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Eine neue Generation, die Geburt des Marick Schwarzmournes
Verfasst: Samstag 23. Juni 2007, 15:47
von Malachai Schwarzmourne
Langsam erhob sich Malachai aus dem Bett. Er fühlte sich erfrischt, gar mit neuen Kräften ausgestattet.
Lange hat er nicht mehr so gut geschlafen wie heute.
Grund dafür war sicher, dass seine Geliebte neben ihm im Bett lag, in seinen Armen einschlief und er ihre nähe spürte.
Ja, es war ein schönes Gefühl, wieder Inara neben ihn zu haben, Sie bei ihm zu wissen.
Langsam ging er hoch, hinaus und wusch sich kurz im kalten Regenwasser, welches ein Faß auffing.
Dann ging er hinein.
Inara kam auch gerade, sie trabte ein wenig schwerfälliger, sicher war es kein Wunder, schliesslich war Sie hochschwanger.
Sie jedoch wirkte nicht ganz so erfrischt wie Malachai, er kam sofort und gab ihr eine Stütze.
Mit der Frage, ob es ihr gut ginge, meinte Sie nur knapp, dass Sie schlecht schlief die Nacht, weil ihr kleiner Sohne im Bauch recht unruhig war.
Sie stöhnte leicht und eine warme Milch könnte ihr abhilfe schaffen.
Elexia war auch schon lange wach und kümmerte sich schon fleisig um die Hausarbeiten.
Malachai sagte ihr, Sie solle warme Milch für Inara aufbereiten, während er ihr half, am Küchentisch platz zu nehmen.
Elexia nickte und began, die Milch aufzukochen, während Inara weiter stöhnte.
Sie bekam den Becher, nahm einen Schluck und wollte ihn gerade absetzen, als Sie zu stöhnen began vor Schmerz.
Malachai nahm ihr den Becher ab, Elexia war kurz hinaus gegangen und kam mit einem Gast wieder, Cyrion, Malachais Blutsbruder.
Er schien blaß, hörte er von Elexia, dass es im Moment eher unpassend wäre und er machte sich wohl Sorgen um ihren Zustand.
Doch es war alles normal, ja, denn Inara bestätigte dann, dass die Wehen eingesetzt haben.
Es war soweit, das Kind wollte hinaus, wollte geboren werden.
Verfasst: Sonntag 24. Juni 2007, 12:24
von Malachai Schwarzmourne
Da saß er nun, auf dem Holzstuhl unten in ihrem Schlafgemach und in seinen Armen tief schlafend dieses kleine Wesen.
Es war ein unbeschreibliches Gefühl für ihn. Etwas völlig neues, ja Gefühle, die ihm Fremd waren. Eine Mischung aus Stolz, Freude, Liebe und Angst.
Stolz auf seine Geliebte Frau, wie tapfer Sie die schmerzen hat über sich ergehen lassen.
Freude über dieses kleine Geschöpf auf seinem Arme. Seinen Sohn.
Liebe gegenüber seiner Familie, die er nun hatte und niemals missen müssen möchte.
Angst vor dem, was kommen könnte. Wird er ein guter Vater sein können? Wird er seinem Sohn helfen, auf den richtigen Wegen zu wandeln? Wird er Sie immer beschützen können, immer für Sie da sein, wenn Sie ihn am nötigsten brauchen?
Viele Fragen, doch keine Antworten.
Er weiß, alleine wird er vieles nicht meistern können. Doch gemeinsam, mit seiner geliebten Inara und seinen Bruder Cyrion, schaffen Sie alles.
Ein neues Leben kam am 23. Schwalbenkunft 250 zur Welt. Ein kleines Geschöpf, so zart und gebrechlich. So hilflos und unwissend. Und dennoch wusste sein Vater, dass dieses Kind großes Vollbringen wird.
Schliesslich war er ein Schatten.
Malachai seufzte leicht und begutachtete Marick, wie er da friedlich schlief.
Es tat ihm Leid, dass er seinem Sohne diese Bürde auferlegt hatte. Es liess sich zwar nicht vermeiden, doch er erinnert sich selber daran, was er alles durch das Leben eines Schattens hat tun und überstehen müssen.
Er kann nur hoffen, dass er immer für ihn da ist, ihn leitet und ihm ein Lehrer ist, sofern er diesen Weg gehen würde.
Seine Gedanken schweiften zu seiner Geliebten Inara.
Sie ruhte oben, sie war kraftlos und müde nach der Geburt geworden. Verständlich, kann Malachai ja nur ungefähr erahnen, wie groß jene Schmerzen für Sie gewesen sein müssten.
Doch auch ihr war die Freude ins Gesicht gelegt über dieses Geschöpf, entstanden aus der Frucht zweier Liebenden.
Malachai schüttete leicht den Kopf mit einem lächeln im Gesicht.
Es war wirklich chaotisch.
Nachdem Inara verkündete, dass die Wehen angefangen haben, schien jeder bis auf Sie in Panik zu geraten.
Cyrion sollte auf geheiß von Malachai heißes Wasser kochen. Elexia sollte zum Lager der Gefährtinnen reiten und eine Hebamme holen.
Malachai half Inara hoch und Sie versuchten zum Keller zu kommen, vergeblich. Also musste die Geburt im Gästeraume stattfinden, wo Elexia gerade wohnt.
Cyrion erhöhte mehr und mehr das Feuer, Inara betonte dann schon zu ihm, er solle es kochen, nicht verdampfen lassen.
Ein schmunzeln ging ihm über die Lippen. Es überraschte Malachai nicht, er würde Inara sogar so kennen, dass Sie vor der Geburt noch schnell das Heu abernten würde.
So war Sie nunmal.
Doch glücklicherweise tat Sie es nicht und legte sich aufs Bett.
Elexia war zurück, leider ohne Erfolg. Doch warten ging nicht mehr, das Baby wollte nun raus.
Ein Sturrkopf wird er sein, so wie sein Vater, der seinen Willen durchbringt.
Inara musste entkleidet werden, doch es ging schlecht. Malachai zog die Klinge, Inaras Blick war nicht entsetzt darüber, Sie wusste, dass ihr Geliebter stetig alles mit der Klinge lösen wollte, in diesem Falle sogar zu Recht.
Er schnitt leicht am Kleidrand ab und konnte ihr so es dann ausziehen. Sie setzte sich aufs Bett und Malachai nahm ihr dann auch ihre Stiefel ab und half ihr, sich hinzulegen.
Cyrion kam rein, wohl errötet über den Blick, den er da sah, während Inara ihre Beine anwinkelte und spreizte.
Malachai nahm das Wasser an sich und tauchte eine Bandagen hinein, um mit ihr Inaras Schweiß abzuwischen.
Nun war es soweit, die Geburt konnte beginnen. Die Aufregung war jedem ins Gesicht geschrieben, denn keiner, außer Inara selber, wusste, was nun geschehen würde.
Verfasst: Montag 25. Juni 2007, 11:41
von Cyrion Sha´Ar
Seine Frau im Arm haltent war er froh... richtig froh... das sie keine Kinder bekommen konnte. Er hatte keine Ahnung gehabt. Nicht die geringste. Es war einem Mann schlichtweg nicht bestimmt so etwas zu sehen. Es war vor allem ihm nicht bestimmt gewesen, zwischen die Beine der Frau seines Bruders zu sehen... Geburt oder nicht. Die Schultern etwas zusammen ziehend, drückte er seine Frau an sich. Götter, er hatte sich so hilflos gefühlt... Malachai hatte es gut gehabt – er hatte ihr die Hand gehalten und ihr gut zugeredet... Cyrion hätte lieber eine gequetschte Hand gehabt als... Götter, die Töne, die sie von sich gegeben hatte... Er hatte nicht gewusst, das eine Frau solche Töne von sich geben konnte...
Mit Elexia zusammen hatte er am Ende des Bettes gehockt und darauf gewartet, dass das Kind sich zeigte. Es kam nicht... so lange nicht... statt dessen ein Schwall von Fruchtwasser. Und als sich der Kopf zeigte, wollte Cyr schon zugreifen, wie ihm aufgetragen worden war. Heftig schlug ihm Elexia auf die Finger. Zu früh zum zugreifen! Seine Antwort war, ob der Anspannung halb bissig, halb verzweifelt. Doch alle Ruhe, die er irgendwo zusammenkratzen konnte, gaben ihm die Kraft, halbwegs zivilisiert zu ihr zu sprechen.
„Sag mir wann... wann ich zupacken soll...“
Götter, er wusste nicht, was tun mit seinen Fingern. Kalkweiss im Gesicht, beobachtete er, wie der Kopf sich zurück zog, das Kind wieder verschwand. Elexia – wie konnte sie so ruhig sein? Und dann noch grummeln: „Da will wohl einer nicht...“
Wieder ein schmerzhaftes Stöhnen von Inara und Malachais geraunte Worte zur Beruhigung. Die Frage Malachai's ob etwas zu sehen war, nahm er nur unbewusst war – ebenso auch sein Kopfschütteln. Wo blieb das Kind?! Der Blick flackerte gen Elexia.
„Hängt es fest?“
Sie wusste es nicht... Ein Gedanke kam ihm durch den Sinn und ihm wurde übel. Er blickte zu Malachai rüber, als dieser frug: „Inara, was spürst du beim pressen?“
„Das Köpfchen müsste grad kommen, so wie es weh tut.“
Jeder Grund von diesem Punkt ihres Körpers weg zu sehen, war gut genug. Wieder tat sich was und er schaute hinab, bleich wie eine frischgekalkte Wand.
„Das Köpfchen zuerst?“
Elexia bestätigte dies.
„Sollen nicht sonst immer erst die Beine kommen?“
Cyrion schaute erschrocken von der Blutlache auf und sah gleiches Erschrecken in Malachais Züge. Die Beine zuerst? Dann lag das Kind ja falsch... dann mussten sie... Wieder kam dieses Bild von dem Tierheiler und der gebährenden Stute in seinen Sinn. Das würde er nicht machen. Das würde er nich...
„Götter...“ Die Worte nur murmelnt, krallte er sich in die Bettpfosten. Ihm wurde schwindelig.
„WAS? Bist du Wahnsinnig? Willst du, dass es mich aufreisst, du Narr? Die Beine zuerst...“
Der Wutausbruch klärte seine Gedanken, löste die Schwärze auf, die am Rande seiner Sicht genagt hatte. Er, ohnmächtig werden?
Wieder wurden allerlei gute Ratschläge und tröstende Worte der werdenden Mutter nahegebracht. Pressen... immer wieder Pressen... Aber es kam nicht... Wenn es doch...
Der Blick ging gegen Malachai und Inara. „Was machen, wenn es festhängt?“ Nein, er würde nicht... Er würde nicht... Bei aller Liebe, er würde NICHT...
Inara presste erneut und das Kind kam noch ein Stück weiter heraus.
„Bei Pferden greift man rein und zieht das Fohlen raus.“
„Es hängt nicht fest, es liegt genau richtig mit dem Kopf zuerst.“
Elexia war ganz ruhig, ein Tuch in den Händen, bereit für alles.
Und Inara... der Blick, den sie ihm zuwarf, war tödlich. „WEHE dir!!“
„Cyrion, sie ist kein Pferd.“
Wieder ging sein Blick herunter, halb beschämt, halb erleichtert. Die Schultern waren schon zu sehen. Schweiss auf der Stirn stehend und mit gräulicher Gesichtsfarbe, vernahm er einen weiteren Klageschrei Inaras.
„Shhh... es ist gleich vorbei Inara. Du hast es gleich geschafft... dann kannst du Cyrion töten.“
Das Grinsen auf Malachais Zügen, als Cyrions Blick hochschoss, war vielsagend.
„Na besten Dank...“ Doch fehlte seiner Antwort der Biss.
Wieder gab Elexia Inara zuversichtliche Anweisungen zu pressen... Pressen... dann war es gleich vorbei... Cyr wollte auch verzweifelt, das es vorbei war. „Pressen Inara...“ Kam es nun auch von seinen Lippen.
Malachai hielt weiterhin ihre Hand, ungerührt der Tatsache, das sich ihre Finger tief in seine Hand gruben, ihre Knöchel weiss hervorstehend.
„Ich kann nicht mehr...“ Sie würde doch jetzt nicht mittendrin aufgeben?
„Du schaffst es... Noch einmal, dann ist er da, unser Sohn.“ Unruhige Laute waren auf dem Hof zu hören. Tiere, die wohl spürten, das etwas vor sich ging.
Flach atment, erfrug Cyrion noch mal: „Ist das normal?“ Das konnte nicht normal sein... All das Blut, all die Schreie, all das... Und doch, es war normal. So normal wie das atmen...
„Zieht es raus... Zieht es endlich raus!“ Die Stimme verzweifelt, überschlug sie sich, wurde schrill. Beherzt griff Elexia zu und Cyrion, beinahe den Moment verpassend, legte ebenfalls schlanke lange Finger an das Kind und zog es sanft aber bestimmt heraus. Ein Schrei erklang – ein Schrei neuen Lebens, als das Kind Atem holte und seinen Protest über die grobe Behandlung hinausschrie. Cyrion starrte das Kind an, welches sich in den Armen Elexias befand. Schreien... Er würde auch schreien, wenn ihm so was wiederfahren wäre... Gut das der Kleine dies vergessen würde...
Protestierend brummte jemand. Cyrions Blick flackerte... Wieder in seinem Zimmer, wieder bei seiner Frau liegend. Er hatte sie zu fest gehalten, die Anspannung in seinen Schultern... seine Arme fühlten sich wie Stahlklammern an... Bewusst die Arme lockernd und tief einatmend, dachte er an die Zeit nach der Geburt.
Cyrion war verzaubert gewesen... Das Kind, welches ihm in die Arme gelegt worden war... Er Patenonkel.
Das Kind wiegend, hatte er sich in dessen Anblick verloren, musste von Malachai darauf aufmerksam gemacht werden, das die Mutter auch ein Anrecht auf ihr Kind hatte.
Malachais Sohn... Marick... wie klein er war... Ein winziger Mensch. Ein winziger Schatten.
Sein Patenkind... Schon als er ihn das erste mal bewusst berührt hatte, vorsichtig, als fürchte er, den kleinen Jungen mit seinen schlanken grossen Kriegerhänden zu zerbrechen, hatte er geschworen, ihn zu beschützen, komme was da wolle. Ihn und seine Familie, die nun auch Cyrions Familie hier auf Gerimor war. Inaras und Malachais Blick mochten voller Wohlwollen gewesen sein. Er wusste es nicht. Er hatte nur Augen für dieses kleine Wunder, das da in Inaras Armen lag. Auch sah er das Blut nicht, welches noch an dem Jungen klebte und welches Malachai schmunzelnd kommentierte, Marick wäre erst wenige Sekunden alt und schon würde er seines Vaters Erbe antreten...
Und dann die Worte, mit denen er nicht gerechnet hatte... er Pate dieses kleinen Wunders. Er ein Onkel...
Er war Zeuge dessen Geburt geworden... Und wäre Elexia nicht gewesen... Er und Malachai wären so etwas von verloren gewesen. Er musste ihr danken, wenn er sie sah. Als er endlich etwas anderes als den Jungen wahrgenommen hatte, war sie schon aus dem Raum verschwunden gewesen.
Malachai... es gab wohl keinen stolzeren Vater auf dieser Insel... Und keinen, der so gut verstand, ein Kind zu halten. Cyrion hatte sich wohl etwas angestellt, und dennoch... das Kind an seiner Brust haltent, war er in einen Wiegerythmus verfallen, der irgendwie von selbst kam. Etwas, was die beiden Eltern zum Lächeln brachte – und Cyrion die Beteuerung, das er gewiss ab und an auf den Jungen aufpassen konnte.
„Er steht dir gut...“
Die Worte von Inara... Cyrion, der Rabenkrieger, der nicht zögerte, zu tun, was getan werden musste, wie blutig es auch immer war... Ihm stand ein Kind in den Armen gut zu Gesicht. Etwas, was ihn auch jetzt noch leise lächeln liess. Und doch... So zauberhaft Marick auch war... Er war irgendwo in einem kleinen Teil seiner selbst froh, das Enghwyn dies nicht durchmachen musste.
Dies noch einmal durchstehen? Die Schreie, das Blut, die Anspannung. Schlachtfelder hatte Cyrion schon mehrmals gesehen, Freunde in dem Getümmel gesucht und heraus getragen. Feinde getötet, über Leichen gerannt...
Er hatte immer gedacht, der Krieg wäre das schlimmste, was einem begegnen kann. Und doch... Dieses kleine Wunder an jenem Tag, dessen er Zeuge wurde... Jenes Wunder, welches dieses Lächeln in allen Gesichtern zum Vorschein brachte... Mit allem was Cyrion schon erlebt hatte... Er war noch nie so mutig gewesen, wie an diesem Abend. Und noch nie so reich belohnt worden.
Verfasst: Montag 25. Juni 2007, 20:53
von Inara Schwarzmourne
Sie spürte, wie sie jemand sanft auf der Wange streichelte und öffnete schläfrig die Augen. Es war Malachai mit ihrem Sohn auf dem Arm. Das Bedauern, sie wecken zu müssen, stand ihm förmlich ins Gesicht geschrieben, doch das hatte Marick eh schon vor ein paar Minuten mit seinem lauten Geschrei getan. Sie hatte nur noch ein paar Minuten dösen wollen, bevor sie sich nun endgültig vom Schlaf verabschiedete.
Vorsichtig setzte sie sich im Bett auf. Ihr tat noch alles weh von den Strapazen der Geburt. Doch darauf nahm der kleine Fratz keine Rücksicht. Er hatte eben Hunger und solange Malachai noch keine Muttermilch zeugen konnte, war es an ihr, ihren Sohn zu füttern. Und er hatte wirklich grossen Hunger. Alle paar Stunden legte sie ihn an ihre Brust und säugte ihn. Und jedes mal trank er, als wäre er am verhungern. Er würde sicherlich ein kräftiger Junge werden. Liebevoll und stolz betrachtete sie dieses kleine Wunder in ihren Armen.
Endlich war er da, ihr Sohn.
Sie musste schmunzeln, als sie an das Chaos dachte, was ob der anstehenden Geburt plötzlich herrschte. Wie aufgescheuchte Ameisen wuselten plötzlich alle kopflos um sie herum. Aber kein Wunder, ausser ihr war offenbar noch nie jemand bei einer Geburt dabei gewesen und hatte entsprechend wenig Ahnung. Cyrion, Malachai´s Bruder war gar so aufgeregt, als würde er selbst Vater werden. Malachai sagte ihm, er solle Wasser zum kochen bringen, doch das Feuer, welches er unter dem Kessel anheizte, glich eher den Flammen der Verdammnis aus irgend einer Niederhölle und er konnte wohl vor Aufregung gar nicht aufhören, das Feuer anzuheizen, bis sie ihn freundlich rügte, er solle das Wasser doch bitte nur zum kochen bringen und nicht zum verdampfen. Nur durch Elexias beherztes mit anpacken war dann doch alles gut geworden. Wäre sie mit den beiden Männern allein gewesen, hätte sie sicherlich einen Tobsuchtsanfall bekommen. Aber wenigstens sie lies sich nicht aus der Ruhe bringen und half dem kleinen auf die Welt.
Nun lag Marick in ihren Armen. Ihr zweiter Sohn. Sein Bruder war leider schon kurz nach der Geburt ermordet worden. Aber dieses süsse kleine Bündel würde ein schönes Leben erwarten, erfüllt von Freude und Liebe.
Sie und Malachai würden dafür sorgen, dessen war sie sich sicher.
Verfasst: Mittwoch 27. Juni 2007, 13:33
von Malachai Schwarzmourne
Er konnte Stundenlang nur dar stehen und die beiden anschauen.
Wie Sie ihn im Arme hielt und er, geborgen und in Sicherheit, sich an ihren Körper schmiegte.
Man sagte, dass die Bindung zwischen Mutter und Kinde am Anfang die größte wären. Sie wäre seine Bezugsperson zum Leben. Eine Mentorin, eine Meisterin des Wissens. So würde er sie sehen.
Inara schaute hoch, Sie lächelte ihn an. Dieses lächeln war es, dass Malachai die Kraft zum Leben, die Kraft zum kämpfen gab. Ja, er würde kämpfen müssen, nicht nur, für sein Leben, sondern auch für das Leben seiner Familie.
Er würde Sie nicht alleine lassen, er könnte es nicht.
Er bleibe bei ihnen, wäre ein guter Ehemann und ein besserer Vater, als seiner es sein konnte.
Er würde sich aufopfern für diese beiden Menschen, die ihm alles bedeuteten und all seine Energie und Kraft in seine Familie stecken.
Er war der glücklichste Mann im Leben und er war sich sicher, dass er nicht mehr Glück empfinden könnte, als er es jetzt empfand.
Der Kleine hat sich satt getrunken. Inaras Blick sagte alles, Malachai trat vor und nahm ihn ihr ab, legte ihn an seine Schulter und klopfte ihm leicht auf den Rücken.
Es wäre wahrlich ein lustiges Bild, wie der Schattenlord ein Bäuerchen aus seinem Sohne kriegen will, doch es war auch ein harmonisches zugleich, wie ein Vater mit seinem Sohne da stand.
Das Bäuerchen kam schnell, nun hiess es schlafen gehen.
Malachai beugte sich kurz vor, gab seiner Geliebten Inara einen Kuss und verschwand dann hinab in den Keller.
Ja, so war das Leben einer Familie.
Es bedarf nur wenig Worte, doch ist es das Aussagekräftigste, was ein Mann als Glück jemals empfinden kann.