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[PestQuest] Der Tod kehrt nach Varuna ein!
Verfasst: Sonntag 5. August 2007, 17:24
von Wijay Loreen
Endlich! Der Tag, die Stunde war gekommen. Es war ihre Stunde, die Stunde der Pestbringerin, die nun, nach langer Zeit erneut zuschlagen würde. Die Pest kehrt nach Varuna ein, und es gab niemanden, außer ihr, welcher der Geißel Einhalt gebieten konnte.
Ohja, es war alles von langer Hand geplant. Explizit hatte sie geforscht, unablässig arbeitete sie an einer Ausweitung ihres Plans. Der Herr der Seelen, Kra’thor würde erneut reiche Beute erhalten. Er würde zufrieden sein, davon war sie überzeugt. Denn die Krankheit war in jedem Fall tödlich. Wer sie bekommen würde, würde sterben.
Die Krankheit selbst existierte in Form einer schmutzig gelben Flüssigkeit, verkorkt in einem Fläschchen. Es war ihr nach Monaten harter Arbeit gelungen, die Kunst der Krankheitsforschung zu komplettieren und eine neue Form der Pest zu züchten, gewonnen aus verseuchtem Rattenblut, mitgebracht aus ihrer alten Heimat, dem Inselreich Hemney.
Es war schwierig, solch ein Gebräu herzustellen. Sie benötigte dafür das Wissen, welches ihr Vater Wijay mitgab, doch letztlich verfeinerte sie die gefährlichste Waffe, die sie sich denken konnte zur Perfektion. Eine Krankheit war eine lautlose Waffe, niemand würde wissen, wer sie eigentlich in die Welt setzte, dafür war gesorgt. Ihre Glaubensschwester würde sich darum kümmern.
Ein Bauer würde bestimmt am Varuner Markt bestimmt auch Lebensmittel verkaufen. Heimlich würden diese mit der Krankheit bestrichen. Das Gift – die Krankheit würde durch Aufnehmen von Nahrung und/oder Wasser zu sich genommen werden. Das war der eigentliche Akt, der vollbracht werden müsse, der Rest ergab sich von ganz alleine.
Derjenige, der sich infiziert wird höchstwahrscheinlich die Krankheit bekommen. Im Gegensatz zur herkömmlichen Pest aber würde kein herkömmlicher Trank, keine herkömmliche Arznei helfen. Zumal war der Krankheitsverlauf einer solchen Pest wesentlich langsamer und konnte im Idealfall ein – im schlechtesten vier Wochen betragen, in denen das Opfer die Krankheit mit sich trägt ehe es endlich daran unter Qualen stirbt.
Die ersten zwei bis vier Tage merkt ein Opfer, das Angesteckt wurde gewiss nichts von der Krankheit, hier spricht man von Inkubationszeit. Das Opfer wird in dieser Zeit auch nicht ansteckend sein. Das wird die Schonfrist für Varuna sein, das war aber auch in Ordnung so. Das war die Ruhe vor dem Sturm, Loreen würde in dieser Zeit allerdings explizit die Situation beobachten.
Dann beginnt es langsam. Atemnot wird einsetzen, die Lippen färben sich langsam blau. Das ganze wird langsam vonstatten gehen. Das Opfer denkt vielleicht, dass es sich eine Grippe einfängt, bis es immer schmerzhafter wird. Dann wird es langsam aber sicher stärker husten, begleitet von schwarzem blutigen Auswurf und großer Pein und Qual. Das war für Loreen das wichtigste. Denn der Seelenherr tat sich an Seelen besonders gütlich, die im Angesicht des Todes stark bluteten. Sobald die ersten Symptome einsetzen würden, würde die Krankheit ansteckend sein. Egal ob durch Tröpfchen, Husten, Ratten oder, und das war besonders in den Sommermonaten wichtig, weshalb sich Loreen auch Zeit ließ, Flöhe. Die Pest würde besonders im Armenviertel toben.
Um Sicher zu gehen würde sich Loreen selbst anstecken, einerseits um die Pest weiterzutragen, andererseits weil sie gegenwärtig die einzige war, die dem Wahnsinn Einhalt gebieten konnte und es auch würde, wenn sie merkte, dass die Zeit reif dafür war.
Denn sie hatte ein Gegenmittel gebraut. Exakt dreizehn Kräuter waren dafür benötigt, und die Forschungen währten noch länger. Doch letztendlich fand sie tatsächlich ein Gegenmittel. Und auch dieses verkorkte sie.
Um sicherzugehen, dass Varuna nicht vollständig ausgerottet werden würde, würde sie anfangen, das Mittel heimlich an die Heiler zu bringen. Sei es ein verborgener Hinweis oder ein gefälschtes altes Dokument mit Hinweisen, das sie den Heilern zuspielen würde. Sie war Gelehrte, sie war Bibliothekarin, Loreen hatte gewiss solche Informationen.
Doch bis dahin würde es reiche Ernte geben. Der Schnitter würde durch die Pestgruben waten und die Seelen holen, die armen Lebenden, die unter Schmerz ihr Leben in einem wohlkalkullierten Massenmord dem Raben übergeben würden, und eine Schar Untoter, die des Nachts um Varuna geistern würde. Das alles würde bevorstehen.
Möglicherweise würde die Pest sich auch auf die benachbarten Reiche ausbreiten. Doch im Gegensatz zu Hemney, das von der Außenwelt abgeschottet sein würde würde sie es hier eindämmen. Sie hatte nun die Macht dazu, und sie würde es tun.
Doch was würde bis dahin geschehen? Würde sich Varuna abschotten? Würde es eine Massenpanik geben? Gar einen Exodus? Wie würden die Armenhäuser reagieren? Würden sie zu Siechhäusern werden? Würden die Heiler an ihrer Aufgabe verzweifeln? Würde der Adel und die Führung Varunas rechtzeitig reagieren?
Gleich was geschah. Loreen war siegessicher. Dieser Plan war so geschaffen, dass keine Spur zu ihr zurückführen würde.
Der Tod kehrt nach Varuna ein!
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Verfasst: Montag 6. August 2007, 06:06
von Chalys Sangares
Das Ende... dies konnte diese Krankheit bedeuten. Für die Lebenden auf Gerimor. So fand es Gefallen vor ihren Augen. Weniger gefiel ihr das Gerede über eine mögliche Heilung. Es gereichte, dass ihre kleine Gemeinschaft, jene die die Wahrheit im Raben erkannt hatten, dieses besassen. Es war das ihnen gegebene Geschenk des Herrn. Wozu es teilen. Es musste eine grössere Aufgabe in dieser wunderbaren Krankheit liegen. Die Gelehrte, sie spürte es gewiss im Herzen ebenso, vielleicht würde sie noch erkennen, dass dies das einzige Ziel sein durfte. Gerimor würde, sollte.. einen neuen Namen erhalten, Furcht in die Herzen der Reiche treiben, wenn man unter der Hand über diese Insel tuschelte.... die Rabeninsel!
Dies allein würde endlich die Ehfurcht in die Köpfe treiben, vor jenen die wissend waren. Dies wäre ein Ziel, dass sich lohnte. Die Wahrheit des Richters, erhob dieses Ziel in ihr. Würde Gerimor erst seinen neuen Namen tragen, konnte man sich auf grösseres konzentrieren, wenn die Diener des Krathor dort die wahren Herrscher waren. Die Reiche würden dann unter seiner Macht erzittern.
So war sie nur allzu gern bereit, die Ideen der Gelehrten zu unterstützen. Dies waren Taten, die des Herrn würdig waren. Die Verkleidung war schnell gewählt. Einfache nichtssagende Kleidung, gehalten in hellen brauntönen, verleihten ihr eine Unauffälligkeit in der Menge des Marktes. Die Macht des Richters tat ihr übriges. Verschleiert ihr Antlitz durch eine einfache Illusion. Nicht Marisha war es, die zu dieser Stunde durch Varuna schritt... eine Fremde, schwarzes Haar, blaue Augen, eine zierliche Gestalt mit leicht gebräunter Haut. Nichts, dass an ihr wahres Ich auch nur annähernd erinnerte.
Geduldig hatte sie am Brunnen gewartet, sich am Wasser erfrischt, die Gelehrte im Auge behaltend, die sich dem Stand der Bäuerin näherte. Handelskontor zu Varuna, dies war offenbar der Name der Gemeinschaft, der diese Frau angehörte, sie posaunten es ja oft genug heraus, sich wohl einen Namen zu machen. Wie passend, Varuna würde sich durch seine Gemeinschaften selbst ausrotten. Schon eine Weile hatte sie diese Bäuerin beobachtet, wusste zudem wo ihre Pferde mit weiteren Gütern standen, die sie gewiss ebenso zu verkaufen gedachte. Unbeobachtet waren die Gäule, dies war nach ihrem Geschmack, waren die Güter auf dem Stand doch eher spärlich gesäht.
Schliesslich stand die Ablenkung der Gelehrten. So näherte sie sich dem Stand und begutachtete offenbar die Auslagen. Stets ein flinker Blick in die Umgebung, sicherten ihr, dass sie nicht beobachtet wurde, als sie mit flinken Handbewegungen das Mittel, welches die Krankheit in sich trug mittels eines kleinen Pinsels auf die ausgelegten Speisen auftrug. Zufrieden mit ihrem Werk, entschwand sie noch bevor die Gelehrte mit ihrer kleinen Ablenkung zum Ende kam. Es war beinah vollbracht.
Gemässigten Schrittes verliess sie den Markt am Ostausgang und näherte sich den Pferden. Leichte Unruhe der Tiere, wurde mit Äpfeln schnell beschwichtigt. Dumme Tiere, wie schnell man sie doch für sich einnehmen konnte. Sie hätte die Äpfel vergiften sollen. Andererseits, wollte sie kein Aufsehen erregen. Schnell waren die Taschen durchgesehen. Niemand beachtete sie, wie sie auch hier das Mittel mit der Pest auftrug. Sicher hielt man sie nur für eine Magd, die sich um die Waren kümmerte. Und selbst wenn man später aufgrund gewisser Beobachtungen Rückschlüsse zu ziehen vermochte. Die Gestalt, diese Dunkelhaarige, würde man nicht finden, noch an diesem Abend würde sie nicht mehr existieren. Es war vollbracht.
Zufrieden Lächelnd verliess sie Gerimor, in ihrer wahren Gestalt. Die Dunkelhaarige hatte die Welt verlassen.
Verfasst: Dienstag 7. August 2007, 10:38
von Robert Baum
Der Weg nach Varuna ist ein langer und schöner Weg vom Gut seiner Familie aus. Langsam ging er der großen Stadt entgegen. Robert durfte am heutigen Tage das erste mal alleine in die Stadt gehen. Das war sonst nicht üblich ,da er steht's auf den Feld arbeiten musste oder ebend mit seinem Vater nach Varuna lief. Er war 16 Lenzen alt und ein etwas dicklicher Bursche mit rundem Gesicht. In seinem ganzen Gesicht waren Sommersprossen verteilt die durch sein kurzes rotes Haar fast noch betont wurden.
Als er die Stadt endlich erreichte wurde sein grinsen noch breiter. Denn er wusste das heute Markttag war und es viele Leckere Sachen dort zu kaufen gibt. Wie verzaubert bewegten sich seine Beine schneller bis das Tor Varunas endlich erreicht worden war.
Die Wachen ließen ihn ohne wirklich zu fragen was sein anliegen sei durch. Eigentlich fragten sie üblicherweise jedenfalls dann wenn sein Vater mit ihm in die Stadt wollte. Er kannte den Weg zum Markt.
Mit vor Stolz geschwellter Brust ging Robert nun endlich über den Markt. Die Produkte die Angeboten wurden sahen wunderbar aus und vieles kannte er mit seinen jungen Jahren noch gar nicht. Und das beste war er durfte sich sofern alle Einkäufe für die Familie erledigt waren von dem Rest Geld etwas aussuchen.
Seine Wahl viel aus ein einfaches Stück Kuchen es war billig und sah sehr lecker aus. Zu gern hätte er sich gleich den ganzen Kuchen gekauft doch musste er noch das Gasthaus bezahlen da ein Örtlicher Schmied seine Bestellung erst anfertigen müsste.
Und so suchte er nach dem Verzehr des Stücks in Varuna ein Gasthaus für die kommende Nacht.
Verfasst: Dienstag 7. August 2007, 13:52
von Wijay Loreen
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Verfasst: Dienstag 7. August 2007, 13:52
von Wijay Loreen
Zwei Tage waren vergangen, seit die Krankheit im Umlauf gebracht wurde.
Wijay hatte ihre Hautfarbe geändert und ihr Gesicht in einen Schleier gelegt, der es unmöglich machen solte sich ihr Gesicht einzuprägen. Dennoch wirkte es unscheinbar. Das Gesicht änderte sich so häufig und so rasch, der Geist wurde aber glauben gemacht es wäre stets das eine. Würde man jemanden nach ihrer Beschreibung fragen würde dieser höchstens antworten "Ich kann mich beim besten Willen nicht mehr erinnern, wie besagte Dame ausgesehen hat."
Nachdem ihre Glaubensschwester, eine überaus fähige und lojale Dienerin des Seelenfürsten, die Lebensmittel bestrich sah sie es nicht länger notwendig, die Bäuerin hinzuhalten und erwarb ein Stück Kuchen.
Nach dem Verzehr war auch sie infiziert. Und das war ihr nur recht so, denn so konnte sie am eigenen Leib die Krankheit austesten und feststellen, inwiefern sie bei ihr Wirkung zeigte.
Das war nun zwei Tage her und ruhig schländerte die Bibliothekarin durch die Straßen der Lichtstadt.
Explizit beobachtete sie das Geschehen, und als sie am Südtor ankam kam ihr auch die erste Erkenntnis. Ein ihr bekannter Gardist unbekannten Namens nickte ihr freundlich zu: "Temora zum Gruße, Fräulein Ducat." Dem folgte ein rauhes Husten.
Sie erwiederte den Gruß. "Ihr fühlt euch nicht gut?"
"Ach nur eine Sommergrippe, nehme ich an. Nichts worüber man sich groß Gedanken machen sollte."
Nun", erwiderte die Dienerin des Raben schlicht. "Es wäre vielleicht dennoch ratsam, Euch dienstfrei zu melden. Der Husten klingt nicht gut, und auch das warme Wetter könnte äEuch eher niederwerfen. Befolgt meinen Rat am Besten."
Lächelnd nickte der Gardist: "Warten wir es noch ab."
Sie machte kehrt und ging in Richtung des Armenviertels. Es hatte also begonnen.
Im Armenviertel - einige Gardisten patroullierten ab und an durch die schmutzigen Gassen - fielen ihr noch zwei Gardisten auf, die sich hustend die Hand vorhielten. Noch hielten sie es wohl alle für eine leichte Sommergrippe.
Und Loreen? Auch sie fühlte bereits ein Ziehen in der Brustgegend. Auch sie würde schon bald die Krankheit nach außen tragen. Ohne es zu wissen jedoch trugen die Gardisten den schwarzen Tod bereits mit sich herum und verbreiteten ihn, besonders an die anderen Gardisten, und diese trugen sie langsam aber sicher an die Bevölkerung weiter.
Vermutlich jedoch waren unter jenen auch schon einige krank, oder sie würden es binnen der nächsten Tage noch werden.
Die verderbte Saat war gesetzt, nun gedieh sie langsam. In einer Woche bereits konnte geerntet werden. Die Leichenberge würden größer und größer werden.
Verfasst: Dienstag 7. August 2007, 14:32
von Janus Aethra
Ein wenig schläfrig noch ritt Janus in die Stadt. Er wollte so bald es ginge wieder heimkehren um sich der Alchemie zu widmen, doch benötigte er hierzu noch die ein oder andere Reagenzie aus dem Alchemiegeschäft in Varuna. So ritt er vorbei an den zum größten Teil noch ebenso schlärfrigen Wachleuten und folgte der Straße.
Die Stadt war noch leer und schweigsam, lediglich leises Vogelgezwitscher und ein gelegentliches Hüsteln durchbrach neben dem gleichmäßigen, ruhigen Hufgetrappel die Stille.
Janus überquerte den Markplatz und glitt vor dem Alchemiegeschäft von seinem Mustang hinab. Routiniert öffnete er die Türe des Ladens, grüßte die Händlerin höflich und suchte sich alle benötigten Dinge zusammen. Auch die Händlerin schien kaum dem Bett entstiegen, wirkte sie doch noch etwas blass und müde.
Er einigte sich mit der Händlerin rasch auf den Preis der benötigten Ware, zückte seinen Goldbeutel und zählte die nötigen Münzen ab. Gerade als er ihr die Münzen hinhielt und sie die Hand danach ausstreckte verzog sie auf einmal das Gesicht und machte Anstalten die Hand vor ihren Mund zu ziehen - doch verkrampfte sich auch schon ihre Brust als sie ein Husten ausstieß. Janus spürte noch den warmen Luftstoß über sein Gesicht fegen, welches er sodann dezent wegdrehte und ihr mit leicht zusammengekniffenen Augen eine gute Besserung wünschte.
Nach vollendetem Handel verließ er schließlich den Laden wieder und machte sich auf den Heimweg - nicht wissend, welche Konsequenzen dieser morgendliche Besuch haben würde...
Verfasst: Dienstag 7. August 2007, 15:14
von Josef Kerr
Hustend blickte sich der heruntergekommene Mann auf dem Marktplatz um.
Sein trüber Blick fiel auf einen der dort wachestehenden Gardisten und in einer seltsamen Mischung aus humpeln und gehen, trat er auf ihn zu.
"Edler Herr," schnarrte er "habta vielleicht eene Münze für'n armen Veteranen übrig?"
Abschätzend mochte der Gardist den Kerl mustern, bevor er zum schutz vor dem strengen Geruch den dieser verströmte den Ärmel vor den Mund hob.
"Scher Dich hier weg! Faules Pack...Veteran, wer's glaubt! So wie Du aussiehst, hast Du doch alles versoffen und würdest auch jede weitere Münze in die Schänke tragen!"
"Ney edler her, ich mags beschwören! Ich bitt' Euch nur um eine Münze...für etwas zum beissen...*hust*"
Und mit diesen Worten warf er sich dem Gardisten zu Füssen.
Im Staub lag er, wie ein wildes Tier und umklammerte den polierten Stiefelschaft, beschmutzte ihn mit seinen ungewaschenen Händen.
"Verschwinde, Lump!"
Der Gardist benutzte erst den zweiten Fuß und schließlich den Stiel seiner Helebarde um ein wenig Abstand zu schaffen.
Hektisch kramte er in seinem Wams nach einer Münze und warf diese etwas von sich weg, was den Bettler dazu bewog, ihr auf allen vieren hinterherzukriechen.
Rasch zog sich die Wache etwas zurück und ging zügigen Schrittes auf die andere Seite des Marktplatzes, das Gesicht missbilligend verzogen.
Der Bettler hingegen hatte ihn schon vergessen.
Den Weg entlang kam eine junge Frau geschritten und mit einem hopsenden Gang brachte sich der Alte in ihren Weg:
"Edle Dame, habta vielleicht eene Münze für'n armen Veteranen übrig?*hust*"
Verfasst: Dienstag 7. August 2007, 15:27
von Liliana van Drachenfels
Es war ein schöner Sommertag, Liliana lag in ihrer Hängematte auf dem Balkon und döste ein wenig. Als unten geklopft wurde, schrak sie auf. "Ich komme sofort" rief sie und ging sogleich nach unten. Ein Patient wartet dort auf sie und wollte ein Mittel gegen seinen kratzenden Hals. Lili verabreichte ihm eine Kräutermischung die helfen sollte und kurz darauf kam bereits der nächste Patient mit den gleichen Symptomen. Hoffentlich wird das keine Epidemie murmelte sie zu sich selber, jedoch war sie noch nicht allzu besorgt, da es nur eine leichte Sommergrippe zu sein schien.
Doch zurück in ihre Hängematte fand sie an diesem Tag nicht mehr..
Verfasst: Dienstag 7. August 2007, 16:01
von Zoe de Velgy
Einen Tag war sie nun schon in ihrem eigenem neuen Heim in Varuna eingerichtet. Sie hatte fast den ganzen Tag damit verbracht Möbel aufzustellen, Vorhänge aufzuhängen und das Haus zu dekorieren. Zoe hätte sogar noch den Abend und die Nacht damit verbracht nur damit sie bald und zukünftig Patienten in ihrer Heilerstube empfangen konnte.
Etwas bange war ihr schon bei der Vorstellung, nun so ganz auf sich allein gestellt zu sein und mehr oder eine alleinige Verantwortung für zukünftige Patienten zu haben. Liliana war aber immer noch eine gute Freundin und Ansprechpartnerin, sollte sie jemanden brauchen. Das wusste und beruhigte Zoe und sie versuchte somit die angsteinflössenden Gedanken von sich zu schieben.
Am Vorabend als sie noch ein paar Kerzen für ihre neue Heimstatt kaufen wollte, ergab es sich, das sie sich um mehrere Frauen kümmern musste, welche einer Behandlung bedurften. Eine der Damen hatte mit der Lungenpest zu kämpfen, das erkannte Zoe sofort, als die Freundin der Kranken die Symptome schilderte. Sie machte sich sobald sie konnte auf den Weg zum Gasthof, wo die Erkrankte in einem der Zimmer lag und sie wäre fast zu spät gewesen.
Die Erkrankte hatte bereits das Bewusstsein verloren und rang um Atemluft. Schnell versorgte Zoe die Erkrankte und hatte Glück. Die Dame kam wieder zu sich und Zoe flösste ihr etwas Medizin ein, die sie meistens bei sich trug. Die Dame erzählte ihr, das sie vor einigen Stunden mit einem Herrn zusammen war der elendig gehustet haben soll und glaubte sich bei jenem angesteckt zu haben. Auch Zoe war dieser Meinung und behandelte gleich auch noch die Freundin der Erkrankten um weitere Ansteckungsgefahren zu vermeiden.
Sie wunderte sich leicht, das die Dame so rasch und massiv auf die Krankheit reagiert hatte, war aber froh, das es ihr besser ging. Zoe verordnete ihr mehrere Tage Bettruhe und liess ihr etwas von der Medizin zurück. Ihre Freundin bat sie sofort einen Heiler zu rufen, sollte das Fieber wieder ansteigen oder der Husten sich vermehren. Als sie wieder daheim war, blickte sie sich zufrieden in ihrer neuen Heimstatt um und hoffte, hier vielen Kranken und Bedürftigen helfen zu können.
Verfasst: Dienstag 7. August 2007, 16:50
von Vikko Allago
Langsam ging Vikko durch die Gassen Varunas. Ein breites Lächeln hatte sich auf seinem Gesicht geformt, denn überall drang der Klang von Husten an sein Ohr.
Loreen hatte wirklich ganze Arbeit geleistet. Er kam nicht umher sie im Geiste zu loben. Aber das Alles war nur der erste Funke, des Feuers welches in Varuna brennen wird.
Das Bild aus Loreens Träumen blitze vor ihm auf. Und ein Gefühl von Macht durchfuhr ihn.
Der Rabe war auf ihrer Seite und bald, ja sehr bald wird er kommen, um sich das zu nehmen, was ihm zustand.
Verfasst: Dienstag 7. August 2007, 19:56
von Esgaron
Esgaron betrat die Gassen Varunas durch das Südtor, die Wachen grüßten freundlich, aus dem Wachhaus war ab und zu ein keuchendes Husten zu vernehmen. Als er das Tor durchtrat und das breite Pflaster sah konnte er wie immer nicht umhin zu staunen. Doch das Bild der von Blumen und Bäumen umrankten Allee war getrübt durch eine in grau und brauntöne gekleidete Gestalt welche auf einer der Bänke saß und kräftig hustete.
Zuerst musterte er die Person aus einiger Entfernung, ein alter Mann schien es zu sein doch war es nicht die Altersschwäche die ihm zu schaffen zu machen schien, der Mann versuchte verzweifelt des Keuchens und Hustens Herr zu werden das ihn durchschüttelte und ihn offensichtlich quälte da er schmerzhaft das Gesicht verzog.
Esgaron überlegte was ihm sein Meister wohl sagen würde:
"Nur eine Grippe, das kommt vor und ist leicht zu kurieren"
Nun ja... eine Grippe konnte das nicht sein denn, denn plötzlich waren einige Tropfen Blutes in der Hand des Alten zu sehen, rasch trat Esgaron näher um dem Manne zu helfen, doch ihm war rasch klar das seine Lehrlingshände nicht viel bei einer Krankheit dieser Art würden ausrichten können, deshalb half er dem Alten auf und suche so schnell wie möglich jemanden der Helfen konnte, er meinte sich zu erinnern von einer Heilerin in Varuna gehört zu haben die ihr Haus im Süd-West Vierteal habe, so schnell es eben nur ging ging er, den Alten, welcher immer weiter hustete Stützend, in Richtung des Hauses von Liliana von Drachenfels...
Verfasst: Dienstag 7. August 2007, 20:55
von Liliana van Drachenfels
Der Strom der Patienten riss an diesem Tag nicht ab und es wurde immer schlimmer. Soeben wurde der erste Patient zu ihr gebracht der beim Husten einen blutigen Auswurf hatte. Sofort wurde ihr klar, daß dies nicht wie angenommen eine relativ harmlose Sommergrippe war. Und die Vielzahl der Betroffenen machte ihr Angst, wenn ale Patienten die heute wegen ihrer Halsbeschwerden bei ihr waren, diese Krankheit in sich trugen, würde es eine Epidemie geben, die es so schon lange nicht mehr gegeben hatte. Den Patienten behandelte sie mit ihrem Kräuterelixier, daß bei vielen Krankheiten sehr hilfreich und lindernd war.
Danach setzte sich sich dran und schrieb Briefe, die sie anschließend sofort einem Gardisten überreichte. Diese sollten sofort den Rat der Stadt Varuna sowie den Grafen von Hohenfels persönlich zugestellt werden.
Andere Briefe waren an ihr bekannte Heiler adressiert. Lili hoffte so ein Ausbreiten der Epidemie verhindern zu können.
Verfasst: Dienstag 7. August 2007, 22:11
von Taralea Mirrosil
Müde rieb Taralea sich über die Augen.
Lange war es her, dass sie nachts aus dem Bett geklingelt worden war. Doch der mitleiderregende Zustand des kleinen Jungens, der von seiner Mutter in eine feste Decke gewickelt zu ihr getragen worden war, ließ keinen Zweifel daran, dass rasche Hilfe von Nöten war. Der kleine Körper war immer wieder von heftigen Hustenanfällen geschüttelt worden und seine Stirn fühlte sich wärmer an, was allerdings zunächst nicht ungewöhnlich schien. Mehr sorgte sie der geschwächte Zustand, welcher bei ihm ausgeprägter erschien, als sonst bei einer Sommergrippe der Fall war. Gründlich untersuchte sie den Knirps, rieb seine Brust mit einer wohduftenden Salbe ein, damit er wenigstens etwas ruhiger atmen konnte.
Taralea gab der Mutter ein Heilmittel, gewonnen aus frischen Kräutern, reichte ihr dazu einen Beutel Tee, welcher das Abhusten erleichtern würde und wies sie an, seine Stirn regelmäßig zu fühlen. Notfalls musste sie nach ihr schicken. Die Mutter, sichtlich beruhigt, nahm ihren Sohn und versprach, sich genau an die Anweisungen zu halten.
Leise seufzend nahm Taralea wie gewohnt das Laken von der benutzen Matte, bezog diese neu und wollte sich gerade mit dem Laken unterm Arm auf den Rückweg machen, als erneut die kleine Glocke geläutet wurde. Wieder trat ein Patient ein, diesmal eine junge Frau. Auch sie zeigte Anzeichen der Sommergrippe. Husten, allgemeines Unwohlsein, Schwäche. Auch ihr kam die übliche Behandlung zu Gute, dann konnte Taralea sich zurückziehen, bis schon wenige Stunden später erneut ein Kranker sie aus dem Schlaf holte.
Nun saß sie hier am Arbeitstisch und füllte die Vorräte an Heiltränken auf. Sie ahnte nicht wie gut sie daran tat...
Verfasst: Dienstag 7. August 2007, 22:47
von Richard Tarid
07. Ashatar 250
Täglicher Routinegang durch Varuna und Berchgard
Es war ein schöner Morgen, die ersten Sonnenstrahlen fielen durch das eine Fenster in das innere des Hause, wodurch dieses in einem hellen Licht erstrahlte. In einer der Ecken stand Richard, dieser war gerade dabei seine Uniform über zu werfen, als ihm immer und immer wieder diese Hustgeräusche aus den Nachbarhäusern zu Ohren kam. Was nu wohl wieder in der Luft liegt, sprach eher zu sich selbst. Bevor dieser sich auf den Weg zu seinem täglichen Rundgang durch die Stadt machte. Kurz vor dem Haus, stand er nun, blickt sich kurz um, schaut dann aber eher verwundert gen Himmel. Dort war kein einziger Vogel zu sehen und das gezwitschen, was ihn sonst immer begleitet hatte,auf seinen täglichen Weg durch die Strassen und Gassen Varunas war auch verstummt. Mit einem runzeln in der Stirn macht er sich eher Wortkarg auf den Weg um die vom ihm verlange Arbeit zu vollrichten. Nach einer Weile schien ihm wieder etwas zu stören, die Strassen schienen verlassen zu sein, kaum eine Seele war dort anzutreffen geschweigen zu sehen. Nachdenklich schien nun seine Miene zu sein, da er nur Menschen und Gardisten vereinzelt antraf die einen Husten hatten. Er zögerte kurz, brach darauf aber den üblichen Weg ab und machte sich sofort mit schneller Schritten auf den Weg zum Kastell um dort Meldung zu machen. Dort angekommen sah er viele der Gardisten zusammen gekauert in den Ecken liegen. Schmerz verzehrt waren deren Gesichter, so dass dieser seinen Umhang vor seinen Mund hielt, da dies wohl doch schlimmer schien als zu erst gedacht. Nach einer Weile des Suchens, fand er den Leutnant Rondrian Toberen dem er sofort diese Meldung machte. Danach setzte er ein Allgemeines Schreiben an die restlichen Leute der Garde sowie der Kürasserie auf...
Verfasst: Mittwoch 8. August 2007, 02:02
von Wijay Loreen
Die nächtliche Sommerbrise wehte lau und erfrischend über das nächtliche Varuna hinweg.
Loreen schrit die Straßen entlang. Manch Beobachter mochte wohl allerhöchstens annehmen, die Bibliothekarin von Varuna mache einen Spaziergang. Der Wind wehte leise und hob ihr schlohweißes Haar etwas an. Es schien für manche, als ob sie, ungeachtet des drohenden Schattens über Varuna, die Nacht tatsächlich genoss. Doch sie genoss etwas anderes. Sie spürte die hand des Todes über sich und der Stadt und sie war neben Vikko vermutlich die Einzige, die Vergnügen dabei empfand.
Und der Schatten existierte tatsächlich. Niemand ahnte, dass sie dahintersteckte. Sie tat es bereits in ihrer Vergangenheit. Dass sie es jetzt wieder tat war wohl nur konsequent.
Noch zählte Varuna keine Toten, und dass manche so schnell auf die Krankheit reagierten, da sie scheinbar nicht dagegen ressistent waren überraschte selbst Loreen, die durch ach so wenig zu überraschen war. Doch war dies schon recht so. So kam der Seelenhüter zumindest schon recht bald an die ersten Seelen.
Kinder und Alte mochten wohl bereits binnen weniger Tage tot sein. Vielleicht schon morgen, wohl aber erst in zwei bis drei Tagen.
Und dies war nur ein Teil ihres Plans. Denn wie sollte man Seelen auch abernten wenn man nicht an sie herankam ohne Verdacht zu erwecken.
Zudem war die Abriegelung Varunas ein spezifisches Problem das gelöst werden musste. Sie würde nach einer Lösung suchen und entsann sich der zahlreichen Portale in der Grabkammer des Einen. Vielleicht gab es tatsächlich einen Weg, das dunkle Feuer für einen Moment anzurufen. Denn es galt, ein Ritual durchzuführen. Sonst wäre jede Mühe mehr oder minder nutzlos gewesen.
Wohl aber galt es erst einmal abzuwarten. Ja sie genoss die Sommernacht tatsächlich. Und vielleicht - vielleicht würde so mancher Beobachter in dieser nacht im blassen Mondenschein auf einem der zahllosen Dächer der Stadt die Silhouette eines Raben erblicken können. Vielleicht war es nur ein nachtaktives Tier auf der Suche nach Futter. Oder aber, vielleicht war ER es selbst, derjenige, der Loreens Leben Wege und Richtungen zeigte, die sie einst beschritt, doch taten sich ihr dennoch neue Möglichkeiten auf. Der Vogel ließ unablässig seine dämonisch funkelnden Augen umherschweifen, ehe er sich erhob und krächzend zum nächsten Hausdach flog.
Die Pestillenz hatte begonnen. Doch dies wäre erst der Anfang von Varuans Problemen, denn der Tod würde das Gesprächsthema sein.
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