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Der Unterschied!

Verfasst: Freitag 11. Mai 2007, 14:00
von Sahlim
Es war ein warmer schöner Abend, die Sonne stand schläfrig am Abendlichem Himmel. Der Sand kühlte langsam ab, doch die Akemis der Stadtwache Menek'urs sollten nicht auskühlen. Nein! sie sollten sich warm machen...
Hieß es also den Hindernissparkur mehrmals zu durchlaufen. Das ganze mit all dem Gepäck was eine Wache nunmal mit sich führt. So wurde das kriechen, klettern und Balancieren zu einem wahrlichen Kraftakt.
Bereits nach zwei Runden floss einem der Schweiß gerade zu die Stirn herab, leise klapperten die Knochen der Rüsten aneinander.
Nach dieser bestandenen "Aufwärm" Runde, hieß es die Klingen zu zücken. Es ging zu einem Übungskampf. Ein Kinderspiel dachten Saahir und Sahlim, welche gemeinsam gegen einen Kämpfen sollten...


Doch nun wurde es sehr schnell deutlich, der Unterschied zwischen den gewölbten Säbeln und der groben, geraden Schwerter, wie sie nur allzugern von den Festländern genutzt werden. Das hölzerne Schwert lag Sahlim schlecht in der Hand, nur schwer gelang es ihm die Klinge gegen den Feind zu führen. Einige gute Treffer wurden ausgeteilt und so ging der Kampf recht rasch wieder zuende.
Brummelnd verstaute Sahlim das Holzschwert wieder... und so zog sich das Abendliche Training hin.

Noch am späten Abend ging Sahlim zu Fuad, ihm das Holzschwert entgegen haltend. Die beiden mochten einige Worte getauscht haben. Es schien dabei wohl um das Schwert zu gehen, so ließ es der Anblick zumindest vermuten... Dieses Gespräch mag einen Momentlang gedauert haben, ehe die beiden wieder getrennte Wege gangen, Sahlim ging seinen zum Übungsplatz und Fuad den seinen nach Haus'.
Sahlim möchte jedoch keinen zufriedenen eindruck mehr machen, als er nun gen seines Zimmers schreitete...

Langsam brach nun wieder die Nacht über Menek'ur herein. Die Sonne wandte sich langsam dem Horizont zu und die Schatten wüchsen über Menek'ur hinweg. Der dunkle Himmel gab nun die vielen Sterne preis, welche ein sanftes Licht auf Menek'ur warfen...

Re: Der Unterschied!

Verfasst: Montag 14. Mai 2007, 14:05
von Fuad Ifrey
Es war wohl einfach für Sahlim den Jemaat zu finden. Sprach es sich rum das Fuad meist nach Dienstschluss das obere Geschoss des Kontors aufsuchte, um sich seinen Ausgleich zum zumal harten Dienst zu wittmen.
Ein jeder brauchte wohl einen Ausgleich zu seinen Aufgaben.
Eine Beschäftigung der man sich hingeben konnte.
Fuad gab sich dem Schnitzen und dem Bogenbau hin.
So war er gerade damit beschäftigt einige gefährtigte schwere Eichenarmbrüste zu bespannen, als Sahlim ihn missmutig, mit dem Holzschwert aufsuchte.
Er legte es ihm rasch auf die Werkbank. Es brauchte nicht vieler Worte und Fuad verstand um was es ihm geht.
Diese gerade und dazu noch relativ schmale Klinge. Einzig zu Stichübungen diente diese Waffe wohl.
Sahlim legte neben dem Holzschwert auch einen Wüstenskorpion. Und deutete darauf.
"Dies ist unsere Waffe. Nicht ohne Grund wählen wir diese gekrümmte Form. Ich bitte dich...
Man will das wir damit umgehen können? Dann schenke uns eben solche Übungswaffen."

Ein Schmuntzeln und achtsames Neigen seines Hauptes erging.
Fuad war etwas überrascht, doch auch nicht minder geprägt von Respekt gegenüber seinem Cousin und gleichzeitig Waffenbruder.
Sahlim zog sich nach einigen weiteren Worten wieder zurück. Und der Jemaat, freudig erfüllt mit einer etwas abwechlungsreichen Aufgabe, betrachtete nun dieses gerade Holzschwert und den gekrümmten Skorpion( Scimitar).
Sahlim hatte recht. Warum mit einer Waffe üben, deren Nachteile klar zu sehen sind. Und die Janitschare eben wegen diesen Nachteilen diese Waffe garnicht erst im Kampf nutzen.
Der einzige Vorteil dieses Breitschwertes liegt wohl einzig in seiner Reichweite und dem damit verbundenen tiefen Stich, den man damit verrichten kann.
Auf engen Raum ist diese Klinge kaum zu gebrauchen. Zu groß die Reichweite und somit auf den Schwung den man braucht um einen abwehrenden, oder auch angreifenden Hieb zu verrichten.
Eben hier lag die Stärke bei dem Skorpion. Die zum letzten Drittel hin sich verbreitende und anschließend sich zu einer breiten Spitze wieder verjüngende Klinge bot aufgrund der relativen Schwere des Ende der Waffe eine sehr effektive Kraftverstärkung, beim Ausführen eines Hiebes.
Je mehr Schwung ein Janitschtar mit dieser Waffe aufbringen konnte, desto wuchtiger wurde der Hieb. So erhielt die Waffe auch bei wenig ausholen einen harten Hieb.
Die dazu gekrümmte Form der einseitig geschliffenen Klinge verstärkte die Schadenwirkungs eines jeden Hiebes und Angriffs.
Gegenüber einem gerade laufenden Breitschwert, machte die gekrümmte Form eines Säbels eine weit aus größere und tiefere Verletzung bei einem Hiebangriff.

Fuad nahm die größten und härtesten Eichenstämme, die im Kontor lagerten zur Hand. Und begann nach auftragen der Maßerungen und Orientierungslinien das Holz zu bearbeiten.
Er achtete sehr bei seiner Arbeit darauf den Verlauf des Holzes nicht zu verletzen. Und früh begann er, die Runde und gekrümmte Form des Skorpiones auszuarbeiten.
Die Klingenseite jedoch verjüngerte er nur Andeutungsweise. Und rundete sie ab.
Am Schluss hatte der Säbel etwa eine Länge von ca. einem Meter. Die Klingenseite nur wenig geschärft und die Rückreite gänzlich stumpf. So dass man gar in großer Not, die mit der Schildhand die Klinge stützend halten kann.

Drei Tage nach den Bitte Sahlims, sollte die Stadtwache einige der neuen Übungswaffen erhalten.