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Neues Leben?

Verfasst: Freitag 22. Juli 2005, 17:16
von Asteve Odolder
Ankunft:

Die letzen Wochen hatte sie nur in dieser dunklen Kabine zugebracht. In der Ecke saß sie auf dem Bett und starrte die ganze Zeit gedankenverloren vor sich hin. Anlehnen an die Wand traute sie sich nicht, die Schmerzen war viel zu groß. Ihre Gedanken fingen an zu schweifen in die Vergangenheit. Warum hatte er ihr dies angetan? Nur weil sie ihm nicht das geben konnte was er wollte? Die Wunden auf dem Rücken fingen bei den Gedanken wieder an zu schmerzen. Kaum mehr wirklich bewegen konnte sie sich. Jedesmal wenn sie aufstand merkte sie das die Wunden wieder von neuem aufrissen. Die Schmerzen waren höllisch. Doch wem konnte sie sich in diesem neuem Land anvertrauen? Ihr Mann würde sie sicher suchen. Ganz sicher wusste er genau auf welches Schiff sie floh als sie die einzige Möglichkeit dazu nutze. Er hatte überall in der Stadt seine Spione, die ihm die Informationen brachten die er haben wollte. Doch jeder ist käuflich, für irgendeine Summe sagte jeder das was er wusste. Das musste sie ebenso schon am eigenen Leibe erfahren als ihre beste Freundin sie verriet.
Ein lauter Ruf ging auf dem Schiff umher das Land in Sicht sei. Endlich wieder Erde unter den Füssen. Wankend stand sie auf und ging aus der Kabine nach oben. Sie stellte sich an die Reeling und schaute auf das Land welches ihr hoffentlich eine neue Zukunft bieten könnte.
Einen neuen Namen brauchte sie noch. Mit dem alten würde sie sich nur verraten und er würde sie noch leichter finden. Ihre Augen wanderten über den Ehering auf dem rechten Ringfinger. Langsam zog sie diesen ab und warf ihn dann über Bord ins Wasser. Ein Schatten war sichtbar da wo der Ring war. Einen Namen...ja..Asteve ..dieser klang ganz anders als der alte von ihr.
Langsam kam das Schiff immer näher an diese kleine Stadt heran und legte später an. Langsam ging sie von Bord und sah umher. Sie musste dringend ihre Wunden waschen. Suchend schaute sie sich nach einem ruhigen Plätzchen um am Wasser. Sie zog die Robe über den Kopf wobei die Wunden erneut aufrissen und sie leise aufschrie unter den Schmerzen. Das dünne Hemd darunter ließ sich gar nicht lösen. Langsam stieg sie in das eiskalte Wasser hinab welches den Wunden sehr gut tat und die Schmerzen etwas linderte. Das Hemd löste sich noch immer nicht von den Wunden. Also musste sie zu jemanden der sich darum kümmerte. Aber wem, sie wusste sich wem sie hier vertrauen kann. Ihr kleiner Dolch stach ihr ins Auge als sie aus dem Wasser stieg. Ruhig setzte sie diesen an ihren Haaren an und schnitt diese soweit ab das sie gerade so noch bis zu den Schultern reichten. So würde es noch etwas schwerer werden sie zu erkennen.
Langsam zog sie die Robe wieder über den Kopf und ging langsam los. Zuerst würde sie sich hier auf dieser Insel umschauen und dann weitersehen.

Verfasst: Freitag 22. Juli 2005, 17:17
von Asteve Odolder
der erste Schritt


Mit einem misstrauischem Blick gab sie die erste Miete an den Herbergsbesitzer weg. Als er ihr endlich den Schlüssel für ihr Zimmer gab, fiel fast wie ein schwerer Stein ihr von der Seele. Der erste Schritt in die neue Zukunft. Der nächste kleine den sie die letzen Wochen gemacht hat. Ihre Wunden wurden von dem Heiler in Varuna sehr gut versorgt. Die Schmerzen waren nicht mehr so stark wie vorher. Dennoch waren ihr sehr schnelle bewegungen und anderes noch untersagt.
Und jetzt hier das Zimmer in Rahal. Hier würde er sie sicher am wenigsten vermuten. Die meisten Einwohner hier glaubten an Alatar. Sie hatte über diesen Gott bisher nur sehr schlechtes und grausames gehört. Aber ihr war dieses Versteck hier recht. In Varuna wäre sie schneller aufzufinden gewesen.
Langsam ging sie aus der Türe des Hauses heraus und etwas herum zur Treppe ausserhalb. Die Schritte die Treppe hinauf fielen ihr noch etwas schwer, jeder Schritt schmerzte ihr auf dem Rücken. Endlich, sie öffnet die Türe und geht den Flur hinein auf die Türe zu die ihr Zimmer sein soll. Der Schlüssel dreht sich leise klackend in dem Schloss und sie öffnet die Türe. Viel besser als sie erwartet hatte sah dieses Zimmer aus. Ein schönes grosses Bett steht in der Nähe des Fensters. Ein Kleiderschrank, eine Kommodes sogar barg dieses Zimmer. Die große Truhe sah sie mit freudigem Blick ganz zum Schluss. Langsam lässt sie sich auf einen der Stühle an dem kleinem Tisch nieder und schaute umher.
Die letzen zwei Wochen seit dem sie in diesem Land ist hat sie mehr oder minder nur durch einen Schleier mitbekommen. Viele boten ihr die Hilfe an, aber von fast keinem lies sie sich helfen. Bis auf diesen Carsisar, warum sie ihm soweit vertraute wusste sie nicht. Vielleicht weil er ihr versprach ihr zu zeigen wie man tötet.
Der Mann der ihr diese Wunden angetan hatte musste sterben, irgendwann. Die Wut und der Zorn kam wieder in ihr herauf. Ihre beiden Hände ballte sie zu Fäusten, aber sie lies schnell wieder locker als sie die Schmerzen auf dem Rücken an die Realität erinnern.
Zuerst musste sie wieder zu Kräften kommen. Dann würde sie beginnen zu lernen. Wenn Carsisar ihr nicht beibringen würde ihr zu kämpfen, irgendwer wird sich sicher finden.
Langsam steht sie auf und geht zum Bett hin. Die letzen Wochen hatte sie kein Bett unter sich gespürt. Sie zog sich die Robe über den Kopf und legte sich hin. Nur ein paar Minuten wollte sie ausruhen. Aber der Schlaf übermannte sie vollkommen.......

Verfasst: Montag 25. Juli 2005, 17:23
von Asteve Odolder
Irgendwann am späten nachmittag wachte sie auf. Alles um sie herum drehte sich im ersten Moment. `Wo bin ich?` dachte sie sich im ersten Moment. Bis sich der Schwindel langsam legte und sie merkte das sie im Zimmer war. Mit zittriger Hand griff sie zum Wasserschlauch und trank einige Schlucke. Sie kam sich vor als würde sie immer schwächer werden mit jedem neuem Tag. Lange Strecken konnte sie nicht mehr gehen immer öfter wurde ihr schwindelig. Mehr und Trinken müsse sie, dachte sie sich. Die letzen Tage hatte sie das kaum, sie konnte es nicht.
Langsam stand sie auf und zog die Robe über ihren Kopf. Der Schmerz auf ihrem Rücken war nicht mehr gar so stark, aber es reichte das ihr wieder schwindelig wurde. Nach einem kurzem Moment war alles wieder weg und sie ging hinaus. Tief die frische Luft einatmend, die ihr sichtlich gut tat. Ganz vorsichtig und bedächtig ging sie dann die Außentreppe hinab. Ihr Weg führte sie zu den Trainingspuppen hin. Am Vortag hatte sie dort jemandem beim trainieren zugesehen. Vielleicht kann sie sich ja etwas abschauen dabei, dachte sie sich.
Diesmal waren zwei dort. Ein junger Krieger der die Puppe ziemlich drangsalierte mit dem Metallschwert und ein berobter Mann dessen Gesicht sie durch die Kapuze nicht erkennen konnte. Er redete auf den jungen Mann ein. Die Worte klangen beschwörerisch und dennoch sanft. Sie versuchte diesen etwas zu lauschen, doch nur Bruchstücke bekam sie zu hören.
"Konzentriere deinen Zorn in deiner Mitte, kontrolliere ihn. Lasse dich nicht von ihm übermannen. Mach ihn dir zu eigen um ihn zu einer tödlichen Waffe werden zu lassen."“
Wenn dies nur so einfach sein würde, dachte sie sich dann.
Als sie dann weiterging schien die Person sie wahrzunehmen und kam auf sie zu. Plötzlich stieg in ihr die pure Angst hinauf als diese Person auf sie zukam. Es hätte ja einer der Schergen ihres Ehemannes sein können.
Aber es stellte sich schnell heraus das er keiner dieser war. Fast sanft und dennoch beschwörerisch klangen seine Worte. Er wollte ihre Geschichte hören, bat ihr Schutz an, Schutz unter Alatar. Wie ein Schauer hallte dieser Name durch ihren ganzen Körper.
Nur schlechtes und grausames hörte sie bisher über diesen Gott.
Aber dieser Mann vor ihr war nicht boshaft, nein ganz anders, schoss es ihr durch den Kopf.
Sie lies sich einiges erklären so das sie mehr erfahren konnte. So böse erschien ihr dieser Gott dann nicht mehr. Man konnte diesen aus zwei Seiten ansehen. Sicher waren es hauptsächlich Halunken die an ihn glaubten. Aber es gab da sicher auch andere.
Er lud sie dann einfach in sein Haus ein. Er wollte unbedingt ihre Geschichte hören, um ihr dann helfen zu können, ihr bei ihrer Rache helfen.
Rache, ja genau Rache war es was sie wollte. Dafür nahm sie auch in Kauf sich an diesen Gott zu geben wenn er sie dabei unterstützen würde.
Als Panther stellte sich dieser Mann ihr vor. Was für ein seltsamer Name , dachte sie sich dabei. Aber aus irgendeinem Grund vertraute sie diesem Mann und sie erzählte ihm alles.
Ebenso erklärte er ihr dann später als sie nachfragte was dies für eine Bruderschaft sei der er angehörte. Nichts wirklich schlimmes konnte sie in seinen Worten erkennen.
Selbst danach bot er ihr immer noch an ihr zu helfen, bei ihrer Rache, er würde sich einen Weg überlegen. Nur welchen, es gab keinen Ausweg für sie ausser ihren Ehegatten zu töten.
Kein Gesetz könnte sie von diesem Mann trennen, nichtmal ein Wort eines Königs oder einer Königin. Ihre Wunden konnte sie ihm nicht nachweisen, da sie von ihm stammten. Sonst hätte sie wenigstens diese kleine Möglichkeit genutzt. Aber vielleicht gabs ja in diesem neuem Land einen kleinen Ausweg in dessen Gesetzen.
Aber sie war noch zu schwach zu dem ganzen, dachte sie sich nach diesen kurzen Überlegungen.
Danach lies dieser Mann sie gehen und sie ging wieder in ihr Zimmer.
Lange lag sie noch wach und dachte über dieses Gespräch nach.
Welche Richtung sie aber wählen würde, wollte sie nicht festlegen.
Irgendein Weg würde sich ihr sicher offenlegen.

Verfasst: Sonntag 31. Juli 2005, 12:32
von Asteve Odolder
Ganz langsam und leise gingen ihre Schritte auf dem Steinfussboden auf das letzte Bett in diesem Raume zu. Sie war in einem Kloster..in einem.., sie konnte es fast nicht Glauben hier zu sein im Kloster des Ordens der Tremora. Ruhig lies sie sich den Tag nochmals durch den Kopf gehen. Die letzte Nacht hatte sie wieder sehr schlecht geschlafen, immer wieder dieses Gesicht ihres Mannes vor sich, mit seinem falschen grinsen und den funkelnden bösen Augen. Aber jedes Mal wachte sie in diesem Moment wieder auf.
Am Tage davor sprach sie mit Farion Lefar, sie offenbarte sich diesem, was ihr widerfuhr und hoffte auf Auswege. Aber leider wurde sie bitter enttäuscht. Ich dachte er wäre ein Diener Temoras..ein Priester..die haben dioe Möglichkeiten und auch das Wissen, fuhr es ihr durch den Kopf. Er bot ihr an mit der Eminenz des Ordens zu reden. Sicher wusste sie mehr was man tun konnte, nur wann, er konnte es ihr nicht sagen. Jeder Tag ohne eine Lösung geht sie dem Mann ihrer Vergangenheit einen Schritt näher. Sie will aber weg von diesem Mann.
Also war sie heute nach Varuna gereist, eine sehr gefährliche Reise momentan für sie. Sie fragte die Wachen in der Stadt nach Herrn Lefar, aber keiner wusste wo er sich gerade aufhielt. Sie musste aber mit ihm reden, sie musste unbedingt wissen wann sie nun mit der Eminenz reden konnte, wann ein Ausweg ins Licht rücken würde. Aber je später der Tag wurde desto weniger wurden ihre Hoffnungen.
Also machte sie sich auf den Weg zurück nach Rahal. Die Kutschfahrt war nicht mehr solch ein Greuel für sie wie die letzen Tage. Die Schmerzen vergingen langsam, oder sie hatte sich an diese gewöhnt, gelernt damnit umzugehen. Auch ihre Kraft kam langsam wieder. Längere Spaziergänge waren nicht mehr das Problem für sie.
In Rahal angekommen wollte sie sich ein kühles Glas leichten Apfelweines gönnen. In dem Raum sassen 3 berobte Gestalten, die eine jedoch viel ihr gleich auf. Es war der Mann mit dem sie letzens schon Sprach, diesem Panther. Als er sie erblickte erhob sich dieser sofort und ging auf sie zu. Die dunkle Welle diese diesen Mann durchfuhr spürte sie sofort und ihre Gedanken kreisten um den einen Tag die sie miteinander redeten. Er wusste einen Weg, einen sehr genauen und er würde diesen durchziehen, egal wie.
Er bat sie mit in das Nebenzimmer zu kommen um mit ihr zu reden. Irgendwie lies sie dies gerne zu und folgte ihm. Er schämte sich gar nicht für seinen Glauben, er sprach diesen offen aus und er wusste wie er es ausformulieren musste. Nach einen längerem Gespräch über die letzen Tage wie es ihr erging zog er einen Dolch aus seinem Gürtel. Sehr überrascht wirkte sie da sie diesen nicht bemerkt hatte. Er legte den Dolch auf den Tisch und nahm ihre rechte Hand, die er auf den Griff des Dolches legte. Nachdiesem bat er sie die Augen zu schliessen und sich vorzustellen das ihr Mann auf die zukäme. Sehr zögernd tat sie dies und schnell kamen die Bilder aus ihrem Traum wieder hervor. Wie von selber griff ihre hand um den Griff des Dolches. Der Mann kam langsam auf sie zu, wieder mit diesem falschen grinsen im Gesicht und einem höhnischem lachen. Ihr Griff um den Dolch wurde immer fester und langsam zog sie diesen ansich heran. Immer wieder sprach der Panther neben ihr einige Worte zu. Wie fast in einem Rausch gezogen wirkten diese auf sie. Sie wolle diesen Dolch zu ihrem Freund werden lassen, ihn lernen zu beherrschen. Die dunkle Welle in ihrem Körper wurde immer stärker als würde sie ihr mehr Kraft geben als sie hätte. Als ihr Mann in ihrer Vorstellung ganz nahe bei ihr war und versucht nach ihr zu greifen streckt sie den rechten Arm weit nach vorne und stösst zu. Ausserhalb ihrer Vorstellung reckte sie sich dabei halb über den Tisch und ein tiefer Schmerz durchzog ihren Rücken der sie aus ihrem Traum hervorholte. Sie spürte sehr deutlich wie die Kraft ihren Arm durchzogen hatte und nun langsam wieder wich. War dies wirklich dieser Gott Alatar der ihr diese Kraft schenkte für diesen Moment? Sie wusste es nicht und schaute zum Panther der sie fragte ob sie dessen Kraft ebenso spürte. Sie musste zugeben das sie es deutlich gepürt hatte. Er bot ihr an, wenn sie wieder bei Kräften ist, sie selber auszubilden damit sie ihre Rache vollziehen kann. Sie hatte also einen Lehrer der sie ausbildete. Aber wollte sie wirklich diesem dunklem Gott Alatar zusprechen? Innerlich wütete ein Sturm des Glaubens in ihr. Schon immer war ihr Glaube sehr fest an Temora gewesen. Aber sie konnte ihr nicht die Freiheit geben die sie brauchte, oder doch?
Sie musste hinaus , hier aus diesem Raum heraus und frische Luft schnappen. Der Panther lies dies auch ohne weiteres zu. Sie musste aus dieser Stadt, es war noch hell genug für einen Spaziergang. Sie musste dringend versuchen ihre Gedanken zu reinigen, zu ordnen, wie auch immer.

Verfasst: Sonntag 31. Juli 2005, 13:18
von Asteve Odolder
Ihre Gedanken schweiften umher als sie den Weg entlang ging. Wie lange wusste sie nicht, da sie mehr in gedanken versunken war als auf den Weg zu achten den sie ging. Kurz vor Sonnenuntergang dann erreichte sie Bajard. Es war ein recht langer Weg hierher, dennoch spürte sie nicht wirklich Schmerzen auf ihrem Rücken. Langsam gingen ihre Schritte durch das Tor hindurch. Noch während sie unter dem Tor war zog sie die Kapuze über ihren Kopf. Dieser Ort war überaus gefährlich für sie. Sämtliche Schiffe hielten hier und auch sie kam hier von einigen Wochen an. Die Schmerzen auf ihrem Rücken wurden ganz plötzlich sehr stark bei diesem gedanken.
Sie erwacht wieder kurz aus ihren Gedanken und schaut sich im Raum des Kloster um in dem sie war. Nicht gerade so angenehm wie das ihre Zimmer, bemerkte sie. Fast kühl und sparsam wirkte es. Ihre Augen schweifen zur Türe hin.
Gehen? ..Fliehen? aber wovor..vor mir selber..vor meinem Glauben. Temora wird mich sicher abweisen. Zu sehr geschändet habe ich sie bisher. Meine Gedanken waren sehr oft bei Alatar. Erbot ihr an das zu geben was sie wollte. Die entgültige Freiheit, ein neues freies Leben.
Aber Alatar war dunkel, das böse. Sie spürte deutlich dessen grosse Kraft in sich fliessen. Er versuchte Hand über ihren Willen zu bekommen. Auch irgendwie sträubte sie sich nicht dagegen. Aber was macht sie dann hier, hier in diesem Kloster der Göttin Temora?
In Bajard stand sie ganz plötzlich vor der kleinen Kirche. Innerlich wurden ihre Zweifel immer grösser dieses Haus zu betreten. Nur ganz zaghaft trugen ihre Beine sie wie von selber dahin. Aber der Geist wollte es nicht so wirklich, weshalb auch immer.
Als sie die Türe geöffnet hatte erblickte sie zwei Männer in dem Raum. Voller Panik, ja fast Angst knallte sie die Türe wieder hinter sich zu, sich an diese heranlehnend.
Wovor hatte sie aber nun Angst? Angst vor den beiden oder mehr diesen Raum von göttlicher Fülle zu betreten?
Einer der Männer hatte sie wohl bemerkt und versuchte die Türe zu öffen. Er und der andere Mann versuchten mit ruhigen und sehr freundlichen Worten sie hereinzubeten und ihr ein wenig ihre Angst damit zu nehmen. Sogleich erkannte sie das Abzeichen des einen Mannes, das des Ordens Temora. Sofort fragte sie nach Herrn Lefar, ob er ihn kannte, ihn gesehen habe. Dieser Herr verneinte und stellte sich sogleich als Leon von Falkenburg , ein Jungtempler des Ordens. Er strahlte eine ungewöhnliche Ruhe aus und seine Worte waren sehr bedacht und gut gewählt. Schnell wurde das dunkle aus ihrem innern fast vertrieben als er sprach. Das Vertrauen in ihr ihm gegenüber stieg mit jedem Moment. Sie erklärte ihm nur halb ihr Problem, aber sogleich versuchte er auch Lösungen zu finden. Sogar welche die wirklich Sinn hatten. Er erklärte ihr das die Gesetze ihres Landes hier keine Gültigkeit hätten, hier nur die Gesetze der hiesigen Königin gelten. Wenn sie diese Ehe nicht mehr wolle kann man sie wohl ausser Kraft setzen wenn die Königin dies selber ausspricht. Ein wenig mehr Hoffnung keimte in ihr auf bei den Worten. Er bot ihr an im Kloster über Nacht zu bleiben aber auch den Schutz von diesem vor dem Mann der sie verfolgen wird.
Aber eines wusste sie dennoch. Selbst wenn die Königin ihr die Freiheit gäbe, würde sie nicht wirklich frei sein können. Er würde dennoch versuchen sie zu schänden und seine Rache zu bekommen, wenn auch ausserhalb der Gesetze. Aber würde er dies wirklich wagen in einem ihm fremden Land? Sie wusste es nicht, sie konnte ihn schon lange nicht mehr einschätzen.
Dennoch wuchs in ihr der Wille dem Mann zu glauben, diesem Herrn Leon von Falkenburg. Er wusste noch nichtmal die halbe Geschichte von ihr und bot schon verschiedene Lösungswege an.
Auf dem Weg ins Kloster schweiften ihre Blick wild durch den Wald, diesen nach Männern absuchend die sie verfolgen könnten. Nur noch mit heraufgezogener Kapuze wagte sie die Schritte auf den Wegen. Im Kloster angekommen weiste er ihr den Weg in eines der Zimmer und wünschte ihr noch eine Gute Nacht.
Nun sass sie hier auf dem Bett, die Gedanken kreisen um die letzen Tage. Vieles war geschehen. Viel Hilfe bot man ihr an. Dennoch hatte sie sehr grosse Angst von einem diesem verraten zu werden, denen sie sich anvertraut hatte. Aber dieses Risiko musste sie eingehen, sonst würde sie sich für immer in einem kleinem Raum verstecken müssen. Langsam schliessen sich ihre Augen, der Schlaf übermannte sie. Warten wir auf den morgigen Tag was er bringen möge.