Die Nachforschungen
Verfasst: Dienstag 31. Juli 2007, 04:24
Immer wieder dröhnte eine Stimme in seinem Kopf, die ihn vorantrieb. Man sollte meinen, dass Mann wie er, der sich nach außen hin scheinbar immer unter Kontrolle zu halten wusste, sich nicht so sehr von Gefühlen beeinflussen lassen würde, doch war es so. Das Verlangen danach brannte sich tief in seinen Kopf. Seine dünnen Finger krallte sich in seine Kopfhaut, als wollte sich die Haut aufreißen und das störende Etwas, welches seinen Geist immer weiter quält, mit aller Gewalt entfernen. Man könnte ihn fast als besessen bezeichnen, umso mehr quälte ihn der Gedanke, den Ansprüchen nicht gerecht zu werden. Viele Stunden und Nächte hatte er in der Bibliothek der Arkoritherburg verbracht, ein Buch nach dem Anderen wurde gewälzt, welches auch nur irgendwie den Anschein macht, dass sich darin einige Geheimnisse der Elementarmagie finden ließen. Die Auslese war aber zu gering, um damit einen Vortrag füllen zu können.
Einige Tage war er nun unterwegs und kaum eine Antwort auf seine Fragen wurde auch nur zufrieden stellend beantwortet. Das Wissen über die Elementarmagie war rar, weswegen er erleichtert war, als er eine verlassene Stelle im Wald fand, die offenbar für etwas wie ein Ritual benutzt worden war. Doch war es anders, als die Rituale, die er bisher vollzogen hatte. Kein Pentagramm zierte den Boden, keine Kreide, kein Blut und kein Knochenmehl wurden ausgestreut. Man erkannte einen Kreis aufgewühlter Erde. Irgendetwas muss es mit diesem Kreis auf sich gehabt haben. Mit den blassen, langen Fingern stocherte ein wenig darin rum, als er etwas Weisses ins Auge fasste, welche er zwischen seinen Finger zerrieb, vorsichtig daran roch und ein wenig davon über seine Zunge strich. Sein Gesicht verzog er kurz, als er diesen doch bekannten Geschmack wahrnahm. Wie es vermutete. Es war Salz.
Langsam dämmerte es ihm, was hier vorging. Ein Kreis? Salz? Nicht ungewöhnlich für ein Ritual, welches wohl für einen Schutzkreis oder ähnliches benutzt wurde. Hastig wendet er seinen Kopf umher, wohl nach der Person suchend, die dieses hier vollbracht hatte. Dort neben einem Baumstamm lehnte eine geöffnete Tasche und davor einige abgebrannte Kerzen. Die Person müsste also noch in der Nähe sein. Raschen Schrittes entfernte sich der Arkorither wieder von diesem Ort und versuchte sich einen Reim auf diese Komponenten gepaart mit diesem Kreis, zu machen. Bisher hatte er so etwas ohne das passende Pentagramm noch nicht gesehen. Es war als spukten mehrere Stimmen und Gedanken in seinem Kopf, die ihm den Vorgang erklären wollte.
Am Waldrand, auf einem kleinen Stein, ruhte er sich eine Weile aus und nutzte die Zeit, das Gesehene und das vielleicht herausgefundene zu notieren.
Am Abend erreichte er eine Taverne. Diese elendige Sucherei zwang ihn sich den Frust mit einem guten Whiskey herunterzuspülen. Die Taverne war klein und nicht gerade gut besucht. Bauernvolk, welches trank, sich unterhielt, lachte und Trinklieder anstimmte. Aus ihren Pfeifen drang der Rauch, der einem die Augen brennen ließ und die verbrauchte Luft war zum zerschneiden dick geworden. Dem hinzu kam noch der Geruch des Alkohols und der verschwitzten Leute, die Lucan ein besonderer Dorn im Auge waren. Eine verdorbene dumme Brut, welche keine Gabe wie er besaßen und schon alleine deswegen in seinen Augen als minderwertig galten. Von dem Gedanken besessen, dass er den Vorgang entschlüsseln könne, blätterte er in seinen Notizen. Neben seinen Ausführungen, die er sich über jedes einzelne Element aus diversen Quellen zusammen gesammelt hatte, sah man eine vage Skizze dessen, was er sah. Den Kreis, die Kerzen, das Salz… all dies konnte er noch nicht zu einem kompletten Bild zusammenfügen.
Doch plötzlich merkte er eine fast unangenehme Nähe, als ein Mann sich einen Blick über Lucans Schulter auf seine Notizen erlaubte. Er konnte schon seinen Atem hören, so nah war er. So nah durften ihm nicht viele kommen, doch er ließ es geschehen und wendete dem Mann kurz darauf einen längeren Blick zu, eine Hand versucht dabei die Skizzen zu verdecken. Der Mann war hoch gewachsen und in braune Lederkleidung, sowie in grüne Leinenkleidung gehüllt, bewaffnet mit einem Bogen, den er locker über die Schulter trug.
Der scheinbare „Waldmann“ belästigte ihn zunächst mit den üblichen Floskeln, mit denen man so oft ein Gespräch zu beginnen versuchen, wenn man nichts Besseres zu erzählen weiss. Er war nie ein Freund von oberflächlichen Gesprächen, genau so wenig von Gesprächen bei denen der Gegenüber in Rätsel oder um den heißen Brei herum redet. Doch als er auf einmal auf seine Skizze zu sprechen kam und meinte so etwas schon einmal gesehen zu haben, horchte Lucan auf. Er verkaufte sich für unwissend, um weitere Informationen zu erhaschen. Der Mann versuchte ihm genauestens zu schildern, was die Person tat während dieses Vorgang, nur konnte er ihm leider lediglich das offensichtliche erzählen und nicht, ob es Auswirkungen auf das Lied hatte oder nicht und wenn ja: was für welche? Den Rest musste er aus seinen Beschreibungen erschließen. Sie redeten noch einige Zeit lang über einige, für Lucan, belanglose Dinge bis sich jeder von ihnen ein Zimmer und sich zur Ruhe legten.
Am nächsten morgen brach Lucan wieder auf und machte noch einen Halt beim Gasthaus zu Tirell, wo er sich mit einem Ordensbruder verabredet hatte. Zusammen begutachteten sie ihre gesammelten Ergebnisse und berieten, wer welchen Part übernehmen sollte. Sie hatten beide genügend Informationen gesammelt um sich gegenseitig ergänzen zu können. Von diesem Tag an, verabredeten sie sich regelmäßig im Gasthaus, um den genauen Inhalt ihres Referates zu gestalten.
Je mehr sie sammelten und je weiter sie voran kamen, ließen die elenden Fragen und Zweifel der Stimme nach, welche ihn vor einigen Tagen noch beinahe wahnsinnig gemacht hat. Aber noch war es nicht überstanden und sicherlich würde er sich nichts dergleichen anmerken lassen.
Einige Tage war er nun unterwegs und kaum eine Antwort auf seine Fragen wurde auch nur zufrieden stellend beantwortet. Das Wissen über die Elementarmagie war rar, weswegen er erleichtert war, als er eine verlassene Stelle im Wald fand, die offenbar für etwas wie ein Ritual benutzt worden war. Doch war es anders, als die Rituale, die er bisher vollzogen hatte. Kein Pentagramm zierte den Boden, keine Kreide, kein Blut und kein Knochenmehl wurden ausgestreut. Man erkannte einen Kreis aufgewühlter Erde. Irgendetwas muss es mit diesem Kreis auf sich gehabt haben. Mit den blassen, langen Fingern stocherte ein wenig darin rum, als er etwas Weisses ins Auge fasste, welche er zwischen seinen Finger zerrieb, vorsichtig daran roch und ein wenig davon über seine Zunge strich. Sein Gesicht verzog er kurz, als er diesen doch bekannten Geschmack wahrnahm. Wie es vermutete. Es war Salz.
Langsam dämmerte es ihm, was hier vorging. Ein Kreis? Salz? Nicht ungewöhnlich für ein Ritual, welches wohl für einen Schutzkreis oder ähnliches benutzt wurde. Hastig wendet er seinen Kopf umher, wohl nach der Person suchend, die dieses hier vollbracht hatte. Dort neben einem Baumstamm lehnte eine geöffnete Tasche und davor einige abgebrannte Kerzen. Die Person müsste also noch in der Nähe sein. Raschen Schrittes entfernte sich der Arkorither wieder von diesem Ort und versuchte sich einen Reim auf diese Komponenten gepaart mit diesem Kreis, zu machen. Bisher hatte er so etwas ohne das passende Pentagramm noch nicht gesehen. Es war als spukten mehrere Stimmen und Gedanken in seinem Kopf, die ihm den Vorgang erklären wollte.
Am Waldrand, auf einem kleinen Stein, ruhte er sich eine Weile aus und nutzte die Zeit, das Gesehene und das vielleicht herausgefundene zu notieren.
Am Abend erreichte er eine Taverne. Diese elendige Sucherei zwang ihn sich den Frust mit einem guten Whiskey herunterzuspülen. Die Taverne war klein und nicht gerade gut besucht. Bauernvolk, welches trank, sich unterhielt, lachte und Trinklieder anstimmte. Aus ihren Pfeifen drang der Rauch, der einem die Augen brennen ließ und die verbrauchte Luft war zum zerschneiden dick geworden. Dem hinzu kam noch der Geruch des Alkohols und der verschwitzten Leute, die Lucan ein besonderer Dorn im Auge waren. Eine verdorbene dumme Brut, welche keine Gabe wie er besaßen und schon alleine deswegen in seinen Augen als minderwertig galten. Von dem Gedanken besessen, dass er den Vorgang entschlüsseln könne, blätterte er in seinen Notizen. Neben seinen Ausführungen, die er sich über jedes einzelne Element aus diversen Quellen zusammen gesammelt hatte, sah man eine vage Skizze dessen, was er sah. Den Kreis, die Kerzen, das Salz… all dies konnte er noch nicht zu einem kompletten Bild zusammenfügen.
Doch plötzlich merkte er eine fast unangenehme Nähe, als ein Mann sich einen Blick über Lucans Schulter auf seine Notizen erlaubte. Er konnte schon seinen Atem hören, so nah war er. So nah durften ihm nicht viele kommen, doch er ließ es geschehen und wendete dem Mann kurz darauf einen längeren Blick zu, eine Hand versucht dabei die Skizzen zu verdecken. Der Mann war hoch gewachsen und in braune Lederkleidung, sowie in grüne Leinenkleidung gehüllt, bewaffnet mit einem Bogen, den er locker über die Schulter trug.
Der scheinbare „Waldmann“ belästigte ihn zunächst mit den üblichen Floskeln, mit denen man so oft ein Gespräch zu beginnen versuchen, wenn man nichts Besseres zu erzählen weiss. Er war nie ein Freund von oberflächlichen Gesprächen, genau so wenig von Gesprächen bei denen der Gegenüber in Rätsel oder um den heißen Brei herum redet. Doch als er auf einmal auf seine Skizze zu sprechen kam und meinte so etwas schon einmal gesehen zu haben, horchte Lucan auf. Er verkaufte sich für unwissend, um weitere Informationen zu erhaschen. Der Mann versuchte ihm genauestens zu schildern, was die Person tat während dieses Vorgang, nur konnte er ihm leider lediglich das offensichtliche erzählen und nicht, ob es Auswirkungen auf das Lied hatte oder nicht und wenn ja: was für welche? Den Rest musste er aus seinen Beschreibungen erschließen. Sie redeten noch einige Zeit lang über einige, für Lucan, belanglose Dinge bis sich jeder von ihnen ein Zimmer und sich zur Ruhe legten.
Am nächsten morgen brach Lucan wieder auf und machte noch einen Halt beim Gasthaus zu Tirell, wo er sich mit einem Ordensbruder verabredet hatte. Zusammen begutachteten sie ihre gesammelten Ergebnisse und berieten, wer welchen Part übernehmen sollte. Sie hatten beide genügend Informationen gesammelt um sich gegenseitig ergänzen zu können. Von diesem Tag an, verabredeten sie sich regelmäßig im Gasthaus, um den genauen Inhalt ihres Referates zu gestalten.
Je mehr sie sammelten und je weiter sie voran kamen, ließen die elenden Fragen und Zweifel der Stimme nach, welche ihn vor einigen Tagen noch beinahe wahnsinnig gemacht hat. Aber noch war es nicht überstanden und sicherlich würde er sich nichts dergleichen anmerken lassen.