Seite 1 von 1

Werdegang eines Feldarztes - Timoth Vaasai

Verfasst: Samstag 22. September 2007, 05:31
von Timoth Vaasai
Lenzing 211;
Ein lautes, schrilles, Säuglingsgeschrei dringt aus der Holzhütte am Tannenwäldchen, durch die anliegende Gasse und ans Ohr der Nachbarn. Nicht viele waren zu ihrer Niederkunft gekommen, gerade einmal ein Mütterchen das sich als Amme betätigt, und die Waschweiber die vorm Fenster lauschen, um als erstes die Nachricht herumzutratschen: "Sie hat ihren Bastard geworfen".
Tatsächlich ist das Leben in einem Bergdorf nicht halb so idyllisch wie es
sich der vorstellt der zu einer Wanderung aufbricht, und auch die Annahme
man hülfe sich gegenseitig ist nur solange richtig, wie es sich um Hilfe
handelt mit der man sich brüsten könnte.
So startete Timoth ohne Vater, und skeptisch beäugt von vielen Dörflern, in sein Leben im Bergdorf Goldaue. Seine Mutter, einstmals Magd, wurde vom Hof gejagt als man sie nichtmehr zur Arbeit gebrauchen konnte.
Auch wenn das für sie hieß in der alten, vermoderten, Forsthütte am Waldrand zu wohnen, und - wenn nicht ein Dorfbewohner sich zu einer kleinen Gabe erbarmte - sich von Wurzeln, Beeren und Kleintieren zu ernähren; das Bündel mit ihrem Sohn, mit den strahlend blauen Augen und den wirren ersten schwarzen Haaren auf dem Kopf, im Arm hätte sie sich jederzeit wieder für die Entbehrungen entschieden.
Mit dem Ende des Lenzing kam immer mehr das Grün wieder zum Vorschein, und Mitte des Wechselwindes war auch das letzte bisschen Schnee getaut. Nach und nach fanden sich hier und da ein Schafsfell, oder ein grobes Leinentuch aus dem sie sich ein Reisigbett decken konnte, und die Hütte wurde dem kleinen, herumkrabbelnden, Timoth zur Heimat. Die Tage verbracht er zumeist, auf den Rücken seiner Mutter gebunden, im Wald wo sie nach Kräutern, Gräsern, und Essbarem suchte.

Searum 214;
In dem Maße, in dem der Junge die anderen Dörfler aus seinen wachen Augen anschaute, und anplapperte, wurde er auch, freilich nicht von jedem, als lebenswerter Mensch, und nichtmehr nur als 'der Bastard', akzeptiert. In den Wintern wurden er und seine Mutter, vornehmlich von den anderen Frauen des Dorfes und heimlich, mit versorgt, in den Sommern wurde er zu den anderen Kindern des Dorfes gepackt während seine Mutter für andere Familien das Haus und die Wäsche machte. Es war harte Arbeit, aber es war auch gute Arbeit, und der kleine Fratz musste keinen Hunger leiden.
So zogen die Jahre ins Land, aus dem Kleinkind wurde ein Junge, mit langem gelockten schwarzen Haar und einem stets frechen Grinsen auf den Lippen.
Nach wie vor ging er oft mit seiner Mutter in den Wald, half ihr beim Pilze
sammeln, oder verstaute - mit stolzgeschwellter Brust - die Kräuter und
Wurzeln die sie auflas. Ja, er war sicher der kräuterkundigste Siebenjährige in Goldaue. Er wusste nicht wie sie heißen, wofür sie gut sind, oder wie man sie lagert - aber einpacken, ja das konnte er sie.
Wenngleich Timoth mit den anderen Kindern spielen durfte, und das Leben für ihn ein großes, spaßiges, Abenteuer war, so holte ihn im Jahre 224 seine Vergangenheit wieder ein: Was die Dorfweiber gerne vergaßen, und was für ihn und seine Altersgenossen wohl selbst mit einer Erklärung unverständlich gewesen wäre, er war nun einmal ein Bastard. Und einen Bastard in die Lehre zu nehmen, das war den Meistern des Dorfes doch nicht geheuer. Nicht dass er es auf die Stirn geschrieben hätte, doch wagte niemand in der nächst größeren Stadt Waren zu verkaufen, die 'so jemand' gefertigt hätte. Nein, Timoth war nicht unterzubringen.
Das hat ihn, für sich genommen, nun auch weiter garnicht getroffen: Es gab, auch wenn es wenig war, genug zu essen, das Dach der Hütte hatten sie erst unlängst mit Stroh gestopft - was hätte er da auch in der Schmiede stehen, und an der Esse schwitzen wollen? Was die Bedeutung von Gold anbelangt legte er die Naivität eines Jungen an den Tag, der nie welches gesehen hat, noch wüsste wofür man es jenseits des eigenen Dorfes brauchen könnte.
Es darf also nicht verwundern dass ihn seine, selber in die Jahre gekommene und durch das ungesunde Lager in der Hütte - das bessere Nachtlager hatte stets er - kränkelnde, Mutter weiterhin unter ihre Fittiche nahm. Jedoch war es fortan für ihn nichtmehr damit getan lediglich die Kräuter zu sammeln, er musste auch lernen wie sie heißen, schmecken, ob sie giftig oder heilsam sind. Es war nicht viel was sie ihn lehren konnte, einige Tees, und einfache Salben wenn sie im Dorf Fett zum Einkochen bekam. Doch dafür gab sie ihm etwas anderes, viel wichtigers, mit auf den Weg: Sie hatte seine Neugier entfacht.

Im Alatner 226 starb seine Mutter, im letzten Winter den sie noch hätten
gemeinsam verbringen wollen. Seine Freunde hatten inzwischen soweit gelernt, dass sie den ganzen Tag schufteten, oder mit ihren Meistern hinaus in die Stadt auf die Märkte fuhren. Auf der einen Seite war es für Timoth unbefriedigend, zu sehen wie sie auszogen, die Jungen mit denen er so viele Jahre lang gemeinsam die Zeit verbrachte. Auf der anderen Seite hatte er, der kecke Kerl mit den wallenden schwarzen Locken nach seinen Lehrstunden am mütterlichen Herd oder auf der Waldlichtung Zeit sich den jungen Mägden des Dorfes zuzuwenden - was des öfteren auf der Waldlichtung, seltenst jedoch am Herd endete. Ja er balgte gerne mit ihnen herum, die ersten Küsse, die ersten Intimitäten... und die kräftigen Backpfeifen wenn sie erwischt wurden.
Davon würde er bald Abschied nehmen müssen, wenn er in die Stadt geht. Im Dorf wollte er nicht bleiben, und wenn der Schnee getaut wäre, dann wollte er sich auf den Weg die Passstraße hinunter in die große Stadt machen. So recht groß war die Stadt zwar grade nicht, wenn man jedoch 16 Jahre in einem Dorf von 80 Leuten verbracht hat, dann ist man bei den Maßstäben recht eigen.

Eisbruch 227;
Der Frühjahr kam dieses Jahr früher als erwartet, so dass Timoth noch vor
seinem Geburtstag seine Sachen zusammensuchen konnte: Der Lederbeutel in dem die Mutter die Kräuter trug, ein Dolch, ein Schneidebrett, und die einfachen Sackleinen die er am Körper trug. Über die Schultern hatte er sich das alte Schafsfell geworfen, dass ihm seit einigen Jahren als Bett diente, in einem Stoffbeutel einige Lebensmittel die man ihm mit auf den Weg gab.
So zog er aus dem Dorf, erst zögerlich, dann immer festeren Schrittes, über den kleinen Hügel und um die Feselformation auf den Abstieg zu. Ein letzter Blick auf die Holzhütte, in der wohl jedermann außer ihm nur einen
überwucherten Bretterhaufen gesehen hätte, und er trennte sich von seiner Heimat; Schritte und Blick vorwärts gerichtet.

Searum 231;
Timoth schwitzte nicht schlecht, als er den Handkarren über den staubigen
Lehmpfad aus der Seitengasse auf die einfache Pflasterstraße, und über diese zum Marktplatz schob. Es war ein heißer Sommer, und der Herbst versprach kaum Linderung. Ja, der Schweiß rann ihm in Strömen die feinen Wangen herunter.
Mit dem einfachen Taschentuch wischte er ihn zeitweise Weg, von
dauererhafter Wirkung war diese kleine Eitelkeit, jedoch nicht. Auf dem Leib trug er einfache Baumwollkleidung, dünn und in einem satten grün gefärbt. Die konnte er sich heute leisten, so wie das kleine Zimmer, mit einer herrlichen Matratze aus Stroh und sogar einer Stoffdecke, und seinen
Handkarren. Es war nicht viel, was er den Stadtbewohnern bieten konnte, doch er hatte schnell gelernt wie er mit seinen Pfündchen zu wuchern hat:
Auf dem Wochenmarkt verkaufte sich der Tee fast wie von selbst, machte man den Menschen nur klar, dass es viel standesgemäßer sei den Gästen einen solchen, als schlichtes Wasser anzubieten... und teuer war Timoth nun wirklich nicht. Die Salben verkaufte er an die ansässigen Heiler. Zwar hörte er immerwieder, dass sie mehr als laienhaft seien und für mehr als Kratzer nicht taugten - aber daran wieviel sie ihm gaben konnte man abschätzen, wann sie besser wurden. Darüber dass man ihn über den Tisch zog dachte er garnicht einmal, er hatte ja ein feines Leben. Sein Tagwerk, die trockene Unterkunft, und wieder viele junge Damen um ihn herum, und wenn es mal eine Dirne war, dann war es auch noch gut. Ja, man kann sagen das Timoth sich an das Stadtleben gewöhnt hatte.

So ging es zwei weitere Jahre, ehe sich für ihn, an einem milden Sonnabend im Frühjahr, sein Leben grundlegend ändern sollte.
Das laute Gepolter von Hufen schwerer Pferde machte den Marktplatz bebend, eine helle Trompete erschallt und hallt noch lange durch die Gassen nach:
Reiter auf prächtigen Pferden blockieren die Straßen vom Marktplatz, hinter ihnen sieht man Gerüstete zu Fuß in den Gassen verschwinden. Fast vor Timoth, mit erschrocken weit aufgerissenen Augen, kommt ein Schlachtross zum Stehen, dessen Reiter in einer silbernen Vollrüstung eine Gewalt, und zugleich eine Majestät ausstrahlt, die er in seinem Leben noch nicht gesehen, nicht einmal zu erträumen gewagt hätte. Wer war dieser Mann?
Auf einen Wink hin entrollt der Reiter neben ihm, sein Ross ist kaum weniger prachtvoll, ein Pergament und liest es laut, mit getragener Bassstimme, vor:
"Höret, höret,

einberufen wird zur Heerschau, jeder Mann und jeder Knabe von 14 Jahren, auf dass er im Namen seines Fürsten in die Schlacht gegen den Feind ziehe.

Gegeben von seiner Durchlaucht,
Fürst Winnifried von Erlenbach, am 12. Cirmiasum 233."
Schlagartig bricht ein Tumult auf dem Makrtplatz aus, Geschrei und Geheule wohin man schaut. Mütter umklammern ihre Söhne, Männer rennen weg, und Soldaten stürmen auf den Platz um sie wieder einzufangen. Ohne recht zu wissen was hier vor sich geht sammelt Timoth schnell seine Habseeligkeiten ein, das Arbeitswerkzeug, ein paar Tontöpfchen, einige Kräuterbeutel... da hat ihn auch schon einer der Gerüsteten am Arm und zerrt ihn mit fort.

Zu der befürchteten Schlacht, anlässlich einer Grenzstreitigkeit, kam es
zwar nicht, doch der Fürst hielt die Landsknechte als stehendes Heer - nicht zu Unrecht, wie die Geschichte zeigen wird - bereit.
In der Zeit im Feldlager konnte Timoth, wenn auch eingeschränkt und unter dem Spott der anderen unfreiwilligen Kameraden, weiter seine Süppchen kochen, Tees mischen und ab und an auch Salben anrühren - die meisten hielten ihn wohl für einen Spinner.
Kurz vor dem Winter kam dann, einem der Ritter nach wohl sehr untypisch, eine versuchte Belagerung hätte man früher erwartet, doch noch der Tag, als die Späher den anrückenden Feind meldeten. Die Schwerter wurden noch einmal geschliffen, Lederwamse und Kettenhemden auf korrekten Sitz überprüft, man sprach sich selbst und den Kameraden Mut zu - Morgen würde es zur Schlacht kommen.
Der Tag der Schlacht begann mit einem absolut überflüssigen Weckruf - ein Auge hat eh niemand zugetan. Noch die Müdigkeit in den Knochen, und bang im Herzen, bezogen die Ritter, Soldaten und Landsknechte Stellung auf dem Schlachtfeld.

***

Um ihn herum Geschrei, Blut, Schlachtenlärm als Metall auf Metall prallt. Wo er sein Schwert gelassen hat wusste Timoth nicht, auch nicht wessen Rock er da zerrissen hatte, doch nun kniete er neben diesem Jungen, er hieß Julian, und wickelte ihm feste die Stoffstreifen um die klaffende, blutströmende Wunde die ihm der Speer in die Wade gebohrt hatte. Er raunte ihm noch etwas wie "Bleib liegen, ganz ruhig" zu, ehe er in gebückter Haltung unter dem Pfeilhagel hindurch zu den nächsten Kameraden am Boden huschte. Tot. Tot. Tot... nein Moment, er röchelt noch. Aber mit dem Schnitt im Hals? Weiter, nur weiter... ah, der hier... ganz offenbar war mit dem Arm etwas nicht in Ordnung, der war ja in zwei Richtungen gebogen. Mit einem Gesicht als fühle er den Schmerz des Mannes, er hätte sein Großvater sein können, mit richtet er den Arm, legt ihn auf dem Kurzschwert ab und wickelt es feste an den Arm.
Das hatte er einmal bei einem Jungen in der Stadt gesehen, als er gerade
beim Heiler saß. Es war keine Holzbohle, aber es müsste gehen, was anderes hatte er ja ohnehin nicht da.
Eine Hand packt ihn an der Schulter, panisch fährt er herum, und blickt in
ein bekanntes Gesicht. "Ruhig, ruhig Junge... es ist vorbei, die Schlacht
ist vorbei". Es war der Ritter, der ihn damals zur Heerschau mitnehmen ließ, der anordnete ihn unter Waffen zu nehmen im Namen des Fürsten. Und tatsächlich, als er sich langsam aufrappelte sah er das ganze Ausmaß der Schlacht: Er selbst blutüberströmt, um ihn herum Leichen, Verstümmelte, Überlebende. Nur eine Handvoll Männer war auf Seiten des Fürsten stehengeblieben, die Streitmacht des Angreifers wurde restlos geschlagen.

Hätte man ihn lediglich gefragt - vielleicht hätte er abgelehnt. Jedoch war
es weniger ein Angebot, als eine Order die der Offizier ihm überbrachte:
Timoth wurde, auf Anweisung des Ritters von der kämpfenden Truppe
ausgesondert, durfte seine Waffen abgeben, und wurde mit sauberen Bandagen ausgestattet. Er sollte fortan am Rande des Schlachtfeldes, bei den Priestern, warten bis nach der Schlacht, und sich der Verwundeten annehmen.
Der Sold war gering, aber immernoch besser als das was er in der Stadt
verdient hätte - und vorallem würde er hier wohl nicht in der Schlacht
sterben, was ihm nicht unrecht war.

Wechselwind 245;
Über eine Dekade war es bereits her, dass er ins Heer berufen wurde. Längst hatte sein Lehnsherr gewechselt, und er war aus dem Dienst wieder entlassen worden, gezeichnet von den Jahren, der Witterung und dem vielen Leid das er gesehen, und nur einen Bruchteil davon hat lindern können.
Timoth war mehr als nur erwachsen, er war gereift. Das Haar zeigte die
ersten grauen Strähnen, und wenn er nach dem langen Tag den er den Heilern in der Stadt zur Hand ging nach Hause kam, dann waren seine Augen oft müde, das kindliche Lachen im Blick hatte vornehmlich, wenn er einen schlechten Witz erzählte, einen Patienten Linderung verschaffen konnte, oder wenn er an die unbeschwete Jungend in Goldaue dachte - und an die Backpfeifen. Mit der Liebe hatte es bei ihm unterdessen weniger gut funktioniert als mit der Ausbildung: Aus ihm war ein passabler Heiler geworden - zumindest wenn es darum ging Brüche zu schienen, Wunden zu nähen und Entzündungen zu behandeln. Da sein Umgang zunehmend auch Bürgerschaft und niederen Adel umfasste entschied er einen Nachnamen zu führen. Ob er eigentlich einen hatte wusste er nicht, noch hätte er sich erklären können wofür man einen bräuchte - also ließ er seiner Phantasie freien Lauf. Fragte man ihn wie er hieße, so war die Antwort, er seie Timoth Vaasai.
Themen wie die gemeine Erkältung oder die Frage danach wie man am klügsten ein Augenleiden behandelt waren ihm nie so recht zugänglich, und er hatte auch garkeinen Bedarf daran sie mehr als stiefmütterlich zu behandeln. Seit seiner ersten Schlacht wusste er, wo er hingehört - und eine Heilerstube war es nicht.

Das Problem mit den Lehnsherren war, dass sie feige sind. Es wäre groß- und edelmütig, auch den verletzten Feind behandeln zu lassen. Aus Angst ihn ein weiteres Mal niederschlagen zu müssen war das jedoch unter Strafe verboten.
So ging Timoth also dazu über sich von Schlacht zu Schlacht zu hangeln, auf beiden Seiten seinen Dienst zu tun, sich einen Obulus einzustreichen und - mit der Zeit recht gekonnt - sämtliche Einladungen doch länger zu bleiben auszuschlagen. Im Jahre 246 geriet er auf diesem Wege an ein Söldnerbanner, dessen Infanteristen er behandelte. Doch diesmal war der Lohn ein anderer, als er es gewohnt war:
Kein kaltes Nachfragen, was seine Dienste denn kosten würden, kein Spott
über seine Dummheit beide Seiten zu versorgen, keine unterschwelligen
Drohungen deswegen. Nein, man brachte ihm Respekt entgegen, ein Verhalten das wider jeder Vernunft, aber ehrbar, war wurde gutgeheißen.
Aus dem Abend am Feuer der Lagerstelle wurden zwei, dann drei, bis das
Banner der Grauwölfe seine Zelte abbrach. Insgeheim hatte Timoth bereits
entschieden, er würde dem Banner nachziehen, sehen wo sie sich das nächste mal verdingen würden, sich wieder ihrer Verwundungen annehmen. Zu unstet war er um in einer Stadt zu bleiben, und doch zu verloren um allein noch länger umher zu ziehen. Das erkannte offenbar auch der Söldnerhauptmann, Grinwulf, der Timoths Bestrebungen zuvor kam - er war es, der ihn einlud, mit ihnen zu ziehen. Er sollte ersteinmal keinen Sold beziehen, doch würde man ihm ein Pferd stellen, er speiste mit dem Banner, und sollte schauen ob er, so Grinwulf, dort "fände, was sein Herz noch immer sucht". Und als Timoth diese Einladung annahm war es wieder da, dieses Lachen in seinen Augen. Ja, er würde als Heiler mit dem Banner der Grauwölfe ziehen.