Heimkehr
Verfasst: Donnerstag 18. Oktober 2007, 16:26
18. Goldblatt 250
Einige Meilen vor der Rahaler Küste
"Es geht zurück... nach Rahal. Drei ganze Monate liegen nun schon seit dem Beginn dieser Reise zurück.
Es fing an mit dieser kurzen Botschaft Greys. Der kleine Bastard des alten Wolfes hatte etwas über den Verbleib weiterer Grauwölfe erfahren. Wieder einmal erwies er uns eine Gefälligkeit und nun stehen wir tiefer in seiner Schuld den je.
Die Fährte aufzunehmen hieß aber auch die Greifen zurück zulassen... keine leichte Entscheidung... auf meinen Schultern ruht die Verantwortung, ich führte meine Brüder in die Stadt des Herrn. Schon im Moment meiner Abreise zeigten sich die Anzeichen einer kommenden Bewährungsprobe. Doch die bloße Möglichkeit weitere altbekannte Waffenbrüder künftig wieder an seiner Seite zu wissen...
Die Zurückgebliebenen befanden sich aber in guten Händen. Was kann die Last des Kommandos leichter machen, als das Wissen welch fähige Adjutanten man sich verlassen kann. Jonath Grauwind und Bronn Siebenschneid... wie lange sind wir schon auf gemeinsamen Pfaden geschritten? Auges des Sturmes über der ruhigen See der Vernunft, doch das Herz am rechten Platz und wenn es drauf ankommt, ist ihr Wert gar nicht zu ermessen.
Meine Reise führte mich von Rahal über die See auf das Festland. Grey wollte es sich nicht nehmen lassen mich persönlich zu begrüßen.
'Cregan Wolfsklaue, Hauptmann der flammenden Greifen, wie man mir zutrug, nun unter den Pranken des Panthers stehend... Creg, langsam liierst du dich mit der halben Wildnis!'
Alles in allen wurde es ein so herzlicher Empfang, wie man ihn von einem selbsternannten 'Diebesprinzen' erwarten darf. Wieder einmal zeigte sich, dass allein das Andenken an Grinwulf unsere Schicksale verknüpfte... sonst verband uns nichts.
Doch er hatte mich nicht enttäuscht, drei Grauwölfen war er auf die Schliche gekommen... Timoth, unseren alten Handaufleger und Knochensäge, Grenn Starkarm und Isorn.
Timoth traf ich in einem kleinen Dorf, wo er sich über den Sommer als Heilkundiger niedergelassen hatte. Es tat gut jenen Mann wieder zu sehen, dem man das Versorgen unzähliger Wunden und Verletzungen zu verdanken hat und somit mehr als einmal einen vor dem sicheren Verlust von Gliedmassen durch Wundbrand rettete. Ich weiß nicht ob mich der Eindruck täuschte, doch als ich ihn von dem Banner der Greifen erzählte, von Rothen, Malvin und den anderen Alt-Grauwölfen und nun Neu-Greifen, schien er es kaum erwarten zu können seine Hände wieder auf eine blutende Stelle zu drücken.
Von Grenn Starkarm wurde ich überrascht. Ich hatte ihn als einen der härtesten Burschen in Erinnerung die mir je über den Weg gelaufen waren, er lebte für die Schlacht und das wallende Blut in den Adern im Angesicht des Feindes.
Mittlerweile schien er es ruhiger zu bevorzugen, er hatte eine Witwe, samt deren drei Kindern, geehelicht und kümmerte sich nun um die Spelunke ihres verstorbenen Mannes im Hafenviertel einer kleinen Küstenstadt.
Die Geschäfte schienen gut zu laufen. Die Taverne war zwar alt und runtergekommen, es herrschte aber ein reges Raus und Rein... von Grenns Frau konnte man insgesamt ähnliches sagen...
Alle Bemühungen waren vergebens, er schwelgte zwar gerne in Erinnerungen an die alte Zeit, doch schien er mit seinem neuen Werdegang zufrieden zu sein. Er wünschte uns 'Ruhm und Ehre' und so tat ich es ihm auch: 'Rum und Ehe!'.
Die Angaben über den Verbleib Isorns waren etwas wage und als ich seinen vermuteten Aufenthaltsort erreichte, schien es bereits zu spät zu sein. Ich fragte mich durch, ein Mann wie Isorn, konnte nicht lange verbleiben ohne irgendwo auf sich Aufmerksam zu machen.
In der Tat fanden sich einige Männer auf die er einen bleibenden Eindruck hinterlassen hatte und nur zu gerne seine Spielschulden auch von einem 'Bekannten' begleichen liessen würden. Man verständigte sich auf Eisen...
Die Spur verlief also im Sand, er war bereits zu der Zeit als ich bei Timoth war, mit unbekanntem Ziel weiter gezogen.
Der Zufall oder das Schicksal ließen mich aber auf ein anderes bekanntes Gesicht stoßen, Sigune Eisenbrandt. Ich lernte sie kurz vor meiner Grauwolfzeit kennen und zu unserer Ankunft auf Gerimor lief man sich wieder über den Weg. Sie verließ uns überstürzt nach einer etwas tiefer gehenden Bekanntschaft mit Jonath...
Zumindest stand sie mir unerwartet ein weiteres Mal gegenüber und ihr Blick wirkte säuerlich, gleichauf nach einem bestimmten Gesicht suchend, welches sie aber nicht ausmachen konnte. Sie gab mir die Gelegenheit ihr von unseren jüngsten Entwicklungen zu berichten und es schien ihr Interesse zu wecken... ein weiteres Wiedersehen auf Gerimor erschien also im Bereich des Möglichen...
Die Reise nähert sich also ihrem Ende, die Sonne dürfte nur noch wenig wandern, bis am Horizont die Umrisse jener Stadt zu erkennen sein werden, in der die Greifen, in der ich soviel Hoffnung stecke. Rahal, Hauptstadt des Heiligen Reiches und Sitz seiner Heiligkeit des Alkas. Einem Mann, welcher in seinem Handeln eine solche Inspiration ausübt, dass man sie erlebt haben muss um sie zu verstehen. Eines nicht mehr allzu fernen Tages, dessen bin ich mir mittlerweile sicher, wird es soweit sein... und die Greifen werden ihren Platz gefunden haben.
Doch zunächst geht es zurück nach Rahal, zurück zum Lager der Greifen... zurück Heim!"
Einige Meilen vor der Rahaler Küste
"Es geht zurück... nach Rahal. Drei ganze Monate liegen nun schon seit dem Beginn dieser Reise zurück.
Es fing an mit dieser kurzen Botschaft Greys. Der kleine Bastard des alten Wolfes hatte etwas über den Verbleib weiterer Grauwölfe erfahren. Wieder einmal erwies er uns eine Gefälligkeit und nun stehen wir tiefer in seiner Schuld den je.
Die Fährte aufzunehmen hieß aber auch die Greifen zurück zulassen... keine leichte Entscheidung... auf meinen Schultern ruht die Verantwortung, ich führte meine Brüder in die Stadt des Herrn. Schon im Moment meiner Abreise zeigten sich die Anzeichen einer kommenden Bewährungsprobe. Doch die bloße Möglichkeit weitere altbekannte Waffenbrüder künftig wieder an seiner Seite zu wissen...
Die Zurückgebliebenen befanden sich aber in guten Händen. Was kann die Last des Kommandos leichter machen, als das Wissen welch fähige Adjutanten man sich verlassen kann. Jonath Grauwind und Bronn Siebenschneid... wie lange sind wir schon auf gemeinsamen Pfaden geschritten? Auges des Sturmes über der ruhigen See der Vernunft, doch das Herz am rechten Platz und wenn es drauf ankommt, ist ihr Wert gar nicht zu ermessen.
Meine Reise führte mich von Rahal über die See auf das Festland. Grey wollte es sich nicht nehmen lassen mich persönlich zu begrüßen.
'Cregan Wolfsklaue, Hauptmann der flammenden Greifen, wie man mir zutrug, nun unter den Pranken des Panthers stehend... Creg, langsam liierst du dich mit der halben Wildnis!'
Alles in allen wurde es ein so herzlicher Empfang, wie man ihn von einem selbsternannten 'Diebesprinzen' erwarten darf. Wieder einmal zeigte sich, dass allein das Andenken an Grinwulf unsere Schicksale verknüpfte... sonst verband uns nichts.
Doch er hatte mich nicht enttäuscht, drei Grauwölfen war er auf die Schliche gekommen... Timoth, unseren alten Handaufleger und Knochensäge, Grenn Starkarm und Isorn.
Timoth traf ich in einem kleinen Dorf, wo er sich über den Sommer als Heilkundiger niedergelassen hatte. Es tat gut jenen Mann wieder zu sehen, dem man das Versorgen unzähliger Wunden und Verletzungen zu verdanken hat und somit mehr als einmal einen vor dem sicheren Verlust von Gliedmassen durch Wundbrand rettete. Ich weiß nicht ob mich der Eindruck täuschte, doch als ich ihn von dem Banner der Greifen erzählte, von Rothen, Malvin und den anderen Alt-Grauwölfen und nun Neu-Greifen, schien er es kaum erwarten zu können seine Hände wieder auf eine blutende Stelle zu drücken.
Von Grenn Starkarm wurde ich überrascht. Ich hatte ihn als einen der härtesten Burschen in Erinnerung die mir je über den Weg gelaufen waren, er lebte für die Schlacht und das wallende Blut in den Adern im Angesicht des Feindes.
Mittlerweile schien er es ruhiger zu bevorzugen, er hatte eine Witwe, samt deren drei Kindern, geehelicht und kümmerte sich nun um die Spelunke ihres verstorbenen Mannes im Hafenviertel einer kleinen Küstenstadt.
Die Geschäfte schienen gut zu laufen. Die Taverne war zwar alt und runtergekommen, es herrschte aber ein reges Raus und Rein... von Grenns Frau konnte man insgesamt ähnliches sagen...
Alle Bemühungen waren vergebens, er schwelgte zwar gerne in Erinnerungen an die alte Zeit, doch schien er mit seinem neuen Werdegang zufrieden zu sein. Er wünschte uns 'Ruhm und Ehre' und so tat ich es ihm auch: 'Rum und Ehe!'.
Die Angaben über den Verbleib Isorns waren etwas wage und als ich seinen vermuteten Aufenthaltsort erreichte, schien es bereits zu spät zu sein. Ich fragte mich durch, ein Mann wie Isorn, konnte nicht lange verbleiben ohne irgendwo auf sich Aufmerksam zu machen.
In der Tat fanden sich einige Männer auf die er einen bleibenden Eindruck hinterlassen hatte und nur zu gerne seine Spielschulden auch von einem 'Bekannten' begleichen liessen würden. Man verständigte sich auf Eisen...
Die Spur verlief also im Sand, er war bereits zu der Zeit als ich bei Timoth war, mit unbekanntem Ziel weiter gezogen.
Der Zufall oder das Schicksal ließen mich aber auf ein anderes bekanntes Gesicht stoßen, Sigune Eisenbrandt. Ich lernte sie kurz vor meiner Grauwolfzeit kennen und zu unserer Ankunft auf Gerimor lief man sich wieder über den Weg. Sie verließ uns überstürzt nach einer etwas tiefer gehenden Bekanntschaft mit Jonath...
Zumindest stand sie mir unerwartet ein weiteres Mal gegenüber und ihr Blick wirkte säuerlich, gleichauf nach einem bestimmten Gesicht suchend, welches sie aber nicht ausmachen konnte. Sie gab mir die Gelegenheit ihr von unseren jüngsten Entwicklungen zu berichten und es schien ihr Interesse zu wecken... ein weiteres Wiedersehen auf Gerimor erschien also im Bereich des Möglichen...
Die Reise nähert sich also ihrem Ende, die Sonne dürfte nur noch wenig wandern, bis am Horizont die Umrisse jener Stadt zu erkennen sein werden, in der die Greifen, in der ich soviel Hoffnung stecke. Rahal, Hauptstadt des Heiligen Reiches und Sitz seiner Heiligkeit des Alkas. Einem Mann, welcher in seinem Handeln eine solche Inspiration ausübt, dass man sie erlebt haben muss um sie zu verstehen. Eines nicht mehr allzu fernen Tages, dessen bin ich mir mittlerweile sicher, wird es soweit sein... und die Greifen werden ihren Platz gefunden haben.
Doch zunächst geht es zurück nach Rahal, zurück zum Lager der Greifen... zurück Heim!"