Ein Zeichen der Liebe
Verfasst: Freitag 15. Juni 2007, 01:51
In letzter Zeit verliefen die Dinge nie so, wie sie es für gewöhnlich tun.
Da war das Gespräch mit Sharie. Sahlim, das wusste sie hatte ein sehr inniges Verhältnis zu seiner Tante. Er schätze und liebte sie, wie es eben in Familie üblich ist.
Nur diesmal verlief es ein wenig anders. Sie fühlte Sahlims Herzschlag, so nahe war er ihr bereits. Sie fühlte die Verzweiflung und auch den kurz aufflammenden Zorn, den Sharies Worte bei ihm auslösten. Baheera wusste, dass sie der Grund für all das war. Sie hatte ihn in diese Situation gebracht.
Sie war seiner nicht würdig! Genau das fühlte sie bei dem Gespräch mit Sharie. Unwürdig und verlassen. Seitdem sie in Rahal unter dem Decknamen Isabel war, fühlte sie jenes immer wieder in sich aufsteigen.
Sahlims Fürsorge, Güte und grenzenlose Liebe halfen ihr zwar immer wieder darüber kurzfristig hinweg, doch wenn sie alleine war zweifelte sie wieder. Oftmals dachte sie jeder könne dies erkennen, würde dies auf dem ersten Blick sehen, wie ein Brandmal auf ihrer Stirn. Sie hasste Isabel. Sie hasste was Isabel tun musste, und sie hasste was Isabel Baheera angetan hatte.
Immer stärker wurde jenes Gefühl in ihr. Sharie bestärkte es mit ihren wohlgemeinten Worten noch mehr. Sie war seit Isabel nicht mehr das reine, unschuldige Wesen, was sie immer gewesen war.
Ein Zeichen, den Beweis der ewigen Liebe wollte Sharie, Sahlims Tante sehen. Früher hätte Baheera gedacht, wie könnte man etwas beweisen, was sich in zwei Herzen abspielt. Gar nicht oder? Wer kann ein Gefühl so innig und tief es auch sein mag schon beweisen. Nur Seit Rahal dachte sie eben anders. Sahlims Tante sollte dieses Zeichen erhalten.
Baheera liebte Sahlim von ganzem Herzen und sie wusste, dass niemals irgendetwas an dieser Liebe zu ihm sich ändern würde. Wie ihre Nomadenfamilie nannte auch Sahlim sie seinen Stern. Wie ein Stern leuchtet ihr Liebe zu ihm.
Ewig, unbeirrbar und rein. Rein war Baheera, aber Isabel nicht. Also musste Isabel ein für alle mal verschwinden.
Das war der Beweis ihrer Liebe zu Sahlim und gleichzeitig der Beweis für Sahlims Tante. Etwas Wertvolleres und schöneres gab es nicht.
Sanft neigte Baheera ihr Haupt vor Eluives Altar. Sie hatte wie immer, wenn sie Gebete zu ihr sprach, das schönste ihrer Kleider gewählt. Zart umhüllte der feine Stoff die zierliche Gestalt der kleinen Person, die nun vor dem Altar auf dem Berg kniete. Immer wieder glitt die Hand zu der Kette mit der Gravierung, ein Geschenk Sahlims. Ein Geschenk seiner Liebe zu ihr. Wie sehr vermisste sie ihn nun gerade hier und jetzt. Aber das hier, musste sie alleine bestehen. Es war ihr Geschenk an ihn.
Ihr Zeichen der starken Liebe zu ihm.
Sanft hebt sie den Blick zu den Kerzen auf dem Altar auf und ihre Gedanken galten nun Eluive.
Eluive, du hast mich immer beschützt, du hast mich auf meinem Weg zu einem Jemaat bestärkt mir Kraft gegeben in Zeiten,
wo ich manchmal an mir zweifelte. Du hast Sahlim und mich zusammen geführt. Wir sind für immer füreinander bestimmt, weil du es so wolltest. Du hast unser Leben miteinander verbunden. Ich danke dir dafür. Nun ist es an der Zeit dir jenes zu opfern, was seit Rahal einen Schatten über meine Liebe zu Sahlim geworfen hat.
Nimm Isabel, damit Baheeras Liebe rein und unbefleckt für Sahlim so wie am ersten Tag, als du uns zusammengeführt hast, erstrahlt!
Nach diesem Gebet senkte sie den Blick um die Schale, die sie auf den Altar gestellt hatte, behutsam mit beiden Händen zu umfassen.
Sie hatte alles mit Bedacht vorbereitet. Die Schale mit dem Gift des Wüstenskorpions, die Blüten der Wüstekakteen, die verstreut über dem Altar lagen, und das Schreiben für Sahlim, dessen Worte sie leise unbewusst hauchte.
Sahlim, mein Liebster. Isabel ist tot für immer. Baheera und ihre Liebe werden ewig bei dir sein, wie der Wind der Wüste und wie die Sterne am Himmel des Nachts in der Oase.
Ich liebe dich.
Kurz blickte sie zu dem Schein der flackernden Kerzen auf dem Altar auf, dann berührten die weichen Lippen die Schale und tranken daraus ohne zu Zögern. Nachdem sie die Hälfte des Inhalts geleert hatte, stellte sie die schale mit zittrigen Händen zurück auf den Altar. Der Blick ihrer großen Augen wirkte verschwommen, der Altar wirkte nun schemenhaft und undeutlich. Bis er in der Dunkelheit verschwand und sie nur mehr Sahlims Augen sah, liebevoll und zärtlich ruhten sie auf den ihren.
Mit einem glücklichen Lächeln auf ihren Lippen fiel Baheera ohnmächtig vor dem Altar zu Boden. Eine Hand in Richtung des Altar ausgestreckt, so als würde jene versuchen etwas festzuhalten.
Da war das Gespräch mit Sharie. Sahlim, das wusste sie hatte ein sehr inniges Verhältnis zu seiner Tante. Er schätze und liebte sie, wie es eben in Familie üblich ist.
Nur diesmal verlief es ein wenig anders. Sie fühlte Sahlims Herzschlag, so nahe war er ihr bereits. Sie fühlte die Verzweiflung und auch den kurz aufflammenden Zorn, den Sharies Worte bei ihm auslösten. Baheera wusste, dass sie der Grund für all das war. Sie hatte ihn in diese Situation gebracht.
Sie war seiner nicht würdig! Genau das fühlte sie bei dem Gespräch mit Sharie. Unwürdig und verlassen. Seitdem sie in Rahal unter dem Decknamen Isabel war, fühlte sie jenes immer wieder in sich aufsteigen.
Sahlims Fürsorge, Güte und grenzenlose Liebe halfen ihr zwar immer wieder darüber kurzfristig hinweg, doch wenn sie alleine war zweifelte sie wieder. Oftmals dachte sie jeder könne dies erkennen, würde dies auf dem ersten Blick sehen, wie ein Brandmal auf ihrer Stirn. Sie hasste Isabel. Sie hasste was Isabel tun musste, und sie hasste was Isabel Baheera angetan hatte.
Immer stärker wurde jenes Gefühl in ihr. Sharie bestärkte es mit ihren wohlgemeinten Worten noch mehr. Sie war seit Isabel nicht mehr das reine, unschuldige Wesen, was sie immer gewesen war.
Ein Zeichen, den Beweis der ewigen Liebe wollte Sharie, Sahlims Tante sehen. Früher hätte Baheera gedacht, wie könnte man etwas beweisen, was sich in zwei Herzen abspielt. Gar nicht oder? Wer kann ein Gefühl so innig und tief es auch sein mag schon beweisen. Nur Seit Rahal dachte sie eben anders. Sahlims Tante sollte dieses Zeichen erhalten.
Baheera liebte Sahlim von ganzem Herzen und sie wusste, dass niemals irgendetwas an dieser Liebe zu ihm sich ändern würde. Wie ihre Nomadenfamilie nannte auch Sahlim sie seinen Stern. Wie ein Stern leuchtet ihr Liebe zu ihm.
Ewig, unbeirrbar und rein. Rein war Baheera, aber Isabel nicht. Also musste Isabel ein für alle mal verschwinden.
Das war der Beweis ihrer Liebe zu Sahlim und gleichzeitig der Beweis für Sahlims Tante. Etwas Wertvolleres und schöneres gab es nicht.
Sanft neigte Baheera ihr Haupt vor Eluives Altar. Sie hatte wie immer, wenn sie Gebete zu ihr sprach, das schönste ihrer Kleider gewählt. Zart umhüllte der feine Stoff die zierliche Gestalt der kleinen Person, die nun vor dem Altar auf dem Berg kniete. Immer wieder glitt die Hand zu der Kette mit der Gravierung, ein Geschenk Sahlims. Ein Geschenk seiner Liebe zu ihr. Wie sehr vermisste sie ihn nun gerade hier und jetzt. Aber das hier, musste sie alleine bestehen. Es war ihr Geschenk an ihn.
Ihr Zeichen der starken Liebe zu ihm.
Sanft hebt sie den Blick zu den Kerzen auf dem Altar auf und ihre Gedanken galten nun Eluive.
Eluive, du hast mich immer beschützt, du hast mich auf meinem Weg zu einem Jemaat bestärkt mir Kraft gegeben in Zeiten,
wo ich manchmal an mir zweifelte. Du hast Sahlim und mich zusammen geführt. Wir sind für immer füreinander bestimmt, weil du es so wolltest. Du hast unser Leben miteinander verbunden. Ich danke dir dafür. Nun ist es an der Zeit dir jenes zu opfern, was seit Rahal einen Schatten über meine Liebe zu Sahlim geworfen hat.
Nimm Isabel, damit Baheeras Liebe rein und unbefleckt für Sahlim so wie am ersten Tag, als du uns zusammengeführt hast, erstrahlt!
Nach diesem Gebet senkte sie den Blick um die Schale, die sie auf den Altar gestellt hatte, behutsam mit beiden Händen zu umfassen.
Sie hatte alles mit Bedacht vorbereitet. Die Schale mit dem Gift des Wüstenskorpions, die Blüten der Wüstekakteen, die verstreut über dem Altar lagen, und das Schreiben für Sahlim, dessen Worte sie leise unbewusst hauchte.
Sahlim, mein Liebster. Isabel ist tot für immer. Baheera und ihre Liebe werden ewig bei dir sein, wie der Wind der Wüste und wie die Sterne am Himmel des Nachts in der Oase.
Ich liebe dich.
Kurz blickte sie zu dem Schein der flackernden Kerzen auf dem Altar auf, dann berührten die weichen Lippen die Schale und tranken daraus ohne zu Zögern. Nachdem sie die Hälfte des Inhalts geleert hatte, stellte sie die schale mit zittrigen Händen zurück auf den Altar. Der Blick ihrer großen Augen wirkte verschwommen, der Altar wirkte nun schemenhaft und undeutlich. Bis er in der Dunkelheit verschwand und sie nur mehr Sahlims Augen sah, liebevoll und zärtlich ruhten sie auf den ihren.
Mit einem glücklichen Lächeln auf ihren Lippen fiel Baheera ohnmächtig vor dem Altar zu Boden. Eine Hand in Richtung des Altar ausgestreckt, so als würde jene versuchen etwas festzuhalten.