sonne strahlte von einem wolkenfreien Himmel auf das seidene Kleid an Xinthra. Verwundert blickte sie an sich herunter. Keine Wunden, kein Blut, keine Schmerzen. Ihr Panzer - fort. Ihre Waffen ebenso. Was ist das hier, wo bin ich, und wo ist mein verdammtes Zeit schoß ihr durch den Kopf. Da hörte sie eine nur zu bekannte Stimme hinter ihr ihren Namen rufen, drehte sich herum und erblickte..
einen Engel mit blauen Haaren, dem eine Feder am Gesicht vorbei flattert...
Verfasst: Dienstag 23. Oktober 2007, 19:24
von Zhertos Xedinon
*Ruhig der Blick des Mannes, so sah er sich in der Stadt Rahal kniend und in sich kehrend. Der Knauf des Schwertes legte sich fest an seine Stirn, die Klinge bohrte sich in den Boden.
Bald würde es so weit sein... endlich konnte er zeigen zu was er im Namen Alatars fähig war, wild entschlossen mit einer festen düsteren Mine erhob er sich und stellte sich zu den Gardisten vor Rahal. Der Regen prasselte auf alle nieder seine Augen schlossen alle folgende dunklen Gestalten ein... 5..10.. 15.. 20.. 40.. aus allen Himmelsrichtungen stießen düstere Gestalten dazu. Die Tropfen die an seinem Gesicht herab liefen sammelten sich am Kinn um dort langsam abzutropfen.
Gebannt lauschte er den Worten des Mannes der in der Mitte des gewaltigen Heeres stand. Die Gesichter aller Männer und Frauen wurden fester, der pure Stolz war darin zu sehen.*
Das Fischerdorf hat sich zu viel geleistet in vergangener Zeit....
Wir ziehen nach Bajard.....
HAIL ALATAR.......
*Aus allen Richtungen schrien Männer Frauen... Letharen ihren stolz und mut zu preisen, das Heer zog unter einem sinnenden Schritt in Richtung Bajard,*
Aus der Sicht des Behelmten
*Ein regelrecht Apathisch lüsternes Schnaufen klang zwischen den Schlitzen des Kriegers hervor, Klirrend, knirschend und lachend lief das Heer richtung Bajard.*
Ich spüre wie mein Körper zu zittern beginnt... nein... nicht die Angst ist es die dies mit mir anstellt, Herr. Es ist die Lust zu folgen, wie alle Krieger und Diener Alatars es taten, der Stolz erfüllt mich heute Nacht Herr.
Ich werde nicht sterben... nicht heute, in Blut und Stärke dazu stehen was ich schwor. Ich.... werde... NICHT WEICHEN.
*Nur sehr leise war es zu hören was der Krieger sprach wärend er nach Bajard zog. Als sie dann vor der Fischerstadt standen, klein und wie ein verletzliches Reh lag es in den Armen des Heeres. Der Regen prasselte auf die Rüsten, still das gesamte Heer.
Alleinig der Führende sprach zu der kümmerlichen verteidigung Bajards... was hatten sie anderes erwartet, unvorbereitet ein Fischerdorf anzugreifen es war leicht jeder ahnte es. Langsam schlugen Schwerter an gewaltige Schilde, Knochenhandschuhe an Brustpanzer.
Ein düsterer Monotoner Klang der Kampfeslustigen Krieger überkam Bajard. Als dann zum Angriff gebrüllt wurde war niemand mehr zu halten, keiner wollte Zögern, jeder auf sich fixiert rannte in die Kleine Stadt, kaum nahm man die spärliche Wehr der Bürger war, als sie fast niedergetrampelt wurde.
Aus allen Ecken waren Schreie zu hören, nun Stand der Krieger vor dem Wachmann der die Bank mit der Hellebarde beschützen wollte. Bolzen prasselten auf ihn ein, wild schnaufend ging der Krieger auf ihn zu, das Schwert bohrte sich unaufhaltsam immerwieder in den schon leblosen Körper. Das Blut spritzte ihm entgegen ein Schrei war zu vernehmen, die Augen funkelten lüstern auf und er wandte sich zur Fackel. Was folgte würde man noch in der Nacht riechen....*
Verfasst: Dienstag 23. Oktober 2007, 20:27
von Aldred Ravenor
Auf dem Heimweg war er. Seit Jahren beherbergte ihn die Wirtin nun schon unter ihrem Dach und eben dort zog es ihn hin, denn er war müde heute abend. Wie gewohnt trat er aus dem Portal und wandte sich Bajard zu, als er am Dorfeingang einer dunklen Masse gewahr wurde. Er näherte sich und es schälten sich Gesichter, Arme und Beine aus der Dunkelheit hervor. Stimmen erklangen und er erblickte ein oder zwei bekannte Gesichter. Dazu gehörte das von Nuala. Ihr gegenüber stand halb Rahal so sah es aus.
Es ist eine Weile her, da hatte er dem Rat seine Hilfe angeboten. Doch jegliche Reaktion war ausgeblieben und so hatte er – nach langen Jahren, die er mal mehr mal weniger dem Wohle Bajards gewidmet hatte – beschlossen, sich gänzlich aus den Belangen des Ortes rauszuhalten. Vielleicht sollte er umziehen und seine Ruhe woanders suchen.
Er stellte sich vor die Streitmacht Rahals und warf einen letzten Blick auf die Männer und Frauen, bevor er sich umwandte und in den Gassen Bajards verschwand. Wenig später hörte er den Kampflärm und kaum dass er sich versah, fielen auch schon Männer in der Rüstung Rahals über ihn her. 'So hatten wir nicht gewettet', schickte er zornige Gedanken in den Himmel. Aldred entfloh, war ihm doch wenig an einer Auseinandersetzung gelegen. Und er wusste, würde er einmal Magie gegen die Streiter Rahals wirken, wäre er in kürzester Zeit umzingelt. So verschwand er und hielt sich im Hintergrund.
Erst als seine Nase den Rauch wahrnahm, seine Ohren die Flammen knistern hörten und seine Augen die ersten dunklen Rauchschwaden in den Nachthimmel ziehen sahen, kam er wieder hervor. Seine Gedanken waren bei den wertvollen Büchern in seiner kleinen Kammer. Mühsam zusammengetragen, auf seiner Reise erstanden oder aus Bibliotheken eigenhändig abgeschrieben.
Flink rief er zwei Wasserelementare und schickte sie auf die Häuserdächer, um so das Schlimmste abzuwenden. Schon musste er mit ansehen, wie die tobende Meute der Rahaler stumpfsinnig seine Elementare angriff und in deren Sphäre zurückschickte. Vor seinem inneren Auge leckten die ersten Flammen an seinen geliebten Büchern und er entschloss sich zu einem sinnlosen Unterfangen. Der offene Kampf war so sinnvoll gewesen, wie mit dem Kopf gegen eine Steinwand zu laufen. Nein, langsam und geduldig musste man diese zermürben, sich die Schwachstellen raussuchen und wie der Blitz zuschlagen, bevor man sich wieder zurückzog.
Wenige Augenblicke später fühlte er den Schuppenpanzer um sich und seine Gestalt war die einer gewaltigen Echse geworden. Als er die ersten Rahaler Schergen erblickte, zögerte er, wusste der Magier doch, was er in seiner neuen Form anrichten konnte. Lediglich das Feuer wollte er aufhalten, war doch schon genug Blut geflossen. Doch wieder einmal wurde ihm seine Nachsicht zum Verhängnis. Nach einer kurzen Weile hatte sich eine kleine Schar Rahaler gesammelt, der er nicht mehr gewachsen war. Er konzentrierte sich auf das Feuer und hielt sich gleichzeitig mit Drohgebärden auf. Bis es kam, wie es kommen musste.
Der Kampf dauerte nicht lange. Hatte er auch den ein oder anderen schwer verwundet, musste er doch letztendlich seinen Verletzungen selbst Tribut zollen. Als er zu Boden ging und das Bewusstsein verlor, ließ der Zauber nach und es lag Aldred, der Mensch, nackt und blutend auf dem kargen Boden.
Als er erwachte und Minuten später wieder klar denken konnte, schlug die Wut in ihm hoch. Rahal, die Pestbeule an Gerimors Arsch, der Rat gleichzeitig mit Unfähigkeit und Blindheit geschlagen, während er selbst nicht genug Verstand hatte, um dem Tod nicht direkt in die Arme zu laufen. Vor Schwäche zitternd und gleichzeitig fluchend wie ein randvoller Tiefländer wankte er in die nächste Scheune, wo er sich röchelnd erbrach und das Stroh nutzte, um in einen traumlosen Schlaf zu fallen.
Im letzten Augenblick, bevor wohlige Schwärze ihn umgab, schwor er sich noch eine einzige Sache.....
Verfasst: Mittwoch 24. Oktober 2007, 19:13
von Tajara Nair
Der See
Ich strecke meine Hand nach Xinthra aus. Es ist wie ein Traum, doch wissen wir wohl beide dass es keiner ist. Wir gehen unseren letzten Weg gemeinsam. Wir verlassen das Leben. Ein Zurück gibt es wohl nicht. Wozu auch?
Das Leben hatte uns nicht viel übriggelassen außer Hass und Krieg, doch hier ist alles so nebensächlich. Wozu noch trauern, hoffen oder bangen? hand in Hand folgen wir dem Wink in Richtung des Sees.
Keiner von uns soll allein leben, so werden wir eben zusammen sterben. Wer hätte gedacht dass Sterben am Ende doch so schön ist?
Der See kommt näher mit jedem leichtfüßigen Schritt. Das weiche frische grüne Gras, gleich wie jenes im April feder unter unseren Füßen, die wir nicht sehen. Ich würde sagen es ist still doch scheint es mir so als hörte ich Eluives Lied in der Ferne erklingen.
Als wir am See ankommen entdecke ich ein Boot am Rande dessen - angebunden an einen Steg. Die Feder kommt zum Ruhen und bleibt auf jenem stehen.
Wir müssen es betreten, sage ich. Xinthra scheint wohl zu verstehen.
Gerade als wir es betreten wollen um die letzte Überfahrt von dieser in die nächste Welt zu beginnen verfinstert sich der azurblaue Himmel über uns und wird Grau. Als ziehe ein Gewitter auf - und von der Ferne ertönt ein Donnerschlag - bis wir mit einem jähen Schrecken feststellen, dass es der Schlag eines gigantischen schwarzen Flügels ist der sich über uns ausbreitet wie ein undurchdringlicher Schatten...