Eisenwartsche Faust und Greifenschwingen
Verfasst: Freitag 21. September 2007, 10:16
Der 18. Saerum
Das letzte was er fühlte war der Schmerz in der Schulter, als sich ihre Hand um den Pfeil legte. Er fühlte sich zu erschöpft...ermattet...Bein, Seite und Schulter führten den beißenden Schmerz durch den gesamten Körper. Als der Schleier des Schmerzes ihn in die Bewusstlosigkeit trieb, war das letzte was er sah das rote Haare.
Schatten. Als Kinder fürchteten wir uns vor ihnen. Unwirsche Bewegungen gestaltloser Wesen. Dunkler noch als die Nacht selbst, erfüllten sie unsere Gemüter oftmals mit Angst. Das ungewisse Gefühl vor etwas Fremden. War es dort? Oder war es doch bloss die Krone eines Baumes, welche im Mondschein ihr dunkles Abbild durch die Fenster warf?
Mit dem Alter kam die Erfahrung. Wir begannen Dinge zu hinterfragen, zu erklären. Bald waren die Schatten nichts anderes als stille Begleiter in unserem Leben. Keine Gefahr ging von ihnen aus... ... warum fürchte ich mich dann?
Schrilles Gelächter durchzog gleich zerreißender Fetzen die Umgebung. Herkunftslos und gespenstisch. Der Ton drang in die Ohren, unter die Haut, bevor es verebbte. Der vormals warme Strom, welcher durch die Adern floss, erstarrte zu einem kalten Fluss. Mit dem Einsetzen des Donners zuckten grelle Blitze weißen Lichtes vom Firmament, trennten für einen Moment den violetten Himmel von seinen schwarzen Wolken. Die hellblauen Augen huschten umher, der Leib sich umher windend. Etwas geschah, Etwas bedrohliches, Etwas das daran hinderte die Lungen zu füllen. Schwer lag die Luft in der Ebene, und jeder Atemzug glich einem Eisigen Hauch, welcher sich tief ins Innere des Leibes zog. Wieder ertönte das Lachen, suchten die Augen nach dem Ursprung. Doch fanden sie nur die grauschwarze Ebene aus Gräsern, welche sich unrhythmisch im nicht vorhandenen Wind wogen. Kein Hügel, kein Baum, nicht einmal ein Gebirge in der Ferne schien diese Unendlichkeit zu durchtrennen. Wie war er überhaupt an diesen Ort gekommen?
Ein heller kreischender Schrei ließ ihn herumfahren. Der rote Umhang gab dem Schwung nach, warf sich zusammen mit Schultern und Rücken in die Bewegung. Die rechte Hand ruckte zum Griff des Langschwertes, welches wie gewohnt an der linken Hüfte in seiner unverzierten Scheide ruhte. Die Finger verkrampften sich während sie sich um den ledergebundenen Griff legten. Wage nahm er wahr, wie kalter Schweiß seine Stirn hinab über das Nasenbein zur linken Wange zog. Der blanke Stahl in seiner Hand schimmerte matt metallen, als er die Klinge schützend vor die Brust hob. Kreisende Schritte und Bewegungen ließen die Glieder des Kettenhemdes leise klirren. Die Freude der Melodie von aufeinander treffendem Stahl, welche sich im fließenden Tanz zu einer Symphonie erhob, an dessen Ende nur noch ein Instrument spielte, begleitet von dem leisen Hauchen vergehenden Lebens des Unterliegenden. Furcht war fehl am Platz und der kühle Verstand der stetige Begleiter des Kämpfers. Seine Miene wirkte starr als der Kopf sich wendete um den Augen erneut ein neues Ziel in der Leere zu geben.
Etwas war hier, er konnte es spüren. Gänsehaut überzog seinen Leib, ließ die dünnen Haare an Armen und Nacken sich aufrichten im kalten Schauer. Fest drehten sich die Füße in den schlammigen Boden, schoben sich gleichmäßig vor und hintereinander wenn der Leib erneut herumfuhr.
Grauwind.....Grauwind......hauchte es kalt durch die Luft, oder war es in seinem Kopf? Ein Stechen, ein Dröhnen setzte ein. Bohrte sich tief in seine Schläfen und schien den Schädel bersten zu Wollen. Die Klinge glitt aus den sich verkrampfenden Fingern, fiel mit gedämpften Ton in das sich wilder windende Gras. Seine Knie gaben dem Schmerz nach, zwangen ihn zu Boden, die Hände sich an die Seiten des Kopfes krallen. Pressten ihn zusammen während der Druck stieg, der Schmerz zunahm. Die Stimme voll gehässiger Kälte lauter wurde.
Grauwind...Greif...Grauwind...Jonath...Grinwulfs Grauwind...Tod...Schatten...Tod Jonath Grauwind.
Der bittere Geschmack Blutes lag auf seinen Lippen, die Augen in Schmerz und Agonie weit erstarrt. Das Kichern und Gelächter in der Ferne nahm zu, kam näher. Der violette Himmel erlag einem dunklen Schleier der seine Schwingen gleich mächtiger Krallen vor sein Abbild legte. Die Ferne begann zu pulsieren, zu leben. Gestaltlose Schatten brachen aus der Erde, feurige Augen lagen über ihren krächzenden Fratzen, zwei Enden des formlosen Körpers zu sich ausstreckenden Pranken geformt. Einzelne Schatten wurden zu Gruppen, Gruppen zu Massen und Massen zu einer einzigen Flut.
Durch die Stiefel hindurch fühlte er das nasse Gras, die Bewegung für einen Moment in Stillstand verebbend. Dann schossen die giftgrünen Halme empor, wuchsen im Bruchteil eines Herzschlages wie in Jahren, gelockt vom warmen Leib. Füße und Arme wurden gebunden, der Krieger gebannt in seiner Freiheit. Seine Muskeln spannten sich an, traten an Armen und Hals hervor. Die Kehle schrie bitter und heiser aus, während die grünen Fesseln ihn zu Boden zogen, wo die Schattenflut sich kreischend mit ihren Krallen über ihn warf. Tiefe Schwärze legte sich über seine Augen, er fühlte die kalten Klauen in seinen Eingeweiden, wie sie ihn zerrissen und lachten. Und während sich der Tod mit einem friedlicherem Dunkel über ihn beugte hörte er noch einmal die Stimme in seinem Kopf.
Tod dir Jonath Grauwind,Grinwulfs Sohn und deinen Greifen.
Der Dunkelheit wich der matte Lampenschein im inneren des Zeltes. Die aufgerissenen Augen scheuchten den Kopf empor. Ein kurzer Schreckensschrei, zwei Gesichter zur Linken und Rechten. Der Leib war gelähmt in Furcht, die Kleidung vom Schweiß getränkt, kalt. Vier Hände schnellten den Schultern entgegen, Panik ergriff das Herz...dann die Ruhe als Verstand und Körper die bestimmte Sanftheit im Druck an die Schultern fühlten. Eine Frauenstimme sprach irgendwo in die Ferne...“Er ist erwacht.“ Sie wirkte vertraut. Dann beugte sich eines der Gesichter über ihn. Graues Haar umrahmte die erschöpften Augen des alternden Mannes. „Trauert mit euren Brüdern im Tode und feiert mit ihnen im Leben. Jonath?“
Brüder? Das Wort weckte etwas in ihm...und sein Name. Die müden Augen richteten sich unter den vor Schweiß klebenden Strähnen dem Mann zu. Greifen....er war zuhause.
„Elend....“ presste sich seine Stimme heiser und schwach durch die trockene Kehle.
Das Lächeln das sich der Frau auf die Lippen legte erzählte mehr als nur Erleichterung. Wie sehr musste sie sich gesorgt haben? Im Zelt war es dunkel. Vielleicht die Hälfte der Nacht gewiss vergangen. Im Hintergrund gellte eine Männerstimme aus dem Zelt hinaus, gepaart mit dem metallischen Scharren von schwerem Metall und Kettengliedern. „Malvin....Rothen...er ist wach!“ Schritte lenkten Männer ins Zeltinnere. Weitere andere kamen näher. Ein blauer Schopf, ein Mann in der Rüstung der Greifen erschien hinter der Schulter des Alternden. Drei andere stießen hinzu. „Scheiße...“ lachte Malvin erleichtert als er Jonath neben Bronn stehend ansah. „Was wäre denn das für ein Ende gewesen Greif? Ein Pfeil im Arsch.“ Die Schmerzen in Jonath Gliedern riefen ihm in den Geist wie gern er für diese Worte Bronn die Nase gebrochen hätte. Ein kurzes Schweigen...der matte Blick auf ihn gerichtet. Dann brachen beide in Gelächter aus. Erleichterung drückte den festen Griff der Sorge von den Brüsten der Greifen. Nur Theron ließ ein mürrisches Brummen von sich. „Au...“ wieder bissen die Wunden und der Alte legte seine Rechte zurück auf Jonath Schulter. „Scheint so als wäre ich kein Tag zu spät zu euch gestoßen. Ruhe Jonath...um dein Fieber wird ich mich kümmern. Alles andere ist eine Frage der Zeit.“ Zur Antwort musste ein einfaches Nicken genügen.
Rothen trat an der Schulter Malvins ein Stück vor. „Mor sagte es war Eisenwart...“
Eisenwart...Jonath musste den Atem scharf einziehen. Ein Moment verkrampften sich die Muskeln. Wieso war er überhaupt hier? Das letzte an das er sich erinnerte waren der Burgheer, Kalisha und einer ihrer Männer...die Gardistin...und Mordrak, und der Dreck der Strasse Bajards der sein Gesicht küsste.
Der fragende Blick huschte umher. „Die Landsknechtin?“
„Sie haben sie und dich auf dem Weg unweit der Stadt in den Staub der Strasse geworfen. Vielleicht als Zeichen.“ Mor schien bei diese Tatsache selbst mehr als nur eine Frage zu hegen.
„Verdammt, nehmen wir dies als Zeichen zu Handeln? Ich sage wir lassen unsere Stimmen Rat halten!“ Bronns Stimme zeigte einen Zorn den er lange nicht auf der Seele hielt.
„Gebt ihm Ruhe beim Herrn....los zurück auf eure Posten. Dafür ist später noch Zeit zur genüge.“ Der alte Timoth war in seinem Element. Keiner schien ihm widersprechen zu wollen. Leises Gemurmel erhob sich im Zelt als die sieben anderen Greifen es verließen, Jonath Blicke Mor folgend so lang er konnte. Ein kurzes Lächeln wurde ausgetauscht, dann entschwand sie dem Blick.
„Und du machst dir jetzt noch keine Gedanken sondern ruhst.“ Mahnend hob der Medicus den linken Zeigefinger.
„Vom Regen in die Traufe hm? Aber sag mir eins Timoth...werd ich je wieder sitzen können?“ Für einen Moment glimmte der Schalk in Jonath Augen auf. Jene Timoth rollten sich lediglich empor als er sich erhob und dem Verwundeten der Ruhe übergab.
Das letzte was er fühlte war der Schmerz in der Schulter, als sich ihre Hand um den Pfeil legte. Er fühlte sich zu erschöpft...ermattet...Bein, Seite und Schulter führten den beißenden Schmerz durch den gesamten Körper. Als der Schleier des Schmerzes ihn in die Bewusstlosigkeit trieb, war das letzte was er sah das rote Haare.
Schatten. Als Kinder fürchteten wir uns vor ihnen. Unwirsche Bewegungen gestaltloser Wesen. Dunkler noch als die Nacht selbst, erfüllten sie unsere Gemüter oftmals mit Angst. Das ungewisse Gefühl vor etwas Fremden. War es dort? Oder war es doch bloss die Krone eines Baumes, welche im Mondschein ihr dunkles Abbild durch die Fenster warf?
Mit dem Alter kam die Erfahrung. Wir begannen Dinge zu hinterfragen, zu erklären. Bald waren die Schatten nichts anderes als stille Begleiter in unserem Leben. Keine Gefahr ging von ihnen aus... ... warum fürchte ich mich dann?
Schrilles Gelächter durchzog gleich zerreißender Fetzen die Umgebung. Herkunftslos und gespenstisch. Der Ton drang in die Ohren, unter die Haut, bevor es verebbte. Der vormals warme Strom, welcher durch die Adern floss, erstarrte zu einem kalten Fluss. Mit dem Einsetzen des Donners zuckten grelle Blitze weißen Lichtes vom Firmament, trennten für einen Moment den violetten Himmel von seinen schwarzen Wolken. Die hellblauen Augen huschten umher, der Leib sich umher windend. Etwas geschah, Etwas bedrohliches, Etwas das daran hinderte die Lungen zu füllen. Schwer lag die Luft in der Ebene, und jeder Atemzug glich einem Eisigen Hauch, welcher sich tief ins Innere des Leibes zog. Wieder ertönte das Lachen, suchten die Augen nach dem Ursprung. Doch fanden sie nur die grauschwarze Ebene aus Gräsern, welche sich unrhythmisch im nicht vorhandenen Wind wogen. Kein Hügel, kein Baum, nicht einmal ein Gebirge in der Ferne schien diese Unendlichkeit zu durchtrennen. Wie war er überhaupt an diesen Ort gekommen?
Ein heller kreischender Schrei ließ ihn herumfahren. Der rote Umhang gab dem Schwung nach, warf sich zusammen mit Schultern und Rücken in die Bewegung. Die rechte Hand ruckte zum Griff des Langschwertes, welches wie gewohnt an der linken Hüfte in seiner unverzierten Scheide ruhte. Die Finger verkrampften sich während sie sich um den ledergebundenen Griff legten. Wage nahm er wahr, wie kalter Schweiß seine Stirn hinab über das Nasenbein zur linken Wange zog. Der blanke Stahl in seiner Hand schimmerte matt metallen, als er die Klinge schützend vor die Brust hob. Kreisende Schritte und Bewegungen ließen die Glieder des Kettenhemdes leise klirren. Die Freude der Melodie von aufeinander treffendem Stahl, welche sich im fließenden Tanz zu einer Symphonie erhob, an dessen Ende nur noch ein Instrument spielte, begleitet von dem leisen Hauchen vergehenden Lebens des Unterliegenden. Furcht war fehl am Platz und der kühle Verstand der stetige Begleiter des Kämpfers. Seine Miene wirkte starr als der Kopf sich wendete um den Augen erneut ein neues Ziel in der Leere zu geben.
Etwas war hier, er konnte es spüren. Gänsehaut überzog seinen Leib, ließ die dünnen Haare an Armen und Nacken sich aufrichten im kalten Schauer. Fest drehten sich die Füße in den schlammigen Boden, schoben sich gleichmäßig vor und hintereinander wenn der Leib erneut herumfuhr.
Grauwind.....Grauwind......hauchte es kalt durch die Luft, oder war es in seinem Kopf? Ein Stechen, ein Dröhnen setzte ein. Bohrte sich tief in seine Schläfen und schien den Schädel bersten zu Wollen. Die Klinge glitt aus den sich verkrampfenden Fingern, fiel mit gedämpften Ton in das sich wilder windende Gras. Seine Knie gaben dem Schmerz nach, zwangen ihn zu Boden, die Hände sich an die Seiten des Kopfes krallen. Pressten ihn zusammen während der Druck stieg, der Schmerz zunahm. Die Stimme voll gehässiger Kälte lauter wurde.
Grauwind...Greif...Grauwind...Jonath...Grinwulfs Grauwind...Tod...Schatten...Tod Jonath Grauwind.
Der bittere Geschmack Blutes lag auf seinen Lippen, die Augen in Schmerz und Agonie weit erstarrt. Das Kichern und Gelächter in der Ferne nahm zu, kam näher. Der violette Himmel erlag einem dunklen Schleier der seine Schwingen gleich mächtiger Krallen vor sein Abbild legte. Die Ferne begann zu pulsieren, zu leben. Gestaltlose Schatten brachen aus der Erde, feurige Augen lagen über ihren krächzenden Fratzen, zwei Enden des formlosen Körpers zu sich ausstreckenden Pranken geformt. Einzelne Schatten wurden zu Gruppen, Gruppen zu Massen und Massen zu einer einzigen Flut.
Durch die Stiefel hindurch fühlte er das nasse Gras, die Bewegung für einen Moment in Stillstand verebbend. Dann schossen die giftgrünen Halme empor, wuchsen im Bruchteil eines Herzschlages wie in Jahren, gelockt vom warmen Leib. Füße und Arme wurden gebunden, der Krieger gebannt in seiner Freiheit. Seine Muskeln spannten sich an, traten an Armen und Hals hervor. Die Kehle schrie bitter und heiser aus, während die grünen Fesseln ihn zu Boden zogen, wo die Schattenflut sich kreischend mit ihren Krallen über ihn warf. Tiefe Schwärze legte sich über seine Augen, er fühlte die kalten Klauen in seinen Eingeweiden, wie sie ihn zerrissen und lachten. Und während sich der Tod mit einem friedlicherem Dunkel über ihn beugte hörte er noch einmal die Stimme in seinem Kopf.
Tod dir Jonath Grauwind,Grinwulfs Sohn und deinen Greifen.
Der Dunkelheit wich der matte Lampenschein im inneren des Zeltes. Die aufgerissenen Augen scheuchten den Kopf empor. Ein kurzer Schreckensschrei, zwei Gesichter zur Linken und Rechten. Der Leib war gelähmt in Furcht, die Kleidung vom Schweiß getränkt, kalt. Vier Hände schnellten den Schultern entgegen, Panik ergriff das Herz...dann die Ruhe als Verstand und Körper die bestimmte Sanftheit im Druck an die Schultern fühlten. Eine Frauenstimme sprach irgendwo in die Ferne...“Er ist erwacht.“ Sie wirkte vertraut. Dann beugte sich eines der Gesichter über ihn. Graues Haar umrahmte die erschöpften Augen des alternden Mannes. „Trauert mit euren Brüdern im Tode und feiert mit ihnen im Leben. Jonath?“
Brüder? Das Wort weckte etwas in ihm...und sein Name. Die müden Augen richteten sich unter den vor Schweiß klebenden Strähnen dem Mann zu. Greifen....er war zuhause.
„Elend....“ presste sich seine Stimme heiser und schwach durch die trockene Kehle.
Das Lächeln das sich der Frau auf die Lippen legte erzählte mehr als nur Erleichterung. Wie sehr musste sie sich gesorgt haben? Im Zelt war es dunkel. Vielleicht die Hälfte der Nacht gewiss vergangen. Im Hintergrund gellte eine Männerstimme aus dem Zelt hinaus, gepaart mit dem metallischen Scharren von schwerem Metall und Kettengliedern. „Malvin....Rothen...er ist wach!“ Schritte lenkten Männer ins Zeltinnere. Weitere andere kamen näher. Ein blauer Schopf, ein Mann in der Rüstung der Greifen erschien hinter der Schulter des Alternden. Drei andere stießen hinzu. „Scheiße...“ lachte Malvin erleichtert als er Jonath neben Bronn stehend ansah. „Was wäre denn das für ein Ende gewesen Greif? Ein Pfeil im Arsch.“ Die Schmerzen in Jonath Gliedern riefen ihm in den Geist wie gern er für diese Worte Bronn die Nase gebrochen hätte. Ein kurzes Schweigen...der matte Blick auf ihn gerichtet. Dann brachen beide in Gelächter aus. Erleichterung drückte den festen Griff der Sorge von den Brüsten der Greifen. Nur Theron ließ ein mürrisches Brummen von sich. „Au...“ wieder bissen die Wunden und der Alte legte seine Rechte zurück auf Jonath Schulter. „Scheint so als wäre ich kein Tag zu spät zu euch gestoßen. Ruhe Jonath...um dein Fieber wird ich mich kümmern. Alles andere ist eine Frage der Zeit.“ Zur Antwort musste ein einfaches Nicken genügen.
Rothen trat an der Schulter Malvins ein Stück vor. „Mor sagte es war Eisenwart...“
Eisenwart...Jonath musste den Atem scharf einziehen. Ein Moment verkrampften sich die Muskeln. Wieso war er überhaupt hier? Das letzte an das er sich erinnerte waren der Burgheer, Kalisha und einer ihrer Männer...die Gardistin...und Mordrak, und der Dreck der Strasse Bajards der sein Gesicht küsste.
Der fragende Blick huschte umher. „Die Landsknechtin?“
„Sie haben sie und dich auf dem Weg unweit der Stadt in den Staub der Strasse geworfen. Vielleicht als Zeichen.“ Mor schien bei diese Tatsache selbst mehr als nur eine Frage zu hegen.
„Verdammt, nehmen wir dies als Zeichen zu Handeln? Ich sage wir lassen unsere Stimmen Rat halten!“ Bronns Stimme zeigte einen Zorn den er lange nicht auf der Seele hielt.
„Gebt ihm Ruhe beim Herrn....los zurück auf eure Posten. Dafür ist später noch Zeit zur genüge.“ Der alte Timoth war in seinem Element. Keiner schien ihm widersprechen zu wollen. Leises Gemurmel erhob sich im Zelt als die sieben anderen Greifen es verließen, Jonath Blicke Mor folgend so lang er konnte. Ein kurzes Lächeln wurde ausgetauscht, dann entschwand sie dem Blick.
„Und du machst dir jetzt noch keine Gedanken sondern ruhst.“ Mahnend hob der Medicus den linken Zeigefinger.
„Vom Regen in die Traufe hm? Aber sag mir eins Timoth...werd ich je wieder sitzen können?“ Für einen Moment glimmte der Schalk in Jonath Augen auf. Jene Timoth rollten sich lediglich empor als er sich erhob und dem Verwundeten der Ruhe übergab.