Wut, Hass, Rache...
Verfasst: Freitag 10. August 2007, 19:54
Atina hatte sich schwere Verletzungen zugetragen. Aus Angst, sie hätte die Pest von Gerimor ins Lager der Gefährtinnen gebracht geriet sie in Panik. Sie rannte blindlings in den Wald, nicht wissend in welche Gefahr sie sich dabei begeben würde...
Doch sie erkannte ihren Fehler erst zu spät. Zwei Feuerelementare griffen sie nahe dem Lavaberg auf Lameriast an und verletzten sie schwer. Mit letzter Kraft konnte sie sich ein Stückchen weit entfernen und wurde dann, zum Glück aufgefunden. Laja war es, die sie entdeckte und zurück ins Lager brachte. Dort wurden ihre Wunden versorgt. Einbrandmahl auf ihrer rechten Bauchseite würde ihren Körper wohl für immer zeichnen, doch war dies noch gar nichts gegenüber ihrer rechten Hand. Diese war vollkommen verkohlt, da sie sich mit dieser instinktiv vor den Flammen schützte. Die Gefährtinnen mussten ihren Ringfinger brechen um den Ring der Gefährtinnen abnehmen zu können, dies war die einzige Möglichkeit.
Noch halb betäubt fand sie in dieser Nacht kaum Schlaf. Die Gedanken an ihre Dummheit, die Feuerelementare, hielten sie noch lange wach. Und dann war dort noch die Sache mit Lea... Sie liebte sie und es war ihr gar nicht recht, dass sie zusammen mit einer Anderen schlief. Die beiden hatten sich verletzt, wie sie hörte. Und in ihr kam ein Gefühl auf, welches sie noch nie zuvor hatte. Es war ein kaltes, abwertendes Gefühl... Dieses Gefühl liess Atina erschaudern und so dachte sie lieber an ihre Schmerzen. Die Schmerzen. Ihre Hand tat ihr höllisch weh und dennoch wollte sie niemandem etwas davon erzählen. Nein, sie war bereits eine Närrin, nun wollte sie nicht auch noch als wehleidig angesehen werden. Sie wollte niemandem von diesen schier unerträglichen Schmerzen etwas sagen... Und am nächsten Tag würde sie zu den beiden gehen. Sie wollte nicht, dass ihre Lea mit dieser Magierin zusammen war.
Atina mochte Magier nicht besonders, sie traute ihnen nicht über den Weg. Als sie hörte, dass diese Geister herbeiriefen und auch Tote wieder zum Leben erweckten schauderte es sie. Und dass nun Lea, die sie so sehr liebte mit einer eben dieser alleine war, gefiel ihr gar nicht. Sie wurde das Gefühl nicht los, dass die beiden mehr als nur Freundinnen waren und diese Vorstellung schmerzte sie. Morgen, so dachte sie, morgen werde ich zu Lea gehen und ich werde sie dort rausholen. Ich will nicht, dass sie noch länger bei dieser Hexe verweilt.
Am nächsten Morgen schmerzte Ihre Hand noch mehr als am Vorabend. Langsam humpelte sie zum Feuer. Im ganzen Lager war es still. Nur eine Schwester war zurückgeblieben um das Lager zu bewachen. Die Anderen schliefen noch, oder waren bereits dabei ihrer Arbeit nachzugehen. Nachdem sie eine Weil am Feuer sass und ihre Schmerzende Hand hielt beschloss sie, selbst etwas gegen den Schmerz zu unternehmen. So humpelte sie in den Keller, wo sie sich einige Phiolen heraussuchte. Sie hatte keine Ahnung ob dessen Wirkung, doch trank sie rasch eine Phiole nach der Anderen, in der Hoffnung, dass wohl eine die richtige sei. Sie würgte. Doch die Tränke schienen bereits zu helfen. Langsam humpelte sie wieder nach oben zum Stall. Ihre geliebte Stute stand dort, voller Freude sie zu sehen und wohl in der Hoffnung mit ausreiten zu können stupste die Stute Atina leicht an, so wie sie es immer Tat. Mit traurigem Blick streichelte sie dessen Kopf und seufzte. Sie durfte das Lager nicht verlassen. Also konnte sie auch nicht mit ihrem Pferd ausreiten. Als sie dort so stand, das Pferd streichelnd kam Songard zu ihr. Ihre beste Freundin, ihre grosse Schwester. Mit traurigem Blick erzählte sie ihr von ihrer Sorge. Und so versprach Songard Atina, dass sie ihre Stute ausreiten würde. Ein wenig Glücklicher blickte Atina den beiden nach.
Nicht wissend was sie nun tun sollte, schoss es ihr durch den Kopf: Lea. Die Hexe!
Humpelnd machte sie sich auf den Weg die beiden aufzusuchen. Und dort, bei der Kochnische stand sie, fröhlich pfeifend bereitete sie zwei Teller vor.
"Wo ist Aleana?" wollte Atina von ihr wissen.
"Komm mit, ich bring dich zu ihr." Erwiderte Lynfair freundlich und hüpfte gute Gelaunt davon.
Als sie das Zimmer erreichten lag Aleana im Bett, mit verbundenem Kopf lag sie steif dort und blickte zur Decke. Lynfair setzte sich fröhlich neben sie und begann ihre Mahlzeit sogleich genüsslich zu verzehren.
Atina sprach nur wenig, diese verdammten Schmerzen, dieses Zimmer... Diese verfluchte Magierin. Und dann war da noch die Reaktion von Aleana. Sie schien Atina nichts zu sagen zu haben. Und das nach all dem, was die beiden gemeinsam erlebt hatten. Wut stieg in Atina auf.
Sie wollte nur noch raus. Sie war hier nicht erwünscht und wurde nicht mehr gebraucht. Lange brauchte sie um die Tür zu öffnen. Sie war es nicht gewohnt, ihre rechte Hand nicht benutzen zu können. Als sie es endlich geschafft hatte und im Freien war folgte ihr Lyn. Sie verstand offensichtlich nicht, was los war. Doch Atina wollte nicht mit ihr sprechen. Sie wollte nichts mit ihr zu tun haben, doch Lyn liess nicht locker.
Wut... Hass... Diese verfluchten Schmerzen. Am liebsten hätte sie sich ihre Hand einfach abgehackt, dann wären die Schmerzen endlich vorbei.
Lyn liess nicht locker. Sie wollte es einfach nicht begreifen... Mit einem mal platze es aus Atina heraus: "DU HEXE!" herrschte sie sie an und machte sich langsam in Richtung Tor davon. Sie wollte weg von hier und dieses kleine, naive Ding sollte ihr nicht noch den allerletzten Nerv rauben.
Doch Lyn liess nicht locker. Kurz vor dem Tor holte sie sie ein. Lyn schien eingeschüchtert, und das gefiel Atina sichtlich. All diese neuen Eindrücke, diese Gefühle, die sie nicht kannte machten ihr in ihrem tiefen inneren Angst, sie versuchte sich dagegen zu wehren so gemein zu sein, doch sie war zu schwach.
„Nimm das zurück“ Meinte Lyn nun etwas entschlossener, doch Atina dachte nicht daran, niemals. Und so wiederholte sie ihre Aussage: „Du miese… kleine Hexe!“ Daraufhin begann Lyn unbemerkt einen grossen Wasserball herbeizuzaubern und steuerte diesen gen Atina. Diese wurde davon überwältigt und traf sie am Rücken.
Leicht beugte sie sich nach vorne. Für einen Moment sah es so aus, als ob die Alte Atina wieder zurückkehren würde. Doch dies sollte nicht der Fall sein. Die Wut die sich in Atina aufgebraust hatte wurde nur noch grösser ob dieser Aktion. Wütend schlug sie mit ihrer linken hand auf das Tor zu. Immer und immer wieder. Lyn wich einen Schritt zurück, sichtlich verängstigt. Dann plötzlich quoll es aus Atina heraus. All der Hass, all die Wut… Und sie erinnerte sich schlagartig an all das unrecht, was ihr angetan wurde. All die Schläge und Folter die sie über sich ergehen lassen musste. All die ungerechten Bestrafungen. Sie erkannte all dies auf einem Mal in Lyn. Sie blickte sie zornig an und trat sie.
Nun war es geschehen, die alte Atina in ihr gab auf. Sie kämpfte nicht mehr darum sich gehör zu verschaffen.
Was in diesen Momenten genau geschah wusste Atina im Nachhinein nicht mehr… Ausser ihr letzter Satz, den sie zu Lyn sprach, bevor sie sich abwendete und verschwand, der hallte noch lange in ihren Gedanken:
„Ich fordere ihr Herz!“
Ihre Stimme klang dabei um einiges tiefer als gewohnt und so erkannte sie diese selbst nicht recht, doch es war ihre. Es musste ihre Stimme gewesen sein.
Und so verschwand Atina humpelnd in die Wildnis…
Doch sie erkannte ihren Fehler erst zu spät. Zwei Feuerelementare griffen sie nahe dem Lavaberg auf Lameriast an und verletzten sie schwer. Mit letzter Kraft konnte sie sich ein Stückchen weit entfernen und wurde dann, zum Glück aufgefunden. Laja war es, die sie entdeckte und zurück ins Lager brachte. Dort wurden ihre Wunden versorgt. Einbrandmahl auf ihrer rechten Bauchseite würde ihren Körper wohl für immer zeichnen, doch war dies noch gar nichts gegenüber ihrer rechten Hand. Diese war vollkommen verkohlt, da sie sich mit dieser instinktiv vor den Flammen schützte. Die Gefährtinnen mussten ihren Ringfinger brechen um den Ring der Gefährtinnen abnehmen zu können, dies war die einzige Möglichkeit.
Noch halb betäubt fand sie in dieser Nacht kaum Schlaf. Die Gedanken an ihre Dummheit, die Feuerelementare, hielten sie noch lange wach. Und dann war dort noch die Sache mit Lea... Sie liebte sie und es war ihr gar nicht recht, dass sie zusammen mit einer Anderen schlief. Die beiden hatten sich verletzt, wie sie hörte. Und in ihr kam ein Gefühl auf, welches sie noch nie zuvor hatte. Es war ein kaltes, abwertendes Gefühl... Dieses Gefühl liess Atina erschaudern und so dachte sie lieber an ihre Schmerzen. Die Schmerzen. Ihre Hand tat ihr höllisch weh und dennoch wollte sie niemandem etwas davon erzählen. Nein, sie war bereits eine Närrin, nun wollte sie nicht auch noch als wehleidig angesehen werden. Sie wollte niemandem von diesen schier unerträglichen Schmerzen etwas sagen... Und am nächsten Tag würde sie zu den beiden gehen. Sie wollte nicht, dass ihre Lea mit dieser Magierin zusammen war.
Atina mochte Magier nicht besonders, sie traute ihnen nicht über den Weg. Als sie hörte, dass diese Geister herbeiriefen und auch Tote wieder zum Leben erweckten schauderte es sie. Und dass nun Lea, die sie so sehr liebte mit einer eben dieser alleine war, gefiel ihr gar nicht. Sie wurde das Gefühl nicht los, dass die beiden mehr als nur Freundinnen waren und diese Vorstellung schmerzte sie. Morgen, so dachte sie, morgen werde ich zu Lea gehen und ich werde sie dort rausholen. Ich will nicht, dass sie noch länger bei dieser Hexe verweilt.
Am nächsten Morgen schmerzte Ihre Hand noch mehr als am Vorabend. Langsam humpelte sie zum Feuer. Im ganzen Lager war es still. Nur eine Schwester war zurückgeblieben um das Lager zu bewachen. Die Anderen schliefen noch, oder waren bereits dabei ihrer Arbeit nachzugehen. Nachdem sie eine Weil am Feuer sass und ihre Schmerzende Hand hielt beschloss sie, selbst etwas gegen den Schmerz zu unternehmen. So humpelte sie in den Keller, wo sie sich einige Phiolen heraussuchte. Sie hatte keine Ahnung ob dessen Wirkung, doch trank sie rasch eine Phiole nach der Anderen, in der Hoffnung, dass wohl eine die richtige sei. Sie würgte. Doch die Tränke schienen bereits zu helfen. Langsam humpelte sie wieder nach oben zum Stall. Ihre geliebte Stute stand dort, voller Freude sie zu sehen und wohl in der Hoffnung mit ausreiten zu können stupste die Stute Atina leicht an, so wie sie es immer Tat. Mit traurigem Blick streichelte sie dessen Kopf und seufzte. Sie durfte das Lager nicht verlassen. Also konnte sie auch nicht mit ihrem Pferd ausreiten. Als sie dort so stand, das Pferd streichelnd kam Songard zu ihr. Ihre beste Freundin, ihre grosse Schwester. Mit traurigem Blick erzählte sie ihr von ihrer Sorge. Und so versprach Songard Atina, dass sie ihre Stute ausreiten würde. Ein wenig Glücklicher blickte Atina den beiden nach.
Nicht wissend was sie nun tun sollte, schoss es ihr durch den Kopf: Lea. Die Hexe!
Humpelnd machte sie sich auf den Weg die beiden aufzusuchen. Und dort, bei der Kochnische stand sie, fröhlich pfeifend bereitete sie zwei Teller vor.
"Wo ist Aleana?" wollte Atina von ihr wissen.
"Komm mit, ich bring dich zu ihr." Erwiderte Lynfair freundlich und hüpfte gute Gelaunt davon.
Als sie das Zimmer erreichten lag Aleana im Bett, mit verbundenem Kopf lag sie steif dort und blickte zur Decke. Lynfair setzte sich fröhlich neben sie und begann ihre Mahlzeit sogleich genüsslich zu verzehren.
Atina sprach nur wenig, diese verdammten Schmerzen, dieses Zimmer... Diese verfluchte Magierin. Und dann war da noch die Reaktion von Aleana. Sie schien Atina nichts zu sagen zu haben. Und das nach all dem, was die beiden gemeinsam erlebt hatten. Wut stieg in Atina auf.
Sie wollte nur noch raus. Sie war hier nicht erwünscht und wurde nicht mehr gebraucht. Lange brauchte sie um die Tür zu öffnen. Sie war es nicht gewohnt, ihre rechte Hand nicht benutzen zu können. Als sie es endlich geschafft hatte und im Freien war folgte ihr Lyn. Sie verstand offensichtlich nicht, was los war. Doch Atina wollte nicht mit ihr sprechen. Sie wollte nichts mit ihr zu tun haben, doch Lyn liess nicht locker.
Wut... Hass... Diese verfluchten Schmerzen. Am liebsten hätte sie sich ihre Hand einfach abgehackt, dann wären die Schmerzen endlich vorbei.
Lyn liess nicht locker. Sie wollte es einfach nicht begreifen... Mit einem mal platze es aus Atina heraus: "DU HEXE!" herrschte sie sie an und machte sich langsam in Richtung Tor davon. Sie wollte weg von hier und dieses kleine, naive Ding sollte ihr nicht noch den allerletzten Nerv rauben.
Doch Lyn liess nicht locker. Kurz vor dem Tor holte sie sie ein. Lyn schien eingeschüchtert, und das gefiel Atina sichtlich. All diese neuen Eindrücke, diese Gefühle, die sie nicht kannte machten ihr in ihrem tiefen inneren Angst, sie versuchte sich dagegen zu wehren so gemein zu sein, doch sie war zu schwach.
„Nimm das zurück“ Meinte Lyn nun etwas entschlossener, doch Atina dachte nicht daran, niemals. Und so wiederholte sie ihre Aussage: „Du miese… kleine Hexe!“ Daraufhin begann Lyn unbemerkt einen grossen Wasserball herbeizuzaubern und steuerte diesen gen Atina. Diese wurde davon überwältigt und traf sie am Rücken.
Leicht beugte sie sich nach vorne. Für einen Moment sah es so aus, als ob die Alte Atina wieder zurückkehren würde. Doch dies sollte nicht der Fall sein. Die Wut die sich in Atina aufgebraust hatte wurde nur noch grösser ob dieser Aktion. Wütend schlug sie mit ihrer linken hand auf das Tor zu. Immer und immer wieder. Lyn wich einen Schritt zurück, sichtlich verängstigt. Dann plötzlich quoll es aus Atina heraus. All der Hass, all die Wut… Und sie erinnerte sich schlagartig an all das unrecht, was ihr angetan wurde. All die Schläge und Folter die sie über sich ergehen lassen musste. All die ungerechten Bestrafungen. Sie erkannte all dies auf einem Mal in Lyn. Sie blickte sie zornig an und trat sie.
Nun war es geschehen, die alte Atina in ihr gab auf. Sie kämpfte nicht mehr darum sich gehör zu verschaffen.
Was in diesen Momenten genau geschah wusste Atina im Nachhinein nicht mehr… Ausser ihr letzter Satz, den sie zu Lyn sprach, bevor sie sich abwendete und verschwand, der hallte noch lange in ihren Gedanken:
„Ich fordere ihr Herz!“
Ihre Stimme klang dabei um einiges tiefer als gewohnt und so erkannte sie diese selbst nicht recht, doch es war ihre. Es musste ihre Stimme gewesen sein.
Und so verschwand Atina humpelnd in die Wildnis…