Unterricht für einen kleinen Grafen

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Antares von Falkenburg

Unterricht für einen kleinen Grafen

Beitrag von Antares von Falkenburg »

Zappelig saß der kleine Graf auf den Stuhl, die Beine berührten nur knapp den Boden und gedankenverloren kaute er auf den Federkeil her rum. Müde, aber doch glücklich war er sehr spät ins Schloss gekommen, er hatte nämlich einen Ausflug mit Rafael gemacht, wo er sehr viel heute gelernt hatte.


„ Hab heute die Tugenden gelernt..“

Schrieb der kleine, mehr schlecht als recht in sein Büchlein.

„ Temora hatte sich sieben Kinder ausgesucht, aber die Namen weiss ich nun nicht mehr. Jedes der Kinder stand für eine Tugend. Die erste Tugend die ich heute lernte war Ehrhaftigkeit. Also ich schreib dir mal wie das da so ging mit der Ehre. Da war so ein Sohn, aber den Namen weiss ich nu auch wieder nicht. Da war also der Sohn von dem Vater, aber der Vater mochte den Sohn nicht gerne, weil der Sohn keine Waffen anfassen wollte. Weißt du das versteh ich aber gar nicht, weil ich ganz schnell lernen will wie man mit dem Schwert umgeht. Aber der Sohn also ist dann von daheim weg gegangen, weil der Vater nur stolz war auf seine anderen Söhne, was ich gut verstehen kann das der Sohn dann weg gegangen ist. Der Sohn, ich überlege wie der geheissen hat Anton, Alfred, Alsenen also irgendwie so hat der geheisst. Der ist dann also weg gegangen und hat da mitten in einem Wald einen tollen See gefunden wo da eine Insel drauf war. Dort hat er dann die ganz dolle wichtigen Lehren empfangen von Temora, die ich bestimmt auch mal empfange wenn ich gross bin. Dann hat der Sohn aber Heimweh bekommen, ja du das kenn ich auch, hab auch oft Heimweh. Aber er ist dann zurückgegangen zu seinen Vater und die anderen Söhne. Die da immer weiter mit Waffen und so gemacht haben. Er fand das aber immer noch nich so toll, weil das ja nicht Ehrenhaft ist, also nicht Tugenddingens. Und der hat dann auf der Insel wo der vorher war den Schrein der Ehre errichtet.“

Antares blickte auf seine ziemlich unleserliche Schrift, welche er natürlich vollkommen ausreichend fand. Die ganzen Tintenflecke und verwischten Worte störten den kleinen da überhaupt nicht. Auch das sich mittlerweile der halbe Inhalt des Tintenfasses um seinen Mund und an seinen Fingern befand, war unwichtig. Wichtig war für Tari das er sich jedes kleine Wort was ihm erzählt wird aufschreibt, damit sobald er gross ist schlauer ist als sein Ausbilder, so einfach dachte er sich das zumindest.


„Und wenn ich wieder was weiss, du, schreib ich dir das dann auch rein.“
Zuletzt geändert von Antares von Falkenburg am Montag 8. Oktober 2007, 16:38, insgesamt 1-mal geändert.
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