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Der weite Weg einer Liebe
Verfasst: Sonntag 27. Mai 2007, 18:40
von Baheera Ifrey
- Heute war es soweit. Sahlim hatte beschlossen, dass sie zu ihrer kleinen Nomadenfamilie aufbrechen. Er wollte mit Vater sprechen, und ihn wie es dem Brauch und der Sitte entsprach, um seine Einwilligung zu der Verbindung mit seiner Tochter bitten. Baheera wurde bei dem Gedanken alleine schon schwindelig vor Glück. Sie hatte sich in den kühnsten Träumen nicht ausgemalt, dass dies einmal geschehen könnte. Im Grund war in ihrem jungen Leben so vieles eingetreten, was sie sich insgeheim erwünscht hatte und mit Eluives Segen und festem reinen, unbeirrbarem Glauben an sie, auch erreicht hatte. Zuerst war sie als Schönste ihrer Familie auserwählt worden, dem Erhabenen als Geschenk überreicht zu werden, so wie es seit alten Zeiten der Brauch bei ihnen war. Doch Eluive hatte anders im Sinn. Baheeras Gebete wurden erhört und sie wurde als Wache des Emirs angenommen, was seit sie denken kann immer ihr Wunsch gewesen war. Danach hatte sie inständig Eluive angefleht, sie für die Prüfung zu stärken. Nicht nur dank ihres Könnens sondern auch durch den Glauben an Eluive, dessen war sie sich sicher, hatte sie bestanden. Eluive war Teil ihres Lebens. Nun war Sahlim da. Sein Glauben an sie ist genauso stark wie Baheeras. Auch diesmal hatte Eluive ihre Hand im Spiel, das war Baheera gewiss. Sie hatte sie und Sahlim zusammen geführt. Zwei Seelen, die in ihrem Glauben fest und stark waren, untrennbar verbunden durch ihren Glauben und die Liebe zueinander.
So vieles hatte sich seit jenem Tag in der Oase verändert. Baheera war vor Scham davongelaufen, als er ihr seine Liebe zu ihr gestand. Aber Eluive ließ es nicht zu, dass jene die sie füreinander bestimmt hatte, sich trennen sollten. So kam es auch das Baheera nach einem stillen Gebet zu ihr, umkehrte. Zurück zu der Oase, wo sie Sahlim verzweifelt vorfand, um ihn nun gleichfalls ihre Liebe zu gestehen, die in jenem Gebet ihr verdeutlich wurde.
Sie machte ihm das schönste und wertvollste Geschenk, was man einem Mann nur machen konnte. Baheera zeigte Sahlim ihr Gesicht und er ihr das seine. Im Sturm hatte Sahlim ihr Herz erobert. Erobert war eigentlich ein viel zu schwacher Ausdruck für das war sie für ihn fühlte. Er hatte ihr Herz. Es gehörte ihm für ewig.
An jenem Abend hatten sie beide, jeder für sich alleine ein Gebet zu Eluive verbunden mit einer Bitte gesprochen. Sie möge sie beide schützen, ihre Liebe jeden Tag aufs Neue stärken und bewahren. Und Eluive hatte sie wohl erhört. Nicht nur, dass sie das kostbare Opfer der beiden angenommen hatte, nein Baheera fühlte wie die Liebe in ihr zu Sahlim mit jeden Tag stärker wurde, inniger und reifer. Beinahe so als wären sie beide nun zu Einem verschmolzen. Sie fühlten das gleiche und oft sprach Sahlim genau das aus, was Baheera dachte.
Was Sahlim noch nicht wusste, war eben der besondere Brauch ihrer Familie. Sie hatte es ihm ein wenig angedeutet, er musste mit auf die Jagd mit den Männern, aber wie genau diese „Jagd“ aussah, das würde sie ihm heute vor der Abreise sagen. Diese Jagd war eigentlich eine Prüfung, basierend auf einer uralten Nomadengeschichte.
Einst wurde die Tochter, eine der lieblichsten Blumen der Wüste, von einem Mann entführt.
Der Vater und sämtliche männlichen Familienmitglieder verfolgten diesen Mann und sein kostbares Gut quer durch die Wüste. Sie holten seinen Vorsprung auf. Wie der Wind so erzählte man sich, trugen die Pferde sie zu dem Frevler, den der Vater mit seinem Säbel tötete und das Mädchen unversehrt und wohlbehalten in den Schoss der Familie zurückführte.
Seither gab es diesen wilden mit einer halsbrecherischen Geschwindigkeit durchgeführten Ritt durch die Wüste. Der Sieger, also in diesem Falle sollte es Sahlim sein, wurde der Säbel überreicht. Dies kam einer Zustimmung gleich. Am Abend fand dann üblicherweise noch ein Fest statt, wo dies offiziell in einer langen schmuckvollen Rede verkündet wurde. Das stand Sahlim bevor und Baheeras Gedanken flehten Eluive an, sie möge Sahlim beistehen. Er musste einfach der Sieger sein, er musste diese Prüfung bestehen und Baheera wusste auch schon wie. Ihr Hengst, Salaam, Südwind, der schnellste, würde ihn dahin führen. Nun galt es noch Sahlim mit dem Hengst vertraut zu machen. Was keine leichte Aufgabe war, aber Eluive würde wie auch immer ihr und Sahlim beistehen.
Aiwa, das würde sie!
Verfasst: Montag 28. Mai 2007, 15:21
von Sahlim
Es war der letzte Abend den Sahlim und Baheera gemeinsam in Menek'ur verbringen sollten. Längst waren Briefe für Sharie und Fuad geschrieben. Sie lagen noch in Sahlims keinen Zimmer im Keller der Kaserne, was er so schnell wie möglich verlassen wollte. Trotz der heissen Luft in den Gebäuden, war dieser Keller kalt, ungemütlich kalt.
Sahlim saß eine lange Zeit im Keller, überlegte ob er nicht selbst Sharie aufsuchen sollte und ihr, wie auch Fuad davon zu erzählen, was er mit seiner Liebsten vorhatte. Er war sich unschlüssig, dachte sie würden es verbieten, Sahlim müsse seinen Pflichten nachkommen und nicht mit Baheera durch die Wüste reiten. Desshalb beschloss er ihnen nur einige Zeilen des Abschiedes und der Erklärung schreiben. Nicht lang war der Text, doch war die Schrift sauber und leserlich. Er entschuldigte sich für das Fehlen von Baheera und ihm selbst, in Bajard. Er hoffe auf verständniss für sein Handeln. Es war sein Herz was diesen entschluss fasste, nicht sein Kopf. So schrieb er...
Zeile für Zeile konnte man so nun den recht kurzen Text lesen, welchen Sahlim wohl er kurz vor der Abreise, in die Briefkästen der Beiden werfen würde.
Der letzte Abend gehörte Baheera, so sagte Sahlim. Er wollte ihr diesen Abend schenken, mit ihr tun wozu sie Lust hätte. Baheera schien etwas überrascht... wesshalb letzten endes doch wieder Sahlim entschied was die beiden machten. Baheera war es scheinbar egal, ihr, wie auch Sahlim selbst, war nur wichtig das sie beieinander und füreinander da waren.
Der Abend zog sich hin, die Beiden waren längst wieder in Menek'ur. Baheera erzählte Sahlim von ihrem Hengst Saalam, Südwind. Er wäre der schnellste Hengst und würde Sahlim auf der Jagt tragen... Sahlim wurde nun nachdenklich... eine Jagt auf dem Rücken ihres Hengstes... der schneller ist als alle anderen? Welchen Zweck hatte es?
So sprachen die Beiden über diese Jagt... es wäre eher eine Prüfung, ein Rennen... ein Kampf um Baheera.
Sahlim würde einen Säbel bekommen, als Zeichen der Einwilligung ihres Vaters, die Einwilligung das Sahlim, Baheera nun zu seiner Frau nehmen dürfte. Es würde ein Fest geben, für die Beiden... und ein weiteres für Sahlim. Er war nun sehr aufgeregt, schließlich kannte er ihre Familie nicht. Baheera versuchte ihn zwar immerwieder damit zu beruhigen, wie sehr sie ihn doch lieben werden. Doch konnte er es wohl kaum verbergen, wie aufgeregt er war. Gespannt auf das was kommen mag, nahm er Baheera in die Arme. Eng umschlungen lagen die Beiden auf den Kissen ihrer Wohnung. Eine weile lang schauten sie sich schweigend an, sie wussten was der Andere dachte, sie wussten wie sie fühlten. Es brauchte keiner Worte mehr zwischen den Beiden.
Es wurde später und der Zeitpunkt, andem sie aufbrechen wollten rückte näher. Doch daran dachten sie bislang nicht, nein das einzigste was nun wichtig war, war ihre Liebe.
Sahlim richtete in Gedanken immerwieder Gebete an Eluive, sie möchte die Reise der Beiden überwachen, sorge tragen das ihnen nichts zustoßen würde. Dafür sorgen das Baheera unversehrt bleibt. Und wenn sie einestages nicht weiterwissen, solle sie ihnen den Weg weisen.
Wie schon so oft richtete sich Sahlim an Eluive, sie erhörte ihn oft und half ihm. Doch stellte sie Sahlim immerwieder vor herausvorderungen, Prüfungen die Sahlim nur mit letzter Kraft bestand oder gar... nur knapp dem Tode entkam. Doch war Sahlim sicher, Eluive hattte in vor dem Tode bewahrt...
So hoffte er, würde Eluive auch Baheera beistehen. Sie vor allem schützen und ihre Schönheit bewahren....
Sahlim strich ihr durch das Haar als er langsam anfing sich sorgen zu machen, anmerken leis er sich dies nicht. Überstrahlt von dem glückichen funkeln der Augen und dem zarten Lächeln. Sahlim würde sie schützen, mit mehr als nur seinem Leben...
So schritt der Abend vorran und langsam aber sicher geleiteten sie sich ins Reich der Träume. Sanft schlief Baheera in Sahlims Armen ein. Und so konnte auch Sahlim, beruhigt seine Augen schließen.
Die Ankunft
Verfasst: Montag 28. Mai 2007, 23:46
von Baheera Ifrey
- [list]Schon von weitem sahen sie die Zelte der Nomaden in der kleinen Oase inmitten der Wüste, Baheeras Familie unverkennbar.
Blaue Tücher wehten im heißen Wind. Baheera gekleidet in den feinen blauen Tüchern ihrer Familie griff aufgeregt nach Sahlims Hand, dem auch nicht die Zelte unbemerkt geblieben waren.
Wir sind gleich da Liebster. Mit jenen Worten versuchte sie ihn zu beruhigen, doch sie wusste, dass er genauso aufgeregt nun war wie sie. Vieles war ihm wohl fremd, das war ihr bewusst, aber schließlich war sie an seiner Seite und würde ihm helfen.
Und da kamen sie. Die stolzen Reiter ihres Vaters. Die Säbel blitzen im Sonnenlicht auf und eine Sandwolke folgte ihnen. Nur nicht zurückweichen Sahlim, haucht sie ihm leise zu. Sie werden so tun, als würden sie uns beide niederreiten wollen, doch das liegt ihnen fern. Sie werden im letzten Augenblick die Pferde beidrehen. Zeige keine Angst, das ist nur ihre Art uns willkommen zu heißen. Ruhig blickt sie zu Sahlim auf und lächelt ihn aufmunternd an. Dann waren sie bereits da, schnaubende Pferde, wehende blaue Schärpen und bedrohliche Säbel, um wie Baheera es gesagt hatte, knapp vor ihnen links und rechts davon zu galoppieren.
Ihnen folgte die Sandwolke, die beide mit geschlossenen Augen über sich ergehen ließen, dann war alles vorbei. Fast alles, denn unbemerkt waren der Sandwolke der Rest gefolgt, schreiende Frauen, Kinder sowie bellende Hunde. Baheera merkte, wie Sahlim kurz zusammen zuckte, und sanft drückte sie seine Hand. Ihr war sehr wohl bewusst, wie fremd alles für Sahlim sein musste.
Aber er ließ mit einer bewundernswerten Geduld alles über sich ergehen, und insgeheim hatte Baheera sogar das Gefühl, dass es ihm nicht nur faszinierte sondern auch Freude bereitete.
Nachdem die Frauen ihrer Familie Baheera freudigst begrüßt hatten, Sahlim kichernd und mit aufgeregten Worten, die an sie gerichtet waren, betrachtet hatten, wurden sie zu den Zelten begleitet, wo bereits die Reiter ihres Vaters abgesetzt hatten.
Beide wurden sie dann in das große Zelt ihres Vaters geführt, wo Baheera Sahlim ihm vorstellte. Ruhig betrachtete er Sahlim, dann deutete er Baheera mit einer Handbewegung an sich in das Zelt der Frauen zu begeben und Sahlim bei ihm zu lassen. Einen letzten strahlenden Blick, der von Vater nicht unbemerkt geblieben war und ihn ein wenig zum schmunzeln brachte, warf Baheera Sahlim zu, dann begab sie sich in das Zelt der Frauen, wo sie bereits ungeduldig von Mutter und all den anderen erwartet wurde.
Geduldig beantworte sie alle Fragen, während sie zusammen mit Mutter und den Frauen alles vor das Willkommensfest vorbereitete.
Aiwa ich liebe ihn über alles.
Aiwa wir haben Eluives Segen erbeten, Mutter.
Aiwa er ist der liebevollste und gütigste Mann, den
du dir nur vorstellen kannst, Mutter.
Aiwa er hält um die Zustimmung Vaters an.
Flehend richtet Baheera die großen Augen auf Mutter. Lächelnd winkte sie ab, du weißt genau dass Vater, niemals dem Mann, dem du dein Herz geschenkt hast, ablehnen könnte. Außerdem ist er sehr mutig, er hat bereits die Reiter deines Vaters ohne mit der Wimper zu zucken überstanden, er wird bestehen. Eluive ist mit euch, Baheera, zweifle keinen Augenblick daran, mein Kind.
Spät abends unter dem klaren Sternenhimmel fand das berauschende Willkommensfest statt. Sahlim saß neben ihrem Vater, inmitten der Gruppe von den anderen Männern. Gegenüber sie und Mutter umringt von den Frauen ihrer Familie. Getrennt das flackernde Licht des Lagerfeuers konnte sie ihn beobachten, in seine strahlenden Augen sehen, fühlen dass er glücklich war.
Den vielverheißenden Blick den Vater Mutter zuwarf, sowie deren Schmunzeln, bemerkte sie gar nicht, sie hatte nur Augen für ihn, Sahlim.
Es wurde gelacht, von den unzähligen köstlichen Speisen genascht und auch getanzt. Zusammen mit einigen Frauen ihrer Familie tanzte Baheera den verführerischen Bauchtanz nur für den einen, Sahlim ihre große Liebe. Als Abschluss wurde Tee und Datteln gereicht und Geschichten der Wüste erzählt. Diesen Augenblick nutzte Baheera und zog Sahlim an der Hand mit sich fort zu den Pferden, wo ihr Hengst, Südwind, stand.
Salam, mein Schöner hauchte sie ihm über die Nüstern. Dann nahm sie Sahlims Hand und führte sie behutsam über die weichen Nüstern streichelnd. Kurz schnaubte Südwind ein wenig erstaunt auf, dann verhielt er sich ruhig und seine großen schwarzen Augen musterten Sahlim eingehend. Hin und wieder stubbste er ihn sanft an, als er zum streicheln aufhörte.
Siehst du Sahlim, du hast bereits sein Herz erobert. Wenn du ihm noch einen Apfel schenkst wird er nicht mehr von deiner Seite
weichen, meinte Baheera leise auflachend.
[/list]
Verfasst: Dienstag 29. Mai 2007, 03:32
von Sahlim
Sahlim saß nun also gegenüber von Baheeras Vater, welcher Sahlim musternd ansah. Leise murmelten die Männer einige Worte die Sahlim nicht verstand. Ob des grinsens und des schmunzelns der Männer würde es schwer zu sagen, was sie sagten. Sahlim blieb einfach aufrecht auf den Kissen sitzen. Ein leichtes Lächeln zierte seine Lippen, als Samad, Baheeras Vater, anfing lauter zu sprechen. Er richtete die Worte an Sahlim. Fragen stellte er...
Warum meine Tochter? Es gäbe doch soviele Schönheiten in Menek'ur...
Warum solltest DU sie bekommen? Würde Sahlim für sie sorgen können?
Warum sollte ich DIR die einwilligung geben? Würde Sahlim sie glücklich machen?Warum...
Warum...
Elendig lang erschienen die Worte Samad's. Sahlim wusste nun zwar mit sicherheit, dass es Baheera gut gehen würde. Sie war sicher glücklich ihre Familie wieder zu sehen.
Höflich und mit stolzer stimme beantwortete Sahlim all die Fragen Samad's. Er wollte bloß nicht den anschein erwecken zu zweifeln. Höflich und zuvorkommend wollte er sein. Doch wusste er absolut nicht wie er sich bei den Nomaden verhalten sollte, gerade wo seine letzte Stütze von ihm genommen wurde, Baheera. Er war unsicher... in allem was er tat, in allem was er sprach.
Anmerken lies er sich dies jedoch nichts...
Nun fing Samad an, von der Jagt zu sprechen. Die umsitzenden Männer lauschten mitmal wie gebannt, als Samad verkünete.
Am morgigen Tage, werde er den Säbel an den Schnellsten überreichen.
Amüsiert blickten nun die jungen Männer zu Sahlim. Was ihm sichtlich unangenehm wurde... doch war dies nun der Moment wo das Fest beginnen sollte und so gingen die Männer hinaus. Sahlim wurde sogleich ein Platz am Feuer zugewiesen, auf welchem er sich dankend niederließ. Nun vernahm er es mitmal: Er wuchs in der Stadt auf, er schaffts sowieso nicht!...
Unruhig wurde Sahlim ob des gemunkels in der Menge. Doch galten seine Gedanken bald wieder Baheera, welche in ihrem blauen Kleid strahlend zu Sahlim blickte.
Sie fing nun mit anderen jungen Damen... scheinbar die Unverheirateten... an zu Tanzen. Verträumt lächelnd sah Sahlim zu Baheera, bis ihr Vater ihn anstoß. Grinsend richtete er einige Worte an Sahlim. Ehe auch jener wieder zu seiner Tochter blickte.
Sahlim war nun wie hingerissen... die Festtagsstimmung steckte nun auch ihn an. Zögernd verlor er nun Baheera aus den Augen, nun zu den scheinbar unverheirateten Männern sehend. Welche mit ihm scherzten und lachten. Doch immerwieder galt sein Blick, seinem... hoffentlich bald ihm gehörenden Stern, Baheera.
Der Abend schritt voran und langsam schwand die Menge und die Nomanden legten sich zur Ruhe.
Am morgen wachte Sahlim unter einem Zeltdach auf, suchend blickte er sich um. Baheera war nicht hier. Hecktisch sprang er auf. Die anderen Männer waren scheinbar schon länger wach, sie Sattelten bereits ihre Pferde und auch Sahlim wurde nun aufgefordert sich fertig zu machen. So ging Sahlim in das Zelt zurück, welches scheinbar für Gäste war... Sahlim wurde nun ein Blauer Turban greicht, als er sich am umziehen war. Er erkannte nicht wer ihm den Turban umband, jene Person stand hinter ihm, doch war es mit sicherheit eine sehr zärliche und vorsichtige Person. Die Person verschwand rasch nachdem Sahlim sich ein Tuch vor den Mund band. Er legte nun seine Säbelscheide um, welche er geschickt unter dem Umhang verbarg. Er trat wieder aus dem Zelt hinaus, Baheera stand bereits lächelnd mit dem Hengst vor ihm. Südwind, das war der Name des Tieres der Sahlim nun zu Baheera führen sollte. Vorsichtig greiff Sahlims Hand die von Baheera, einige Worte richtete er nun noch an Eluive... es würde bald losgehen... Eluive solle ihm beistehen und dem Hengst die nötige Kraft schenken.
Baheera sah Sahlim glücklich an, als jener auf den Hengst aufstieg. Er warf ihr ein letztes glückliches Lächeln zu bis er schließlich zu ihrem Vater ritt, wo einige andere Reiter sich bereits versammelten. Sahlim wurde nun zunehmend angespnnter... würde der Hengst ihn halten... selbst wenn Baheera nichtmehr bei ihnen ist....
Sahlim verdrängte den Gedanken... er dachte nun nurnoch an das Rennen, welches in kürze von ihrem Vater eingeleitet werden sollte.
So sollte es beginnen, laut riefen die Reiter einige Worte. Ihren Pferden die Sporen gebend preschten sie in die Wüste, unter ihnen Sahlim. Der Hengst kannte den Weg, das wurde schnell klar als sich die Gruppe allmählig auseinander streckte. Der Hengst war schnell... rasend schnell. So wie Baheera von dem Hengst schwärmte. Schonbald war Südwind durch unzählige Dünen geritten, Sahlim schloss seine Augen, fest hielten seine Beine und Arme sich an dem Hengst.
Schonbald merkte Sahlim, wurde der Hengst unruhiger, er blickte nun wieder auf. In der Ferne zwischen den Dünen erkannte er die blauen Gewänder, die blauen Zelte. Doch erkannte er auch einige Reiter, sie kamen nun wieder auf ihn zugeritten. Nahmen ihn in empfang und geleiteten seine letzten Meter zurück zur Oase. Mit einem überglücklichen Lächeln erblickte er nun Baheera welche ebenso überglücklich strahlte. Doch Sahlim aufmerksamkeit wurde von ihrem Vater auf sich gezogen, welcher ihn bat abzusteigen, was Sahlim auch sogleich tat.
Sahlim wurde nun der Säbel überreicht. Stolz nahm Sahlim jenen entgegen, Samad und Sahlim neigten sich achtvoll ihr Haupt entgegen.
Der Ritt durch die Wüste
Verfasst: Dienstag 29. Mai 2007, 17:08
von Baheera Ifrey
Aufgeregt ging sie im Zelt auf und ab.
Baheera, beruhige dich, Sahlim wird es schaffen!
Aber Mutter, was, wenn er.........; daran wollte sie gar nicht denken. Ein Sturz bei dieser Geschwindigkeit wäre fatal, mehr noch tödlich sicher.
Kurz erblasste sie und konnte kaum die aufsteigenden Tränen in ihren Augen vor Mutter verbergen.
Jetzt reiss dich zusammen Baheera. Es wird nichts geschehen. Alles wird gut enden.
Vertraue Eluive, mein Kind.
Ja, das wollte sie ja auch, mit ganzem Herzen, aber Sahlim kannte eben Südwind gar nicht. Er war noch nie auf ihm geritten und nun gleich diese schwere Aufgabe. Sicher, Südwind kannte die Strecke. Oft waren sie den Weg durch die Wüste galoppiert. Aus Spaß und Freude daran. Aber Sahlim nicht, er hatte nur eine Chance dem Hengst und ihren Worten zu vertrauen und bei Eluive, ja sich gut festzuhalten. Den Rest würde der Hengst erledigen, das wusste sie.
Siehst du etwas? Da am Horizont, sind sie das nicht?
Baheera nein ich sehe nichts, außerdem wäre es ein wenig früh.
Ich verstehe nicht wieso du uns alles aus den Zelt in die glühende Hitze jagen musst.
Weil, weil es eben wichtig ist, wir müssen hier sein, ich fühle es.
Stur blickte Baheera zu ihrer Mutter, die nun ein wenig lächelte bei dem Blick. Sie wusste, wie es um ihr Herz stand. Sie wusste, wie man eben Dinge als Mutter von seiner Tochter mit Gewissheit weiß, dass sie Sahlim aufrichtig und bedingungslos liebte, und sie wusste in diesem Augenblick,
um die Angst ihrer Tochter. Und sie beneidetet sie nicht darum, denn diese Angst um das was man liebte, was das wichtigste im Leben war, die würde nie wieder vergehen. Jedes Mal aufs neue kam sie, um dann wieder schnell zu verfliegen.
Sanft legte sie ihren Hand auf Baheeras Schulter mit jener liebevollen Geste ihrer Tochter andeutend, dass sie nicht alleine war. Dass es jemand gab, der wie sie fühlte.
Der folgende Schrei Baheeras versetzte alle Frauen in Aufruhr. Am Horizont konnte man nun eine Staubwolke ausmachen. Dann ein Pferd, war es Südwind?
Aiwa, Mutter das ist Südwind! Jubelnd wirbelte Baheera herum mit strahlenden Augen.
Endlich er war wohlbehalten zurück. Stürmisch warf sich Baheera um Sahlims Hals lachend und weinend zugleich vor Glück.
Baheera, so lass Sahlim doch ein wenig verschnaufen. Drücken kannst du ihn bei dem Fest zu seinen Ehren noch zur Genüge, meint ihr Vater schmunzelnd. Dann zogen sich die Männer in Vaters Zelt zurück, wo Vater ihm dann den Säbel überreichte.
Baheera, komm wir müssen noch einiges für das Fest zu Ehren Sahlims vorbereiten. Es gibt noch viel zu tun.
Überglücklich nahm Baheera zur Kenntnis, dass Vater und auch Mutter
Sahlim vollends akzeptierten, so als wäre er bereits immer ein Teil ihrer Familie gewesen.
Verfasst: Dienstag 29. Mai 2007, 20:01
von Sahlim
- Es verging kaum Zeit, bis ein Fest bereitet war. Sahlim verbrachte die meiste Zeit in dem Zelt Samads, so bekam er kaum mit was sich draussen tat. Samad sah Sahlim nun mit stolzem Blick an. So wie es Baheera vorhergesagt hatte, nun eher mit freundschaftlicher, vertrauter Stimme sprach er zu Sahlim.
Sorge gut für meine Tochter!... Kümmere dich immer um sie! Pflege und helfe ihr, wo sie diese nur benötige! Lass sie gehen, wenn sie gehen muss!...
Klang es doch etwas verlangend, doch merkte man Samad schnell an. Er hatte vertrauen in Sahlim gelegt.
Pass auf deinen Stern auf!
Sprach ihr Vater mit einer, für Sahlim ungewöhnlich erscheinenden sanften Stimme.
Sahlim antworte aufrecht, mit Stolz.
Aiwa! Ich werde meinen Stern schützen und ihr geborgenheit und Schutz schenken!
Diese Worte zauberten ein lächeln in Samads Gesicht. Doch wurde das Gespräch der Beiden schon bald unterbrochen. Ein Mann trat in des Zelt, flüsterte einige Worte zu Samad. Und schon bald sollten die Beiden sich erheben und das Zelt verlassen. Mittlerweile schlich die Sonne vorsichtig über den Horizont. Ein warmes rötliches Licht warf sie auf den Platz der für das Fest bereitet worden war. Sahlim wurde sogleich ein Platz auf einem, mit elden blauen Tüchern überzogenen Stuhl gewiesen, er wirkte beinahe wie ein Thron, auch wenn er es nicht war. Sahlim fühlte sich wohl. Speisen und Getränke standen auf einer Tafel... scheinbar alle hatten sich nun dort versammelt. Doch nur zwei vermisste Sahlim noch. Baheera und ihre Mutter, Anwaar.
Es wurde nun leise und Samad, Baheeras Vater erhob sein Wort.
Wir feiern diesen jungen Mann, der das Herz meiner Tochter eroberte und auch den weiten Ritt durch die Wüste bestand. An Mut und Kraft mangelt es ihm nicht! Freundlich und einfühlsam wird er meine Tocher auf den Händen tragen. So lasst uns jenen Mann feiern, der das Säbel erkämpfte.
Sahlim, aus dem Hause der Ifrey. So wird dein Mann heissen...
Ob jener Worte sah Sahlim sich nun um. Er suchte nach Baheera, welche Samad scheinbar ansprach. Doch finden konnte Sahlim sie nicht. Sie, wie auch ihre Mutter kamen erst zu ende der Ansprache zu den Feiernden. Baheeras zarter Kröper war in den Tüchern ihrer Familie gehüllt und schritt mir dem scheinbar gleichen, eleganten wie auch betörenden Hüftschwung, wie auch ihre Mutter, auf Sahlim zu. Anwaar blieb neben Samad stehen, fasste seine Hand. Wie gebannt blickten nun alle zu Sahlim und Baheera. Sahlim erhob sich, blickte Baheera mit glücklich strahlenden Augen an. Auch Baheera schaute glücklich zu Sahlim auf. Ehe die Beiden sich hastig in die Arme schlossen. Nach einem moment dann, unter dem gejubel der Menge küssten die Beiden sich. Und so sollte die Feier zu Ehren Sahlims beginnen.
Sahlim und Baheera ließen sich nebeneinander nieder, fest legten sie die Arme umeinander. Tranken, lachten und feierten mit all den anderen.
Schwarzer Tee und Datteln waren immerwieder begleitet von lachen und scherzen zu Baheera und Sahlim gereicht. Glücklich und Stolz sollte man Sahlim nun den restlichen Abend erleben, der ausgelassen mit Baheeras Familie feierte.
Der Morgen nach dem Fest
Verfasst: Dienstag 29. Mai 2007, 20:44
von Baheera Ifrey
Sahlim. Du liegst dort auf dem Teppich im Zelt meines Vaters. Als ich meine Augen öffnete, lief ich dorthin, um dich zu sehen. Du bist das erste was ich sehe, heute. Du schläfst. Ganz sanft senkt und hebt sich dein Rücken, ja, du liegst auf dem Bauch, dein Gesicht ist mir zugewandt. Ich bin ganz leise, traue mich kaum zu atmen, während sich in mir wieder diese unbändige Freude ausbreitet. Wie schafft es mein Herz nur so heftig zu schlagen und dennoch beinah unhörbar zu sein? Glücklich bin ich, oh ja. War ich jemals so glücklich? Die aufgehende Sonne verfängt sich so anmutig in deinem Haar, umhüllt es mit einem sanften goldenen Schein. Ich fühle, wie sich ein Lächeln in mir ausbreitet, ja, ich glaube, ich knie hier vor dir und lächle. Es ist dasselbe Lächeln, das du vor einiger Zeit in mir in der Oase geweckt hast. Als wir beide unter den Dattelbäumen saßen und beide jenes dachten, was wir nicht auszusprechen wagten. Was wir beide uns kaum zu glauben trauten und doch fühlten wir das, was nicht in Worten fassbar ist. Liebe.
Sahlim. Leise hauche ich deinen Namen. Ich will dich noch nicht wecken. Noch nicht. Bald müssen wir aufbrechen, bevor die Hitze der Mittagssonne es uns schwer macht. Sanft streicht meine Hand durch dein Haar, während meine Augen dich glücklich betrachten.
Das Fest gestern war wundervoll gewesen. Sie alle, meine ganze Familie, lieben dich und Vater besonders. Er hat nun keine Tochter verloren, sondern einen Sohn gewonnen, hat er spät des Nachts laut verkündet und alle haben gejubelt. Du hast ihre Herzen, wie das meine im Sturm erobert, Sahlim.
Wir sind der Herzschlag der Wüste und du gehörst nun zu uns. Ich habe dein Lachen vernommen und den glücklichen Ausdruck in deinem Gesicht gesehen, als du mit den Männern meiner Familie dich unterhalten hast. Dein Schmunzeln erlebt, als dir die heimlichen Blicke der anderen unverheirateten Frauen meiner Familie nicht unbemerkt geblieben sind. Sie beneiden mich, doch ist es kein boshafter hassvoller Neid wie bei den Festländern, wie ich so oft beobachten konnte. Wir Kinder der Wüste kennen ihn nicht. Sie freuen sich für uns. Die unzähligen Geschenke habe ich bereits in den Satteltaschen von Südwind verstaut.
Nun ist es soweit, geliebter Sahlim. Wache auf!
Wir müssen zurück nach Menek’ur aber wir haben versprochen wiederzukehren. Bald.
Verfasst: Dienstag 29. Mai 2007, 21:25
von Sahlim
Sanft wurde Sahlim nun von Baheeras Händen geweckt. Sie schreckte etwas zurück als Sahlim etwas schwerfällig seine Augen öffnete, wobei er leise seufzte. Seine Augen erblickten, sie... den Stern seines Lebens. Sofort legte sich ein sanfte Lächeln auf seine Lippen...
Nach einem moment dann erhob er sich. Sanft hielt ihre Hand die seine. Sie schritten langsam hinaus. Die Oase war bereits wie am leben. Überall huschten die Leute umher, immerwieder warfen die Personen einen Blick zu dem Pärchen, Sahlim und Baheera. Es möchte nicht lange dauern.. bis die beiden vor Samad und Anwaar standen. Schwer viel Baheera der Abschied nicht, doch viel er ihren Eltern um so schwerer. Es war diesesmal nichtnur ihre Tochter, nein auch ihr neugewonnener Sohn, Sahlim.
Es dauerte eine weile bis die vier Personen sich wieder trennte. Schmunzelnd sah Sahlim nun wieder zu der schar, scheinbar jener Frauen die noch unverheiratet waren. Sie warfen den Beiden diesen neidvollen, und doch glücklichen Blick zu. Baheera stieß Sahim grinsend an, als sie seinen Blick merkte, welcher wohl... wenn auch nur einen kurzen momentlang, den Frauen galt, welche leise tuschelnd lachten und kicherten.
Sahlim warf Baheera sogleich einen unschuldigen, sanften blick zu. Sie kicherte amüsiert auf. Doch waren Baheera und Sahlim zu glücklich um es einander böse zu nehmen. Sanft umschloss Sahlims Hand, die von Baheera. Nachdem sie Samad und Anwaar umarmt hatten, auch Sahlim umarmten die Beiden. So glücklich wendeten sie sich nun um, begaben sich auf den Rückweg, den Weg nach Menek'ur.
Südwind, Baheeras schwarzer Hengst, gehörte nun also Sahlim, er begleitete die Beiden auf dem Rückweg und trug ihr Gepäck. Sanft zog Baheera Sahlim nun richtung Menek'ur, denn nur sie würde Menek'ur wohl wiederfinden können. Sahlim vertraute ihr blind. Er musste es schließlich auch... doch tat er es gern.
Verfasst: Mittwoch 6. Juni 2007, 13:58
von Sahlim
- Lange war es her, seit dem Moment wo er seine große Liebe in den Armen halten konnte, ihr nähe spühren und ihre zarte, wärme und liebliche Stimme vernahm. Tage vergingen, in denen Sahlim kaum mehr als Khalidas Worte über Baheera vernahm. Tage, des Schmerzes... Tage des Hoffen und Bangens... Tage, die sich schwer in Sahlims Gedanken brannten.
War es doch Sahlims Fuß, welcher ihn daran hinderte einfach nach Rahal zu gehen um Baheera zurückzuholen...
Sahlim sah in all dem nun nurnoch eine Strafe der Göttin Eluive. Eine Strafe die Sahlim nicht vergessen sollte. Eine Strafe die ihm die Augen öffnen sollte, ihm den richtigen Weg weisen sollte.
Doch diesen fand Sahlim scheinbar nicht. Den halben Tag lang lag er auf den Kissen, auf welchen er seinen Stern in den Armen halten konnte. ur schwerfällig und von schmerzen begleitet verließ Sahlim das Haus. Er mühte sich auf Südwinds Rücken, welcher Sahlim immerwieder an die schwierige Jagt erinnerte. Stunden die er im blinden Vertrauen zu dem Tier, auf dessen Rücken sich festhielt. Nie würde er Baheeras erleichtertes und glücklich strahlendes Gesicht vergessen als sie ihm um den Hals fiel.
Geplagt von Sorge und Angst trabte er auf Südwinds Rücken durch die Straßen. Sein Fuß stehts mit einem festen Verband stützend. Es gelang ihm kaum noch ein lächeln über die Lippen zu bringen. Er verbarg seine Sorgen und Ängste so gut es ging, doch Khalida und Fuad ahnten mitlerweile sicher wesshalb Sahlim so bedrückt war.
Umsomehr schmerzten Khalidas Worte, sie würde Baheera eine Nachricht von Sahlim zukommen lassen... doch schon wenigen Sätze später verneinte sie es. Es wäre zu Gefährlich für seinen Stern, wenn sie nun eine Nachricht von ihm bekäme.
Sahlim wurde es zuviel und zog sich nun zurück. Das Badehaus suchte er auf, jener Ort wo er seinen Stern wohl zum letzten mal in den Armen hielt und den zarten Rosenduft ihrer bezaubernden Haare vernahm. Jener Ort an welchem er zuletzt ihre Augen hatte so strahlen sehen.
Sahlim sprang ins Wasser, spührte das kühlende Nass und spührte trotz der Entfernung, Baheera war bei ihm. Wenn sie auch in Rahal war, in Gedanken war sie bei ihm. Fest war er davon überzeugt, sosehr das er den restlichen Abend an jenem Ort verbrechte. Wohl einzig und allein desshalb, weil er sich hier mit seinem Stern verbunden fühlte.
Spät Abends sah Sahlim noch zum Sternenhimmel hinauf. Zu jenem Stern, den Baheera den Stern der Liebenden nannte.
Es war eine der ersten und wohl shönsten Geschichten die Baheera ihm zu diesem Stern erzählte...
Einst war es eine Prinzessin die von ihrer großen Liebe getrennt wurde. Vergeblich suchten die Truppen ihres Vaters nach der Frau, doch war es schließlich die Liebe die dieser Geschichte ein gutes Ende bereits sollte.
In trauer um ihren Prinzen weinte die Prinzessin, solange bis auch der Stern der Liebenden eine Träne verlor. Jener Funken, erfüllte das Herz der Prinzessin mit hoffnung. Denn jener Funke, führte ihren Prinzen und die Truppen des seines Schwagers zu ihr, seiner Prinzessin.
Baheera sprach liebliche Worte an jenem Abend... Wenn jemand dem Stern einen weieren Funken entlocken könne. Dann sind wir es!
Mit jenen Worten sah Sahlim nun zu dem Stern auf, ein sanftes Lächeln zog über seine Lippen. Bis er schließlich eine Träne auf seine Wange spührte. Er wischte sie nicht ab, wollte sie nicht verbergen, ließ der Träne ihren lauf. Starr blickte er zu diesem Stern. Wenn ihm jemand einen Funken entlocken könne, dann wir! Baheeras Worte schwirrten immerwieder durch seinen Kopf. Villeicht war es Sahlims einbildung, villeicht zufall... Doch war Sahlim sich sicher, der Stern der Liebenden weinte nun auch mit Sahlim. Ein Funke bahnte sich seinen Weg zu, Horizont, an welchem er im Meer versank.
Villeicht war es ein Zeichen Eluives, villeicht war es einbildung. Doch darüber vermote Sahlim nicht mehr zu denken. Das einzigste was nun noch zählte, war seine Liebste. Jenem Stern der so unendlich weit von ihr entfernt war, das sie nichtmehr zu greifen war. Doch war er gewiss. Sie ist da! Und sie wird zurückkehren. Ganz bestimmt.
Verfasst: Samstag 7. Juli 2007, 23:47
von Sahlim
Wochen vergingen... Und die Sehnsucht zwischen Sahlim und Baheera wuchs. Sie lagen eng umschlungen auf den Kissen in Baheeras Haus. Sie sahen sich sehr lange schweigend an. Die Liebe, die Zuneigung, die Angst und die Sehnsucht konnten sie erkennen, in den Augen des anderen. Leidenschaftlich waren die sanften Küsse und doch waren die Blicke sehnsüchtig. Die Hochzeit, ein Traum aus Sand gebaut?
Es dauerte lange, bis das wohl glücklichste Paar Menek'urs, auf Sharie trafen. Doch kamen sie ihrem Glück kein Stück näher, nein sie mussten einen weiteren Berg erklimmen. Ein Berg der zwischen ihnen und ihrem Glück, der Hochzeit, lag. Sie mussten Sharie ihre Liebe beweisen...
Wochen vergingen... sie sprachen Sharie kein zweites mal... Doch sie trafen endlich einmal auf Amira, jene Frau welche in Menek'ur der Vormund der Familie Masari war. Doch sollte auch das Gespräch mit Amira nicht weiterhelfen. Amira zweifelte Sahlims Worte an, zweifelte an seiner Liebe zu Baheera... sie drohte Sahlim gar damit ihn zu quälen, wenn er Baheera wehtun würde.
Baheera weh tun? ... Sahlim warde mitmal sehr unwohl, liefen ihm jene Worte doch nun eiskalt den Rücken hinab. Baheera weh tun? Niemals!
Sahlim schwör sich schon einige male, jeden einzelnen zu strafen der Baheera anfassen würde.
Doch auch Amira verlangte etwas... sie wollte das Sahlim ihr etwas bringt. Etwas was seine Liebe zu Baheera symbolisieren würde.
Ein weiteres Hinderniss was Sahlim von Baheera trennte.
So gingen Sahlim und Baheera wieder zurück zu ihrem Haus. Eng aneinander geschmiegt, legten sie sich Arm in Arm wieder auf die Kissen. Sie sahen sich wieder eine weile lange schweigend an, es brauchte keine Worte mehr zwischen den Beiden. Sie wussten wie der andere fühlte, wie sie dachten.
Es war früh, die Sonne war noch nicht aufgegangen. Sahlim war bereits auf seiner Echse unerwegs. Liebliche Töne geben sie von sich, sagte Baheera. Scarabäen, Schlangen und Skorpione, allem begegnete Sahlim in der dunklen Wüste... Flammen blitzten auf, von einer jagenden Gruppe Scarabäen. Wenigen Momente später suchte Sahlim jene Stelle auf, die Käfer waren längst weiter gezogen. Da lag etwas im Sand... etwas mit einer sanften rötlichen Farbe. Es strahlte eine anziehende Wärme aus, welche auch Sahlim nicht unberührt ließ. So stieg Sahlim von seiner Echse, wie in trance ging er auf jenen Gegenstand zu.
Es dauerte einen Moment bis er jene warme Perle in der Hand hielt. Eine Perle... leuchtend wie die Sterne, klein und sanft, schön und warm...
Jene Perle erinnerte Sahlim an seinen Stern. Und so blickte er auch gleich auf zum Stern der Liebenden, wie Baheera ihn nannte. Es war ihr Stern, der Stern der Liebenden war jener Stern der Baheera und Sahlim immer verbinden wird, auch wenn sie voneinander getrennt sein sollten.
Doch Sahlim dachte plötzlich an Amira... an ihre Worte... ihre Aufgabe. Jene Perlen... Feuerperlen, nannte Sahlim sie. Wollte er suchen, er würde sie finden und zu einer Kette zusammenfügen lassen.
So machte Sahlim sich auf die Suche. Im Ahnengrab sollte er schon eine weitere Perle finden. Es war vermutlich ein verlorenes Gut, welches nun eine neue verwendung finden sollte... Doch Sahlim sollte sie nicht einfach so erhalten, nein ein Dämon wachte geradezu über jene Perle.
Ein Kampf mit diesem Wesen war unausweichlich, war es doch die Liebe die Sahlim kraft schenkte. Doch schwächte ihn die Erinnerung an Yafiah's Tot. Es war ein langer, schwerer Kampf. Sahlim war schwerßgebadet als er zu jener Perle schritt. Fast schon kraftlos griff er jene Perle und tat sie in die schwarze Tasche, welche er für jene seltsamen und seltenen Perlen fertigen ließ.
Perlen... noch viele mehr müsste er finden... es fiel ihm mittlerweile seltsam einfach jene aufzuspühren, als würde er spühren wo jene Perlen verborgen liegen, macht er sich auf den Weg.
Ein Drache... ein weiterer scheinbar endloser Kampf... ein ewiges hin und her... doch auch der Drache musste nach einer Weile erkennen, das die Macht der Liebe und der Sehnsucht in Sahlim so gewachsen war, dass er beinahe jedem Schmert trotzde. Der Erzdämon trug eine Kette mit einigen dieser Perlen um den Hals, auch jene musste Sahlim erringen. Amira und Fuad waren zur Stellen und halfen Sahlim nun. Mit dieser Gruppe gelang es nach einer weile den Balron zu töten. Sahlim schnitt sich die Perlen vom Hals des Erzdämonens. Es waren bereits einige die Sahlim angesammelt hatte. Doch war die Suche nicht das einzigste...
Sahlim machte sich mit diesem seltsamen dunklen Beutel auf, er suchte nun einen Schmied der jene Perlen zusammenfügen sollte. In Berchgard... Varuna und Rahal suchte Sahlim. Es war wie verhext... wenige der Schmiede wagten jene magischen Perlen auch nur anzufassen...andere waren sich sicher diese Perlen würden Pech bringen... andere sagten diese Perlen seien Wertlos und Sahlim solle sie wegwerfen, sicherlich eine einfache Falle, wie nur ein Festländer sie stellen konnte. Sahlim war gerade dabei aufzugeben und seinen Rückweg anzutreten. Da sprach ihn ein Junge an, reichte Sahlim ein Schreiben und sah ihn mit großen Augen an. Sahlim reichte ihm einige Datteln ehe er den Brief las. Ein alter Schmied schrieb ihn, wollte seinen Namen jedoch nicht nennen. Er nannte einen Ort und einen Zeitpunkt. Schmunzelnd betrachtet Sahlim jenen Brief. War es absolut nicht seine Art auf Forderungen der Festländer einzugehen, musste er es diesesmal wohl tun.
So ging Sahlimzu jenem beschriebenen Ort, eine kleine Hütte am Berg. Sahlim betrat jenes Haus, in dem nur das Licht der glut den Raum flutete. Eine Esse die angefeuert wurde, Gold was geschmolzen wurde und eine Person... Ein Mann... klein... alt... mit einer verrusten Haut.
Sie sprachen kein Wort miteinander. Sahlim legte bloß die Perlen auf einen Platte, welche scheinbar der Esstisch des Mannes war. Die Perlen leuchteten sanft auf jenem Tisch. Der Mann erhob sich, nahm die Perlen mit, an seinen Arbeitsplatz. Lange formte er aus Gold einige Fassungen. Es blitzte einige male auf als er die Perlen in das noch warme Gold fasste. Eine lange Zeit verging in der Sahlim bloß tatenlos auf einem Holzschemmel saß und dem alten Mann bei der Arbeit zusah.
Nach Stunden mühsamer Arbeit erhob sich der alte Mann ächtzend. Er überreichte Sahlim nun jene Kette, mit den in Gold gefassten Feuerperlen, wie Sahlim sie nannte.
Der Schmied sagte zum Abschluss "Jene Perlen formt der Träger, die Perlen formen keinen Träger" sprach seine alte zitterrige Stimme. Sahlim wusste nichts mit jenen Worten anzufangen, er nickte bloß knapp und übergab dem Mann einen stattlich gefüllten Goldbeutel. Sahlim machte sich rasch auf den Heimweg, zulang hatte er seinen Stern schon allein gelassen. Sie hatte sicher jenen freien Tag genutzt um ihre Haare zu waschen und sich ausgiebig zu baden.
In Bajard angekommen erwischte Sahlim gerade noch das Schiff welches bereits dabei war abzulegen, den weiten Weg nach Menek'ur anzutreten.
Es war eine schwere Überfahrt... wusste Sahlim doch das er Baheera nun bald seine Frau nennen dürfen wird, wusste er auch das es noch schwer würde seine Tante Sharie davon zu überzeugen, das Sahlim nur Baheera als seine Frau möchte, das nur Baheera sein Herz besitzt.
Als Sahlim vom Schiff stieg strahlten ihn zwei glückliche Augen an und ein Schleier welches ein verzauberndes Lächeln offenbarte. Sahlim fasste Baheeras Hand nachdem sie sich umarmten. Sie schritten beide nun Hand in Hand zum Haus zurück und sollten für jenen Abend wieder glücklich vereint beieinander sein. Und so schliefen sie auch an jenen Abend ein, gücklich hielten sie das Geschenk Eluives in den Armen.
Verfasst: Dienstag 18. September 2007, 15:11
von Sahlim
- Es war bereits einige Wochen her, seit Armaiti das junge Paar durch den ewig währenden Bund der Ehe verband. Vor Eluive und dem fasziniertem Volke der Menekaner besiegelten die Beiden ihren Ehebund mit einem von Liebe erfüllten Kuss. Die Feier am Abend war wunderschön, edle Speisen und kostbare Säfte und Weine wurden gereicht. Doch der glänzenste und schönste Anblick an jenem Abend war wohl doch jener der Braut. In weisse Seide gehüllt, mit zarten Diamanten verziert. Ihre Haut glänzte sanft goldig und ihr Haar war zu einem Zpf gebunden, in welchem sich auch wieder edle Steine und wohlduftende Blumen fanden.
Eines wurde an jenem Abend offenbart...
Eluive führte das junge Paar aneinander und ließ ihre Herzen schon lange vor dem Bund der Ehe, für einander schlagen.
Armaiti war es, die den Bund der Ehe besiegelte und Eluive war es, die jenen Bund in ein sanftes Tuch der Liebe und Leidenschaft hüllte.
Tage vergingen in denen die Flamme der Liebe noch weiter entflammte, Baheera wie auch Sahlim spührten deutlich das ihre Seelen für einander geschaffen waren, ihre Herzen nur füreinander schlugen. Es war der sanfte Hauch der warmen Wüstenluft der Sahlim aus seinen Gedanken riss, war es doch bloß noch das Antlitz der einen, welches er nun überall zu erkennen glaubte. "Sahlim" klang es mit einer ungewohnt ruhigen Stimme Fuads. Du kümmerst dich sehr und die Akemi, das blieb mir und den anderen nicht verborgen, so möchte ich dich, als mein Gefährte und mein Cousin in den Rang des Jikban stellen. Fortan wirst du des Emirs Truppen ausbilden und das Wort über sie ergreifen.
Stolz durchfurh Sahlim, obwohl er es nicht wahrhaben wollte. Zunächst verband Armaiti sein Herz mit dem, für welches seines schulg, und anschließend ernannte sein Cousin ihn zum Jikban.
So würde es also kommen, die Zeit in dem ihm nichtnur Baheera gehört, sondern auch die Akemi des Reiches seinem Worte unterstehen würden ebenso wie die Jemaat.
Und so sollte er in Zukunft voller Stolz seine Worte sprechen;
Ich bin Sahlim, Jikban Janitshars der Menekanischen Armee, angehörig dem stolzen und emirtreuen Hause der Ifrey.
Einigen wird er es mit sicherheit offenbaren, welchem von unendlicher Schönheit geprägtem Wüstenstern er sein Herz geschenkt hat.