Des Nachts sind alle Katzen grau
Verfasst: Sonntag 19. August 2007, 08:05
Die Nacht lag in den letzten Zügen, schon perlte langsam der Tau von Haus und Hof, Ast und Zweig, von Blüte und Blatt als er auf dem Weg von Varuna immer südlicher Richtung in die Gestade Bajards ritt, den Ort der ihm Heimat, Geburtsort und doch auch eine drohende Hand war, die stehts in seinem Geist präsent war, noch zu tief reichten die Wunden, die er bei der Trennung von seiner Heimat davon getragen hatte. Doch das alles sollte Vergangenheit werden, dessen war er fest entschlossen.
Doch wie ein Strassenhund trieb ihn die Gewohnheit oft, seines erachtens zu oft, wieder zurück in die Alte Heimat, zu sehen wie es um die eigenen Stand, die nicht mehr die seinen waren. So auch an diesem jungen Morgen, an dem sich schon vom fernen Osten her die ersten Strahlen der Sonne hinauf in den Himmel strahlten wie lichte Lanzen, die das dunkle Blau der nacht langsam zurücktrieben und so den neuen Tag verkündeten.
Die Gugel seines Umhanges und ein Stück Leder, wie es dieser Tage sehr populär war, als Maske hergerichtet mochten schon reichen, die Augen der nachlässigen freiwilligen zu Täuschen, die da des Nachtens in der taufrischen Kälte der Küstennahen Region ihre Wache taten. Schon lange fragten sie nicht mehr nach Volk oder Herkunft, Namen oder Titeln, nein, sie waren Zierwerk in einer Welt, die sich um sie drehte, und so schnell die Welt um sie sich auch drehen mochte, so war dieser kleine, von seiner Herkunft her unschuldige Ort dazu verdammt ewig Zentrum dieser Rotation zu sein, dazu verflucht, sich niemals zu ändern. Was unterschied ihn schon von den Tausenden Wanderern, die jede Woche nebst der Handelskolonnen und anderer Brigantentrupps hier ausgingen, wohl kaum etwas, und so sicher wie der Sternenvater das Firnament erleuchtete, so sicher war es, das er ohne verzögerung zu seinem Ziel gelangen würde, der Schankwirtschaft Bajards.
Er erreichte die Taverne, wie zu erwarten und schwang sich aus dem Sattel seines gutmütigen Edelhengst, das er erst kurze Zeit zuvor aus den Händen einer jungen Bäuerin erwarb. Das hellgraue Fell schimmerte im wechselhaften Lichts, das diffus aus den Rohlederbezogenen Fensteröffnungen schien, und mit einem lockeren Umwerfen der Zügel um die Tränke war es rasch getan, eins achtes Streicheln über die Nüstern und eine frische Pflaume als bestechung sollten reichen, das wusste er bereits über den Charakter seines Begleiters. Mit einem verzogenen Lächeln strich er sich die Gugel von seinem Kopf und erinnerte sich daran, das er den Mustang deswegen ausgewählt hatte, weil er keine Bananen mochte, und nun musste er feststellen, das seine Vorliebe für Obst nicht vollkommen fehlte, sondern sich voll und ganz auf die violetten Früchte des Pflaumenbaumes bezog, wie er an einem Morgen des Rastens unter freiem Himmel feststellen musste, als er Sagitarius, wie er ihn nannte, dabei erwischte, wie er seinen Rucksack ganz wie einen Futterbeutel auf seinen Kopf gezogen hatte und den köstlichen Inhalt, eben jene Pflaumen zu voller gänze verschlang, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, wie er sich des Rucksackes wieder entledigen würde.
Aye....Er lachte kurz auf und strich Sagitarius noch einmal über die Nüstern, und als wenn der Hengst verstanden hätte, woran sein Herr just in diesem Augenblick dachte, setzte dieser edle abkömmling einer besonderen Rasse einen Blick auf, den man für gewöhnlich bei jungen Kindern entdeckt, wenn sie beim Dieben von Honig erwischt werden. Ja, wenn Pferde beschämt dreinblicken mochten, sein Pferd, Sagitarius, war dafür der lebende Beweis.
Amüsiert von diesem Gedanken ließ er seinen Gaul zurück und wandt sich der überdachten Terasse der Schenke zu, die so leer war, wie das Schankgebäude still. Nichts ungewöhnliches für diese Zeit, dessen war er sich bewusst, und so öffnete er die massive Holztür, deren Bauweise aus den Schiffsbauplanken alter Schiffe so vertraut war, wie die Haut, die seinen Leib bedeckte. Sorgfältig zog er die alte Türe hinter sich zu, um die eigenheiten dieser Bewusst und ließ seinen Blick durch den Schankraum wandern, zuerst auf dem neuen Schankwirt, der sich als Vertretung für Farian herausstellen sollte, dann auf die Gäste und zuletzt auf das Inventar.
Kaum hatte sich etwas geändert, selbst das alte Bild das den Angriff der Angurer kaum heil überstand hatte noch seinen alten Platz an der Wand des Gebäudes, als Erinnerungsstück, predigte Farian jedes mal wieder, wer auch immer ihn darauf ansprach, durfte Zeuge der Geschichte um die Zerstörung dieses Bildes werden, ob er wollte oder nicht. Doch Farian war nicht im Gebäude, was er für Vorteilig hielt, und der Junge der hinter der Theke seinen Dienst verrichtete, den kannte er nicht, musste also von aussen sein. Sehr gut, dessen war er sich sicher, je weniger Gesichter sein Antlitz erkannten, umso länger und ungestörter würde er seinen Nächtlichen Heimfahrten frönen können, ohne sich oder den Armen Tropf in Gefahr zu bringen, der aus falsch verstandenem Pflichtverständnis versuchte ihn Einzukerkern. Es war schon ein Treuerspiel das er eine Abschrift dieser lächerlichen Klage erhielt, doch er war entschlossen ihr nicht folge zu leisten, denn in seinem Rechtsverständnis waren Kläger und Richter nicht durch diesselbe Person, sei es eine lebendige oder eine, wie die Gelehrten zu sagen pflegten, künstliche, wie der Rat von Bajard eine war.
Doch der Schwamm, der diesen Gedanken forttrug hätte nicht grösser sein können, als er an der Theke die feine Figur eines Lebewesens erkannte, dessen Werdegang auf eine absurde Weise nicht hätte enger mit seinem eigenen hätte sein können. Doch das allein konnte nicht sein, sie, die Söhne der Sonne sahen in seinen Augen einer wie der andere aus und so war er sich sicher, das es nicht -er- sein würde, wenn auch seine Kleider die Person deutlich als Menekaner kennzeichneten, so währe es ein Zufall unter den tausenden gewesen, wenn es er....nein, es konnte nicht sein was nicht sein durfte.
Zu seiner Rechten, als er sich schlussendlich entschloss, dem Spuk ein Ende zu machen und das Schicksal zu fordern, in Richtung der Theke bewegte, sassen zwei Junge Frauen, mehr noch Mädchen als alles andere, eine Schande für den zeitweise sehr traditionell veranlagten Arias, der solche frischen Dinger um diese Zeit nur ungerne in der, von Zeit zu Zeit doch sehr rauen Schankwirtschaft von Bajard zu sehen, doch all das war nicht mehr seine Aufgabe, es sollten sich andere um solche Dinge scheren, es durfte ihn nicht mehr berühren, und mit diesem Gedanken schritt er an die Theke, sich ohne Umschweife an den letzten der Barstühle zu stellen und auf jenem Platz zu nehmen, gerade ausserhalb der Reichweite des Menekaners, und doch flankierend, das er ihn, Arias, früher oder später bemerken musste, und das er, Arias, sein Gesicht von nahem sehen konnte, und feststellen würde, das es wirklich der Menekaner war, dessen Familiendsignum er auf seinem Hals, mit Feuer in seine Haut gebrannt, trug, und dessen Existenz auf so verwirrene Weise an die eigene gekoppelt war.
Doch wie ein Strassenhund trieb ihn die Gewohnheit oft, seines erachtens zu oft, wieder zurück in die Alte Heimat, zu sehen wie es um die eigenen Stand, die nicht mehr die seinen waren. So auch an diesem jungen Morgen, an dem sich schon vom fernen Osten her die ersten Strahlen der Sonne hinauf in den Himmel strahlten wie lichte Lanzen, die das dunkle Blau der nacht langsam zurücktrieben und so den neuen Tag verkündeten.
Die Gugel seines Umhanges und ein Stück Leder, wie es dieser Tage sehr populär war, als Maske hergerichtet mochten schon reichen, die Augen der nachlässigen freiwilligen zu Täuschen, die da des Nachtens in der taufrischen Kälte der Küstennahen Region ihre Wache taten. Schon lange fragten sie nicht mehr nach Volk oder Herkunft, Namen oder Titeln, nein, sie waren Zierwerk in einer Welt, die sich um sie drehte, und so schnell die Welt um sie sich auch drehen mochte, so war dieser kleine, von seiner Herkunft her unschuldige Ort dazu verdammt ewig Zentrum dieser Rotation zu sein, dazu verflucht, sich niemals zu ändern. Was unterschied ihn schon von den Tausenden Wanderern, die jede Woche nebst der Handelskolonnen und anderer Brigantentrupps hier ausgingen, wohl kaum etwas, und so sicher wie der Sternenvater das Firnament erleuchtete, so sicher war es, das er ohne verzögerung zu seinem Ziel gelangen würde, der Schankwirtschaft Bajards.
Er erreichte die Taverne, wie zu erwarten und schwang sich aus dem Sattel seines gutmütigen Edelhengst, das er erst kurze Zeit zuvor aus den Händen einer jungen Bäuerin erwarb. Das hellgraue Fell schimmerte im wechselhaften Lichts, das diffus aus den Rohlederbezogenen Fensteröffnungen schien, und mit einem lockeren Umwerfen der Zügel um die Tränke war es rasch getan, eins achtes Streicheln über die Nüstern und eine frische Pflaume als bestechung sollten reichen, das wusste er bereits über den Charakter seines Begleiters. Mit einem verzogenen Lächeln strich er sich die Gugel von seinem Kopf und erinnerte sich daran, das er den Mustang deswegen ausgewählt hatte, weil er keine Bananen mochte, und nun musste er feststellen, das seine Vorliebe für Obst nicht vollkommen fehlte, sondern sich voll und ganz auf die violetten Früchte des Pflaumenbaumes bezog, wie er an einem Morgen des Rastens unter freiem Himmel feststellen musste, als er Sagitarius, wie er ihn nannte, dabei erwischte, wie er seinen Rucksack ganz wie einen Futterbeutel auf seinen Kopf gezogen hatte und den köstlichen Inhalt, eben jene Pflaumen zu voller gänze verschlang, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, wie er sich des Rucksackes wieder entledigen würde.
Aye....Er lachte kurz auf und strich Sagitarius noch einmal über die Nüstern, und als wenn der Hengst verstanden hätte, woran sein Herr just in diesem Augenblick dachte, setzte dieser edle abkömmling einer besonderen Rasse einen Blick auf, den man für gewöhnlich bei jungen Kindern entdeckt, wenn sie beim Dieben von Honig erwischt werden. Ja, wenn Pferde beschämt dreinblicken mochten, sein Pferd, Sagitarius, war dafür der lebende Beweis.
Amüsiert von diesem Gedanken ließ er seinen Gaul zurück und wandt sich der überdachten Terasse der Schenke zu, die so leer war, wie das Schankgebäude still. Nichts ungewöhnliches für diese Zeit, dessen war er sich bewusst, und so öffnete er die massive Holztür, deren Bauweise aus den Schiffsbauplanken alter Schiffe so vertraut war, wie die Haut, die seinen Leib bedeckte. Sorgfältig zog er die alte Türe hinter sich zu, um die eigenheiten dieser Bewusst und ließ seinen Blick durch den Schankraum wandern, zuerst auf dem neuen Schankwirt, der sich als Vertretung für Farian herausstellen sollte, dann auf die Gäste und zuletzt auf das Inventar.
Kaum hatte sich etwas geändert, selbst das alte Bild das den Angriff der Angurer kaum heil überstand hatte noch seinen alten Platz an der Wand des Gebäudes, als Erinnerungsstück, predigte Farian jedes mal wieder, wer auch immer ihn darauf ansprach, durfte Zeuge der Geschichte um die Zerstörung dieses Bildes werden, ob er wollte oder nicht. Doch Farian war nicht im Gebäude, was er für Vorteilig hielt, und der Junge der hinter der Theke seinen Dienst verrichtete, den kannte er nicht, musste also von aussen sein. Sehr gut, dessen war er sich sicher, je weniger Gesichter sein Antlitz erkannten, umso länger und ungestörter würde er seinen Nächtlichen Heimfahrten frönen können, ohne sich oder den Armen Tropf in Gefahr zu bringen, der aus falsch verstandenem Pflichtverständnis versuchte ihn Einzukerkern. Es war schon ein Treuerspiel das er eine Abschrift dieser lächerlichen Klage erhielt, doch er war entschlossen ihr nicht folge zu leisten, denn in seinem Rechtsverständnis waren Kläger und Richter nicht durch diesselbe Person, sei es eine lebendige oder eine, wie die Gelehrten zu sagen pflegten, künstliche, wie der Rat von Bajard eine war.
Doch der Schwamm, der diesen Gedanken forttrug hätte nicht grösser sein können, als er an der Theke die feine Figur eines Lebewesens erkannte, dessen Werdegang auf eine absurde Weise nicht hätte enger mit seinem eigenen hätte sein können. Doch das allein konnte nicht sein, sie, die Söhne der Sonne sahen in seinen Augen einer wie der andere aus und so war er sich sicher, das es nicht -er- sein würde, wenn auch seine Kleider die Person deutlich als Menekaner kennzeichneten, so währe es ein Zufall unter den tausenden gewesen, wenn es er....nein, es konnte nicht sein was nicht sein durfte.
Zu seiner Rechten, als er sich schlussendlich entschloss, dem Spuk ein Ende zu machen und das Schicksal zu fordern, in Richtung der Theke bewegte, sassen zwei Junge Frauen, mehr noch Mädchen als alles andere, eine Schande für den zeitweise sehr traditionell veranlagten Arias, der solche frischen Dinger um diese Zeit nur ungerne in der, von Zeit zu Zeit doch sehr rauen Schankwirtschaft von Bajard zu sehen, doch all das war nicht mehr seine Aufgabe, es sollten sich andere um solche Dinge scheren, es durfte ihn nicht mehr berühren, und mit diesem Gedanken schritt er an die Theke, sich ohne Umschweife an den letzten der Barstühle zu stellen und auf jenem Platz zu nehmen, gerade ausserhalb der Reichweite des Menekaners, und doch flankierend, das er ihn, Arias, früher oder später bemerken musste, und das er, Arias, sein Gesicht von nahem sehen konnte, und feststellen würde, das es wirklich der Menekaner war, dessen Familiendsignum er auf seinem Hals, mit Feuer in seine Haut gebrannt, trug, und dessen Existenz auf so verwirrene Weise an die eigene gekoppelt war.