Nachwuchs
Verfasst: Dienstag 29. Mai 2007, 01:38
Ja, die Familie hatte Nachwuchs bekommen – sechs mehr oder weniger junge, aber gleichsam unerfahrene Strebende nach Macht und Wissen. Valen, Kayle, Maximilian, Lucan, Kelaino und Carina. Sechs vollkommen unterschiedliche Charaktere, sechs unterschiedlich große Begabungen – bei den Göttern, waren sie, Iloiss, Sarog und Lanaya anfangs auch so ein zusammenhaltloser und unsicherer Haufen gewesen? Vermutlich... Doch waren nicht nur die jungen Geschwister unsicher, auch die Erfahrenen waren es. Die Rolle als ranghöhere und Lehrerin war zumindest ihr, Lythiana, fremd – und so sehr sie auch versuchte, Unsicherheit, Vorlieben, Abneigungen und Schwäche zu überspielen, Fehler machte sie vermutlich. Sie würde sehen, wie gut ihre Maske wirklich war....
Ebenso würde man sehen, wie gut durchdacht die Entscheidungen der Suchenden, dem Orden beizutreten, tatsächlich gewesen waren. Eher früher als später würde sich die Spreu vom Weizen trennen – diejenigen, die glaubten, der Eintritt in den Orden sei nicht mehr als der Beginn einer Lehre zum Schreiner, diejenigen, die glaubten, sie könnten schon vor ihrer Zeit den Älteren den Rang streitig machen, Befehle missachten oder ihre Pflichten vergessen, würden schon bald eines besseren belehrt. Noch konnte sie es nicht einschätzen, kannte kaum einen Bruder oder eine Schwester gut genug – noch. Mit manchen von ihnen hatte sie kaum ein Wort gesprochen, mit manchen hatte sie bereits zusammen gearbeitet, mit anderen längere Gespräche geführt. Positive wie negative Eindrücke waren entstanden, alle noch nicht stark genug, um ein finales Urteil zu bewirken. Die Zeit würde es zeigen.
Ebenso würde man sehen, wie gut durchdacht die Entscheidungen der Suchenden, dem Orden beizutreten, tatsächlich gewesen waren. Eher früher als später würde sich die Spreu vom Weizen trennen – diejenigen, die glaubten, der Eintritt in den Orden sei nicht mehr als der Beginn einer Lehre zum Schreiner, diejenigen, die glaubten, sie könnten schon vor ihrer Zeit den Älteren den Rang streitig machen, Befehle missachten oder ihre Pflichten vergessen, würden schon bald eines besseren belehrt. Noch konnte sie es nicht einschätzen, kannte kaum einen Bruder oder eine Schwester gut genug – noch. Mit manchen von ihnen hatte sie kaum ein Wort gesprochen, mit manchen hatte sie bereits zusammen gearbeitet, mit anderen längere Gespräche geführt. Positive wie negative Eindrücke waren entstanden, alle noch nicht stark genug, um ein finales Urteil zu bewirken. Die Zeit würde es zeigen.