Salzprinzessin im Wüstenglanz
Verfasst: Donnerstag 3. Mai 2007, 04:11
Wenn man mein Leben dokumentieren würde, wäre das Buch vermutlich das reinste Chaos. Vielleicht sollte man es genau deswegen auch sein lassen. Ach, ich sollte aufhören, mir andauernd irgendwelche Fragen zu stellen. Radeh meinte immer, ich solle mich meiner Angst stellen. Aber habe ich Angst? Hey, ich bin eine junge Menekanerin. Vielleicht nicht die Schönste unter den Menekanern. Aber immerhin habe ich schöne, sonnengebräunte Haut, ein liebliches Lächeln und einige Dinge an mir, die mich von den anderen Menekanerinnen abheben. Vielleicht hätte Eluive mich mit der Zahnlücke verschonen können, aber ich bin mir ganz sicher, daß sie genau wusste, warum ich diese Zahnlücke habe. Und wenn ich nicht lache sieht man sie ja auch nicht. Das Blöde daran ist: Ich lache viel zu gerne und voller Leidenschaft. Eben wie heute.
Obwohl, wenn ich an den heutigen Tag zurückdenke: Teilweise hatte ich Angst. Ich habe noch nie in meinem Leben ein Verkaufsgespräch geführt und dann war da dieser Festländer, der das weiße Gold erstehen wollte. Oh Himmel, bei Eluive. Wie froh ich war, das Ishaaq bei mir war. Aber auch er verkrümelte sich. Eluive schien es einfach nicht gut mit mir zu meinen. Also setzte ich mein teuerstes Lächeln auf - in der Hoffnung, dass dieses auch ja nicht aufgesetzt aussah. Es ist manchmal aber auch wirklich schwer, die passenden Worte zu finden. Es sollte feste Händler dafür geben, wirklich! Aber wenigstens konnte ich mich davor drücken, den Preis für das Salz auszuhandeln. Nicht, daß ich mich über den Tisch ziehen lassen würde. Aber ich glaub einfach, Männer sind in solchen Sachen die Besseren! Und dank Ishaaq hab ich den Tag heute wirklich überlebt. Auch die Kleidung, die er mir gebracht hat ist wunderbar. Ich sollt mich nochmal bei ihm bedanken. Ja, vielleicht sollte ich das.
Ansonsten war der Tag nicht sonderlich ereignisreich. Ich habe die letzten Salzsäcke für die heutige Nacht in mein Bankfach gequetscht, welches nun aus allen Nähten platzt. Ich sollte mir dringend eine Truhe vor dem Berg Cantars zulegen. Dann müsste ich auch nicht immer von der Mine in die Stadt rennen und dort die Bankiersfrau Stunde um Stunde damit nerven, mein Bankfach zwischen den hunderten an Fächern herauszusuchen. Ich meine, sie kann sich sicherlich auch besseres vorstellen, oder? Aber andererseits: Wofür wird sie denn sonst bezahlt? Wird sie überhaupt bezahlt? Na, ich werde ja auch für meine Arbeit bezahlt. Zwar nicht vom Emir selbst, aber von denen, die mir meine Güter abnehmen.
Achja, der Emir. Radeh hat viel von ihm erzählt, aber gesehen hab ich ihn selbst nie. Radeh meinte, früher sei er oftmals an mir vorbeigelaufen und habe mich begrüßt, aber da war ich wohl noch zu klein als das ich mich dran erinnern könnte. Und damals war er auch noch Großwesir. Jetzt ist er Emir und Herrscher über ein ganzes Land. Ist es anstrengend ein ganzes Land zu beschützen? Aber er hat ja auch seine Angstellten. Sicherlich auch genügend Wachen, die ihn und das Land behüten. Ich sehe schon, ich habe hier noch einiges zu lernen. Aber das wichtigste, was ich bemerkt habe: Das Wasser schmeckt köstlich und die Datteln zergehen wie Zucker auf der Zunge. Ich könnte mich ausschließlich davon ernähren. Wie auch immer, ich werde nun die Augen schließen und mich auf den morgigen Tag vorbereiten. Schließlich habe ich wieder Geschäfte zu erledigen, die nicht aufgeschoben werden können.
Ma'asalema, Menek'Ur. Genieße den Frieden der Nacht und behüte die Menekaner in ihren schönen, prachtvollen Häusern.
Obwohl, wenn ich an den heutigen Tag zurückdenke: Teilweise hatte ich Angst. Ich habe noch nie in meinem Leben ein Verkaufsgespräch geführt und dann war da dieser Festländer, der das weiße Gold erstehen wollte. Oh Himmel, bei Eluive. Wie froh ich war, das Ishaaq bei mir war. Aber auch er verkrümelte sich. Eluive schien es einfach nicht gut mit mir zu meinen. Also setzte ich mein teuerstes Lächeln auf - in der Hoffnung, dass dieses auch ja nicht aufgesetzt aussah. Es ist manchmal aber auch wirklich schwer, die passenden Worte zu finden. Es sollte feste Händler dafür geben, wirklich! Aber wenigstens konnte ich mich davor drücken, den Preis für das Salz auszuhandeln. Nicht, daß ich mich über den Tisch ziehen lassen würde. Aber ich glaub einfach, Männer sind in solchen Sachen die Besseren! Und dank Ishaaq hab ich den Tag heute wirklich überlebt. Auch die Kleidung, die er mir gebracht hat ist wunderbar. Ich sollt mich nochmal bei ihm bedanken. Ja, vielleicht sollte ich das.
Ansonsten war der Tag nicht sonderlich ereignisreich. Ich habe die letzten Salzsäcke für die heutige Nacht in mein Bankfach gequetscht, welches nun aus allen Nähten platzt. Ich sollte mir dringend eine Truhe vor dem Berg Cantars zulegen. Dann müsste ich auch nicht immer von der Mine in die Stadt rennen und dort die Bankiersfrau Stunde um Stunde damit nerven, mein Bankfach zwischen den hunderten an Fächern herauszusuchen. Ich meine, sie kann sich sicherlich auch besseres vorstellen, oder? Aber andererseits: Wofür wird sie denn sonst bezahlt? Wird sie überhaupt bezahlt? Na, ich werde ja auch für meine Arbeit bezahlt. Zwar nicht vom Emir selbst, aber von denen, die mir meine Güter abnehmen.
Achja, der Emir. Radeh hat viel von ihm erzählt, aber gesehen hab ich ihn selbst nie. Radeh meinte, früher sei er oftmals an mir vorbeigelaufen und habe mich begrüßt, aber da war ich wohl noch zu klein als das ich mich dran erinnern könnte. Und damals war er auch noch Großwesir. Jetzt ist er Emir und Herrscher über ein ganzes Land. Ist es anstrengend ein ganzes Land zu beschützen? Aber er hat ja auch seine Angstellten. Sicherlich auch genügend Wachen, die ihn und das Land behüten. Ich sehe schon, ich habe hier noch einiges zu lernen. Aber das wichtigste, was ich bemerkt habe: Das Wasser schmeckt köstlich und die Datteln zergehen wie Zucker auf der Zunge. Ich könnte mich ausschließlich davon ernähren. Wie auch immer, ich werde nun die Augen schließen und mich auf den morgigen Tag vorbereiten. Schließlich habe ich wieder Geschäfte zu erledigen, die nicht aufgeschoben werden können.
Ma'asalema, Menek'Ur. Genieße den Frieden der Nacht und behüte die Menekaner in ihren schönen, prachtvollen Häusern.