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Auf der Suche nach seiner Erfüllung

Verfasst: Sonntag 5. August 2007, 15:02
von Methodios
Wochen, Monate, nein sogar mehr als ein Jahr ist es jetzt schon Her als Methodios das letzte mal im Hain saß und mit den verschiedensten Kräutern versuchte neue Tränke herzustellen. Die Vögel zwitscherten und der Wind führ sachte durch die Äste der alten Bäume sodass einige Blätter zu Boden fielen. Vollkommen gelassen saß er da und hörte leise das Lied Mutters, das ihm sanft ein Lächeln aufsetzte. Alles schien in bester Ordnung zu sein, jedoch fühlte Methodios, dass irgendetwas nicht stimmte. Dieses Gefühl hatte er schon von Anfang an, als er zum ersten mal den Hain betrat, doch wusste er bis dahin nicht genau den Grund dafür. Langsam aber sicher schien er zu begreifen und seinem Gefühl eine Bedeutung zu geben. Immer wieder kam er bei seinen Überlegung zu dem Entschluss, womöglich zu früh zum Hain geführt geworden zu sein. Nicht so, dass ihn Mutter nicht schon längst an diesem Ort erwartet hätte, jedoch so, dass er noch viel zu erforschen und zu entdecken hätte in der Welt.
So entschloss er sich auf eine Reise zu begeben die ihm die Augen für das schöne und wunderbare Werk Mutters noch weiter öffnen solle.
Behutsam packte er einige Kräuter in einen Leinenbeutel, nahm noch einige nützliche Tränke und machte sich dann auf den Weg.
Immer wieder lag er Abend irgendwo im tiefsten Wald neben einem gemütlich, wärmenden Lagerfeuer und dachte nach, ob er nun nicht nach Wochenlanger Reise nicht nun endlich wieder auf den Rückweg machen sollte, jedoch war er das Gefühl, das ihm immer wieder weiter anspornte, noch nicht los geworden. So blieb er und ließ sich durch nichts davon abbringen immer wieder zu gehen und neues Wissen zu erlangen. Immer wieder stieß er auf Menschen, di versuchten ihm auf einen anderen Weg zu führen und ihn anschließend nur als Narr beschimpften weil er seinen Ideologien und Ansichten Treu blieb. Stets redete er nur über die Schönheit jeder einzelnen Pflanze und sogar jedes einzigartig geformten Steines, sodass fremde ihn schnell für einen Spinner oder Narren hielten und ihn sogleich wieder alleine stehen ließen. Auf seiner Wanderung durch das Land eignete er sich lediglich immer mehr Wissen an über die verschiedensten Wirkungen der einzelnen Kräuter die ihm unterkamen und immer mehr begriff er die Einzigartigkeit jedes einzelnen Geschöpfs. Die Farben der Blätter und Blüten, der Duft der einzelnen Pflanzen, das Geräusch des Windes wenn er durch die Äste zischte und die Strahlen der Sonne die ihm sachte aus dem Schlaf holten waren es, die ihm ein Gefühl der immer größeren Erfüllung gaben.
So wurde er eines Tages wieder von dem leisen zwitschern der Vögel und den wärmenden Sonnenstrahlen geweckt. An diesem Morgen schien alles anders zu sein. Nach nun mehr als einem Jahr auf der Reise war es endlich weg, dieses elende Gefühl das ihn nicht ruhen ließ. Endlich schien es so, als hätte er es nun gefunden und verstanden, immerwährende Liebe, Hingabe und Aufopferung die Mutter in ihr wunderbares Werk steckte.
Das Antlitz der vollkommen Schönheit der Natur hat ihn endlich die Augen geöffnet und ihn die wahre und unverschleierte Herrlichkeit erblicken lassen. Endlich sieht er die Welt nicht mehr getrübt von den Lügen und Intrigen die Alatar in die Welt setzt. Er kann die Welt nun endlich so sehen wie sie einst war und im tiefsten Grunde noch immer ist.
Ein wohlwollendes Gefühl überkam ihn und ein glückliches und zufriedenes Lächeln zierte seine Lippen. Das Gefühl endlich entdeckt zu haben wonach sein tiefstes Inneres ihn immer drängte war unbeschreiblich.
Nun war es endlich wieder soweit, dass er sich wieder auf die Reise zum Hain machen könnte. Er packte sachte packte er seinen neu gefunden Kräuter, die er zum trocknen schön auf einen Leinentuch ausgebreitet hat wieder zusammen und befestigte diesen Beutel dann an seinem Gürt. Zufrieden griff er nach seinem alten, treuen Stab der ihm schon seit einigen Jahrern treue Dienste leistete, und machte sich langsam auf seinen Heimweg.