Wenn der Wüstenwind die Sehnsucht erweckt
Verfasst: Sonntag 6. Mai 2007, 19:25
Sie hatte es sich so sehr gewünscht, und nicht einmal im Traum daran gedacht, dass jenes Unvorstellbare je eintreten könnte.
Aber nun war es da mit einer Vehemenz, die logisches Denken völlig außer Acht lässt.
Angefangen hatte alles bei der täglichen Wache. Der Abend war ruhig, die anderen
Wachen des Emirs standen in Gruppen zusammen und unterhielten sich. Baheera
nahm, wie üblich Position vor dem Steg ein, wo man alles überblicken konnte...die Reisenden, die mit dem Schiff ankamen,
das Meer und auch die Tore, die einladend die Stadt säumten.
Sie stand also da in Rüstung, die Hand hielt den Wüstenskorpion umschlungen, ahnungslos.
Eine leichte glühend warme Brise wehte von der Wüste über die Stadt, Baheera ins Gesicht.
Sandkörner fingen sich an den dichten Wimpern und wie ein Glitzerstaub leuchteten sie dort im Licht der Abendsonne.
Das genau war der Augenblick, wo sie sich inmitten ihrer Gefährten schrecklich einsamund verlassen fühlte.
Erklären konnte sie es nicht, warum und wieso da war er, der Schmerz in ihrer Brust. Heimweh. Ihre Gedanken schweiften zu der kleinen
Nomadenfamilie und Wehmut lag in ihrem Blick.
"Wie lange schon, hatte sie am Abend Geschichten nicht mehr gelauschte?
Wie lange schon, hatte sie nicht zusammen mit den Frauen ihrer Familie lachend bei schwarzem Tee und Datteln gesessen?
Wie lange schon war sie nicht auf dem Rücken Saalam durch die Wüste
galoppiert?"
Endlos lange. Sie konnte sich nicht mehr daran erinnern.
Doch der Wüstenwind erinnerte sie daran, er rief nach dem Kind der Wüste und führte ihr die so vertrauten Bilder vor Augen.
"Würde Ihr Eluive verzeihen, wenn sie all das, was sie sich immer so sehnlich gewünscht hatte, zurückließ?"
Sie würde es, Baheera war sich dessen sicher.
Eluive hat sie immer verstanden, sie würde es nun auch tun.
Aber der Emir? Würde er sie ziehen lassen? Baheera was sich bei Beantwortung dieser Frage unsicher.
Sicher war dass ihre Familie sie aufnehmen würde. Vater vielleicht anfangs voller Verzweiflung einen Wortschwall über ihr Haupt schütten, sie aber dann in seine Arme ziehen. Sie war doch sein Stern und würde es immer bleiben. Und vielleicht würden dann auch die Geschenke ihrer kleinen Nomadenfamilie den Emir besänftigen, so wie sie es immer taten.
Sicher war dass Eluive Baheera beistehen wird, sie hat es von Anfang an getan und wird es bis an ihr Lebensende tun.
Inshallah du schöne Stadt.
Inshallah all ihr Gefährten der Wache.
Inshallah Khalida und all ihr anderen aus den vielen Häusern, die ich lieb gewonnen habe.
Inshallah ihr Wüstenblumen, möge Eluive Eure Schönheit bewahren und Eure Schritte behüten.
Mit einem strahlendem Lächeln, das sich in den großen blauen Augen Baheeras widerspiegelte,
nahm sie Abschied, um den langen Weg durch die Wüste zu ihrer Familie anzutreten.
Salam, ihr Lieben, Baheera kehrt zurück. Als hätte der Wüstenwind diese begriffen, wehte er ihr in den Rücken, trieb sie voran,
verwischte die zierlichen Spuren im Sand, bis nichts mehr an sie erinnerte.
Aber nun war es da mit einer Vehemenz, die logisches Denken völlig außer Acht lässt.
Angefangen hatte alles bei der täglichen Wache. Der Abend war ruhig, die anderen
Wachen des Emirs standen in Gruppen zusammen und unterhielten sich. Baheera
nahm, wie üblich Position vor dem Steg ein, wo man alles überblicken konnte...die Reisenden, die mit dem Schiff ankamen,
das Meer und auch die Tore, die einladend die Stadt säumten.
Sie stand also da in Rüstung, die Hand hielt den Wüstenskorpion umschlungen, ahnungslos.
Eine leichte glühend warme Brise wehte von der Wüste über die Stadt, Baheera ins Gesicht.
Sandkörner fingen sich an den dichten Wimpern und wie ein Glitzerstaub leuchteten sie dort im Licht der Abendsonne.
Das genau war der Augenblick, wo sie sich inmitten ihrer Gefährten schrecklich einsamund verlassen fühlte.
Erklären konnte sie es nicht, warum und wieso da war er, der Schmerz in ihrer Brust. Heimweh. Ihre Gedanken schweiften zu der kleinen
Nomadenfamilie und Wehmut lag in ihrem Blick.
"Wie lange schon, hatte sie am Abend Geschichten nicht mehr gelauschte?
Wie lange schon, hatte sie nicht zusammen mit den Frauen ihrer Familie lachend bei schwarzem Tee und Datteln gesessen?
Wie lange schon war sie nicht auf dem Rücken Saalam durch die Wüste
galoppiert?"
Endlos lange. Sie konnte sich nicht mehr daran erinnern.
Doch der Wüstenwind erinnerte sie daran, er rief nach dem Kind der Wüste und führte ihr die so vertrauten Bilder vor Augen.
"Würde Ihr Eluive verzeihen, wenn sie all das, was sie sich immer so sehnlich gewünscht hatte, zurückließ?"
Sie würde es, Baheera war sich dessen sicher.
Eluive hat sie immer verstanden, sie würde es nun auch tun.
Aber der Emir? Würde er sie ziehen lassen? Baheera was sich bei Beantwortung dieser Frage unsicher.
Sicher war dass ihre Familie sie aufnehmen würde. Vater vielleicht anfangs voller Verzweiflung einen Wortschwall über ihr Haupt schütten, sie aber dann in seine Arme ziehen. Sie war doch sein Stern und würde es immer bleiben. Und vielleicht würden dann auch die Geschenke ihrer kleinen Nomadenfamilie den Emir besänftigen, so wie sie es immer taten.
Sicher war dass Eluive Baheera beistehen wird, sie hat es von Anfang an getan und wird es bis an ihr Lebensende tun.
Inshallah du schöne Stadt.
Inshallah all ihr Gefährten der Wache.
Inshallah Khalida und all ihr anderen aus den vielen Häusern, die ich lieb gewonnen habe.
Inshallah ihr Wüstenblumen, möge Eluive Eure Schönheit bewahren und Eure Schritte behüten.
Mit einem strahlendem Lächeln, das sich in den großen blauen Augen Baheeras widerspiegelte,
nahm sie Abschied, um den langen Weg durch die Wüste zu ihrer Familie anzutreten.
Salam, ihr Lieben, Baheera kehrt zurück. Als hätte der Wüstenwind diese begriffen, wehte er ihr in den Rücken, trieb sie voran,
verwischte die zierlichen Spuren im Sand, bis nichts mehr an sie erinnerte.