Der Schutz der Tränen-die Salzrüste Aasim Omars
Verfasst: Freitag 28. September 2007, 22:44
„Sie saß allein in der dunklen Grotte. Geräusche um sie herrum, Krallen die über das Gestein kratzten, hechelndes Luftholen, Kälte, dunkel. Sie saß die Monster nicht die um sie herum lauerten. Aber sie waren da und es blieb nur eine Frage der Zeit wann sie über sie herfallen würden. Unendlich schien ihr das endgültige Warten, die feine Seidenkleidung klebte bereits an dem zierlichen Körper der jungen Haremsdame.
Sie blickte auf. Was war das ein Licht? So strahlend voller Wärme und es breitete sich aus von einem Punkt ausgehend der ihr näherkam. Die Monster wichen vor dem Licht zurück sie konnte es fühlen. Es war ein Mann? Ja ein Mann kam dort auf sie zu und je näher er kam umso mehr konnte sie erkennen. Die königlichen Gesichtszüge, die anmutige Gestallt, den wundervollen bronzenen Ton der Haut, die Augen. Diese Augen kannte sie fast schon mehr als ihre eigenen ein magisches blau wie die Tiefen des Meeres. Die Augen des Erhabenen dem sie diente. Seine Kleidung vom reinen Weiß des Salzes die behandschuhte Hand streckte sich nach ihr aus. Die Stimme flüsterte im süßesten Klang zu ihr.
Komm mein kleiner Vogel. Hab keine Angst ich bin bei dir.
Ohne Zögern griff sie nach der Hand ergriff sie...“
Sie erwachte. Schon wieder dieser Traum der sie jede Nacht besuchte. Nie endete es anders. Sie erzählte der alten Schneiderin davon und auch von der prachtvollen Rüste. Sie wusste der Erhabene besass keine solche. Die alte Frau nickte bedächtig. Sie liess einige Momente verstreichen ehe sie ihr von einem Dorf am anderen Ende menek'Urs berichtete. Dort war ein zweiter Hort der Tränen Eluives und dort so sagte sie, gäbe es die Kunst noch diese Rüsten strahlendweiß zu fertigen.
Munaya überlegte und bat kurz darauf den Erhabenen um eine Eskorte zu diesem Ort hin um ihre Fähigkeiten zu erweitern. Betrübt über ihren Wunsch von ihm zu gehen doch erfreut über den Lerndrang seiner Perle ließ er sie einen Tag später mit einigen Wachen ziehen.
Als sie heimkehrte war sie um einige Erfahrungen reicher die Träume hatten aufgehört nachdem sie beschlossen hatte eine solche Rüstung zu fertigen. Sie hatte gelernt wie man sie fertigte das Geheimniss was die strahlende Farbe ausmachte hatte sich ihr offenbart. Sie hatte auch die Dinge erhalten die sie dazu brauchte und nun ging sie zu der Erhabenen. Sie bat darum die Rohstoffe segnen zu lassen das Bad des Harems segnen zu lassen die Getränke die sie während der Herstellung zu sich nahm segnen zu lassen. Nichts durfte in dieser Zeit unrein und nicht der Mutter geweiht sein auch sie selbst nicht.
Als alle Vorbereitungen abgeschlossen waren zog sich die junge Schneiderin zurück. Sie würde in den folgenden fünf Tagen nichts anderes als Gebete sprechen während sie arbeitete. Allein gesegnetes Wasser würde sie trinken um rein zu bleiben. Kein Schmuck keine Kleidung sollte sie tragen in dieser Zeit. 5 Mal am Tag würde sie sich im gesegneten Badewasser waschen. Dies alles war notwendig da es sich um die Rüstung des Erhabenen von Eluive geküssten Emir handelte. Sie blickte über die aufgereihten Materialien und Arbeitswerkzeuge. Alles hatte den Segen Armaiti Omars erhalten.
Da lag alles Das kostbare Salz in zwei Formen. Rohsalzbrocken um den Panzer einzureiben der zuvor einem Skarabäen Schutz geschenkt hatte und das pulvrige Salz für die Salzlösung in der die Knochen vorgeweicht werden sollten. Eine große Schüssel mit Wasser für die Salzlösung. Die Pyrianbarren, die sie bereits von dem Dorf fertig mitgebracht hatte. Sie war bei der Fertigung der Barren dabeigewesen, hatte gesehen das diese einer Legierung gleichkamen. Sie schimmerten nur noch schwach rötlichso sehr war das Erz des Feuers mit Salzpulver vermischt worden. Die noch blutroten Knochen des Dämons lagen daneben. So auch der Panzer des gewaltigen feuerspeienden Käfers der Wüste, dem Skarabäus. Eine Nietenzange lag dabei um die Barren in handliche Stücke zu trennen, Nadeln aus Diamant dem härtesten Material, Fäden aus einer Eisendiamantmischung in Drahtform gegossen. Eine Knochensäge und kleinere Messer um die Knochen zu fomen und zu biegen. Scheren in der Form wie Zangen um den gewaltigen Panzer zurechtzuschneiden. Ein Pinsel die Legierung auf die Rüste zu streichen. Eine Raspel um Skarabäenpanzer aufzurauhen damit das Salz ihn färben konnte. Eine kleine Schale auf einem Brenner in der das Metall geschmolzen werden würde. Einige Holzschablonen in Form der Rüstungsteile die jedoch nur grob nicht fein gearbeitet waren. Ebenfalls Schnallen aus Metall die die Rüstung am Körper zusammenhalten würden wenn sie sich in diese gruben. Zum Schluss die Puppe, aus hartem Holz worauf die Rüstung gezogen werden würde um sie in Form zu bringen.
Sie nickte und begann mit dem Gebet das sie von nun an 5 Tage und Nächte ohne längere Unterbrechung flüstern würde.
„ Eluive , Schöpferin und Gebende, barmherzig ist dein Blick auf das von dir erwählte Volk gerichtet, warm umgibt es deine Liebe und streichelnd verteilen deine Hände den Segen über uns. Schenk mir den Mut, schenk mir das Geschick diesen Panzer aus den Gaben deines Herzens zu fertigen. Verleih im Wiederstand gegen jeden Unbill der deinem Auserwählten entgegentritt. Schütze den von dir geküssten damit gib ihm von deiner umfassenden Reinheit und deiner ewig währenden Kraft. Beschirme ihn, der sein Volk beschirmt.“
Mit diesen Worten stieg Munaya am Morgen des ersten Tages in das gesegnete Bad. Wusch sich pingelig genau und stieg hinaus um an die Arbeit zu gehen.
Ihre Hände maßen die genaue Menge des Pulversalzes Ab und ließen es in die Wasserschüssel fallen. Erst als es sich vollkommen gelöst hatte hielt sie inne es umzurühren. Dann legte sie zwei der Panzer in die Lösung um sie weich und biegsam zu machen. Immer wieder glitten die Finger über die Panzer prüften wie weit die Lösung bereits eingedrungen war.
Als er sich in der obersten Schicht leicht eindrücken ließ, nahm sie sie heraus und gab die Knochen der Dämonen hinein in die starke Lauge. Weiterhin das Gebet flüsternd tupfte sie die Panzer trocken und bettete sie auf ihrem blossen Schoße. Ihre Hand griff nach der Aufrauhraspel und mit den geübten Bewegungen rauhte sie die Oberfläche auf. Sie blickte darauf und nickte zufrieden die Panzer in der Lauge rein von Resten der Raspelarbeit zu waschen. Erst dann kam der wichtigste Teil der Rüstung und sie drückte die beiden Panzer um den Rumpf der Puppe. Die feinen Diamanteisendrähte schlang sie darum um sie zu fixieren. Sie würden darauf bleiben bis sie völlig getrocknet waren was ihnen die typische Form verleihen sollte. Dann erhob sie sich einen Schluck des Wassers nehmend das sie ausschlißlich trinken durfte in der Zeit der Herstellung. Dann ging sie zu dem Becken sich zu reinigen das zweite mal am Tage.
Danach würde der zweite Teil folgen. Sie griff frisch gereinigt zu den Salzbrocken um damit die aufgespannten Panzer abzureiben so das Salz und die Farbe einzuarbeiten. Sie arbeitete erst mit Vorsicht diese Art einen Panzer zu preparieren war ihr erst vor kurzem gezeigt worden. Dann wurden die kreisenden Striche fester fast schon drückte sie das Salz in den Panzer hinein. Kurz jedoch nicht unaufmerksam betrachtete sie die beiden Panzer dann zufrieden zu den Knochen blickend. Ein wenig noch dann würden auch sie sich für das Gerüst formen lassen. Sie griff also zu den Barren die aus der seltenen Legierung Salz Pyrian bestanden und teilte kleine Stücke mit einer Zange davon ab. Die Metallstückchen wanderten in die Schüssel am Brenner. Sie würden erst am Ende des ersten Tages geschmolzen werden. Sie spürte den Hunger nun drängend in ihrem Magen doch sie hieß das Gefühl willkommen, zeigte es ihr doch das sie einzig das Gefäß und das Werkzeug ihrer Arbeit war. Dennoch trank sie den ersten Wasserkrug leer um den Magen zu besänftigen. Dann erst erfolgte die dritte Waschung Munayas und nie vergass sie immerzu das Gebet aufzusagen. Dann ging es erneut daran den Panzer mit dem Salz einzureiben und erfreut stellte sie fest wie nach und nach die dunkle Ursprungsfarbe des Skarabäen verblich.
Sie prüfte auch die Feutigkeit der Panzer und nahm sie schließlich ab um die Puppe für die Knochen zulässig zu machen. Die Feuchten Knochen waren nun mit einiger Kraft zwar biegsam und leichter zu bearbeiten. Sie wusste das nun Schnelligkeit und Perfektion wichtig war. So nahm sie ein Messer zur Hand das Hauchfein und Scharf wie eine Rasierklinge geschliffen wurde. Sie schälte dünne überflüssige Schichten von den Knochen zersägte mit der Knochensäge einige sdie zulang schienen, um sie nach einem kurzen eintauchen in die Lauge auf die Puppe zu pressen. Sie fixierte die Knochen auf der Puppe mit dem feinen Draht. Erst wenn sie völlig getrockent wären könnte sie mit diesen weiterarbeiten. Der Tag war vorrangeschritten und sie erhob sich erneut um zu trinken und sich zu reinigen. Ihre Haut war 3 Waschungen am Tag gewöhnt doch diese würden nun deutlich überschritten werden. Auch das Einölen war ihr untersagt in dieser Zeit und bereits jetzt spannte sich die Haut austrocknend an ihrem Leib.
Dann ging sie zu den Panzern zurück diese ein weiteres Mal mit dem Salz einreibend, sie zu bleichen. Dann erst begann sie die Maße des Erhabenen mit einer kleinen festen Nadel in beide Panzer zu ritzen. Niemals würde sie diese Maße vergessen sie waren ihr bereits geläufiger als ihre eigenen. Dann prüfte sie die Trockenheit der festgezurren Knochen. Noch nicht ganz aber rechtzeitig würden sie zur Weiterverabrbeitung fertig sein. So machte sie an den Panzern weiter eine kleine Zange greifend die sie nutzte um die überflüssigen Panzerteile abzuknipsen. Nach und nach schälte sich die Form der Brust und des restlichen Torsos heraus und mit geschickten Bewegungen schliff sie diese fein und glatt dabei eine sehr feine Feile nutzend. Ein weiteres Mal wurde das Salz in die aufgerauhte Oberfläche gearbeitet die bereits einem Cremeton glich. Dann erst bohrte sie kleine feine Löcher hinein mit einem kleinen Stechbeitel arbeitend um danach den Draht hindurchziehen zu können. Als dies vollbracht war stellte sie den Brenner an um das Metall zu schmelzen. Sie griff nach dem Wasser die Lippen nicht mehr als zu benetzen. Nun würde sie die Knochen abnehmen um auch sie in die Form zu bringen und auch sie mit kleinen Löchern zu versehen. Fast striegelnd schliff sie die Knochen feilte und knipste daran herum bis sie sich passend in die Panzer schmiegten. Dann kam ein Moment des stillen Gebetes wobei sie mit einer Zange den Schmelztiegel von dem Brenner nahm. Nun war wieder Schnelligkeit gefragt denn das Metall würde sehr schnell abkühlen und sich mit dem Panzer verschmelzen. So goss sie die Hälfte des Metalles in die Innenteile der Panzerhälften und stellte die Tiegelschüssel wieder auf dem Brennerstativ ab. Konzentriert verteilte sie die angepassten Knochen auf dem flüssigen Metall der Panzerhälften schob sie so das die Löcher der Knochen über den Löchern der Panzerstücke lagen Als sie mit dem zweiten Panzer fertig ward war der erste bereits ausgekühlt und erhärtet was die Knochen fest mit dem Panzer verklebte. Aufatmend leerte sie einen Krug des Wassers und griff nach dem Draht un ihn mit feinen Stichen durch die kleinen Löcher zu ziehen.
Nachdem dies vollbracht war rieb sie erneut und das letzte Mal das Salz in die beiden Panzer ein. Diesesmal nahm dieser das strahlende Weiß aus ihren Träumen an. Ein letzter blick und sie griff zu einem Pinsel. Zügig tauchte sie diesen in das Metall und bestrich den gesamten Brustschutz mit der hellen Legierung. Erst dann kamen die Schnallen an beiden Seiten des Brustschutzes damit sie sich in den Rückenteil eingruben damit die Rüstung zusammengehalten würde. Erneut arbeitete sie dabei mit dem Diamantgarn sie zu befestigen und fixierte sie abschließend mit einigen Mengen des geschmolzenen Metalles.
Zufrieden ihr Werk betrachtend machte sie sich daran die letzte Waschung vorzunehmen. Sie legte sich neben den gesegneten Dingen ab um sich auszuruhen. Der quälende Hunger jedoch hielt sie noch einige Zeit wach bis sie schließlich das Gebet murmelnd einschlief.
Sie erwachte am zweiten Tag recht früh, der Hunger hatte sie geweckt. Dementsprechend griff sie als erstes nach dem gesegneten Wasser davon einen der Krüge leerend. Daraufhin wandte sie sich dem ersten Waschritus des Tages zu und begann damit das Gebet zu sprechen. Das Becken verlassend machte sie sich daran die Salzlösung für den Schild herzustellen. Erneut erst als sich die Lösung vollständig klar zeigte bettete sie den letzten Skarabäenpanzer in dieser. Dann nahm sie die beötigten Dämonenknochen zur Hand und legte sie bereit. Ihre Hände zitteren ein wenig woraufhin sie diese einige Zeit lang rieb um die Durchblutung anzukurbeln. Mit der Zange begann sie einen Barren des Pyrian-Eisengemisches in kleine Teile zu spalten. Die kleinen Stücke ließ sie in die auf dem Brennergestell ruhende Schale gleiten. Dann erst testete sie den Zustand des eingeweichten Panzers und nickte zufrieden diesen herausziehend. Nahm die Aufrauhraspel zur Hand und begann die eingeweichte Oberfläche zu bearbeiten. Die Arbeit tat ihren Händen gut und zielstrebig rauhte sie die Oberfläche auf um es aufnehmbar für das Rohsalz zu machen. Dann spülte sie die reste in der Lauge ab bevor sie den Panzer auf die Holzvorlage für Schilde presste und mit dem Diamantdraht fixierte. Dann legte sie die Dämonenknochen in die Beizlauge. Sie wären als nächstes im Einweichprozess begriffen. Dann erst erhob sie sich und ging auf das Bad zu sich zu reinigen. Erst danach begann sie den Panzer das erste mal mit dem Salz abzureiben was ihn bleichen sollte. Sorgfältig strichen ihre Hände mit dem Rohsalzbrocken über die aufgerauhte Fläche. Danach prüfte sie wie weit bereits die Knochen zu biegen waren und da dies noch nicht ganz soweit schien, wandte sie sich erneut dem Panzer zu um dessen Trockenheit zu prüfen. Erneut nagte der Hunger in ihren leeren Eingeweiden und sie stillte ihn an dem geweihten Wasser. Noch vor der Mittagsreinigung strich sie erneut Salz in den Schildpanzer ein. Fast schienen ihr ihre Handflächen genauso rauh wie der Panzer als sie sie kurz betrachtete. Doch unweigerlich ging sie in das Bad sich von allem reinzuwaschen. Als sie zurückkehrte waren die Knochen soweit zu biegen um sich der Schildform anzupassen. So löste sie den Panzer von der Form und begann die Knochen zurechtzusägen. Sie presste diese erst nach dem Zurechtschnitzen auf die Grundform und befestigte sie mit den Drähten. Erneut griff ihre Hand nach dem Wasserkrügen sich den Hunger wegtrinkend. Danach rieb sie den baldigen Schild mit dem Rohsalz ab. Das Gebet weiterflüsternd zog sie mit einem Beitel die Form des Schildes auf den Panzer. Nahm die Kneifzange zur Hand und brach die überflüssigen Teile davon ab. Dann tastete sie die Trockenheit der Knochen ab und beschloss zuerst die Löcher in den Schild zu bohren. Rundherum versah sie ihn mit den feinen Löchern die dafür gedacht waren später den Panzer mit den Knochen durch Draht zu verbinden. Dann erst griff sie nach einem Knochenstück um daraus den Haltegriff für den Schild zu formen. Mit geübten Bewegungen schliff sie den Knochen und passte diesen der Handform des Erhabenen an. Auch hier bohrte sie Löcher in die Enden um danach mit viel Draht und einigen Tropfen des Metalles die Knochen zu verschmelzen. Dann entzündete sie den Brenner und machte sich auf das vorletzte Bad des Tages zu nehmen. Als sie an den Arbeitsplatz zurückkehrte schwindelte ihr und sie atmete tief durch Wasser zu sich nehmend bis es wieder vergangen war. Dann löste sie die Knochen von der Schildform feilte und schliff sie glatt. Dann bohrte sie die Nahtlöcher in die Enden und blickte anschließend zu dem Brennergestell. Bevor sie jedoch das geschmolzene Metall auf die Innensteite des Panzers goß rieb sie dessen Oberfläche wieder mit dem Salz ein. Dann goss sie die Hälfte des Metalles auf die Innenfläche des Panzers und drückte die Knochenstücke so darauf das die Löcher übereinanderlagen. Noch während das metall abkühlte nahm sie den Draht und verband die zwei Komponenten mit festen Stichen miteinander. Dann hielt sie inne ihr Werk begutachtend und griff das letzte Mal zu dem Rohsalz den Schild damit reinweiß zu färben. Erst danach befestigte sie den Knochengriff an dem Schild und fixierte ihn mit mehreren Tropfen des Metalles sorgfältig. Ein kurzes Ein- und Ausatmen dann begann sie mit dem Pinsel den gesammten Schild mit der Pyriansalzmischung zu bestreichen. Dann erst stellte sie es zum völligen Auskühlen auf. Ein zweites Stück war geschaffen aber noch war sie für diesen Tag nicht fertig. Eine weitaus kräftigere Lauge mischte sie zusammen und bettete die restlichen Dämonenknochen in diese. Sie würden über Nacht einweichen um am nächsten Morgen so weich zu sein ausgehöhlt zu werden. Dann erst trank sie sich satt und begab sich in das Bad. Ihre Haut spannte protestierend und sie presste kurz die Lippen zusammen. Dann kehrte sie zu den Arbeitsmaterialien zurück und entdeckte den noch brennenden Brenner. Das Gebet sprechend löschte sie die Flamme und legte sich nieder um sofort einzuschlafen.
Am Morgen des dritten Tages wurde sie durch ein krampfhaftes Zusammenziehen des Magens geweckt. Keuchend wartete sie inständig betend bis es wieder nachließ. Sie erhob sich daraufhin zum Bade und stellte fest wie sich ihre eigene Haut bereits in weißen Flöckchen vom Körper schälte. Dennoch machte sie sich daran das Unreine abzuwaschen. Heute würde sie die Knochen aus dem starken Laugebad nehmen und aushöhlen. Dann anschließend auf die Formen der restlichen Rüstungsteile pressen und fixieren. So machte sie sich an die Arbeit das Gebet murmelnd. Sie zog die Helmform heran und nahm die Knochen die sie dafür benötigte aus der Lauge. Es brannte an den Händen als sie diese berührte doch sie zuckte nur das erste mal zusammen. Sie sägte die Knochen zurecht und höhlte sie sorgfältig aus. Es wahr eine mühseelige Arbeit die einzelnen Stücke zurechtzubiegen und an der Form zu fixieren. Doch nachdem dies vollbracht war trank sie einen halben Krug Wasser und ging zur zweiten Waschung über. Nun achtete sie nicht mehr auf ihre Haut auch das Spannen war ihr gleichgültig geworden. Als sie daraufhin zum Platze zurückkehrte taumelte sie und sank unbeholfen auf die Knie. Dann nahm sie die Form der Stiefel zur Hand und fischte die dazugehöhrenden Knochen aus der Beize. Die Hände brannten nun wie Feuer als sie diese notdürftig abtupfte und erneut zurechtsägte. Mit einem Spatel das Ganze auszuhöhlen und zurechtzuschneiden stellte sich bereits schwiriger dar als die des Helmes. Dennoch presste und fixierte sie auch die Stücke auf den Formen bevor sie erneut zum Trinken ansetzte. Der Magen knurrte nicht mehr doch sie konnte nicht sagen wann er damit aufgehört hatte. Sie erhob sich zum Mittagsbad und fuhr dann daraufhin fort das Gebet sprechend die Knochen für den Hals und die Armschienen aus der Beizlauge zu holen. Der Halsschutz war leicht zurechtgesägt sie kannte den Hals ihres gelibten Emir zu genüge. Doch ob sie es wagen würde diesen mit ihren maltretieren Fingern zu berühren bezweifelte sie. Aushöhlend schählte sie Lagen von den Knochen ab. Und fixierte diese um die Schablone mit Hilfe des Diamantdrahtes. Dann machte sie sich an die Armschienen deren Längen in dreifacher Form zurechtgesägt wurden. Sie brauchte die drei Längen für den Oberarm. das Ellenbogengelenk und den Unterarm. Auch diese wurden auf die richtige Dicke ausgehöhlt und dann fixiert. Dann erhob sie sich und schwankte auf das Bad zu mühseelig die Worte sprechend und sich reinigend. Sie war versucht länger als nötig in dem warmen Wasser zu verweilen raffte sich aber dennoch auf sich an die letzten Stücke zu machen.
Erneut zog sie Knochen für die Beinschienen aus der Lauge. Den brennenden Schmerz nicht wirklich wahrnehmend tupfte sie die Knochen ab und sägte sie wie bei den Armschützen auf 3 Längen zurecht. Oberschenkel, Knie und Schienbein waren die Vorgaben dafür. Die Stücke liessen sich gut nd leicht zurechtschnitzen und passten sich der Form der Vorlage aus Holz perfekt an. Diese fixierte sie wieder mit dem Draht sich dann an eine mühseelige kleinarbeit zu machen. Die Handschuhe aus den Knochen gefertigt bedeutete für jedes Gelenk der Finger und auch für die Flächen exakte Längen zu sägen. Doch es war kaum Kraftaufwand mehr nötig so weit waren die Knochen vorgeweicht worden. Sie sägte alles zurecht höhlte die Fingerstücke aus sie auf die Holzhand pressend. Müde war sie und das forderte seinen Preis. Sie rutschte einige Male mit dem scharfen Skalpell ab und einmal grub es sich tief in ihre Handfläche ein. Sie brauchte einen Augenblick das zu realisieren dann verband sie die Wunde notdürftig mit einem Fetzen Stoff. Sie arbeite weiter bis alle entsprechenden Stücke auf dem Modell fixiert waren und schleppte sich anschließend zum Bad hinüber. Die Wunde brannte in dem Wasser doch es wusch sich auch alles heraus was zu einer Infektion führen könnte. Sie zog sich erschöpft aus dem Bad und sank dann unweit des Randes zusammen sofort tief einschlafend.
Erst spät erwachte sie am Morgen des vierten Tages und ihr war als fühle sie sich leicht, nicht wirklich anwesend. Dennoch begann sie mit dem Bad und wandte sich dann schlingernd der Arbeit zu. Sie nahm die Metallbarren und knipste mit starker Anstrengung Stücke davon ab sie gab nicht alles in den Schmelztiegel des Brenners den Rest würde sie für den letzten Tag aufbewahren. Doch wenn es ihr nun bereits schwer fiel die Stücke herabzutrennen würde es für sie am nächsten Tag viel schwerer werden.
Sie nahm die Knochen des Helms und der Armschienen von den Holzmodellen und begann sie mit einer feinen Feile abzuschleifen bis sie keinerlei Grat mehr aufwiesen. Dann zückte sie den Stechbeitel und bohrte Löcher in die Knochenenden. Abschließend legte sie die Stücke an die Modelle um sie später nicht zu verwechseln. Das Bad wartete auf sie und mehr aus dem schlechten Gewissen heraus nichts getrunken zu haben denn aus Hunger und Durst nahm sie ein paar Schlucke von dem Wasserkrug. Sich danach reinigend flüsterte sie erneut die Worte des Gebetes. Das selbe wie zuvor mit den Helmknochen begann sie mit dem Halsschutz vorzunehmen. Sie schliff alles fein und glatt und bohrte die Nahtlöcher vor. Dann kamen die Stiefel an die Reihe und auch hier achtete sie darauf das vor allem Innen nichts mehr kratzte. Dann entzündete sie den Brenner und überblickte ihren Arbeitsstand. Die Beinschienen und die Handschuhe fehlten und sie machte sich daran die Beinschienenknochen abzufeilen. Der Stechbeitel durchstieß die ausgehöhlten Knochen mit einem munteren „Klack“ bevor sie diese wieder um die Form legte.
Sie stand auf und ging auf das Bad zu wusch sich rein und untersuchte kurz die Wunde in der Handfläche. Die Wundränder waren zwar stark gerötet wohl von der Arbeit doch sie sah nicht zu sehr entzündet aus. Zufrieden verband sie sie wieder und kehrte dann an die Arbeit mit den Handschuhen zurück.
Konzentriert begann sie damit alle Fingerteile passend zu schleifen. Gerade hier war es wichtig das nichts den Bewegungsfluss der Finger bremste und somit den Emir in eine lebensbedrohliche Lage versetzte. Immer wieder fuhren ihre Fingerspitzen kritisch und prüfend über die Einzelteile. Es dauerte fast schon zu lange bis sie damit zufrieden war. Hier würde sie kein Metall zum verbinden benötigen. Stattdessen nahm sie den Diamantdraht doppelt und verband die einzelnen Stücke miteinander. Testend zog sie das fertige Stück über ihre eigene Hand und testete die Beweglichkeit aus. Dann wurde eine Schnalle an jeden Handschuh mit dem Draht befestigt damit sie sich schließen lassen würden. Dann erhob sie sich zum vorletzten Bad an diesem Tage und ein stechender Kopfschmerz raste durch ihre Stirn. Doch ohne zu zögern wusch sie sich gründlich und kehrte an die Arbeit zurück.
Dort zog sie den Brenner näher und tauchte den Pinsel in die Schmelze die Seiten der Knochen, die für den Helm bestimmt waren, bestreichend sie damit zusammenheftend. Erst danach vernähte sie mit dem Draht die Knochen zusätzlich und strich die Nähte mit der Legierungsschmelze ein. Eine Schnalle war dort nicht von Nöten denn der Helm würde sich von selbst am Kopfe halten.
Sie griff nach den Halsschutzknochen und verfuhr dort genau wie zuvor bei dem Helm. Zuerst die Knochen mit dem Metall zusammenheftend anschließend das Vernähen durch die kleinen Löcher. Zum schluss bestrich sie die Nähte und ließ Schnallen sich in die Öffnung einfügen. Dann erst stellte sie den brenner ab und ging zur letzten Waschung des vierten Tages über. Der Kopfschmerz begleitete sie weiterhin und als sie mehr rein instinktiv nach dem Wasser griff würgte es sie. Dennoch zwang sie sich den Krug zu leeren bevor sie sich neben den Arbeitsmaterialien niederlegte.
Träume von kühlen Orten, von Salzigen Speisen und frischen Früchten liessen sie mehr als einmal unruhig erwachen. Früher als an jedem anderen Tag raffte sie sich auf und stellte den Brenner an einige Metallbrocken in den Tiegel gebend. Dann erst wendete sie sich zum Bad stolpernd in das Wasser sinkend. Übelkeit uberkam sie und der Kopfschmerz schiehn sich zu einem drängenden Pochen zu wandeln. Die Wunde der Hand schien ihr röter als am Tag davor doch sie dachte nicht weiter darüber nach. Sie flüsterte weiter die Gebete für die Rüstung vor sich her als sie die Arm und Beinschienen auf die Art wie am Tag zuvor den Helm und den Halsschutz zu bearbeiten. Nur verband sie die Knochen der Oberarme miteinander dann die des Ellenbogens. Die des Unterarmes und der Schienbeine. Dann folgte das Kniegelenk und der Oberschenkel. Bis sie schlussendlich 12 Stücke vor sich liegen hatte. Diese verband sie reinweg wie bei den Fingern mit dem Draht damit sie bweglich blieben. Schnallen sorgten dafür das sie später nicht verrutschten beim Anlegen.
Das zweite Bad nehmend kam es ihr vor als wäre jemand im Raume. Hastig blickte sie sich um doch es war nie jemand tatsächlich zu erblicken.
Sich immernoch zweifelnd umschauend machte sie mit den Stiefeln weiter. Diese sorgsam vorbereitend und mit dem Metall bestreichend. Erneut folgte der Draht und die Benetzung der Nahtstellen. Sie brauchte hierfür mehr Schnallen als zuvor bei den Beinschützen damit sie richtig sitzen würden. Dann gab sie den Rest des Metalles in den Schmelztiegel und machte sich ans Bad.
Nun bereits stützte sie sich recht oft am Boden ab und die Müdigkeit uberfiel sie liess sie im warmen Wasser dann kurz einnicken. Doch sie erwachte erschrocken und flüsterte weiterhin das Gebet als sie das Wasser dann verließ.
Nun würde das folgen was die Stücke perfekt machte und sie griff nach dem Pinsel in der Schmelze bestrich den Helm sorgfältig innen und aussen mit dem flüssigen Metall. Mehr als einmal verbrannte sie sich an dem Tiegel bis sie den Helm die Handschuhe und den Halsschutz eingestrichen hatte.
Dann krabbelte sie auf allen Vieren zum Bad sich säubernd. So war auch ihr Rückweg recht kraftlos doch Kraft würde sie nun keine große mehr benötigen um die restlichen Rüstungsteile zu bestreichen. Ein Tropfen des flüssigen Legierunssaftes fiel auf ihren Oberschenkel und sie beobachtete ihn bevor sie nur dumpf den Schmerz fühlte. Die Brennerflamme löschend schloss sie ihr Handwerk ab und kroch auf das Wasser zu. Dort noch schlief sie das Gebet murmelnd ein. Allein Eluive schien sie davor zu schützen darin zu versinken und somit zu ertrinken.
Die Augen öffnend blickte sie sich um undfühlte die Müdigkeit immer noch bleiernd, allein beim Bewegen des Kopfes schwindelte ihr derart das ihr fast erneut übel wurde. Dennoch krabbelte die junge Schneiderin aus dem Badewasser und schrie leise auf als sie die Hand belastete. Sie schleppte sich zur Treppe des Harems hin und dort zu der Türe der Eunuchen. Ihr war nicht einmal mehr bewusst das sie ohne Kleidung auf dem Boden herumkroch. Als sie sich aufrichten wollte um nach der Klinke zu greifen sakte sie gegen die Tür. Diese wurde geöffnet und einer der älteren Eunuchen blickte erschrocken auf die Haremsdame. Dann hob er sie behutsam auf seine Arme trug sie zu der Schlafstätte und legte sie dort ab. Dann wetzte er los einen Heilkundigen oder die Erhabene selbst zu holen.
Sie blickte auf. Was war das ein Licht? So strahlend voller Wärme und es breitete sich aus von einem Punkt ausgehend der ihr näherkam. Die Monster wichen vor dem Licht zurück sie konnte es fühlen. Es war ein Mann? Ja ein Mann kam dort auf sie zu und je näher er kam umso mehr konnte sie erkennen. Die königlichen Gesichtszüge, die anmutige Gestallt, den wundervollen bronzenen Ton der Haut, die Augen. Diese Augen kannte sie fast schon mehr als ihre eigenen ein magisches blau wie die Tiefen des Meeres. Die Augen des Erhabenen dem sie diente. Seine Kleidung vom reinen Weiß des Salzes die behandschuhte Hand streckte sich nach ihr aus. Die Stimme flüsterte im süßesten Klang zu ihr.
Komm mein kleiner Vogel. Hab keine Angst ich bin bei dir.
Ohne Zögern griff sie nach der Hand ergriff sie...“
Sie erwachte. Schon wieder dieser Traum der sie jede Nacht besuchte. Nie endete es anders. Sie erzählte der alten Schneiderin davon und auch von der prachtvollen Rüste. Sie wusste der Erhabene besass keine solche. Die alte Frau nickte bedächtig. Sie liess einige Momente verstreichen ehe sie ihr von einem Dorf am anderen Ende menek'Urs berichtete. Dort war ein zweiter Hort der Tränen Eluives und dort so sagte sie, gäbe es die Kunst noch diese Rüsten strahlendweiß zu fertigen.
Munaya überlegte und bat kurz darauf den Erhabenen um eine Eskorte zu diesem Ort hin um ihre Fähigkeiten zu erweitern. Betrübt über ihren Wunsch von ihm zu gehen doch erfreut über den Lerndrang seiner Perle ließ er sie einen Tag später mit einigen Wachen ziehen.
Als sie heimkehrte war sie um einige Erfahrungen reicher die Träume hatten aufgehört nachdem sie beschlossen hatte eine solche Rüstung zu fertigen. Sie hatte gelernt wie man sie fertigte das Geheimniss was die strahlende Farbe ausmachte hatte sich ihr offenbart. Sie hatte auch die Dinge erhalten die sie dazu brauchte und nun ging sie zu der Erhabenen. Sie bat darum die Rohstoffe segnen zu lassen das Bad des Harems segnen zu lassen die Getränke die sie während der Herstellung zu sich nahm segnen zu lassen. Nichts durfte in dieser Zeit unrein und nicht der Mutter geweiht sein auch sie selbst nicht.
Als alle Vorbereitungen abgeschlossen waren zog sich die junge Schneiderin zurück. Sie würde in den folgenden fünf Tagen nichts anderes als Gebete sprechen während sie arbeitete. Allein gesegnetes Wasser würde sie trinken um rein zu bleiben. Kein Schmuck keine Kleidung sollte sie tragen in dieser Zeit. 5 Mal am Tag würde sie sich im gesegneten Badewasser waschen. Dies alles war notwendig da es sich um die Rüstung des Erhabenen von Eluive geküssten Emir handelte. Sie blickte über die aufgereihten Materialien und Arbeitswerkzeuge. Alles hatte den Segen Armaiti Omars erhalten.
Da lag alles Das kostbare Salz in zwei Formen. Rohsalzbrocken um den Panzer einzureiben der zuvor einem Skarabäen Schutz geschenkt hatte und das pulvrige Salz für die Salzlösung in der die Knochen vorgeweicht werden sollten. Eine große Schüssel mit Wasser für die Salzlösung. Die Pyrianbarren, die sie bereits von dem Dorf fertig mitgebracht hatte. Sie war bei der Fertigung der Barren dabeigewesen, hatte gesehen das diese einer Legierung gleichkamen. Sie schimmerten nur noch schwach rötlichso sehr war das Erz des Feuers mit Salzpulver vermischt worden. Die noch blutroten Knochen des Dämons lagen daneben. So auch der Panzer des gewaltigen feuerspeienden Käfers der Wüste, dem Skarabäus. Eine Nietenzange lag dabei um die Barren in handliche Stücke zu trennen, Nadeln aus Diamant dem härtesten Material, Fäden aus einer Eisendiamantmischung in Drahtform gegossen. Eine Knochensäge und kleinere Messer um die Knochen zu fomen und zu biegen. Scheren in der Form wie Zangen um den gewaltigen Panzer zurechtzuschneiden. Ein Pinsel die Legierung auf die Rüste zu streichen. Eine Raspel um Skarabäenpanzer aufzurauhen damit das Salz ihn färben konnte. Eine kleine Schale auf einem Brenner in der das Metall geschmolzen werden würde. Einige Holzschablonen in Form der Rüstungsteile die jedoch nur grob nicht fein gearbeitet waren. Ebenfalls Schnallen aus Metall die die Rüstung am Körper zusammenhalten würden wenn sie sich in diese gruben. Zum Schluss die Puppe, aus hartem Holz worauf die Rüstung gezogen werden würde um sie in Form zu bringen.
Sie nickte und begann mit dem Gebet das sie von nun an 5 Tage und Nächte ohne längere Unterbrechung flüstern würde.
„ Eluive , Schöpferin und Gebende, barmherzig ist dein Blick auf das von dir erwählte Volk gerichtet, warm umgibt es deine Liebe und streichelnd verteilen deine Hände den Segen über uns. Schenk mir den Mut, schenk mir das Geschick diesen Panzer aus den Gaben deines Herzens zu fertigen. Verleih im Wiederstand gegen jeden Unbill der deinem Auserwählten entgegentritt. Schütze den von dir geküssten damit gib ihm von deiner umfassenden Reinheit und deiner ewig währenden Kraft. Beschirme ihn, der sein Volk beschirmt.“
Mit diesen Worten stieg Munaya am Morgen des ersten Tages in das gesegnete Bad. Wusch sich pingelig genau und stieg hinaus um an die Arbeit zu gehen.
Ihre Hände maßen die genaue Menge des Pulversalzes Ab und ließen es in die Wasserschüssel fallen. Erst als es sich vollkommen gelöst hatte hielt sie inne es umzurühren. Dann legte sie zwei der Panzer in die Lösung um sie weich und biegsam zu machen. Immer wieder glitten die Finger über die Panzer prüften wie weit die Lösung bereits eingedrungen war.
Als er sich in der obersten Schicht leicht eindrücken ließ, nahm sie sie heraus und gab die Knochen der Dämonen hinein in die starke Lauge. Weiterhin das Gebet flüsternd tupfte sie die Panzer trocken und bettete sie auf ihrem blossen Schoße. Ihre Hand griff nach der Aufrauhraspel und mit den geübten Bewegungen rauhte sie die Oberfläche auf. Sie blickte darauf und nickte zufrieden die Panzer in der Lauge rein von Resten der Raspelarbeit zu waschen. Erst dann kam der wichtigste Teil der Rüstung und sie drückte die beiden Panzer um den Rumpf der Puppe. Die feinen Diamanteisendrähte schlang sie darum um sie zu fixieren. Sie würden darauf bleiben bis sie völlig getrocknet waren was ihnen die typische Form verleihen sollte. Dann erhob sie sich einen Schluck des Wassers nehmend das sie ausschlißlich trinken durfte in der Zeit der Herstellung. Dann ging sie zu dem Becken sich zu reinigen das zweite mal am Tage.
Danach würde der zweite Teil folgen. Sie griff frisch gereinigt zu den Salzbrocken um damit die aufgespannten Panzer abzureiben so das Salz und die Farbe einzuarbeiten. Sie arbeitete erst mit Vorsicht diese Art einen Panzer zu preparieren war ihr erst vor kurzem gezeigt worden. Dann wurden die kreisenden Striche fester fast schon drückte sie das Salz in den Panzer hinein. Kurz jedoch nicht unaufmerksam betrachtete sie die beiden Panzer dann zufrieden zu den Knochen blickend. Ein wenig noch dann würden auch sie sich für das Gerüst formen lassen. Sie griff also zu den Barren die aus der seltenen Legierung Salz Pyrian bestanden und teilte kleine Stücke mit einer Zange davon ab. Die Metallstückchen wanderten in die Schüssel am Brenner. Sie würden erst am Ende des ersten Tages geschmolzen werden. Sie spürte den Hunger nun drängend in ihrem Magen doch sie hieß das Gefühl willkommen, zeigte es ihr doch das sie einzig das Gefäß und das Werkzeug ihrer Arbeit war. Dennoch trank sie den ersten Wasserkrug leer um den Magen zu besänftigen. Dann erst erfolgte die dritte Waschung Munayas und nie vergass sie immerzu das Gebet aufzusagen. Dann ging es erneut daran den Panzer mit dem Salz einzureiben und erfreut stellte sie fest wie nach und nach die dunkle Ursprungsfarbe des Skarabäen verblich.
Sie prüfte auch die Feutigkeit der Panzer und nahm sie schließlich ab um die Puppe für die Knochen zulässig zu machen. Die Feuchten Knochen waren nun mit einiger Kraft zwar biegsam und leichter zu bearbeiten. Sie wusste das nun Schnelligkeit und Perfektion wichtig war. So nahm sie ein Messer zur Hand das Hauchfein und Scharf wie eine Rasierklinge geschliffen wurde. Sie schälte dünne überflüssige Schichten von den Knochen zersägte mit der Knochensäge einige sdie zulang schienen, um sie nach einem kurzen eintauchen in die Lauge auf die Puppe zu pressen. Sie fixierte die Knochen auf der Puppe mit dem feinen Draht. Erst wenn sie völlig getrockent wären könnte sie mit diesen weiterarbeiten. Der Tag war vorrangeschritten und sie erhob sich erneut um zu trinken und sich zu reinigen. Ihre Haut war 3 Waschungen am Tag gewöhnt doch diese würden nun deutlich überschritten werden. Auch das Einölen war ihr untersagt in dieser Zeit und bereits jetzt spannte sich die Haut austrocknend an ihrem Leib.
Dann ging sie zu den Panzern zurück diese ein weiteres Mal mit dem Salz einreibend, sie zu bleichen. Dann erst begann sie die Maße des Erhabenen mit einer kleinen festen Nadel in beide Panzer zu ritzen. Niemals würde sie diese Maße vergessen sie waren ihr bereits geläufiger als ihre eigenen. Dann prüfte sie die Trockenheit der festgezurren Knochen. Noch nicht ganz aber rechtzeitig würden sie zur Weiterverabrbeitung fertig sein. So machte sie an den Panzern weiter eine kleine Zange greifend die sie nutzte um die überflüssigen Panzerteile abzuknipsen. Nach und nach schälte sich die Form der Brust und des restlichen Torsos heraus und mit geschickten Bewegungen schliff sie diese fein und glatt dabei eine sehr feine Feile nutzend. Ein weiteres Mal wurde das Salz in die aufgerauhte Oberfläche gearbeitet die bereits einem Cremeton glich. Dann erst bohrte sie kleine feine Löcher hinein mit einem kleinen Stechbeitel arbeitend um danach den Draht hindurchziehen zu können. Als dies vollbracht war stellte sie den Brenner an um das Metall zu schmelzen. Sie griff nach dem Wasser die Lippen nicht mehr als zu benetzen. Nun würde sie die Knochen abnehmen um auch sie in die Form zu bringen und auch sie mit kleinen Löchern zu versehen. Fast striegelnd schliff sie die Knochen feilte und knipste daran herum bis sie sich passend in die Panzer schmiegten. Dann kam ein Moment des stillen Gebetes wobei sie mit einer Zange den Schmelztiegel von dem Brenner nahm. Nun war wieder Schnelligkeit gefragt denn das Metall würde sehr schnell abkühlen und sich mit dem Panzer verschmelzen. So goss sie die Hälfte des Metalles in die Innenteile der Panzerhälften und stellte die Tiegelschüssel wieder auf dem Brennerstativ ab. Konzentriert verteilte sie die angepassten Knochen auf dem flüssigen Metall der Panzerhälften schob sie so das die Löcher der Knochen über den Löchern der Panzerstücke lagen Als sie mit dem zweiten Panzer fertig ward war der erste bereits ausgekühlt und erhärtet was die Knochen fest mit dem Panzer verklebte. Aufatmend leerte sie einen Krug des Wassers und griff nach dem Draht un ihn mit feinen Stichen durch die kleinen Löcher zu ziehen.
Nachdem dies vollbracht war rieb sie erneut und das letzte Mal das Salz in die beiden Panzer ein. Diesesmal nahm dieser das strahlende Weiß aus ihren Träumen an. Ein letzter blick und sie griff zu einem Pinsel. Zügig tauchte sie diesen in das Metall und bestrich den gesamten Brustschutz mit der hellen Legierung. Erst dann kamen die Schnallen an beiden Seiten des Brustschutzes damit sie sich in den Rückenteil eingruben damit die Rüstung zusammengehalten würde. Erneut arbeitete sie dabei mit dem Diamantgarn sie zu befestigen und fixierte sie abschließend mit einigen Mengen des geschmolzenen Metalles.
Zufrieden ihr Werk betrachtend machte sie sich daran die letzte Waschung vorzunehmen. Sie legte sich neben den gesegneten Dingen ab um sich auszuruhen. Der quälende Hunger jedoch hielt sie noch einige Zeit wach bis sie schließlich das Gebet murmelnd einschlief.
Sie erwachte am zweiten Tag recht früh, der Hunger hatte sie geweckt. Dementsprechend griff sie als erstes nach dem gesegneten Wasser davon einen der Krüge leerend. Daraufhin wandte sie sich dem ersten Waschritus des Tages zu und begann damit das Gebet zu sprechen. Das Becken verlassend machte sie sich daran die Salzlösung für den Schild herzustellen. Erneut erst als sich die Lösung vollständig klar zeigte bettete sie den letzten Skarabäenpanzer in dieser. Dann nahm sie die beötigten Dämonenknochen zur Hand und legte sie bereit. Ihre Hände zitteren ein wenig woraufhin sie diese einige Zeit lang rieb um die Durchblutung anzukurbeln. Mit der Zange begann sie einen Barren des Pyrian-Eisengemisches in kleine Teile zu spalten. Die kleinen Stücke ließ sie in die auf dem Brennergestell ruhende Schale gleiten. Dann erst testete sie den Zustand des eingeweichten Panzers und nickte zufrieden diesen herausziehend. Nahm die Aufrauhraspel zur Hand und begann die eingeweichte Oberfläche zu bearbeiten. Die Arbeit tat ihren Händen gut und zielstrebig rauhte sie die Oberfläche auf um es aufnehmbar für das Rohsalz zu machen. Dann spülte sie die reste in der Lauge ab bevor sie den Panzer auf die Holzvorlage für Schilde presste und mit dem Diamantdraht fixierte. Dann legte sie die Dämonenknochen in die Beizlauge. Sie wären als nächstes im Einweichprozess begriffen. Dann erst erhob sie sich und ging auf das Bad zu sich zu reinigen. Erst danach begann sie den Panzer das erste mal mit dem Salz abzureiben was ihn bleichen sollte. Sorgfältig strichen ihre Hände mit dem Rohsalzbrocken über die aufgerauhte Fläche. Danach prüfte sie wie weit bereits die Knochen zu biegen waren und da dies noch nicht ganz soweit schien, wandte sie sich erneut dem Panzer zu um dessen Trockenheit zu prüfen. Erneut nagte der Hunger in ihren leeren Eingeweiden und sie stillte ihn an dem geweihten Wasser. Noch vor der Mittagsreinigung strich sie erneut Salz in den Schildpanzer ein. Fast schienen ihr ihre Handflächen genauso rauh wie der Panzer als sie sie kurz betrachtete. Doch unweigerlich ging sie in das Bad sich von allem reinzuwaschen. Als sie zurückkehrte waren die Knochen soweit zu biegen um sich der Schildform anzupassen. So löste sie den Panzer von der Form und begann die Knochen zurechtzusägen. Sie presste diese erst nach dem Zurechtschnitzen auf die Grundform und befestigte sie mit den Drähten. Erneut griff ihre Hand nach dem Wasserkrügen sich den Hunger wegtrinkend. Danach rieb sie den baldigen Schild mit dem Rohsalz ab. Das Gebet weiterflüsternd zog sie mit einem Beitel die Form des Schildes auf den Panzer. Nahm die Kneifzange zur Hand und brach die überflüssigen Teile davon ab. Dann tastete sie die Trockenheit der Knochen ab und beschloss zuerst die Löcher in den Schild zu bohren. Rundherum versah sie ihn mit den feinen Löchern die dafür gedacht waren später den Panzer mit den Knochen durch Draht zu verbinden. Dann erst griff sie nach einem Knochenstück um daraus den Haltegriff für den Schild zu formen. Mit geübten Bewegungen schliff sie den Knochen und passte diesen der Handform des Erhabenen an. Auch hier bohrte sie Löcher in die Enden um danach mit viel Draht und einigen Tropfen des Metalles die Knochen zu verschmelzen. Dann entzündete sie den Brenner und machte sich auf das vorletzte Bad des Tages zu nehmen. Als sie an den Arbeitsplatz zurückkehrte schwindelte ihr und sie atmete tief durch Wasser zu sich nehmend bis es wieder vergangen war. Dann löste sie die Knochen von der Schildform feilte und schliff sie glatt. Dann bohrte sie die Nahtlöcher in die Enden und blickte anschließend zu dem Brennergestell. Bevor sie jedoch das geschmolzene Metall auf die Innensteite des Panzers goß rieb sie dessen Oberfläche wieder mit dem Salz ein. Dann goss sie die Hälfte des Metalles auf die Innenfläche des Panzers und drückte die Knochenstücke so darauf das die Löcher übereinanderlagen. Noch während das metall abkühlte nahm sie den Draht und verband die zwei Komponenten mit festen Stichen miteinander. Dann hielt sie inne ihr Werk begutachtend und griff das letzte Mal zu dem Rohsalz den Schild damit reinweiß zu färben. Erst danach befestigte sie den Knochengriff an dem Schild und fixierte ihn mit mehreren Tropfen des Metalles sorgfältig. Ein kurzes Ein- und Ausatmen dann begann sie mit dem Pinsel den gesammten Schild mit der Pyriansalzmischung zu bestreichen. Dann erst stellte sie es zum völligen Auskühlen auf. Ein zweites Stück war geschaffen aber noch war sie für diesen Tag nicht fertig. Eine weitaus kräftigere Lauge mischte sie zusammen und bettete die restlichen Dämonenknochen in diese. Sie würden über Nacht einweichen um am nächsten Morgen so weich zu sein ausgehöhlt zu werden. Dann erst trank sie sich satt und begab sich in das Bad. Ihre Haut spannte protestierend und sie presste kurz die Lippen zusammen. Dann kehrte sie zu den Arbeitsmaterialien zurück und entdeckte den noch brennenden Brenner. Das Gebet sprechend löschte sie die Flamme und legte sich nieder um sofort einzuschlafen.
Am Morgen des dritten Tages wurde sie durch ein krampfhaftes Zusammenziehen des Magens geweckt. Keuchend wartete sie inständig betend bis es wieder nachließ. Sie erhob sich daraufhin zum Bade und stellte fest wie sich ihre eigene Haut bereits in weißen Flöckchen vom Körper schälte. Dennoch machte sie sich daran das Unreine abzuwaschen. Heute würde sie die Knochen aus dem starken Laugebad nehmen und aushöhlen. Dann anschließend auf die Formen der restlichen Rüstungsteile pressen und fixieren. So machte sie sich an die Arbeit das Gebet murmelnd. Sie zog die Helmform heran und nahm die Knochen die sie dafür benötigte aus der Lauge. Es brannte an den Händen als sie diese berührte doch sie zuckte nur das erste mal zusammen. Sie sägte die Knochen zurecht und höhlte sie sorgfältig aus. Es wahr eine mühseelige Arbeit die einzelnen Stücke zurechtzubiegen und an der Form zu fixieren. Doch nachdem dies vollbracht war trank sie einen halben Krug Wasser und ging zur zweiten Waschung über. Nun achtete sie nicht mehr auf ihre Haut auch das Spannen war ihr gleichgültig geworden. Als sie daraufhin zum Platze zurückkehrte taumelte sie und sank unbeholfen auf die Knie. Dann nahm sie die Form der Stiefel zur Hand und fischte die dazugehöhrenden Knochen aus der Beize. Die Hände brannten nun wie Feuer als sie diese notdürftig abtupfte und erneut zurechtsägte. Mit einem Spatel das Ganze auszuhöhlen und zurechtzuschneiden stellte sich bereits schwiriger dar als die des Helmes. Dennoch presste und fixierte sie auch die Stücke auf den Formen bevor sie erneut zum Trinken ansetzte. Der Magen knurrte nicht mehr doch sie konnte nicht sagen wann er damit aufgehört hatte. Sie erhob sich zum Mittagsbad und fuhr dann daraufhin fort das Gebet sprechend die Knochen für den Hals und die Armschienen aus der Beizlauge zu holen. Der Halsschutz war leicht zurechtgesägt sie kannte den Hals ihres gelibten Emir zu genüge. Doch ob sie es wagen würde diesen mit ihren maltretieren Fingern zu berühren bezweifelte sie. Aushöhlend schählte sie Lagen von den Knochen ab. Und fixierte diese um die Schablone mit Hilfe des Diamantdrahtes. Dann machte sie sich an die Armschienen deren Längen in dreifacher Form zurechtgesägt wurden. Sie brauchte die drei Längen für den Oberarm. das Ellenbogengelenk und den Unterarm. Auch diese wurden auf die richtige Dicke ausgehöhlt und dann fixiert. Dann erhob sie sich und schwankte auf das Bad zu mühseelig die Worte sprechend und sich reinigend. Sie war versucht länger als nötig in dem warmen Wasser zu verweilen raffte sich aber dennoch auf sich an die letzten Stücke zu machen.
Erneut zog sie Knochen für die Beinschienen aus der Lauge. Den brennenden Schmerz nicht wirklich wahrnehmend tupfte sie die Knochen ab und sägte sie wie bei den Armschützen auf 3 Längen zurecht. Oberschenkel, Knie und Schienbein waren die Vorgaben dafür. Die Stücke liessen sich gut nd leicht zurechtschnitzen und passten sich der Form der Vorlage aus Holz perfekt an. Diese fixierte sie wieder mit dem Draht sich dann an eine mühseelige kleinarbeit zu machen. Die Handschuhe aus den Knochen gefertigt bedeutete für jedes Gelenk der Finger und auch für die Flächen exakte Längen zu sägen. Doch es war kaum Kraftaufwand mehr nötig so weit waren die Knochen vorgeweicht worden. Sie sägte alles zurecht höhlte die Fingerstücke aus sie auf die Holzhand pressend. Müde war sie und das forderte seinen Preis. Sie rutschte einige Male mit dem scharfen Skalpell ab und einmal grub es sich tief in ihre Handfläche ein. Sie brauchte einen Augenblick das zu realisieren dann verband sie die Wunde notdürftig mit einem Fetzen Stoff. Sie arbeite weiter bis alle entsprechenden Stücke auf dem Modell fixiert waren und schleppte sich anschließend zum Bad hinüber. Die Wunde brannte in dem Wasser doch es wusch sich auch alles heraus was zu einer Infektion führen könnte. Sie zog sich erschöpft aus dem Bad und sank dann unweit des Randes zusammen sofort tief einschlafend.
Erst spät erwachte sie am Morgen des vierten Tages und ihr war als fühle sie sich leicht, nicht wirklich anwesend. Dennoch begann sie mit dem Bad und wandte sich dann schlingernd der Arbeit zu. Sie nahm die Metallbarren und knipste mit starker Anstrengung Stücke davon ab sie gab nicht alles in den Schmelztiegel des Brenners den Rest würde sie für den letzten Tag aufbewahren. Doch wenn es ihr nun bereits schwer fiel die Stücke herabzutrennen würde es für sie am nächsten Tag viel schwerer werden.
Sie nahm die Knochen des Helms und der Armschienen von den Holzmodellen und begann sie mit einer feinen Feile abzuschleifen bis sie keinerlei Grat mehr aufwiesen. Dann zückte sie den Stechbeitel und bohrte Löcher in die Knochenenden. Abschließend legte sie die Stücke an die Modelle um sie später nicht zu verwechseln. Das Bad wartete auf sie und mehr aus dem schlechten Gewissen heraus nichts getrunken zu haben denn aus Hunger und Durst nahm sie ein paar Schlucke von dem Wasserkrug. Sich danach reinigend flüsterte sie erneut die Worte des Gebetes. Das selbe wie zuvor mit den Helmknochen begann sie mit dem Halsschutz vorzunehmen. Sie schliff alles fein und glatt und bohrte die Nahtlöcher vor. Dann kamen die Stiefel an die Reihe und auch hier achtete sie darauf das vor allem Innen nichts mehr kratzte. Dann entzündete sie den Brenner und überblickte ihren Arbeitsstand. Die Beinschienen und die Handschuhe fehlten und sie machte sich daran die Beinschienenknochen abzufeilen. Der Stechbeitel durchstieß die ausgehöhlten Knochen mit einem munteren „Klack“ bevor sie diese wieder um die Form legte.
Sie stand auf und ging auf das Bad zu wusch sich rein und untersuchte kurz die Wunde in der Handfläche. Die Wundränder waren zwar stark gerötet wohl von der Arbeit doch sie sah nicht zu sehr entzündet aus. Zufrieden verband sie sie wieder und kehrte dann an die Arbeit mit den Handschuhen zurück.
Konzentriert begann sie damit alle Fingerteile passend zu schleifen. Gerade hier war es wichtig das nichts den Bewegungsfluss der Finger bremste und somit den Emir in eine lebensbedrohliche Lage versetzte. Immer wieder fuhren ihre Fingerspitzen kritisch und prüfend über die Einzelteile. Es dauerte fast schon zu lange bis sie damit zufrieden war. Hier würde sie kein Metall zum verbinden benötigen. Stattdessen nahm sie den Diamantdraht doppelt und verband die einzelnen Stücke miteinander. Testend zog sie das fertige Stück über ihre eigene Hand und testete die Beweglichkeit aus. Dann wurde eine Schnalle an jeden Handschuh mit dem Draht befestigt damit sie sich schließen lassen würden. Dann erhob sie sich zum vorletzten Bad an diesem Tage und ein stechender Kopfschmerz raste durch ihre Stirn. Doch ohne zu zögern wusch sie sich gründlich und kehrte an die Arbeit zurück.
Dort zog sie den Brenner näher und tauchte den Pinsel in die Schmelze die Seiten der Knochen, die für den Helm bestimmt waren, bestreichend sie damit zusammenheftend. Erst danach vernähte sie mit dem Draht die Knochen zusätzlich und strich die Nähte mit der Legierungsschmelze ein. Eine Schnalle war dort nicht von Nöten denn der Helm würde sich von selbst am Kopfe halten.
Sie griff nach den Halsschutzknochen und verfuhr dort genau wie zuvor bei dem Helm. Zuerst die Knochen mit dem Metall zusammenheftend anschließend das Vernähen durch die kleinen Löcher. Zum schluss bestrich sie die Nähte und ließ Schnallen sich in die Öffnung einfügen. Dann erst stellte sie den brenner ab und ging zur letzten Waschung des vierten Tages über. Der Kopfschmerz begleitete sie weiterhin und als sie mehr rein instinktiv nach dem Wasser griff würgte es sie. Dennoch zwang sie sich den Krug zu leeren bevor sie sich neben den Arbeitsmaterialien niederlegte.
Träume von kühlen Orten, von Salzigen Speisen und frischen Früchten liessen sie mehr als einmal unruhig erwachen. Früher als an jedem anderen Tag raffte sie sich auf und stellte den Brenner an einige Metallbrocken in den Tiegel gebend. Dann erst wendete sie sich zum Bad stolpernd in das Wasser sinkend. Übelkeit uberkam sie und der Kopfschmerz schiehn sich zu einem drängenden Pochen zu wandeln. Die Wunde der Hand schien ihr röter als am Tag davor doch sie dachte nicht weiter darüber nach. Sie flüsterte weiter die Gebete für die Rüstung vor sich her als sie die Arm und Beinschienen auf die Art wie am Tag zuvor den Helm und den Halsschutz zu bearbeiten. Nur verband sie die Knochen der Oberarme miteinander dann die des Ellenbogens. Die des Unterarmes und der Schienbeine. Dann folgte das Kniegelenk und der Oberschenkel. Bis sie schlussendlich 12 Stücke vor sich liegen hatte. Diese verband sie reinweg wie bei den Fingern mit dem Draht damit sie bweglich blieben. Schnallen sorgten dafür das sie später nicht verrutschten beim Anlegen.
Das zweite Bad nehmend kam es ihr vor als wäre jemand im Raume. Hastig blickte sie sich um doch es war nie jemand tatsächlich zu erblicken.
Sich immernoch zweifelnd umschauend machte sie mit den Stiefeln weiter. Diese sorgsam vorbereitend und mit dem Metall bestreichend. Erneut folgte der Draht und die Benetzung der Nahtstellen. Sie brauchte hierfür mehr Schnallen als zuvor bei den Beinschützen damit sie richtig sitzen würden. Dann gab sie den Rest des Metalles in den Schmelztiegel und machte sich ans Bad.
Nun bereits stützte sie sich recht oft am Boden ab und die Müdigkeit uberfiel sie liess sie im warmen Wasser dann kurz einnicken. Doch sie erwachte erschrocken und flüsterte weiterhin das Gebet als sie das Wasser dann verließ.
Nun würde das folgen was die Stücke perfekt machte und sie griff nach dem Pinsel in der Schmelze bestrich den Helm sorgfältig innen und aussen mit dem flüssigen Metall. Mehr als einmal verbrannte sie sich an dem Tiegel bis sie den Helm die Handschuhe und den Halsschutz eingestrichen hatte.
Dann krabbelte sie auf allen Vieren zum Bad sich säubernd. So war auch ihr Rückweg recht kraftlos doch Kraft würde sie nun keine große mehr benötigen um die restlichen Rüstungsteile zu bestreichen. Ein Tropfen des flüssigen Legierunssaftes fiel auf ihren Oberschenkel und sie beobachtete ihn bevor sie nur dumpf den Schmerz fühlte. Die Brennerflamme löschend schloss sie ihr Handwerk ab und kroch auf das Wasser zu. Dort noch schlief sie das Gebet murmelnd ein. Allein Eluive schien sie davor zu schützen darin zu versinken und somit zu ertrinken.
Die Augen öffnend blickte sie sich um undfühlte die Müdigkeit immer noch bleiernd, allein beim Bewegen des Kopfes schwindelte ihr derart das ihr fast erneut übel wurde. Dennoch krabbelte die junge Schneiderin aus dem Badewasser und schrie leise auf als sie die Hand belastete. Sie schleppte sich zur Treppe des Harems hin und dort zu der Türe der Eunuchen. Ihr war nicht einmal mehr bewusst das sie ohne Kleidung auf dem Boden herumkroch. Als sie sich aufrichten wollte um nach der Klinke zu greifen sakte sie gegen die Tür. Diese wurde geöffnet und einer der älteren Eunuchen blickte erschrocken auf die Haremsdame. Dann hob er sie behutsam auf seine Arme trug sie zu der Schlafstätte und legte sie dort ab. Dann wetzte er los einen Heilkundigen oder die Erhabene selbst zu holen.