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trauriger Verlust

Verfasst: Freitag 22. Juni 2007, 18:00
von Nilama Hosmor
Jetzt wo er wieder auf dem Schiff zurück Richtung Bajard segelt, kommen ihm die letzten Wochen nur noch wie ein schrecklicher Alptraum vor. Er erinnert sich jedoch noch an jedes Detail.
Am 26. des Wechselwinds kam ein junger Bote zu früher Stunde zum Orden und klopfte gegen das Tor. Zu jener Zeit war er noch in seinem Morgengebet in der Kirche des Ordens. Als er das Klopfen vernahm endete er das Gebet kurz ehe er zur Türe schritt und dem Boten Einlass gebot, dieser wollte jedoch lediglich einen Brief an ihn adressiert abgeben. Der Bote meinte dieser wäre von oberster Wichtigkeit. Er nickte freundlich und gab ihm einige Münzen für seinen Botengang.
Sobald der Mann nicht mehr zu sehen war, konnte er seine Neugier nicht beschwichtigen und öffnete den Brief sofort. Dort waren folgende Zeilen verfasst:

Mein lieber Sohn, Nilama,
viel Zeit ist vergangen seit wir uns das letzte Mal sahen. Ich hoffe es ist dir gut ergangen auf Gerimor. Leider muss ich dir jedoch sagen, dass deine Mutter, meine geliebte Frau, vor kurzer Zeit verstarb. Es plagte sie schon seit längerer Zeit eine schreckliche Krankheit, jedoch bestand sie darauf dich nicht damit zu belästigen, du hättest auf Gerimor genug zu tun. Falls sie jedoch sterben solle, so meinte sie, wäre sie froh, wenn du bei dem Begräbnis ihres Körpers dabei wärest. So schrieb ich nun diese Zeilen um dich zu bitten so schnell wie möglich zurück nach Hause zu kommen um den letzten Wunsch deiner Mutter zu erfüllen.

R. Hosmor
*kaum lesbar unterschrieben*


Kaum hat er diese Zeilen vernommen, verstaute er den Brief und eilte, den Rest der Welt vergessend, nach Bajard um dort sogleich mit dem nächsten Schiff zu seiner Heimat zu fahren. Bereits beim ersten Morgenlicht des nächsten Tages war die Stadt vom Schiff aus zu erkennen.
Endlich beim Haus angekommen empfing ihn sein Vater mit Tränen im Gesicht. Auch er konnte seine Tränen nicht mehr zurückhalten und umarmte ihn.
Schon am nächsten Morgen sollte die Beisetzung stattfinden, den restlichen Tag verbrachten sie beinahe in stiller Trauer. Kaum ein Wort wechselten sie.

Am nächsten Tage betete er noch am Morgen zu Temora um der Seele seiner Mutter willen. Nachdem sich dann bei dem Begräbnis alle von Damala Hosmor, seiner Mutter, verabschiedetet hatten und er einige Worte gesprochen hatte, sah er seine Mutter das letzte Mal an ehe er sich weinend wegdrehte. Er konnte nicht weiter dort bleiben und ging deswegen wieder zurück nach Hause.
Endlich war auch sein Vater wiedergekommen, da sagte er diesem er würde gerne noch einige Wochen bei ihm bleiben um ihm noch etwas zur Hand zu gehen, seine Brüder, wohl unwissend beim Abendgebet im Orden, würden dies sicherlich verstehen.
So vergingen einige Wochen, aber niemals verging ein Tag ohne das er an seine Mutter dachte und am Grab ein Gebet für sie sprach.
Als er merkte, dass sein Vater, und er selbst, den Tod seiner Mutter verkraftet haben und sein Vater wieder alleine zurechtkommen werde, erklärte er diesem er werde wieder zurück nach Gerimor fahren. Dieser nickte nur und umarmte ihn, konnte jedoch kein Wort herausbringen.

Früh am nächsten Morgen nach dem letzten Besuch beim Grab seiner Mutter und einem Gebet für sie, brach er wieder zum Hafen auf um dort wieder mit dem Schiff zurück nach Gerimor zu fahren.
Nun war Bajard wieder in Sicht, er hofft, dass seine Brüder werden sein Handeln verstehen werden und dass es sich nicht zu viel verändert habe.