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Die Entführung des Farion Lefar

Verfasst: Mittwoch 23. Mai 2007, 22:00
von Ian Vondran
Die Taverne war leer. Er war zu spät gekommen! Verdammt!! Wie konnte es nur dazu kommen, dass er gerade in diesen Augenblicken in denen ihn sein Freund und Mentor am ehesten hätte gebrauchen können, diesem nicht beistehen konnte?! Hilflos schnaufte er im Wechsel zwischen Trauer, Sorge und Wut, Wut über seine eigene Unzuverlässigkeit! Deutlich war dem Ordensritter die Sorge und Haltlosigkeit anzumerken, presste dieser doch einen Fluch nach dem anderen aus seiner Kehle heraus. Er war am Ende seiner Nerven. Es war nun belanglos ob er Anstand und Bedachtheit wahrte; es war unwichtig ob er sich gehen ließ. Mit einem Schlag war alles Vergangen, alles wofür er stand, belanglos. Er wusste dass Farion in eine Falle laufen und als Geisel genommen würde So war sein einziges Ziel: Seinen Freund und Mentor zu erretten.

In Richtung Rahal jedoch, fiel ihm schon die Gruppe auf, die sich um den Paladius gestellt hatte, der in aller Bedachtheit die man in solch Situation an den Tag bringen konnte, mit gefesselten Händen von zwei Rittern der Finsternis flankiert wurde. Im Zwispalt zwischen ungewohnter Angriffslust, Hass und schierer Verzweiflung fiel er vor dem Gefesselten auf die Knie und kümmerte sich reichlich wenig um die 10 Mann, die sich bewaffnet um ihn taten. Grenzenlos die Loyalität zu seinem Bruder, verharrte der Ordensritter vor ihm und erbat um Wort seines weiteren Handelns. Die Schwerter im Nacken schienen ihn in keinster Weise zu interessieren, just dem Ordensvater galt der Respekt, die Anerkennung, die Bruderschaft. Jener Farion jedoch, bewies sich in seinem Stand als Paladin. Gütig formten seine Züge ein warmherziges Lächeln was dem kniendem Ian galt. >>Gehe nun, mein Bruder<<. Den Worten leistete er das erste Mal in seiner Verbundenheit und Loyalität nur zögerlich Folge. Er wollte am liebsten all seine Lehren vergessen, alle Worte der Bedachtheit und Tugend ignorieren, die Klinge erheben, der Raserei der Verzweiflung verfallen. Das erste Mal nach langer Zeit fühlte er, wie seine Geistlichkeit der Menschlichkeit weichen wollte.

Sanyarin, die Tochter des Paladius sank unter Tränen in die Arme von Ian. Tatenlos musste sie mit ansehen, wie jene ihren Vater geißelten. >>Du, wehe wenn du ihm was antust<< Mehr brachte das junge Geschöpf nicht mehr aus der schmerzenden Kehle. Ein Netz aus Tränen hatte sich unlängst auf den Augen Ian’s gebildet und es schien so, als drohte es zu reißen. Doch es war nicht die Zeit zu trauern, nicht die Zeit sich der Verzweiflung hinzugeben.

So würde er die Klinge erheben, notfalls auch alleine. Die Phrasen der Hoffnungsträgerin nieder beten, sich sammeln und auf ein Zeichen, auf Erleuchtung und neue Kraft der Temora hoffen. Auf dass sie ihm beisteht und die Kraft geben wird, auf dass ihre Hand schützend über dem Paladius liegt, auf dass jener ausharren mag, bis dass sein „Sohn“ ihn befreit.

[to be continued]

Verfasst: Mittwoch 23. Mai 2007, 22:44
von Minuial
Am Abend Es war kalt und er war in den kerkermauern der Rahaler im oberen raum um qualen erleiden zu müssen die nie hätte sein müssen. Man zwang ihn ein Schreiben aufzusetzen um seinen Mentor und Paladin in eine Falle zu locken oder wenn er das nicht täte ein unschuldiges Leben dahin gehen musste. Er war am zweifel und hilflos da er nicht wußte was er tun sollte ob nun seinen eigenen Paladin in die Falle zu locken oder durch ihn ein unschuldiger Menschen sterben musste. Vielerlei gedanken gingen ihm durch den Kopf. Doch schweren Herzens endschied er sich für das aufsetzen eines Briefes. Nachdem die Gardisten ein Holzkohle stift und ein Pergament holten und er es dann in die Hand gedrückt bekam fing er unter qualen und leiden an zuschreiben. Nachdem er dieses Schreiben fertig brachte übergab er es den Gardisten und sah es von da an niewieder und wurde in seine kalte und Graue Zelle zurück gebracht. Viele Gedanken gingen ihm durch den Kopf wie könne er nach dieser Schandtat seinem Paladin nur unter die Augen treten. Er konnte in dieser Kalten und Finsteren nacht kein Auge zu machen wegen der Quälenden gedanken um das ergehen des Paladins.


Am Tag zur 21.Stunde gingen Plötzlich die großen schweren Tore auf und danach die Gittertüren und plötzlich konnte er seinen Augen nicht trauen und ihm Kulterten große Tränen den Wangen herunter als er seinen Paladin durch die gittertüren gehen sah gefesselt an einem seil und vor ihm 2 gardisten die ihn mit gewalt in den kerker zogen. Der Junge Minuial rief nach dem er den Paladin sah >>>>>PALADIIIIINNNN<<<<< doch anscheinend wurde dieser ruf nicht gehört und der Paladin wurde in der zelle Gegenüber eingesperrt. Minuial konnte es nur noch in einem Tränenmeer mit ansehen und er fiel auf die knie weil ihn seine kraft verließ........

Verfasst: Mittwoch 23. Mai 2007, 23:11
von Sanyarin Ar´states
Weinend saß sie im Zimmer ihres Vaters. Das oberste Gemach eines der Kirchentürme des Ordens. Die Tränen... sie wollten und sollten kein Ende nehmen... Ob der Hilflosigkeit... Ihrer Sorge... Ihres Hasses... Hasses...? Nein... dies ward es nicht... ward ihr jenes Gefühl doch fremd... Doch so ihre Gedanken den Ehrlosen galt, vermochten sich ihre Hände zu Fäusten ballen.
Die Worte ihres Vaters hallten in ihrem Kopfe... „Sollte irgendetwas geschehen... Ich flehe Dich an, Sanyarin, halte Dich zurück...“. Und sie tat, was ihr Vater befahl... Sie wusste, schon als die zehn Mannen die Taverne betraten, was geschehen würde...
Und so all die Bilder in ihrem Kopfe umherwirrten, drangen immer wieder die Worte des alatarischen Ritters an ihr Herz. Sie solle zurückkehren... gen ihrer „närrischen“Göttin beten...

Beten... für ihren geliebten Vater...
Angst und Sorge... Hilflosigkeit und ein Gefühl, was ihr fremd ward... Nie zuvor hatte sie sich selbst so erlebt... So eilte sie in Richtung ihres Vaters, ihn zu befreien, doch ward sie gehalten vom, für sie viel zu mächtigen Arme des Ordensritters. Immer wieder rief er ihren Namen, die Hoffnung inne tragend die junge Heilerin zur Vernunft zu bringen. Doch von jenem gerüsteten Arme gehalten versuchte sie unermüdlich sich Freiheit zu erkämpfen und ihr nackter Finger mochte gen des alatarischen Ritters gerichtet werden. Drohungen... Worte, gesprochen eines verzweifelten Herzen...

So ward die Bitte an sie herangetragen zu fliehen gen des Ordens, diesen nicht zu verlassen... Jener dunkle Recke, welcher umzingelt von Menekanern, mochte verommen haben das sie die Tochter jenes Paladius ward...

Heim, gen des Ordens... Allein...

Weinend im Gemache ihres Vaters.

Verfasst: Mittwoch 23. Mai 2007, 23:33
von Sarel
Die tat war vollbracht und Sarel, der Kerkermeister und Initiator des heutigen Unterfangens lies das Geschehn vor seinem Auge Revue passieren.

2 Tage war es her, als er auf dem Rückweg von Bajard nach Rahal auf jenen Ordensstreiter traf, der so nur wenige Schritt entfernt von den Toren Rahals doch scheinbar ahnunglos kaum Widerstand leiste. Es war ein einfacher Fang gewesen, doch einer mit Tragweite.
Gestern brachte er ihn in die Folterkammer, überhäufte ihn mit Fragen über den Verbleib des Schwertes das den Drachen verwundete, über sein Wissen, seine Absichten, Aufträge und vielerlei mehr. Doch die Schmerzen schienen ihm nichts entlocken zu können. Er schwieg bis zur Ohnmächtigkeit. Doch als Kerkermeister hat man mehr Möglichkeiten als körperliche Folterungen. Schon eine ganze Weile war eine Frau in den Zellen, eine Unschuldige die nun vor den Augen des jungen Streiters auf die Streckbank gelegt wurde. Flehend sah sie ihn an, und er wusste sogleich das nur er sie retten konnte. Und so erzählte er und so schrieb er jenen Brief der dem Paladin heute zum Verhängnis wurde.


Heute .. gut und gerne 10 Recken zogen aus um des Panthers Beute zu erlegen. Die Erhabene Ahad, 2 Ritter des Herrn, die Maga der Garde, 3 Gardisten mit ihm zusammen und das Banner der flammenden Greifen folgten dem Ruf des Herrn. Sie sammelten sich im Wald nördlich der Taverne Tirells, dem vereinbarten Orte des Schreibens das jener junge Recke schreiben musste. Man sandte Späher aus die benachrichtigen sollten so jener Paladin auftaucht. Es dauerte eine ganze Weile, doch er kam und er lief in die Falle. Die Maga versperrte den Zugang mit ihren Kräften, die Gardisten um ihn herum umringten den tapferen Recken, der Rest hielt sich zurück. Doch es reichte Farion Lefar zu überwältigen. Die Ranken die sich um dessen Füsse aus dem Erdboden herumwanden liesen kaum Gegenwehr zu und so war er rasch überwunden. Man band ihm die Handgelenke zusammen, ein einfaches Seil. Und mit Jenem wurde er abgeführt, hinaus aus der Taverne, gen Rahal. Doch der Weg war beschwerlich. Es stellten sich doch einige in den Weg der Gruppe, doch nur um zu erkennen das sie der Übermacht nicht gewachsen waren. In all dem Trubel fiel es ihm nicht auf das der Ritter Rasakar nicht mehr unter der Gruppe weilte...

Rahal war erreicht. Der Paladin eingeschlossen, vor den Augen des Verräters dem die Tränen in den Augen standen. Welch Schmach für ihn.

Doch was war mit dem Ritter? ...Würde er dafür die SChuld zugesprochen bekommen? Traf den Ritter die Schuld weil er nicht bei der Gruppe blieb?
Egal wie, der Paladin war Gefangen und ein weiteres Mal nach dem Giftanschlag auf Varuna fühlte er sich doch irgendwo erfolgreich, zufrieden kann man meinen. Die Zeit wird es zeigen ob Alatar ihn dafür belohnen wird oder nicht ..

Verfasst: Donnerstag 24. Mai 2007, 14:03
von Sanyarin Ar´states
Es mögen einige Stunden vergangen sein... vielleicht ward es auch nicht einmal eine. Noch immer saß die junge Heilerin auf den nackten Fließen des Gemaches... Der Umhang, welchen sie trug, mochte lediglich einen
seichten Schleier eines hoffnungsweckenden Blau in dieses Bild zaubern.
Ihr Oberkörper ward ein wenig auf eine große, metallene Kiste gelehnt, welche die Spuren ihrer Tränen noch immer aufzeigte. Die weißblonden Haare des Mädchens hingen leblos an ihr herab, mancherlei Strähne mochte an ihren Wangen kleben...

So mochte sie ihren Namen vernehmen, gesprochen der Lippen ihres guten Freundes, welcher schon in Kindertagen der ihre ward. Ian. Jener Ordensritter, welcher schon am Orte des Verderbens zu ihr stand und sie zu trösten versuchte. Nur langsam betrat er das Gemach seines Mentors. Jenen Raum, in welchem der Paladius schriftliche Angelegenheiten zu bearbeiten pflegte. Ruhig war seine Stimme, von einem Hauch Hilflosigkeit geprägt, doch musste er schnell feststellen, dass es nicht in der Kraft der einsamen Tochter lag, seiner Worte Antwort oder gar Beachtung zu schenken. So mochte er niederknien... jener sonst so stolze Ordensritter. Knien auf die kalten, toten Bodenfliesen des Ordens, nieder gen der jungen Seele.
Vorsichtig wanderte seine Hand gen des Kopfes der jungen Frau und ehe ihr eine trostspendende Berührung schenken konnte, mochte ihr verweinter Blick es schaffen, jenen Manne für einen Augenblick zu lähmen.


„Ich will ihn nicht verlieren... Sie sind... ehrlos... Sie sind... skrupellos... Ich will ihn nicht verlieren...“.

Wahrlich wusste Sanyarin ob der Macht welche ihrem Vater zuteil wurde und doch ward ihr Glaube nicht so weit genährt, als dass sie blind zu Vertrauen wusste.

Doch als wüsste jenes Schild Temoras was der jungen Heilerin Ruhe spenden würde, nahm er jene, für einen Schwertführer wahrlich sanfte Art in seine Arme. So streichelte er die ihren Haare, lies jene weinen...
Denn wahrlich... es mochte gewirkt haben, denn nach langen Momenten, vielen vielen Atemzügen mochte die Tochter des entführten Paladius endlich eingeschlafen sein.

Zur Ruhe... kam sie wahrlich nicht, denn ihre
Tränen nahmen kein halt und auch die Atmung ward unruhiger Natur.

Doch nicht nur... ob jenes Schicksalsschlages...

Verfasst: Donnerstag 24. Mai 2007, 14:05
von Rothen Medis
Die Tore des Kerkers schlossen sich vor ihnen, nachdem die schwer gerüstete Gruppe zusammen mit ihrer „Beute“ darin verschwunden war. Cregan und Rothen verharrten in einigem Abstand vor dem Gebäude. Es wäre eine Armee nötig um sie noch einmal in ein solches Gebäude zu bekommen. Allein der Anblick des Kerkergebäudes lies in Rothen einen leichten Groll aufkeimen.
Während des Wartens lies Rothen das gerade eben Geschehene noch einmal Revue passieren.

Als sie durch das Stadttor Rahals ritten war der Großteil der Gruppe schon versammelt und kaum waren die Pferde angebunden setzte sich der Trupp auch schon in Bewegung.
Etwas nördlich der Taverne kam der Trupp zum stehen und Cregan und er wurden von Sarel voraus geschickt um nach zu schauen ob der Paladin schon eingetroffen war. Sie würden wohl weniger auffallen, als ein Gardist Rahals. Bei ihre Ankunft war außer dem Wirt niemand anwesend, aber sie mussten nicht lange Warten bis der der Paladin eintraf.
Nachdem Rothen daraufhin die Gruppe im Wald informiert hatte ging alles recht schnell. Die Gardisten drängten den Paladin in eine Ecke und nahmen ihn, trotz leichtem Aufkeimen von Gegenwehr, ohne große Probleme in Gewahrsam.
Umringt von der schwer bewaffneten Truppe wurde der Gefangene aus der Taverne in Richtugn Rahal geführt.
Von den Störenfrieden, die versuchten die Gruppe aufzuhalten bekam Rothen nur am Rand etwas mit, da er den Weg Richtung Rahal auskundschaftete um sicher zu stellen, dass sie keine bösen Überraschungen erleben würden. Doch schienen die die Störenfriede kein Problem dar zu stellen, denn recht zügig war die Grenze des Reiches erreicht und kurze Zeit später kamen schon die Tore Rahals in Sichtweite. Sobald sie in der Stadt waren, hatten sie geschafft...nun gab es kein Entkommen mehr für den Paladin...


Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen schwang sich Rothen in den Sattel, als er sich mit Cregan auf den Rückweg zum Lager machte...

Verfasst: Donnerstag 24. Mai 2007, 15:46
von Farion Lefar
Dünne Sonnenstrahlen durchtrennten das Himmelsfirmament. Fielen nieder auf das Ordensgelände und bescheinen idyllisch die Blumen, und Statuen. Jener Tag war ein guter Tag. Und doch sollten die Grauen Wolken aufziehen, um jenem Licht die Kraft zu nehmen.
So begab sich der Blauschopf auf einen Brief hin wie geheißen zu jenem Gasthof welcher nahe der alten Magier-Akademie sein Stand hatte. Ungewöhnlich, für einen Ordensbruder sich an diesen Ort mit ihm zu treffen. Zu nahe war dieser an den Grenzen des Dunkelreiches. Zunahe an Ketzerei und Frevlerei. Nichtsdestotrotz wollte er an diesen Ort sich wage, jedoch vorsichtig war der Paladin alle mal wieder. Zuviel hatte er in dieser Welt schon durchlebt. Und so bettete er das Knie auf dem Kissen welches vor ihm die Kanzel des Altars schmückte. Beide Ellen seiner Arme lagen ruhig auf dem gebeugtem Knie. Die blassen Lippen zelebrierten Worte von tiefen Glauben, Worte entsprungen aus seinem Herzen, und seinen Gefühlen.



-Oh Temora-,
-So bitte ich dich inständig um deine Gnade-,
-Deine Güte, und deine Warmherzigkeit-,
-Mir aufzuerlegen deinen Schutz-,
-Geprägt durch alle Sieben-,
-In Zeichen der Demut-,
-Um zu widerstehen dem Dunkel auf dieser Welt-,
-Um jene zu Bannen-,
-Um andern dein da sein zu Verkünden-,



Mit jedem Satz spannte sich ein Netz aus Licht um den betenden Gläubigen. Dieses fokussierte Leuchten, pulsiert stark und schnell. Tauche die Glieder des Blauschopfes in reines Licht und umnetzte es mit ihrer göttlichen Kraft.
Geboren ward die Rüstung aus tiefsten Glauben. Und erhoben der Paladin, als er aus seiner knienden Pose sich wieder langsam erstarkte. Das Licht welches sich wie Adlerschwingen in der Luft hielt, zog sich folgend wie ein warmer Lufthauch in seine Schwertscheide zurück. Als hätte diese es wieder aufgesogen. Dankend der Tugendbringerin, verneigt sich der Paladin vor dem Ordensaltar und bekreuzigte seine Brust. Als dieser folgend aufbrach um Bruder Minuial zu treffen.



Angekommen am Wege welcher zu der zerstörten Magier-Akademie führte, kreuzte ein Pferdeherr seinen Weg. Nicht lange musste man diesen mustern, um zu erkennen das Siegel der B-E-W. Wohl der Burg-Eisenwart. Viel hatte der Paladin über diese Gemeinschaft noch nicht in Erfahrung gebracht. Jedoch drang ihr Ruf des Chaos in jede Ecke des Landes. Nach einer kurzen Konversation mit diesen. Welche sich darauf ausmachte den törichten Mann eine Lektion in Sachen wahren Glauben zu erteilen. Jedoch ward dieser an der forschen Art des Paladins selbst etwas überrascht. Und wendete sich mit Worten welche ihm dem Rückzug brachten heraus. Und doch fand der Blick des Paladins an ihm was besonders….


Entlang des Weges, führte dieser ihn an dem besagten Platz. Kurz überflog er die Gegend mit prüfenden Blick. Zwei Personen unterhielten sich am Tisch. Nichts Besonders offenbarte sich dem Auge des Paladins, und doch wahr ihm unwohl zu Mute, zu nahe war das Reich Alatars. Als er den Türbogen passierte erwiderte er ein kurzes Nicken. Als er dann ein vertrautes Gesicht wieder erkannte. Bruder Ian musste ihr davon erzählt haben. Trotz aller Überraschung lies er sich nichts anmerken. Und Schritt vorsichtig über die Dielen am Boden, herüber zum Wirt. So dauerte es nicht lange. Jene Ruhe an diesem Ort sollte schon bald gebrochen werden. Das Trampeln von unzähligen Füssen, im Gleichschritt. Durchdrangen selbst die Wände des Hauses. Dunkle Gestalten huschten von einem Fenster zum andern. Und flossen zu zahlreich auf die Tür des Gasthofes zu. Einige gekleidet in der Farbe Rahals, und andere berobt. Auch die Anwesenheit Alatars war zuspüren. Als dieser seine Flüche über ihn auszustrecken vermochte. Wortgewandtheit stand diesem Auflauf jedoch nicht hoch zu Stirn. Wo ihre Helme fest, und ihr Schild breit waren. Selbst arkane Aufmerksamkeit zog sich auf den Paladin. Es schien als würde das Licht die Motten förmlich anziehen. Spätestens in diesen Moment, war dem Blauschopf klar das mit Bruder Minuial was passiert sein musste. Und jene Mannen vor ihm damit was zu tun haben müssen. Schnell umstellten sie ihn, hoben ihre scharfen Schwerter. Sprachen ihre blinden Glauben aus. Mit solch einer Vielzahl war nicht zu rechnen. Und doch musste der Paladin wieder etwas dazu lernen. Das ein blinder Glaube, der Glanz des Goldes, wie auch die Machtbesessenheit, ein frommes Herz in Dunkelheit wiegen kann. Und zu solchen Handlungen peitschte. Ihre schnellen Worte waren wie verbreitetes Gift. Er solle sich ergeben, seine Arm von sich strecken. Sich fügen. Binnen in einen Augenblick durchlief der Blick Farion`s die Gesichter aller Anwessenden. Herbei wanderte seine rechte Hand auf dem Knauf des Schwertes. Jenes Instrument der Geweihten selbst. Als dies einer der Dunkelgekleideten kommen sah, strich er mit seiner Klinge durch die Luft. Worauf sich der „weiße Stahl“ offenbarte und sich in das feste Metall des entgegenkommend Schwertes grub. Einige der Angreifer würde er mit Sicherheit auf den geistigen Pfad schicken bevor er selbst von Temora geholt werden würde. Jedoch galt es Bruder Minuial zu finden. Seine Seele noch so jung, und schon befleckt mit dem Dunkel Rahals. Das Schwert welches das Licht in die Augen der dunkeln-Streiter trieb, brachte einen von ihnen ganz aus dem Konzept. Und doch wurden sie von einer Stärke heimgesucht diesem zu wieder stehen.
Alatar war präsent.
Nicht lange brauchte der Paladin zu überlegen, dass ein Opfer-Tod hier nicht viel bringen würde. So würden die Unwissenden ihm mit Sicherheit in ihre Stadt führen. Dort wo Bruder Minuial sein würde. Ein Paladin mitten in Rahal. Ein Paladin nahe dem Alka. Viel hatten diese Mannen wohl nicht bedacht um ihre Stadt, ihren Glauben solch einer Gefahr Temoras auszusetzen. Ein Gesandter ihrer im Herzen des dunkelsten Reiches. So führte er die geheiligte Klinge wieder zurück in ihre Scheide. Und ließ sich mit diesen Gedanken, die schwer gepanzerten Hände zusammen binden.
Abgeführt und hinterher gezogen, sollte sich das Bild makabern. Für jene Augen welche vor dem Gasthof dies sehen mussten. Selbst seiner Tochter blieb dieser Anblick nicht fern. Als er an ihr vorbei geführt wurde. Selbst Bruder Ian überkam jenes Gefühl gegen dieses „Unrecht“ anzugehen. Töricht und mit entschlossener Blindheit ging er auf die Vielzahl der Mannen los. Um nieder zu knien vor ihm. Kurz besegnete er ihm mit Aufmerksamkeit und vermittelt ihm das er sich keine Sorgen mache solle. Als auch schon wieder ein Ruck an dem Seil passierte, und den Paladin zum weiter gehen Zwang. Selbst ein langer Freund, welcher die Natur zu formen vermochte, hieß dies alles nicht gut. Jedoch zu wagen einzugreifen, diesen Augenblick mit Blut zu besudeln und Leben zu beenden. War es selbst dem Paladin nicht wert. Und so wurde dieser nach Rahal gebracht. Um dort in einer Zelle sich seiner Fesseln zu entledigen. Wie noch viel wichtiger, Bruder Minuial hoffend wieder zu sehen……………

Verfasst: Donnerstag 24. Mai 2007, 16:42
von Sarah Mendor
Sie las verstört den Zettel der im Ordenshaus hing und löste in ihr einen kleinen Orkan aus. Das konnte nich wahrsein..Er hatte sie doch kurz davor noch gefragt ob sie mitkommen wollte, weil Minuial irgendwas bei den ruinen der alten Magierakademie fand oder ähnliches..

Sie konnte weder weinen noch schreien und ihre Angst um den Paladin ließ sie fast verrückt werden.
So bemerkte sie nicht wie sich vor ihr auf dem boden, den sie mit den fingerspitzen berührte,
langsam eine kleine Wasserpfütze bildete und als sie diese schließlich sah, wischte sie mit den händen durch und schüttelte nur den Kopf. Darüber konnte sie sich nun wirklich nicht freuen in dem Moment, auch wenn sie eine deutliche Verbindung zum Lied hatte.

Sarah betrachtete ihr Gesicht in dem pfützchen. Er hätte nicht gefangen genommen sollen, wieso hatte sie ihm nicht einfach gesagt das sie ein schlechtes Gefühl hatte, so hatte sie es als kränkeln abgetan.. Sie vergrub ihr Gesicht in den Händen und betete schließlich die ganze Nacht zu Temora, ehe sie erschoepft auf den Stufen einschlief.

Verfasst: Donnerstag 24. Mai 2007, 19:57
von Ian Vondran
Wahrlich fiel es dem Ordensritter nicht leicht gefasst mit den Geschehnissen umzugehen. Doch wer sonst, außer er sollte nun beruhigend und tröstende Worte für seine alte Freundin, die Tochter seines Mentors und Ordensbruders sprechen?! Er hatte sich mittlerweile seiner Rüste entledigt und in die Gewänder der alten Tage gehüllt, deren kräftig, weiße Farbe grell schon, strahlte.

Mitleidig gewährte er Sanyarin den Schutz und den Trost in seinen Armen, die sich sanft an ihren Körper geschmiegt hatten. Vielleicht würde er sich auch selbst dadurch ablenken, für wenige Augenblicke vergessen, dass auch er der Trauernde ist.

Verfasst: Donnerstag 24. Mai 2007, 22:41
von Minuial
Es war die 20.Stunde am Abend als Minuial zur gerichtsverhandlung gebracht wurde und ihm die Strafe verhängt wurde. Man brach ihm zweimal den Kiefer Saß ihm eine Narrenkappe auf und setzte ihn zur krönung noch auf ein Pferde rückwärts und schickte ihn mit samt dem Pferd zur Ordenskirchen hinten drauf ein weiterer Gefangener der aber bewußtlos auf dem Pferde lag. Als Minuial an die Ordenstore kam standen dort schon seine Ordensgeschwister Sanyarin, Ian und Galen. Freudentränen liefem ihm die Wangen runter da er wieder in seiner Heimat war bei seiner Göttin Temora und seinen Ordensgeschwistern in der Ordenskirche.

Alle sahen ihn Erschrocken mit Tränen an doch Minuial konnte nichts tun. Er sprang vom pferd unter Schmerzen und zog den Bewußtlosen mitgefangenen vom pferde. Minuial meinte unter Schmerzen >>>meine Ordensgeschwister ich bin wieder da mit einem Mitgefangenen er braucht hilfe<<<<<<<< kurz darauf als er dies sagte verließen ihm seine kräfte und er viel zu boden . Das einzigste was er mitbekam war das er in die Ordenskirche getragen wurde ..........

Verfasst: Samstag 26. Mai 2007, 12:10
von Sorcha Llastobhar
„Drei Abende?!“ Der Ausruf war recht deutlich gewesen und vielleicht hatte sie Herrn de Vaskar ja Unrecht getan aber in ihrem Kopf hämmerten sich immer wieder diese Worte ein. Hatte er ihr gerade gesagt, dass Farion Lefar bereits seit fast drei Abenden verschleppt war? Und ausgerechnet nach Rahal? Wieso hatte man das Kloster nicht sofort informiert? Es war die pure Unverständnis die sie dem Mitglied des Ordens entgegenbrachte, welcher auf sie einredete und Entschuldigungen über Ausflüchte vor sich hinplapperte. Am Kloster wäre vor zwei Tagen niemand gewesen, so ein Unsinn! Ein jeder der das Kloster besuchte wusste dass auch Nachrichten angenommen wurden; Herr de Vaskar wäre nicht zuständig für so etwas sondern der Stellvertreter des Ordens, Sir Vondran. Musste man für eine Nachricht zuständig sein wenn ein heiliger Krieger Temoras gefangen genommen wurde? Herr de Vaskar schien ihren Worte nicht einmal richtig zuzuhören, geschweige denn sie verstehen zu wollen. Irgendwann wandte sie sich ab, sie musste zum Kloster und seine Hochwürden Bescheid geben und danach sofort Lady von Elbenau informieren, denn laut ihren eigenen Worten am heutigen Morgen wusste sie genauso wenig wo Sire de Lefar steckte.

„Wieso erfahre ich das durch euch?“ die Reaktion seiner Hochwürden war beinahe so, wie sie erwartet hatte und das Unverständnis wich auch nicht aus ihm, eine kleine Beruhigung dass Sorcha nicht überreagiert hatte. Seine Hochwürden wollte sich umgehends aufmachen, erst zum Haus des Ordens, danach nach varuna, wobei man am Orden selbst niemand antraf. Während des Weges malte sich Sorcha schweigend aus, was in jener bereits verstrichenen zeit alles hätte geschehen können und einige weniger schöne Gedanken überkamen sie dabei, ehe man letztendlich das Schloss erreichte und nach einigem Warten Lady von Elbenau sprechen konnte.

„DREI ABENDE?!“ Der Reaktion der Ritterin nach wusste sie also wirklich nichts über das Schicksal des Paladin und mittlerweile begann die Unruhe zu wachsen. Es wurde überlegt und gegrübelt, und selbst als der Hauptmann mit einer „Eilmeldung“ über die Entführung von Sire Lefar ins Schloss kam, wurde weiter nachgedacht. Die Entscheidung, wie man weiter vorgehen würde, wurde den Anwesenden jedoch alsbald abgenommen als ein Brief aus Rahal eintraf. Sorcha selbst verließ die Runde zu später Stunde, ihr Kopf schmerzte und sie fragte sich, was das nächste Übel sein würde das auftreten würde.

Als sie endlich im Bett lag, schloss sie ihre Augen und gab sich dem wohltuenden Schlaf hin. Sie schüttelte noch einmal sacht den Kopf. Drei Abende … blieb nur zu hoffen dass es dem Paladin soweit gut ging. Temoras Segen sollte ihn in jenen Stunden begleiten.

Verfasst: Samstag 26. Mai 2007, 21:29
von Darna von Hohenfels
Wenn Geschichte sich wiederholt...

Es war fast makaber, daß sie Luczilla vermisste - nein, sie vermisste auch nicht Luczilla. Sie vermisste eine Zeit, als es in Rahal bekannte Personen gab, von denen man einen Rest an Ehrgefühl erwarten konnte. War alle Hoffnung darauf vergeblich und töricht? Luthor van Gor, Rayrrak Rasakar... es gab ein paar Namen, ein paar Erinnerung, flüchtigste Fetzen von Indizien: Das ist was.

"Wir könnten einen der ihren fangen und eintauschen - und dann fangen sie wieder einen von uns und so weiter..."
"Nein!" Plötzlich wurde sie laut, als ein schon seit Wochen längst überstrapazierter Geduldsfaden riß.
"Sie hat recht ... wir können uns nicht auf die Machenschaften Rahals herablassen", stimmte Hochwürden van Sareth mit ein.
"Ich habe dieses gegenseitige Geiselgeklaue, wie die Raben ehrloses Leute stehlen, so satt...", fuhr sie fort, eine Schimpftirade loszulassen.
"Wo bei Temora ist die Tugend der Ehre in Reihen Varunas geblieben?"
"Und wo ist sie in Rahal?", rauschte es durch ihre Gedanken.
"Rahal hat damit angefangen, und sie haben uns schon mit diesem Gift der angeblichen 'Notwendigkeit' vollkommen angesteckt! Es reicht!"
"Und sie wecken sogar Zorn in der Ritterin." - Lucenius sah sie an, und das langte bereits. Sie wurde so selten aus eigener Emotion heraus laut, daß jeder dann sofort wusste, daß sie kochte. "Mässigt Euch, Ritterin."
Ihre Mimik verhärtete sich. Hatte sie es nicht geahnt, daß die Zeit der Sorgen auch nach dem Drachen und dem Bergen des Schwertes nicht vorbei sein würde? "Es wird für dich nie eine solche Zeit geben, weil die Welt immer irgendwo Sorgen hat und du versuchst, dich um jede zu kümmern." Von manchen war sowas eine Kritik - für sie selber nur eine auf Dauer ermüdende Tatsache.

Ein Wunschtraum gaukelte ihr ein Bild vor, in dem sie als Ritter und Ehrenperson vor die Tore Rahals reiten und den Entführer Lord Farions als Feind, doch als Ehrenmann, zum Duell herausfordern konnte. Schwert gegen Schwert, Lanze gegen Lanze. Und mit Temoras Hilfe würde am Ende für Farions Wohl gesorgt sein, weil am Ende schließlich immer die Guten gewannen.
Ein schönes Märchen.

Sie senkte den Kopf und dachte nach. Wie kam man an Rahal ran, wenn Rahal nur als Ballungszentrum einer Ansammlung ehrloser Strauchdiebe angesehen wurde, einer hinterhältiger und rückgratloser als der andere? "Und sie infizieren uns schon damit, wie eine Krankheit, eine Verlockung - den Weg des Opportunismus zu wählen. Den leichten Weg."
Vor ihrem inneren Auge tauchte die Krypta auf, und ihre zwei Wege. Und komischerweise war schon damit ganz leicht eine Menge entschieden.

"Lebensmüde muss man sein, hier alleine zu erscheinen", waren später Sarels Worte, als sie in ihrer alten Silberprunkrüstung und einem schlichten weißen Umhang hinter den Toren Rahals vor Ahad Syrellia, Rayrrak Rasakar, Sarel, einem Letharen, einer Arkoritherin und noch einer weiteren fremden Person stand.
"Gebt Euch zu erkennen."
"Darna von Elbenau, in der Funktion einer Unterhändlerin. Erkennt Ihr den Parlamentärsstatus, den Ihr verlangtet, an?"
Ein Nicken. Sicherer Boden. Für ein paar Momente.
"So ihr Gefordertes bei Euch habt", wurde hinzugefügt - soviel also zum sicheren Boden.
"Das befand sich deutlich außerhalb meiner Möglichkeiten. Ich bin einzig aufgrund des Zeitultimatums, das Ihr stelltet, hier."
"Ist Varuna nun schon so verstohlen, das es sich Dinge wie ein gieriger Ork aneignen muss... Dem scheint wohl so, nicht?"
Die Beleidigungen fingen also an. Locker bleiben. "Bis zu Eurem Brief wusste ich nicht mal, daß sich eine solche Waffe in der Grafschaft befindet. Und sie befindet sich nicht in meinem Besitz. Ich könnte Schritte einleiten, sie zu beschaffen, wenn dies weiterem Vorgehen von Nutzen sein soll - doch selbst wenn ich sie gehabt hätte, hätte ich sie zu dieser Stunde nicht mitgebracht."
"Ihr scheint wenig Freude an dem Leben eures Paladines zu haben. Nennt mir einen Grund, ihn nicht seiner gerechten Strafe zu zu führen."

"Eure Taten sind nicht gerecht. Und ihr braucht keine Gründe - ihr sucht euch welche, um eure Schandtaten zu bemänteln und von Zwängen zu reden, die einzig von euch ausgehen. Jeder ist für seine Taten selbst verantwortlich. Du bist es, die Farion entführte. Du bist es, die ihm Leid zufügt. Und nichts davon hättest du tun müssen, außer, um dem Brudermörder in die Hände zu spielen und dir sonstwas davon zu erhoffen. Dafür lässt du andere Menschen leiden - das ist alleine deine Last, deine Schuld."

"Rahal hat genügend getan, sich als ehrlos zu beweisen, und die Hoffnung ist somit gering, das Leben von Lord Farion nicht eh als verloren betrachten zu müssen - meine Anwesenheit ist Eure einzige Chance, überhaupt noch anderes zu erreichen, als weiter sinnlosem Menschenraub zu fröhnen."
"Nun, wir können dies so lange praktizieren, bis die Provinz Varuna ausgestorben ist - was haltet Ihr davon?"
"Ihr seht also selber, wie irrsinnig dieser Gedanke ist... danke. Können wir dann also nun wie vernünftige Feinde miteinander verhandeln?"
"Ein vernünftiger Feind bringt das Geforderte mit sich. Ihr steht mit leeren Händen da."
"Ist die Forderung nach der Klinge Eures Lehrmeisters Letast der Gegenpreis für die weitere Unversehrtheit und Freilassung des Paladin Farion Lefar und sonst nichts bei diesem Handel?"
"Seine Unversehrtheit und die Erlaubnis für Euch, mit uns über eine Freilassung zu verhandeln."
"Euch die Ahadklinge also in den Rachen werfen, damit ihr so 'gnädig' sein könnt, weiter zu diktieren... nein."
"Spart Euch die doppelte Mühe, ich bin zur Verhandlung hier. Die Klinge ist Teil der Verhandlung, aber sicher nicht schon der erste Preis dafür."
Das erste feste und notwendige Contra - und es sollte schon daran scheitern.

"Es wünscht etwas von euch und muss den geforderten Preis zahlen. Es soll sich vorstellen, es kauft auf dem Markt ein", zischte der Lethar, der bei der Gruppe stand.
"Auf den Markt gehen, um dort etwas 'zurückzukaufen', das vorher von mir gestohlen wurde, hier stehe ich den Dieben gegenüber... und soll noch Eintritt zahlen, bevor über die eigentliche Ware überhaupt gehandelt werden soll. Geht es noch dreister?"
"Und um auf den Markt zu gehen, zahle ich nicht schon vor dem Kauf Eintritt, wenn ich den Laden nicht mag."
Das war es genau, was Rafael - zu recht - lautstark kritisiert hatte: Rahal eine Sache nach der anderen in den Rachen zu werfen, bis sie sich daran gewöhnen würden, Leute zu entführen, um ihren Willen zu kriegen.
Nein.
"Tut mir leid, Farion. Nein. Auf diesem Kurs müssen wir zurückrudern. Und tut es mir weh, daß Ihr das erste Opfer diesen Schrittes dann sein würdet - würde ich Euch fragen, wir wären gewiß einer Meinung, lieber Ihr als jemand anders. Und wäre ich an Eurer Stelle, ich würde so denken. Es tut mir leid."

"So fordert Ihr mich also auf, dem Subjekt Schaden zu bereiten, oder ihn gar zu töten - für etwas, was Ihr erstohlen habt. Eine Schande, daß Ihr nur hier die Lügen eurer Hure offen zugebt."
"Ihr könnt auch dem nächsten Grashüpfer die Schuld an Eurem eigenen verdorbenen Handeln geben, das kümmert mich wenig, Ahad.
Und wo Ihr Eure Sachen lasst, ist ebenso wenig meine Sache - ich bin nicht Euer Kindermädchen."
"So steht es euch frei, zu gehen."

Vorbei.
Ihr Teil vorbei, und es schmeckte ihr nicht.
"Was bedeutet Euch die Klinge im Vergleich zu einem 'lebendigen' Eures Klerus?"
Die Klinge? Nichts. Nein, es ging nicht um die Klinge. Die war ihr persönlich so vollkommen egal, wie sie es nur verabscheute, wenn sie für Rahal wichtig war. Das reichte schon, es ihnen dann nicht ohne Weiteres zu überlassen. "Eine Leistung ohne handfesten Gegenpreis - jeder Menekaner wird Euch für sowas auslachen. Dafür gebe ich der Ahad nicht mal mein Zahnputzzeug."
Und doch hatte sie auch für Farion ganz anderes geopfert...

Verfasst: Samstag 26. Mai 2007, 22:59
von Sanyarin Ar´states
Drei Tage seien nun fast vergangen... Drei ewig lange tage, ward sie doch erst vor Kurzem heimgekehrt gen des Ordens... Die Sorge um ihren geliebten Vaters ward immens, und nicht ein Lächeln zierte seit jener Zeit das sonst so frohe Gemüt der jungen Heilerin.

Was konnte Sie bloß tun? Sie ward jung... doch sollte dies keine Hinderung sein. Doch was ward schon Ihr Werk? Sie vermochte Wunden zu heilen... Kranke gesund zu pflegen, doch... Gefangene zu erretten? Wahrlich ward sie hierzu nicht in der Lage. Selbst der Orden... Jenes friedliebende Gemäuer im Namen jener Tugendmutter... Aggressivität... kämpferische Handlungen... Jene warden wahrlich nicht fremd, doch sollte jenes stets die letzte Lösung sein. So mochten auch jene Brüder und Schwestern der Lehren wohler genährt sein, als der metallenen Konfrontation.

Ein jeder Bruder... sowie eine jede Schwester hätte sich ohne nachzudenken für jenen Paladius geopfert, sei dies doch aber wahrlich nicht in dessen Sinne. Würde er doch jeden Gläubigen der Lichten schwinge bitten, in all seiner Demut und Opferbereitschaft, heimzukehren. Selbst mit aller ordensblau gewandeter Mannen vermochten sie jenem Streiter Temoras, wie auch dem Orden mehr zu schaden als alles andere...

Er lehrte es ihr... schon früher Zeiten... die Demut...
So vermochte sie wahrlich keinerlei Befriedigung ob der Lehren in diesen Zeiten zu verspüren, doch wusste sie: das, was Farion ihr mit auf den Weg gab, warden Worte, Gefühle und Gedanken, welche er reinen, tugendhaften Herzens sprach und die er seiner Nachkommin auf ewiglich mit auf die lichten Pfade ihres Lebens geben wollte.

Einen jeden freien Augenblick mochte sie ihre Worte an die Tugendhafte, wie auch ihre göttliche Mutter richten. Worte voller Demut, ewiglich bittend ihren Vater vor allem erdenklichen Übel zu schützen...
Sie wusste... ob der Seinen Worte, dass ein tugendhaftes Herz Gnade erfahren mag.


Vertrauend... bis in den eigenen Tod vertrauend, in die Lehren und den demütigen Glauben ihres Vaters.

Verfasst: Sonntag 27. Mai 2007, 15:01
von Treia
Am frühen Nachmittag des 27. Eluviar wird ein faustgroßer Stein über die Mauer des Klosters geworfen und schlägt auf der anderen Seite in den Klostergärten ein.
Am Stein festgebunden ist ein kleiner Umschlag. Auf diesem steht verschnörkelt 'Zu Händen jenes dunkelhäutigen Schildes des Ordens, welcher sich so ungern als Kämpfer bezeichnen läßt'. Der Umschlag selbst ist versiegelt mit dem Zeichen einer Hand, aus deren Innenfläche ein Auge blickt.
Öffnet man den Umschlag, so findet man darin folgendes Schreiben:

Des Raben Segen mein dunkelhäutiger Unbekannter.

Da ich eine höfliche Frau bin und durchaus höflichen Menschen etwas abgewinnen kann, halte ich es für eine respektable Idee Dir mal einen kleinen Gefallen zu tun, da Dich die Sorge um den Paladin Lefar sicherlich in den Wahnsinn treibt.
Leider kann ich Dir dort nichts gutes berichten, denn der Paladin Lefar wird am heutigen Abend in einem Duell durch die Hand oder wohl vielmehr das Schwert seiner Heiligkeit, des Alkas, sterben.
Aber vielleicht werde ich mich insofern bei ihm verwenden können, als daß er die sterblichen Überreste mir überläßt. Was mich natürlich vor die schwierige Frage stellen würde, was ich damit nun anfangen solle. Sollte ich einen Dämon in ihn einfahren lassen und mit ansehen, was für eine lustige, unlebendige Kreatur dabei heraus kommen mag? Ich persönlich tippe ja noch auf einen Skelettritter, aber auch einem Todesritter könnte ich eine Menge abgewinnen. Immerhin sah ich schon lang keinen solchen mehr. Oder sollte ich vielleicht doch seine sterblichen Überreste der Kirche der Temora überlassen, auf daß jene ihn standesgemäß aufbahren könne, vielleicht sogar ihre Heiligkeit vom Orden der Temora dazu veranlassen, den Versuch zu starten, neues oder vielmehr altes Leben in seinen Körper ein zu hauchen? Fragen über Fragen. Aber gut, man soll die Haut des Ebers nicht verschachern, ehe man ihn noch nicht erlegt habe, nicht wahr?
Immerhin, noch sei er nicht von uns gegangen und was immer ihr und die Euren wohl geplant haben mögen, jetzt wäre wohl ein guter Zeitpunkt, es auch in die Tat um zu setzen, findet ihr nicht auch?
Somit warte ich gespannt auf die Dinge, die da kommen mögen und gönne mir den Hauch von stillem Sarkasmus, daß der Paladin Lefar sein Leben just zu jenem Zeitpunkt aushauchen werde, an welchem das geschäftige, kurzweilige Treiben der Habgier und der Eitelkeit auf dem Marktplatz Varunas Einzug hält.
Ihr fragt Euch nun sicherlich, was dies alles überhaupt soll. Ob ich Euch warnen will, Euch schonend auf das was da kommen möge vorbereite oder ob ich Eurer doch nur spotten will. Jenes Urteil möget ihr Euch selbst bilden. Ich für meinen Teil beschränke mich auf das eingangs gesagte. Da ihr auf mich nicht nur eine höflichen, sondern auch einen durchaus klugen Eindruck gemacht habt, wird Euch sicherlich durch den Kopf gegangen sein, daß ihr meine Wenigkeit durch eine Weiterleitung dieses Schreibens am Hofe Rahals durchaus ein Stück weit in Verlegenheit bringen könntet. Eben drum baue ich auf Eure Erkenntnis, daß mich selbiges in der Möglichkeit, Euch über ähnliche Vorgänge zu informieren, doch ein wenig einschränken könne und daß es daher am sinnvollsten wäre, jenes Schriftstück zu verbrennen. Somit verbleibe ich fürs erste

Hochachtungsvoll
Schwester Treia
Die Stimme des Zwielichtes

P.S.: Ich habe doch gesagt, daß wir voneinander hören oder lesen würden.

Verfasst: Sonntag 27. Mai 2007, 15:41
von Farion Lefar
Nebelschleier verdecken den lächelnden Mond. Welcher seine blassen Strahlen zu Boden senkte. Er war heute besonders gefüllt. Besonders hell. Wohl der Gegensatz seiner Zelle in dieser man ihm gesperrt hat. Diese war mehr als schäbig.
Ja des Alkas Gastfreundlichkeit, war nicht so Rühmlich.
Und doch wärmte ihn das glänzende Metall seiner Rüstung. Jene welcher ihm Hoffnung in die Glieder trug. Selbst sein Schwert welches er neben sich wissend, ruhig auf dem Boden lag war sein einziger Spiegel welcher ihn viele Leute missen ließ. Seine Tochter, viele Gedanken kreiste um sie, der Orden, das Kloster, selbst ihre Heiligkeit. All diese Menschen welche ihm Lieb und Teuer waren durchquerten seine Gedanken. Selbst das Bild -Bruder Leons- welches sich vor seinem Geistlichenauge waberte war nie in Vergessenheit geraten.

So waren die Lehren des verstorbenen Priesters:+

„Ein Organismus“
„Glaubst du, du unterscheidest dich groß von mir? Oder deinen Freunden? Oder diesem Baum dort?“
„ Wenn du genau hinhörst wirst du Spüren wie alles Lebendige gemeinsam -atmet-“
„Du kannst fühlen wie alles Gemeinsam wächst“
„Wir alle gehören irgendwie zusammen“
„Selbst wenn sich einige Menschen nicht dementsprechend -verhalten-“
„So haben wir doch alle dieselben Wurzeln“
„Und so sind wir alle Zweige des Selben Baumes“



So zeigt ein die Einsamkeit all jene Menschen, welche wir lieben. Und alle jene Menschen die wir geliebt haben. Menschen von dem wir Glauben das sie von uns gegangen sind. Aber der Glaube zeigt uns dass es nicht stimmt. Wir stehen immer noch in Verbindung mit ihnen. So ist Zeit eine Illusion, und der Tod ebenso.
Ihr Schwingen, wird uns hinfort heben, von allem Übel. Und so werden wir wieder eins aus dem wir entstanden sind.
So soll ein jedes Übel, ein Positiv besitzen. Und selbst in der dunkelsten Ecke lodert ein stilles Licht. Welches bereit sich zu -opfern-, für die Zeit des Friedens.

Ein Paladin, in Rahal.

„Temora wird mich behüten, so wie sei all jenen Menschen Wärme schenkt. Und unsere Tochter in ihr warmes Bett geleitet.
Hat der Glaube die Liebe unsterblich in meinen Herzen, meine Seele gebannt.
Ganz gleich was passieren wird.
Ich werde immer bei dir sein.
Meine Liebste, Sanjana“


Der Kopf des an der Mauer gelehnten Blauschopfes senkte sich sanft. Seine Klinge fest in der Hand wissend. Würde er den nächsten Morgen erwarten. Um diesen zu zeigen. Das der Glaube noch immer Einzug hat. Selbst in den Dunkel aller……..