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Naduas Welt (und die Feen)
Verfasst: Samstag 1. September 2007, 20:26
von Nadua
Nadua lag wie so oft auf dem Rücken im Gras, die Arme verschränkt hinter dem Kopf und schaute in den Himmel. Sie versuchte immer sich die schönsten Bilder aus den Wolken zu malen und nichts konnte sie in diesem Moment aus ihrer Fantasie reißen.
Tat sie dies nicht, zupfte sie sich einen Grashalm, klemmt diesen zwischen ihre Daumen und versuchte Töne herauszupusten. Ab und an gelang es ihr und sie freute sich wie ein kleines Kind.
Nadua war ja noch so unbedarft. Sie hatte nun ein neues Zuhause bei den Waldgeistern gefunden und war glücklicher dennje. Wenn da nicht immer das Genörgel wäre, dass sie gefälligst Schuhe tragen sollte.
"Was soll schon passieren? Meine Füsse sind das gewohnt" Manches Mal machte sie sich einen Spaß daraus, die anderen damit zu necken, doch meist war es einfach die Gewohnheit.
So lag Nadua nun da und betrachtete das Treiben in dem scheinbar ruhigen Wald. Wer ihr sagt, der Wald wäre still, der würde sich irren. Sie musste immer wieder feststellen, dass viele nicht mit offenen Augen durch ihn hindurch streifen. Es ist doch so aufregend, zu sehen, wie sich Ameisen zusammen tun um ein Ziel zu erreichen. Ja, es waren gerade die kleinen Tiere, die es ihr angetan haben. Die, die so unscheinbar aussehen und doch so großes Bewirken. Nadua wollte auch nur immer ein Teil eines Großen sein. Sie weiß, dass sie alleine nicht soviel bewirken kann, wie in einer Gemeinschaft. Und deshalb auch der Entschluss sich den Waldgeistern anzuschließen. Waren sie doch so lieb und offenherzig zu ihr. Viele Stunden hatte sie nun mit ihnen verbracht - gelacht und auch geweint.
Während ihre Gedanken um die Waldgeister kreisen und so langsam die Sonne am Horizont verschwindet, fällt ihr das Gespräch mit Kanubio und Cyrion wieder ein.
Cyrion fragte Nadua ob sie an Feen glaube. Sicher tat sie das. Hatte doch ihre Mutter schon oft über diese Wesen berichtet. Das Gespräch brachte Nadua zum Nachdenken. Feen darf man nicht suchen, man wird von ihnen besucht, wenn sie dies wollen. Es obliegt also nicht einem selbst sie sehen zu dürfen. All das verstand Nadua und sie gab sie doch große Mühe nicht nach ihnen zu suchen.
Doch kam sie an einen Bach, einen Fluss oder ans Meer, so schaut sie sich suchend um. Cyrion sagte, das man sie nur dort antrifft wo Grenzen aufeinander treffen. Ebenso erging es ihr, wenn der Tag sich mit der Nacht vereint oder die Sonne den Regen vertreibt. In diesen Momenten erhoffte sie insgeheim eine von Ihnen zu sehen. Doch wusste sie zu genau, wenn sie sucht, wird sie nie eine finden.
Es fiel ihr so unendlich schwer. Es war die Neugierde...
Einige Tage später, so hatte Nadua doch immer weniger an die Feen gedacht und fast war sie schon nicht mehr auf der Suche, machte sie sich auf den Weg nach Berchgard.
Fröhlich wie sie ist, schlenderte sie ein wenig durch die ihr unbekannte Siedlung. Für sie war es im ersten Moment eine Stadt wie die andere. Kaum dort angekommen, sprach sie auch gleich einen Mann dort an, der wohl schon etwas älter als sie erschien. Er macht einen herzlichen Eindruck und so ergab sich auch hier ein nettes Gespräch, in dem am Ende erneut das Wort "Fee" auftauchte:
Thancred: meine fee hat da das bessere gespür
Thancred: *brummt er und seine augen glänzen bei den worten*
Nadua: Eine Fee? Ihr habt eine Fee gesehen?
Nadua: *fragt sie aufgeregt*
Thancred: meine fee
Nadua: Ihr besitzt eine?
Thancred: sie ist eingeschlossen und umsorgt
Thancred: besitzen?
Nadua: Oh...ihr müsst sie doch freilassen
Nadua: *schaut besorgt*
Thancred: man kann nur besitzen wenn sie besessen werden will
Thancred: nur sie hat den schlüssel
Nadua verstand ihn nicht so recht, doch wollte sie nicht neugierig sein und ließ dieses Gespräch auf sich wirken.
"Man darf Feen nicht suchen, aber einsperren darf man sie? Aber nur wenn man ihnen einen Schlüssel gibt?"
Sie schüttelte verständnislos den Kopf, jedoch wollte sie der Sache auf den Grund gehen und einen Druiden aufsuchen, der ihr vielleicht dabei hilft, ihren Kopf wieder klarer zu machen...
Verfasst: Dienstag 11. September 2007, 14:13
von Nadua
Tagelang verfolgte Nadua dieses Bild einer eingesperrten Fee.
Dieses in ihren Augen so kleine und zerbrechliche Wesen wurde in einen Käfig gesteckt.
Sie würde sich die Flügel brechen, beim Versuch sich aus dem Gefängnis zu befreien.
In den Nächten bekam sie Albträume, aus denen sie schweißgebadet erwachte. So konnte das nicht weiter gehen, also machte sich Nadua erneut auf den Weg nach Berchgard um den Schmied Thancred nach ihr zu fragen.
Zuerst sprach sie mit Amelie, Thancred war noch mit einem Mann beschäftigt und von ihr erfuhr sie, dass er mit der Fee wohl nicht eine echte Fee meint, sondern seine Frau.
Nadua wurde traurig. Hatte sie doch gehofft eine echte Fee zu sehen und wollte sie aus ihrem Gefängnis befreien. Sie schüttelte sich und war nun doch erleichtert. Aber warum fühlte sie so?
Thancred nahm Nadua mit zu sich nach Hause und erklärte ihr, dass es wohl auch Feen ohne Flügel gibt und das ihr niemand die Träume rauben kann, so lange sie fest dran glaubt. Sie hatte das verstanden und verließ das Haus mit einem Lächeln im Gesicht.
"Und es gibt sie doch." waren ihre letzten Worte ehe sie im Wald verschwand...
Verfasst: Freitag 28. September 2007, 14:58
von Nadua
Sehr oft kommt und geht die Sonne, um ihre noch wärmenden Strahlen auf Naduas blanken Füssen fallen zu lassen. Nadua genießt diese Tage in vollen Zügen. Unbeschwert macht sie sich immer wieder durch die Wälder des Nordens um Reagenzien und vor allem Fliegenpilze zu sammeln.
Doch in letzter Zeit geschieht etwas tief in ihr drin. Zu schwer fällt es ihr dies einzusortieren. Der Wald sieht irgendwie anders aus. Es riecht auf einmal alles anders.
Nadua überlegt lange woran es wohl liegen mag. Hat es etwa mit Lamiro zu tun?
Erst vor wenigen Tagen nahm er sie mit in den Fuchsbau im Nordwald. Simon hatte Nadua den Eingang vor langer Zeit einmal gezeigt. Neugierig wie sie war, versucht sie auch hinunter zu gelangen, doch jeder ihrer Versuche scheiterte kläglich.
Nun war es soweit. Lamiro nahm Nadua an die Hand und führte sie hinunter in den Fuchsbau. Zuvor fragte er sie noch, ob sie bereit wäre.
Bereit, ja .... das war sie. Hatte sie doch lange auf diesen Tag gewartet.
Nadua wird ganz anders. Ihr Herz fängt an zu rasen und ein Schauer nach dem anderen läuft ihr eiskalt den Rücken hinab. Sie wusste ja was nun passieren wird, hat es sich tausendmal in Gedanken ausgemalt und doch ist sie mehr als aufgeregt.
Lamiro bereitet ein kleines Lagerfeuer aus einigen Reisigzweigen, die er zuvor wohl aus dem Wald mitbrachte. Nadua zog sich sofort die Stiefel aus und streckt ihre Füße dem Feuer entgegen. Ob man es nun glaubt oder nicht, aber sie hatte sich an diesem Tag wirklich die Stiefel angezogen.
So sitzen Lamiro und Nadua nun auf dem Boden in der warmen Höhle und schauen sich lange an. Es liegt ein ganz besonderer Flair in der Luft und beide scheinen zu wissen, was sie jetzt vorhaben. Es ist still, sehr still und nur das leise Knistern des Feuers ist zu vernehmen.
Erst als Lamiro in seinen Beutel greift und einen Kelch hervor holt wird die Stille unterbrochen. Er stellt den Kelch auf den Boden, zieht danach ein scharfes Kryss, welches er nur locker umfasst und wendet sich Nadua zu:
Nadua.. seit ich dich kenne, bist du mir sympathisch... wir lernten uns immer besser kennen...uns verstehen und fanden viele Gemeinsamkeiten
Nadua schluckt und schaut ihn mit großen Augen an.
Du bist für mich wie eine Schwester geworden, ich schwöre dir hier und heut, auch immer für dich da zu sein, als wärest du vom gleichen Fleisch und Blut.
Sie nickt erneut und auch das Schlucken ist nicht zu überhören. Scheinbar von diesem Gefühl in ihr drin überrannt, füllen sich ihre Augen mit Tränen. Doch ebenso mit einem Strahlen erwidert sie:
Auch ich werde immer für dich da sein, egal was passiert. Für immer und ewig
Und um dies zu besiegeln, bist du Nadua Zeuge und wir werden nun Teil des Anderen, durch unser Blut…
Mit diesen Worten drückt er die Hand etwas zu, ohne das Gesicht zu verziehen. Das Blut rinnt die Klinge zur niederhaltenden Klingenspitze hinab und tropft in den Kelch. Nadua holt erneut tief Luft
Dies ist mein Teil unserer ewigen Verbindung.
Lamiro löst die Hand und reicht ihr die scharfe Klinge. Nadua kneift fest die Augen zu, beißt sich kurz auf die Unterlippe und hält ihm ihre Hand entgegen. Mach du das bitte bei mir, ja?
Lamiro nickt sachte und mit einem Lächeln legt er ihr die Klinge auf die Hand und umschließt sie vorsichtig mit seiner. Er schaut sie noch einen Moment an eher er vorsichtig zudrückt, bis auch ihr Blut in den Kelch fließt. Nur ein kurzer stechender Schmerz durchfährt Nadua und als sie die Augen wieder öffnet sagt sie zu ihm: Dies ist mein Teil.
Die Beiden schauen sie nun an und es vergeht ein Moment der Ruhe und Innigkeit.
Lamiro löst dann seine Hand und erst verbindet er ihre, dann seine eigene Hand ehe er fortfährt und das Kryss wieder einsteckt. Mit einem zufriedenen Lächeln hebt er den Kelch an und spricht erneut zu ihr:
Unser Blut, in diesem Kelch soll fließen durch unsere Körper und uns auf ewig den Bund verleihen, der uns nun zu Blutsbruder und Blutsschwester unser ganzes Leben lang verbindet.
Nun führt er ihn zu seinem Mund und trinkt einen Schluck des Blutes, ehe er ihn dann ihr lächelnd hinhält.
Sachte nimmt sie ihn entgegen, blickt noch einmal zu ihm auf und sagt: Ein Leben lang!
Nadua nimmt dann ebenso einen Schluck und lässt ihn langsam die Kehle hinunterlaufen, indem sie den Kopf weit nach hinten legt.
Lamiro ist ab sofort ihr Bruder. Sie sprudelt vor Glück und als der Schluck des gemischten Blutes ihr die Kehle hinunter läuft, spürt sie eine Veränderung. Ihr wird ganz schwarz vor den Augen. Nadua droht kurz Ohnmächtig zu werden, doch als würden Energien in ihr frei gesetzt, die tief verborgen in ihr schlummerten, fing sie an sich zu schütteln und sie fühlt sich wie neu geboren.
Lamiro meint, dass Eluive sie nun anscheinend nun mit der gleichen Gabe segnete. Nadua ist verwirrt und stolz zugleich, doch müsse sie von nun an noch viel lernen. Lernen sich zu konzentrieren, die Umgebung wahrzunehmen und ihre innere Ruhe auszuprägen.
Man sollte meinen Nadua wäre von nun an geduldiger oder reifer, doch scheint sie noch nicht mit ihren neuen Gaben verbunden zu sein.
So streift sie etwas ziellos umher und "lebt und liebt" das Leben ohne die Gefahr zu sehen, die überall lauern kann.
Verfasst: Freitag 28. September 2007, 18:16
von Nadua
Die Tage ohne Simon und Kanubio wollten und wollten nicht vergehen. Und nachdem Lamiro nun der große Bruder von Nadua ist hat sich einiges verändert.
Hat mich Eluive wirklich gesegnet? kreiselt es immer in ihren Gedanken.
Als erstes hat sie schon bemerkt, dass sie wesentlich besser gucken kann. Bis hoch in die Spitzen der großen Eiche kann sie blicken. Fasziniert von dieser Gabe, welche sich vor allem in der Nacht bemerkbar macht, schleicht sie sich immer öfter von Baum zu Baum, um ihre Umgebung wahr zu nehmen.
Ihre Bewegungen werden geschmeidiger und auch die Geräusche der Nacht versetzen sie nicht mehr in Angst und Schrecken. Vielmehr kann sie schnell zuordnen woher sie kommen. Flink wie ein Eichhörnchen erklimmt sie selbst den größten Baum, um von dort aus den weiten Blick über den Wald zu genießen.
Sie verliebt sich immer mehr in den Wald und seine Gestalten. Wären da nicht diese Zweiköpfe, die immer wieder einen Bären reißen und damit ihr Bild von Einigkeit und Ruhe der Natur zerstören.
Erst neulich musste sie einen dieser Ungetüme zur Strecke bringen. Eigentlich wollte Nadua nur Reagenzien sammeln, doch lauerte ihr einer dieser Zweiköpfe auf und griff sie an. Sie musste sich verteidigen und zog ihren Wallnussbogen, den sie von Simon bekam und schoss aus sicherer Entfernung auf den Riesen. Als wolle sich der Bär schützend vor Nadua stellen griff auch er den Zweikopf an. Zusammen erledigten sie ihn.
Nadua wurde klar, dass sie auf der richtigen Seite steht und nur ein friedliches Miteinander ein glückliches Dasein beinhaltet. Ebenso entscheidet sie sich bewusst dafür nie ihre Waffe gegen einen Menschen zu richten.
Der Tag neigt sich langsam den Ende und zu versunken in ihre Gedanken streift sie durch den Wald.
Das Leben war doch so schön. Sie hat Freunde, einen neuen Bruder und alle zusammen waren ihre Familie geworden.
Am Strand neben dem alten Elfendorf, dessen Sand von der Abendsonne noch gewärmt ist, zieht Nadua sich ihre Stiefel aus und beobachtet die Wellen und das Meer.
In sich gekehrt schlendert sie weiter Richtung Osten zum Wald und bückt sich nach jeder Feder und bemerkt so auch nicht, wie plötzlich ein Panther sie von hinten angreift. Er springt auf sie zu und reißt sie um, wobei sie sich ein einem Baum den Kopf schlägt und bewusstlos liegen bleibt.
Ihr Glück war es, dass Simon und Kanubio zufällig in der Nähe waren. Simon ist sehr aufmerksam und spürte sofort, dass irgend etwas nicht stimmt als er das Brüllen des Panthers vernimmt. Kanubio und Simon stürmen gleich los und legen das wohl tollwütige Tier.
Simon schaut besorgt zu Nadua herab. Hatten sie sich doch nun lange Zeit nicht gesehen und nun musste er sie so vor sich liegen sehen.
Die Männer kümmern sich darum, dass sie schnell das Bewusstsein wieder erlangt und anstatt sich zu freuen, wird Nadua gleich wieder mit Vorwürfen konfrontiert.
Nadua blickt nur verwirrt umher. Steht doch endlich Simon wieder vor ihr.
Doch anstatt sich zu freuen muss sie sich anhören: Zieh gefälligst deine Stiefeln an! Mehr beobachten bevor man einfach im Walde herumläuft. Was ist das für eine Rüstung? Bauchfrei! Pah!
Nadua ist am Boden zerstört. Sie weiß selber zu genau, dass sie unachtsam war. Doch war es notwendig sie so anzufahren?
Die Drei setzen sich in der Nähe auf einige alte Baumstämme und
Simon und Kanubio reden wie Wasserfälle. Und wenn Nadua etwas sagt wird es auch noch falsch verstanden.
Kanubio erzählt, dass sich die Zeiten ändern und wir noch achtsamer sein müssen, egal wo und wann. Er berichtet von Dingen, die geschehen könnten und das es auch möglich sein kann, dass zur Waffe gegriffen werden muss.
Nadua schüttelt nur den Kopf und kann das alles nicht nach vollziehen. Gewalt ist keine Lösung. Zumindest nicht unter uns Menschen. Tiere töten um zu überleben. Es gibt Revier- und Machtkämpfe, aber selten bis zum Tode.
Warum nehmen sich die Menschen nicht ein Bespiel an der Natur? geht es Nadua immer wieder durch den Kopf, als sie versucht dem Gespräch zu folgen.
Plötzlich kommt ein Wolf aus dem Gebüsch und springt Kanubio an. Nadua schreckt zusammen und springt in den Schutz einer großen Eiche. Simon springt geistesgegenwärtig auf, zieht seinen Bogen und schießt auf den Wolf. Kanubio, der nur leicht bekleidet ist wird von dem Tier so stark gebissen, dass er sich nicht lange halten kann und zu Boden geht. Nur durch Simons schnelle Reaktion und sein flinker Umgang mit dem Bogen, kann er schlimmeres abwenden.
Nadua steht stocksteif daneben und sieht sich selbst dort liegen. Erst jetzt wird ihr klar, wie es mit ihr hätte ausgehen können. Sie scheint handlungsunfähig zu sein und kann sich nicht bewegen. Es geht einfach nicht. Sie will, aber sie hat keine Gewalt über sich selbst.
Erst als sich die Situation entspannt hat fängt sie an wieder Herr ihrer Sinne zu werden. Dennoch ist sie hin und her gerissen und es dauert auch nicht lange bis die Beiden sie zum Fuchsbau geleiten und Nadua alleine lassen.
Sie benötigt jetzt Ruhe, sucht ihren inneren Ausgleich, um ihre Gedanken zu ordnen.
Verfasst: Samstag 29. September 2007, 10:41
von Nadua
Nadua kuschelt sich tief unten in Fuchsbau in eines der herumliegenden Felle. Ihr Atem ist ruhig und gleichmäßig, auch wenn gerade in ihrem Kopf der Bär tanzt. Sie denkt über Kanubio nach, der ohne Grund von einem Wolf angegriffen wurde.
Wäre Simon nicht dagewesen. Sie mag es sich nicht ausmalen, was hätte passieren können. Kurz zuvor hätte selbst ihr eigenes noch so junges Leben ein jähes Ende finden können. Sie blickt mit halboffenen Augen zu ihrem Bogen herüber, der neben ihr auf dem trockenen Boden liegt. Sachte fährt sie mit einem Finger seine Konturen entlang und zieht dabei die Stirn in Falten.
Sie öffnet ihre Augen wieder ganz und setzt sich auf. Erneut blickt Nadua musternd zu ihrem Bogen. Ergreift ihn und legt ihn sich quer über die Knie. Weider streicht sie ihm über das Holz und prüft ihn dabei auf Risse.
Das tat sie noch nie. Es war ihr egal, in welchem Zustand sich der Bogen befindet. Doch heute ist ihr klar geworden, dass auch Pflege dazu gehört.
Sie nimmt etwas Wachs aus ihrem Beutel, ebenso ein kleines Tuch und verteilt ihn mit sanften Bewegungen auf dem Holz.
"Töten gehört dazu" sagt sie leise. Doch tief in ihr drin sträubt sie sich dagegen.
Während sie nun so da sitzt und sich um den Bogen kümmert, huscht ihr auf einmal ein Lächeln durchs Gesicht. Nadua will lieber an die schönen Dinge des Lebens denken. Immer wenn sie traurig oder ängstlich ist, sucht sie in Gedanken die Feen auf.
Ja, noch immer denkt sie regelmäßig an die kleinen Wesen, die für sie so allgegenwärtig und doch so unnahbar sind. Nadua denkt an die Geschichten, die ihr ihre Mutter erzählte. Die Feen sind so klein. Ihre Flügel wirken so zart und doch stecken sie voller Kraft. Sie singen und tanzen und genießen das Leben. Und wenn sie jemanden entdecken der liebt und gibt, dann bekommt dieser auch einen Wunsch erfüllt.
Naduas Bewegungen werden immer langsamer. Eine Weile später sinkt sie sachte in sich zusammen und beginnt zu träumen:
Es ist Nacht geworden im Wald. Nur der Mond wirft seinen Schein auf die kleine Lichtung. Hin und wieder funkeln kleine Perlen auf den Gräsern, wenn der Wind sie seicht hin und her wiegt. Ein großer Baum mit Ästen, die scheinbar die Welt umarmen wollen steht im Hintergrund.
Eine einzige weiß-leuchtende Blüte sticht aus der Wiese hervor. Ihr Blütenkelch ist geschlossen. Nadua beugt sich zu der Blüte hinab und ihre Augen beginnen zu glänzen als sie die Schönheit betrachtet. Mit ehrfürchtigem Abstand, die Blüte nicht berührend, streicht Nadua über sie hinweg.
Langsam erhebt sich sich wieder und geht voller Freude im Herzen weiter. Sie geht einige Schritte, doch etwas lässt sie stehen bleiben. Sie dreht sich herum, blickt zu der Blüte und verharrt. Sie schaut genauer und als sie bemerkt, dass der Blütenkelch sich scheinbar öffnet, versteckt sie sich hinter geschickt hinter einem Busch und blickt gespannt zur Blume.
Wie in Zeitlupe öffnet sich ein Blatt nach dem anderen, indem es sich sanft nach außen schlägt.
"Das muss eine Nachtblume sein" flüstert Nadua und verharrt noch hinter dem Busch um das Schauspiel zu betrachten.
Schon wollte sie aufstehen und hingehen, doch dann gefriert ihr der Atem und sie scheint unfähig sich zu bewegen. Das Blüteninnere bewegt sich. Nadua dachte es wäre der Blütenstempel, doch dem ist nicht so. Eine winzig kleine Gestalt erhebt sich. Zierlich, wunderschön anzusehen und breitet wie aus Glas gemalte Flügel aus.
Ein leiser Reigen erklingt. Die Fee hebt ihre Hände und wie ein Hauch legen sich viele kleine Blumen wie ein Teppich auf die Wiese. Eine silberhell klingende Stimme ertönt und aus den kleinen Blumen werden weitere Feen in unterschiedlicher Größe und Gestalt.
Sie tanzen und wirbeln umher, spielerisch leicht und vollkommen rein bist der Morgen hereinbricht. Die ersten Sonnenstrahlen lassen die Feen wieder in ihr Reich entschwinden und auch die Feenkönigin schließt ihren Kelch.
Nadua erwacht mit einem Lächeln. All ihre Sorgen sind dahin und sie weiß, dass dieser Traum eine Bedeutung hat.
Sie ist sich so sicher wie nie.
"Auch wenn es ein Traum war, ich habe sie gesehen!"
Verfasst: Donnerstag 4. Oktober 2007, 00:46
von Nadua
Inzwischen werden die Tage immer kürzer. Das Laub der Bäume weist schon eine leichte Färbung auf, doch für Nadua ist es, als wäre der Frühling ausgebrochen.
Die Welt ist so schön bunt.
Zuviel ist in den letzten Tagen passiert. Alles zusammen jedoch stimmt sie recht fröhlich. So traf sie erneut auf Aldred Ravenor, dem Magier. Nadua hat nicht vielen Menschen gegenüber Respekt, doch er gehört dazu. Er besitzt eine ganz besondere Ausstrahlung und redet immer freundlich mit ihr. Aldred besitzt dieses Gespür ihre Naivität nicht in Dummheit da stehen zu lassen.
So erzählte er ihr, dass er weiß das es Feen gibt, auch wenn er nie eine gesehen hat. Doch wie es das Schicksal manchmal will, wurde das Gespräch der beiden vorzeitig unterbrochen. [url=http://www.alathair.de/forum/viewtopic.php?t=25301]Einen Brief [/url]setzte Nadua auf und erhielt auch Antwort. Einem weiteren Treffen scheint also nichts im Wege zu stehen.
Ebenso hat sie sich vorgenommen diesen Cyrion noch einmal anzutreffen. Sie will niemanden etwas beweisen, doch zu groß ist die Neugier immer mehr und mehr zu erfahren. Cyrion ist auch einer jener seltenen Menschen, die auf Nadua eine ganz besondere Wirkung haben.
Verfasst: Mittwoch 17. Oktober 2007, 17:14
von Nadua
Nadua traf Cyrion wenige Tage später bei ihm zu Hause an. Armoran, einer dieser Burgler, welcher Nadua mit seinen Mannen doch erst kürzlich vor Bajard zum stehen brachte; genau er geleitete Nadua zum Haus von Cyrion. Und wieder war ihr klar, dass alle Menschen im Herzen rein sind. Warum hätte er dies sonst getan?
Doch verlief das Gespräch mit Cyrion nicht so, wie sie es sich gewünscht hätte. Zuviel kam wieder mal dazwischen. Wahrscheinlich waren es ihre eigenen konfusen Gedanken, die sie das Treffen mit Serendo vergessen lies. Eilig hastete sie davon und erfreut stellte sie fest, dass der Druide noch im Lager war. Abgehetzt, aber strahlend fragte sie auch gleich los.
Nadua: Wisst ihr? Ich hege seit langem einen Wunsch. Ich weiss, dass er vielleicht nie erfüllt wird, doch will ich alles Wissen in mich aufsaugen was ich bekommen kann
Serendo Radil: *er schmunzelt erfreut*
Nadua: *senkt leicht den Blick wohl etwas scheu zu fragen*
Serendo Radil: ein lobendes bestreben
Serendo Radil: doch solltest du bei allem deinen wissensdurst
Serendo Radil: nicht das leben vergessen
Nadua: *doch dann schaut sie ihm ins Gesicht und fragt gerade heraus*
Nadua: Glaubt ihr an Feen?
Serendo Radil: feen, ohh, gewiss
Nadua: *nickt sachte*
Nadua: Ja?...Wirklich?
Serendo Radil: wie es elfen gibt gibt es auch feen
Nadua: *Ihre augen weiten sich und strahlen*
Serendo Radil: doch sind sie um ein vielfaches kleiner als wir und sie zeigen sich noch seltener als gar elfen
Nadua: Ja, so sah ich sie. In meinem Traum. Winzg klein. Und hat ihr schon eine gesehen?
Serendo Radil: *er lächelt einmal und hüllt sich in schweigen*
Serendo Radil: *sein freudiger blick, mag die erinnerung daran nur zeigen*
Nadua: Ich traf jemanden, der hat wirklich eine gesehen und er sagt, man sieht sie nur wenn Grenzen aufeinander treffen. Wahrscheinlich bin ich auch so ein Grenzfall
Nadua: *seufzt leise*
Nadua: Nur weiss ich auch, ich darf nicht suchen
Nadua: Und nun die entscheidende Frage. Gibt es ein Mittel, was mich nicht suchen läßt?
Nadua: *schaut gespannt zu Serendo*
Serendo Radil: wonach darfst du nicht suchen? nach wissen?
Nadua: Na, nach den Feen. Mir wurde gesagt ich darf sie nicht suchen, sie finden mich, wenn sie das wollen
Serendo Radil: *er mag nun einmal nicken* das tuhen sie
Nadua: Aber ich ertappe mich immer wieder dabei nach ihnen ausschau zu halten
Serendo Radil: feen sind sehr scheue wesen des waldes
Nadua: *nickt sachte*
Serendo Radil: ohh, dies ist keinesfalls eine sünde
Serendo Radil: *lächelt einmal*
Nadua: Ist es nicht?
Serendo Radil: nein. woher auch
Nadua: Dann muss ich mir keine Sorge machen?
Serendo Radil: wenn man etwas wundervolles einmal erblickt hat mchte man es doch wieder sehen
Nadua: *atmet erleichtert aus und fasst dich dabei an die linke brust*
Serendo Radil: mit nichten mein kind. doch solltest du vielleicht mit der gewissheit leben gerade dann wonach du suchst, nicht zu finden
Serendo Radil: *sachte zwinkert er ihr einmal zu*
Serendo Radil: feen sind wundervolle geschöpfe, die die geschichten des waldes weitertragen. so spielen sie gar mit jenen, welche bewusst nach ihnen ausschau halten
Nadua: Meine Gedanken kreisen immer zu
Nadua: Spielen *wiederholt sie leise*
Nadua: *sie wirkt etwas in gedanken verloren*
Serendo Radil: *lächelt einmal*
Nadua: Nun denn, ich weiss zwar nicht viel mehr, aber eines schon. Die Hoffnung stirbt zuletzt
Serendo Radil: ahh, ein weiser spruch meine liebe
Nadua: Irgendwie.... fhle ich mich erleichtert. dank eurer Worte
Serendo Radil: *er lächelt sacht*
Nadua: Und ich mache mir soviele gedanken wie ich es abstellen kann, dabei brauch ich das garnicht
Nadua: *lächelt sanft*
Nadua: Der Gedanke sie zu sehen erregt mich zwar, aber ich weiss es wird geschehen... und dann wird es das wunderschnste sein
Nadua: *seuzt zufrieden und entspannt*
Nadua: Eine letzte Frage hab ich da aber doch noch
Nadua: Wisst ihr ob die Feen sich auch solchen Menschen zeigen, die nicht an sie glauben?
Nadua: *schaut kurz ber die Schulter zu Simon und grinst*
Serendo Radil: hmm
Serendo Radil: *er mag nun einmal seinen kopf wiegen*
Serendo Radil: eine gute frage meine liebe. wer nur glaubt zu wissen, mag sich gar versperren vor dem was er erblicken knnte. so liegt es zu meist wohl nicht an dem willen der feen
Serendo Radil: *lächelt nun wieder zu ihr*
Nadua: *nickt sachte*
Nadua: Ihr sprecht aber auch weise Worte
Nadua: *lächelt ihn an*
Serendo Radil: *schmuntzelt sacht*
Nadua: Ich denk, ich hab das verstanden. Ich danke euch. Ihr beschert mir einige schlaflose Nächte weniger
Serendo Radil: *lächelt zu ihr*
Serendo Radil: dann freut es mich das ich dir helfen konnte
Serendo Radil: *er nickt einmal*
Serendo Radil: höre auf dein herz und deinen verstand
Nadua: *nickt bei seinen Worten*
Nadua: Das tu ich, gewiss. Also habt ihr schon eine Fee gesehen
Nadua: *zwinkert kurz. wirkt dabei jedoch etwas verlegen*
Serendo Radil: *erwiedert das lächelt und blickt nun verträumt wieder auf den see*
Nadua: Dann genießt noch die Stille an diesem schönen Ort. Habt Dank
Serendo Radil: gewiss... bezaubernd und wunderschön war jener augenblick
Serendo Radil: habt dank
Nadua: *sie macht einen knicks und lächelt dabei*
Nun war Nadua endgültig der Meinung das Druiden und Magier diejenigen sind, die alles wissen. Oder kommt es doch daher, weil sie meist einiges älter sind als sie?
Sie dachte nicht weiter darüber nach und ging lieber wieder ihrer Lieblingsbeschäftigung nach - das Sammeln von Fliegenpilzen.
Verfasst: Freitag 9. November 2007, 12:30
von Nadua
Nadua stand vor dem großen Tor der Hinrahs und überlegt noch eine Weile, ob sie nun läuten sollte oder nicht. Neugierig wie sie ist, legten sich vor lauter grübeln vor der Entscheidung kleine Furchen auf ihrer Stirn nieder. Wohl immer noch unschlüssig kletterte sie dann auf deinem Baum um vielleicht in den Innenhof sehen zu können.
So kennt man sie gar nicht, schüchtern, fast feige. Doch die Hinrahs sind verdammt große Menschen und sie klopfen einem so arg auf die Schulter.
Scheinbar, es sich doch anders überlegt, sprang sie aus dem Baum und macht auf ihrem Absatz kehrt. Nur wenige Schritte später stand sie vor Asurr, Ziehsohn des Einarr, Kind der Hinrah aus dem edlen Blute derer des Thrail. Der große Asurr. Auch wenn Nadua sich ihrer selbst gut einschätzen konnte, so bewunderte sie doch die Größe der Thyren.
"Die können viel weiter schauen als ich."
Sie strahlte ihn an und fragte dann nach Hrefna. Was niemand wusste war, dass Nadua sich im Namen irrte und eigentlich die Schamanin Systra meinte. Sie wird die beiden wohl nie auseinander halten können.
Doch kurz darauf stand sie dann vor Hrefna. Mit großen leuchtenden Augen lächelte Nadua sie an und fragte auch gleich los:
Nadua: Ihr seid doch eine Schamanin, stimmt?
Hrefna Hinrah: Ney...
Nadua: Nicht?
Nadua: *klatscht sich an die Stirn*
Hrefna Hinrah: Ney... ich bin Schmiedin...
Nadua: Ach, das war die andere
Hrefna Hinrah: Systra, Aye..
Nadua: *sie beisst sich verlegen auf die Unterlippe*
Nadua: *seufzt dann schwer*
Nadua: Das ich aber auch immer alles durcheinander bringen muss
Hrefna Hinrah: Also willst mey doch ney alleyne sprechen?
Hrefna Hinrah: *grinst breit zum Gegenüber*
Nadua: *sie blickt etwas traurig zu ihr auf*
Nadua: Wisst ihr, ich hege einen großen Wunsch
Nadua: und ich suche über all nach Wissen, in der Hoffnung meinem Ziel näher zu kommen
Hrefna Hinrah: Und welches Ziel..?
Nadua: *sie blinzelt und zögerlich sagt sie dann*
Nadua: Ich suche eine Fee
Hrefna Hinrah: Eine bestimmte..?
Nadua: Nein, irgendeine....aber eine echte.
Nadua: Keine Fee, die so von ihrem Mann genannt wird
Nadua: *lächelt*
Hrefna Hinrah: Naja.. Feen haben wir genug.
Hrefna Hinrah: Sie schwirren drinnen um den Baum.
Nadua: *sie blickt etwas skeptisch drein*
Hrefna Hinrah: Aber sie sprechen ney...
Nadua war sprachlos und wollte das nicht glauben. Für Hrefna schien dies nichts besonderes zu sein, jedoch für Nadua war es einfach unglaublich.
Hrefna brachte sie in den Innenhof zu dem Ahnenbaum der Hinrahs. Nadua lauscht leicht neidisch den Worten Hrefnas und kam aus dem staunen nicht mehr raus. Eine der winzig kleinen Feen, die diesen Baum umschwirrten setzt sich doch tatsächlich auf Hrefnas Schulter und begann ihr einen kleinen Zopf zu flechten. Naduas Augen wurden immer größer und sie verfolgte das Geschehen ehrfürchtig.
Eine Weile später streckte Nadua vorsichtig eine Hand nach den Wesen aus, doch zu ihr kam niemand. Sie war enttäuscht und doch voller Hoffnung, dass dies vielleicht eines Tages noch geschehen möge. Lange saßen die beiden noch unter dem Baum und Hrefna erzählte Nadua von den Ahnen und dem Sinn dieses Baumes.
Etwas in sich gekehrt verließ Nadua dann das Gelände.
"Diese Feen reden nicht mit mir und beachten mich nicht. Wohl weil ich es nicht wert bin." Ein kurzes Seufzen entrinnt sich ihrer kehle und so macht sie sich mit betrübter Seele auf den Heimweg.
"So werde ich ihnen nie von meinem größtem Wunsch erzählen können"
Verfasst: Donnerstag 28. Februar 2008, 12:58
von Nadua
Viele Sonnen und viele Monde konnte man zählen. Nadua sass an einem kleinen See ganz in der Nähe Varunas und dachte über ihre Ziele nach.
"Ist es nun so geschehen, dass ich meinen Wunsch aufgeben musste, damit Kanubio endlich glücklich wird und ich somit nie die Feen sehen werde? Geschweige mit ihnen reden? Haben die kleinen Wesen mich doch erhört?"
Ein sanftes lächeln und doch eine Spur von Traurigkeit umspielen ihre Gesichtszüge.
"Wenn dem so ist, dann ist es so" hastete von dem Baumstumpf auf und machte sich wieder auf ihren Weg.
Serendo ist tot
Verfasst: Sonntag 30. März 2008, 11:46
von Nadua
Nach dem Gespräch mit Simon und Gwain, hatte sich Nadua zurück gezogen. Als sie zurück kam und niemanden mehr vorfand, stapfte sie in den Gemeinschaftsraum. Fast wäre sie achtlos an dem Tische vorbei gelaufen, doch der Zettel auf dem Tisch schien sich zu bewegen oder doch nicht? Zumindest kam es ihr so vor und sie las Kanubios wenige Worte.
Serendo ist tot.
Sie setzte sich und schüttelte ungläubig den Kopf.
"nein, nein...niemals!" Eine ganze Weile starrte sie auf die Zeile.
"Serenda kann nicht sterben, er wird immer leben. Leben in meinem Herzen. Sicher haben ihn die Feen zu sich geholt, anders kann es nicht sein."
Sie ging hinaus und setzte sich an den kleinen See, dort wo damals ebenso Serendo saß und ihr Mut gab, ihr Vorhaben nicht aufzugeben. Die Sonne stand bereits an ihrem höchsten Punkt und das Wasser war ruhig. Ein kleiner Vogel kam und wusch sich mit Begeisterung sein Gefieder. Nadua beobachtete dies mit glänzenden Augen. Beobachtete jede seiner Bewegungen und ein sanftes Lächeln umspielte ihre Lippen. Erst als der Vogel seine Flügel ausbreitete, um wieder hoch in den Himmel zu steigen, kullerte ihre eine Träne über die Wange.
Traurig, aber mit der Hoffnung, dass Serendo nun bei den Feen ist, holte sie einen kleinen verbeulten Fliegenpilz aus ihrem Beutel und stellte ihn zu Füssen des Steines. Fuhr noch einmal mit der Hand über den Stein, dann über den Kopf des nicht mehr ganz so frischen Pilzes und nickte andächtig.
"Dies ist dein Platz Serendo... für immer" mit diesen Worten verschwand sie wieder im Wald und suchte nach Simon.
Verfasst: Montag 11. August 2008, 16:46
von Nadua
Wochenlang streift Nadua allein durch die Wälder, immer noch auf der Suche nach den Feen und ihrem Glück. Das Lager der Waldgeister war meist leer und sie sehnte sich so sehr nach der Fürsorge ihrer Freunde.
"Zieh dir was an die Füsse"
"Zieh dir mal was über"
"Schon wieder ohne Rüste?"
"Wo ist dein Bogen?"
Nadua muss immer schmunzeln, wenn die Worte in ihr aufsteigen.
"Bis heute lebe ich noch und das scheint ja anscheinend auch so gewollt. Wozu hab ich denn einen Mund und bereden kann man alles"
Bis vor kurzem noch war sie damit beschäftigt ihre Hochzeit vorzubereiten. Alle möglichen Menschen wollte sie an diesem, für sie so wichtigen Tage dabei haben. Natürlich die Waldgeister:
- Kanubio, der hübsche Krieger, der immer so besorgt um sie war.
Lamiro, ihr Blutsbruder, der sie gerne neckte, in dem er sich als grauseliges Moosmonster verkleidete.. "mein Bruder" seufzte sie leise vor sich hin.
Siobhan, die kleine Süsse. Nadua bewunderte sie immer um ihrem Umbang mit den kranken Tieren. Wie mutig sie doch war.
Zu guter Letzt Simon. Er war ihr Auserwählter, mit ihm wollte sie bis ans Ende ihrer Tage durch die Wälder streifen... Tränen kullerten ihre Wangen hinunter als sie an den Mann ihrer Träume denken musste.
Das Wölfchen, der Seldon und die lieben anderen Waldläufer, Tithus, Thancred mit seiner Feenfrau, Serendo, der leider nicht mehr unter uns weilt, die Bunjams und die Hinrahs und alle Anguren und noch so viele mehr...alle sollten barfuss an ihrer Hochzeit teilnehmen.
Alle sollten kommen und fröhlich feiern und nun lag dieses Ereignis in den Sternen.
"Erst, wenn ich einer Fee begegnet bin, erst dann wird sich mein Traum erfüllen. Solang muss ich auf die Suche gehen..."
Nadua brach alles hinter sich ab. Sie nahm nur wenige Dinge mit sich, eigentlich nur das, was sie für nötig hielt. Ja, auch den Bogen, denn jener war ein Geschenk von Simon.. Es war Sommer, es war warm und sie machte sich mit blanken Füssen auf in die Wälder...
Ab und zu schaut sie traurig hinter sich, doch zog es sie hinaus in die Fremde...
Verfasst: Montag 22. September 2008, 11:35
von Nadua
Lange Zeit streifte sie schon durch die Wälder und hielt ihre Augen und Ohren offen. Nirgends nur ein Hauch einer Spur. Nadua kam sich so alleine vor und doch nutzte sie diese Zeit für sich. Sie wusste es muss irgendwo einen Ort geben, der so schön war, wie in ihrem Traum. So schön, dass er ihr eine Gänsehaut bereiten würde...
Vor ihrer Abreise hatte sie noch das nötigste gepackt und in ihren Rucksack verstaut. Es fiel ihr schwer, die Farben der Geister abzulegen. Das einzige Erkennungszeichen, das Armband versteckte sie tief unten im Gepäck. So nahm sie ihren Stab, den sie damals in Berchgard kaufte und machte sich auf leisen Sohlen davon. Auf ihrer Suche nach den Feen schlug es sie immer wieder kurz zurück in ihre Heimat, besser gesagt zurück zu ihrer Familie. Doch das Lager war verlassen und leer.
Enttäuscht machte sie sich auf dem Weg zu Kanubios Haus, bis sie am Rande des Nelbelwaldes zwei Gestalten erblickte. Den einen erkannte sie sofort und ihr Herz fing an vor Glück Purzelbäume zu schlagen... Simon... ihre große Liebe. Eine Weile beobachtete sie die beiden aus dem Schatten des Baumes heraus, jedoch konnte sie sich nicht lange beherrschen, um sich bemerkbar zu machen. Es war wie früher, als wäre nie etwas gewesen, ausser eine große Sehnsucht, die tief in ihr drin verborgen liegt.
Sie wechselten nicht viele Worte, doch die bedurfte es auch nicht.
Überglücklich und doch mit einer Träne im Auge,verabschiedeten sie sich wieder voneinander. Mit diesem Treffen bekam Nadua wieder die Kraft ihre Suche fortzusetzen, doch nicht ohne Kanubio zu besuchen, der ein neues Zuhause bei den Bunjams gefunden hatte.
So machte sie sich auf den Weg nach Lameriast...
Verfasst: Freitag 3. Oktober 2008, 17:12
von Nadua
Den Weg zu den Bunjams kannte Nadua noch recht gut und so erfolgte auch der versprochene Besuch. Kanubio freute sich riesig sie endlich einmal wieder zu sehen, auch wenn sie wohl grad zu einem unpassenden Moment dort auftauchte. Sie versprach ihm jedoch bald wieder zu kommen.
Auf dem Rückweg in ihre alte Heimat beobachtete sie wie im Hafen von Bajard ein großer hübscher Bär sich daran macht ein Nest der Möven zu plündern. Die Möven flogen aufgeregt hin und her und beschimpften den Bären auf ihre Art und Weise. Das konnte Nadua alles nicht lange mit ansehen und so mischte sie sich in das Geschehen ein:
Vogel: *hastet unter das Nest., so schnell es denn geht*
Nadua: *streckt sich und zieht die Luft tief in sich ein*
Moeve: *ein lauter Klageschrei hallt durch die Nacht*
Braunbaer: *die Eierschale mag knirschen, der Inhalt rinnt dem Bären das Kinn herunter*
Nadua: *blickt ans Ufer*
Moeve: *er stimmt in das Wehgeschrei ein*
Braunbaer: *vergnügt schleckt er sich ums Maul*
Adler: *Sitzt an der Kante des Strohdaches und lässt einen hellen Schrei verlauten, während er den Bären beim Fressen beobachtet.*
Vogel: *unter dem Nest ertönt noch gedämpfter noch eine Nuance empörteres Gestschiepe*
Nadua: *sie mustert mit einem grinsen das geschehen*
Braunbaer: *schleckt nun den Einhalt ab, wo er hingetrieft ist*
Moeve: *kreischend und klagend drängen sich die beiden Vögel aneinander*
Nadua: *sie schiebt ihre Unterlippe nach oben und kneift verschwörerisch die Augen zusammen*
Nadua: Hmm...
Vogel: *kramt sich unter dem Nest hervor*
Braunbaer: *schnappt sich nun das nächste Ei und zermalmt auch jenes*
Braunbaer: *laut schmatzend spukt er nach und nach die harte Schale aus*
Nadua: *schließlich neigt sie ihren Kopf leicht zur Seite*
Moeve: *wieder kreischt sie laut auf, die Flügel hängen an ihrer seite herab, als seien sie gebrochen*
Nadua: *tritt dann leise vor*
Vogel: *ein geradezu vernichtender blick - für kleine vogelverhältnisse - trifft den bären*
Nadua: Hey du Bär da
Adler: *Beugt den Körper vom Dach herab vor und beugt die Frau kritisch.*
Nadua: *ruft sie empört auf*
Braunbaer: *blickt kurz zum Vogel und schleckt sich wiederum das Maul gründlich ab*
Nadua: *sie scheint den Adler nicht zu beachten*
Vogel: *ein flügel deutet wild zwischen nest und möven hin und her, begleitet vom gewohnten getschiepe*
Nadua: Pfft *ruft sie laut gen Richtung Bär
Braunbaer: *lässt schließlich on dem Nest ab, wohl satt*
Nadua: *läßt ihren Stab gen Boden stampfen*
Nadua: Schäm dich du
Braunbaer: *schleckt sich immer wieder ums Maul, dabei zufrieden brummend*
Moeve: *kaum ist der Bär davon, stürzt er sich erneut vom dach*
Braunbaer: *setzt sich auf die Hinterbeine und baut sich in voller Größe auf*
Nadua: *schüchtern lächelnd zieht sie ihren Kopf ein*
Nadua: Ist ja gut, beruhige dich
Braunbaer: *ein ohrenbetäubendes Gebrüll ist zu hören*
Nadua: *sagt sie mit leicht zitternder Stimme und doch versucht sie laut zu sein*
Moeve: *rasch wird untersucht, ob noch etwas zu retten ist... aber das gelege ist vernichtet*
Braunbaer: *deutlich zeigt der Bär seine Zähne*
Nadua: Oh..
Vogel: *schaut dem bären noch immer aufgebracht nach*
Nadua: *weicht einige Schritte zurück*
Nadua: GRRR.. *raunt sie ihn an und fuchtelt mit dem Stab*
Moeve: *der Vogel sackt regelrecht in sich zusammen*
Nadua: Ich weiß du bist groß und stark
Braunbaer: *ist davon wenig beeindruckt und brüllt erneut gen die Frau*
Vogel: *sichtlich unentschlossen, da zappelig, ob man nun dem Missetäter folgen oder beim Nest bleiben soll*
Mann: *er hält kurz inne braune Augen blicken sie aus der Knochenverzierung musternd an*
Nadua: *macht eine ausladende Geste*
Adler: *Schon als der Mann von fern sich nähert, ruckt der kleine Adlerkopf herum.*
Braunbaer: *ein ekliger Geruch strömt aus dem bärenmaul und kleine Eireste sind zu erkennen*
Moeve: *sachte schiebt er mit dem Schnabel etwas von dem zerfledderten Stroh zusammen*
Nadua: Ich tu dir nichts, doch schäm dich Eier zu stehlen
Moeve: *als könne er mit einem Neubau des Nestes alles ungeschehen machen*
Nadua: *sie scheint sich ihrer Sache sicher und redet auf den Bären ein, als würde er sie verstehen*
Vogel: *entschließt sich letztlich, beim Stroh sammeln zu helfen - so man ihn lässt*
Nadua: Geh in den Wald wo Du hingehrst
Braunbaer: *erneut ertönt ein brummen... wohl unklar ob aus der Kehle oder Magengrube*
Mann: *abschätzend wiegt er das Haupt hin und her und wendet sich anschließend herum*
Nadua: Husch husch
Nadua: Ich komm auch mit
Frau: *der Blick schweift zu ihm, verweilt einige Herzschläge*
Nadua: *langsam geht sie wieder einige Schritte zurück*
Braunbaer: *brüllt sie wieder an, laut*
Moeve: *die Moeve scheint so beschäftig zu sein, dass sie keinerlei Gegenwehr zeigt*
Adler: *Aus blitzenden Augen verfolgt er den fremden Mann, bis er nicht mehr zu sehen ist.*
Frau: da seid ihr ja *feststellend, knapp so freundlich wie gewohnt*
Nadua: Ich wusste, dass du mich verstehst
Mann: *abermals stoppt er und wieder blicken braun gefärbte Augen gen der vermummten ehe sich das*
Nadua: *grinst gequält*
Mann: *Haupt zu einem nicken herablässt*
Frau: *eher obligatorisch nickt sie ihm zu die Klnge verzerren sich in schmerzlicher Art und Weise*
Braunbaer: *bleibt auf der Stelle angewurzelt stehen*
Nadua: Los lieber Bär, geh doch, sonst wird man dich auch noch töten
Nadua: genauso, wie du es mit den Eiern getan hast
Frau: *ehe sich nahe der Disharmonie ein Spalt im Gefüge auftut und die Beiden verschluckt*
Moeve: *er fliegt nun unablässig zwischen Boden und dach hin und her*
Nadua: Versteh mich doch
Mann: Meiden wir den Hafen dort treibt sich nur Getier umher
Moeve: *schleppt das nistmaterial, das noch brauchbar erscheint, seinem Weibchen zurück*
Nadua: *wieder deutet sie mit dem Stab in Richtung Norden*
Braunbaer: *blickt nach Norden und blickt kurz gen Adler*
Nadua: *wieder einige Schritte rückwärts, ohne ihn aus den Augen zu lassen*
Braunbaer: caeflicaeial maezas aigwadil cadhelgwaistadiledlzassu' gwa
Adler: *Beobachtet von droben sowohl den Bren, als auch den kleinen Vogel bei ihrem Tun.*
Nadua: Du singst aber schön
Braunbaer: *es war ein lauter Brüll*
Nadua: *blickt erstaunt zu dem Bären ohne die Leute zu beachten*
Mann: *schaut kurz skeptisch zu den Bären und reitet dann an ihm vorbei*
Braunbaer: *wendet sich kurz um, in die Luft hapsend*
Mann: Hossa Nadua!
Mann: *ruft er zu ihr hinüber*
Nadua: Oh
Sigfastr Bunjam: *der Kaltblüter scharrt mit den hufen über den Boden um auf sich aufmerksam zu machen*
Nadua: *blickt sich erstaunt zu dem Reiter um*
Nadua: Zum Gruße
Nadua: *wedelt mit der hand*
Sigfastr Bunjam: hossa
Systra Bunjam: *runzelt leicht die stirn*
Braunbaer: *baut sich nun auf dem Steg auf....*
Mann: *er winkt ihr noch zu*
Nadua: *dreht sich herum*
Sigfastr Bunjam: des stehst im wech
Runa Bunjam: Hossa Nadua
Braunbaer: *der Blick geht nonstop hin und her...*
Nadua: *blickt erneut verwirrt um sich*
Mann: *Als der Bär aggressiv zu werden scheint hört man wie sirrend*
Mann: Sig lass sie in Ruhe
Mann: *Eine Klinge gezogen wird*
Systra Bunjam: der sieht fast aus wie der eyne der bey uns im clan war
Nadua: Weg?
Nadua: *blickt auf die Strasse und nickt eifrig*
Adler: *Verhält sich still auf dem Dach und sieht hinab.*
Nadua: Verzeihung
Mann: Aye, sie ist die Gefährtin meines Bruders
Sigfastr Bunjam: dank dey
Nadua: Bruder?
Mann: *er blickt nun zu dem Bären hin*
Mann: *Die Klinge ruhig in der Hand*
Runa Bunjam: er wollt doch nur vorbey, kanubio
Nadua: Lasst bloß den Bären in Ruhe sag ich euch
Kanubio Alossa: *nimmt den Helm ab*
Sigfastr Bunjam: wrd mey sey ney kennen ht mey sey eynfach platt jeritten! *raunt er*
Runa Bunjam: und was zum geyer macht der br hier?
Nadua: *murrt leise vor sich hin*
Braunbaer: *dreht sich fix im Kreis..... immer schauend was hinter ihm vorgeht*
Systra Bunjam: *den seelenruhigen kaltblüter treibt sie nun etwas die straße hinab*
Nadua: Der will grad gehen
Mann: Systra ... seh zu das der Br verschwindet aye?
Nadua: Ich mein, er sucht den Weg in den Wald
Nadua: *sie scheint sich um den Bären zu Sorgen zu machen*
Systra Bunjam: na in dem dorf hat der auch wirkley nuad verlorn..
Sigfastr Bunjam: runa, dey meyntest doch wir htten ney mehr viel fleysch...
Systra Bunjam: muss sey ja sehr verlaufn habn
Mann: aye ...
Adler: *Die Schritte des Adlers auf dem Dach erzeugen ein leises Knistern in der Nacht.*
Runa Bunjam: *sie schmunzelt nun*
Mann: Mhhm ...
Braunbaer: *setzt sich schließlich auf den Hintern und kratzt sich mit der Hinterpranke hinterm Kopf*
Mann: Süsse Bürenlende ... herzhafte Bürenlende wür mir zwar lieber ...
Mann: aber immerhin ...
Nadua: *erst jetzt erblickt sie Kanubio und strahlt ihn von weitem an*
Sigfastr Bunjam: aye... bürenbraten schwebt mey auch vor
Braunbaer: *brüllt laut den Mustang an*
Nadua: Oh Nein!
Kanubio Alossa: *er hatte sie wohl die ganze zeit im Auge und strahlt zurück*
Nadua: *versucht sich an dem Pferden vorbei zu drängeln*
Systra Bunjam: na irgendwie muss der Bär da weg
Mann: rh
Vogel: *kruschelt sich zwischen den mohn*
Mann: *Der Kaltblüter schart unruhig mit dem Huf und mustert den Bären bleibt*
Runa Bunjam: besser wärs für ihn.. wer weyss was die städter mit dem anstellen
Mann: *Aber ansonsten relativ ruhig*
Runa Bunjam: wahrscheynlich eynsperren oder sowas
Mann: *stiefelt einfach weiter die Gasse hinunter*
Mann: *wohl auch durch gezielten Druck des Reiters beruhigt*
Systra Bunjam: aye ich seh das genau wie dey Runa
Systra Bunjam: mit tieren kennst du dey am bestn aus
Runa Bunjam: aber ganz ehrlich... irgendwas stimmt mit dem viech ney
Systra Bunjam: aye das is seltsam
Runa Bunjam: keyn normaler bär würd sey hier hin stellen
Mann: Arrr!
Systra Bunjam: normal kommn bären ney so weyt in städte
Runa Bunjam: vielleycht ist der bey eynem städter aufgewachsen
Kanubio Alossa: Nadua, beobachtest du den schon länger?
Kanubio Alossa: *ruft er zu ihr hinüber*
Braunbaer: *wuselt wieder im Kreis umher*
Nadua: Ja sicher
Braunbaer: *immer wieder einmal brummend*
Sigfastr Bunjam: vielleycht will der auch in dey pfanne landen
Nadua: *ruft sie rüber*
Nadua: Der hat sich verlaufen
Nadua: Verirrt, der Kleine
Nadua: Aber brüllen kann er und schmeckt gar nicht
Nadua: Wollt ich nur mal so sagen
Sigfastr Bunjam: der schmeckt bestimmt
Runa Bunjam: woher weysst dass der ney schmeckt?
Systra Bunjam: naja bärenlende schmeckt scho gut Nadua
Nadua: Bren schmecken nie
Mann: *er drückt seinen Pferd in die Flanken wodurch es sich einmal aufbäumt und mit den Hufen nach*
Nadua: Aber Beeren
Runa Bunjam: das ist ney wahr, nadua
Mann: *Vorn ausschlägt wohl jedoch ohne den Bären treffen zu können*
Kanubio Alossa: *er beginnt zu schmunzeln, irgendwie scheint er was zu ahnen*
Mann: *Wahrscheinlich mit dem Ziel das Tier einzuschüchtern und vom Steg wegzutreiben*
Nadua: *sie zieht eine Schippe und stampft mit dem Stab erneut auf*
Vogel: *plustert sich ob all des lrms noch mal auf...was mittem im mohn eher zu einem wackeln*
Vogel: *eben dieses führt*
Braunbaer: *wird nun wild und versucht den Mustang aus dem Konzept zu bringen*
Runa Bunjam: *sie hebt eine braue an beim gebaren des bären*
Nadua: Hab ich euch schon von meinem Bärchen erzählt?
Braunbaer: *zeigt ihm die großen Zähne und haucht ihn mit üblen Geruch an*
Systra Bunjam: nu reychts!
Sigfastr Bunjam: mey verlier langsam die nerven *brummt um seinen Standpunkt zu verdeutlichen*
Systra Bunjam: *brummt sie und springt vom Kaltblüter*
Mann: *Der Kaltblüter der selbst nen stolzen Mustang wohl noch an größe überragt richtet sich erneut auf*
Kanubio Alossa: *er nimmt das Pferd hart in die Zügel*
Systra Bunjam: *summend tritt sie nun vor die freie hand schon hebend*
Mann: *Und versucht den Bären wohl eine mit der Hufe mitzugeben wenn er zu nah rankommt*
Kanubio Alossa: *und redet ihm ruhig zu*
Nadua: *sie hält ihre Hände vor ihre Augen und schielt durch die Finger hindurch*
Braunbaer: *baut sich auch auf und zeigt seine Krallen*
Nadua: Lasst ihn doch am Leben
Systra Bunjam: *ihre augen werden einen moment leer und leblos*
Kanubio Alossa: *auch sein Pferd wird nun sehr unruhig und tänzelt nervös herum*
Sigfastr Bunjam: *ein kehliges knurren geht von ihm aus*
Systra Bunjam: *dann bildet sich grün unter dem bären das ihn wie ranken einzuwickeln droht*
Adler: *Beugt sich vom Dach herunter und lässt plötzlich einen lauten Schrei hinter der Frau ertönen.*
Nadua: *sie blinzelt zu dem Reiter auf, neben sich*
Nadua: Nun tu doch was
Mann: *als er die Menge erblickt heben sich die Brauen des Wachmanns*
Mann: *Der Kaltblüter schnaubt und richtet sich mehrere male halb auf*
Sigfastr Bunjam: mey tu jleach wat!
Runa Bunjam: bleyb ruhig, sigfastr
Kanubio Alossa: *auch sein Pferd beginnt vorne leicht zu steigen*
Systra Bunjam: *sie blinzelt bei dem schrei des Adlers kurz und ihre Augen werden wieder mit Glanz des Lebens gefüllt*
Braunbaer: *der Bär sichtet sich ebenfalls immer wieder mal auf, und fuchtelt mit seinen Pranken in der*
Mann: *Wohl nur ungezielt nach vorn austretend als wolle das Pferd das Tier weiter auf Abstand halten*
Braunbaer: *läuft herum*
Mann: Und was bei allen Göttern soll diese Versammlung jetzt?
Nadua: *wendet sich zu der wache*
Kanubio Alossa: *entsetzt blickt er nach hinten und schätzt die Entfernung zum Pierende*
Nadua: Götter
Runa Bunjam: noch eyn verrückter Städter der von Göttern quatscht
Nadua: *lacht kurz auf und lächelt dann gequält*
Runa Bunjam: des hat nun gefehlt
Vogel: *wuselt sich aus dem mohn*
Mann: Systra!?
Sigfastr Bunjam: nu kommt mey nuad noch mit jöttern...
Nadua: Bring doch bitte den Bären zurück in den Wald
Systra Bunjam: Aye!
Mann: Was auch immer - ist hier los?
Nadua: Der tut doch gar nichts
Systra Bunjam: *fixiert den bären wieder und reisst die hand erneut hoch*
Nadua: *sie scheint ihn fast anzuflehen*
Nadua: Der hat sich verlaufen
Nadua: Hunger
Mann: die wollen nen bären umhauen?
Mann: *Nickt dann bedächtig als Ranken aus dem Boden schießen ...*
Kanubio Alossa: *in der schweren Rüstung hält er sich nur noch mühsam am nervösen Pferd*
Systra Bunjam: *dieses mal sehr viel aggressiver schlingen die ranken nach dem bären*
Mann: Kann man dat Vieh betäuben?
Mann: *deutet vor sich auf das Dock*
Braunbaer: *brüllt so laut er kann*
Nadua: Der Bär muss ja wütend werden
Nadua: *nickt*
Mann: jungejunge
Runa Bunjam: na denn können wir ja nun endlich aufs schiff
Mann: *schüttelt den Kopf*
Mann: ich bin nur für bajard zuständig
Systra Bunjam: zumindest kann er sey nen moment ney bewegn..
Mann: Mhh oder so ...
Mann: wenn der bär keinen bürger angreift
Systra Bunjam: der rest is sache der städter
Mann: Jut dann schnell
Runa Bunjam: ab unter deck!
Nadua: Na sowas aber auch
Systra Bunjam: *geht wieder gen kaltblüter*
Nadua: Und wo sind wir hier?
Braunbaer: *der bär hält still*
Vogel: *sammelt sein Stöckchen mit dem Schnabel wieder auf*
Mann: in Bajard gute Frau
Kanubio Alossa: *winkt Nadua und wendet sein Pferd*
Nadua: *sie murrt abermals leise*
Braunbaer: *holt aber immer wieder tief Luft und brüllt ohrenbetäubend*
Vogel: *trippelt damit gen Steg*
Systra Bunjam: arme städter...
Kanubio Alossa: Stolz und Ehre Nadua!
Nadua: *wendet sich entsetzt um*
Systra Bunjam: *schmunzelt kurz*
Mann: *hlt sich dezent eine hand an das ohr*
Nadua: *hat nur Auen für den Bären*
Mann: Mien Nest kaputt mokn un denn och noch dafr sorjen dett mien Mvn krabauk mokn
Nadua: *scheinbar ohne Scheu wendet sich sich ihm zu*
Adler: *Als die Tiefländer den Steg verlassen haben, flattert er hinab zu dem Bären.*
Nadua: Haben die ihn festgeklebt?
Vogel: *flattert hoch um auf dem bärenkopf zu landen*
Braunbaer: *zappelt wird in den schlingen und brüllt*
Mann: *klappt dann die Augenklappe auf das andere Auge, blinzelt einige male mit dem jetzt freien Auge*
Adler: *Zupft und pickt mit dem Schnabel an den Ranken.*
Mann: scheint fast so
Braunbaer: *versucht den Vogel abzuschütteln*
Mann: *und stiert langsam dem Weg folgend zum Steg hinauf*
Mann: vielleicht sollten wir ihn mit honig locken
Nadua: *sie blickt traurig zu dem Geschehen*
Nadua: *grinst dann auf*
Vogel: *wedelt mit dem stöckchen gen norden, bis er doch abgeschüttelt wird*
Mann: Ey!
Nadua: *holt einen beutel aus der tasche und leert etwas Honigmilch auf den Boden*
Mann: hmh
Mann: Do doa obn! Bey de Viechers!
Vogel: *ein federbällchen am stock wirbelt durch die luft und kommt stark schimpfend auf dem boden auf*
Mann: also wenn ich eine frau so frage, nicht?
Mann: wollt Ihr meinen bären sehen
Mann: Ha ha ha
Mann: *pöbelt er die Frau an*
Adler: *Einige Schmarren später und mit vereinter Kraft, kommt der Bär endlich frei.*
Nadua: *weicht vorsichtig zurück*
Mann: *wohl versucht der Gardist einen - mehr als schlechten - Witz zu reißen*
Moeve: *noch einmal vergewissert er sich, dass das nest - wenn auch ohne eier - im moment*
Moeve: *außer gefahr ist*
Nadua: *sanft lächelt sie hinüber*
Braunbaer: *blickt kurz zum Adler... leis brummend*
Moeve: *dann breitet er die schwingen aus und fliegt auf das dach der nächsten hätte*
Nadua: Geht nicht zu nah ran, er fühlt sich bedroht
Mann: Arrr
Mann: De sej bestimmt schuld de bleede Jans doa
Nadua: *blickt vorbei an dem Bren zu dem Mann*
Vogel: *ein nun mit diversen pflanzenteilen und etwas erde bedeckter vogel rappelt sich wieder auf*
Moeve: *aufgeregt trippelt der vogel am rand des daches entlang*
Mann: Wo to de Seeschlange kimmn de verfluchtn Viechers her! De verngstijen mien Frind doch Arrr
Braunbaer: *blickt zum Mann mit der Flinte und brüllt ihn laut an*
Moeve: *dabei kreischt er wieder, den bären nicht aus dem blick lassend*
Nadua: *ein erstauntes Oh entweicht ihr als sie sein Holzbein erblickt*
Mann: jetzt schießt ihn schon ab guter Mann
Nadua: NEIN!
Mann: dann haben wir alle unsere Ruhe und lecker Braten morgen
Braunbaer: *brüllt wieder laut umher*
Mann: Arrr Brenwurst im Schweynedarm
Braunbaer: *blickt immer wieder von einer zur anderen Seite*
Nadua: *rennt vorbei an dem Bären und stellt sich vor den Mann*
Adler: *Flattert hinauf aufs dach und breitet seine Schwingen aus.*
Mann: Arrr!
Nadua: Haltet doch ein
Mann: Wech doa!
Nadua: Nein!
Mann: Do hest bestimmt mien Nest kaputt jemokt
Mann: *seufzt entnervt auf*
Braunbaer: *die pranke hob soch wohl nach der Frau, doch senke sie sich wieder als sie so schnell*
Nadua: Dann müsst ihr mich erst, mit was auch immer ermorden
Braunbaer: *außer Reichweite kam*
Mann: hhhh wenns weyder nechts sej
Vogel: *ein weiterer blick trifft den bären, ein flügel ruckt mehrmals gen norden*
Nadua: Ich repariere es wieder
Mann: Gute Frau - bitte tretet weg da!
Nadua: Nehmt es ihm doch nicht übel
Mann: im wald gibts noch mehr Bären!
Mann: Wett? Wem?
Nadua: Er ..er hat doch auch verdient zu leben
Mann: Und wenns mein Bär sein soll!
Mann: Niemand hett et verdient to lebn, wer de Seeleud nech achtn tut
Braunbaer: *wirft dem kleinen Plustervogel nen brummigen Blick zu und huscht möglichst unauffällig und leis davon*
Nadua: Ach
Mann: Jetzt ist der bär weg!
Nadua: *sie schiebt wieder ihre Unterlippe vor und scheint zu grübeln*
Mann: *tritt scheppernd näher*
Mann: Arrrr! Verflucht
Nadua: *lächelt zufrieden auf*
Mann: *stiert kurz dem Bären nach*
Nadua: *sie wischt sich kurz über ihre Augen*
Adler: *Erhebt sich vom Dach aus und folgt dem Bären in die Nacht.*
Braunbaer: *brummt einmal gen Zwerg*
Mann: herr wachmann!
Nadua: Glaubt mir doch
Mann: der herr?
Vogel: *trippelt noch immer etwas aufgeregt herum*
Mann: *brummt tief zurück*
Moeve: *kaum ist der br verschwunden, fliegt auch er wieder hinber auf das andere dach*
Nadua: *sie wendet sich um*
Mann: Ick fordere di uff, dett Weyb wejen Schändung der totnruh festtonehmn hh
Moeve: *dort gesellt er sich zu seinem weibchen*
Nadua: Totenwas?
Mann: *seufzt*
Mann: Totnruh
Mann: das hört sich nach arbeit an
Mann: ruuuuh
Nadua: Was, es ist schon jemand tot?
Mann: *und wendet sich der Frau zu*
Nadua: Das tut mir aber leid, ehrlich
Mann: Arrr! Do musst wissn, dett de Seevjel nechjoa
Mann: dett sejn ersoffne Seeleude
Nadua: Nein, ehrlich?
Nadua: *sie legt ihren Kopf leicht schief*
Mann: Un een Jeder, doa mok ick keene utnahme, der de viechers strt oder se qult
Nadua: *blickt dann gen Himmel und dann wieder gen Boden zu den Möven*
Mann: *nickt bekräftigend*
Mann: Verdient mindestens jevierteylt to werdn un denne erschossn! um anschließnd verbrannt un verspeyst
Mann: to werdn! Arrr
Mann: beym Klabautermann!
Nadua: Aha
Mann: da hat der herr leider recht
Mann: und Ihr seid in Bajard
Mann: Behinderung der Justiz
Nadua: Hmm...aber
Mann: das ist ein vergehen
Nadua: Ich versteh das nicht
Mann: der bär sollte erschossen werden
Mann: ich sage Euch was
Nadua: *sie wirkt nun verunsichert und im allgemeinen recht naiv*
Mann: ein Bußgeld von anderthalb Kronen und wir vergessen die Sache
Mann: *lächelt der Dame freundlich zu*
Mann: Arrr der Bär war den mit mien Nest oder wett? hett mien liebn Vjels janz uffjescheucht unnso
Nadua: Geld, aha
Nadua: *kramt in ihrem beutel*
Nadua: Ich kann euch einige Äpfel geben
Nadua: Mehr hab ich nicht
Mann: *er seufzt auf*
Nadua: Und die schmecken sag ich euch
Mann: verflucht nocheins warum mach ich die Arbeit überhaupt
Mann: Arrr
Nadua: Die sind richtig lecker
Mann: Ick kann dett och Rejeln Herr Wachmann
Mann: wenn ich pfel will dann hol ich mir von Frau Leanne welche
Mann: ich bin doch nicht Bajards Suppenkasper, ich bin Milizionr verfluchtnocheins!
Mann: Ick heff jerade de Kch jesubert von dem vorherijen Bratn hh
Nadua: *sie zuckt mit den Schultern*
Mann: *stampft scheppernd mit der rechten in den Schmutz der Strae*
Nadua: Und nun?
Nadua: Ich hab noch einen Krug Metmilch
Nadua: *grinst*
Nadua: Jahaaa, von den Bunjams
Nadua: das sind nette Leute
Nadua: ausser sie jagen Bären
Mann: nun der Herr
Mann: *er blickt gen des Alten*
Mann: was schlagt Ihr vor?
Mann: Hmm Arrr
Mann: Ick schlaje vor
Mann: Doa mi dett Fleysch utjegangn sej
Mann: dett ick de Deern mit inne nehm
Mann: hhhh
Nadua: Inne nehmen?
Mann: Aye
Nadua: *zuckt abermals mit den Schultern*
Mann: *er reckt die Nase kurz überlegend hoch*
Mann: Ick versprech di, do spürst fast jarnechts, bevor do jeschlachtet wirst hhh
Nadua: Ihr seid aber nicht nett
Nadua: *sie schmollt ihn an*
Mann: ich glaube wir sollten die Dame in Gewahrsam nehmen
Mann: Arrr! Ick heff doch jesacht, jeeevierteylt!
Mann: hmm oda so
Mann: kein bußgeld
Mann: und Strafe muss ja wohl sein
Nadua: Ihr wollt mich einsperren?
Mann: un denn muss ick den Nestzerstörer utwindich mokn...oder hett wer jesehn wer dett woa?
Mann: was mach ich mit Metmilch - igitt
Nadua: *sie schluckt laut*
Nadua: Ich geh dann mal, ne?
Mann: Wett?
Mann: *reisst die Flinte wieder hoch und legt sie an*
Nadua: *grinst und dreht sich langsam pfeifend um*
Mann: nechts doa
Nadua: *stockt und bleibt erstarrt stehen*
Mann: *stapft scheppernd voran*
Mann: Stehn jebliebn oder do hest keen Knie mehr
Mann: nana das geht aber nicht
Nadua: *dreht sich langsam wieder um*
Nadua: So wie ihr?
Nadua: Hat da einer auf euch geschossen?
Mann: Aye! So wie mi
Mann: Nej
Nadua: *fragt sie neugierig nach*
Mann: Hett mi een Hai abjebissn hhh
Nadua: Hui, ein Hai?
Mann: So sej et
Nadua: Ich hab noch nie einen gesehen
Mann: Glck jehebt, de seyn janz weyt draussn
Mann: *er postiert sich langsam und schielt voran*
Mann: Unnu, to de dreymoa verfluchtn Seeschlange, hett sech an mien Mvn verjangen?
Nadua: Hmm...das hat doch bestimmt weh getan, oder?
Nadua: *sie blickt zu Boden*
Mann: Arrr, lenk nech eb, ick war un bin immer noch besoffn hh! ick spr so jut wie jarnix
Nadua: Das war der Bär, aber er darf nicht sterben
Mann: Arrr! Der verfluchte Bär alsou! Ick verstehe
Mann: Sterbn werdn wa alle irjendwann
Mann: Der Bär allerdings früher als mi hh
Nadua: *sie seufzt lautstark*
Mann: *er grinst dabei breit auf und nickt bestätigend*
Mann: Unnu
Mann: Warn wa gloob ick dabey
Nadua: *kommt dann etwas näher*
Mann: Di ins Jewahrsam to nehmn oda herr Wachmann?
Mann: Arrr
Nadua: Wisst ihr.....
Nadua: auch ihr habt da ein Herz
Nadua: *klopft ihm auf die Brust mit nur einem Finger*
Mann: *die flinte vor ihr vorbeiführend, damit er sie nicht auf ihre Schulter legen muss*
Mann: Gloobst du?
Mann: Ick heff wohl wett, wett doa pochn tut
Nadua: *sie nickt eifrig*
Nadua: Sag ich doch
Mann: Aver ick gloob nech, dett dett wett nnern tut an de Tatsache
Mann: Dett der Br sterbn muss
Nadua: Darf ich mal was sagen?
Mann: Und daf Bue tun muss
Mann: Do sachst de Janze Zeyt wett
Nadua: *blickt auf ob des Gebrülls*
Mann: Horteras, warum tust du mir das an
Nadua: *lächelt dann*
Mann: *blickt gen himmel und seufzt*
Nadua: Ich sage nur, was gesagt werden muss
Nadua: Und das stimmt doch auch
Nadua: Ihr seid gar nicht so schrecklich, wie erzählt wird
Mann: würd mich nicht drauf verlassen
Mann: Arrr! Ick sej Haljar de Furchtbare oda so hh
Mann: Un wenn ick nu tee trinkn wollde
Nadua: Oh, das hab ich verstanden
Mann: wrd ick inne sitzn un dem Klabastermann eens überbratn verflucht!
Nadua: *streckt ihm ihre Hand entgegen*
Nadua: Ich bin die Nadua
Mann: bäh immer diese bärenkuschler
Mann: hrm
Mann: Aye verflucht
Mann: ich köpf den jetzt mit meiner Hellebarde
Mann: ehm Arrr!
Mann: *stapft indes voran - die rstung scheppert dabei laut*
Mann: Juhuuuu, Bärlibärlibärli
Mann: ja wo iss'n das Bärchen?
Nadua: *noch immer streckt sie ihm die Hand entgegen*
Nadua: Ich beisse nicht
Mann: Ick aver hh
Mann: hmm Arrr
Nadua: *grinst verlegen*
Mann: Verflucht! Nu sej de mistbär wech
Nadua: *zieht dann ihre hand enttuscht zurck*
Nadua: naja, irgendwann tut ihr es vielleicht doch mal
Mann: *stiert mit dem freien Auge zur Gasse mit den Ratten und zieht etwas Rotz, welcher ihm*
Mann: *bereits drohte über den Mund zu laufen, hoch*
Nadua: *sie verzieht ihre Nase*
Nadua: *kichert dann*
Mann: hmm Arrr
Nadua: Sagt mal, wohnt ihr denn auch auf einem Schiff?
Mann: *speit das hochgezogene dann zur Seite weg*
Nadua: Ich dachte solche Leute wie ihr hassen das Land
Mann: Nechmehr
Nadua: Ich mag die See nicht
Nadua: da riecht es nicht so gut wie hier
Mann: Arrr, de See sej de beste Jeliebte die men habn kann
Nadua: naja, die Stadt ist auch nicht sonderlich schön
Mann: un prächt een unjemein
Nadua: aber im Wald, dort ist es herrlich
Mann: Arrr Wald
Mann: Doa kiekt allet gleech ut
Nadua: Oh nein
Mann: der sej to ruhich un ruhe heest nie wett judes
Nadua: Gewiss nicht
Nadua: Der Wald lebt
Mann: *pfeifend kommt er angeschlendert - seinen Blick voranrichtend hebt er seine rotblonden Brauen*
Nadua: und ich liebe die Ameisen
Mann: *und zupft seine Jacke zurecht*
Nadua: *blickt sich kurz über die Schulter*
Mann: Aaaarrrmeesn
Mann: hrm
Nadua: *stellt sich leicht vor den Piraten*
Nadua: *lächelt dann den Mann an*
Mann: schönen Abend die Herrschaften
Nadua: Guten Abend
Mann: *ein gar schmierig freundliches lächeln entblößt weiße Zahnreihen*
Mann: *lehnt seine Flinte, mit der Linken gehalten, an die linke Schulter und brummelt*
Nadua: *kommt es fast singend aus ihr heraus*
Mann: verzeiht, doch sind die beiden Herrschaften...
Mann: *dem Alten kurz zuzwinkernd*
Mann: bereits im Besitz einer amtlichen Stehlizenz für Bajard?
Nadua: Steh, was?
Mann: hh Ick steh nech kiekste
Nadua: *schaut ihn verdutzt an und blickt sich dabei auf die Füsse*
Mann: Ick eeehm Arrr wie hie den?
Mann: ick wurzel!
Mann: ha ha ha
Mann: *räuspert sich*
Mann: Nun ich, Kimroth Grünfels, Sekretär des stellvertretenden Bürgermeisters
Mann: Leandro Montego bin verpflichtet den herrschaften Stehlizenzen für Bajard auszustellen
Mann: diese berechtigt, zur eigenen Belustigung, in Bajard herumzustehen
Mann: eine einfache Lizenz kostet 50 Goldstücke
Mann: *kratzt sich unterdessen mit der Rechten in den bart und stiert nur nach vorn*
Nadua: Och, ich finds lustig genug, ich brauch sowas nicht
Mann: *ziemlich glasig wirkt sein freies Auge*
Mann: für 500 jedoch bekommt Ihr eine Volllizenz
Mann: und dürft selbst Lizenzen ausstellen
Mann: zum Wohle Bajards versteht sich
Nadua: Gehn auch Äpfel?
Mann: *zwinkert dem Alten erneut kurz zu*
Mann: Nun ich bedaure gute Frau
Mann: hrm
Mann: Jold Arrr
Nadua: Habt ihr ein Augenleiden?
Nadua: Ihr zwinkert immer so
Mann: mien Jold *ergänzt er laut brummelnd*
Mann: *klopft seine Taschen ab und brummelt abermals*
Mann: Nun es geht hier um das Wohl Bajards, wohl?
Mann: Ick will di aver keen Jold jebn Arrr!
Mann: Nimmste och wett so zum tauschn?
Mann: *kramt in seiner Westentasche und holt eine Pergamentrolle hervor*
Nadua: Bajard
Nadua: das sind doch nur Häuser die hier rum stehen
Mann: Seid froh dass es noch steht gute Frau
Nadua: *starrt auf die Rolle*
Nadua: Und was steht da drin?
Mann: ich zitiere
Mann: *entrollt das Pergament - räuspert sich kurz*
Mann: Der Inhaber dieses Schriebs erwarb vorschriftsmäßig und gesetzgültig innerhalb der
Nadua: *lehnt sich an ihren Stab*
Mann: Grenzen des Dorfes Bajard die lizenzierte Erlaubnis,
Mann: zum Herumstehen oder sitzen zu Pferd zur Beobachtung der Bürger auf Kosten des
Mann: eigenen Vergnügens. Dem Träger wird ein Stehplatz zugesichert, und so er
Nadua: Aha
Mann: wünscht auch gerne eine Bank errichtet anzumelden, beim Vertreter des Bürgermeisters
Mann: Leandro Montego, der jenen Bankantrag gerne bearbeitet
Mann: *nickt dabei knapp*
Nadua: Dann muss er nur die Hälfte zahlen?
Nadua: *deutet auf das Holzbein*
Mann: *das eine Auge ist halb geschlossen und ein lautes Gähnen entfährt dem Alten*
Mann: ehm Arrr verflucht!
Mann: Wett wie wo!? Mien Jold!
Mann: *reisst das Auge wieder auf und stiert paranoid um sich*
Mann: 50 für eine Berechtigung
Mann: 500 um selbst Lizenzen auszustellen
Mann: hmm
Mann: wenn Ihr dem nicht folgen wollt
Mann: müsst ihr den Platz räumen
Mann: und die Dame mit ins Haus nehmen
Mann: *nickt bekräftigend*
Nadua: Nichts leichter als das
Nadua: Ich nehm jetzt den hier
Mann: Wett kost dett denn, so utschanklizenz un freiet Feuer Lizenz innerhalb seynet Gartns zum beyspiel
Nadua: wie lange darf man denn ohne Lizenz?
Mann: gar nicht
Mann: dett ick dett nchstn moa eenfach druff los schien kann, wenn eener mien Seevjel rjern tut?
Mann: das ist strafbar
Mann: nechts? Arrr also quasi umsonst?
Mann: nun wenn Ihr eine solche Lizenz habt
Mann: ja
Nadua: Komische Sitten
Mann: dürft Ihr auch schießen
Mann: hmm
Mann: Wo kriech ick sowett?
Mann: Nech dett ick noch strafbar werdn tu hhh
Nadua: *sie lächelt ohne scheinbar zu wissen warum*
Mann: bei mir
Mann: ich darf die ausstellen
Mann: hmm Aye!
Mann: tu' ich also
Mann: Denn
Mann: *nickt bekräftigend*
Mann: jeb ick dir dett, wett ick als erstet ut mien Seesack ziehn tu un kriech so een Lizenz
Nadua: Das heißt wenn ich meinen Freund den Delfin besuchen will, brauch ich auch sowas?
Nadua: Das find ich aber nicht nett
Kimroth Gruenfels: nur wenn Ihr rumsteht
Kimroth Gruenfels: durchlaufen dürft Ihr
Nadua: Und wenn ich mich dabei bewege?
Kimroth Gruenfels: *grinst Nadua dabei schmierig an*
Nadua: *sie schüttelt sich leicht, als würde ihr etwas eiskalt den Rücken runter laufen*
Mann: hmm Arr
Mann: Darf ick denn och up de straße schlafn? hh
Nadua: Ach, wisst ihr...ich glaub dann besuch ich in Zukunft die am Nordstrand
Kimroth Gruenfels: auch gut
Kimroth Gruenfels: *nickt dem Alten zu*
Kimroth Gruenfels: ja wenn Ihr wollt
Nadua: Oh, ich sollt mich bewegen
Kimroth Gruenfels: wenn Ihr die Lizenz für 500 nehmt
Kimroth Gruenfels: dürft Ihr selbst solche ausstellen
Nadua: WAS?
Mann: hmmm Aye!
Nadua: Oh nein, sowas mach ich nicht
Mann: Denn jeb ick di
Mann: *kramt ein dunkles Schuppengeflecht aus seinem Seesack und schmeißt es vor die Füße des Wachmanns*
Nadua: *sie schüttelt ihren Kopf und scheint arg nach zudenken*
Mann: Doa
Mann: Kann ick nech jebroochn
Kimroth Gruenfels: *er hebt die schuppe hoch und runzelt die Stirn*
Nadua: *kratzt sich dann am Kopf*
Kimroth Gruenfels: na da will ich mal nicht so sein, wohl?
Nadua: Das ist mir zu dumm… Städter *sagt sie mehr zu sich*
Kimroth Gruenfels: *er tritt vor und grinst breit*
Mann: hh
Kimroth Gruenfels: ich würde sagen
Kimroth Gruenfels: *will ihm die Rolle reichen*
Kimroth Gruenfels: damit habt Ihr viele Privilegien in Bajard
Mann: *grabscht eilig nach der Rolle und versucht sie zu lesen*
Nadua: *dreht sich in die Gasse*
Kimroth Gruenfels: *die Schuppe in den Armbeugen haltend lässt er sodann los*
Mann: Arrr! Eyne Schatzkarte
Nadua: Was mach ich hier nur noch?
Nadua: *langsam geht sie vorwärts*
Nadua: *dreht sich noch mal um und mustert die beiden*
Kimroth Gruenfels: und vergesst nicht, wohl?
Kimroth Gruenfels: stellt fleißig welche aus
Mann: Aye
Mann: Utstelln unnso
Mann: hhh
Nadua: *wendet sich dann trauriger Miene ab*
Auf leisen Sohlen machte sie sich raus aus der Stadt. "Das wird ja immer schlimmer hier" Noch tagelang verfolgte sie dieses Schauspiel in ihren Gedanken. Und doch hatte sie wieder einmal festgestellt, man benötigt keine Waffen oder Gewalt, um etwas durch zu setzen. Sie war sich ihrer Handlungsweise sicherer denn je...
Verfasst: Freitag 3. Oktober 2008, 17:47
von Nadua
Viele Tage später streifte sie wieder einmal nichtsahnend durch die Gegend. Oft traf sie nur den Kutscher an, mit dem sie das ein oder andere Wort wechseln konnte. Manchmal durfte sie sogar oben auf dem Kutschbock mitfahren. Sie lies sich zu gern den Wind um die Nase wehen und lauschte seinen Geschichten.
Oft hängen ihre Gedanken bei Simon, den sie immer weniger traf und das machte sie traurig. Und so gab sie sich selber die Schuld dafür. War es doch die Suche nach etwas, was ihr vielleicht für ewig verborgen bliebe. Sie sehnte sich so sehr nach der Nähe eines Menschen an ihrer Seite und gab dafür alles auf.
Gestern Abend traf sie Seldon und er war für sie da, so wie sie für ihn da sein wollte, um ihm zu zeigen, wie er seine innere Ruhe finden kann. Die Idee es ihm an Hand des Wassers zu verdeutlichen war wohl nicht die beste gewesen. Und wie sie die Ameisen selbst dazu nutzt, war in der Nacht nicht so einfach. So ergab es sich, dass die Beiden über viele Dinge sprachen, die sie bewegten, während sie aneinander gekuschelt in der Ecke des Unterschlupfes saßen. Das Feuer im Kamin tauchte den Raum in einen wunderschönen Glanz und auch sonst war es eine sehr vertraute Stimmung, die die beiden umgab. Seldon wollte so einiges über die Liebe wissen. Er, der unter Bären aufwuchs, wusste nichts und war neugierig und gespannt darauf, was Nadua ihm berichtete. Es fiel ihr nicht leicht, derzeit darüber zu reden. Hatte sie doch etwas verloren und dennoch genoss sie seine Nähe.
Bis er sie auf einmal fragte, ob sich sich jetzt küssen sollten. Nadua schluckte zuerst laut, aber dann fragte sie ihn nur, ob er es denn gern tun würde und ob er sie oder sie ihn küssen sollte.
Nadua dachte nicht weiter groß nach und nahm so seinen Kopf in ihre Hände und küsste ihn zaghaft auf den Mund. "Hat es Dir gefallen?" fragte sie neugierig nach und verharrte. Er antwortete nicht und zog sie erneut zu sich ran und erwiderte ihren Kuss. Plötzlich wurde Nadua ganz anders und sie verstand die Welt nicht mehr. "Was war das denn?" fragte sie sich selbst und vermochte nicht mehr viel zu sagen. Ja, sie mochte Seldon schon recht gern und doch war da diese Unsicherheit in ihren Augen. Sie kuschelte sich einfach bei ihm an und so schliefen beide recht schnell in dem Unterschlupf der Waldläufer ein...
Verfasst: Montag 6. Oktober 2008, 13:49
von Nadua
Als Nadua aufwachte, war Seldon schon nicht mehr bei ihr, doch nicht allzu später traf sie ihn erneut an. Er schaut sie so ganz besonders an und da kam sie wieder hoch, diese Unsicherheit und doch die Sehnsucht nach einem Vertrauten.
Seldon war für sie da und gab ihr alle Zeit, die sie haben wolle. Nadua musste Simon finden, es ging nicht mehr anders und so machte sie sich auf die Suche. Immer wieder durchquerte sie den Nordwald und auch jene Gebiete, in denen sie ihre große Liebe vermutete. Nirgends auch nur eine Spur. Lange sass sie noch weit oben im Norden an dem alten Elfendorf, dort wo sie zusammen mit Simon den Delfinen zu schaute. Sie erinnerte sich immer wieder an die schönen Situationen und doch waren es nur noch Erinnerungen. Nichts von dem was einmal war, gab es derzeit. Niemand, der sich anscheinend für sie interessierte, bis auf Seldon...
Kein Simon, der sie sehnsüchtig erwartete. Selbst das Lager der Waldgeister schien wie ausgestorben. Ihre Entscheidung hinaus zu gehen, um die Feen zu suchen, war doch nicht falsch gewesen, oder? Wieder diese Unsicherheit und plötzlich erinnerte sie sich an ihren Vater, der einmal zu ihr sagte:"Fälle eine Entscheidung und steh dazu. Wichtig ist, dass Du etwas tust. Du kannst aber auch jederzeit deine Meinung ändern, nichts hindert dich daran mein Kind." Ein Träne kullerte ihr über die Wange, während sie gedankenversunken auf das Meer hinaus starrte.
"Vermisst er mich denn gar nicht?" seufzte sie leise vor sich hin...