Schwarz&Weiß
Verfasst: Donnerstag 7. Juni 2007, 00:20
Die Taverne nahe Tirell, vor einigen Nächten
Innerlich seufzte Lythiana, als sie aus den Augenwinkeln einen Blick auf den fremden Konventsmagus erhaschte, der allein an einem der Tische vor der Taverne saß. Wieder einmal hatte sie eigentlich nur in Ruhe ein Glas Wein trinken wollen- und wieder einmal war der einzige Anwesende außer ihr und dem Wirt der fremde Magus, dessen Robe allein schon ihre Augen beleidigte. Dennoch setzte sie sich an seinen Tisch – was blieb ihr auch anderes übrig? Es wäre albern erschienen, hätte sie sich demonstrativ an dem am weitesten entferten Tisch niedergelassen, und sicher hätte er die falschen Schlüsse daraus gezogen. Abgesehen davon besaß die Unterhaltung mit ihm einen gewissen Reiz – sie hatte schließlich keinen vollkommenen Narren vor sich.
Wie schon bei ihrer ersten Begegnung entspann sich - naturgemäß – binnen kurzer Zeit ein mal mehr und mal weniger diplomatisches Wortgefecht. Doch rasch kristallisierte es sich heraus, dass die Nacht dieses Mal keinen so friedlichen Ausgang finden würde – beiden Parteien schien daran gelegen zu sein, Macht und Finesse des jeweils anderen im Kampf zu erproben. Ein Spiel, mehr war es für die Maga nicht. Ein Spiel mit hohem Einsatz, gewiss – doch nicht mehr. Töten würde er sie nicht, selbst wenn der mehr als unwahrscheinliche Fall eintreten würde dass er die Gelegenheit dazu bekäme. Er stand auf der falschen Seite... Die Spielregeln wurden festgelegt und waren denkbar einfach. Keine Gefangennahme, keine Beschwörungen. Im Schatten der Kapuze kräuselten sich die Lippen der Arkoritherin zu einem dünnen Lächeln. Glaubte er tatsächlich, dass sie beabsichtigte, sich daran zu halten....?
Das Duell begann.
Einige Stunden später entschwand die Gestalt des Magus in die Dunkelheit. Lythianas Blick ruhte noch einen kurzen Moment lang auf der Stelle, an der sie ihn zuletzt sah – dann wandte sie sich ab. Hoch aufgerichtet und den Stab in der rechten Hand haltend begab sie sich zum Waldrand. Kaum dass sie den Wald betrat, vor neugierigen Blicken weitestgehend geschützt war, sanken die Schultern und der Stab wurde mehr zu einer Stütze als zu einem Symbol ihres Ranges. Der Kampf hatte ihr auf mentaler wie körperlicher Ebene einiges abverlangt, jede Faser ihres Körpers sehnte sich nach Schlaf – doch zugleich waren alle Nerven noch zum Zerreißen angespannt. Jedes Knacken eines Astes unter ihren Füßen ließ sie aufhorchen, jeder Laut eines nachtaktiven Tieres bewirkte eine automatische Anspannung des Körpers. Eine Kampfhandlung nach der anderen wurde analysiert und bewertet, Alternativen wurden entwickelt und wieder verworfen...
Als die Arkoritherin schließlich die Tür ihres Hauses aufschloss lächelte sie. Wahrlich, manche Magiezweige boten erstaunliche Möglichkeiten. Noch einmal würde es nicht zu einem Unentschieden kommen...
Innerlich seufzte Lythiana, als sie aus den Augenwinkeln einen Blick auf den fremden Konventsmagus erhaschte, der allein an einem der Tische vor der Taverne saß. Wieder einmal hatte sie eigentlich nur in Ruhe ein Glas Wein trinken wollen- und wieder einmal war der einzige Anwesende außer ihr und dem Wirt der fremde Magus, dessen Robe allein schon ihre Augen beleidigte. Dennoch setzte sie sich an seinen Tisch – was blieb ihr auch anderes übrig? Es wäre albern erschienen, hätte sie sich demonstrativ an dem am weitesten entferten Tisch niedergelassen, und sicher hätte er die falschen Schlüsse daraus gezogen. Abgesehen davon besaß die Unterhaltung mit ihm einen gewissen Reiz – sie hatte schließlich keinen vollkommenen Narren vor sich.
Wie schon bei ihrer ersten Begegnung entspann sich - naturgemäß – binnen kurzer Zeit ein mal mehr und mal weniger diplomatisches Wortgefecht. Doch rasch kristallisierte es sich heraus, dass die Nacht dieses Mal keinen so friedlichen Ausgang finden würde – beiden Parteien schien daran gelegen zu sein, Macht und Finesse des jeweils anderen im Kampf zu erproben. Ein Spiel, mehr war es für die Maga nicht. Ein Spiel mit hohem Einsatz, gewiss – doch nicht mehr. Töten würde er sie nicht, selbst wenn der mehr als unwahrscheinliche Fall eintreten würde dass er die Gelegenheit dazu bekäme. Er stand auf der falschen Seite... Die Spielregeln wurden festgelegt und waren denkbar einfach. Keine Gefangennahme, keine Beschwörungen. Im Schatten der Kapuze kräuselten sich die Lippen der Arkoritherin zu einem dünnen Lächeln. Glaubte er tatsächlich, dass sie beabsichtigte, sich daran zu halten....?
Das Duell begann.
Einige Stunden später entschwand die Gestalt des Magus in die Dunkelheit. Lythianas Blick ruhte noch einen kurzen Moment lang auf der Stelle, an der sie ihn zuletzt sah – dann wandte sie sich ab. Hoch aufgerichtet und den Stab in der rechten Hand haltend begab sie sich zum Waldrand. Kaum dass sie den Wald betrat, vor neugierigen Blicken weitestgehend geschützt war, sanken die Schultern und der Stab wurde mehr zu einer Stütze als zu einem Symbol ihres Ranges. Der Kampf hatte ihr auf mentaler wie körperlicher Ebene einiges abverlangt, jede Faser ihres Körpers sehnte sich nach Schlaf – doch zugleich waren alle Nerven noch zum Zerreißen angespannt. Jedes Knacken eines Astes unter ihren Füßen ließ sie aufhorchen, jeder Laut eines nachtaktiven Tieres bewirkte eine automatische Anspannung des Körpers. Eine Kampfhandlung nach der anderen wurde analysiert und bewertet, Alternativen wurden entwickelt und wieder verworfen...
Als die Arkoritherin schließlich die Tür ihres Hauses aufschloss lächelte sie. Wahrlich, manche Magiezweige boten erstaunliche Möglichkeiten. Noch einmal würde es nicht zu einem Unentschieden kommen...