Die versprochene Patrouille
Verfasst: Dienstag 8. Mai 2007, 11:25
Nach einiger Zeit blickte man den, trotz so später Stunde noch sehr wachsamen, gewissenhaften Gardisten nicht mehr hinterher, wenn kurz nach der Ablöse auf ihrem Patrouillengang im Dunkel der Nacht verschwanden. Man wusste ja nur zu genau wie es sich so verhielt mit dem Tiefschwarz der Dunkelheit:
Zuerst glimmten die Kettenringe noch im letzten Licht der Torfackeln auf, als wollten sie das Unvermeidbare verhindern, doch dann, mit einem letzten, hohen Klinggeräusch, wurden sie samt Träger von den Schatten verschluckt.
Im Grunde ein doch recht heroisches und etwas dramatisches Procedere, jedoch hatte er sich daran gewöhnt und schon lange warf er ihnen keine väterlich-besorgten Blicke mehr hinterher. Sicher, im Grunde konnte es immer (und nun ganz besonders!) vorkommen, dass einer der tapferen Mannen der Berchgarder Gardisten nicht mehr aus dem Nachtdunkel zurückkehrte, sondern vielleicht später einmal mit durchtrennter Kehle aufgefunden wurde. Aber sie wussten ja doch worauf sie sich eingelassen hatten, als sie sich entschlossen das Heimatland zu verteidigen- und wenn nicht, so konnte man ihnen erst recht nicht helfen!
Zumindest nicht so...
Er tat einfach seine Arbeit und stand ihnen zur Seite, gönnte sich keine Ruhepause oder einen Schichtwechsel, sondern ging die ein oder andere Patrouille selbst mit ab. Eigentlich noch alberner, denn wenn man schon bedachte, dass ein Feind die Kettenringe mehrere Meter weit klingeln hören konnte, so weckte sein Rüstgeschepper auch noch einen Volltrunkenen. Trotz allem nagte die Furcht nicht an ihm- weshalb auch?
Zum einen war er nun schon seit einigen Jahren ein Ritter des Königs und somit ein feines Ziel für jegliche Untaten. Sollte er nun des Nachts deshalb keinen Schlaf mehr finden und wie ein Jammerlappen umherweinen? Ein prächtiger Ritter, der Sire Cathal - weint sofort, wenn ihm einer mit Schlägen droht! Er musste allein bei dem Gedanken an eine derartige Reputation schnauben und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Dieses wurde breiter, als ihm sofort der zweite Grund einfiel, warum er mit stolzem, raschem Schritt, unter lautem Rüstgeklapper noch eine weitere Patrouille antreten konnte ohne auch nur die Spur der Angst im Nacken:
Irgendwo dort draussen saß Shanna und hatte, leise wie ein Mäuschen in ihrem Ledergewand, den Bogen schon gespannt- so schnell überraschte ihn niemand!
Sollte er aber verwundet werden, so döste Keara, den Korb voller Medikamente, Tränke und Bandagen, welche sie unter Alleens Anweisungen gebraut hatte, am Tor.
Wenn ihm etwas zustossen sollte, dann wartete eine ganze Bande Llastobhars (von Sorcha und Leith über Owyn und Alleen bis hin zu Una und Viljo) nur darauf dem Übeltäter alles heimzuzahlen und ihn zu rächen.
Ja und sollte die Nacht ruhig verlaufen. So konnte er danach dem kleinen Niall von diesem Abenteuer erzählen und sein geliebtes Töchterlein Mairin in den Arm schließen.
Es tat ungemein gut eine derartige Familie zu haben. Sollte der Feind doch kommen...
Zuerst glimmten die Kettenringe noch im letzten Licht der Torfackeln auf, als wollten sie das Unvermeidbare verhindern, doch dann, mit einem letzten, hohen Klinggeräusch, wurden sie samt Träger von den Schatten verschluckt.
Im Grunde ein doch recht heroisches und etwas dramatisches Procedere, jedoch hatte er sich daran gewöhnt und schon lange warf er ihnen keine väterlich-besorgten Blicke mehr hinterher. Sicher, im Grunde konnte es immer (und nun ganz besonders!) vorkommen, dass einer der tapferen Mannen der Berchgarder Gardisten nicht mehr aus dem Nachtdunkel zurückkehrte, sondern vielleicht später einmal mit durchtrennter Kehle aufgefunden wurde. Aber sie wussten ja doch worauf sie sich eingelassen hatten, als sie sich entschlossen das Heimatland zu verteidigen- und wenn nicht, so konnte man ihnen erst recht nicht helfen!
Zumindest nicht so...
Er tat einfach seine Arbeit und stand ihnen zur Seite, gönnte sich keine Ruhepause oder einen Schichtwechsel, sondern ging die ein oder andere Patrouille selbst mit ab. Eigentlich noch alberner, denn wenn man schon bedachte, dass ein Feind die Kettenringe mehrere Meter weit klingeln hören konnte, so weckte sein Rüstgeschepper auch noch einen Volltrunkenen. Trotz allem nagte die Furcht nicht an ihm- weshalb auch?
Zum einen war er nun schon seit einigen Jahren ein Ritter des Königs und somit ein feines Ziel für jegliche Untaten. Sollte er nun des Nachts deshalb keinen Schlaf mehr finden und wie ein Jammerlappen umherweinen? Ein prächtiger Ritter, der Sire Cathal - weint sofort, wenn ihm einer mit Schlägen droht! Er musste allein bei dem Gedanken an eine derartige Reputation schnauben und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Dieses wurde breiter, als ihm sofort der zweite Grund einfiel, warum er mit stolzem, raschem Schritt, unter lautem Rüstgeklapper noch eine weitere Patrouille antreten konnte ohne auch nur die Spur der Angst im Nacken:
Irgendwo dort draussen saß Shanna und hatte, leise wie ein Mäuschen in ihrem Ledergewand, den Bogen schon gespannt- so schnell überraschte ihn niemand!
Sollte er aber verwundet werden, so döste Keara, den Korb voller Medikamente, Tränke und Bandagen, welche sie unter Alleens Anweisungen gebraut hatte, am Tor.
Wenn ihm etwas zustossen sollte, dann wartete eine ganze Bande Llastobhars (von Sorcha und Leith über Owyn und Alleen bis hin zu Una und Viljo) nur darauf dem Übeltäter alles heimzuzahlen und ihn zu rächen.
Ja und sollte die Nacht ruhig verlaufen. So konnte er danach dem kleinen Niall von diesem Abenteuer erzählen und sein geliebtes Töchterlein Mairin in den Arm schließen.
Es tat ungemein gut eine derartige Familie zu haben. Sollte der Feind doch kommen...