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Tagebuch des Faet’yxul

Verfasst: Sonntag 6. Mai 2007, 12:18
von Faet´yxul
4. Eluivar 250

Und nun habe ich meinen ersten Schritt auf die Stadt Rahal gesetzt. Jene Stadt, welche von den Menschen errichtet wurde zu Ehren unseres Vaters. Wirklich beeindrucken ist sie nicht. Ein Haus neben dem andren, Pferde an jeder Ecke und die Luft … viel zu kühl. Das Licht der Sonne brennt fast in den Augen. Ich vermisse die Dunkelheit des Unterschlupfes. Ich werde meinen Weg aber gehen – ich werde aus diesen Schmerzen Kraft schöpfen. So will es der Vater und ich lebe um seinem Willen zu folgen.

Die Taverne ist düster, ich konnte eine Ecke finden, wie kaum Licht hin drang. Was für ein angenehmes Gefühl. Später betrat ein Weib der Menschen die Taverne. Schwach – mit verletztem Arm. Sollte man solche Wesen nicht bereits an den Stadttoren wieder nach draußen schicken, oder ihnen die letzte Ehre erweisen und sie dem Herrn opfern? Wenn Rahal doch Alatar dient, wie können sie eine solche Schwäche zulassen?

Aber … nun weiß sie, was Stärke bedeutet. Auch sie konnte ihrem Schicksal nicht entgehen. Sie konnte den ersten Tropfen von Stärke schmecken. Sie kniete vor Dir, und sie wird wiederkehren um vor Dich zu knien. Aus freien Stücken. Der Stolz in ihren Augen, der Widerstand gegen meine Handlungen deuten auf innere Stärke hin. Ich will sehen wie lange es braucht, bis diese Frau aus eigenen Stücken in Deinen Tempel tritt. Und bis dahin werde ich sie weiter dazu anleiten, wie sie sich in Deinen Hallen zu verhalten hat. Und wenn sie wirklich zu nichts zu gebrauchen ist – dann endet ihr Leben in Deinen Hallen. Schwäche können wir nicht dulden. Schwäche werden wir nicht dulden.

5. Eluivar 250

Deine Kinder sind wunderbar, Herr - Stolz, und stark. Selbst die Weibchen Deines Volkes strahlen Stärke und Stolz aus. Maywae – Ihr hast Du ein nützliches Geschenk gegeben. Sie ist stolz und doch kennt sie ihren Platz. Wenn Ihre Tränke eine solche Kraft enthalten wie man sie in ihren Augen erkennen konnte, wird sie ein gutes Werkzeug. Ich werde sie im Auge behalten.

Verfasst: Mittwoch 16. Mai 2007, 00:41
von Faet´yxul
o wenn Du eine Chance siehst, ergreife sie – sofort.

Herr, ich danke Dir für diese Lektion. Es wird nicht noch einmal passieren, dass ich zögere. Eine Heilerin in der Hand eines Kriegers. Er wird zufrieden sein. Ein Krieger dessen Wunden schneller heilen als die Wunden anderer Krieger. Er wird an ihr wachsen – oder versagen. Er kann eine so sture Lethra zu seinen Vorteil nutzen. Er wird daran wachsen.

o Immer Ärger mit den Weibern.

Velvyr’tae. Sie muss irgendetwas an sich haben. Sie ist demütig dem Tetrarchchen gegenüber. Dem Tetrarchen, der – vergessen – hat sie als seinen Besitz zu zeichnen. Ich werde ihre Qualitäten herausfinden. Syr’rael vertraut ihr. Sie muss irgendetwas an sich haben, das den Letharen hilft. Die unterste Stufe der Hierarchie, aber doch an der Seite deines höchsten Templers. Sie wird meine Seite schmücken, wenn er sie nicht – dem Gesetz, Deinem Gesetz – nach, zeichnet. Vielleicht ein Fehler ihr vier Wochenläufe Zeit zu geben. Aber sie kennt die Gesetze, sie wird nicht fliehen. Ihre Demut wird Nährboden für Hass. Stärke und Zorn. Und ich werde ihre Qualitäten herausfinden.

o Güte?

Welcher Narr setzt ein Menschenwort in den Kopf eines Letharen. Dein Glaube hat keinen Platz für Güte. Demut, Hass, Stärke, Glauben … das sind die Eigenschaften eines Letharen. Güte ist eine Schwäche der Hure. Güte ist ein Schandmal der Menscheit. Güte ist das Eingeständnis von Versagen. Das Zulassen von Versagen. Wir dürfen Versagen nicht zulassen. Bei Deinen Kindern muss der Glaube als erstes gefestigt werden. Wie können wir vor die Menschen treten, wenn nichteinmal unser Glauben fest ist. Und unser Glauben WIRD wieder fest und stark werden. Wir sind Deine Kinder, Deine Diener, Dein Werk.