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Leyles Schwur und die Verfolgung der Amarth Schwestern

Verfasst: Dienstag 28. Juni 2005, 10:08
von Leyle Darsus
Blutrot färbte die untergehende Sonne die Umgebung um Berchgard herum. Lediglich das
zwitschern einiger Vögel lag in der Luft. Leyle war bis hierher gekommen. Er hatte die Fährte der beiden Amarth bis hierher verfolgt. Sie mussten sich in der Umgebung um Berchgard aufhalten.

Verborgen in den Felsspalten und Felsvorsprüngen des Unheilsberges harrte Leyle nun aus. Seine Blicke stets auf das vor ihm liegende Berchgard gerichtet. Seine Augen mögen in diesen wachsamen Momenten wie ein Spiegel des Hasses wirken und die Umgebung von Berchgard absuchend, bis sie dann das erspähten, was sie begehrten.

Ciesa, Luzcilla und eine Truppe der Tielaender tauchten langsam am Horizont auf, teils auf Pferden, teils zu fuß. Es schien als kämen sie von einer gemeinsamen Schlacht zurück. In Leyle stieg jetzt mehr Hass auf als je zuvor. Nicht nur dass sie den Lehren Alatar nicht mehr folgen wollten, sie waren auch zu den Feinden Alatar übergelaufen. Hierfür gab es keine Entschuldigung. Das Urteil der Versammlung, von welcher Ciesa vor einer guten Woche floh musste nun durch seine Hand durchgeführt werden. Ciesa und ihre Schwester Luzcilla werden büssen müssen, büssen für diesen Verrat an Alatar.

Voller Zorn greift Leyle nach dem unheilvoll schwarz glimmenden Schwert, welches neben ihm an einen Felsvorsprung gelehnt steht. Er umfasst den Griff des Schwertes und hält ihn fest in seiner Hand, so dass die Knochen unter der Haut weiss hervor treten. Dann öffnet er seine andere Hand und ritzt eine kleine wunde in die innen Seite seiner Handfläche. Er öffnet jene Narbe, welche ihm einst bei der Zeremoniegegeben wurde in welcher Leyle selbst Ahad wurde. Etwas blut rinnt durch die nun offene Wunde an der Innenseite seiner Hand. Daraufhin lehnt er das Schwert wieder an den Fels an seiner Seite und ballt die andere Hand zu einer Faust. Auf das, das Blut unterhalb seiner Faust langsam hinaus läuft. „Ich schwöre bei meinem Blut das ich nicht ruhen werde, eher ihr euer Urteil erhalten habt“. Leyles Blicke fallen wieder herunter auf die Steppe vor dem Unheilsberg. Luzcilla und ihre Schwester waren bereits an seiner Stelle vorüber gezogen und in die nahe Siedlung von Berchgard weiter geritten.

Einige Stunden später, als aus dem Rot der untergehende Sonne lange Schatten entstanden sind, steigt Leyle wieder langsam und vorsichtig den Unheilsberg hinab auf die Fläche vor Berchgard. Nahe des Clanshauses der Hinrah, in welchem er sah das die beiden verschwanden, versteckte sich Leyle nun im Gestrüpp einiger Büsche. Einige Zeit verging und die Tür des Hauses öffnete und schloss sich mehrmals. Bei jeder der Gestalten welche hinaus gingen wäre Leyle am liebsten sofort aufgesprungen und hätte ihnen sein Schwert in das Herz gerammt, doch war es nun die Zeit zu rasten und jenen ihr Urteil zu kommen zu lassen auf welche es schon seit einer guten Woche wartete.

Dann ging die Tür zum Clanshaus auf und Ciesa kam heraus, doch unerwartet allein. Luzcilla stand nicht bei ihr. Schnell hastete Leyles Hand zu dem Schwert an seiner Seite, doch dann ließ er wieder ab von selbigen, er entschloss sich ihr zunächst im Schatten des Unheilsberges zu folgen um zu sehen wohin sie nun wolle. Ihre Wege führten sie in ein Gebiet nördlich von Varuna. Man konnte den Schutzgraben der Statt von hier sehen und hier an den Fels des Unheilsberges selbst gebaut stand ein kleines Häuschen in welches sie nun verschwand. Das war es also, das war die neue Unterkunft der beiden Amarth Schwestern. Somit sollten sie ihre Strafe erhalten. Er hatte sie zu dem gemacht was sie sind und er würde ihnen dieses da sein auch wieder nehmen.

Im Schutze der Nacht machte sich Leyle Daraufhin wieder auf die Reise in Richtung Rahal. Zunächst wollte er den kürzeren Weg durch die Stadt Varuna nehmen, doch sah er wie die Wachen sich dort vermehrten. Die Posten schienen beinah verdoppelt worden zu sein. Doch sollte dies nicht seine Sorge sein, darum wird er sich ein anderes mal kümmern. Schnell tragen Leyles Füße ihn weiter durch das Unterholz der Wälder zwischen Varuna und Rahal, stets abseits der Wege um kein Aufsehen zu erregen, wenn gleich die Wege um Rahal und Varuna Nachts meist Leer sind, kann es doch oftmals geschehen, dass man hier Räuber Banden in die Arme läuft, welche auf der Suche nach einer Gruppe von Händlern sind.

Der Morgen war gerade dabei wieder die Schatten der Nacht abzulosen, als Leyle das Eingangstor Rahals durchquerte. Seine Robe tief ins Gesicht gezogen hielte die Wachen ihn zunächst auf. Mit den schweren Waffen auf sie gerichtet sagte sie das er sich zu erkennen geben solle. Als Leyle daraufhin die Kapuze seiner Robe zurück warf verneigten sich die Wachen hastig und ließen ihre Waffen wieder ab. Schnell machte Leyle sich auf in seine Gemächer über der Bibliothek von Rahal, dort hatte er seine Rüstung gelagert, diese bräuchte er nun wenn er den beiden Amarth Schwestern ihr Urteil zukommen lassen wollte. Sie flohen von der Versammlung, also würden sie sich auch Leyle nicht kampflos stellen.

Nachdem er in seinen Gemächern ein wenig Schlaf nachholte und sich seine Rüstung anlegte und die Klinge seines Schwertes in einer Scheide an seiner Seite verschwinden ließ machte er sich wieder auf in Richtung Haus der Schwestern Amarth. Dieses mal trug ihn der Rücken seines treuen Pferdes über die Wiesen und durch die Wälder Gerimors. Geschwind gallopierte es durch einfaches und auch unwegsames Gelände, bis sie schließlich durch den Pass nördlich Varunas ins Unheilsgebirge eindrangen. Hier band Leyle das Pferd nahe der Festung Darsus an und machte sich allein weiter auf den Weg.

Der Plattenharnisch bot zwar Schutz im Kampf, doch beim durchqueren eines Gebirges war er kein guter Begleiter. Nur Mühsam kam Leyle voran und oft drohte er in Schluchten hinab zu stürzen. Oftmals verlor er beinahe sein Gleichgewicht bis er endlich dort stand wo er hin wollte. An der Spitze des Berges oberhalb des Hauses der Amarth Schwestern. Es sollte auch nicht lange dauern bis sich eine der beiden dort zeigte. Gerüstet mit ihrer gewohnten Kochen Rüstung verstärkt mit einigen Harnischteilen machte sie sich auf in Richtung des Höhleneingang durch den Unheilsberg selbst. Leyle stieg als Ciesa im Schatten der Höhle verschwand ebenso hinab um in den Schatten des Berges zu verschwinden.

Es dauerte einige Zeit bis seine Augen sich an die Dunkelheit der Höhle gewöhnten. Der Boden war modrig und von der Decke tropften vereinzelt etwas Wasser hinab. Die Spuren des großen Regens vor einigen Monaten machten sich noch jetzt hier unten in den Höhlen bemerkbar, das Nass musste sich erst den Weg durch das Gestein des Berges selbst suchen bis es hier unten in den Höhlen angekommen war.

Langsam aber sicher folgte Leyle so den Spuren seiner Vorgängerin welche tiefe Spuren im modrigen Boden des Berges hinterließ. Vorbei an einigen aufgehäuften Knochen und zerschlagenen Gliedern von Unwesen der Tiefe bahnte sich Leyle seinen Weg, bis er dumpfe Schläge durch die Höhlengänge vernahm. Leyle kannte dieses Geräusch, es war der Hammer der Ciesa Amarth welcher wohl auf eines der Unwesen der Höhle einschlug. So setzte er sich seinen gepanzerten Helm auf und schnallte ihn fest. Mit einer Hand am Schwertknauf machte er sich dann langsam auf in Richtung der dumpfen Klänge aus den Schatten der Höhle.

Langsam bildeten sich die Konturen einer Gestalt zu den dumpfen Schlägen. Es war Ciesa, er erkannte sie sofort, allein die Art und Weise wie sie ihren Kriegshammer trug verriet sie. Als er nahe an ihr Stand begann er seine Stimme zu erheben und Ciesa zu sagen, dass diese nun ihr Urteil empfangen werden. Diese lies zunächst ihren Hammer senken und schaute ein wenig überrascht. Als ihr bewusst wurde das Leyle ihr hier gegenüber stand ließ sie kurz die Waffe herunter hängen. In diesem Moment legte Leyle ihr rasch die Klinge seines Schwertes an den Hals. Als Ciesa ihn daraufhin fragte ob er sie nun töten wolle und das Leyle nur Lügen hinterher laufe, wollte dieser gerade sein Schwert durch ihren Hals hindurch stechen, als Ciesa sich nach hinten warf, eine Rolle machte und in dieser ihre Kriegsaxt und ein Großschild zur Hand nahm. Zunächst war Leyle verdutzt wie schnell sie dies vollzog, selbst er schaffte es nicht so schnell einen schweren Hammer zur Hand zu nehmen und dazu ein Grosschild an seinen Arm zu Schnallen und das auch noch während einer Rolle. Nun standen sich beide mit Waffen in der Hand gegenüber, gerade als Leyle sein Schwert anhebt um in den Kampf überzugehen, warf Ciesa ihr Schild und ihre Waffe allerdings wieder zu Boden und nahm eine Flasche von ihrem Gürtel sie versuchte Rasch diese zu öffnen. Leyle war zunächst erstaunt, dass Ciesa ihre Waffen nun doch wieder weg warf, ihm wurde aber schnell bewusst das er nun handeln musste bevor sie an den Inhalt der Flasche gelange konnte. Während Ciesa noch versuchte die Flasche zu öffnen durchschlug Leyle das Glas dieser mit seinem Schwert woraufhin sich die Flüssigkeit, welche sich in ihr befand über Ciesa ergoss. Wie erstarrt Stand Ciesa nun vor ihm. Sie wollte also einen Fesseltrank auf Leyle werfen, doch hatte sie das innere der Flasche nun über sich selbst ergossen.

Sie hatte also ihren Weg gewählt. Leyle holte aus und wuchtete ihr das Schwert mehrmals über ihre Rüstung, diese Klaffte daraufhin an einigen Stellen auf und Blut schoss aus ihrem Körper. Viele Schnitt wunden mussten ihren Körper zieren nachdem Leyle mit ihr fertig war und Ciesa zu Boden sank. Dann kniete Leyle sich nochmals neben den zusammen gesackten Körper und er zog einen Dolch aus seinem Gürtel. Der Dolch schimmerte ähnlich schwarz und unheilvoll wie das Ahad Schwert, welches er wieder in der Scheide versinken ließ. Mit dem Dolch trennte Leyle Ciesa dann sorgsam den Zeigefinger von der rechten Hand ab, dann stand er wieder auf, schaute nochmals zurück auf den Körper der Ciesa Amarth welcher blutüberströmt am Boden lag und keine Regung mehr von sich gab. Sorgsam wickelte Leyle daraufhin den Finger in ein Tuch ein und verstaute ihn in einem Beutel. Danach ging er langsam wieder aus der Höhle hinaus und überließ Ciesa ihrem Schicksal und den Aasfressern des Unheilsberges.

Verfasst: Dienstag 28. Juni 2005, 18:18
von Ciesa Amarth
Da liegt sie nun.. regungslos scheint Ciesa im Matsch und geroell in den Hoehlen des Unheilsberges zu liegen. Ihre faust geballt vor schmerz welche die Wunde des abgehackten Fingers mit sich brachte. Starke risse waren an ihrer Ruestung zu erkennen und Blut floss aus diesen hervor. Eine ganze fuetze von Blut, welches sich mit Wasser und schlamm verbuendete hatte sich gebildet und die Skelette welche sich mehr und mehr sammelten um sie herum, gierten nach ihrem Tode.
Langsam rappelte sie sich auf, sie erkannte die gefahr in welcher sie sich gerade befand. Doch ihre Wut um das gerade geschehene verhalfen ihr dazu die ganzen Schmerzen welche sie gerade am Leibe empfand zu vergessen. So greifte sie nach Ihrem Schild sowie das Kriegsbeil und rappelte sich muehsam auf. Ihr blick schweifte durch die unmengen von Skeletten welche ihr den Weg versperrten.
Ich sterbe doch niemals so Jämmerlich! *brüllt sie lauthals und ihr Zorn in den Augen war deutlich zu erkennen. Sie versuchte ihr Schild fest zu greifen, was sich jedoch fuer sehr schwer erwies, das sie nicht mehr den richtigen Halt fand wie kurz zuvor noch. Sie merkte es und buckelte ihr Schild wieder, sowie sie auch ihr Beil wieder an den Waffengurt haengte.*
Na kommt schon ihr grollviehcher, ich habe den Balron abermals niedergestreckt. Da werde ich doch niemals von euch zu Boden geschlagen werden!
*Ihr blick wurde deutlich Rasend vor Zorn, Schmerz sowie der Gedanke hier ihr Ende finden zu koennen. Sie griff also fest nach ihrem Pickhammer, dieser war zwar auch schwer zu halten. Doch konnte sie einen griff finden, welcher ausreichen sollte um sich durch die Skelettmengen zu schlagen.*
Langsam sah man die Erschoepfung deutlich in ihrer Haltung, doch ihr Wille war staerker als das sie sich aufgab.
*Langsam trabte sie wieder weiter, groß ausgeholte Schlaege fanden ihr Ziel in den Skeletten vor ihr. Langsam zaehlte sie ihre gefallenen Skelettgegner mit und versuchte weiter gezielt die Skelette regelrecht zur Seite zu schleudern mit dem großen Hammer.
Eins! Zwei! Drei!.. *hörte man sie keuchen und das Blut aus dem stueck des Fehlenden Fingers floss staerker und staerker heraus*
Langsam erkannte sie das schwache licht des Ausgangs aus dem Unheilsberges und erschoepft ringte sie danach diesem auch entkommen zu koennen.
*kaum draussen angekommen lies sie sich zu boden fallen, erschoepft und schon fast bewusstlos hoerte man nur noch eins*
Sechsundvierzig..