Seite 1 von 2
Salemaleikum neues Leben!
Verfasst: Mittwoch 2. Mai 2007, 22:06
von Rasheeda Yazir
01.Eluivar 250
Salemaleikum mein Tagebuch,
Heute bin ich in der Hauptstadt angekommen. Ein langer Weg war es ja gewesen durch die Wüste. Stell dir vor kaum war ich dort, mußte ich bemerken das die gigantische Stadt fast ausgestorben scheint. Die Sandsteinhäuser sind von unvergleichlicher Schönheit genau so wie Vater es immer beschrieben hatte. Doch die Leute dort sind etwas seltsam, muß ich schon sagen. Teilweise starren sie einen an und laufen dann weiter als wäre man nicht vorhanden. Vielleicht aber auch nur weil man fremd ist. Ich weiß es wirklich nicht zu sagen.
Ewig suchte ich nach dem Haus meiner Großcousins und gab es schließlich auf um mich am Brunnen der Eluive auszuruhen. Du kennst mich, mein Freund, ich ziehe das Unglück magisch an und diesmal wohl auch das Wasser des Brunnens. Lach nicht, eigentlich war es doch sehr erfrischend das Bad darin. Kaum war ich wieder heraus und versuchte meine Robe auszuwringen standen plötzlich zwei Leute bei mir. Der Mann stellte sich etwas abseits, die Frau direkt vor mich. Ob sie mir denn helfen könnten? Anscheinend war ihnen meine tropfende Gegenwart nicht ganz aufgefallen. Ich bat um ein Handtuch doch das hatten sie wie erwartet nicht. Stattdessen brachten sie mich zu dem „Kontor“. Sharie, wie sich die Frau nannte, ein Oberhaupt des Blutes der Ifrey, brachte mir frische Kleidung. Der junge Mann sagte recht wenig, gut er nannte mir seinen Namen, Ishaaq, aus dem Hause Masari, aber er war ansonsten wirklich sehr schweigsam. Sharie wirkte trotz ihrer ab und an durchblickenden Strenge recht nett, muß ich schon sagen. Nur warum trägt man hier diese Tücher vor dem Gesicht? Zuhause hat das nie jemand von mir verlangt, hier scheint das lebensnotwendig zu sein. Man versteckt sich vor Männern sagte Sharie. Ich dürfe dieses Tuch nur daheim abnehmen. Vater hat das wirklich nie erwartet, nun vor wem sollte ich mich auch dort am Rande der Wüste verstecken?
Dann stieß ein weiterer junger Mann zu uns, noch ein Ifrey. Sahlim nannte er sich. Doch er blieb auch nur einige Zeit schweigsam bei uns stehen bevor er sich verabschiedete. Nicht für lange allerdings. Kurz darauf kam er zurück mit einem bleichen Kerl im Schlepptau. Der hatte bei Eluives fruchtbaren Händen den wahrscheinlich längsten Bart auf der ganzen Welt! Weißt du was mein Freund? Das war wirklich ein Festländer! Ich dachte immer die wären halbnackte Wilde, jedenfalls sagte Vater immer sie seinen unkultiviert und barbarisch. Ich hab nicht ein Wort von seinem Gesprochenen verstanden aber er schien wieder abzuziehn. Anscheinend hatte er Salz kaufen wollen.
Danach brachte mich Sharie zu Fadis Haus und verabschiedete sich dort von mir.
Ich wartete ungefähr 2 Stunden dort auf der Treppe und gerade als ich gehen wollte, fiel mich diese dämliche Statue an. Einfach so, ohne Grund! Kippte einfach auf mich drauf! Hinterhältiges Ding! Daraufhin öffnete sich die Tür des Hauses und ein Mann streckte den Kopf hinaus. Er versuchte mir zu helfen aber er schien mir doch sehr wirr. Jedenfalls sagte er er wäre der Wesir, Statthalter und auch noch der Berater des Emirs. Verwirrend nicht wahr? Zum Schluß gab er dann doch zu Fadi zu sein. Der Kerl verwirrte mich dermassen das ich in meinem Versuch Abstand zu halten die Treppenstufe übersah, nun ja ihr Ende übersah. Mein Hintern schmerzt jetzt noch. Zumindest wurde sehr innig als er erfuhr das ich seine Großcousine bin.
Er fragte mich viele Dinge über den Grund weswegen ich hier sei und als er schließlich meinte das man die Zufälle die jedesmal passieren wenn mich jemand erschreckt oder aufregt nicht heilbar seien dachte ich mir das der Weg wohl umsonst gemacht worden sei. Er jedoch schien überaus zuversichtlich das man da etwas machen könne und ich solle mich besser hinlegen. Das Zimmer ist klein und gemütlich in dem er mich untergebracht hat und ich wünsche dir gesegnete Träume mein Freund.
Ma'assalema
Rashi
Verfasst: Samstag 5. Mai 2007, 14:37
von Rasheeda Yazir
05.Eluivar 250
Salemaleikum liebes Tagebuch,
Gestern ist viel geschehen. Gestern? Ja gestern. Erst heute konnte ich zu dir stossen da der Keller weitgehend ausgelüftet ist.Alles fing damit an das ich morgens die Essenstasche in Großcousin Fadis Haus inspizierte. Ich hatte einen Mordshunger und war ganz auf die süssen Kuchenringe konzentriert. Das Fadi nach Hause kam und ins Zimmer bemerkte ich erst als er mich mit seinem „Salam“ zu Tode erschreckte. Der gesamte Inhalt der Tasche begann zu schweben und fiel dann urplötzlich wie Steine vom Himmel. Schöne Beschehrung! Wieder blickte er mich mit einem komischen Gesichtsausdruck an. Eine Mischung aus Vorwurf und Neugier würde ich sagen.. Dann begann er mir seltsame Fragen zu stellen. Was ich fühle und wie und warum und überhaupt. Ich wundere mich wirklich was er damit wohl bezwecken mag. Erneut erklärte er mir das es eine Gabe ein Geschenk sei was mit mir passiere. Er versprach mir auch mir beizubringen wie das zu kontrollieren sei. Trotz das ich ihm vertraue- naja wie man halt einem verwirrten Kerl vertrauen kann- war ich immer noch skeptisch. Er meinte auch ich solle zur Akademie gehen und dort mit jemandem sprechen. Da fiel mir leider erst auf das ich ja noch immer das Hüfttuch und das Unterhemd trug welche mir nachts als Bekleidung reichen. In der Stadt ist es wärmer als im Dorf. Jedenfalls muss ich Fadi wohl Manieren beibringen. Das ist ja unmöglich das er mich einfach anschaut wenn ich so leicht bekleidet dasteh, mich mit Fragen ablenkt damit ichs nicht mal bemerke! Ist das nicht wirklich das gemeinste was du je gehört hast? Ja er tat so als hätte er das gar nicht bemerkt! Aber Vater sagte immer das Männer sowas ausnützen sobald sich die Gelegenheit ergäbe. Aber von Fadi nein das hätte ich nie gedacht.
Nun ja als ich mich umgezogen hatte bat ich ihn mich doch zu der Akademie zu begleiten. Was er auch gerne tun wollte. Gerade als ich mir erneut einen Vortrag über die Notwendigkeit eines Schleiers anhören musste klopfte es Eluive sei Dank an der Tür. Er öffnete und lies eine junge Frau herrein. Und glaubst du das? Von einem Moment auf den anderen verwandelte er sich komplett!
Der stolze eher strenge Fadi der mich soeben noch belehrte begann fast den Boden vor der Frau zu küssen. In mir wuchs ja die Ahnung das sie seine heimliche Liebe sein könnte als er sie vorstellte.
Man war das peinlich! Die erhabene Armaiti Omar hier vor mir und ich denke an...
Auch ich verbeugte mich vor ihr, natürlich. Bevor ich sie einfach nur anschauen musste. Doch man hätte es gleich merken müssen doch wer mich kennt weiß das bei mir in dem Bezug wirklich alles für die Katz ist. Aber sie nahm es mir nicht krum sondern war wirklich äussert liebenswürdig zu mir. Sie setzte sich mit uns in den Wohnraum und Fadi verschwand im Keller. Dann geschah einiges was mich sehr verwunderte. Sie sprach fast bewundernd von meinen Augen, sie wären etwas besonderes. Ein Geschenk Eluives, sagte sie. Das brachte mich dazu sie zu fragen was Eluive dazu bewog ihre Gaben zu verschenken. Na wer sollte es denn wissen wenn nicht die die Eluive am nähsten sind?
Sie begann zu erzählen beschrieb einen wunderschönen Ort. Ein Berg mit einem kühlen See und Falken. Ich spürte wirklich das Wasser das mich umspülte so sehr war ich gefangen von ihren Worten. Ein kleiner Schmetterling flatterte über mir und erst ein liebliches Rufen holte mich zurück.
Zurück in den Wohnraum wo Armaiti saß und wo auch der Schmetterling flatterte. Halt der war vorher nicht da gewesen! Ja tatsächlich war er uns gefolgt! Sie lächelte mich sanft und warm an bevor sie sich neben mich setzte. Von Eluive berührt wäre ich, sagte sie und legte ihre kühlen Hände an meine Wangen. Dann wurde es ganz warm und als sie mich wieder ansprach erklärte sie ich sei mit einer Gabe gesegnet. Nicht die die sie hat nein eine die anders wäre. Dennoch solle ich sie annehmen und mit ihr wachsen und lernen.
Wir wurden von Fadi unterbrochen, der die Kellertreppen heraufstieg.
Dann begann der Abend lustig zu werden. Armaiti bat darum nur sie selbst sein zu dürfen er solle sei ohne auf ihre Erhabenheit zu achten als normalen Besuch ansehen. Mein Freund nie traf ich jemanden wie Armaiti sie ist- jemand der sich nicht nur auf seinen Stand verlässt. Sie ist wunderbar. Ob dus mir glaubst oder nicht sie hat mir geholfen meinen Weg so wie er ist zu gehen. Ja ich werde lernen und ja ich werde die Gabe irgendwann beherrschen! Nun ja wenn das möglich ist zumindest.Doch auch mein Optimismus konnte nichts gegen das Gegenwärtige tun. Als ich in den keller ging um Getränke für unseren Besuch zu holen holte mich meine eigene Tolpatischigkeit doch wieder ein. Ich kramte in allen Kisten herum auf der Suche nach den Wasserkrügen. Dumm das auf einer die bunten Phiolen von Fadi standen. Wie konnte er sie auch so leichtsinnig dorthinstellen? Jedenfalls blieb ich daran hängen und mit einem gewalltigen Klirren prallten sie auf den Steinboden. Es dampfte und qualmte ganz schrecklich und ein wiederwärtiger Gestank machte sich im Keller breit. Was hatte er denn darinnen? Würgend trieb mir der abartige Gestank die Tränen in die Augen. Nicht mal Als der Hund Mutters Katze wieder ausgegraben hatte war mir je so ein Geruch begegnet! Ich ergriff die Flucht Ziegenmilch statt Wasser mitschleppend. Das ist auch der Grund warum ich erst heute bei dir sein kann. Fadi war nicht böse wegen der Phiolen, jedenfalls behauptete er das. Sein Gesicht sah anders aus.
Armaiti versprach mir daraufhin das sie mir hilft das ich mich besser bewegen lerne damit sowas nicht mehr so schnell passieren würde.
Mein Freund wir haben im Wohnraum geschlafen und erst heute früh konnte ich die Scherben aufkehren. Aber da ruft auch schon Fadi. Bis später mein Freund.
Ma'assalema
Rashi
Verfasst: Sonntag 6. Mai 2007, 14:39
von Rasheeda Yazir
05.Eluivar 250
Salemaleikum liebes Tagebuch,
Da bin ich wieder. Es war ein aufregender Tag heute. Fadi schickte mich zur Akademie um mir dort mein persönliches Buch abzuholen. Sie ist wirklich sehr schön fast ein Prunkbau. Nun habe ich also dieses Buch und habe die Hälfte davon verstanden. Er hatte etwas von Zielübungen gesagt und ich solle das mal an Skorpionen testen. Habe ich dann auch bin in die Wüste gegangen. Vater hätte mich nie allein in die Wüste gelassen. Weißt du eigentlich wie schwer es ist einen Skorpion zu finden wenn du wirklich danach suchst? Ich fand nur die Mine einen Mann davor und drumherum die toten Skorpionskörper. Irgendwie sind die schon ganz eklig. Wie riesige Spinnen mit Krebschreren und einem Stachelschwanz. Ich bin bestimmt durch die gesammte Wüste getigert auf der Suche nach nur einem einzigen lebenden Exemplar. Ich traf dabei auf zwei sehr komische Gestallten. Die haben Fangen gespielt. Nein nicht lachen das war wirklich so! Zwei riesige Kerle mit Helm und Röckchen aus Stein. Ganz aus Stein! Der eine hat dabei gesungen „Lalala“ wärend der andere im nachjagte. Mich haben die gar nicht wahrgenommen. Nach einiger Zeit wurds mächtig langweilig und ich lief weiter. Gerade als ich dachte ich gebs auf tauchte ein Skorpion vor mir auf! Endlich und das ist nun ganz allein meiner. Ich nahm eine Handvoll Sand und warf diese nach ihm. Hat ihn nicht wirklich was ausgemacht nur geärgert hats ihn wohl. Nun spielten auch wir Fangen. Aber mit Sand nach dem Vieh werfen meinte Fadi bestimmt nicht damit. Ich überlegte wärend ich immer im Kreis vor dem Vieh davonrannte das ja wirklich mächtig lahm war. Hatte er nicht gesagt ich solle meine Wut beherrschen und bündeln? Doch ja ich glaube schon immer wieder versuchte ich das dann doch wirklich wirksam war das ganze nicht. Ich hetzte durch die Wüste und fast ohne es zu merken in Armaiti hinein. Die war wohl auch schon einige Zeit dagewesen und hatte sich das ganze mit angesehn. Der Skorpion tauchte hinter mir auf und erblickte für einen Moment verharrend ebenfalls Armaiti. Dann wars für ihn jedenfalls abwechslungsreicher denn einmal jagte er sie dann wieder mich durch den Sand. Doch er blieb plötzlich stehn was erleichternd war. Mit schwingender Schwanznadel taxierte er uns genau. Und mir blieb etwas Zeit aufzuatmen. Also Wut allein wirkt nicht. Aber Wut die etwas trägt vielleicht? Nun ein Versuch war es wert. Aus dem Sand formte ich einen Pfeil und versuchte diesen mit meiner Wut aufzuheben. Tatsächlich funktionierte das ganz gut auch wenn es mächtig schwer war ihn zusammenzuhalten und gleichzeitig zu lenken. Diesen schickte ich gen Skorpion. Na ich mein es ist ja nur Sand gewesen und dürfte ihm ja nicht wehtun. Doch irgendwie schien er damit nicht ganz klarzukommen. Er schwankte mächtig und sank dann zusammen. Erschrocken das er an einem plumpen Sandpfeil tödlich getroffen wart blieb ich stehn. Das war schon komisch. Aber wer nicht nachschaut kann nie herausfinden warum. Also stapfte ich hin zu ihm und öffnete trotz Armaitis Warnungen die Mandibeln des Viehs. Da war mir dann klar das er nicht hatte überleben können. Wer Gold futtert kann auch nicht lang leben. Na Gold bringt doch keine Kraft in die Knochen. Ah ja Knochen!
Mein Lieber Freund du ahnst gar nicht was dann geschah! Ein Rucken ging durch den Skorpion und wie als wenn er sagen wöllte“Da habt ihr das liegt schwer im Magen!“ Kullerten Knochen heraus. Humanoide Knochen. Der Kerl hatte also einen Menekaner gefressen und war dann an der Metallvergiftung dessen Vermögens krepiert! Naja irgendwie geschahs ihm ja recht.
Wer wohl der arme Tropf gewesen sein mochte? Armaiti konnte mir keine Antwort darauf geben. Aber irgendeine Familie musste ihn doch vermissen! Irgendwem mußte man doch das Gold bringen das dem Skorpion das Leben zur Hölle gemacht haben musste. Mir war nicht wohl dabei die Knochen da einfach so liegen zu lassen. Na immerhin wäre ich tot und nur ein Haufen Knochen wären von mir über, also ich persönlich wöllte nicht so nackt in der Wüste rumliegen. Armaiti nickte, auch sie fand es besser ihn zum Grab der Ahnen zu bringen. Sie las die Knochen auf und ich nahm das Geld an mich. Na wer weiß vielleicht auf dem Weg dorthin würde uns noch ein Skorpion auflauern. Und mein lieber Freund, wenn der mich beschließt runterzuschlucken wird auch er an einer Metallvergiftung sterben. Klug nicht?
Also auf jeden Fall ging es nocheinmal durch die Wüste. Nur diesmal hin zu der Insel der Toten. Dort kamen uns die Wachleute entgegen. Einer sprach uns dann auch an. Er bat uns vorsichtig zu sein und fragte auch warum wir dorthinwollten. Armaiti sagte es ihm gleich und er bot uns an wenn es gefährlich wird bräuchten wir einfach nur zu Rufen. Gefährlich? Was sollte denn bitte an einem Gebäude mit Toten und Urnen gefährlich sein? Na so ein Feigling da trau ich mir ja mehr zu!
Jetzt mein Freund darfst du lachen. Denn die gute Rashi hatte sich wieder einmal gewaltig verschätzt.Wir gingen zum Eingang der Grabkammer. Ich blieb stehn und bekam eine gewaltige Gänsehaut. Irgendetwas stöhnte und grunzte als wäre es nicht gesund!Als ich Armaiti danach fragte nickte sie und meinte das wären arme Seelen, gepeinigt keine Ruhe findend. Sie würden ihren Körper auch nach dem Tode nicht ruhen lassen.Sie seien Untot. Ja Untot. Irgendwo gefangen in einem gestorbenen Körper trachten sie nach dem was sie nun nicht mehr richtig haben – Leben. Irgendwie war mir der Zusammenhang nicht wirklich klar und ich nahm es so hin. Wir gingen in die Grabkammer hinab. Ich muss zugeben ganz grob erinnerte mich das dort unten an Fadis Keller.
Gut weniger schön eingerichtet aber irgendwie wars ähnlich. Armaiti tat was man dabei tun muß ich hab mich ja wirklich lieber umgesehn. Sie kniete und betete. Ich kniete mich dann auch lieber hin nicht das nacher noch die Geister böse werden. Dann legte sie die Knochen auf eine Marmorfläche und ich legte das Gold hinzu. Naja ich bat auch darum das er nicht wiederkommen würde. Schließlich reicht es ja einmal quer durch die Wüste zu wandern, dann gingen wir hinauf. Erleichtert darüberdas er nun endlich daheim war bot sich Armaiti an mir die zu zeigen die ruhelos seien. Ich zögerte aber sie meinte es würde nichts passieren sie wär ja dabei. Kurz und gut ich sah das erste Mal in meinem Leben einen der nicht lebte aber doch irgendwie. Verwirrend nicht war? Er sah tot aus roch absolut wie ein totes Tier und verlor beim Laufen einen Arm. Ob er den denn nicht mehr braucht?Ich finde das schon unpraktisch mit nur einem Arm herumzulaufen.Ihn schien das allerdings nicht zu stören. War schon irgendwie faszinierend wie er da so auf mich zuwankte grunzte und keuchte. Erst als Armaiti mich anschrie ich solle da weg bemerkte ich das er vor mir stand und den übriggebliebenen Arm nach mir ausstreckte.
Entsetzt rannte ich weg was aber ihn nicht davon abhielt mir zu folgen. Armaiti warf sich dazwieschen und verdrosch ihn mit ihrem Stab. Ein kleiner Finger flog an meinem Bein vorbei und zuckte komisch. Dann ging alles ganz schnell ich hörte einen hellen Schrei einen dumpfen Aufschlag und als ich dachte nun wärs erledigt mich umdrehte stand da nicht Armaiti. Nein! Ein angefaultes Gesicht grinste mich an. Ich würgte als ein Auge sich zu bewegen begann und aufplatze. Erschreckt blickte ich mich um. Wo war Armaiti geblieben? Ein violettbekleideter Körper lag zusammengesunken am Boden. Bei Eluives Lockenfülle! Viel Zeit blieb mir nicht um nachzuschaun wie es ihr ging. In mir arbeitete es fieberhaft. Meine Sandpfeile prallten wirkungslos ab. Wie zum zweiköpfgen Lama sollte man etwas töten das schon tot war es aber vergessen zu haben schien? Fadi sagte was von Blitzen und Flammen aber wie? Ich versuchte mir vorzustellen das der Kerl hinter mir eine Fakel wäre, aber es zischte nur. Verflucht er war einfach zu feucht um ihn zu verbrennen. Was nun? Es blieb nur eines – rennen. Also rannte ich um Hilfe schreiend zur Brücke. Er hatte gesagt man müsste nur rufen. Keiner kam. Wieder mal typisch. Ein Maul wie zehn Elefanten aber dann kneifen. Aber so nicht Junge! Ich wetzte über die Brücke was enorm erleichtert wurde als mich eine halb vermoderte Hand berührte. Auf der anderen Seite der Brücke versteckte ich mich am Geländer dieser da dann endlich die Wächter bemerkten das etwas nicht stimmte. Mit einigen normalen Bolzen streckten sie ihn nieder. Mit einem Gurgeln platschte er als schleimige stinkende Masse zusammen.
Vorsichtig drückte ich mich am Brückengeländer entlang an ihm vorbei. Armaiti war nun wichtiger. Sie lag da noch immer und ich versuchte zu erkennen ob sie noch lebte. Wunden hatte sie keine.
Verzweifelt überlegte ich erneut doch mir wollte nichts einfallen. Gerade als ich dachte sie sei wohl doch tot rührte sie sich. Schwer atmend half ich ihr sie sich aufzusetzen. Der Untote musste sie direkt an der Brust erwischt haben. Sie sagte ihr wäre auf einmal die Luft weggeblieben.
Einige Augenblicke später machten wir uns auf den Weg zur Stadt zurück. Sie stützte sich auf mich bis wir kurz vor den Toren waren. Dort stieß Sahlim zu uns der uns in die Stadt begleitete und dort zum Dach von Fadis Haus brachte. Einige Zeit verblieben wir dort. Froh darüber das es gerade noch einmal glimpflich abgelaufen war. Armaiti sagte auch das diese Wesen den Tod herbeisehnen würden da dieser sie von ihrem schmählichen Schicksal erlöse. Nachdenklich entschuldigte ich mich und ging hinunter in das Haus.
Was habe ich heute gelernt mein Freund?
Untote sind nicht nur eklig und stinken, nein sie lassen sich auch nicht verbrennen. Zudem sollte man ihnen gegenüber nicht zögern sie von ihrem Dasein zu erlösen. Ob Fadi das gemeint hatte als er sagte man könnte auch helfen indem man etwas zerstöre?
Skorpione sterben nicht an Sandpfeilen vielmehr sterben sie früher oder später an Metallvergiftung gesetzt dem Fall sie haben welches geschluckt!
Ma'assalema
Rashi
Verfasst: Montag 7. Mai 2007, 14:27
von Rasheeda Yazir
06.Eluivar 250
Salemaleikum liebes Tagebuch,
Mir tut alles weh, jeder Knochen, jedes Gelenk sogar die Haare scheinen mir zu schmerzen. Der Tag heute war für mich der des Kampfes. Ja du hörst richtig. Nachdem mir gestern Armaiti sagte das die Wesen bei der Grabkammer um Erlösung von ihrem Dasein flehen wagte ich mich mit Fuad aus dem Blute der Ifrey heute dorthin. Ich traf ihn vor dem Haus Fadis und kamen auch darauf zu sprechen das ich nun in der Akademie lerne. Er war sehr höflich doch auch etwas wortkarg und bot sich sogleich an mich zu begleiten. Was mir sehr recht war denn du weißt ja ein Schritt vor und ich liege im Loch.Wir trafen uns am Westtor der Stadt und dort stiess eine junge Frau zu uns die sich Nadia aus dem Blute Masari nannte. Anscheinend hatte auch sie bereits eine Aufnahmeprüfung abgelegt aber noch kein Bescheid erhalten. Aber mal im Ernst wenn ich das schaffe ohne es wirklich mitzubekommen wird sie es bei weitem schaffen. Sie schloss sich uns an und wir machten uns auf die Seelen zur Ruhe zu schicken, die dort ruhelos umherstreunen. Guter Dinge war ich, fest von Vorsätzen, vor allem wollte ich nicht das einer dieser ekligen Wesen noch einmal Armaiti zunahekommen sollte.Der Degen den mir Fadi gab nachdem er erfahren hatte was geschehen ward schien gut zu arbeiten und ich streckte tatsächlich 3 der Untoten nieder. Bis, ja bis dann etwas seltsames geschah. Etwas hielt mich fest. Ich sah zwar keinen aber es hielt mich wirklich fest! Dann geschah etwas das mich völlig überrumpelte. Überall waren auf einmal Klingen und jede einzelne versuchte mich zu treffen! Nicht das sie jemand geführt hätte nein sie trafen mich und schlugen erneut zu. Blind vor Panik rannte ich los. Wohin fragst du? Das weiß ich nicht mehr ich rannte einfach solange bis ich gegen eine Wand rannte und in Ohnmacht fiel. Als ich erwachte beugte sich Fuad über mich und auch Nadia war da. Sie redeten von einem Magier der einen Geist aus Klingen gerufen hätte. Ich verstehe immer noch nicht wieso und weshalb aber ich muss ihm entkommen sein denn er war nicht mehr zu sehn.
Dann ging es in die unterirdische Grabkammer hinab und wir stellten uns weiteren Gefahren. Lebende Knochen drangen auf uns ein und weiere Leichen die von finsteren Mächten am Leben gehalten wurden. Eluive sei gedankt das Fuad bei uns war denn obwohl Nadia bei weitem weniger zögerte als ich daraufzuschlagen waren viele der Wesen einfach zu schnell oder wussten genau wo sie treffen mussten. Ein grausiges Lachen begleitete uns auf unserem Weg. Der Lich sagten meine Begleiter würde höhnisch lachend auf uns warten. Nun ich war nicht wirklich heldenhaft aber irgendwie war selbst mir im Innersten bewußt das es hieß sie oder ich.
Hinter einer Biegung trat uns eine Gestalt in den Weg dachte ich zumindest denn gerade als ich nach dem gesicht des Kuttenträgers suchte wars leer!!!! Leer mein Freund! Als ob die Gestalt unsichtbar war. Verdutzt blickt e ich und war fast versucht zu schaun warum da keiner drin war als ich Fuad nach mir rufen hörte. Ich solle da weg das wäre ein Geist. Ein Geist, aha. Interessant muss ich sagen. Ich hätte gerne gewusst ob er auch reden kann doch ihm war bei weitem nicht nach reden. Eher danach mich schreien zu hören. Mistiger Sohn eines Kamelschänders! Erst erscheinen dann auf mich einschlagen! Zudem nutzte er meine Verwunderung zielsicher aus und verpasste mir einen gewaltigen Schlag auf den Kopf. Warum klingelte es wo kamen die Vögel und die Glocken auf einmal her und dann wurde es dunkel um mich.
Ich sollte wirklich mehr schlafen denn es war nicht gerade der Richtige Ort für ein Nickerchen hier unten. Als ich erwachte und neben mich blickte grinste mir ein abgetrennter Schädel entgegen und mit einem erschreckten Aufschrei flüchtete ich aus dessen Gesellschaft. Fuad stand allerdings unweit von mir und kümmerte sich um Nadia die sichtlich am Ende ihrer Kräfte war. Verständlich durchaus da sie sich nie die Zeit für kurze Schläfchen gönnte so wie ich. Wir brachten sie also gemeinsam zum Ausgang des Grabmals wo sie dann zügig in Richtung Stadt eilte wohl um sich auszuruhen. Dann arbeiteten wir weiter und kurz schloss sich uns Sahlim an der wohl auch nach Vergeltung für Armaitis Leid am vorigen Tage strebte. Am Ende unserer Kräfte, ja ich geb ja zu es waren meine Kräfte die sich erschüpft hatten machten wir uns auf den Rückweg. Fuad versprach mir das er mit mir üben wolle damit ich ausdauernder werden und auch zielsicherer zuschlagen könnte. Was wir dann auch mit Holzwaffen einige Zeit taten.
Danach holte ich mir frische Kleidung aus Fadis Haus und gönnte mir ein ausgedehntes Bad.
Schrecklich lieber Freund wie schnell blaue Flecken sich herausbilden und ich hoffe doch sehr das sie Fadi nicht so schnell auffallen. Gewiss würde er mich übers Knie legen wenn er erfuhr wie stümperhaft ich mich bei dem Geist benommen habe.
Was habe ich gelernt heute?
Geister sind unsichtbare und verschlagene Geschöpfe und allzubald werde ich mich an keinen mehr heranwagen. Möge Eluive geben das sie das selbe auch von mir denken.
Ma'assalema
Rashi
Verfasst: Freitag 11. Mai 2007, 19:20
von Rasheeda Yazir
10.Eluivar 250
Salemaleikum liebes Tagebuch,
Erneut muß ich dir einen Tag später schreiben. Da Fadi sich wohl entschlossen hatte eine Menschenfrau als Hausmädchen zu halten und mir das nicht sagte habe ich gestern die Flucht ergriffen. Frag mich nicht weshalb er sowas tut aber die Menschenfrau stand gerade als ich mich umziehen wollte im Keller. Besser gesagt ich hörte nur ein Poltern und dann ein Grummeln. Als ich dann nachsehen wollte was los ist traf mich um ein Haar der Schlag! Da stand sie mitten im Wohnraum als gehöre sie schon immer dorthin. Ich gestehe ich muß halb Menek'Ur zusammengeschrieen haben. Jedenfalls hörte mich Fuad und kam herbei. Ich rettete mich in den Vorraum und war der festen Annahme das sie eingebrochen sein musste. Ich versteh ja kein einziges Wort ihrer Sprache! Fuad sprach mit ihr und herauskam das sie wohl von Fadi gekauft worden sei. Gekauft? Ja ich weiß nicht was er sich dabei gedacht hat eine Frau zu kaufen. Ob er wohl versteckte Neigungen hat die ich nicht mal in meinen schlimmsten Träumen erahne? Nun ich ergriff die Flucht. Ja lieber Freund die Menschenfrau ist mir nicht geheuer gewesen. Steht halbnackt im Wohnzimmer und hat nichts besseres zu tun als mich zu erschrecken. Vater hat immer gesagt das ich mich vor Festländern hüten solle. Sie seien unberechenbar und äusserst gefährlich! Nun bin ich in die Akademie gezogen für eine Nacht. Die Bibliothek war zwar etwas hart aber immerhin frei von Gefahren.
Heute war auch meine erste Unterichtsstunde. Vater hatte mir lesen und schreiben damals beigebracht und es war schon eine Umstellung.Sich Melden müssen. Also irgendwie ist das unlogisch. Dann ignoriert Fadi mich eisern. Mir wäre beinahe der Arm abgefallen! Aber es war ganz in Ordnung und ich glaube ich weiß nun einiges mehr auch wenn ich erst am Anfang bin. Nadia hatte ein paar Schwierigkeiten aber ich denke dennoch sie hat die Gabe von ihrem Vater geerbt und wird sie bestimmt schneller meistern als ich.
Die Menschenfrau ist weg, ob er sie meinetwegen weggegeben hat?
Fadi war etwas verwirrt schien es mir . Ob ihm die Festländerin fehlt? Was hat sie für ihn bedeutet?
Er sollte mehr ausspannen und auch mal die Augen bei den Frauen offen halten. Ich sah zwar noch nicht viele hier aber bestimmt gibt es eine darunter deren Herz sich nach ihm verzehrt.
Er ist schon ein komischer Mann. Einerseits verwirrt und zerstreut auf der anderen dann aber streng und gradlinig.
Wer hat meine Komode aufgeräumt? Die Sandalen sind nicht auffindbar. Und so viele Röcke und Kleider wobei die doch keine Taschen haben und ich da nichts reinstecken kann.
Was habe ich aus den letzten zwei Tagen gelernt? Viel aber auch nichts was ich zusammenfassen könnte. Es war sehr aufreibend und ich fall beinahe um. Schlaf gut lieber Freund.
Ma'assalema
Rashi
Verfasst: Sonntag 13. Mai 2007, 15:28
von Rasheeda Yazir
12.Eluivar 250
Salemaleikum liebes Tagebuch,
Heute morgen beschloss ich den Schmetterling, der nun mittlerweile hier eingezogen ist Knut zu taufen. Er schien nichts dagegen zu haben, jedenfalls sagte er nichts dazu. Also wird Knut nun bei uns bleiben.
Es ist seltsam. Jedesmal wenn Fadi mir etwas beibringen möchte steht das Haus Omar vor der Tür. Ansich ist das ja nicht schlecht nur langsam glaube ich das dies Gedankenübertragung ist. Es war ein unterhaltsamer Abend. Safiya wie die Erhabene hieß ist genauso klein wie ich. Das macht sie schonmal sehr sympathisch. Man merkt ihr an das es hinter ihrer Stirn sehr lebenslustig zugeht. Sie kam mit einer meiner Cousinen an. Khalida heißt die wohl und wirkt mit ihrer Rüstung sehr imposant. Sie hat etwas sehr ernstes an sich wobei ich denke das das nur eine Schale ist. Gerade hatten die beiden sich ins Wohnzimmer gesetzt als es auch schon klopfte. Armaiti stand vor der Tür mit einem Bündel in der ausgestreckten Hand. Das Gesicht das sie dabei zog ließ mich ahnen das sie eine prallgefüllte Windel mitschleppte. Auch wenn nicht ganz einleuchtend war was eine erhabene Omar mit einer vollen Windel wollte und diese direkt ins Wohnzimmer trug fragte ich erstmal nicht nach. Ich bot ihr Wasser an doch schien sie keines zu wollen.
Das Gespräch drehte sich ausschließlich um die Windel sammt Inhalt die nun Khalida in die Hand gedrückt wurde. Warum nahm meine Cousine das dich vorsichtig fast ehrfürchtig an? Warum bei Eluives Lockenpracht steckte sie es dann in unsere Komode? Zu stinken schien das Ding nicht also jedenfalls nicht so sehr das Khalida es zeigte.
Armaiti löste das Rätsel als sie verkündete der Inhalt sei vergiftet und wöllte auch sie vergiften. Was die im Palast wohl zu futtern kriegen?
Ich half der schwer angeschlagenen Armaiti auf ein Kissen und diesmal nahm sie auch das Wasser an das ich ihr reichte. Khalida äusserte den Wunsch in die Windel schauen zu dürfen, was mir recht eigenartig erschien. Hatte sie irgendwelche dunklen Geheimnisse?
Kurz um sie durfte hineinschauen und schien wirklich interessiert an dem Inhalt zu sein.
Warum es so war wurde mir erst klar als sie von Schlangen und einem Buch sprach. Lieber Freund ich gebe zu ich war sichtlich erleichtert das sie keine Neigung für Fäkalien hegte.
Dann aber war meine Neugierde geweckt und ich bat darum den Windelinhalt auch betrachten zu dürfen. Statt einer richtigen Atwort flog mir eine eiserne Schlange entgegen die ich dann doch zu meinem Erstaunen auffing. Sie war recht hübsch gefertigt aber nichts besonderes. Armaiti hingegen betrachtete feindseelig die schöne Figur. Das Buch legte Khalida auf den Tisch. Aber der der es geschrieben hatte war wohl nicht der hellste gewesen. So viele s und z in einem Wort kann nicht wirklich von herausragender Gramatik zeugen. Ich mühte mich ab den text vorzulesen da Fadi er verlangte. Noch immer fühle ich die Verknotung meiner Zunge die ich mir dabei zuzog. Wir rätselten einige Zeit was der Schreiber damit bezweckte und verstauten dann Buch und Schlange wieder in der Komode. Die Figur war wirklich hübsch und vielleicht wenn man sie entgiftete, wobei ich nichts Giftiges daran entdecken konnte, könnte man sie weiterverwenden. Armaiti gefiehl dieser Gedanke gar nicht. Gut Schlangen sind lebendig giftig, das stimmt da gebe ich ihr recht. Aber die war doch nur aus Metall! Die konnte nicht mehr beissen oder konnte es nie. Ich versteh die ganze Aufregung immer noch nicht. Sie legte sich erst als Khalida sich auf den Heimweg machte.
Leise sagte sie noch ich solle mich nicht unterkriegen lassen und verschwand im Dunkel der Nacht.
Dann wurde es zusehends öder. Politische Gespräche machen mich müde oder hungrig. Erst als sich Safiya erhob um zu gehen wurde ich wieder munter. Armaiti sprach von der Quelle und ich blickte zu Knut der halblebig in der Palme hing. Ich betonte dann auch das es ihm gut gehe und blickte gen Safiya. Die sagte doch tatsächlich sie hätte auch einen Knut daheim zu dem sie nun gehen wöllte. Die erhabene Safiya Omar hatte auch einen Knut! Und ihrer mochte auch gern süsses wie sie erzählte. Nur das er in einem Bett schlief machte mich stutzig. Mein Knut braucht kein Bett er ist mit seiner Palme zufrieden. Vielleicht sind die Knuts aus dem Palast auch von stärkeren Bedürfnissen geprägt?
Nun ich ließ Safiya hinaus und sie schien sich wirklich darüber gefreut zu haben das sie bei uns den Abend verbracht hatte. Auch wenn sie Omar sind so haben auch sie alle mal den Wunsch einfaches Leben zu geniessen. Irgendwie sind sie gar nicht so übertrieben auf ihre Stellung bedacht wie ich immer angenommen hatte. Sie haben sogar Knuts daheim.
Ich kehrte ins Wohnzimmer zurück und setzte mich ruhig wieder. Fadi und Armaiti sprachen von der Ehe und was wichtig daran sei. Ich glaube die zwei wären lieber allein gewesen jedenfalls kammen sich ihre Köpfe recht nah. Ich räusperte mich um ihnen klar zu machen das sie mich wohl vergessen hatten. Und beide schienen mehr amüsiert darüber als erschrocken. Jedenfalls begannen sie darüber zu diskutieren ob ich nun schon alt genug fürs Heiraten sei oder ich besser noch warten solle.
Yalla wie ich solche Themen hasse! Genau das schienen beide zu genießen. Na wartet! Als dann Armaiti meinte ich könnte schließlich schon längst verliebt sein war meine Chance gekommen.
Ich nickte und gestand ihnen das ich angeblich zwei Männer lieben würde. Todernst natürlich. Du weißt das kann ich gut mein Freund.
Es schien beide dann doch recht stark zu treffen was ich sagte und Fadi wurde richtig blass um die Nase. Das geschah ihm recht. Stets ein Rasha hol dies, Rasha mach das und sich dann auch noch über meine Heiratsfähigkeit zu unterhalten obwohl ich anwesend war! Kurze Zeit verschwand mein Großcousin im Keller. Da entlarvte Armaiti meinen kleinen Scherz und schloss sich an ihn weiterzuführen. Fast tat mir Fadi leid. Als er nun wieder heraufkam versuchte er vergebens das Thema zu wechseln. Was ihm allerdings erst gelang als er mich anschrie. Aus Reflex gestand ich alles und entschuldigte mich was ihn wohl besänftigte. Wieder einmal hatten mich meine Augen gerettet. Es zog jedesmal dieser Hundeblick. Doch warum hatte er so heftig reagiert? Er mußte doch froh sein wenn er ein Trampeltier weniger haben könnte das ihm die Reagenzgläser zerstörte.
Kurz darauf verabschiedete sich Armaiti und irgendwie habe ich das Gefühl sie mag mich wirklich gern. Jedenfalls drohte sie jedem ein furchtbares Ende an der mich ohne meinen Wunsch besitzen wolle.
Es war wirklich ein sehr wilder Abend und ich habe wieder einmal einiges daraus gelernt.
Auch Erhabene sind ab und an sehr gerne unter ihrem Volk.
Windeln sind nicht immer mit Fäkalien gefüllt und Fadi reagiert empfindlich auf das Thema Heirat.
Schlaf gut mein Freund.
Ma'assalema
Rashi
Verfasst: Montag 14. Mai 2007, 19:12
von Rasheeda Yazir
14.Eluivar 250
Salemaleikum liebes Tagebuch,
Auch diesmal schreibe ich dir erst einen Tag später was geschah. Da ich gestern absolut nicht mehr imstande war mich groß zu bewegen.
Als ich heute früh erwachte zogen sich grässliche Striemen durch mein Gesicht.Wovon fragst du? Nun Fadi gab mir gestern Abend eine Laute mit auf der ich wohl eingeschlafen sein musste. Zum Glück ist keine der Saiten gerissen.
Nun warum ich so müde war? Ich machte mich gestern wie Fadi es wünschte zur sechsten Stunde nach Mittag auf mit einem gewaltigen Trupp eine Pyramide zu erkunden. Aufgrund dessen zwängte ich mich erneut in diese Knochenrüste hinein. Irgendwie piekte und biss es die ganze Zeit über an meinem Hinterteil. Das legte sich erst als ich den Knochensplitter entfernt hatte der mich mit Genuss pisakte. Irgendwer hat bestimmt gedacht es wäre von Nöten mein Hinterteil damit zu drangsalieren.
Wir kamen an der Pyramide an deren Standplatz im Osten der Insel ist. Kam es nur mir so vor oder war es hier wärmer als sonst? Die Spitze schien zu glühen und die Steine ebenfalls. Doch wir mussten noch warten bis Fadi mit den Festländern zu uns stieß bevor wir hinein konnten. Es war seltsam einerseits zog mich die Pyramide an und dann wiederrum hatte ich das gefühl als wöllte sie mich auf einen Haps verschlingen.
Meine Vermutung den Eisenschlangen bezüglich erwies sich als richtig. Sie waren tatsächlich Schlüssel um dort hineinzugelangen. Zwei Einbuchtungen waren zu sehen. In die eine passte meine Eisenschlange perfekt hinein.
Viel wunderliches sah und fühlte ich bevor wir hineingingen. Eine wunderschöne kleine Schlange schien extra nur für mich zu tanzen. Sie war wirklich entzückend und doch schien der Riesenskorpion das selbe zu fühlen als er mich erblickte. Er erschien wie aus dem Nichts und nur durch Fuads beherztes Eingreifen ging er ohne mich zu Eluives Garten.
Als endlich Fadi mit den Festländern erschien durfte ich den Schlüssel einfügen. Nur die zweite Ausbuchtung die dort war ähnelte einer Schuppe. Dafür hatte ich kein Gegenstück bei mir. Nach ewigem hin und her bequemten sich die Festländer dazu ihren Schlüssel, eben die Schuppe, einzusetzen. Was hatten sie denn erwartet? Das man die Türe mit einem Sesam öffne dich aufsprengen könnte? Sie waren eh seltsame Geschöpfe. Hielten sich allesammt wärend des Erkundungsganges zurück. Um es direkt zu beschreiben, sie liessen uns die Drecksarbeit erledigen und rührten sich erst wenn es nicht anders möglich war.
Nun wir kamen hinein und stiessen auf eine Metalltüre die wie war es auch anders zu erwarten verschlossen war. Eng war es in der Pyramide sehr eng. Nicht selten fühlte ich Füsse unter meinen Stiefelsohlen oder auf meinen Füssen. Ein Rätselspruch stand an der Türe dessen Lösungswort wohl diese öffnen sollte. Eine sehr nette Idee muss ich sagen. Da verliert man wenigstens keine Schlüssel. Ein wildes durcheinanderrufen war die Folge davon das Khalida den Spruch vorlas. Und eine von den Vielen war wohl die Lösung. Die Tür schwang auf und wir rückten weiter in eine Grabkammer.Dort waren Kisten wie zu erwarten verschlossen. Sahlim konnte sie jedoch mit Kunstfertigkeit und Dietrichen öffnen. Aiwa es war ein Abenteuer und er erwischte eine fiese Falle die ihm die Hand zum Dank durchbohrte. Aber dennoch lag darin eine Schriftrolle mit einem einzelnen Wort darauf. Was praktisch war denn die weiterführende Tür war ebenfalls mit einem Rätsel versehen. Das Wort der Schriftrolle ergab die Lösung dessen. Wir zogen weiter. Bis ja bis zur nächsten Tür. Ihr folgten unzählige weiter Türen und jede war mit einem Rätsel verschlossen. Einige begannen zu maulen andere wiederum waren begierig die Lösungen zu finden. Sehr oft trafen wir auf Fallen und Untote die wohl bereits auf uns gewartet hatten. Auch Kisten galt es zu öffnen einmal sogar weitaus mehr als ich je zuvor gesehen hatte. Ein Wesen erschien das mir auf Anhieb gefiel. Es war riesengroß hatte ledrige Flügel und brummelte komisch wenn man es daran zog. Ein Gargoyl nannte es Fadi und meinte auf meine Bitte es behalten zu dürfen das er mir ein eigenes zaubern würde. Ein eigener Gargoyl! Allein für mich nie zuvor hätte ich meinen Großcousin lieber umarmt als in diesem Moment. Doch komisch war das seit dem Erscheinen des Gargoyles Amira verschwunden war. Ob sie zurückgeblieben war? Ich weiß es nicht jedenfalls auch wenn ich sie mochte konnte ich schlecht zurück um sie zu suchen. Wir kamen auf unserem Weg durch die Grabgänge weiter vorran. Und irgendwie war es seltsam rannte da nicht eben Amira splitterfasernackt an mir vorbei? Auch wenn ich ihre Angewohnheiten nicht kritisieren wollte aber gerade jetzt dem Nudismus zu fröhnen war gewaltig fehl am Platze. Immerhin war sie wieder bei uns und leider verschwand auch der Gargoyl daraufhin spurlos. Aber bald habe ich einen eigenen!
Gegen Ende der Erkundung trafen wir auf ein seltsames Wesen, groß und schwarz mit Flügeln und dem Kopf einer Kuh. Baal nannten sie es. Baal war sehr kräftig und mähte unsere Truppe mit einem Schlag nieder. Doch wir wären keine Menekaner wenn wir nicht auch diesen Gegner schaffen würden.
Dennoch schien es fast unschlagbar und auch wenn ich wenig Hoffnung hatte ihm wehzutun versuchte ich meine Angst zu sammeln um sie mit voller Wucht auf Baal zu feuern. In meinen Händen kribbelte es knisternd und ein Pfeil bildete sich der auf Baal zuschoss. Mein lieber Freund du wirst es nicht glauben Baal fiel daraufhin um und rührte sich nicht mehr! War das nun wirklich ich gewesen? Oder war es nur ein kleiner Teil dessen der ihm dann den Rest gab? Ich weiß es nicht zu sagen doch meine Hände sahen eigentlich ganz normal aus. Ich Hab wirklich geschaut und fand nichts was mir hätte sagen können woran es lag. Sahlim holte mich mit einer Ohrfeige zurück ins geschehen aber ich verstehe nicht warum er mich nicht einfach angetippt hatte? Das hätte genügt deswegen brauchte er doch nicht gleich so brutal zu werden. Nach diesem Erlebnis kamen wir in die letzte Kammer der Pyramide. Darin stand gut sichtbar eine Schale dampfenden Blutes. Wenn man mich fragt eklig und abartig was die damals gegessen hatten. Aber wer fragt schon Rashi? Amira fand das dafür umso interessanter und sie war es auch die sie dann schließlich an sich nahm. Sie bettete die Schale in einer Kiste die dann Sahlim mit sich trug zum Palast der Omar hin.
Die Festländer waren schon verwegen. Ich muss schon sagen sie verlangten das Blut für sich selbst wollten es nach dem Festland bringen. Auch unterstellten sie Fadi bereits dem Bösen verfallen zu sein da er es nicht erlaubte. Doch zum Glück war Safiya bei uns und sie ließ keine Wiederrede zu.
Wir wanderten zurück in die Hauptstadt und von dort aus in den Palast der für diese Nacht mit zusätzlichen Wachen sowie auch einigen Fallen gesichert werden sollte. Fadi und ich verabschiedeten uns dort und gingen in sein Haus zurück. Dort lobte er mich er wäre sehr stolz auf mich doch so ganz kann ich es nicht glauben. Schließlich war ich nicht gerade die ruhmreichste an diesem Abend gewesen. Ich fiel über die Laute und zur Starfe mußte ich sie mitnehmen. Weiterhin kam ich nicht einmal mehr dazu mich umzuziehen und fiel sofort ins weiche Bett in meinem Zimmer.
Was habe ich aus dem gestrigen Tage gelernt?
Zum einen ist es recht unpraktisch nackt durch eine Pyramide zu laufen, was wenn jemand einen sieht?
Dann finde ich solch einen Gargoyl als Haustier zu haben ist eine gute Sache. Nur Datteln mag er nicht.
Auf einer Laute zu schlafen hat nur Nachteile sie ist unbequem und hinterlässt gut sichtbare Abdrücke auf der Haut.
Ma'assalema
Rashi
Verfasst: Donnerstag 17. Mai 2007, 15:24
von Rasheeda Yazir
16.Eluivar 250
Salemaleikum liebes Tagebuch,
Alchemie wirkt tatsächlich! Ich dachte zunächst Fadi hätte mit seiner Aufgabe sich darüber zu informieren ein totes Thema aufgerufen. Aber das klappt wirklich! Ich hatte mich morgens aufgemacht die herumstreunenden Seelen auf den richtigen Weg zu führen. Was zweierlei Vorzüge hat . Zum einen bin ich dabei etwas wirklich gutes zu tun zum anderen gefährde ich niemenden ausser mir wenn ich danebenschlage. Und lieber Freund ich bin nur einmal eigeschlafen dabei. Gargy fand das nicht so toll er hat recht böse geschaut danach. Ja du hörst richtig Gargy. Der Gargoyl der vor zwei Tagen einfach verschwunden ist fand mich im Grab der Ahnen wieder.
Weißt du er ist wie ich. Irgendwie jedenfalls. Gut er ist stärker. Huhm und er hat Flügel. Ja er hat keine Hosen an muss ich zugeben. Sprechen kann er auch nicht. Aber keiner mag ihn! Jeder weiß wenn er kommt geht etwas kaputt oder schief.Bei mir ist das genauso. Die sagen zwar alle das sie mich mögen aber ich wette Fadi bezahlt denen was dafür. Keiner bezahlt Gargy dafür das er mit mir durch das Dunkel geht. Er kann nicht sprechen also bezahlt ihn keiner dafür das er mir sagt er mag mich.
Er war jedenfalls dabei und ließ mich üben und bevor ich mich selbst erschlage hat er geschlagen.
Ich hab ihn gern. Wirklich gern. Zum Glück ist er kein Menekaner ich hab ihn nämlich geküsst.
Ja hab ich und er hat gebrummelt.
Keiner hats gesehn und keiner wird's verratetn. Du auch nicht.
Danach bin hich wieder heim und hab mich an die Alchemie gewagt. Hab halt einige Sachen zusammengemischt. Doch wie soll ich sehn das sie wirken? Ich hab hin und herüberlegt und mich dann entschieden sie selbst zu trinken. Du glaubst gar nicht was da alles passiert ist! Zuerst sind mir alle Haare ausgefallen. Dannach konnte ich die Flasche nicht mehr halten. Danach wurde alles schwarz und einige Flaschen sind zerbrochen weil ich dagegengerannt bin. Dann habe ich fast alle Vorräte aufgegessen weil ich einen Bärenhunger bekam.
Habe dann gedacht der Trank wäre sicher zu nichts nütze und hab ich vor Fadis Haustür ausgeleert.
Da war ne Schlange die sich daraufgestürzt hat. Na so ein dummes Tier! Ichhab schon viel gesehen aber eine Schlange die sich über Pferdefutter hermacht als wäre sie am verhungern noch nicht.
Bin dann nachdem sie fett und träge im Trog lag wieder hinein und habe einen letzten Trank getestet. Eluive sei gedankt ich habe meine Haare zurück! Zwar etwas zottelig aber sie sind da.
Was lernte ich daraus?
Alchemie wirkt auch auf Schlangen.
Man sollte nie alle Tränke auf einmal trinken das gibt nur Scherben.
Ma'assalema
Rashi
Verfasst: Freitag 18. Mai 2007, 14:27
von Rasheeda Yazir
17.Eluivar 250
Salemaleikum liebes Tagebuch,
Ich bin gänzlich verwirrt mein Freund. Das hat drei der Gründe. Der der mich als erstes beschäftigt ist das ich manchmal doch mehr Dinge falsch mache und es erst dann merke wenn es zu spät ist. Aber du weißt ja das ist ein altbekanntes Übel meinerseits.
Es geht um Armaiti. Auch wenn man es nicht glauben mag ist sie immer wieder neu für mich. Ich bin gestern in den Gräbern der Ahnen herumgezogen um meine Fähigkeiten zu üben und zugleich etwas gutes für die missgestallteten Seelen zu tun. Ich traf dort zuerst auf Ali und dieser war mehr als nur verwirrend selbst für mich. Aber dazu erzähle ich dir später. Dann als Ali ging auf Amira die mir ein wenig der Verwirrung die mir Ali vererbt hatte wieder nahm. Als wir immernoch im Gespräch vertieft waren hörten wir hinter uns die Stimme Armeitis die dort urplötzlich erschienen sein musste. Du kennst mich erschreckt man mich passieren komische Dinge die ich nicht steuern kann. So kam es das Armaiti ein großer Schinken entgegenflog und sie nur um Haaresbreite verfehlte. Natürlich habe ich mich sofort entschuldigt aber damit rissen die seltsamen Geschehnisse nicht ab. Ali erschien ein weiteres Mal und machte sich selbst mit Armaiti bekannt. Sie nannte sich nur bei ihrem Vornamen und ich ging davon aus das sie es vorzog normal behandelt zu werden. Dann begann es hinter mir zu Blitzen und ein gewaltiger Blitz erschlug einen der Zombies der sich wohl an uns herangeschlichen hatte. Aber es kam kein Regen! Nein es fiel nicht ein Tropfen vom Himmel dafür aber ein Skelett und das genau auf den armen Ali. Dieser schrie wie am Spieß und rannte herum als wäre er dabei zu sterben. Ich merkte Armaiti an das ihr dieser Umstand missfiel denn sie wunderte sich lautstark darüber wie ein Mann sich so benehmen könne. Nun wers gab nahms auch wieder und der nächste Blitz traf komischerweise das Skelett das hinter Ali herwankte. Dieses Gewitter was nicht Wasser sondern Skelette vom Himmel fallen ließ wunderte mich sehr. Armaiti frage mich einige Dinge und sah sehr seltsam drein als ich sie wie immer wenn wir allein waren duzte. Doch hatte sie nicht vorhin selbst ein vertrauliches getan als sie sich Ali nur mit dem Rufnamen vorstellte? Gut dachte ich ändere es das nächste Mal ich möchte sie ja nicht beleidigen. Als sie Ali einige Ratschläge und eine sehr umfassende Erläuterung, na gut es war eine der Predigten die sie immer hielt wenn ich sie traf, gegeben hatte verabschiedete sie sich von uns. Nicht das du mich falsch verstehst ich schätze diese Predigten wirklich aus ihnen kann ich immer wieder wertvolle Dinge lernen. Nur ich glaube Ali war das etwas zuviel. Er ist wie soll ich sagen recht einfach gestrickt. Sie verabschiedete sich von uns und ich tat dies was ich mir vorgenommen hatte und benannte sie bei ihrem Titel. Erneut folgte solch ein undefinierbarer Blick. Ich hatte schon wieder etwas falsch gemacht.
Nun lieber Freund was soll ich tun so wie sonst passte ihr anscheinend nicht. So wie es laut Gesetz verlangt war auch nicht? Ich weiß es einfach nicht.
Mein Vorhaben in die Tat umzusetzen konnte ich heute wirklich vergessen. Zuerst kam Ali mir entgegen und eigentlich schien er mir völlig normal. Nun die Tatsache das er ängstlich vor jedem Untoten davonrannte war mir etwas suspekt aber jeder konnte kein Held sein. Ali erzählte mir das er hier war um seine Vorfahren zu finden. Er wüsste nur das er Menekaner sei aber nicht welcher Familie er angehörte. Ob seine Vorfahren nun leben weiß er nicht und vor den Untoten rannte er dauernd davon damit sie ihn nicht fressen würden. Wie bei Eluives weicher Haut wollte er dann je erfahren ob sie hier waren? Es wirkte aussichtslos auf mich und ohne irgendeinen Vorschlag anzunehmen den ich äusserte kam ich zum Schluss das er wohl nie seine Vorfahren finden würde.
Dann meinte er zu mir Fadi sei gar kein Menekaner! Stell dir das vor er meinte tatsächlich Fadi sei ein kleiner Dämon. Er erzählte das er sich in einen verwandelt habe. Doch das was er mir beschrieb war doch kein Dämon. Er beschrieb mir haargenau Gargys Aussehen und daraufhin war mir klar das er sich irren musste. Gargy war doch in der Schlangenpyramide genau neben Fadi gestanden. Also konnte es unmöglich Fadi sein. Ich sagte das auch zu Ali der dann meinte Gargy sei ein Monster. Du weißt das Gargy kein Monster ist lieber Freund. Gargy hilft mir immer und er würde nie versuchen mich zu fressen, geschweigeden Ali. Aber er stritt das wehement ab. Im Keller der Ahnengräber wären viele wie Gargy und bestimmt hätte Gargy die Absicht mich für sich allein zu haben und zu fressen. Lachhaft oder? Ich fragte Ali daraufhin wie er denn darauf käme. Er meinte nur er wäre ein Monster und das wär einfach so. Dann fragte ich ihn ob er Gargy denn kennen würde um so etwas von ihm zu behaupten, was er verneinte. Was würde er denn sagen wenn jemand der ihn nicht kennen würde ihn, Ali, als Monster bezeichnen würde? Er wäre kein Monster er wäre schließlich Menekaner. Gargy ist auch ein Menekaner. Jedenfalls versteht er was ich ihm sage und da ich nur Menekanisch spreche liegt wohl auf der Hand das er ein Menekaner ist. Das würde nicht stimmen bestimmt hätte Gargy einen Plan um mich für sich allein zu haben und mich dann zu fressen. Ob ich den gut schmecken würde? Nun eins ist sicher wenn er sowas fragt ist er doch selbst daran interessiert mich zu fressen, oder meinst du nicht? Das sagte ich ihm auch und ging gleich einige Schritte zurück. Bestimmt ist Ali ein Dämon der sich in Ali verwandelt hat um mich von Gargy wegzulocken und mich dann zu fressen. Ali ist also das Monster! Daraufhin begann Ali zu weinen. Ein Mann der weint das war mir noch nie begegnet. Bestimmt eine List damit ich wieder näher komme. Ich sagte ihm wenn er Gargy als Monster bezeichnet mag er ihn nicht und kann mich damit auch nicht mögen. Und wenn er meint seine Vorfahren wären hier unten sind sie bestimmt auch Monster und er ja somit auch eines. Das hat ihn dann wohl getroffen. Er meinte er würde mich mögen aber Gargoyle wären allesammt böse und fressen rohes Fleisch. Er selbst würde nur Bananen essen und tat das dann auch gleich. Was eine dumme Behauptung jedes Monster kann so tun als ob es Bananen mag. Daraufhin ging Ali um später wiederzukommen. Noch immer verwirrt von seinen Worten lief ich weiter bis mir Amira begegnete.
Ich erzählte ihr von Alis Worten und sie versicherte mir das Fadi kein Dämon ist. Und- das ist ganz wichtig- das es gute und schlechte Gragoyls gibt. Gargy ist bestimmt ein guter. Sie hätte auch gerne einen. Da fiel mir ein Fadi wollte mir doch einen schenken. Dann hätte ich zwei und eigentlich brauche ich keine zwei. Ich schlug ihr vor mit Fadi zu reden und dann solle er ihr doch einen schenken ich hab ja noch Gargy. Sie könnte uns zumindest einmal besuchen vielleicht könnte sie ja an Fadi Gefallen finden. Er hat keine frau und sie hat keinen Mann. Das wundert mich eh sie ist bildhübsch, klug und hat keinen Mann! Na bevor Fadi wieder Festlandsfrauen kauft kann er doch Amira heiraten. Meinst du nicht auch? Damit wäre sein undeutbarer Hang zu Festländern zumindest mal abgeholfen und vielleicht braucht dann Amira auch nicht mehr nackt durch Grabkammern laufen was ja immerhin nicht gerade das Sicherste ist um einen Mann zu finden. Ein Versuch wäre es doch wert?
Was ich heute lernte?
Es ist viel geschehen und ich bin immer noch sehr verwirrt. Aber eines weiß ich ganz genau Ali ist seltsam und ich bin immer noch nicht sicher das er kein Monster ist. Gargy ist ganz sicher keines soviel steht fest.
Ma'assalema
Rashi
Verfasst: Samstag 19. Mai 2007, 16:22
von Rasheeda Yazir
18.Eluivar 250
Salemaleikum liebes Tagebuch,
Ich weiß bald nicht mehr wo oben und unten ist. So viele Dinge stürzen auf mich ein. Jedesmal wenn ich versuche zu trainieren kommt jemand und bringt meine Gedanken völlig durcheinander. Heute traf ich auf einen jungen Mann im Grab der Ahnen. Er starrte mich nur an und lachte mich aus. Dann folgte er mir und gab ein Kommentar über Frauen und den Kampf Mann gegen Mann ab. Recht unhöflich und als ich ihm sagte das er solange er sich nicht einmal vorstellt mir nichts zu sagen hätte fing er erneut zu lachen an. Stutzig wurde er erst als ich Fadis Namen nannte. Schau an er nannte sich seinen Bruder. Raakin ist das nicht er heißt Hakan. Seltsamerweise war mir kein weiterer Großcousin bekannt. Wahrscheinlich haben sie ihn lieber verschwiegen. Wäre mir zumindest durchaus verständlich. Er bot mir an in den Keller zu gehen von dem Ali gesprochen hatte. Ich würde doch nie Gargys Vewandte schlagen! Daraufhin blickte er mich komisch an und starrte die ganze Zeit über auf die Rüstung die ich gestern gefunden hatte in meinem Kleiderschrank bei Fadi. Nachdem ich ihn zur Rede gestellt hatte was denn nun wieder an der Rüstung nicht stimmte erkärte er mir sie sei aus Gargoylleder! Bei Eluives Schoß mir war noch nie so übel. Tausend Gedanken gingen durch meinen Kopf. Das letzte Mal hatte ich Gargy vor 2 Tagen gesehen danach war er nicht wieder aufgetaucht. Gargy war immer in meiner Nähe gewesen bis Fadi mir die Rüstung geschenkt hatte. Hatte Fadi Gargy getötet und ihm die Haut abgezogen? Hatte er das damit gemeint als er versprach er würde mir einen eigenen schenken? Er hat meinen einzigen Freund getötet! Wie konnte er nur so etwas tun?
Ich weiß ich sollte sowas nicht aber mir kamen die Tränen. Mein Gargy von Fadi ermordet! Ich bin losgelaufen mein Freund. Ich wußte nicht wohin ich ging erst als ich bei Fadis Haus ankam konnte ich wieder annähernd klar denken. Ich trug die Haut meines Freundes, der einzige der mich so gemocht hatte wie ich war ohne mich ändern zu wollen! Ich riss das wiederwertige Gewand von mir und mit einem, nun ich muß wirklich gestehn es war heftig, lodernden Feuer das aus meinen Fingern kam verbrannte ich sie. Mir war egal ob ich nun bekleidet oder nackt dastand und griff wahllos in den Kleiderschrank.
Waschen ich muss alles abwaschen. Hastig lief ich zum Badehaus und wusch Gargys Mord von meinem Körper. Nach einiger Zeit brannte die Haut an meinem Körper und ich hatte einigermassen das Gefühl das ich damit wenigstens den Hauptteil entfernt hatte.
Ich zog die mitgebrachten Kleider an die sich wie Fremdkörper anfühlten und lief zum Haus zurück.
War da nicht Armaitis Stimme auf dem Dach? Doch da hörte ich sie wieder. Ich stig hinauf und fand sie auch zwischen vielen anderen munter sitzend. Ich grüßte alle und wollte lieber wieder gehen. Mir war nicht nach dem üblichen Plaudern. Doch Armaiti schien das zu merken sie kam zu mir und fragte was gewesen sei. Irgendwie mein Freund kann ich ihr nicht ausweichen. Ich erzählte ihr davon und wurde durch die frohen Ausrufe einer jungen Frau gestoppt.
Endlich sei dieses böse Wesen tot, man sollte Eluive dafür danken.
Wut kam in mir hoch. Sie waren alle gleich! Wirklich. Jeder hasst was er nicht kennt. Jeder denkt wenn einer schlecht ist sind es alle! Gargy ist nicht böse, er ist kein Monster und er hat niemandem etwas getan! Nur weil er mein Freund war und in meiner Nähe hat er sterben müssen. Wütend drehte ich mich um, mein Magen rebellierte und ich wollte nur noch weg,weit weit weg.
Ich griff nach der Robe die ich bei meiner Ankunft trug und warf sie mir über.
Dann lief ich einfach. Hinaus aus der Stadt weg von den Leuten bis,ja bis ich bei den Ahnen landete. Ich stand vor Urgroßvater Yazirs Urne und ging zu Boden. Ruhe, Einsamkeit, Schmerz. Wie hatte er das tun können?
Frag mich nicht mein Freund wie lange ich so saß. Erst als ich Armaitis Stimme hörte nahm ich die Dunkelheit wahr. Sie schien so froh darüber mich zu sehn nur Fadi hinter ihr sah mächtig böse aus.
Gleich fuhr er mich an ich solle aufstehn. Hatte Ali doch recht gehabt und er war ein Dämon? Ich nannte ihn bei dem was er für mich war einen Mörder. Den Mörder meines Freundes. Ich hatte wohl richtig gedacht denn er liess einen Blitz auf mich zudonnern. Armaiti ahnte das und wollte sich dazwischenwerfen. Das hätte sie das Leben kosten können! Nicht auch noch Armaiti. Mit allen meinen Tränen schien meine Bitte erhört worden zu sein und irgendetwas lenkte den Blitz ab von ihr von mir und traf- Urgroßvaters Urne. Na immerhin war er ja schon tot und somit war es ein recht kleiner Schaden. Oh wie ich Fadi in diesem Moment hasste! Er war mir alles erschienen aber nie so ungerecht. Ich stand auf und fragte ihn ob das nicht stimmte? Ob er nicht Gargy getötet hat um mir seine Haut als Rüstung hinzulegen. Er verneinte es. Dann sagte er er müsse mir etwas erklären. Daraufhin erschien ein Gargoyl in der Grabkammer, aber das war nicht Gargy. Der sah anders aus hatte andere Farben als mein Freund sie gehabt hatte. Fadi meinte den hätte er gerufen das sei Teil der Gabe. Als ich meinte das das nicht der gleiche sei fragte er nach der Farbe des Gargoyls und mit weitgreifenden Gesten verformte sich Fadis Körper. Schwingen wuchsen ihm und er verwandelte sich in Gargy! Fadi war Gargy? Nein Gargy konnte nicht sprechen der der vor mir stand konnte es. Dann sollte ich ihm die Robe geben die auf dem Boden lag und mich umdrehen.
Als das geschehen war und ich wieder schauen durfte stand Fadi wieder als Fadi da. Dann setzten wir uns und Armaiti ging hinaus um Luft zu schnappen. Er erklärte mir das es auch Teil der Gabe war sich in Gargoyle zu verwandeln und das den den ich als meinen Freund kannte wohl ein Zauberer gewesen sein musste. Wir überlegten wer es gewesen sein konnte und da ich Gargy das erste mal in der Pyramide getroffen hatte und ich damals Amira nackt herumflitzen sah war es klar das sie es war.
Gargy ist tot, Gargy gab es nie, Gargy ist Amira.
Mein Freund es tut weh zu sehen das man alles was man empfand nie für etwas wirkliches gefühlt hatte.
Wir gingen hinauf und Fadi bat um Armaitis Segnung für die Zerstörung Urgroßvaters Urne.
Ich werde viele Dinge nie begreifen und auch einige Wesen nie verstehen. Darunter gehört auch die die sich Baheera nennt. Ich versteh ihre Gedanken bezüglich Gargoylen aber ich werde nie verstehen warum sie sich zur Strafe selbstkasteit. Warum sie obwohl alles ein Missverständnis war permanent auf ihre Dienstquittierung pochte. Vor allem werde ich ihre Sturheit nie begreifen die sie selbst zu manchem treibt. Ich werde nie mit ihr befreundet sein doch ich werde sie auch nie meiden. Sie ist anders und das als jeder der mir bisher begegnete. Sie ist stolz und dennoch wirft sie im selben Augenblick ihren Stolz zu Boden. Neda diese Frau werde ich nie verstehen.
Mein lieber freund wie soll ich sein wenn mir Amira begegnet? Was soll ich tun wenn sie Gargy ist? Ich weiß es einfach nicht. Ich hoffe Fadi wird mir irgendwann wirklich verzeihen was ich ihn nannte, du weißt er sagt immer es wäre gut doch er wird es nie zeigen wenn dem dann nicht so wäre. Aber nun mein Freund mein Kopf schmerzt unerträglich. Ich werde mich hinlegen. Schlaf gut.
Ma'assalema
Rashi
Verfasst: Sonntag 20. Mai 2007, 14:34
von Rasheeda Yazir
19.Eluivar 250
Salemaleikum liebes Tagebuch,
Heute war ich zum ersten Mal auf dem Festland! Amira hatte mich mit ihren Worten zum nachdenken gebracht. Festländer wären auch nicht alle gleich. Fadi hätte das bestimmt nicht gepasst. Immerhin kann ich kein einziges Wort ihrer Sprache. Oder besser gesagt ich konnte kein einziges Wort. Seit heute kann ich eines Slaaaagä. Was wohl bei uns soviel wie Schlangenkrieger bedeutet. Nun ich legte die rote Rüstung an, man weiß ja nie was den Wilden alles einfallen würde. Zusätzlich nahm ich die Robe über die Rüstung und meine Waffen mit. Der Kapitän des Schiffes war schnell bestochen das er mich dort absetzen würde. Dort war alles so anders.
Wie soll ich es dir beschreiben mein Freund? Alles war grün und kühl und so lebendig. Ich ging aus der Hafenstadt heraus und dort endete nicht alles wie bei uns hinter den Stadtmauern. Vor allem hatten sie gar keine Stadtmauern dort! Das Festland muß sehr arm sein wenn sie sich nicht einmal eine Mauer leisten können. Doch auch ausserhalb der Stadt waren sehr viele Häuser. Bäume und Holz Grün und Braun wo man auch hinsah.Ein ungutes Gefühl überkam mich. Normal war das immer wenn etwas schreckliches passierte so aber hier war doch nichts schlimmes. Dachte ich zumindest.
Aiwa ich zog also durch das schier unendliche Grün bis ich eine Stimme hörte. Sie prasselte mit fremden Worten auf mich ein. Eine junge Frau rannte hinter mir her unverschleiert und völlig aufgebracht. Ich dachte schon sie meint das ich durch ihren Garten gelaufen wäre aber da war ja nicht mal ein Zaun. Aber das schien es nicht zu sein. Sie fuchtelte immer wieder wild mit den Armen und liess weitere Worte auf mich niederprasseln. Die ich nun mal nicht verstand. Sie deutete hinter sich und sprach Slaaagä immer wieder. Dann machte sie eine große Handbewegung das wohl heißen mochte das das was sie mir zeigen wollte riesig sein sollte. Dann begann sie die Hände zu schlängeln und machte dann Gesten als wöllte sie mich fressen! Ob sie Hunger hatte? Ich hatte nur Schinken dabei aber das schien sie nicht zu mögen. Dann wieder dieses Wort. Und ich versuchte es mit einem zischeln wie es die Schlangen bei uns taten. Aiwa das schien zu passen!
Also war es eine große Schlange und ich folgte ihr die Waffen zückend. Wir fanden keine Schlange nur einen Mann der halb brummend halb verzweifelt vor einem toten Mustang stand. Das Tier musste wirklich einmal eine Pracht gewesen sein bevor es irgendjemand zerfetzte. Diese Bisse waren nicht wirklich schön anzusehen und es waren zu meinem Erstaunen auch Brandwunden und Klingenschnitte in dem Körper! Das war wirklich seltsam das hatte ich nur einmal bisher gesehen.
Die Schlangenkrieger die bei der Pyramide waren hatten Waffen und die Fähigkeit zusätzlich Flammenenergie zu Wurfbällen zu formen. Die junge Festländerin führte mich zu einem Haus. Weit und breit war keiner der Schlangenkrieger zu sehen. Sie ging durch einen Vorhang und als ich ihr folgte war dieses Gefühl wieder da. In dem Haus war irgendetwas. Doch die Tür war verriegelt und auch sie konnte sie nicht öffnen.
Keine Möglichkeit hineinzukommen keine Möglichkeit zu helfen. Mehr und mehr Bewaffnete strömten an uns vorbei. Ich beschloss ihnen ebenfalls zu folgen um so herauszufinden was hier vor sich ging. Tatsächlich traf ich schon bald auf einige der Schlangenkrieger. Gegen solche Wesen bin ich machtlos mein Freund. Vor allem gegen ihre Flammenenergiebälle. Einer davon traf mich und ich konnte grad noch wegrennen. Dabei achtete ich nicht darauf ob ich etwas zurückließ. Gerade hatte ich mich einigermassen erholt tauchte ein weiterer dieser Krieger auf und erneut traf mich solch ein Geschoss mit voller Wucht. Diesesmal bemerkte ich wie mir das Silberschild das mir Amira einst geliehen hatte auf die Füsse fiel.
Hastig kramte ich nach den Bärentränken die ich eingesteckt hatte und leerte einen davon.
Endlick kehrten meine Kräfte zurück und hastig nahm ich das Schild auf. Ich suchte nach dem Degen von Fadi doch dieser schien nicht mehr bei mir zu sein. Siedendheiß fiel mir ein das ich ihn das letzte mal gesehen hatte als mich der erste Flammenball getroffen hatte!
Mein Freund weißt du was es für einen Ärger geben würde wenn das Fadi herausfand? Ich will gar nicht weiter daran denken. Also rannte ich nach einem weiteren Bärentrank zu der Stelle zurück wo ich vorher getroffen wurde. Tatsächlich hatte Eluive ein Einsehen und der Degen lag dort noch. Schnell packte ich ihn ein und machte mich auf den Heimweg. Viele tote Tiere die ich nicht einmal benennen könnte lagen überall verstreut. Nur kein einziger der Schlangenkrieger schien den Tod gefunden zu haben. Es mußte ein grausames Gemetzel sein was im Inneren des Festlandes vonstatten ging. Auch wenn es Festländer sind bete ich doch immernoch in jeder freien Zeit das Eluive ihnen beistehen möge. Kinder, Alte und Tiere, Frauen und selbst Kämpfer können nur fliehen und hoffen das man sie nicht fand.
Neda mein Freund selbst sie können so etwas nicht verdient haben.
Als ich das Schiff wieder verließ nd endlich die Heimat unter meinen Füssen fühlte schwand das unangenehme Gefühl, das wie eine schwärende Wunde auf mir lastete. Nur die Ungewisheit was dort weiter geschehen würde nagte immernoch sowie die Hilflosigkeit gegenüber solcher Wesen. Hinter jedem dritten Baum schien eines zu lauern es mussten Tausende wenn nicht gar unendlich viele gewesen sein.
Verstehst du mein Freund das es mich daraufhin wieder in die Grabkammern zog? Zu einem Ort wo ich nicht hilflos bin sondern wirklich etwas ausrichten konnte. Mit einem Gefühl in der Brust das nie zuvor so stark gewesen war schickte ich Wesen um Wesen zurück in Eluives Hände. Das Gefühl liess sich nicht stillen. Jedesmal brandete es erneut in mir auf. Jedesmal sah ich das Gesicht der jungen Frau vor mir die voller Angst auf mich einredete. Ich sah die toten Tiere sah die abgrundtief düster leuchtenden Augen der Schlangenkrieger die mit ihrer gespaltenen Zunge über die blutgetränkten Klingen fuhren.
Ich verliess die Grabkammern. Hier war kein Leben in Gefahr die verdammten Seelen würden auch noch morgen dort sein. Als ich in der Stadt anlangte traf ich auf Fuad, Sahlim und Baheera. Fuad bat mich sie zu begleiten sie wollten etwas üben. Den Schutz von Wehrlosen gegen Schlangen und Skorpione, flüsterte er mir zu.
Ich ging mit und anscheinend wußte er genau warum er mich bat mitzukommen. Wenn jemand die die unausweichliche Fähigkeit besass in brenzlige Situationen zu stolpern so war das wohl die Rashi. Und wirklich so war es auch. Kaum einige Schritte gegangen trafen wir auf Scarabäen, Echsen, Riesenschlangen und Skorpione. Baheera und Sahlim kämpften mutig gegen die Bestien. Ich ja ich stand wieder einmal nur dabei.Wenn sie das gesehen hätten was ich zuvor sah, wären sie dann auch nur weggerannt? Neda diese drei nicht. Wozu auch sie hätten es mit Leichtigkeit mit den Schlangenkriegern aufnehmen können. Nutzlos, hilflos und tolpatschig. Zudem noch dazu verdammt nichts sagen zu dürfen darüber was ich sah. Es hätte nur Ärger und Unmut gebracht hätte ich es gesagt. Vorwürfe und Beschuldigungen. Neda das würde den Menschen des Festlandes nichts helfen. Beinahe hätte ich die Harpie übersehen die auf uns zuflog ein Vogel mit humanoiden Gesichtszügen. Sie muß dennoch das sie nach dem Blut lebender Wesen lechzte eine Art Kultivierung besitzen. Sie trug einen Beutel auf ihrem Rücken so wie jeder Menekaner auch einen bei sich trug. Keiner der drei Käpfer konnte es mir erklären warum. Aiwa Baheera natürlich war wieder einmal nicht damit einverstanden das sie vielleicht mehr als nur Bestien sein könnten. Aber von ihr erwarte ich auch nichts dergleichen mehr. Ich nachm den Beutel mit mir Fadi zu fragen wozu er ihnen diente. Dann kehrten wir zurück in die Stadt.
Aiwa Baheera. Egal wie oder was ich tat nie war es ihr genug nie war sie zufrieden. Lag es an mir? Schon schlimm nicht wahr wenn ich nicht beim ersten Aufeinandertreffen erriet das sie kein Fleisch ass? Furchtbar das ich die Frechheit besass ihr etwas anzubieten. Unverzeihlich das es mich überhaupt gab.
Aber nein ich habe noch nie aufgegeben und wegen einer sturen Säbelschwingerin würde ich das ganz gewiss nicht tun. Bei Eluives großem Herzen, neda für dich nicht Baheera für dich nicht!
Was lernte ich daraus aus dem heutigen Tag?
Kein Wesen hat die Ausrottung verdient, nicht alles was dunkel scheint ist es durch und durch. Strafen für Vergehen sind nicht immer mit körperlichen Schmerzen verbunden. Die die in der Seele schmoren sind weitaus schmerzhafter als jeder Stockhieb.
Ich werde nun einen Schlaftrunk zu mir nehmen, aiwa Alchemie ist mir ein guter Freund geworden.
Wer hätte das jemals vermutet?
Ma'assalema
Rashi
Verfasst: Montag 21. Mai 2007, 22:25
von Rasheeda Yazir
20.Eluivar 250
Salemaleikum liebes Tagebuch,
Soweit zum nicht verraten das ich auf dem Festland war. Aber als Fadi meinte wir gingen nach Bajard, der Hafenstadt des Festlandes konnte ich nicht anders als es ihm sagen. Er war nicht böse im Gegensatz zu Armaiti als diese es erfuhr. Aber dazu später. Also Fadi erlaubte mir das ich die Tränke die ich gemischt hatte an die Bedürftigen des Festlandes verteilte sobald Fuad Bajard übernommen habe. Immerhin verstand er das ich mich deswegen furchtbar fühlte. Dennoch wies er mich an meine Rüstung anzulegen und mit auf das Festland zu gehen.
Mein lieber Freund nie hatte ich etwas so langweiliges erlebt wie die folgenden Stunden. Es waren zwar ein paar schöne Momente dabei, ich konnte ein kleines Mädchen sehen das völlig wohlauf war. Auch sonst schien Bajard wirklich fast gar nicht mit den Schlangenkriegern in Berührung gekommen zu sein. Fadi, Raakin, aiwa Raakin! Ich sah den Großcousin das erste mal und muß sagen er kommt Fadi schon erheblich ähnlicher als Hakan es tat. Raakin hatte die selbe einschmeichelnde Art an sich wie Fadi. Sie schienen sich wirklich kaum zu unterscheiden. Doch weiß ich nicht ob es bei Raakin genauso schnell in Entsetzen umschlägt wie es bei Fadi oft genug der Fall war. Rasheeda steh zu Armaiti-Rasheeda bitte hinter die Krieger. Aiwa hatten sie es bald geschafft? Nun Wo war ich stehengeblieben?
Ah Ja also Fadi, Raakin und Fuad sprachen ununterbrochen auf einen steinalten Menschen ein. Wohl der dem die Stadt zuvor gehörte. Alles auf dieser fremden anstrengenden Sprache. Danach besichtigten wir das Dorf. Aiwa, ein Holzhaus, noch ein Holzhaus, dann ein weiteres Holzhaus und du glaubst es kaum weitere Holzhäuser! Und jedesmal kam zu jedem Holzhaus das aussah wie das vorherige Holzhaus ein Text über das Holzhaus auf dieser fremden Umgangssprache. Einige der Menschen folgten uns und auch ein wie nannte es Khalida? Waldharem der keinen Emir besass dafür aber auch kaum Kleider. Ich begreife zwar den Sinn eines Harems ohne Emir nicht aber nun ja ich verstand ja auch die Sprache nicht. Es gab allerdings ein recht schönes Tier ein großer Fisch der wahrlich singen konnte. Und er frass auch Brot das ich ihm zuwarf. Ein sehr liebes Tier. Eine wiederlich fette Spinne versuchte mich zu überwältigen als ich dieses Tier betrachtete. Erschrocken wie ich war erschlug ich es mit einem Schinken. Den Rest des Spinne abkratzend gab ich diesen daraufhin der Katze die ständig vor Hunger schrie.Schon bald bemerkte ich einen weiteren Makel an diesem Fischerdorf. Sie besassen keine Aborte. Nun selbstverständlich hatte ich einen solchen daheim aufgesucht bevor wir abreisten aber irgendwann hat man nun mal das dringende Bedürfniss sich zu entleeren. Es schien so als hätten Armaiti und die junge Cousine den selben Gedanken wie ich. Denn sie folgten mir hinter ein – aiwa ein Holzhaus! Nur das Sahlim auch mitgehen wollte war mir etwas schleierhaft. Nun mit einigen recht empörten Worten vertieben wir ihn rasch und erleidigten unser sehr erleichterndes Geschäfft. Es war wohl nicht aufgefallen das wir fehlten denn als wir zurückkehrten standen sie immer noch vor einem- aiwa Holzhaus. Ob es denn je ein Ende finden würde? Amira versuchte als wir zum Ausgangspunkt zurückkehrten mit mir zu sprechen was ich allerdings recht schnell beendete. Noch nehm ich es ihr übel das sie mich so hinters Licht geführt hatte.
Ich lief einige Schritte von ihr weg gen Armaiti und fühlte eine kälte und unsagbahre Leere. Es war als hätte jemand das Lied vollständig ausgelöscht und das direkt bei Armaiti! Ich blickte mich um und endeckte- neda kein Holzhaus dafür eine der verkommenen Kinder Eluives. Eine Lethra stand direkt vor ihr und gewiss hatte sie nicht vor mit ihr über das Wetter zu plaudern! Armaiti war es bereits in der Nähe der Eisenschlangen übel geworden wie würde sie leiden da dieses Wesen direkt vor ihr stand? Neda diesmal war es mir gleich welche Strafe mir drohte das konnte ich schon kaum aushalten und wie sollte dann eine so reine Person wie Armaiti das können? Ich stellte mich also dazwischen genau neben Sahlim der wohl ähnliche Gedanken hegte wie ich. Nun das wiederum passte Baheera nicht, die versuchte mir zu befehlen mich doch zurückzuziehen. Aiwa Baheera ich weiß nicht was du fühlst dabei aber ohne die Gabe wirst du nie verstehen was dieses Wesen vor mir ausstrahlte.
Begreift diese junge Säbelschwingerin denn nicht das sie und ich nie das selbe fühlen können? Das es mir nicht darum geht ihr zuwiederzuhandeln nur um sie zu ärgern? Neda es geht einfach nicht anders ich tue das was mir mein Herz befiehlt und mein Herz das konnte bisher nur eine wirklich verstehen. Armaiti die immer und überall in mir zu lesen vermochte als wäre ich ein aufgeschlagenes Buch. Fadi verstand vieles und er versteht mich teilweise aber so wie ich die Elemente in einem Gegenstand zuordnen konnte. So kann Armeiti die Elemente meiner Gefühle zuordnen. Auch wenn sie nicht eine Erhabene wäre würde ich jederzeit alles für sie geben. Freundin, Mutter und Schwester in einem das ist Armaiti.
Ich folgte ihr nachdem die Lethra verschwunden war zurück in die Heimat.
Gerade wollte ich mich zum Badehaus aufmachen als mir siedendheiß die Tränke einfielen.
Aiwa die waren doch wichtig! Also ging ich erneut zum Hafen und liess mich nach Bajard bringen.
Als wäre es Schicksal stiess ich auf eine weitere Ansammlung. Armaiti ein Mann auf einem Mustang vor dem alle knieten. Was war denn hier los? Ich stand schweigend da und schnappte einige Wortfetzen auf. Aiwa der Emir war eingetroffen. Zum Glück bemerkte mich niemand wäre ja peinlich wenn ich ihn nicht erkennen würde. Was war an ihm besonders? Er war anders als Armaiti und Safiya ganz anders. Er strahlte eine ganz anderte Art von Wärme aus. Er genoss es offensichtlich verehrt zu werden. Ob er jemals einfach nur Mann, Vater und Freund sein konnte? Oder hat man ihm das nie erlaubt?Neda er kannte das gar nicht er spielte es nicht er schlüpfte nicht in eine Rolle er war ganz und gar nur der Erhabene. Ob er je als Kind einmal Grenzen gesetzt bekommen hatte? Neda ich denke nicht das er je welche kannte ausser die die er selbst setzte. Wie ein zufriedener Kater saß er auf seinem Mustang nichts und niemanden fürchtend. Seine Erscheinung beeindruckte und das war gut so. Ob ich ihn jemals wiedertreffen würde? Die Zeit wird es zeigen. Die versammlung löste sich auf und aiwa sie ging erneut Holzhäuser anschauen. Hastig versuchte ich mich zu verdrücken. Es gelang nicht ganz Armaiti erwischte mich dabei und bestand darauf mich zu begleiten. Ayla nahm sie auch mit und wir reisten in einer Kutsche gen der Hauptstadt des Festlandes. Es war praktisch so eine Kutsche doch sie war auch sehr unstabil. Bei jedem Loch in der Strasse liess es einen gewaltigen Schlag und ich betete darum das sie nicht auseinanderfallen würde. Sie hielt aber Eluives Händen sei es gedankt durch. Die Hauptstadt sah fürchterlich aus. Blut hatte sich mit Asche vermischt, Kaum ein Weg war noch erkennbar. Armaiti fragte sich bis zu dem Krankenlager durch und wir gaben die Tränke dort ab. Einerseits war ich froh dort wieder wegzukommen doch andererseits zog es mich an wie eine Schuld die ich noch immer zu begleichen hatte. Würde dieses Gefühl je verschwinden?
Mein freund ein Drache war es wohl gewesen wie Baheera später noch sagte. Ein Wesen wenn es bösartiger Natur war mit tödlicher Intelligenz und unsagbarer Macht gesegnet, war es gutartig was selten ist und laut Baheera völlig unmöglich, dann war es ein Geschenk Eluives. Schade das ich es nicht hatte sehen können. Es muß ein wundervoller Anblick gewesen sein selbst wenn es nicht gutartig war.
Aiwa mein Freund was habe ich heute gelernt?
Holzhäuser sind eine Strafe!
Der Emir ist es durch und durch er ist in keinster Weise vergleichbar mit den Frauen seines Hauses.
Jemand der die Gabe nicht besitzt wird nie verstehen wie jemand fühlt der sie in sich trägt.
Baheera tut mir leid so sehr sie mich auch ein und das andere Mal reizt sie wird es nie fühlen, nie das Lied spüren, nie das Leben so wahrnehmen wie es für mich ist.
Ma'assalema
Rashi
Verfasst: Mittwoch 23. Mai 2007, 18:07
von Rasheeda Yazir
22.Eluivar 250
Salemaleikum liebes Tagebuch,
Heute hätte meine erste große Jagd stattfinden sollen. Aiwa sie hätte. Armaiti fing mich noch an Fadis Haus ab und bat mich in den Palast zu kommen. Sie wollte das leidige Thema das ständig zu Streit zwischen Baheera und mir führte endgültig bereinigen. Schade ich hatte mich darauf gefreut mich einmal an anderem zu versuchen. Es ging nun mal nicht. Nachdem ich Ayla die bereits auf mich wartete einen Beutel gegeben hatte liess ich sie bedauernd alleine ziehen.
Baheera traf ich auf dem Weg zum Palast und wir trafen dort gemeinsam ein.
Erneut stelle ich fest das dieser Ort so voll von weiblicher Zartheit, von lieblichen Düften und einer angenehm kühlen Ruhe war.
Viel könnte mich dort erwarten und Armaiti brachte uns in einen Raum der wohl eigentlich zur Nachtruhe gedacht war. Jedenfalls waren dort Schlafmatten ausgerollt. Sie wies uns einen Platz an einem Tisch und auch kühle Säfte ließ sie uns kosten. Es wäre ein ruhiger angenehmer Platz gewesen wäre nicht der Grund unseres Hierseins drückend auf meinem Gewissen gelegen.
Armaiti kam auch ohne weitere Umstände darauf zu sprechen. Sie erklärte deutlich was Baheera und mich so sehr unterschied das es jedesmal gewalltig krachte.
Dann bat ich darum aufzählen zu dürfen was ich nicht verstand und ich kam das erste Mal dazu alles ohne ständig unterbrochen zu werden aufzuzählen.Aiwa wirklich.
Baheera hörte ebenfalls zu und ich merkte wie sie sich darüber Gedanken machte was ich sagte. Dann erklärte sie weswegen sie an besagten Zwischenfällen so reagiert hatte wie es gewesen ist. Ich habe überhört das der Tag in der Wüste wohl ihre Prüfung gewesen war. Hätte ich das vorher gewußt hätte ich zumindest versucht mich besser zusammenzureissen. Aber anscheinend hatte ich in der Aufregung wohl überhört als Fuad es mir gesagt hatte. Ich entschuldigte mich dafür. Zudem wusste ich auch nicht das sie Tränke im allgemeinen nicht mochte das sie für sie einen wiederlichen Geschmack im Mund bedeuteten. Sonst hätte ich auch nicht versucht ihr den Eluives Augen Trank zu geben. Ich wußte nicht viel über Baheera, wie sollte ich das auch wenn sie jedesmal Angst empfand das sie von einem Schinken erschlagen werdn könnte? Das allerdings konnte ich nachempfinden. Noch immer passierten mir solche Dinge. Jedesmal wenn ich mich erschreckte. Sie kannte solche Zufälle nicht und solang ich diese nicht wirklich steuern kann hoffe ich das sie zumindest dann nicht in meiner Nähe ist wenn es geschieht. Sie ist nicht bösartig aber sie hatte nie die Freiheiten gehabt die mir mein Vater in dem Dorf gewährte. Auch eine tiefere Bildung in alltäglichen Dingen war wohl ausgeblieben. So mußte ihr Armaiti erklären was die Männlichkeit sei. Meine Mutter hat sie mir beschrieben als ich das erste Mal blutete. Sie hat es für wichtig erachte das ich bestimmte Dinge weiß um nicht ungewollt die Familie beschähmen konnte. Baheeras Mutter hatte das Thema nur kurz benannt und es nicht weiter angeschnitten. Ich kkenne Baheeras Mutter nicht und ich weiß nicht ob es ihr nicht auch schon so von deren Mutter erklärt worden war. Aber wenn es dort so üblich war kann Baheera viel von Armaiti lernen. Armaiti erklärt es bildlich und mit beinahe unendlicher Geduld.
Aiwa mein Freund ich habe Baheera versprochen zu warten bis sie mich um etwas bittet. Ich biete ihr keinerlei Dinge an die sie erschrecken könnten. Und ich werde sie von nun an vorwarnen so es gelingt bevor irgendwelche Dinge passieren.
Das solch ein Gepräch Armaiti in derartige Feierlaune tauchte war mir zwar etwas unbegreiflich aber dennoch so war sie eben. Als Baheera bat das ich sie als Anstandsdame- ich und Anstand?-auf das Festland begleiten sollte schenkte uns Armaiti jeder ein Kleid. Die waren noch völlig neu und sie bestand darauf das wir sie tragen.Naja Kleider sind nicht so meine Art du weißt ja wie schnell da Dreck draufkommt. Sie bestand darauf trotz meiner Besorgniss, das ich es tragen sollte. Armaiti begleitete uns aufs Festland woraufhin sie auch gleich in Gespräche mit Festländern gezogen wurde. Baheera führte an diesem Abend und so auch mich in eine Taverne um dort den Festländer zu treffen.
Stickig und dunkel war es darin.Der Festländer erwartete uns schon an der Tür. Wikal nannte er sich und ich verstand nur was mir Baheera übersetzte. Wir setzten uns an einen der Tische und er bot uns Getränke an. Auch Alkohol wie Wein oder Bier. Davon allerdings hielt ich mich fern ebenso wie Baheera es war besser wenn man nicht zuhause ist klar zu bleiben. Und wie richtig wir mit der Entscheidung lagen bewies sich sogleich. Wikal trank seinen Wein und kurz danach löste er sich in nichts auf. Er war weg nichts mehr da nur der Krug stand noch. Es war wirklich unheimlich. Baheera suchte ihn unter dem Tisch. Ich hoffe das sie mir wirklich glaubt das ich es nicht gewesen bin. Beide vermuteten wir das er entweder ein Magier war oder aber das Menschen sich, wenn sie Wein tranken in Luft auflösten. Ja so mußte es sein. Als wir noch am rätseln waren erschien er wieder. Sass da als wäre nie etwas geschehen. Hexerei mußte das sein! Er meinte etwas von geistern die ihn weggezogen hatten. Aber aiwa ich konnte nichts aussergewöhnliches an ihm spüren. Die Geister der Gräber hatte man immer gefühlt.
Ayla kam dazu und sie fand mehr Zeit mir einige Worte zu übersetzen. Wenn Baheera redete dann übersetzte es Ayla. Mein lieber Freund ich weiß nicht ob das normal ist aber dieses Festländerexemplar hatte die feste Überzeugung eine Krähe zu sein. Ja doch ich hab nach Federn und Schnabel gesucht. Er hatte keine. Nicht mal Daunen. Er war wirklich sehr merkwürdig. Nachdem wir ihn nun zu dritt entsetzt anstarrten begann er es zu erklären. Die Krähen seien eine Truppe von Söldnern. Käufliche. Er könnte nicht fliegen. Und er hatte kein Haus oder Nest? So sicher bin ich mir nun nicht mehr. Frag mich nicht wie sie von diesem Punkt aus auf den Waldharem ohne Emir zu sprechen gekommen sind aber anscheinend waren die auch käuflich. Dann verschwand er erneut von einem Augenblick auf den nächsten. Ayla hatte mir es zuvor nicht wirklich geglaubt nun merkte ich zufrieden wie sie das Licht heller scheinen liess und nun ihrerseits suchte. Vielleicht würde ja helfen wenn wir in festbinden. Oder waren die Krähen etwa deswegen nicht imstande zu fliegen weil sie verschwanden? Ich muss Fadi danach befragen.
Wir warteten also darauf hoffend das er wieder zurückkam wie er es das letzte Mal schon getan hatte. Er kam auch zurück und wir verabschiedeten uns eilig. Der Kerl war wirklich mehr als Unheimlich. Er hatte auch ein gewaltiges Augenproblem. Ständig wenn er Baheera ansah kniff er es so zusammen als hätte er Sand darin. Ayla und Baheera wollten Fuad aufsuchen. Wegen dem Mann der dachte er sei eine Krähe. Wir gingen gen Tor. Eine Festländerin mit Eluivehellem Haar stelle sich direkt vor mich und fragte irgendetwas. Baheera meinte sie hätte gefragt warum ich sie so anstarren würde. Neda ein seltsames Volk diese Menschen. Ayla sprach von einem Fest das morgen stattfinden solle. Hum Baheera hätte dort gerne Bauchtänzerinen gesehen. Vielleicht könnte man ja den Waldharem kaufen damit er dort tanzte?
Seltsam ich habe Baheera seit ich sie das erste Mal sah nie so oft schmunzeln und lächeln sehen wie an diesem Abend. Eluive bitte mach das sie es nicht wieder verliert!
Ma'assalema
Rashi
Verfasst: Samstag 26. Mai 2007, 23:04
von Rasheeda Yazir
25.Eluivar 250
Salemaleikum mein Tagebuch,
Fadi hatte mir als Aufgabe gegeben mich mit der Alchemie näher zu befassen. Aiwa heute habe ich mich damit zu befassen versucht. Hast du eine Ahnung wie viele Reagenzien es gibt und wie viele Wirkungen jede einzige aufzeigt wenn man sie mit anderen mischt? Einige konnte ich im Selbstversuch ertesten doch dann habe ich nach dem dritten mal das mit entweder die Haare ausfielen oder mir gar ein Bart gewachsen war das ganze vorerst beiseite geschoben.
Ich machte mich auf zur Akademie in der Hoffnung dort einige bessere Ratschläge zu ergattern. Ich stand vor dem gewaltigen Bücherregal über die Pflanzen der heimischen Gefilde. Anscheinend hatte jeder Magier Menek'Urs einmal den Vorsatz gehabt
jungen Magierinnen das Suchen nach Wissen zu erschweren. Drei Abhandlungen über die Unwirksamkeit von Sand in einem Trankgemisch später warf ich das Handtuch oder besser gesagt das Buch zurück ins Regal. Kein Einziger schrieb was ich nun nehmen sollte, neda alle meinten es besonders nett und schrieben nur was man nicht nehmen sollte.
Du kennst mich mein Freund, was ich mir vornehme das tu ich auch.Kurzum hielt ich es für das Beste den armen Schülern nach mir etwas zu geben was ihnen wirklich helfen würde. Also packte ich mein Messer und machte mich auf in die Wüste. Eines hatte ich dort zu genüge gesehen- Kakteen. Aber warum sind Kakteen eigentlich Kakteen? Ich meine wer kam auf den glorreichen Einfall sie Kakteen zu nennen? Dem ging ich erfolgreich auf den Grund. Aiwa du hörst richtig, Rashi hat mal etwas einleuchtend erklären können.
Wie fragst du? Nun ganz einfach. Der der sie damals benannt hatte hat wohl die Vorliebe der Harpien wahrgenommen ihr Revier mit einem sehr speziellen Ritual zu markieren. Ich lag hinter einem Felsen auf der Lauer und behielt den gemeinen Röhrenkaktus im Auge der gewalltig im heißen Wüstensand aufragte. Ich musste nicht lange warten und schon erschien die erste Harpie am Platz. Du weißt das ich mich schon seit einiger Zeit fragte warum diese Spezies einen Rucksack bei sich führte. Auch dieses Rätsel lüftete sich an diesem Tage. Sie umrundete ein zwei Mal den Kaktus schien ein geeignetes Fleckchen für das Darauffolgende zu suchen. Endlich hatte sie das gefunden was ihr Herz und auch anderes erleichtern sollte.
Sie zog den Rucksack vom Rücken und öffnete diesen sehr geschickt mit den Flügeln. Sie hatte tatsächlich kleine, wenn auch verkmmerte Finger unter den Federn! Nun zog sie ein Buch aus dem Rucksack entziffern konnte ich zwar kein einziges der geschriebenen Worte aber es hatte auch Bilder anderer Harpien daraif die sehr gut erkennbar waren. Kaum hatte sie es geöffnet ging sie in die Hocke den Hintern gen Kaktus gerichtet. Nun geschah etwas das ich nie von einem solchen Wesen erwartet hätte. Sie verrichtete ihre tägliche Notdurft direkt auf den Kaktus. Staunend war ich nicht einmal imstande meinen Blick abzuwenden. Es mag wohl gut eine Stunde verstrichen sein bis die Harpie sich erneut regte. Sie klappte das Buch zu und verstaute es in dem Rucksack. Zog einige alte Federn daraus hervor und wischte sich sehr säuberlich den Hintern ab. Ich hatte ja schon zuvor vermutet das dieser Rucksack für die tägliche Hygiene der Wesen zuständig war. Mühsam unterdrückte ich ein Jubeln.
Als sie dann verschwunden war stellte ich völlig logisch fest der Name Kaktus entsprang wohl der Vorliebe der Harpien diese Pflanzen für ihr tägliches KAcKTaUS zu benutzen.
Selbstverständlich fasste ich daraufhin den Entschluss sämtliche Kakteenteile die ich fortan sammeln würde nach dem Ernten zuerst einmal gründlich zu waschen.
Um einige Erfahrung reicher beschloss ich auch die Fliegenpilze des Festlandes zu untersuchen.
Ich schlich mich an den Wachen am Bajarder Tor vorbei was nun da das Zelt fehlte und nur ein verbrannter Fleck noch dort war recht schwer zu bewerkstelligen war. Aber ich schaffte heute selbst das. Allerdings war es bereits so dunkel, daß ich nicht wirklich sehen konnte was nun ein Fliegenpilze und was andere Pilze waren. Dafür fiel mir eine Pflanze auf die Nachts geradezu gespenstisch blau leuchtete. Ich ging natürlich darauf zu um sie mir näher zu betrachten. Aiwa die Blüten der Pflanze leuchteten durchdringend im Dunkel. Tagsüber war mir die Pflanze gar noch nicht aufgefallen. Es handelte sich hierbei um ein Nachtschattengewächs. Das wohl seinen Namen daher hatte das es besonders gut im Schatten der Nacht zu finden war. Es schien auch sehrvielmehr Saft im Stängel der Pflanze angesammelt. Sie musste somit wohl ihren Frassfeinden ein Schnäppchen schlagen. Kein bekanntes Tier das Pflanzen als Nahrung bevorzugte ist nachtaktiv. Ich würde sagen es liegt nur nahe das sie des Nächtens bessere Wachstumschancen hatte.
Erneut um eine Erfahrung reicher machte ich mich auf den Heimweg.
Mein Freund ich stellte beim Mischen von Nachtschattenund anderen Zutaten wohl fest dass sie ihre Nachtlebensweise auch uns weitergab. Wer einen Sud aus dieser Pflanze trinkt entwickelt Augen die das Dunkel zu durchbrechen vermögen.
Dennoch ist vom direkten Genuss abzuraten. Mir wurde derat übel davon, dass ich meinte es nicht überleben zu können.
Ma'assalema
Rashi
Verfasst: Donnerstag 31. Mai 2007, 19:25
von Rasheeda Yazir
30.Eluivar 250
Salemaleikum mein Tagebuch,
Ich hatte einen Traum. Ja nichts besonderes an sich, doch er war so vewirrend. Aiwa sehr verwirrend. Wieso fragst du mein Freund? Hum ich hatte am Tag davor, also gestern, für Fadi eine Menge Heiltränke gemischt. Das muss wohl sehr einprägend auf mein Unterbewusstsein gewirkt haben. Als ich mich dann ins Bett schleppte schlief ich eigentlich gleich ein.
Ich hatte allerdings das Gefühl alles sei reales Geschehen und nicht nur nebelverhangene Traumwelt. Nun hör dir einmal an was ich in diesem Traum erleben durfte.
Ich machte mich fertig für ein Fest auf dem Festland. Aufgeregt war ich und gespannt erwartete ich das Anlegen des Schiffes. Endlich war es soweit und ich wußte ganz genau wohin mich meine Schritte führten. Hinaus aus Bajard, den Weg entlang an der Kutsche vorbei. Ein Tor wie es Fadi und Raakin öffnen können ragte gleich dahinter auf. Ohne zu Zögern schritt ich darauf zu und hindurch. Aiwa als ich heraustrat umgab mich sofort der Duft verschiedener Köstlichkeiten. Fremde Gerüche sowie auch bekannte aus der Heimat. Mein Blick wanderte an dem grünen Feld entlang zu einem der Stände. Dahin wendete ich mich auch gleich und erblickte etwas schreckliches. Ich hatte schon Vieles gehört was die Bräuche und Gewohnheiten der Festländer betraf, aber das übertraf alles was ich jemals gehört habe. Ein Tisch war aufgebaut auf dem zwei Stapel bunter, weicher Bälle aufgetürmt waren. Daneben eine Holztruhe auf der "Wurfbeile" als Behälternamen prangte. Davor stand ein Schild auf dem ich lesen konnte: "Götterbotenwerfen". Hob ich den Blick auf das Dahinter, erblickte ich die bekanntesten der Sendboten Eluives angebunden dastehn. Um sie herum lagen Wurfbeile verstreut und einige hatten wohl auch schon getroffen. Entsetzt wandte ich mich davon ab und lief weiter. Was war das für ein ominöses Fest auf dem Göttergesandte der Lust der Frevler ausgeliefert waren? Mein Blick sah ein Stand an dem verschiedene Leckereien aufgebahrt dalagen. Immer noch grübelnd darüber wie man den Boten helfen könnte lief ich darauf zu. Es gab unbeschreibliche Köstlichkeiten darunter auch Pilze die mir ein Gefühl bescherten als würde ich bereits alles wissen. Völlig fasziniert von diesem Gefühl griff ich in meine Umhängetasche und holte die Reagenzien hervor die ich zuvor noch als nichts wichtiges identifiezieren musste. Ich versuchte mich erneut daran beflügelt durch den Geschmack dieser Pilze. Ob du es glauben willst oder nicht es schien tatsächlich auf meine Klugheit einzuwirken. Ich wußte irgendwie genau wieviele Stücke der Reagenzien ich nehmen musste und wie ich sie vermischen sollte. Begeistert davon kostete ich von einer Muschelsuppe. Ihr Geschmack war eigenartig aber dennoch wohlschmeckend. Nach einem Becher süßen Beerensaftes gestärkt schlenderte ich weiter. Ein menekanisches Zelt stand dort! Freude überkam mich und ich eilte daraufzu. Der nächste Schock wartete auf mich. Darinnen saßen Frauen, gekleidet wie die des Waldharems um eine andere Frau. Diese stand mit einer eindeutig unzüchtigen Pose auf einem Tisch an dem eine Stange emporragte. Sie räkelte sich die anderen Frauen lüstern anblickend an dieser Stange. Die Frauen gröhlten und forderten die Frau auf dem Tisch auf sich doch zu entkleiden! Erschrocken hielt ich die Luft an. Sie wird doch nicht wirklich das tun was die anderen forderten. Das schoss mir durch den Kopf. Aber meine Befürchtung musste sich leider bewahrheiten. Stück für Stück der Kleidung fiel von ihrem Körper hinein in die johlende Weiberschar die ihr immer wieder Goldstücke in die noch am Körper liegenden Kleider steckten. Jedesmal machte sie dankbar frivole Bewegungen mit Schoss und Brustkorb. Mit einem Gefühl des ekelerregenden Widers wandte ich mich ab und flüchtete zu den nächsten Dächern.
Ich schlenderte in sicherer Entfernung von der Höhle des Lasters zu einem Bereich der mit Zäunen abgeteilt war. Dort mein lieber Freund waren verschiedene Wesenheiten gefangen. Aiwa es war wirklich nichts das es wirklich geben könnte. Wandernde Bäume die wie ein lebendiger Baumstumpf wirkten. Sie wuselten wie Spinnen umher. Schaudernd wanderte ich weiter am Zaun entlang. Im nächsten Gehege waren Tiere eingesperrt die wie eine obskure Mischung aus Huhn, Echse und Lagerfeuer wirkten. Sie hatten schnabelähnliche Mäuler und federbedeckte Körper. Eine Art Mähne aus Flammen umringte die Köpfe der Tiere. Flammen stellten den Schweif dar. Die Beine erinnerten an Klauen der Drachen. Absonderliche Tiere waren das. Schnell wandte ich mich zum nächsten Gatter. Darin rannten Hühner wie irr umher verloren auf ihrer Flucht vor sich selbst ständig Eier und Federn. Mir begann es zu schwindeln und ich befürchtete das mir wohl auch bald übel werden könnte.Deswegen ging ich rasch weiter. Eine Echse war im gegenüberliegenden Gehege neben einem weißen Bären. Ich sah um jeden Tierhals ein Schild. Die Echse war mit Schnappi benannt worden der Bär mit - KNUT!!! Sie hatten einen Bären nach meinem Knut benannt. Woher wussten sie von ihm? Oder hatten sie etwa Safiyas Knut bereits einmal getroffen? Das traf mich dann doch. Wie konnte man einen Bären, gut ein weisser Bär, mit einem Schmetterling so zart und zerbrechlich wie mein Knut vergleichen?
Nachdenklich sah ich zum nächsten Gehege in dem verschiedene Hunde und ein Bär ihr Dasein fristeten. Der Bär war seltsam gezeichnet. Ja gezeichnet. Er hatte einen Pelz der aussah wie eine schwarz-weisse Kuh! Ein Milchkuhbär? Was war der Sinn dieser Bärenart?
Kopfschüttelnd erblickte ich eine goldbraune Raubkatze die durch ein Gehege strich. Neben ihr ein weiterer Bär der sobald er Melodien hörte zu Tanzen begann. Er war lustig anzusehn wie er herumtapste und schwankte um sich im Takt der Musik zu bewegen.
Musik ja die Musik war ein weiteres unerklärbares Phänomen in diesem Traum. Ich folgte den Klängen hin zu einer gewaltigen Tribühne. Auf dieser lagen Instrumente deren Seiten sich wie von selbst bewegten. Aiwa als würde eine Gruppe unsichtbarer Spieler aufspielen. Kein Sänger war zu erblicken und doch dröhnte eine tiefe Stimme folgende Zeilen:
Probiers mal mit Gemütlichkeit mit Ruhe und Genügsamkeit
schubbischubbidubbidu
Seltsame Worte für ein Fest. Ich versuchte zu warten bis das Lied zu Ende ging und hoffte das sich die versteckten Musikanten dann ja zeigen müssten.Neda sie schienen aus magischer Hand gebohren es mussten Geister sein. Geister wie die von denen uns der Festländer erzählt hatte.
Zeitgeister, das erklärte auch weshalb sie ohne Unterlass sangen und spielten.
Es breitete sich ein gewaltiges Schachbrett vor mir aus als ich meine Schritte weg von der Tribühne lenkte. Ein Schachbrett mit lebensechten Rittern als Spielfiguren. Daneben war ein Kampfplatz abgegrenzt worden vielleicht für die Besucher des Festes um sich in kleinen Kämpfen zu messen. Gespannt wie sie das Spiel nun vorhergesehen hatten blickte ich wieder zu dem Brett hin. Menschen hatten sich eingefunden, setzten sich auf die Bänke am Rande des Schachbrettes. Auch ich setzte mich dazu und es war gerade richtig schien es mir denn sie begannen zu spielen. Ich hatte schon immer gerne Schach gespielt und Vater hatte mir alle Spielzüge gezeigt. Nun konnte ich sehen wie das Denken der Festländer gewebt war. Welche Seite würde verlieren?
Meine Augen blickten auf die Figuren und dann dachte ich sie würden mich trügen. Die Figuren lebten!!! Sie bewegten sich wie Krieger. Auf die Anweisung des Emirs der jeweiligen Parteiseite hin schritten sie auf den der Gegenseite und seine Esra an seiner Seite zu. Diese waren nicht dumm sie suchten gezielt die Krieger aus die sie aufhalten sollten. Nun geschah Unglaubliches. Eine Kampfpaarung löste sich vom Brett und schritt auf den Kampfplatz zu. Sie stellten sich gegenüber auf und begannen zu kämpfen. Es schiehn ein ungleicher Kampf zu sein eine Magierin gegen einen Kämpfer mit Schwert und Schild. Und das waren keine Figuren mein Freund, es waren lebende Menschen! Die Magierin machte eine fesselnde Handbewegung und der Kämpfer war wie gebannt. Dann konzentrierte sich die Magierin und es schossen Blitze vom Himmel hinab auf den gefesselten Krieger. Einmal, zweimal und ein drittes Mal. Dann ging der Krieger zu Boden. Sie war die Siegerin des Zweikampfes und kehrte daraufhin zum Schachbrett zurück. Sie passierte ihren Standplatz und positionierte sich auf dem Feld das zuvor dem Kämpfer gehört hatte.
So lief das Spiel weiterhin ab zwei Kämpfer fochten gegeneinander und die Gewinnerseite durfte vorrücken. Der letzte Kampf wurde von einer Kriegerin gegen den letzten Kämpfer der anderen Seite ausgetragen. Sie hatte vorher schon zwei Gegner besiegt und auch dieses letzte entscheidende Mal gewann sie. Die Gewinnerpartei jubelte und feierte den Sieg doch nur kurz dann stürmte ein Krieger herbei der zuvor weder im Spiel noch von anderen Stationen des Festes in meinem Gedächtniss verblieben war. Er stürzte sich brüllend auf die noch vom Kampf geschwächte Kriegerin zu. Mit gerademal zwei Hieben streckte er sie nieder. Entsetzen und Wut formte sich auf ihren Gesichtern. Bei einer solchen Ungerechtigkeit wurden die Parteien zusammengelegt und gemeinsam jagten die Spielfiguren dem Krieger nach. Blitze zuckten herab und Schwerter wurden gezogen. Dann verschwanden die Häscher mitsammt dem zu Haschenden aus meinem Blick. Eine sehr spährlich bekleidete Dame fragte immerzu nach einem Feinschmied. Sie war wirklich sehr stur und auch wenn die Leute um sie herum ihr immer wieder sagten sie wären keine Feinschmiede. Unaufhörlich quäkte sie mit ihrem überaus lauten aber deswegen nicht angenehmeren Organ ihr Forderung nach einem Feinschmied herum. Ob sie wohl schwer von Begriff war? Oder hatte sie den verrückten Hühnern in den Gehegen einfach zu lange nachgeschaut? Ich weiß es nicht woran es nun gelegen hat aber irgendwann schien selbst sie es zu begreifen.Kein Feinschmied!
Die Menge verteile sich alsbald und auch ich stromerte weiter. Ein zerfallenes Haus baute sich vor mir auf. Es war mit Spinnenweben bedeckt und rostige Eisengitter umgaben die Mauern. Ich liess mich von der Menge in das Gebäude ziehen und erblickte das erste Mal auf dem Fest eine heimatähnliche Umgebung. Aiwa es war wie in den Grabkammern der Ahnen.
Ja du lachst mein Freund aber das war fast das einzige das mir vertraut vorkam in diesem Traum.
Ich habe aber auch von Personen geträumt die mir bekannt waren. Ich sah Sahlim und Baheera auf dem Fest aus meinen Augenwinkeln. Dann ja dann ritt Sharie auf einem der Huhn-Echse-Drachenmischlings herum. Sie zog einen Mann mit sich herum. Er trug einen kurzen Rock um die Genitalien zu verhüllen. Er stürzte auf mich zu und sagte erfreut: "Eine menekanische Frau der Burg Eisenwart!"
Entsetzt blickte ich ihn an und erklärte ihm das diese Kleidungsfärbung der Akademie gehörte. Er verstand das wohl auch sofort denn Sharie forderte ihren Sklaven auf sich zum Heimweg zu wenden. Erneut sah er mich an und bat mich mitzugehen. Als ich fragte was er denn davon hätte meinte er nur ich dürfe ihn auch auspeitschen. Angewiedert trat ich von ihm weg und eine Energiewelle löste sich aus meinen Fingern und schoss auf ihn zu. Diese traf ihn und er liess sich ohne Gegenwehr von Sharie mitziehen.
Mein Blick folgte ihnen und traf auf einige kleine Kämpfe die wohl aufgrund des Schachspieles entbrannt waren.
Zeit zu gehen. Ja wirklich ich wandte mich gen Ausgang des Festes wieder an dem Wurfstand vorbei. Ich erblickte dort einen blutroten Schemen der gerade auf die Boten zielte. Ich hastete darauf zu ihn abzuhalten. Je näher ich ihm kam umso mehr konnte ich seine Gestallt identifizieren. Eine Nagerart, Hamster nannte man sie in den Tierlexiken der Akademie, stand dort. Er war gigantisch groß und rot wie Blut. Ich hab ihn angesprochen ja mein Freund ich habe ein Nagertier angesprochen. Aiwa und er hat geantwortet. Er erzählte mir von seiner Rasse und das es für sie üblich war ihr Gesicht mit einer Maske zu tarnen. Er zog sie auch herab und ein blendend weißes Gesicht blickte mich an. Grübelnd lud ich ihn kurzerhand nach Menek'Ur ein damit er etwas mehr Farbe erhielt. Er bedankte sich dafür und dann verabschiedete ich mich.
Dann mein Freund erwachte ich am Alchemietisch und wechselte den Schlafplatz zugunsten meines Bettes.
Was habe ich aus dem Traum gelernt mein Freund?
Aiwa er war so obskur und nahezu unmöglich als das ich je etwas daraus lernen könnte.
Ma'assalema
Rashi