Seite 1 von 2

Der Abschied und die Reise

Verfasst: Donnerstag 17. Mai 2007, 23:13
von Torina
* Es war früh am Morgen als Torina auf dem Steg in Lameriast stand und einem kleinem Mädchen einen Brief für Ronya gab, noch lange Stand sie an der Rehling und betrachtet die immer kleiner werdene Insel Lameriast*

Es war ein Abschied, doch wusste niemand für wie lange diese Abschied sein wird, ob sie jemals zurück kommen würde, das stand in den Sternen.

Sie würde sich auf die Reise in die Vergangenheit machen, was sie dort erwarten wird, auch das ist ungewiss.

*Zur gleichen Zeit im Lager der Gefährtinnen, werden die Schwestern einen Beutel finden mit Torinas Armreif und den Ring ihrer Geliebten, dabei liegt ein Brief für Kyra*

Liebste Kyra , ich werde gehen und gebe dich somit frei da ich dir nicht sagen kann wann und ob ich wieder kommen werde. Glaube mir das ich noch nie jemanden so geliebt habe wie ich dich geliebt habe und immer lieben werde.

* Das Schiff war nun schon einen halben Tag unterwegs und Torina stand noch immer an der Rehling, zweifelt plagten sie , doch musste sie in ihre Vergangenheit reisen um Gewissheit zu bekommen. *

Verfasst: Donnerstag 17. Mai 2007, 23:42
von Zera Asira
Die alltägliche Hektik im Dorf der Schwesternschaft war verflogen.
Nachdem die Schwestern Torinas Ringe und Armreif gefunden hatten zweifelte Zera nicht mehr daran dass sie ging. Die eifrige klopferei, das gleissende Knistern der Esse und das Schaben aus jeder Ecke verstummte.
Wie gelähmt und verletzlich war das gesamte Dorf als einer jeden die einkehrte mit Tränen in den Augen berichtet wurde dass Torina die Schwesternschaft verlassen hatte.
Innerlich brodelte es in der massigen Walküre und selbst die Freude über den Sieg gegen die auflauernden Eisenwarter vermochte nicht sie auf andere Gedanken zu bringen. Hätte sie Torina erwischt, hätte sie sie wohl angekettet.

Nach aussen hin gab sie sich dennoch wie eh und je. Nur die Anwärterinnen würden ihre Trauer wohl noch in der nun härter werdenden Ausbildung mitbekommen.
Stumm kam der Hass, die Trauer und der Kummer um den Verlust ihrer geliebten Schwester und fraß sich durch sie hindurch. Doch stur wie sie ist kann man Zera wohl Nachts noch auf den Hochständen sehen wie sie mit dem Gildenring Torinas in der Hand ausschau nach ihr hält, hoffend sie bald wieder unter ihnen erblicken zu können. Mit der Hoffnung sie doch noch am Horizont erblicken zu können bliebe sie wohl ab jetzt immer wieder die Nächte wach.

Und dann kamen die Erinnerungen als Zera noch ein unerfahrenes verschrecktes pummeliges Mädchen war. Wie sie im feuchten Gras vor der Esse saß und dem Funkenflug von Torinas Werken zusah.
Wie sie ihr in der Miene Gesellschaft leistete beim Erzschürfen und sie plagte weil sie ihre Markierungen unachtsam davontrug.
Wie sie ihre erste Vollplatte für Zera schmiedete.
Wie sie sich stets mit ihrer liebenswerten Art aufregte dass ihr Zera in der Schussliene herumtanzte...

Doch alles ist vergänglich...

Verfasst: Freitag 18. Mai 2007, 12:40
von Torina
* einige Tage und Nächte waren bereits vergangen und noch immer nicht hatte das Schiff sein Ziel erreicht, so saß Torina am Tage auf dem Deck und schaute aufs Meer, viel dachte sie dabei nach, über ihre Schwestern aber auch über ihre Heimat, die Lameriast geworden ist.

Jedoch plagte sie die Unruhe, wann das Schiff anlegen würde und was sie vorfinden würde, würde sie alte Schwestern wieder finden oder kamen damals alle ums Leben? Das war wohl die Frage die sie am meisten beschäftigte.

Sie nahme sich ein Stück Brot heraus was Malou gebacken hatte und dachte abermals an ihre Schwestern die sie zurück gelassen hatte, besonders an Ronya*

Verfasst: Sonntag 20. Mai 2007, 14:00
von Reka Valgaard
Nachdem Reka von der Botschaft über Torinas Verlassen der Schwesternschaft erfuhr, war sie nur dazu imstande zu nicken.
Reka ist zwar erst eine Anwärterin bei den Schwestern und doch hat sie sich schon eingelebt, mit ihnen gelebt, gekämpft, als auch gelacht und Freude gehabt, wie ebenso neue Freunde gefunden.

Sie saß an dem Abend, als sie die Nachricht erreichte, noch lange am Feuer - dachte nach. Nicht selten vermochte ihr Blick über ihre Schulter entlang der Esse, Torinas ehemaligem Arbeitsplatz, schweifen, wohl in Erinnerungen vergraben.
Sie kannte Torina noch nicht lange, doch blieb ihr ihr lächelndes Gesicht im Kopf:
Der Ausdruck, den sie erhielt, als sie für Torina nur wenige Tage zuvor erfolgreich eine größere Menge von Waren bei einem Bauern organisierte - hatte sich in ihr Hirn eingebrannt.

Dies war Rekas letzte Erinnerung an Torina. Ein Lächeln.
Und dann war sie weg - ... einfach weg.
Reka wusste nicht warum, aber es machte sie auf eine gewisse Art traurig.

Eine stille Träne glitt ihr die Wange hinunter, als sie sich dann erhob, zu den Gemeinschaftsräumen ging und schließlich kraftlos in die Felle fiel, bevor sie ein unangenehmer Schlaf übermannte.

Verfasst: Dienstag 29. Mai 2007, 22:46
von Xinthra
Am ersten Tag hatte sie es noch nicht wahrhaben wollen. Als sich zu dem ersten Tag noch ein weiterer, und anschließend noch einer gesellte, den die Esse erkaltete, den kein von Torina geführter Hammer mit lautem Klingen erfüllte, wurde es deutlicher: Torina war fort. Eine Schmiedin hatte den Weg zu ihnen gefunden, zierlich fast, gab sich Mühe, aber würde lange brauchen, um zumindest im Schmeidehandwerk Torina das Wasser reichen zu können. Denn Torina war mehr als bloß eine Schmiedin. Sie war das perfekte Beispiel einer kämpfenden Hand. Sie begleitete die Schwestern auf Jagden und zettelte auch mal selbst welche an, teilte ihre Erfahrung mit der manchmals verlorenen Xinthra, als diese der Mut verließ, die Schwestern weiter zu führen. Ihrem wachen Geist sei Dank kaufte sie die beiden nach der verlorenen Schlacht gefangenen Schwestern frei, rückte Xinthras Empfinden am selben Abend zurecht und sorgte wohl mit unbeabsichtigten Aktionen dafür, dass sich deren Gemüt erhellte.

Torina war eine ganz besondere Schwester. Sie war durch nichts und niemand zu ersetzen, deshalb war die Lücke, die sie hinterließ, so groß. Doch Xinthra war sich bewussst, ihre Schwester würde eines Tages wiederkommen. Sie nahm sich vor, statt um jeden Tag ihrer Abwesenheit zu trauern, sich zu freuen auf jenen Tag, an dem Torina wieder auf dem Rasen vor dem Feuerhaus stünde und meinte "Da bin ich wieder, Schwestern. Schön, dass unser Dorf noch steht". Ja, auf diese Weise ließ sich ihr gehen leichter verschmerzen.

Verfasst: Mittwoch 30. Mai 2007, 01:34
von Marye Larou
Nachdem Marye von Eisenwartlern niedergeschlagen und fast verschleppt worden war kam sie ziemlich angeschlagen zum Dorf zurück. Seufzend schaute sie zu der Schmiede. Die Glut der Esse war erloschen und Spinnen hatten ihre Netze über die sonst blitzblanken Werkzeuge Torinas gewebt. Merkwürdig die Schmiede so verlassen zu sehen dachte sie noch und ging seufzend in Richtung Feuer. Eien Elfe saß dort und sah wohl irhe Verletzung. Nach einem Bad mit einer wohl heilenden Substanz daß ihr eine Elfe ins Wasser geschüttet hatte, schlief sie lange.

Am nächsten Morgen waren ihre körperlichen Wunden fast verheilt, doch innerlich fraß etwas an ihr. Sei es der Verlust von Torina, sei es dieser Mistkerl Dracon und der andere Eisenwartler den sie fast vom Pferd holen könnte. Sie ärgerte sich sehr darüber, denn sie wußte, wenn sie richtig reagiert hätte, hätte sie zumindest den Mistkerl besiegen können.. nein müssen! Er griff sie zu Pferd an und Marye wehrte sich mit dem Speer so daß dieser absteigen und erst mal seine Wunden behandeln mußte. Marye lief daraufhin weiter in Richtung Dorf zu ihren Schwestern. Doch kurz davor wurde sie abgefangen und niedergeschlagen. Sie wusste im Nachhinen genau dass sie ihn mit der Armbrust haette besiegen können, wenn sie diese im richtigen Moment genutzt hätte.

Sie wußte selbst nicht was mit ihr los war.. Teilnahmslos saß sie am Feuer, unfähig irgend etwas zu tuen. Lust- und Antriebslos versank sie tief in Gedanken und war kaum ansprechbar. Schwestern versuchten sie aus ihrer Lethargie zu wecken doch ohne Erfolg. Sie verschlief die meisten Tage nur noch und die Nächte verkroch sie sich irgendwo. Oft dachte sie an Torina, die sie sehr vermisste.. Gedanken daß jemand sie vermisste machte sie sich nicht. Ihre Lebenslust und auch ihr Lebenswille war gebrochen. Ihr fröhliches Lachen, daß sonst so oft im Dorf zu hören war, war verstummt..

Verfasst: Mittwoch 30. Mai 2007, 16:24
von Ronya Sotan
" Sag mir wohin das Schiff ausgelaufen ist " Herrschte Sie den Mann am Hafen an.
" Ich weis es doch nicht " Stammelte der Mann im mittleren alter.
Sein Gesicht war wettergegerbt, seine Zähne Faulig, sein Atem stinkend und der Fischegeruch der von ihm ausging kam sicher nicht nur von seinem letzten Essen.
" Kerl Höre mir zu, ich frage dich ein letztes mal.
Du kennst sie, ich will wissen wann sie hier war, welche Richtung sie dem Kapitän nannte und ob das Schiff anschliessend mit ihr an Bord auch ausgelaufen war."
" Aber ich weis das doch nicht. Ja ich hab Sie gesehen wie sie an Bord dieses Seelenverkäufers ging und ja ich sah das Schiff nach Westen aufbrechen aber es kann auch nach Menek'ur gefahren sein. "
Meinte der Mann ein weiteres mal beteuernd.
Ronya lies von dem alterndem Seemann ab.
Es hatte keinen Zweck jenen weiter zu befragen.
Sie musste warten bis der Kapitän wieder hier anlegte der sie befördert hatte und sie schwor sich, das sie den kerl so lange ausquetschen würde bis er ihr sagte wohin er Torina verschifft hatte.
Knurrend und brummig ritt sie zum Dorf zurück.
" Der Brief " schoss es ihr durch den kopf.
Ihr fiel ein das sie ja einen Brief hatte von Torina und das sie diesen bisher nicht den anderen zeigte.
Sie fluchte und weit flog die Türe zu ihrer Hütte auf.
Sie kramte kurz unter dem Rest der üblichen Pergamente die ständig ins Haus flatterten.
Rechnungen von Handwerkern, Nachrichten der Clans und achso wichtige diplomatische post von irgendwelchen anderen Gemeinschaften die eh niemanden interessierte.
Was kümmerte es sie denn ob in irgendeiner gemeinschaft das Oberhaubt gewechselt hatte, wenn sie doch an ihrem gebahren nichts änderten.
Deren Sache.
Da lag er, Torinas Brief.
Sie nahm Hammer und einen nagel und hängte jenen ans Feuer.
Sichtbar für die anderen.

Abends als sie alle am Feuer sassen sah sie diese geknickten und leidenden Blicke.
" Hört mal " Meinte sie leise aber immer noch deutlich vernehmbar.
" Ich möchte das ihr euch umhört, drüben in Bajard am Hafen, in Berchgard am Hafen und das ihr die Seeleute ansprecht denen ihr begegnet.
Irgendwer hat sie gesehen und irgendwer war vielleicht auf dem schiff mit dem sie ausgelaufen ist.
Wenn ihr jemanden habt, quetscht ihn aus.
Meinetwegen bringt ihn her und sperrt ihn ein.
Wäre doch gelacht wenn wir nicht erfahren wohin das schiff ausgelaufen ist. "
Innerlich vermutete Ronya, das sie die Antwort kannte.
Torina wird sich aufgemacht haben die alte Insel zu finden.
Den Ort an dem sie selber, Torina und Seraya alles zurückliessen was ihnen einst lieb und teuer war.

Verfasst: Donnerstag 31. Mai 2007, 00:29
von Torina
Sie hatte jegliches Zeitgefühl verloren, sie merkte nur wann es Tag und wieder Nacht wurde, doch konnte sie nicht sagen wie lange sie nun schon auf See war, die Tage vergingen und irgendwann hörte sie auf zu zählen.
Es war spät nachts als ein Seemann rief „Land in Sicht“.
Sofort war Torina auf den Beinen und eilte an Deck, war es ihre Heimat, ihr drehte sich der Magen um und sie erbrach sich über der Reling. Zu ungewiss war jenes was sie dort erwarten wurde, sie hatte sich viel ausgemalt in ihren Gedanken während der Reise.

Auch hatte sie viel an ihre neue Heimat und ihren jetzigen Schwestern gedacht. Wie es ihnen wohl gehen wird, fragte sie sich oft nachts wenn sie in der Koje unter Deck lag. Doch in diesem Moment dachte sie nicht an ihre Schwestern sondern an das was sie vorfinden würde.
Der Käpten sagte das es zu dunkel sei um nahe genug an Land zu kommen, so wollte er bis zum Morgengrauen warten, bis die Sicht besser war und er die Felsen im Wasser erkennen konnte. Alles einreden auf ihn half nichts, er stellte sich stur. So musste sie bis zum nächsten morgengrauen wohl warten müssen.

Sie setzte sich an Deck und schaut auf den Hafen der vor ihr lag er war so nah und plötzlich kamen ihre Erinnerungen wieder, als sie dort an diesem Hafen auf ein Schiff gestiegen war um ihre Heimat zu verlassen. Es war eine Flucht gewesen, eine Flucht ins ungewisse und nun war sie wieder hier in ihrer Heimat.

Kurz schloss sie die Augen, es war ruhig geworden an Board, die Mannschaft hatte sich zur Ruhe gelegt , doch sie stand auf, ließ ein kleines Boot zu Wasser und verstaute dort ihren Rucksack mit dem Brot von Malou , schnallte ihren Köcher auf den Rücken und hang sich den Bogen um, prüften den Sitz des Dolches an ihrem Knöchel und dann stieg sie in das kleine Boot und ruderte los.

Sie ruderte und ruderte bis sie am Steg des Hafens anlegte, sie vertaute das Boot und schaut noch einmal aufs Meer hinaus wo das Schiff lag mit dem sie gekommen war.

Dort stand sie nun auf dem Steg, den sie einst auf der Flucht verlassen hatte. Kein Licht brannte mehr in den kleinen Fischerhäuschen, waren sie ausgestorben oder schliefen nur alle, dies würde sie morgen auf den Grund gehen, so schlich sie sich zwischen den Häusern hindurch zum nahe gelegenen Wald, dort suchte sie sich hinter einem umgefallen Baum Schutz und rollte ein Bärenfell aus und legte sich darauf , so das sie die Häuser beobachten konnte. Kurze Zeit späte schlief sie ein.

Verfasst: Donnerstag 31. Mai 2007, 00:29
von Torina
Es fing an hell zu werden sie schrak hoch als sie ein Geräusch hörte, blitzschnell war sie wach, nahm ihr Bärenfell, warf es sich um die Schultern und kletterte auf einen Baum, und setzte sich in die dicht bewachsene Baumkrone.
Sie wagte sich kaum zu atmen, als die Geräusche näher kamen, doch konnte sie nicht einordnen ob sie von einem Menschen oder eine Tier verursacht wurden. So verharrte sie dort oben und lauschte angespannt.
Es vergingen einige Minuten und das Geräusch wurde immer lauter und dort am Ende des Waldes , kam ein Pferd aus dem Wald mit einem festen Geschirr und zog angestrengt einen Baumstamm hinter sich her, der Holzfäller befahl dem Pferd schneller zu ziehen, doch schien es als wenn das Pferd die Strapaze nicht mehr lange aushalten könne.

Verfasst: Mittwoch 13. Juni 2007, 00:30
von Torina
Sie beobachtete die Situation, doch tat sie nichts, wobei sie nicht übel Lust gehabt hätte dem groben Holzfäller einen Pfeil in die Brust zu jagen , ein Pferd so mies zu behandeln, doch sie durfte nicht entdeckt werden oder auffallen. So verharrte sie weiter auf dem Baum, bis der Holzfäller ins kleine Fischerdorf kam und sie ihn nicht mehr sah, erst dann schaute sie sich um , so sah sie das Fischerdorf was langsam zum Leben erweckte, den dichten Wald hinter hier und hörte das Rauschen des Meeres. Als sie sich sicher war das niemand sie sehen konnte, kletterte sie vom Baum, nahm das Bärenfell von ihren Schultern und rollte es zusammen und verstaute es in ihrem Rucksack. Dann machte sie sich auf den Weg durch den Wald zu ihrem Altem Dorf oder vielmehr was von dem noch übrig war.

Sie kannte den Weg, als wenn sie ihn erst gestern noch gegangen wäre, doch bewegte sie sich behutsam und darauf achtend das sie niemand sehen oder hören konnte, immer tiefer ging sie in den Wald , umso näher sie zur Lichtung kam wo einst das Dorf stand umso mulmiger wurde ihr zumute, was würde sie erwarten??

Sie beschloss eine Rast einzulegen, wachsam schaute sie sich um und zog ein wenig Brot aus der Tasche das Malou einst gebacken hatte, es war hart geworden, doch mit ein wenig Wasser weichte es wieder auf, es schmeckte nicht, doch war es hilfreich gegen den Hunger.

Sie lauschte in den Wald und alles war ihr so vertraut, Erinnerungen übermannten sie , Bilder von Damals als sie in diesem Wald kämpften, kämpften um ihr Leben.

Zu dritt standen sie im kleinem Fischerdorf als Ronya ihnen sagte das sie flüchten sollten, was sie auch taten , was damals geschah als sie Ronya alleine zurück gelassen hatten , wussten sie nicht, doch würde sie das vielleicht nun heraus finden.

Es war Spät geworden und die Dunkelheit brach langsam herein kaum ein Lichtstrahl drang noch durch die dichten Baumgipfel, so beschloss sie weiter zu gehen, konnte es nicht mehr allzu weit sein. In ihrer „Heimat“ ihrem „zu Hause“ wo sie einst lebte.

Umso länger sie lief umso dunkler wurde der Wald, die Nacht war herein gebrochen und kein Mond drang durch die Baumgipfel, so blieb ihr nichts anderes übrig als ihr einen Platz für die Nacht zu suchen, doch schlafen wird sie nicht können, aber ausruhen das würde sie , den sehen konnte sie nun nichts mehr, doch schien es ihr zu gefährlich eine Fackel anzuzünden.
So holte sie das Bärenfell aus ihrem Rucksack und breitete es unter einem Baum aus, sie setzte sich darauf und lehnte sich gegen den Stamm einer dicken Eiche.

Morgen ist es soweit, dachte sie sich …..

Verfasst: Freitag 15. Juni 2007, 01:01
von Torina
Es wurde langsam hell, doch viel Schlaf hatte sie in der Nacht gefunden. Sie rollte ihr Bärenfell zusammen und verstaute es wieder in ihrem Rucksack, dann brach sie wieder auf ihre alte Heimat zu finden ihr altes Dorf zu finden wo sie einst lebte mit Ronya und Seraya und den anderen Schwestern, sie wusste es konnte nicht mehr weit sein.

So ging sie schnellen Schrittes, doch dabei die Umgebung immer musternd um unentdeckt zu bleiben. Sie kam am Rand einer Lichtung, dort war es sie hatte es geschafft, doch als sie sah, was sie sah war sie erschrocken, sie schaute sich um und ging auf die Ruinen des Lagers zu , stellte sich an das ehemalige Lagerfeuer. Alles war zerstört und ausgebrannt, doch war es für sie wie gestern als hier noch alles stand. Sie fiel auf die Knie und nahm die Asche in die Hände, dann fing sie an bitterlich zu weinen. Endlich fing sie an, das zu tun was sie in all der Zeit nicht getan hatte, sie fing an zu begreifen, das es die anderen Schwestern nicht überlebt haben konnten. Sie schaut sich suchend um, etwas Entfernt am Waldrand was war das, sie erhob sich und ging darauf zu. Vor ihr lagen Gräber, viel Gräber. Auf einigen lagen ein Stein und verschiedene Waffen, auf den Unterseiten der Steine waren Namen eingeritzt, so nahm sie jeden einzelnen Stein in die Hand und schaut darunter, mit jedem Stein den sie nahm, wurde ihre Traurigkeit tiefer und abermals erschütterte ein bitterliches Weinen ihren Körper.
Alle, wirklich alle hatten den Tod gefunden, bis auf Ronya und Seraya, die in ihrer neuen Heimat lebten, in ihrem neuem Dorf, bei ihren anderen neuen Schwestern.
Nun hatte sie Gewissheit, Gewissheit darüber das es niemand weiteres überlebt hatte.
Sie kniete sich vor den Gräbern der Schwestern nieder, nahm ihren Bogen vorm Rücken und legte ihn auf einen der Gräber nieder. Daneben legte sie einen Silbernendolch.
Seht als Zeichen Schwestern, eines Tages werde ich wieder kommen und euch rächen.
Dann werde ich Ronya mitbringen und eine Schar Schwestern die euch rächen werden, die die dies getan haben, werden es büßen und am eigenen Leib erfahren, wie es ist seine Familie zu verlieren.

Dann erhob sie sich und ging festen Schrittes zurück zum Waldrand aus dem sie gekommen war. Sie drehte sich noch einmal um , ihr blickt viel ein letztes Mal über die verkohlten Gebäude und die Gräber am anderem Waldrand, dann verschwand sie wieder im Dickicht des Waldes.

Verfasst: Freitag 15. Juni 2007, 01:06
von Torina
Einige Tage waren vergangen, sie ging den gleichen Weg , den sie gekommen war durch den Wald machte zwei Abende Rast, bevor sie eines Abends wieder an das Fischerdorf kam.
Sie wartete bis die Nacht erreicht war und im Dorf alles still war, erst dann traute sie sich in das Dorf um zum Steg zu gehen. Sie schaut aufs Meer und dort lag noch immer das Schiff vor Anker so wie sie es verlassen hatte, der Käpten hatte also sein Wort gehalten. Sie schaute sich um, rannte dann zurück in den Wald und schmieß sich ein totes Reh über die Schultern, was sie zuvor erlegt hatte. Dieses hang sie am Dorfbrunnen auf und befestigte eine Pergamentrolle darauf.

Das Bürger ist nur der Anfang warnt den König, das ich wieder kommen werde und dann wird er den Kopf verlieren wie dieses Tier.

Gefährtin des Waldes

Dann band sie eines der Fischerboote los und ruderte zurück zum Schiff, ging an Deck und weckte sehr unsanft den Kapitän, los Kerl sie zu das wir hier weg kommen, Befahl sie ihm. Diese schaute nicht begeistert doch kam er dem Befehl nach, hatte er doch einen mehr als guten Lohn erhalten für diese Reise.

Verfasst: Freitag 15. Juni 2007, 01:10
von Torina
Die Rückreise, zog sich, so kam es ihr vor als wenn sie schon Ewigkeiten unwegs sind. Doch sie wußte nun wo sie hingehört zu ihren Schwestern. Umso länger die Reise war, umso mehr wurde sie geschwächt, sie hatte nichts mehr zu essen und auf dem Schiff, gab es nur kleine Rationen mit denen man auskommen mußten.

Doch schließlich nach 10 Tagen war es so weit, das Schiff legte wieder auf Lameriast an Ihrer Heimat, die schleppte sich zum Lager der Gefährtinnen wo man sie sicherlich alsbald finden würde...

Verfasst: Freitag 15. Juni 2007, 20:39
von Marye Larou
Nach einigen Tagen hatte sich die fixe Idee Torina zurück zuholen in Marye's Kopf eingenistet. Sie forschte am Hafen nach und fragte alle möglichen Leute dort nach Torina aus, bis sie auf eine Spur von ihr stieß. "Joooa ne so ne Frau haben wir die Tage mitgenommen.. willst auch dahin Kleene?" fragte sie der Seemann und Marye stimmte sofort zu. Was ein Fehler war wie sie kurz darauf feststellen mußte. Sie hatte gar nicht daran gedacht Reiseproviant mitzunehmen und an Board des Schiffes gab es auch nichts für sie zu essen. Erst nach einigen Tagen fand sie eine liegen gelassene Angel mit der sie sich ein ein paar Fische erangeln konnte. Heisshungrig fraß sie diese roh, da sie keine Möglichkeit hatte, sie zuzubereiten. Dann war man auf der fremden Insel angekommen. Marye hoffte sich dort mit Nahrungsmitteln eindecken zu können.. doch Fehlanzeige. Die Leute dort waren was Fremde anging äußerst misstrauisch und sobald jemand sie sah verschwand dieser hinter der Tür seines Hauses und verriegelte diese. Maryes Hoffnung schwand. Wie sollte sie jemanden fragen ob sie Torina gesehen hatte? Sie ging weiter in der Hoffnung jemanden zu finden doch nachdem sie durch ein Wäldchen gelaufen war, gelangte sie zu einem Sumpf. Sie wollte umkehren doch dann hörte sie lautes Geschrei. Hinter ihr hatten sich ein Dutzend der Einwohner auf ihre Fersen geheftet. Sie waren alle bewaffnet und ihre Absichten schienen eindeutig. Schon flog der erste Speer auf sie zu und sie konnte nur mit Mühe ausweichen. Es waren zu viele und teilweise waren sie auch mit Bögen bewaffnet, sonst hätte Marye ihnen schon die richtige Antwort erteilt. Doch sie wußte hier half nur die Flucht. Der Rückweg war versperrt und nur der Weg in den Sumpf war frei.So rannte sie los und rannte und rannte. bis sie irgendwo erschöpft zusammenbrach. Als sie aufwachte war sie orientierungslos. In welche Richtung sie mußte um zurück zum Hafen zu kommen, wußte sie nicht mehr. Sie versuchte sich zu erinnern und ging los. Zigmal rutschte sie aus und versank im Sumpf, konnte sich jedoch zum Glück immer befreien. Zu essen gabs sehr wenig, nur ab und zu fand sie ein paar Schnecken oder Frösche, die auch roh herunter geschlungen wurden. Es dauerte Tage bis sie den Weg zurück endlich gefunden hatte. Erst nach einem Bad im Meer sah sie überhaupt erst wieder menschlich aus und sie war froh daß sie das nächste Schiff nehmen konnte. Zuhause im Dorf der Gefährtinnen angekommen schlich sie ein wenig umher und wurde von Mishy und Reka entdeckt... Diese verfrachteten sie gleich ins Bett, wo sie zwei Tage am Stück durchschlief. An diesem Abend gab es erst ein Wiedersehen auch mit Zera, die sie zu Boden riss und umarmte. Kurz danach, sie alle wollten es kaum glauben, traf auch Torina ein. Auch sie war ähnlich wie Marye ausgemergelt von der Reise zurück und ausgehungert. Sie wurde in ihr Haus gebracht, mit Essen und Trinken versorgt. Marye und alle anderen waren überglücklich, endlich waren sie wieder zusammen. Ein kleiner Wehrmutstropfen war Torinas Bericht. Alle waren tot. Doch im Moment war nur wichtig daß die Schwestern wieder beisammen waren. An Torina gekuschelt schlief Marye lächelnd ein. Zera wachte über den Schaf der beiden.

Verfasst: Samstag 16. Juni 2007, 02:53
von Xinthra
Beide waren wieder da. Endlich nach der langen Zeit des Wartens, geschwächt zwar da die Suche an ihren Leibern begann zu zehren, aber sie waren wieder da. Bald würde wieder Maries fröhliches Lachen vom Feuer erklingen, Torina würde ihrem Titel "Herrin der Glut" alle Ehre machen, ihren Amboss wieder zum klingen bringen. Doch leider bemerkte scheinbar niemand das fehlen einer nun anderen Schwester. Niemand, außer Xinthra. Die, neben der diese Schwester Nachtens schlief, fehlte nun schon den zweiten Tag. Sie wäre nie gegangen ohne ihre Fellnachbarin zu informieren, wo sie steckte. Die Ahnungslose vermutete ihre Schwester in Bajard, dort hatte sie schon einmal mehrere Tage verbracht ohne sich zu melden. Dass dahinter weitaus mehr steckte, ahnte Xinthra nicht einmal.