Seite 1 von 1
Eine Aufgabe
Verfasst: Donnerstag 26. Juli 2007, 14:37
von Nadua
Eine Aufgabe hatte sie erhalten um sich zu beweisen. Eine Insel mit dem Namen "Insel des Winters".
Nun zog Nadua aus dem Lager der Waldgeister in Richtung einer der Kutschen. Dort angekommen, setzt sie sich hinein und wusste gar nicht wohin die Reise gehen sollte. Doch zuvor im Wald traf sie wohl noch einen ihrer Freunde, der ihr sagte, dass dies Fuchatero sei und das es dort eigene Gesetze gibt. Mit diesem Wissen lief sie noch einmal zurück ins Lager und nahm nur das nötigste mit, aber das es dort kalt sein würde, war ihr klar.
So sass sie nun in der Kutsche, nannte dem Kutscher keinen Ort, nur: "Bring mich in die nächst größere Stadt"
Es war die Stadt Berchgard. Etwas verunsichert, doch noch nie hier gewesen schaut sie sich sogleich nach Bewohnern um, um heraus zu finden wie sie nach Fuchatero kommt. Hilfsbereit wurde ihr auch dieser Weg erklärt.
Zurück zur Kutsche und nach Bajard, machte sie sich zum Hafen.
Sie stand am Steg und ihr wurde flau im Magen..Schiff fahren..Sie streicht sich über die Stirn, welche mit tiefen Falten versehen sind, kamen doch wieder schlimme Erinnerungen in ihr hoch...
Doch dann packt sie sich ein Herz und geht hinauf zum Schiff, setzt sich nach unten und wartet das sich das Schiff auf den Weg macht.
Es schien ihr eine Ewigkeit zu dauern, bis das Schiff den Hafen von Fuchatero erreicht. Es ist schon recht kalt hier und so zeiht sie sich etwas über und streift durch verlassene Strassen. Es beginnt zu schneien...
Niemand da...niemand mit dem sie reden kann...
Sie durchstreift das Land und sieht Tiere, die sie nie zuvor sah. Sie beobachtet die Gegend genau, immer auf der Suche nach jemanden mit dem sie reden kann.
Was für menschen leben hier? fragt sie sich immerzu...
Sie kommt in Machad an, aber auch hier trostlose Leere. Sie setzt sich auf die Stufen an eines der Häuser, die Kapuze tief ins Gesicht gezogen. So scheint sie zu warten...doch die Kälte läßt ihren Körper erstarren, aber sie gibt die Hoffnung nicht auf jemanden anzutreffen...Irgendwann fallen ihre Augen zu, vor Erschöpfung, Kalte und Müdigkeit...
[img]http://www.gabimiti.de/alathair/machad.jpg[/img]
Wird sie von jemanden gefunden...wird sie rechtzeitig erwachen um sich vor der Kälte zu schützen..oder kommt alles ganz anders?
Verfasst: Donnerstag 26. Juli 2007, 15:08
von Nadua
Eine Weile später, heben sich noch einmal ihre Augenlider. Ihr Wimpernschlag ist langsam und man sieht ihr an, wie die Kälte an ihren Kräften zerrt. Mit letzter Kraft robbt sie sich in das erste leer stehende Haus. Kauert sich dort in eine Ecke und sinkt in einen tiefen Schlaf...
Verfasst: Donnerstag 26. Juli 2007, 15:25
von Kanubio Bunjam
Oh Nadua! Gemeinsam hatten sie ihr am Lagerfeuer geholfen, eine würdige Aufgabe zu finden, die sie für ihre Aufnahme in die Gemeinschaft absolvieren sollte. In ihrer Unwissenheit über das Land hatte Nadua die „Kalte Insel“ als ihr Ziel auserkoren, um der Gemeinschaft zwei Gegenstände von dort mitzubringen, die typisch für das Volk wären.
Kanubio bewunderte Naduas Mut. Oder war es ihre Unwissenheit, die es ihr ermöglichte, sich dermaßen unvoreingenommen in ihr Abenteuer zu stürzen?
Lächelnd sah er ihr nach, als sie das Lager verließ und seine allerherzlichsten guten Wünsche begleiteten sie. Gespannt würde er, in der Hoffnung, dass alles gut ginge, auf ihre Rückkehr warten. Er hatte die rauen Sitten der Angurer bereits kennen gelernt. Wie es Nadua wohl ergehen würde?
Verfasst: Freitag 27. Juli 2007, 09:49
von Nadua
Es mögen wohl einige Stunden vergangen sein, die sie zusammen gekauert in der Ecke des leer stehenden Hauses verbrachte, als sie durch einen harten Stoß eines Hünen je geweckt wurde. Ihr fiel es schwer sich zu konzentrieren, war sie doch in eine Art Delirium und so spürte sie nur wie er sie plötzlich packte und über der Schulter aus dem Haus trug. Kurz schaute Nadua auf und sah ihm ins Gesicht, erschrak und sackte wieder in sich zusammen.
Erst als er sie an einem Feuer nicht weit entfernt zu Boden legt und die Wärme dessen wieder Leben in ihren Körper haucht, wird sie Herr ihrer Sinne. Der Hüne steht in voller Größe vor ihr und Nadua fährt erschrocken zusammen. Er flößt ihr aus einem Schlauch eine Flüssigkeit ein. Diese brennt in ihrer Kehle und Nadua droht zu platzen, doch es erfüllt sie eine wohlige Wärme, die das Blut wieder zum fließen bringt.
Der Hüne spricht in seltsamen Tönen zu ihr, aber mit wenigen Gesten stellen sie sich einander vor. Nadua schaut mehr als verwirrt, als sie die unverständlichen Silben wahr nimmt und deutet auf sich. Der Hüne beäugt sie neugierig, misstrauisch, aber auch prüfend. *Nadua und ihr?* Sie deutet nun zu ihm. *Ahhr...Mi Jall. Jall MacAgrona* Nadua nickt erleichtert bis plötzlich eine weitere Frau in ähnlicher Gewandung hinzukommt. Ihr Stimme ist tief und brummig. Der Anblick läßt Nadua zusammen fahren und ganz klein werden. Die Beiden reden miteinander, scheinbar über Nadua, aber das vermag sie in ihrer Panik nicht zu deuten. Da Nadua noch immer eingehüllt in ihrem Umhang, mit der Kapuze weit ins Gesicht an dem Baumstamm liegt und wohl am liebsten gestorben wäre, dauerte es nicht lange da zog die Frau Nadua die Kapuze vom Kopf. Wieder grenzenlose Panik in Naduas Augen. War dies nun ihr Ende? Aber nein, es kam ganz anders.
*Svenja ! MacAgrona ! Aye !* waren ihre Worte zu Nadua. Noch immer benommen von den Eindrücken gelingt es Nadua nur sehr schwer dies als Vorstellung der Angurin zu erkennen. Wieder reden die beiden Angurer des Clans der MacAgrona miteinander. Nadua kann anhand des Tonfalles nicht einschätzen, wie es nun weiter geht.
Das wärmende Feuer bringt Nadua allmälig dazu sich wieder aufzurappeln. Die Schmerzen der Kälte sind noch da, aber sie hindern sie nicht mehr daran sich nun auf den Stamm zu setzten.
Svenja, eine große und stolz anmutende Frau bemüht sich, sich mit Nadua zu verständigen. Sie tauschen gebrochen einige Sätze, doch dann strömt es nur aus Nadua heraus. Warum sie hierher kam, was ihre Ziele sind und das sie doch nichts Böses wollte. Sie entschuldigte sich für ihr Eindringen. Ob dies bei ihrem Gegenüber ankam, war ihr im erstem Moment egal. Sie redete und redete und alles mit einem flehenden Blick versehen. Etwas später kam noch eine weite Angurin dazu und das Spiel ging von vorne los...
Nadua wusste nicht mehr wo vorne und hinten ist. Doch es kristallisierte sich eine Art der Kommunikation heraus, hauptsächlich zwischen Nadua und Svenja. Nadua wollte ihre guten Absichten nicht verbergen und so bot sie den beiden Frauen ihr letztes Brot an..sei sie doch von ihnen gerettet worden und steht nun tief in ihrer Schuld.
Es war alles nicht einfach, doch nach anfänglichen Schwierigkeiten durch die verschiedenen Sprachen wurde klar, dass Nadua Svenja ihre Sprache näher bringen soll. Nadua war überglücklich, dass nun alles scheinbar ein gutes Ende nahm.
So kam es, dass sie Svenja folgen sollte und Nadua mitansehen konnte wie sie erst einen Eistroll und kurz darauf eine Eisschlange geschickt erlegte. Jeweils ein Körperteil dieser Ungetüme verstaute Nadua in einem ihrer Beutel.
Svenja brachte sodann Nadua zum Hafen und verabschiedete sich mit folgenden Worten: *Slan Argat Tnaddua..* Nadua lächelte und erfreute sich über den Anblick der stolzen Kriegerin. Nachdem die Wachen wohl sicher waren, dass sie nichts mit an Bord nimmt, was hätte hier bleiben sollen, lies man sie gehen.
So sass Nadua nun in Rumpf des Schiffes und konnte es kaum erwarten ihren Freunden von diesem besonderem Erlebnis zu berichten...
Verfasst: Freitag 27. Juli 2007, 11:56
von Kanubio Bunjam
Heilfroh war er, als er Nadua unversehrt an seinem Gartentor stehen sah. Ungeduldig erwartete er den Bericht über ihre Reise. Nachdem sie sich erschöpft auf ein Fell niedergelassen hatte, erzählte sie. Und je mehr sie erzählte, umso mehr wuchs Kanubios Stolz und Respekt.
Als sie ihm mit leuchtenden Augen ihre „Mitbringsel“ zeigte, ließ er nur einen flüchtigen Blick über den Inhalt des blutigen Beutels gleiten, denn viel wertvoller war das, was Nadua nicht in eine Tasche stecken konnte: den Kontakt, den sie zu den Anguren geknüpft hatte und der – auf beiderseitigen Wunsch – weiter bestehen bleiben sollte.
Später im Lager traf sie der kalte Kübel Wasser über den Kopf. Lamiro, der von der ganzen Aufgabestellung nichts mitbekommen hatte, entlud seinen Zorn auf die beiden sowie auf Sio, die ja mit der Urheber der Idee gewesen war. Viel zu gefährlich wäre das gewesen! … Was, wenn sie nicht gefunden worden wäre? … Und wenn ihr die Anguren böse gesinnt gewesen wären? …
Lange dauerte die Gardinenpredigt … zu lange nach Kanubios Geschmack. Jeder hatte in diesem Land seine Erfahrungen machen müssen und dem Tod sahen sie oft genug ins Auge, da gab es Schlimmeres als eine Reise zu den Anguren.
Und, so fand er - aber das behielt er besser für sich – sollte eine Aufnahmeprüfung auch kein Blümchen-Pflücken sein.
Mit aufmunternden Blicken und freundschaftlichen Lächeln, die Kanubio ihr zuwarf, versuchte er, Nadua aufzuheitern. Lamiro hatte allerdings ganze Arbeit geleistet. Der Stolz auf sich selbst schien Nadua abhanden gekommen zu sein.
Nadua war müde … sie begab sich zur Ruhe. Aber auch, wenn sie im Moment etwas geknickt war – die Erfahrungen dieser Reise und die Beziehung, die sie zu den Anguren geknüpft hatte, konnte ihr keiner nehmen. Nun lag es an Nadua, diese zu vertiefen und zu festigen.