Der letzte Gang; Der Abschied
Verfasst: Mittwoch 27. Juni 2007, 15:22
Zwei Tage des Abschied nehmens sind nun vergangen.
Zwei Tage weichte Fuad nicht von ihrem Totenbett
Zwei Tage suchte er nach Antworten.
Eluives Wille sollte es gewesen sein, dass dieser Dämon seine Verlobte von ihm Riss.
Eluives Wille sollte es sein, dass Fuad seinen Weg fortan ohne Yafiah auf dieser Welt gehen sollte.
Eluives Wille war es, dass sie einst einst zusammen fanden und ihren Gemeinsamen Weg planten.
Was war ihr Wille. Fuad konnte ihr denken und die beschwichtenden Worte seiner Mitmenekaner nicht verstehen.
Doch wurde es Zeit seine Geliebte gehen zu lassen. Ihren Geist nicht länger in ihrem leblosen Körper gefangen zu halten.
Weder Schlaf, Speiß oder Trank gönnte sich der trauernde Sajneen in den letzten zwei Tagen.
Als am diesen Morgen die Sonne aufging begann er jedoch sich zu erheben. Seinen Säbel nun neben ihr ruhen zu lassen und die Tür seines Hauses zu öffnen.
Dort wartete bereits ihre Nichte. In ihren Händen hielt sie eine Schale mit warmen Wasser und strahelnd weißen Rosenblüten. An ihren linken Arm hing ein kleiner Beutel, gefühlt mit einigen Ölphiolen. Über ihrem Rechten zwei Tücher.
So begann die letzte Reinigung Yafiahs, bevor sie ihren letzten Gang über Menek'ur zu ihren Ahnen begann.
Den ganzen Vormittag dauerte jene Prozedur.
So wurde sie von jeglichem Blut, Schmutz und anderen Unreinheiten befreit.
Schließlich wurde sie mit den Ölen ihres Lieblingsduftes, dem Duft des weißen Jasmins, einbalsamiert. Ein unvergleichlicher, ihr Duft, war es.
Zur Mittagsstunde wurde sie schließlich in die feinsten salzweißen Leinen gehüllt und auf eine Trage gebettet.
Vier Janitschare der Stadtwache begaben sich an die Vier Enden der Trage.
So war die Stadt Menek'ur zum Ende der Mittagsstunde der wohl mit unter ruhigste Ort Alathairs.
Als der Zug der trauernden beginnend vom Viertel der Ifrey durch die Straßen hin zum Westtor zogen.
Den Beginn des Zuges bildete Nadia Masari, die Nichte Yafiahs. In ihren händen hielt sie einen Zweig mit weißen Jasmin.
Auch bei diesem letzten Gang wich Fuad nicht von ihrer Linken Seite.
Gekleidet in seiner Kampfrüstung, die Hand an dem Griff seines breiten Wüstenskorpion ruhend, beschritt er, mit aufrechten Blick, jenen Gang.
Man konnte nicht sagen was im Kopf des Sajneens vorging.
Man konnte nicht sagen ob die Worte seiner Freunde und Mitmenekaner ihm trost schenken.
Man konnte den Hauptmann nicht deuten. Seine Augen zeigten auf den ersten Blick keine Anzeichen von Trauer oder jedweden anderen Gefühlen. Kalt und Zielgerichtet auf das Ende der Straße waren sie.
In der Ferne, vom Westen her, vernahm man bereits eine einzelne Stimme. Welche den Klagegesang, Yafiahs zu ehren, an der Stelle ihrer Verbrennung einstimmte.
Bereits in den frühen Mittagsstunden wurde unter der Aufsicht Khalida Yazirs nicht weit westlich der Stadttore Menek'urs ein Berg von Palmblättern gestapelt.
Stabilisiert wurden sie mit vier großen, in Wachs getränkten Fackeln.
Auf dem sandigen Boden ein Meer von Blüten ausgebreitet.
Weiße Blüten waren es.
Ein Hauch von Rosen und Jasmin lag in der Luft!
Oh Eluive! Es war ihr Duft!
Nie vergessen soll sie Sein!
Nie versiegen der leuchtende Schein!
Lassen wir sie gemeinsam ziehen!
Oh Eluive! Lasst ihr Antliz nie versiegen!
Ein Hauch von Rosen und Jasmin liegt über der Stadt!
Oh Eluive! Bewahre sie, meiner statt!
Nie vergessen wird sie Sein!
Denn sie war Mein!
So lasse ich dich ziehen!
Oh Eluive! Ich lass ihr Anlitz nie in mir versiegen!
Die Fackeln brannten bereits als die Trage auf die Palmenblätter gelegt wurde.
Es mag eine halbe Stunde gedauert haben, bis die Fackeln soweit hinunterbrannte und die in duftenden Ölen getränkten Palmenblätter feuer fingen.
Einige kleine, mit ebenso wohlriechenden Ölen, gefühlte Tonkrüge lagen ebenso auf dem Blättern.
Lange brannten die Flammen und Menek'ur erlag einem wohlriechenden Duft aus Rosen und Jasmin.
Keine Tränen verließen Fuads Augen.
Keine Regung ging von ihm in all der ganzen Zeit aus.
Ein Außenstehende konnte nicht erahnen was im Kopf dieses Mannes vor sich ging.
Doch ein jeder wusste, um seine tiefe Trauer, um die tiefen Schuldgefühle die dem Sajneen plagten.
Doch niemand wagte es ihn bei diesem Gang zur Seite zu stehen.
Er wollte ihn alleine beschreiten.
Er musste ihn allein beschreiten.
...
Zwei Tage weichte Fuad nicht von ihrem Totenbett
Zwei Tage suchte er nach Antworten.
Eluives Wille sollte es gewesen sein, dass dieser Dämon seine Verlobte von ihm Riss.
Eluives Wille sollte es sein, dass Fuad seinen Weg fortan ohne Yafiah auf dieser Welt gehen sollte.
Eluives Wille war es, dass sie einst einst zusammen fanden und ihren Gemeinsamen Weg planten.
Was war ihr Wille. Fuad konnte ihr denken und die beschwichtenden Worte seiner Mitmenekaner nicht verstehen.
Doch wurde es Zeit seine Geliebte gehen zu lassen. Ihren Geist nicht länger in ihrem leblosen Körper gefangen zu halten.
Weder Schlaf, Speiß oder Trank gönnte sich der trauernde Sajneen in den letzten zwei Tagen.
Als am diesen Morgen die Sonne aufging begann er jedoch sich zu erheben. Seinen Säbel nun neben ihr ruhen zu lassen und die Tür seines Hauses zu öffnen.
Dort wartete bereits ihre Nichte. In ihren Händen hielt sie eine Schale mit warmen Wasser und strahelnd weißen Rosenblüten. An ihren linken Arm hing ein kleiner Beutel, gefühlt mit einigen Ölphiolen. Über ihrem Rechten zwei Tücher.
So begann die letzte Reinigung Yafiahs, bevor sie ihren letzten Gang über Menek'ur zu ihren Ahnen begann.
Den ganzen Vormittag dauerte jene Prozedur.
So wurde sie von jeglichem Blut, Schmutz und anderen Unreinheiten befreit.
Schließlich wurde sie mit den Ölen ihres Lieblingsduftes, dem Duft des weißen Jasmins, einbalsamiert. Ein unvergleichlicher, ihr Duft, war es.
Zur Mittagsstunde wurde sie schließlich in die feinsten salzweißen Leinen gehüllt und auf eine Trage gebettet.
Vier Janitschare der Stadtwache begaben sich an die Vier Enden der Trage.
So war die Stadt Menek'ur zum Ende der Mittagsstunde der wohl mit unter ruhigste Ort Alathairs.
Als der Zug der trauernden beginnend vom Viertel der Ifrey durch die Straßen hin zum Westtor zogen.
Den Beginn des Zuges bildete Nadia Masari, die Nichte Yafiahs. In ihren händen hielt sie einen Zweig mit weißen Jasmin.
Auch bei diesem letzten Gang wich Fuad nicht von ihrer Linken Seite.
Gekleidet in seiner Kampfrüstung, die Hand an dem Griff seines breiten Wüstenskorpion ruhend, beschritt er, mit aufrechten Blick, jenen Gang.
Man konnte nicht sagen was im Kopf des Sajneens vorging.
Man konnte nicht sagen ob die Worte seiner Freunde und Mitmenekaner ihm trost schenken.
Man konnte den Hauptmann nicht deuten. Seine Augen zeigten auf den ersten Blick keine Anzeichen von Trauer oder jedweden anderen Gefühlen. Kalt und Zielgerichtet auf das Ende der Straße waren sie.
In der Ferne, vom Westen her, vernahm man bereits eine einzelne Stimme. Welche den Klagegesang, Yafiahs zu ehren, an der Stelle ihrer Verbrennung einstimmte.
Bereits in den frühen Mittagsstunden wurde unter der Aufsicht Khalida Yazirs nicht weit westlich der Stadttore Menek'urs ein Berg von Palmblättern gestapelt.
Stabilisiert wurden sie mit vier großen, in Wachs getränkten Fackeln.
Auf dem sandigen Boden ein Meer von Blüten ausgebreitet.
Weiße Blüten waren es.
Ein Hauch von Rosen und Jasmin lag in der Luft!
Oh Eluive! Es war ihr Duft!
Nie vergessen soll sie Sein!
Nie versiegen der leuchtende Schein!
Lassen wir sie gemeinsam ziehen!
Oh Eluive! Lasst ihr Antliz nie versiegen!
Ein Hauch von Rosen und Jasmin liegt über der Stadt!
Oh Eluive! Bewahre sie, meiner statt!
Nie vergessen wird sie Sein!
Denn sie war Mein!
So lasse ich dich ziehen!
Oh Eluive! Ich lass ihr Anlitz nie in mir versiegen!
Die Fackeln brannten bereits als die Trage auf die Palmenblätter gelegt wurde.
Es mag eine halbe Stunde gedauert haben, bis die Fackeln soweit hinunterbrannte und die in duftenden Ölen getränkten Palmenblätter feuer fingen.
Einige kleine, mit ebenso wohlriechenden Ölen, gefühlte Tonkrüge lagen ebenso auf dem Blättern.
Lange brannten die Flammen und Menek'ur erlag einem wohlriechenden Duft aus Rosen und Jasmin.
Keine Tränen verließen Fuads Augen.
Keine Regung ging von ihm in all der ganzen Zeit aus.
Ein Außenstehende konnte nicht erahnen was im Kopf dieses Mannes vor sich ging.
Doch ein jeder wusste, um seine tiefe Trauer, um die tiefen Schuldgefühle die dem Sajneen plagten.
Doch niemand wagte es ihn bei diesem Gang zur Seite zu stehen.
Er wollte ihn alleine beschreiten.
Er musste ihn allein beschreiten.
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