Wie ein Leben neu beginnt
Verfasst: Donnerstag 21. Juli 2005, 19:37
Langsam senkte sich die Sonne hinter den großen Salzbergen ab. Das Licht tauchte die karge Wüstenlandschaft in einen roten Schimmer, ließ die Zeltplanen golden schimmern. Doch die Stille, welche sonst nur der aufkommende Wind noch störte, wart schnell erloschen, als das schmerzerfüllte Stöhnen der jungen Frau aus dem Zelt, hinter den großen Felsen drang.
Im Inneren des Zelts brannte bereits die kleine Öllampe, welche am Hauptpfosten mit einem kleinen Seil befestigt war. Der junge, kräftig gebaute Mann, kniete neben der Frau und hielt deren Hand. Immer wieder leise Worte ihr entgegen bringend, versuchte jener sie zu beruhigen, ihr Trost zu spenden. Seit fast 9 Monaten ersehnten beide diesen Tag schon heran, endlich sollte nun also die Zeit des Wartens vorüber sein und wieder stöhnte die junge Frau auf.
Zweimal, dreimal, ihre Schmerzenslaute wurden immer etwas lauter, schneller aufeinander folgend. Nun stand der Moment der Wahrheit kurz bevor, gleich würde ein neues Leben das Licht der Welt erblicken. Ein letzter heißerer Schrei, ein leises klatschen und schon wurde das schreien der jungen Frau ersetzt, durch das des Neugeborenen.
„Ein Mädchen, Majida, Eluive sei gelobt, wir haben eine Tochter!“
„Oh Kaheel, ich bin so glücklich, bitte, gib sie mir.“
Vorsichtig, wie einen unvorstellbar kostbaren Schatz, reichte jener seiner Frau das Kind, gab es ihr in die Arme. Jene nahm es ebenso sorgsam entgegen, schmiegte es an sich.
„Yashira soll ihr Name sein.. so will es Eluive.“
„Ja.. so soll es sein, Yashira, unsere Tochter.“
Viele Monde waren seither vergangen und das kleine Mädchen lernte mit der Zeit das Laufen, wie das Sprechen. Ihre Mutter, sie war eine einfache Schneiderin vom Stande her, verbrachte so viel Zeit sie nur aufbringen konnte, mit ihrer Tochter, welche für sie das wichtigste im Leben geworden war.
Zu gern erinnerte sie sich an die Zeiten zurück, als sie noch im Tempel gelebt hatte und im Harem heimisch gewesen war. Und ebenso gern erhoffte sie sich, könne sie ihrer Tochter dies ebenso, irgendwann ermöglichen können, so dass auch sie jenes schöne Leben in den großen Hallen genießen könne.
Oftmals erzählte Majida ihrer Tochter von dieser Zeit, wie sie einst dort gelebt hatte und wie schön es doch gewesen war. Oder von den Heldengeschichten, welche einige der Lyriker und Dichter dort zu besingen wussten. Mit großem Interesse hatte Yashira immer ihren Worten gelauscht, den Worten gehör geschenkt.
Ihre liebste Zeit war es damals gewesen, wenn auch ihr Vater nach einem harten Tag in den Salzmienen zurück kehrte, meist immer guter Laune gewesen, hatte er lachend von den Geschichten der Bergleute erzählt. Ihre Mutter hatte meist für diese nur ein milderes Lächeln übrig gehabt, wenn er über die „harten Sitten“ sprach, welche den Bergleuten manches mal nachgesagt wurden.
Nicht viele Leute lernte Yashira sonst noch kennen, hier draußen, fern ab der Stadt kamen einzig ein paar Bergleute vorbei, welche sich ab und an mit ihr, oder ihren Eltern unterhielten. Andere Kinder lernte sie hier keine kennen. Da ihre Mutter auch nicht immer Zeit für sie fand, lief sie oftmals den Hang entlang und beobachtete den Wind wie die Dünen, wie jener diese langsam und stetig zur Seite schob, wie es ihm eben passte.
Eines Abends, ihr Vater war sehr spät nach Hause gekehrt, und Yashira lag schon im Bett, konnte sie hören, wie sich ihre Eltern fast schon aufgeregt unterhielten. Ein paar finstere Gestalten seien entlang der Miene gesichtet worden und die Gefolgschaft des Emir sei bereits auf der Suche nach ihnen.
Irgendwann dann, musste sie wohl eingeschlafen sein.
Am nächsten Morgen dann, als sie erwachte, war ihr Vater noch immer nicht fort, zu den Mienen gegangen. Verschlafen hatte sie ihn begrüßt und jener sagte zu ihr, das er sich frei genommen hatte, um etwas auszuruhen. Den ganzen Morgen lang schon, war sie mit ihrer Mutter daran beschäftigt gewesen einige Stoffe herum so sortieren, während ihr Vater wartend am Zelteingang saß, fast eine Art Knüppel dabei in der Hand haltend. Lautes Hufgeklapper ließ alle samt aufschrecken. Yashiras Vater erhob sich schnell und verließ das Zelt. Ihre Mutter wollte sie noch umklammern, doch so von Neugierde getrieben war diese schnell aufgesprungen und ebenfalls zum Zeltausgang gerannt.
Ihre Augen wurden immer größer, als sie die gerüsteten Männer und Frauen auf den Pferden sah. Alle samt bewaffnet, ritten sie in Richtung des Hanges, an welchem Yashira immer so gerne gespielt hatte. Doch nicht lange konnte sie diese Menschen bewundern, bis Majida sie wieder hinein zog und ihr Vater hinter her kam.
„Was sind das für Leute gewesen, die sahen toll aus!“ (Yashira)
„Yashira du solltest doch drinnen bleiben, und das waren die Soldaten des Emir.“ (Kaheel)
„Die Soldaten des Emir? Was waren das für blinkende Dinger, die sie da trugen?“ (Yashira)
“Du stellst Fragen Schatz, das waren Schwerter, nun setz dich wir haben noch Arbeit.“ (Majida)
Einige Wochen waren vergangen, seit die Soldaten des Emir die Verfolgung aufgenommen hatten und die Banditen letztendlich auch fassten. Ein normales Leben kehrte wieder ein und diese Lage schien sich auch zu halten. Noch immer begeistert von der Erscheinung dieser Menschen, hatte sich Yashira einen Stock gesucht, welcher etwa die Form und Länge der Schwerter hatte, welche die Soldaten mit sich trugen. Ihre Mutter hatte darüber nur immer wieder den Kopf geschüttelt. So wollte sie ihr doch die Kunst des Nähens beibringen, doch dies schien Yashira seit dem sie des Emirs Soldaten gesehen hatte, egal geworden zu sein. Sie sprang herum, fuchtelte mit dem Holzstock in der Luft herum, als würde sie unsichtbare Gegner bekämpfen wollen. Statt nun sich Geschichten über Kaufleute oder den Harem des Emirs anzuhören, bettelte Yashira regelmäßig darum, das man ihr doch von den Soldaten und ihren Abenteuern erzählen solle.
Jahre Strichen ins Land und der Frieden hielt. Yashira hatte in der Zwischenzeit ihre neuntes Lebensjahr erreicht. Die trügerische Ruhe hatte sich in den Herzen aller festgesetzt. Sowohl das Volk Menek'Ur, wie auch Yashiras Familie wogen sich in Sicherheit. Doch das dies nicht ewig halten sollte, würden sie bald zu spüren bekommen.
Piraten, die Freibeuter der Meere waren unterwegs. Den Duft des weißen Goldes in der Nase, waren sie angelockt worden, bis sie dann, inmitten einer dunklen Nacht an Land gingen..
Kaheel war erst sehr spät wieder nach Hause gekommen, als die beiden Frauen schon schliefen und legte sich müde, wie er war neben seine Frau, um ebenfalls zu ruhen. Lange Zeit um dies zu tun fand er jedoch nicht. Nach etwa 2 Stunden wurde er wieder wach. Ein leises rascheln vom Eingang des Zeltes her, hatte ihn aus dem Schlaf gerissen. Noch recht müde hob er seinen Kopf an und blickte in die Richtung, aus welcher er das Geräusch vernommen hatte. Und da wieder, diesmal sogar noch etwas lauter, waren das Fußschritte? Verwirrt richtete er sich auf und ging zum Zelteingang um einen Blick nach draußen zu werfen. Der Anblick, welcher sich ihm dort bot, ließ ihn vor Angst starr werden. Und hätte dies nicht genügt, würde es jetzt der Säbel, nahe seines Halses tun.
Mit einem mal ging alles ganz schnell, 3 bewaffnete Piraten stürmten in das Zelt hinein, während der eine Kaheel noch immer in Schach hielt, indem er ihm den Säbel leicht gegen den Hals drückte. Er war chancenlos, ebenso wie seine Frau und seine Tochter, welche so unsanft aus dem Schlaf gerissen wurden. Schnell und erbarmungslos stürzten sie sich auf die beiden und kaum einen Moment später zierten Fesseln die Hand- und Fußgelenke der beiden, sowie ein Knebel ihre Münder.
Von draußen klangen plötzlich dumpfe Geräusche her, deutlich konnten die beiden Frauen hören, wie Kaheel wohl den verzweifelten Versuch gestartet hatte, sich gegen die Piraten zur Wehr zu setzen. Doch wie aus dem Nichts waren noch 2 weitere Männer aufgetaucht und nun sollte er dafür büßen, sich zu wehren. Die gequälten Schmerzensschreie hörten, begann Yashira zu weinen und auch ihrer Mutter erging es nicht anders. Die Piraten, welche sich noch immer in dem Zelt aufhielten, wandten sich langsam Majida zu. Sie sollte vor den Augen ihrer eigenen Tochter vergewaltigt werden. Die Szenen des Schreckens nahmen ihren Lauf, als sie dann noch ihren blutenden Vater wieder in das Zelt brachten und Yashira dessen viele Wunden sah. In Tränen ausbrechend schluchzte Yashira immer wieder, zu groß war der Schmerz ihre Eltern zu leiden zu sehen. Um sie zur Ruhe zu bringen, umringten die Piraten das junge Mädchen, bis sie Yashira zur Bewusstlosigkeit schlugen..
Doch den Männern schien die Pein der jungen Familie noch immer nicht genug, als die Sonne gerade aufging, schleiften sie die 3 schwer verwundeten hinaus, in die glühende Sonne.
An große Pflöcke, welche sie in den Boden trieben, wurden alle samt befestigt. Yashira welche erwacht war, musste wurde Zeuge, wie die Männer erst ihrem Vater, dann ihrer Mutter das Lebenslicht mit einem Dolchstoss beendeten. Zusammen um ihren, an den Boden gefesselten Körper tretend, schienen sie etwas zu bereden. Die Sprache verstand Yashira jedoch nicht, zumal ihre Trauer und der Zorn völlig das Denken übernommen hatten.
Einer der Männer kniete sich nun neben sie. Wie sie es auch zuvor bei ihren Eltern gemacht hatten, setzte der Pirat den Dolch zwischen ihren Rippen an. Noch ehe er das Metall in ihren Leib rammen konnte, versuchte Yashira einen letzten verzweifelten Versuch sich zu befreien. Doch die Seile waren zu fest gebunden, und nur etwas konnte sie sich bewegen, was den Dolch nicht daran hinderte, sich in sie zu bohren. Laut aufschreiend, in den Knebel, wurde es schwarz vor ihren Augen.
Doch diesem letzten Versuch hatte sie es zu verdanken, noch zu Leben, nachdem sich die Piraten aufgemacht hatten.
Im Inneren des Zelts brannte bereits die kleine Öllampe, welche am Hauptpfosten mit einem kleinen Seil befestigt war. Der junge, kräftig gebaute Mann, kniete neben der Frau und hielt deren Hand. Immer wieder leise Worte ihr entgegen bringend, versuchte jener sie zu beruhigen, ihr Trost zu spenden. Seit fast 9 Monaten ersehnten beide diesen Tag schon heran, endlich sollte nun also die Zeit des Wartens vorüber sein und wieder stöhnte die junge Frau auf.
Zweimal, dreimal, ihre Schmerzenslaute wurden immer etwas lauter, schneller aufeinander folgend. Nun stand der Moment der Wahrheit kurz bevor, gleich würde ein neues Leben das Licht der Welt erblicken. Ein letzter heißerer Schrei, ein leises klatschen und schon wurde das schreien der jungen Frau ersetzt, durch das des Neugeborenen.
„Ein Mädchen, Majida, Eluive sei gelobt, wir haben eine Tochter!“
„Oh Kaheel, ich bin so glücklich, bitte, gib sie mir.“
Vorsichtig, wie einen unvorstellbar kostbaren Schatz, reichte jener seiner Frau das Kind, gab es ihr in die Arme. Jene nahm es ebenso sorgsam entgegen, schmiegte es an sich.
„Yashira soll ihr Name sein.. so will es Eluive.“
„Ja.. so soll es sein, Yashira, unsere Tochter.“
Viele Monde waren seither vergangen und das kleine Mädchen lernte mit der Zeit das Laufen, wie das Sprechen. Ihre Mutter, sie war eine einfache Schneiderin vom Stande her, verbrachte so viel Zeit sie nur aufbringen konnte, mit ihrer Tochter, welche für sie das wichtigste im Leben geworden war.
Zu gern erinnerte sie sich an die Zeiten zurück, als sie noch im Tempel gelebt hatte und im Harem heimisch gewesen war. Und ebenso gern erhoffte sie sich, könne sie ihrer Tochter dies ebenso, irgendwann ermöglichen können, so dass auch sie jenes schöne Leben in den großen Hallen genießen könne.
Oftmals erzählte Majida ihrer Tochter von dieser Zeit, wie sie einst dort gelebt hatte und wie schön es doch gewesen war. Oder von den Heldengeschichten, welche einige der Lyriker und Dichter dort zu besingen wussten. Mit großem Interesse hatte Yashira immer ihren Worten gelauscht, den Worten gehör geschenkt.
Ihre liebste Zeit war es damals gewesen, wenn auch ihr Vater nach einem harten Tag in den Salzmienen zurück kehrte, meist immer guter Laune gewesen, hatte er lachend von den Geschichten der Bergleute erzählt. Ihre Mutter hatte meist für diese nur ein milderes Lächeln übrig gehabt, wenn er über die „harten Sitten“ sprach, welche den Bergleuten manches mal nachgesagt wurden.
Nicht viele Leute lernte Yashira sonst noch kennen, hier draußen, fern ab der Stadt kamen einzig ein paar Bergleute vorbei, welche sich ab und an mit ihr, oder ihren Eltern unterhielten. Andere Kinder lernte sie hier keine kennen. Da ihre Mutter auch nicht immer Zeit für sie fand, lief sie oftmals den Hang entlang und beobachtete den Wind wie die Dünen, wie jener diese langsam und stetig zur Seite schob, wie es ihm eben passte.
Eines Abends, ihr Vater war sehr spät nach Hause gekehrt, und Yashira lag schon im Bett, konnte sie hören, wie sich ihre Eltern fast schon aufgeregt unterhielten. Ein paar finstere Gestalten seien entlang der Miene gesichtet worden und die Gefolgschaft des Emir sei bereits auf der Suche nach ihnen.
Irgendwann dann, musste sie wohl eingeschlafen sein.
Am nächsten Morgen dann, als sie erwachte, war ihr Vater noch immer nicht fort, zu den Mienen gegangen. Verschlafen hatte sie ihn begrüßt und jener sagte zu ihr, das er sich frei genommen hatte, um etwas auszuruhen. Den ganzen Morgen lang schon, war sie mit ihrer Mutter daran beschäftigt gewesen einige Stoffe herum so sortieren, während ihr Vater wartend am Zelteingang saß, fast eine Art Knüppel dabei in der Hand haltend. Lautes Hufgeklapper ließ alle samt aufschrecken. Yashiras Vater erhob sich schnell und verließ das Zelt. Ihre Mutter wollte sie noch umklammern, doch so von Neugierde getrieben war diese schnell aufgesprungen und ebenfalls zum Zeltausgang gerannt.
Ihre Augen wurden immer größer, als sie die gerüsteten Männer und Frauen auf den Pferden sah. Alle samt bewaffnet, ritten sie in Richtung des Hanges, an welchem Yashira immer so gerne gespielt hatte. Doch nicht lange konnte sie diese Menschen bewundern, bis Majida sie wieder hinein zog und ihr Vater hinter her kam.
„Was sind das für Leute gewesen, die sahen toll aus!“ (Yashira)
„Yashira du solltest doch drinnen bleiben, und das waren die Soldaten des Emir.“ (Kaheel)
„Die Soldaten des Emir? Was waren das für blinkende Dinger, die sie da trugen?“ (Yashira)
“Du stellst Fragen Schatz, das waren Schwerter, nun setz dich wir haben noch Arbeit.“ (Majida)
Einige Wochen waren vergangen, seit die Soldaten des Emir die Verfolgung aufgenommen hatten und die Banditen letztendlich auch fassten. Ein normales Leben kehrte wieder ein und diese Lage schien sich auch zu halten. Noch immer begeistert von der Erscheinung dieser Menschen, hatte sich Yashira einen Stock gesucht, welcher etwa die Form und Länge der Schwerter hatte, welche die Soldaten mit sich trugen. Ihre Mutter hatte darüber nur immer wieder den Kopf geschüttelt. So wollte sie ihr doch die Kunst des Nähens beibringen, doch dies schien Yashira seit dem sie des Emirs Soldaten gesehen hatte, egal geworden zu sein. Sie sprang herum, fuchtelte mit dem Holzstock in der Luft herum, als würde sie unsichtbare Gegner bekämpfen wollen. Statt nun sich Geschichten über Kaufleute oder den Harem des Emirs anzuhören, bettelte Yashira regelmäßig darum, das man ihr doch von den Soldaten und ihren Abenteuern erzählen solle.
Jahre Strichen ins Land und der Frieden hielt. Yashira hatte in der Zwischenzeit ihre neuntes Lebensjahr erreicht. Die trügerische Ruhe hatte sich in den Herzen aller festgesetzt. Sowohl das Volk Menek'Ur, wie auch Yashiras Familie wogen sich in Sicherheit. Doch das dies nicht ewig halten sollte, würden sie bald zu spüren bekommen.
Piraten, die Freibeuter der Meere waren unterwegs. Den Duft des weißen Goldes in der Nase, waren sie angelockt worden, bis sie dann, inmitten einer dunklen Nacht an Land gingen..
Kaheel war erst sehr spät wieder nach Hause gekommen, als die beiden Frauen schon schliefen und legte sich müde, wie er war neben seine Frau, um ebenfalls zu ruhen. Lange Zeit um dies zu tun fand er jedoch nicht. Nach etwa 2 Stunden wurde er wieder wach. Ein leises rascheln vom Eingang des Zeltes her, hatte ihn aus dem Schlaf gerissen. Noch recht müde hob er seinen Kopf an und blickte in die Richtung, aus welcher er das Geräusch vernommen hatte. Und da wieder, diesmal sogar noch etwas lauter, waren das Fußschritte? Verwirrt richtete er sich auf und ging zum Zelteingang um einen Blick nach draußen zu werfen. Der Anblick, welcher sich ihm dort bot, ließ ihn vor Angst starr werden. Und hätte dies nicht genügt, würde es jetzt der Säbel, nahe seines Halses tun.
Mit einem mal ging alles ganz schnell, 3 bewaffnete Piraten stürmten in das Zelt hinein, während der eine Kaheel noch immer in Schach hielt, indem er ihm den Säbel leicht gegen den Hals drückte. Er war chancenlos, ebenso wie seine Frau und seine Tochter, welche so unsanft aus dem Schlaf gerissen wurden. Schnell und erbarmungslos stürzten sie sich auf die beiden und kaum einen Moment später zierten Fesseln die Hand- und Fußgelenke der beiden, sowie ein Knebel ihre Münder.
Von draußen klangen plötzlich dumpfe Geräusche her, deutlich konnten die beiden Frauen hören, wie Kaheel wohl den verzweifelten Versuch gestartet hatte, sich gegen die Piraten zur Wehr zu setzen. Doch wie aus dem Nichts waren noch 2 weitere Männer aufgetaucht und nun sollte er dafür büßen, sich zu wehren. Die gequälten Schmerzensschreie hörten, begann Yashira zu weinen und auch ihrer Mutter erging es nicht anders. Die Piraten, welche sich noch immer in dem Zelt aufhielten, wandten sich langsam Majida zu. Sie sollte vor den Augen ihrer eigenen Tochter vergewaltigt werden. Die Szenen des Schreckens nahmen ihren Lauf, als sie dann noch ihren blutenden Vater wieder in das Zelt brachten und Yashira dessen viele Wunden sah. In Tränen ausbrechend schluchzte Yashira immer wieder, zu groß war der Schmerz ihre Eltern zu leiden zu sehen. Um sie zur Ruhe zu bringen, umringten die Piraten das junge Mädchen, bis sie Yashira zur Bewusstlosigkeit schlugen..
Doch den Männern schien die Pein der jungen Familie noch immer nicht genug, als die Sonne gerade aufging, schleiften sie die 3 schwer verwundeten hinaus, in die glühende Sonne.
An große Pflöcke, welche sie in den Boden trieben, wurden alle samt befestigt. Yashira welche erwacht war, musste wurde Zeuge, wie die Männer erst ihrem Vater, dann ihrer Mutter das Lebenslicht mit einem Dolchstoss beendeten. Zusammen um ihren, an den Boden gefesselten Körper tretend, schienen sie etwas zu bereden. Die Sprache verstand Yashira jedoch nicht, zumal ihre Trauer und der Zorn völlig das Denken übernommen hatten.
Einer der Männer kniete sich nun neben sie. Wie sie es auch zuvor bei ihren Eltern gemacht hatten, setzte der Pirat den Dolch zwischen ihren Rippen an. Noch ehe er das Metall in ihren Leib rammen konnte, versuchte Yashira einen letzten verzweifelten Versuch sich zu befreien. Doch die Seile waren zu fest gebunden, und nur etwas konnte sie sich bewegen, was den Dolch nicht daran hinderte, sich in sie zu bohren. Laut aufschreiend, in den Knebel, wurde es schwarz vor ihren Augen.
Doch diesem letzten Versuch hatte sie es zu verdanken, noch zu Leben, nachdem sich die Piraten aufgemacht hatten.