Nach fremden Erinnerungen malen...
Verfasst: Samstag 29. September 2007, 22:16
Gleich nachdem Trutta gegangen war, ließen sie die Inspirationen nicht mehr los. Sie musste sich einfach zur Staffelei stellen und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Fast schon ärgerlich schien es ihr die Farben noch anmischen zu müssen. Es kostete ihrer Meinung nach zuviel Zeit. Zeit, die sie schon malen wollte.
Endlich hatte sie alle Grundfarben hergestellt und konnte mit der Malerei beginnen.
Schon so oft hatte sie Leute gemalt, doch noch nie waren so viele Bilder in ihrem Kopf.
..Nach Erinnerungen malen….nach Erinnerungen fremder Leute malen…das hörte sich zuerst sehr schwer für Estrella an, doch es steckte auch eine gewisse Verlockung dahinter, etwas zu malen, das sie mit ihren Augen nicht sehen konnte und das für einen Menschen mit sehr intensiven Gefühlen und Bildern zusammenhing. Es war ein Experiment. Ein sehr interessantes Experiment.
Der Pinsel bewegte sich beinahe selbstständig über die Leinwand. Großzügig sehr phantasievoll gestaltete sie das Bild. Blautöne sollten das erste Bild dominieren. Das Blau des Meeres und das Blau des Himmels sollten eine Symphonie ergeben, die etwas Besonderes gebärt. Weitläufiges Meer ließ sich bald auf dem Bild erkennen. Der Himmel sollte phantasievoller werden.
Trutta erzählte ihr von vier Kindern, die ihre Eltern vor ihr verloren hatten. Estrella hatte die leise Eingebung, dass diese ihren Eltern Trutta schickten. Ein Kind, das ihre Lebensfreude wieder herstellen sollte. Die vier Söhne ihrer Eltern wachten an diesem Abend über das kleine Kind in dem Fass, das im Meer schwamm. Der Himmel zeigte eine aufgebrachte Stimmung. In diesen Blautönen sollten nach und nach vier Gestalten erkennbar werden. Vier männliche unerkenntliche Gestalten zierten nach einiger Zeit das Bild. Fast wie Wächter über diesen Moment schauten sie auf das Geschehen, das unter ihnen das Leben zweier Menschen wieder sinnvoll machen sollte. Mit einem Braunton malte sie das Boot und nicht unweit davon das Fass in das wankende Meer. Viele Wogen umgaben das Boot. Ein Mann wurde Pinselstrich für Pinselstrich darauf erkennbar. Hier das Boot..da das Fass. Das Fass. Es war offen, nichts war darin zu erkennen. Nichts oder doch etwas? Wohl nur Trutta und sie wussten um die Bedeutung des Fasses. Mit einem hellen gelb bis leichtem orange ging ein Schimmer von dem Fass aus. Ein Schimmer, der den Fischer wohl zu dem Boot führen wollte. Die Gestalt, die über dem Fass war, hält schützend ihre Hand über das Fass. Fast sieht es so aus, als wolle die Gestalt das kleine Etwas, das von den Wellen hin und her gespült wurde, beschützen.
Tief in der Nacht war Estrella endlich an dem Punkt angelangt, an dem das Bild soweit war, dass sie halbwegs zufrieden damit sein konnte. Einige Schichten mussten noch einen Tag trocknen bis sie weitere Schichten auftragen konnte um dem Bild noch mehr Lebendigkeit zu verleihen, doch der Grundstein ihrer Gedanken war auf dem Bild festgehalten. Zufrieden ging sie zu Bett. Sie mag wohl noch von den tollen Erzählungen der Dame Solma geträumt haben, doch schlief sie erholsam und lange bis in den Mittag hinein, bis sie wieder aufstand um mit dem nächsten Bild zu beginnen.
Endlich hatte sie alle Grundfarben hergestellt und konnte mit der Malerei beginnen.
Schon so oft hatte sie Leute gemalt, doch noch nie waren so viele Bilder in ihrem Kopf.
..Nach Erinnerungen malen….nach Erinnerungen fremder Leute malen…das hörte sich zuerst sehr schwer für Estrella an, doch es steckte auch eine gewisse Verlockung dahinter, etwas zu malen, das sie mit ihren Augen nicht sehen konnte und das für einen Menschen mit sehr intensiven Gefühlen und Bildern zusammenhing. Es war ein Experiment. Ein sehr interessantes Experiment.
Der Pinsel bewegte sich beinahe selbstständig über die Leinwand. Großzügig sehr phantasievoll gestaltete sie das Bild. Blautöne sollten das erste Bild dominieren. Das Blau des Meeres und das Blau des Himmels sollten eine Symphonie ergeben, die etwas Besonderes gebärt. Weitläufiges Meer ließ sich bald auf dem Bild erkennen. Der Himmel sollte phantasievoller werden.
Trutta erzählte ihr von vier Kindern, die ihre Eltern vor ihr verloren hatten. Estrella hatte die leise Eingebung, dass diese ihren Eltern Trutta schickten. Ein Kind, das ihre Lebensfreude wieder herstellen sollte. Die vier Söhne ihrer Eltern wachten an diesem Abend über das kleine Kind in dem Fass, das im Meer schwamm. Der Himmel zeigte eine aufgebrachte Stimmung. In diesen Blautönen sollten nach und nach vier Gestalten erkennbar werden. Vier männliche unerkenntliche Gestalten zierten nach einiger Zeit das Bild. Fast wie Wächter über diesen Moment schauten sie auf das Geschehen, das unter ihnen das Leben zweier Menschen wieder sinnvoll machen sollte. Mit einem Braunton malte sie das Boot und nicht unweit davon das Fass in das wankende Meer. Viele Wogen umgaben das Boot. Ein Mann wurde Pinselstrich für Pinselstrich darauf erkennbar. Hier das Boot..da das Fass. Das Fass. Es war offen, nichts war darin zu erkennen. Nichts oder doch etwas? Wohl nur Trutta und sie wussten um die Bedeutung des Fasses. Mit einem hellen gelb bis leichtem orange ging ein Schimmer von dem Fass aus. Ein Schimmer, der den Fischer wohl zu dem Boot führen wollte. Die Gestalt, die über dem Fass war, hält schützend ihre Hand über das Fass. Fast sieht es so aus, als wolle die Gestalt das kleine Etwas, das von den Wellen hin und her gespült wurde, beschützen.
Tief in der Nacht war Estrella endlich an dem Punkt angelangt, an dem das Bild soweit war, dass sie halbwegs zufrieden damit sein konnte. Einige Schichten mussten noch einen Tag trocknen bis sie weitere Schichten auftragen konnte um dem Bild noch mehr Lebendigkeit zu verleihen, doch der Grundstein ihrer Gedanken war auf dem Bild festgehalten. Zufrieden ging sie zu Bett. Sie mag wohl noch von den tollen Erzählungen der Dame Solma geträumt haben, doch schlief sie erholsam und lange bis in den Mittag hinein, bis sie wieder aufstand um mit dem nächsten Bild zu beginnen.