Rote Augen im Nebel
Verfasst: Mittwoch 6. Juni 2007, 22:12
Stunden bereits hatte er meditierend im Feenkreis zugebracht, die goldene Klinge Scylfing vor ihm im Boden steckend, umgeben vom leisen Klimpern der Feenflügel und erfüllt von der tiefen Ruhe des heiligen Ortes.
Dann geschah es endlich. Nebel wallten rund um ihn auf, hüllten ihn ein und trübten den Blick auf seine Umgebung. Doch der Nebel brachte auch neue Eindrücke, die Feen begannen in magischem Licht zu leuchten, das Geistertor hinter ihm schien mit einem mal wie zu einer unhörbaren Melodie zu pulsieren. Der Pilzkeis in dem er saß sandte sich drehende Funken um ihn herum in die kalte, feuchte Luft die das Tor markierten durch das er die Welt der sterblichen Verlassen hatte. Auch Scylfing, die goldene Nordmannsklinge seiner Ahnen pulsierte in lebendigem Licht und unverständliches Flüstern drang an seine Ohren.
Dies war sie, die Welt der Geister, der Totems. Ein Spiegelbild der wirklichen Welt und doch ganz anders. Langsam erhob er sich, ließ seinen sitzenden Körper zurück und obwohl er das vertraute Gewicht Scylfings in seiner Hand spürte, war es nur das magische Leuchten das ihn begleitete. Auch das Schwert ließ seinen Körper zurück.
Wie trunken wandelte er durch diese Welt, taumelte durch rauschende Wälder und erklomm mühelos die höchsten Berge. Grade wollte er sich wieder einmal abwenden und von den felsigen Höhen Nilzadans hinab treten in die entfernten Wüsten Menek'urs, als eine Stimme in seinem Kopf ihn aus seiner traumwandlerischen Reise riss.
"Komm zu MIR!"
Der Nebel wurde dichter, der Bergrücken verschwand und der Geist des Wolfskriegers tauchte tiefer in das Gewebe der Geisterwelten ein. Dann wurde der Nebel wie ein zerfetztes Nachttuch fort gerissen. Nur die sturmumtobte, nächtliche Ebene blieb über der ein bleicher Vollmond die Nacht nur spärlich erleuchtete.
"Wo bist du?" Immer wieder drehte sich Falk herum und ließ seinen Blick über die fernen Wälder am Rande seiner Wahrnehmung gleiten.
"Du bist in MEINEM Reich, ICH bin überall, ICH bin der Wald, die Ebene und der Wind. Schau zum Mond hinauf."
Ruckartig hob der blonde Hüne seinen Blick, schaute dorthin wo vorher der Mond geschienen hatte. Das bleiche Leuchten des gewaltigen Nachtgestirns war geblieben, doch anstatt in das Anlitz des Mondes, schaute Falk nunmehr in ein leuchtendes Wolfsauge. Langsam schloss es sich und als es sich wieder öffnete, war es rot und nur eines von sechs Augen. Kurz darauf konnte der Tiefländer den starken Wolfsgeruch wahrnehmen. Die schwarze Silouette des Fellträgers schälte sich aus der Dunkelheit der Nacht und als er sich zur Seite wandte, kam hinter seinem gewaltigen Körper wieder der Mond zum Vorschein.
"Lass uns ein Stück laufen." Die Stimme des Totems war diesmal nicht mehr in seinem Kopf, sondern drang in der Tat an die Ohren des blonden Mannes.
Einmal mehr fühlte Falk die wilde Kraft und Energie seines Totems, in wilder Jagd hetzten sie durch Wälder, unter Schnee begrabene Gebirgspässe und über stürmische Ebenen. Das Dunkel der Nacht barg sie in seinen sanften Armen und der Wind fegte ihnen lachend ins Gesicht.
"Deine Macht wächst Nachkomme. Schon bald wirst du bereit sein."
"Bereit wozu?"
Doch Wolf schwieg, so liefen sie weiter und kamen wieder in einen der endlosen Wälder der Heimat Wolfs. Dort verfiel die gewaltige, sechsäugige Gestalt in einen ausdauernden Trab und hielt auf einer kleinen Lichtung. Dort konnte Falk ganz schwach die Umrisse eines Körpers erkennen, vor diesem steckte ein Schwert im Boden und das magische Licht vieler Feen die sich auf ihm niedergelassen hatten hüllte ihn ein.
"Wer ist das?" Der Wolfskrieger blickte verwirrt auf die Gestalt die dort scheinbar in tiefer Meditation versunken war.
"Das bist du selbst MEIN Schüler. Der Aufenthalt in MEINER Welt nimmt dir die Erinnerung an die Deine."
"Kann ich nicht bleiben? Es gefällt mir hier. Hier gibt es keine Sorge, keine Zeit, nur dich und den Wind und die Wälder."
Langsam schüttelte die gewaltige Schattengestalt einen seiner plötzlich zwei Köpfe. Der zweite, kleinere Kopf wandte sich Falk zu und öffnete seine sechs Augen, bannte ihn mit seinem Blick. Unfähig etwas zu sagen lauschte Falk wie gebannt den Worten die in seinem Kopf erklangen, während sich die grössere Gestalt langsam in Nebel und Schatten auflöste und nur der kleinere Wolf blieb dessen sechs rote Augen den Einherjer anstarrten.
"Dein Rudel erwartet dich, dein Welpe wächst heran und ICH brauche dich dort um MEINE Botschaft zu verbreiten, MEIN Werk zu tun.
ICH gebe dir einen Teil MEINER Macht mit, sie wird dir in Stunden der Furcht zur Seite stehen und dir helfen den Weg zu gehen auf den MEIN Werk dich führen wird." Bei diesen Worten sprang die kleinere Wolfsgestalt aus den Schatten in die die grosse Gestalt wolfs sich aufgelöst hatte mit aufgerissenem Rachen auf ihn zu. Falk riss seine Arme empor und versuchte den vermeintlichen Biss ab zu wehren, doch wie Schatten durch Nebel glitt der Sechsäugige durch sein Fleisch und Blut und fand seinen Platz tief im Herzen des Jarls. Überrscht taumelte Falk zurück, stolperte über einen Pilz und fiel in den Schemen seines Körpers hinein.
Seine Lungen brannten als er tief einatmete und die Augen aufschlug. Laut klingelten die Flügel der Feen, die sich auf seinem Körper nieder gelassen hatten und sich nun erhoben um in die Baumwipfel zu flüchten. Er brauchte eine Weile um sich zu orientieren und zu verstehen dass er wieder zurück in der Welt der Sterblichen war.
Dann schlug es wie ein Vorschlaghammer auf sein Bewusstsein ein. 'Wolf hat etwas mit mir vor... und ich weiss nicht was es ist...'
Langsam raffte er sich auf, verscheuchte noch eine freche Fee aus seinem leicht im Wind wehenden Haar. Was immer Wolf in seiner Weisheit erkannt hatte. Falk würde sich fügen. Er hob eine Hand und blickte diese lange an, war dort nicht ein Schatten in seiner Handfläche gewesen aus dem ihn ein rotes Auge anstarrte? Nein, Unsinn. Es war ja heller Tag, wo sollte da ein Schatten her kommen.
Dann geschah es endlich. Nebel wallten rund um ihn auf, hüllten ihn ein und trübten den Blick auf seine Umgebung. Doch der Nebel brachte auch neue Eindrücke, die Feen begannen in magischem Licht zu leuchten, das Geistertor hinter ihm schien mit einem mal wie zu einer unhörbaren Melodie zu pulsieren. Der Pilzkeis in dem er saß sandte sich drehende Funken um ihn herum in die kalte, feuchte Luft die das Tor markierten durch das er die Welt der sterblichen Verlassen hatte. Auch Scylfing, die goldene Nordmannsklinge seiner Ahnen pulsierte in lebendigem Licht und unverständliches Flüstern drang an seine Ohren.
Dies war sie, die Welt der Geister, der Totems. Ein Spiegelbild der wirklichen Welt und doch ganz anders. Langsam erhob er sich, ließ seinen sitzenden Körper zurück und obwohl er das vertraute Gewicht Scylfings in seiner Hand spürte, war es nur das magische Leuchten das ihn begleitete. Auch das Schwert ließ seinen Körper zurück.
Wie trunken wandelte er durch diese Welt, taumelte durch rauschende Wälder und erklomm mühelos die höchsten Berge. Grade wollte er sich wieder einmal abwenden und von den felsigen Höhen Nilzadans hinab treten in die entfernten Wüsten Menek'urs, als eine Stimme in seinem Kopf ihn aus seiner traumwandlerischen Reise riss.
"Komm zu MIR!"
Der Nebel wurde dichter, der Bergrücken verschwand und der Geist des Wolfskriegers tauchte tiefer in das Gewebe der Geisterwelten ein. Dann wurde der Nebel wie ein zerfetztes Nachttuch fort gerissen. Nur die sturmumtobte, nächtliche Ebene blieb über der ein bleicher Vollmond die Nacht nur spärlich erleuchtete.
"Wo bist du?" Immer wieder drehte sich Falk herum und ließ seinen Blick über die fernen Wälder am Rande seiner Wahrnehmung gleiten.
"Du bist in MEINEM Reich, ICH bin überall, ICH bin der Wald, die Ebene und der Wind. Schau zum Mond hinauf."
Ruckartig hob der blonde Hüne seinen Blick, schaute dorthin wo vorher der Mond geschienen hatte. Das bleiche Leuchten des gewaltigen Nachtgestirns war geblieben, doch anstatt in das Anlitz des Mondes, schaute Falk nunmehr in ein leuchtendes Wolfsauge. Langsam schloss es sich und als es sich wieder öffnete, war es rot und nur eines von sechs Augen. Kurz darauf konnte der Tiefländer den starken Wolfsgeruch wahrnehmen. Die schwarze Silouette des Fellträgers schälte sich aus der Dunkelheit der Nacht und als er sich zur Seite wandte, kam hinter seinem gewaltigen Körper wieder der Mond zum Vorschein.
"Lass uns ein Stück laufen." Die Stimme des Totems war diesmal nicht mehr in seinem Kopf, sondern drang in der Tat an die Ohren des blonden Mannes.
Einmal mehr fühlte Falk die wilde Kraft und Energie seines Totems, in wilder Jagd hetzten sie durch Wälder, unter Schnee begrabene Gebirgspässe und über stürmische Ebenen. Das Dunkel der Nacht barg sie in seinen sanften Armen und der Wind fegte ihnen lachend ins Gesicht.
"Deine Macht wächst Nachkomme. Schon bald wirst du bereit sein."
"Bereit wozu?"
Doch Wolf schwieg, so liefen sie weiter und kamen wieder in einen der endlosen Wälder der Heimat Wolfs. Dort verfiel die gewaltige, sechsäugige Gestalt in einen ausdauernden Trab und hielt auf einer kleinen Lichtung. Dort konnte Falk ganz schwach die Umrisse eines Körpers erkennen, vor diesem steckte ein Schwert im Boden und das magische Licht vieler Feen die sich auf ihm niedergelassen hatten hüllte ihn ein.
"Wer ist das?" Der Wolfskrieger blickte verwirrt auf die Gestalt die dort scheinbar in tiefer Meditation versunken war.
"Das bist du selbst MEIN Schüler. Der Aufenthalt in MEINER Welt nimmt dir die Erinnerung an die Deine."
"Kann ich nicht bleiben? Es gefällt mir hier. Hier gibt es keine Sorge, keine Zeit, nur dich und den Wind und die Wälder."
Langsam schüttelte die gewaltige Schattengestalt einen seiner plötzlich zwei Köpfe. Der zweite, kleinere Kopf wandte sich Falk zu und öffnete seine sechs Augen, bannte ihn mit seinem Blick. Unfähig etwas zu sagen lauschte Falk wie gebannt den Worten die in seinem Kopf erklangen, während sich die grössere Gestalt langsam in Nebel und Schatten auflöste und nur der kleinere Wolf blieb dessen sechs rote Augen den Einherjer anstarrten.
"Dein Rudel erwartet dich, dein Welpe wächst heran und ICH brauche dich dort um MEINE Botschaft zu verbreiten, MEIN Werk zu tun.
ICH gebe dir einen Teil MEINER Macht mit, sie wird dir in Stunden der Furcht zur Seite stehen und dir helfen den Weg zu gehen auf den MEIN Werk dich führen wird." Bei diesen Worten sprang die kleinere Wolfsgestalt aus den Schatten in die die grosse Gestalt wolfs sich aufgelöst hatte mit aufgerissenem Rachen auf ihn zu. Falk riss seine Arme empor und versuchte den vermeintlichen Biss ab zu wehren, doch wie Schatten durch Nebel glitt der Sechsäugige durch sein Fleisch und Blut und fand seinen Platz tief im Herzen des Jarls. Überrscht taumelte Falk zurück, stolperte über einen Pilz und fiel in den Schemen seines Körpers hinein.
Seine Lungen brannten als er tief einatmete und die Augen aufschlug. Laut klingelten die Flügel der Feen, die sich auf seinem Körper nieder gelassen hatten und sich nun erhoben um in die Baumwipfel zu flüchten. Er brauchte eine Weile um sich zu orientieren und zu verstehen dass er wieder zurück in der Welt der Sterblichen war.
Dann schlug es wie ein Vorschlaghammer auf sein Bewusstsein ein. 'Wolf hat etwas mit mir vor... und ich weiss nicht was es ist...'
Langsam raffte er sich auf, verscheuchte noch eine freche Fee aus seinem leicht im Wind wehenden Haar. Was immer Wolf in seiner Weisheit erkannt hatte. Falk würde sich fügen. Er hob eine Hand und blickte diese lange an, war dort nicht ein Schatten in seiner Handfläche gewesen aus dem ihn ein rotes Auge anstarrte? Nein, Unsinn. Es war ja heller Tag, wo sollte da ein Schatten her kommen.