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Die Saat

Verfasst: Sonntag 22. April 2007, 19:43
von Der Erzähler
Ein Auftrag

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Die Gestalt lächelte breit, die Maske neben sich gelegt, der Umhang wie eine Decke auf dem Boden ausgebreitet saß er dort und verspeiste die Mahlzeit eines Jägers. Die Nacht senkte sich über das Bollwerk Alatars auf Lameriast, sie erhob sich gegen die untergehende Sonne. Er hatte für die nächsten Jahre ausgesorgt mit diesem einen Auftrag der das Bündnis zu Rahal zersplittern lassen würde wie eine filigrane Glasskulptur. Ein Aufrag, ausgeführt für einen Fanatiker gegen den anderen Fanatiker – alles eine Frage des Geldes. Nun drangen die Schreie zu ihm, einige wenige Späher verließen die Burg. Es interessierte ihn nicht. Er wandte sich ab in Richtung Norden und lächelte – die Saat des Zweifels war gesetzt...
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Verfasst: Sonntag 22. April 2007, 20:13
von Scartyz Blutfaust
Er tobte. Wütend stapfte er vor versammelter Wachmannschaft auf und ab, die Hände hinter dem Rücken ineinander gelegt, wobei er jeden Stein, der ihm im Wege lag mit dem Fuß weg kickte.

"Wie, bei Alatar.... kann ein Fremder.... über die Zinnen.... in die Burg eindringen.... OBWOHL EIN GROßTEIL VON EUCH DORT OBEN WAR!?"


Verlor er die Fassung und schob sich sogleich eine ins Gesicht gefallene Strähne aus diesem, ehe er anhielt und mahnend das abgebrochene Stück des Enterhakens, welchen der Eindringling verwendet hatte, in die Höhe hielt.

"Was ist das?"


Eine der Wachen hob die Hand und meinte

"Ein Enterhaken!"

woraufhin Scartyz ihn sogleich fixierte und sprach

"Tatsächlich!?"

und das Stück Metall nach ihm warf.

"Die Wachen auf den Zinnen werden verdoppelt! Die vor den Toren ebenso! Und wenn sich ein verdammtes Eichhörnchen auf hundert Fuß der Burg nähert, will ich dass ihr es zu Kra'thor jagd!

Der Rest von euch sucht bis zum Sonnenaufgang die Insel nach diesem feigen Bastard ab! Ihr reitet, vermummt, in Zweiergruppen! Bei der Akademie und den Gefährtinnen fragt ihr, bei den Untermenschen prescht ihr einfach durch, aber meidet ihren Bau!

Du und du!"


Er zeigte mit dem Finger auf zwei von ihnen.

"Ihr geht nach Bajard und horcht euch um, ob der Bursche so dumm war mit seiner Tat vor anderen zu prahlen!

Morgen wenn der Hahn kräht will ich etwas zu hören bekommen und zwar etwas, dass uns irgendwie weiterbringt!

Weggetreten!"


Um Varuna und die Grafschaft würde sich der Schatten kümmern. Sie waren sich sicher, dass entweder die Tiefländer oder die Allianz hinter dieser Tat steckte. Wer von den beiden es war, oder ob es gar jemand gänzlich anderes war - dies galt es nun herauszufinden, doch bloß nichts überstürzen, sagte er sich immer wieder und versuchte sich selbst etwas zu beruhigen, ehe er wieder nach Khazkal sah, um welchen sich schon der Heiler kümmerte.

Verfasst: Sonntag 22. April 2007, 21:30
von Malachai Schwarzmourne
Eine Wache streifte durch die Burg, sein Blick wanderte von einer Ecke zur anderen, wohl schauend, ob sich etwas in der Dunkelheit befinden würde.
Er lief an einer der Zierrüstungen vorbei, als eine Hand ihm aus dem Schatten packte und an die Wand drückte.
"Mein Schattenlord?" stotterte er ungläubig, die schwarz vermummte Gestalt nickte nur langsam, lockerte dann den Griff von seinem Hals und klopfte ihm auf die Schulter.
"Du solltest bei deiner Patrouille wirklich jede Ecke untersuchen. Es bringt nichts, wenn du dir einen beleuchteten Gang anschaust, denn dort wird sich sicherlich kein Fremder verstecken."
Die Wache versuchte wieder zu Atem zu kommen, nickte dann und setzte ein leichtes Lächeln auf.
"So Schreckhaft?"
Die Wache holte tief Luft und schüttelte den Kopf.
"Angesichts dessen, was Geschehen ist, ist dies wohl kein Wunder mein Schattenlord."
Die Schwarzverhüllte Gestalt schaute fragend.
"Ihr wisst es nicht?"
"Ist es ein Verbrechen?"
"Nun, ihr wisst doch alles dachte ich."
"Um alles zu Wissen, muss man auch erst alles Erfahren. Denn Allwissend ist nicht einmal ein Gott."

Die Wache nickte.
"Doch nun, Soldat, berichte mir, was geschehen musste, um die dunkle Legion Eisenwarts so schreckhaft werden zu lassen."
Der Soldat begann. Er erzählte, wie eine Gestalt sich mit einem Enterhaken über die Mauern schlich, Amarissa bedrohte und den Burgherren vergiften wollte. Er liess kein Detail aus und versuchte noch so jede Kleinigkeit so gut es ging wiederzugeben. Er wusste, dass der Schattenlord für seine Arbeit jegliche Information brauchte und strengte sich an.
Als er fertig warm, starrte er nur in die leere Schwarze, die die Kaputze widergab, wohl abwartend, was geschehen würde.
Ein nicken, dann sprach er.
"Ein Attentat. Interessant. Man muss vorsichtig sein, wen man verdächtig. Denn je deutlicher die Hinweise sind, umso unwahrscheinlicher ist meist die Wahrheit. Ich werde nach Khazkal sehen, er hat aus dem Kelch getrunken. Ich hoffe, dass das Gift nicht zu stark ist und ich ein Gegengift parat habe. Desweiteren suchst du dir auf meinen Befehl einen weiteren Wachhabenen und verkündest, dass keiner mehr alleine laufen soll. Wenn etwas Unbekanntes entdeckt wird, dann versucht nicht Ihn oder Sie alleine zu stellen, sondern ruft nach verstärken.
Richtet zudem Scartyz aus, dass ich mich in den feindlichen Ländereien umhören werde, um zu sehen, ob der Attentäter vielleicht dort Spuren hinterlassen hatte."

Die Wache nickte und salutierte, der Schattenlord drehte sich und ging richtung der Treppen.
"Wisst ihr, mein Schattenlord," sprach die Wache mit einem leichten Lachen auf dem Gesicht. "dieser Kerl, nannte sich selber Schatten. Man könnte bei seiner Vorgehensweise glatt denken, dass ihr es gewesen seit."
Das Lachen der Wache sollte deuten, dass es sich um einen Scherz handelte, doch der Schattenlord drehte seinen Kopf zu ihm.
"Glaubt ihr, dass ich es war?"
Die Wache stockte und schüttelte sofort den Kopf.
"Nein...nein...sicherlich nicht."
"Solltet ihr aber. Denn solange man nicht weiss, wer es war, kann es jeder gewesen sein."

Dann lachte der Schattenlord leicht, der Soldat nickte und seine Miene entspannte sich wieder. Eine Lektion, die er sich vielleicht merken würde. Auf jedenfall, wären nun seine Augen wachsamer, vorallem in der Dunkelheit der Schatten.

Verfasst: Sonntag 22. April 2007, 22:25
von Khazkal Deslon
Khazkal schlief.

Er schlief fest.

Er schlief so fest, das selbst das Mittel des Heilers ihn nicht aus dem Traumreich reissen konnte.

Seine Augen zuckten ab und zu, den er Träumte seltsame Träume.

Er stand vor seinem Elternhaus, der kleinen, alten Hütte. Es war Winter, überall lag Schnee und es schneite dicht. Jedoch ohne zu frieren ging Khazkal auf das Haus zu. Die Türe stand offen, und verhaltenes Licht drang heraus. Als er hinein kam, herrschte absolute Stille. Er schritt in die Stube hinein, in der oft sein Vater auf seinem Stuhl gesessen hatte. Er saß dort auch jetzt. "Vater!", rief Khazkal voller Wiedersehensfreude... da erschien hinter dem Stuhl wie aus dem Nichts eine vermummte Gestalt, das Gesicht in tiefe Schatten getaucht. Die Waffe erhob diese langsam. Khazkal wollte etwas rufen, seinem Vater zur Hilfe eilen. Doch er konnte es nicht. Die Klinge fuhr hinab, der alte Mann sank in dem Stuhl zusammen, ein leises Ächzen entfuhr ihm. Die Gestalt hob den Kopf und sah Khazkal direkt an. Der Zorn jedoch, den Khazkal spürte, fand keinen Ausdruck.

Stille.. Leere.. Schweigen.. Nichts.

Khazkal befand sich auf einem Weg. Er sah sich um. Er nahm Berchgard um sich herum wahr. Jedoch so, wie er es vor langer, langer Zeit kennen gelernt hatte.
Überall war Blut. Leichen lagen herum und das ein oder andere Gebäude brannte. Eine Qualmsäule erhob sich aus Richtung des Friedhofes.
Und dann erblickte er einige Gestalten vor sich, direkt auf dem Wege. Es war ein Mann in zerschlissener und dreckiger Kleidung, der am Boden kniete. Ein Mann in schwarzer Rüstung und einem roten Umhang stand daneben. Hinter dem Knieenden stand ein Mann mit eben diesem Umhang, aber einer schwarzen Lederrüstung. Khazkal umrundete die drei und sah das Gesicht des Soldaten mit der Lederrüstung.

Er selbst war es.

"Stich zu! Töte den Bastard!", vernahm er die raue Stimme des in Eisen Gerüsteten.
Ein kurzes zögern seines jüngeren Ichs. Dann stach er zu. Der knieende Mann schrie und ächzte auf, bäumte sich auf.. und sackte zusammen. Die Klinge zog der junge Khazkal aus dem Leib des Toten. Der in Eisen Gerüstete nickte lediglich knapp und schritt militärisch anmutend davon, auf die Dorftore zu.
Und es entbrandte ein Geschrei. Laut, voller Zorn, und es kam immer näher, immer näher vom Tore heran. Der sich entfernende Soldat zog im Gehen seine Klinge...


und dann war Stille.. Leere..Schweigen.

Verfasst: Montag 23. April 2007, 15:50
von Khazkal Deslon
Khazkal erwachte.

Er hob den Kopf und sah sich um. Die Müdigkeit des Vortages war wie verflogen und es ging ihm gut. Sehr gut sogar.

Er erhob sich und schritt frohen Mutes durch die Gänge auf sein Büro zu..

Verfasst: Montag 23. April 2007, 21:14
von Cyrion Sha´Ar
(OOC:Editierte Version)

Er schmunzelte breit, als er von dem Pferd abstieg und die Klingel betätigte. Ein Gelage auf der Burg Eisenwart. Er war überrascht gewesen, als er die Einladung bekam und sich für diesen Abend alles freigehalten. Nun war er hier... Wer wohl alles kommen würde? Doch die Gedanken schweiften davon, als Scartyz ihm die Tür öffnete – dies bedeutete, er war schon mal kein Gefangener Varunas. Man grüsste sich freundlich und schon war man auf dem Weg ins obere Stockwerk... Die steinernen Stufen empor gehend, hörte er Amarissa. Die junge Frau, wohl Magd für alles, kannte er. Ihr Gesprächspartner jedoch war ihm unbekannt. Der Blick wanderte zu dem gedeckten Tisch und dem Buffet. Ah, das versprach ein schöner Abend zu werden. "Wo ist Khazkal, das alte Schlitzohr.“ Leichtherzige Worte, an Amarissa gerichtet, doch antwortete ihr Begleiter, die Stimme ruhig und förmlich. "Der Burgherr werde wohl alsbald erscheinen. Ihr könnt derweil am Tische schon mal Platz nehmen." Dies musste er Khazkals Leuten zugestehen - sie liessen sich nicht mit flapsigen Reden ködern. Sich setzend lehnte er sich entspannt zurück. Schritte auf der Treppe – ein Blick und ein Lächeln zeigte sich auf seinen Zügen, als er Khazkals ansichtig wurde, der gelassen und mit einer gewissen Würde hochkam. Von ansprechendem Aussehen, war es mal etwas anderes, als ihn immer in Plattenharnisch zu sehen. "Der Mauer Schutz!" Zackig die Begrüssung seiner Leute, die Khazkal eher gelassen erwiederte. Wohlwollen zeigte sich in Khazkals Blick, als er Cyrions ansichtig wurde. Wohlwollen, das sich gewiss auch in des Rabenkriegers Augen wiederspiegelte. "Mein guter Freund..." Er schritt zum Tisch herüber, sich offensichtlich in seiner Haut wohlfühlend. Aye, die Rolle des Burgherren gefiel ihm gut, dies merkte man ihm an. Und dennoch fühlte er sich auch recht wohl, als gewöhnlicher Mann und gern gesehener Freund auf Cyrions Gut zu gasten. Des Rabenkriegers Blick schweifte zu dem steinernen Sitzen am Kopf des Tisches hinüber. Die Zierden am mittleren Stuhl waren ausschweifender, die Stoffe erlesener. Khazkals Stuhl mit Sicherheit. Ein amüsiertes Funkeln zeigte sich in Cyrions Augen. "Meinst du, deine Männer vierteilen mich, wenn ich es mir auf deinem Stuhl da bequem mache?" Immer noch schritt der Burgherr näher und ging an Cyrion vorbei, ihm dabei einen nicht weniger amüsierten Blick zu werfend, wenn auch die Stimme innere Ruhe wiederspiegelte. "Gewiss." Weitere Witzelein wurden ausgetauscht, die Khazkal aber eher gelassen beantwortete, während sich weitere an den Tisch gesellten. Amarissas Begleiter nahm neben Khazkal platz. >Ah...< Ging ihm durch den Kopf. >...dann gehört er wohl zu seinem Befehlshabern.< Doch war er wohl ein sehr trockener ernster Mann, wie sich zeigte. Seine Haltung gerade, die Kleidung tadellos waren auch seine Bemerkungen bedacht und ruhig. Cyrions Gedanken schweiften wieder zu anderen Dingen. Ob Inara Khazkal schon gesagt hatte, das er heiraten würde? Ein Gedanke, der ihn immer wieder mit Freude erfüllte. Durch aus schelmisch zu nennen war sein Blick, ebenso wie Ausdruck und Haltung, als er die Ellbogen auf den Tisch stellend, die Finger in einander verschränkte und sein Kinn auf diesen ruhen liess. "Ah... sag, Khaz... magst du zu meiner Hochzeit kommen?" Aufmerksam blickte Khazkal zu ihm herüber, ein kleines Lächeln erschien auf seinen Zügen, würdevoll wie seine ganze Erscheinung. "Aber gewiss. Gern, es wäre mir eine Ehre." War es die Freude, die beständig in Cyr, sonst ebenso mit Würde einhergehend, den Schelm hervorbrachte? Er wusste es nicht und es war ihm auch recht gleich. Bestens gelaunt nannte er weitere, die er einzuladen gedachte. Khazkal Blick indes flackerte. "Aber... wird dein... Freund..." Ah... er meinte jenen Freund, den Khazkal sehr gerne als Gast haben würde - in seiner Folterkammer. "...auch dort sein? Der... Ritter?" Den Kopf hin und her ruckend, konnte man seine Nackenwirbel krachen hören. War ihm der Gedanke unangenehm? "Aye... Gefragt hab ich ihn allerdings noch nicht."
Weitere Gäste trafen ein, Burgler vor allem. Ein unerwarteter Gast war allerdings darunter – Serius van Kane – ein alter Freund von Khazkal und seinem Nebenmann, der sich als Saldor Falkenau bekannt machte. Ein Jahr war er wohl in Gefangenschaft gewesen – tatsächlich hatten ihn die Burgler totgeglaubt. Forsch aber freundlich war das Auftreten des Edelmannes.
Diverse Themen wurden angesprochen – unter anderem der gefangen Burgler in Varuna. Dracon, ein Hastatus’ Eisenwarts, war am Pranger. Cyrion wusste einiges davon zu berichten, hatte ihm Vyra doch einen Abriss der Geschehnisse gegeben. Die Burgler waren von Varunesen, die einen Umhang Eisenwarts bei sich hatten, nach Varuna gelockt worden. Dort hatte sich einer von ihnen als Hauptmann Varunas zu erkennen gegeben. Die Burgler hatten wenig Chancen gehabt. Ein Hinterhalt – eher widersprüchlich zu den Tugenden Temoras, die offen kämpfte. Unruhe machte sich breit, Flüche und Drohungen ausgesprochen. Die Meinung über Varuner und ihre Tugenden war klar - die Burgler hielten nicht sehr viel davon. Vor allem als Amoran von Dracons beklagendswerten Zustand sprach. Pläne wurden geschmiedet und wieder verworfen. Und dennoch waren die Burgler der Meinung, dass die Varuner nur Gewalt verstanden. Letztlich kam nichts rechtes bei rum und Amarissa wurde geschickt, ein Fass Wein zu holen. Freundlichere Themen wurden aufgegriffen, doch wunderte man sich, das die junge Frau so lange brauchte. Ein Mann wurde ihr zu Hilfe geschickt.
"Ein Wunder!" Ein Ausruf Scars, als endlich das Weinfass hereingetragen wurde. Doch ihr Aussehen... Starr wirkte sie, in einer Hand einen edlen Pokal. "Ah... Der Wein... wohlan." Die Worte leichtherzig gesprochen, blickte Cyrion mit Wohlwollen zu der jungen Frau. Etwas erschlagen wirkte sie, die Augen weit, der Atem etwas hastig. Vielleicht Erschöpfung. Der Blick ging weiter zu dem Fass, dann wieder zu dem Pokal. Ob es ihr nicht gut ging? Sie hielt den Pokal umklammert, als wäre ihr schlecht... "Habt ihr einen Geist gesehen im Weinkeller, gute Frau?" fragte jener Gast van Kane etwas sorgenvoll, aber noch schmunzelnd. Gerunzelte Stirnen hier und da, Ungeduld bei anderen, während sie langsam, fast schleichend, den Weinpokal herbei brachte. Amoran berichtete derweil von einer verhüllten Gestalt in Burgnähe. Viele lauschten, doch entging einigen nicht Amarissas Verhalten, welches wohl doch merkwürdig anmutete. Cyrion folgte ihren Bewegungen, ihrem Blick... Ihre Finger zitterten, während sie den Pokal vor Khazkal hinstellte. Die Worte der anderen bekam er nur am Rande mit, er konzentrierte sich gänzlich auf die Frau. "Sie hat Angst..." Den Kopf schief legend musterte er sie. "Doch wovor..?" Nicht nur einfache Furcht... Todesangst... Ungeduld liess Scar zum Fass herüber gehen. Cyrions Blick lag immer noch auf der Frau, als er leise von sich gab. "Ich würde es lassen, Khaz... Ich weiss nicht, was hier vorgeht, aber etwas stimmt hier nicht." "Bei Alatar! Habt ihr schon Angst vor einem Wein?!" Alle Bedenken beiseite fegend, griff er nach dem Pokal. "Nein..." die geflüsterten Worte von Amarissa liessen Cyr zum Kelch in Khazkals Hand blicken. Ihre Worte ignorierend, setzte er zu trinken an und Cyrion erhob sich, über den Tisch langend, nach dem Pokal greifend. Das Gesicht schreckensblass, griff sie ebenfalls nach dem Pokal und kam ihm zuvor, schlug den Pokal schnell von Khazkals Lippen, noch während er trank. "Ausspucken!" Verblüffung in Scars Stimme. "Ausspucken?!" Ein Befehl wurde durch den Raum gedonnert, die kraftvolle Stimme Falkenaus: MÄNNER WEG VON DEM WEIN!" Khazkal, die Aufregung für unangebracht haltent, protestierte, doch ging dieses in der ausbrechenden hektischen Betriebsamkeit unter. Cyrions Blick lag auf Khazkal, streifte dann Amarissa, die wohl schwankte. "Er drohte..." Mehr brauchte Cyrion nicht. "Ist es Gift?" Cyrions Blick ging zu Khazkal. "Jemand war auf der Burg." Ungläubigkeit von Seiten der Burgler - und dennoch durchsuchten sie die Burg. Gegengift musste her... Die junge Frau wurde befragt, während Cyrion versuchte Khazkal Informationen bezüglich Eschenkohle oder eines Entgiftungstranks zu entlocken. Dies brachte Khazkals Aufmerksamkeit zu Cyrion - und seinen Unmut. "Kohlen? Bist du verrückt?!" Der Blick des Rabenkriegers wurde bitterernst. "Du wirst die Kohle essen, oder ich stopf sie in dich rein!" Sich erhebend, raufte er sich das Haar. Kannte niemand dies alte Hausmittel? Er wandte sich schlieslich an Falkenau. Unerbittlich sein Ton, als er ihn nach den Mitteln fragte. Schliesslich förderte Falkenau einen Trank zu stande. "Vom Alchemisten Strativarius. Ich weiss nicht, ob er in diesem Fall helfe." Götter soviel Gerede, er sollte ihm den Trank endlich geben!! "Na! Was wartet ihr? Jetzt! Nicht morgen!"
Wie sich herausstellte, nützte dies Mittel wenig – Schwindel befiel Khazkal. Wachsende Müdigkeit. Bald schon musste er das Bett aufsuchen. Hektik brach erneut aus – nach einem Heiler geschickt. Aber man hatte heraus finden können, das jemand über die Mauergeklettert war; sein Werkzeug hatte er da gelassen.
Die Müdigkeit indes nahm beständig zu, legte sich schleichend auf die Glieder. >Nicht Khaz...< Blässe überzog Cyrions Gesicht. Doch half er, wo er konnte, berichtete Falkenau, was er von Entgiftungsmitteln wusste. >Nicht genug...<
An Khazkals Seite tretend, setzte er sich an die Bettkante und sprach zu ihm. Er brauchte etwas, worauf er sich fokussieren konnte. "Khaz... nicht einschlafen, hörst du?" Nach Khazkals Gesicht langend, gab er ihm ein paar leichte Backpfeifen... Er öffnete die Augen, flatternt, leise sich beschwerend. "Ich bin nicht dein Weib..." Kraftlos die Stimme, die vorher noch mit gemessener Ruhe ihm zugesagt hatte, zu seiner Hochzeit zu kommen. Seine Hochzeit ohne Khazkal? Ein Leben ohne Khazkal, der mit Freude an seiner Kette rasselte? Er blickte dem Mann ins Gesicht, der ihn gerade so fokussieren konnte. "Zu meinem Weib bin ich netter." Doch das Lächeln, das er zeigte, war nur ein blasser Schatten des üblichen Lächelns. Leute kamen und gingen, brachten Tränke. "Menschenskind, Khazkal... was machst du auch für Sachen." Ihm in leicht die Faust in die Schulter drücken, brachte er wieder ein fades Lächeln zu stande. Er fühlte sich Hilflos angesichts dessen, was mit seinem Freund geschah. "Du sollst doch auf meiner Hochzeit tanzen...." Wieder flatterten die Augen des Burgherrn auf." "Tanzen...?" Die Antwort brauchte lange. Verlangsamte sich auch sein Denken? "Willst du, dass ich Albträume habe?" Wieder ein kleines Schmunzeln. "Besser du kannst noch Alpträume haben, aye?" Die Tür ging auf - der Tribun kam herein... und bald auf den Fusse der Heiler. Cyrion atmete erleichtert aus. Ein Heiler... Aufmerksam lauschte er, was die Männer miteinander besprachen. Dann die Untersuchung... Nichts... gar nichts zu erkennen. Aber er konnte aussagen, das es wohl nur ein Schlafmittel sei. Schlafmittel... wenn es stark genug war, würde letztlich auch der Herzmuskel einschlafen... Das Fass und der Kelch wurden herbei gebracht zur Untersuchung. Nichts.. kein Ergebnis. Wissen wurde ausgetauscht, Vermutungen angestellt. Er kümmerte sich um Khaz, während Falkenau und der Heiler sprachen. Scherzte mit ihm, versuchte ihn wach zu halten, weckte ihn, wenn er einzuschlafen drohte. Doch es half nichts... Khazkal schlief ein. Alamiert schlug er ihm erst leicht, dann fester ins Gesicht, schüttelte ihn letztlich, doch er schlief wie ein Stein. Fassungslosigkeit tobte in Cyrion. Würde sein Freund in den Tod schlafen? Zorn folgte der Furcht, blutige Rache wurde geschworen. Aber tun konnten sie nichts. Cyrion legte seine Hand auf Khazkals Brust, auf sein Herz, überwachte es. Tränke wurden gebraut, die Zeit verging. Cedric Yuka ersetzte Falkenau. Die Sorge wuchs – als es zu keinen Ergebnissen kam. Schliesslich kam der Heiler zu dem Schluss, Magie oder ein Fluch wäre im Spiel. Auch hier versuchte er sein möglichstes – ohne Erfolg. Sie brauchten einen Priester... oder einen Magier. Keine rosigen Aussichten... Tief atmete Cyrion aus. Er würde diese Nacht hier bleiben. Sich mit Cedric die Wache teilen. Doch letztlich war es nur eines, was sie wirklich tun konnten. Khazkal beobachten... und warten.

Verfasst: Mittwoch 25. April 2007, 18:35
von Stranamorius
Er war gerade dabei, reife Äpfel vom Rahaler Marktplatz zu holen, als beim Öffnen der Apothekentüre ein gerüsteter Soldat vor ihm stand, darin begriffen, anzuklopfen. Jener trug die blauen Farben Eisenwarts, soviel erkannte der Apotheker, denn mit der Burg hatte er bereits auf seinen Handelsreisen Geschäfte gemacht.
Während die Früchte noch wie geplant besorgt wurden, ließ sich Stranamorius des Kriegers Begehr schildern. Khazkal Deslon, der Herr zu Eisenwart, sollte vergiftet worden sein. So einigte man sich also, nach Lameriast zu reisen und die Sache zu untersuchen. Gerätschaft und ein Reisevorrat an Reagenzien wurde aus der Apotheke geholt und die Fahrt angetreten.
Ein interessanter Fall, dachte der Alchemist, als er im schwankenden Schiffsbauch sein Buch über Gifte durchblätterte und sich schon einmal Gedanken darüber machte, wie am besten vorzugehen sei.
Auf Lameriast eingetroffen, erhoben sich schließlich nach kurzem, flotten Marsch zwischen den Wipfeln des Burgwaldes die Türme des trutzigen Gemäuers, welches ihr Ziel war.

Eilig brachte man Stranamorius in den Schlafsaal, in dem des Patienten Lager eingerichtet worden war. Dieser war noch wach, wenn auch etwas schläfrig, wußte von keinerlei Schmerzen, zeigte keine verfärbte Zunge oder geröteten Rachen, veränderte Pupillen oder gar fiebrige Temperaturen. Kurz, bis auf ungewöhnlich plötzliche Müdigkeit, deutete nichts auf Krankheit, Vergiftung oder sonstige Gefährdung hin.
Ohne besondere Hast oder gar Aufregung setzte der Apotheker also seine Untersuchungen fort. Hierfür ließ er sowohl das Weinfaß, als auch die Magd, von der er hörte, sie wäre mit der Sache befaßt gewesen, herbeischaffen. Inzwischen hatte Stranamorius schon die Vermutung, dass, in Ermangelung bisheriger Hinweise auf eine gesundheitsschädliche Vergiftung, es sich um ein Schlafmittel handeln müsse. Und hierzu machte er sich einige Gedanken. Als das Faß im Schlafsaal ankam, wurde eine ölige Substanz erwähnt, welche jenem anhaften sollte. Näher in Augenschein genommen, ließ sich zumindest nicht ausschließen, dass es sich dabei um flüssiges Fett handelte. Ansonsten roch der Inhalt des Fasses nach gewöhnlichem Rotwein, jedoch wußte die dazu befragte Magd auch nicht mehr zu sagen, denn sie hätte es nur holen und auftragen sollen. Am Kauf wäre sie nicht beteiligt gewesen, konnte also auch nur Rotwein darin vermuten. Stranamorius hatte einen Grund für diese Fragen, denn er wußte, dass gewisse Sorten Alkohol in Verbindung mit Extrakten aus Rattenfleisch ein wirksames Schlafmittel ergäben. Sollte es sich bei den öligen Rückständen um Reste des Rattenfleischextraktes handeln, bedürfte es nur noch gewisser Mengen an Schnaps oder Apfelwein, welche in der Menge des Rotweines bestimmt kaum auffallen würden.
So sah sich Stranamorius in seinen Vermutungen bekräftigt, und während Khazkal, dem er inzwischen zur Verdünnung etwaiger Substanzen hatte frisches Wasser reichen lassen, nun endgültig unter Wehklagen seiner Freunde eingeschlafen war, beschloß er, sich an die Herstellung eines Gegenmittels zu machen.

Er ließ die Burgküche als behelfsmäßiges Labor einrichten und alchemistische Zutaten aus dem Lager bereitstellen. Als erstes versuchte er es mit einer Mischung aus Ginsengextrakten, welchen er das Pulver zermahlener schwarzer Perlen beifügte. Doch die Verabreichung änderte nichts am Zustand des tief und fest schlafenden Burgherren.
Nun mengte er statt der Perlen den Saft von Pfirsichen bei. Dies sollte auch gegen den Anflug von Krankheiten helfen, die Herrn Deslon schwächen könnten. Aber auch dies blieb ohne nennenswerten Erfolg, allein die Augenlider ließ der starke Trunk ein paar Male flattern.
Von der Wirkungslosigkeit der Behandlung verwundert, sann man auf andere Möglichkeiten. Man dachte an einen Fluch oder irgendwelche Art von Magie, aber zumal sich ja jemand an dem Weinfaß zu schaffen gemacht hatte, müßte, so dachte der Apotheker, in diesem Fall eine verwunschene Substanz hineingerührt worden sei.
Was nun auch immer zutreffen sollte, man kam nicht umhin, die vorhandenen Hinweise genauer unter die Lupe zu nehmen.
Bevor aber der langwierige Prozess der Analyse, der gewiss die ganze Nacht beanspruchen würde in Angriff genommen werden sollte, wollte der rahaler Apotheker, welcher sich zuweilen auch mit Mystik befaßte, hierin aber noch ein ziemlicher Laie war, einen letzten Versuch machen. Er hatte vor kurzem von Ritualen gelesen, die gegen Flüche wirksam sein sollen. Das Buch, in dem diese beschrieben waren, hatte er in weiser Voraussicht aus Rahal mitgebracht und studierte dieses nun, bis er die Stelle wiederfand. Er rezitierte den Abschnitt, welcher unter dem Titel 'Seelischer Beistand' eingetragen war wortgetreu aus dem Wälzer und machte dazu die beschriebenen Gesten über dem Schlafenden. Wie auch zuvor zeigte diese Handlung keine sofortige Wirkung, doch bewahrte man die Hoffnung, daß es vielleicht als Schutz gegen weitere widrige Folgen wirken könnte.

Nun räumte Stranamorius den Schlafraum und zog sich in sein Laboratorium zurück, um die genaue Untersuchung des Weines vorzubereiten. Hierbei stellte es sich als ein Glück heraus, daß so viel von dem Beweismaterial vorhanden war, denn die Untersuchung würde sicherlich eine Menge verbrauchen.
Im Ofen wurde nachgelegt und ein Teil des Traubensaftes dort zum Kochen aufgesetzt.
Das Schlafmittel, das er im Wein vermutete, stellte er währenddes ebenso aus Alkohol und Rattenfleisch her, um es vergleichen zu können.
Außerdem ließ er schon zuvor einen Hirschen festhalten und mit dem Wein tränken, um die Auswirkungen beobachten zu können.
Mit diesen und anderen Vorgängen, von denen er sich weitere Erkenntnisse versprach, verbrachte er die ganze Nacht. Nur einmal, als auf ein Ergebnis zu warten war, verließ Stranamorius die Küche, um sich im Rittersaal an den Resten des Festmahls zu stärken...

Verfasst: Donnerstag 26. April 2007, 01:06
von Der Erzähler
Dunkle Gifte

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Köchel... Köchel...

Verdammt sollte es sein! Nichts tat sich, drangen zum Wein doch nur zwei, drei Tropfen vor. Nichts tat sich beim Reh, bei anderen Versuchen - der Wein war vollkommen wertlos. Doch der Kelch - wo immer er jetzt war, er würde der Schlüssel sein, wenn einmal das Buch gefunden war.

Das Buch, ja, verbotenes Lehrwerk der Giftmischerzunft, tausendfach gesiegelt und aus dem Lichten verbannt, in Rahal kaum bis garnicht aufzufinden - es bedurfte Menschen mit der Kenntniss um seltene Bücher. In Varuna, hatte man in Varuna nicht erst kürzlich eine Bibliothek gegründet mit einer Besitzerin die alle Arten an Büchern suchte? Zumindest erzählte man sich das unter den Wachen der Burg Eisenwart...
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Verfasst: Donnerstag 26. April 2007, 15:33
von Malachai Schwarzmourne
Vieles tat sich um des Mauerwerks der Burg. Zuviel und einiges wurde zurück gesteckt.
Inara, seine geliebte Inara. Wielang hat er Sie schon nicht sehen können.
Desweiteren wartete Vangor auf ein Treffen und auch Loreen müsste er als Malachai einmal wieder aufsuchen. Denn trotz ihres Ausscheiden aus den Reihen der Burg, besitzt Sie für den Schattenlord ein anderes Interesse.
Ihre Fähigkeiten waren sehr weit ausgeprägt, ohne Frage, doch waren Sie ausgeprägt genug, ein Schatten sein zu können?
Sie bekam von ihm die Aufgabe, von einem Bewohner aus Bajard ein seltenes Gift zu holen, möglichst ohne Waffengewalt oder gar durch Diebstahl. Nur mit List und Tücke und dem richtigen Anwenden des eigenen Verstandes als Waffe, würden ihr dabei helfen.
Was Loreen dabei nicht wusste war, dass der Schattenlord Sie auf Malachai Schwarzmourne, auf sich selber hetzte.
So konnte er am besten ihr Vorgehen kontrollieren und Sie so bewerten.
Mittlerweile war Sie im Vertrauensbereich angelangt.
Der Schattenlord ging als Malachai "zufällig" (wir wissen es besser) zur neu eröffneten Bücherei in Varuna, man erkannte sich aus Bajard wieder und sprach nett und um seine Tarnung nicht ganz sinnlos erscheinen zu lassen, bestellte er ein Buch über das Giftemischen und der Alchemie. Es hätte lächerlich gewirkt, wenn man nur ohne besonderen Grund zu einer Bibliothek gehen würde, es war ein guter Vorwand.
Der Schattenlord beginnt seine Nachforschungen bezüglich des Anschlages gegen den Burgherren in Varuna und Berchgaard. Vangor will sich mit dem Schattenlord in Varuna treffen.
So kann man wenigstens 3 Fliegen mit einer Klappeschlagen.
-Untersuchungen in Varuna und Berchgaard
-Treffen mit Vangor als Schattenlord
-Abholung des Buches von Loreen als Malachai.
Vielleicht hilft ihm das Buch ja weiter, er bezweifelt es, sind doch viel kostbarere und ältere Bücher in seinem Besitz. Aber vielleicht ist gerade in jenen etwas vermerkt, was den anderen fehlt.
Es ist interessant zu erkennen, in wieweit Loreens Fähigkeiten dafür reichen mögen, sieht man davon ab, dass Malachai nichts genaueres über das Buch beschrieben hat.
So packte man die Sachen, es wart an der Zeit, wiedereinmal das schöne Varuna zu besuchen.

Verfasst: Samstag 28. April 2007, 13:05
von Saldor Falkenau
Eintrag ins Wachbuch der dunklen Legion Eisenwart am 28. Wechselwind 250.

Bericht über den Mordanschlag auf den Burgherren:

Am 22. Wechselwind 250 lud der Burgherr zu einem Gelage auf der Burg. Es erschienen sowohl zahlreiche Burgbewohner als auch Gäste von ausserhalb, zu denen namentlich Cyrion Sha`Ar und Lerius von Kane gehörten.

Als man ungefähr zur siebenten Abendstund am Tische beisammen sass und sich noch über allgemeine Befindlichkeiten vor dem Burgschmaus austauschte, fiel den Turmwachen ein vermummter Mann mit Armbrust auf, der sich dem Burgtor näherte. Sie sprachen ihn daraufhin an, was er dort mache, doch er zog sich wortlos sofort zurück. Gekleidet war der Vermummte laut einem Wachprätorianer in grünliches Leder. Weiteres wurde bedauerlicher Weise vom Prätorianer auf den Zinnen nach dieser Sichtung nicht veranlasst, da er das Beisammensein im Burgsaal nicht wegen einer solchen Belanglosigkeit stören wollte.

Kurz darauf, als der Burgherr die Küchenmagd Amarissa in das Burglager schickte, um ein Fass Tiefenbacher Rotwein aus jenem zur Bewirtung herbeizuschaffen, wurde die Küchenmagd im Lager hinterrücks von einem Mann mit einem Dolch bedroht. Er zwang sie, unter Androhung ihr die Kehle durchzuschneiden, den Tiefenbacher Rotwein in einem silbernen Kelch dem Burgherren zu kredenzen. Völlig eingeschüchtert und wie apathisch wirkend, verbrachte Amarissa den Wein zur geselligen Tafelrunde und bot dem Burgherren diesen in dem Silberkelch an. Allerdings wirkte ihr Verhalten auffällig nervös und verstört und als der Burgherr zum Trinken ansetzte, versuchte sie ihn davon abzuhalten. Leider aber hatte er schon einen kleinen Schluck davon zu sich genommen.

Amarissa berichtete sodenn von dem Geschehenen und uns fielen sofort der Kelch mit einer ölig wirkenden Substanz darin sowie das durch Kratzer und eine Einstichstelle manipulierte Weinfass auf. Sofort wurde die Burg abgesucht, doch bis auf einen Kletterharken, mit Hilfe dessen der Attentäter wohl in die Burg gelangte, war nichts mehr aufzufinden.

Wir vermuten daher, dass der Mann mit der Armbrust im grünen Leder der Eindringling gewesen war. Er hatte wohl durch die Unaufmerksamkeit der Zinnenwache einen Harken gen der Mauern geschossen und war dann an der Mauer emporgestiegen. Niemand anderes als ein professioneller Fassadenkletterer wäre dazu in der Lage gewesen.

Der Burgherr wurde sogleich an jenem Abend in die Schlafgemächer verbracht, wo er vom Gifte geschwächt vor sich hindämmerte. Sämtliche Versuche des zu Hilfe geholten Heilers Stranamorius konnten ihn nicht von diesem Dämmerzustand befreien. Alatar sei Dank erholte er sich in den darauffolgenden Tagen wieder.



Die vom Heiler Stranamorius in den kommenden Tagen durchgeführten Ermittlungen, diese Substanz betreffend, hatten folgendes ergeben:

Das ölige Gemisch zeigte keinerlei übliche Wirkung, die der Alchemie bekannt wäre. Wahrscheinlich war es eine magische Substanz. Nur durch einen glücklichen Zufall wohl richtete sie dabei nicht noch mehr Schaden an. Als der Attentäter nämlich das Öl in das Weinfass spritzte, vermischte es sich nicht richtig mit dem Wein sondern trieb grösstenteils nur an dessen Oberfläche. Somit war die Konzentration im unteren Teil des Fasses, aus dem in den Kelch abgezapft wurde, eher gering. Darüber hinaus trank der Burgherr den Kelch durch die Warnung Amarissas nicht ganz aus. Offensichtlich hielt Alatar selbst eine schützende Hand über den Anführer Eisenwarts, denn nur diesen Umständen ist es zu verdanken, dass der Anschlag keine tödlichen Folgen hatte.
Alles in allem jedenfalls handelte es sich um ein sehr aufwendig herzustellendes Gift, denn selbst dem Meister Stranamorius gelang es nicht, alle Inhaltsstoffe des Gebräus zu analysieren. Ohne ein ausschöpfendes Magiewissen und ein hochentwickelstes Laboratorium hätte man diese Substanz niemals herstellen können.

Weiteres Vorgehen:
Stranamorius will nun weitere Nachforschungen anstellen. Anscheinend gebe es ein Buch mit dem Namen "Dunkle Gifte", das bei der Analyse weiterhelfen könnte. Leider verfügen weder die Bibliothek in Rahal noch die in Bajard über ein solches. Was den möglichen Täterkreis anbelangt, kommen für mich nur das Reich der Temorahunde oder aber die Tiefländerbarbaren in Frage. Beide hätten ein Motiv für einen Mord am Burgherren und auch die enstprechenden Ressourcen. Fürderhin sind beide für ihre Feigheit sowie Hinterhältigkeit bekannt.
Wer auch immer jedenfalls dahinter stecke, er werde ermittelt werden, festgesetzt und für den feigen Mordversuch an unserem Burgherren hingerichtet. Der Anschlag wird der letzte Fehler seiner jämmerlichen Existenz gewesen sein.


Gez. Saldor Falkenau

Tribun der dunklen Legion

Verfasst: Sonntag 29. April 2007, 14:55
von Malachai Schwarzmourne
Vorne, am Horizint, eröffneten dem Sehenden der lange Mauernwall, der die Stadt vor dem Tuen des Äusseren abgrenzte.
Varuna, wie lang war man schon nicht mehr hier gewesen.
Veränderung?
Gab es wohl keine, braucht es wie es den Anschein hat auch nicht.
Dennoch, Zeit für einen Städtebummel war nicht.
Es gab viel zu tun.
Als erstes wurde der Kontaktmann aufgesucht. Er war wie immer nahe einiger Marktstände, immer auf der Lauer, irgendetwas klauen zu können.
Ja, er war eine diebische Elster. Dennoch war er vertrauensseelig, selbst wenn jenes Vertrauen nur durch die Angst um das eigene Leben resultierte.
Sofern er dienlich war und kein Verräter, belohnte der Schattenlord ihn. Denn an Informationen konnte er geschickt herankommen.
Doch sollte er einmal versagen, wohl beabsichtigt, gar jemanden Veraten, würde er nach seinem Tode betteln, angesichts der Folter, die ihm erwarten würde.
Man erteilte ihm seinen neuen Auftrag, er sollte alles über einen Meister der Giftmischerei ausfindig machen, jemand, der ein Attentat verübte auf den Burgherren Eisenwarts.
Weitere Fragen stellte er nicht, er bekam eine Vage beschreibung von dem, der gesucht wird, nickte nur, bekam etwas Gold in die Hand mit dem Versprechen, dass es mehr werden könnte.
Dann verschwand er.
Die Reise ging weiter durch die belebten Straßen Varunas.
Am Westtor war Sie aufzufinden, die Bücherei von Loreen Verschoor, wie sie sich selbst nannte.
Malachai wusste, dass es ein Deckname war, es war legitim, angesichts dessen, was Sie tat.
Er zog sich Kaputze und Maske ab und ging hinein.
Sie besass noch den Auftrag, Malachai ein Fläschen Gift abzunehmen, nun bekam Sie die Gelegenheit dazu. Würde sie jene erkennen und nutzen?
Man begrüsste sich wie immer Höfflich, ging dann aber auch schon näher auf die Bestellung ein.
Ein Buch mit selten Giften war bestellt worden vor langer Zeit, nun würde man es abholen.
Es war eine Tarnung, ein Grund, um die Bücherei aufzusuchen. Ja, Malachai fiel damals nichts besseres ein, dennoch wirkte es.
Loreen nickte, sie holte auch schon ein Buch heraus und überreichte es ihm.
Es war nahezu Perfekt. Es besass einen Haufen an Giften und Gegengiften, aber auch noch andere, nützliche Elixiere.
Doch man sollte es dem Prüfling nicht zu leicht machen.
Malachai lehnte es ab (alleine schon wegen der Tatsache, dass er ein ähnliches Buche besitze) und verlangte etwas exotischeres, etwas, das sich nur mit Giften, vorallem den starken Giften befassen würde.
Man suchte und in der Tat zog Loreen ein altes, zerflettertes Buch heraus.
Malachai nahm es, es war grausig geschrieben, schwer lesbar und in einer merkwürdig verformten Sprache.
Selbst beinhaltete es nur ein Rezept, aber es war alt, von daher Wertvoll.
Man zeigte Interesse, nun warf man ihr den Ball zu, mal sehen, ob Sie ihn zurückspielt.
Wie erwarten, erwähnte Loreen, dass Bücher jenes Alters nur verliehen werden, nicht aber verkauft.
Perfekt, sie ging darauf ein.
Man bat darum, jenes Buch kaufen zu dürfen, man würde nicht geizen mit Preisen und so sprach Loreen es heraus.
Gifte war es, dass Sie interessierte. Aber nicht irgendwelche, ein spezielles, besonders starkes Gift.
Malachai verstand, er wusste natürlich, was ihr begehr war, nun sollte Sie die Früchte ihrer Bestrebungen ernten dürfen.
Man holte eine kleine, verzierte Schatulle heraus, Loreen wollte jene Gifte natürlich nur studieren, um wirksame Gegengifte produzieren zu können.
Malachai konnte sich nur schwer ein ungläubiges Grinsen verkneifen, wusste er es ja besser.
Die Schatulle war belegt mit Stoffetzen, man schob jene zur Seite und holte eine kleine, grünlich Schimmernde Phiole hervor.
Mit der Warnung, dass jenes Gift sehr stark ist und es kein Gegengift dafür gibt, überreichte man ihr jene Phiole.
Man ermahnte Sie, jene Nie zu missbrauchen und das man ihr vertrauen würde.
Theoretisch hätte Malachai jene nie in andere Hände gegeben, noch weniger, wenn es ihm Fremde wären. Doch Sie war keine Fremde und er wusste, dass er die Phiole als Schattenlord wiederbekommen würde.
Ja, sie hielt die Phiole in der Hand, sie hat ihre Aufgabe gemeistert und das mit Bravour.
Man verabschiedete sich, das alte Buch in der Hand und man ging hinaus.
Ein letzter Blick auf jenes, Malachai war sich sicher, er würde diesen alten Fetzen nicht brauchen können und stoppfte es in die Satteltasche des Pferdes.
Unwissend, wer alles nach jenen Buch suchen würde und vorallem, was jenes Rezept darin bewirken könnte, verliess er vorerst Varuna mit seinen schönen Häusern und dem langen Steinwall, welcher die Stadt von dem Äusseren trennt.

Verfasst: Sonntag 29. April 2007, 16:18
von Wijay Loreen
Die Tatsache, dass sie das Gift nun in Händen hielt war schon einigermaßen Befriedigend. In edem Fall wrde es die tatsache rechtfertigen, einen gewissen ontakt zu Eisenwart zu behalten, und das bedeutete, dass an sie nicht jagen könne.

Von dem Anschlag wusste sie freilich nichts. Sie war eine Meisterin der Gifte, und sie wusste, welche Stoffe notwendig waren, um ein Gift herzustellen und zu neutralisieren. Die Pest, welcher sie Varuna aussetzen wolle war gewissermaßen ihr Meisterstück... Nun nicht ganz die Pest, die war nur eine Weiterentwicklung einer Zucht ihres Vaters, welcher wohl unter Kra'thors Schwingen seine Strafe tun muss.

Das Gegenmittel vielmehr war ihr Meisterstück, denn die Tatsache dass sie so Geduldig war und nach Einiger Zeit endlich das Gewünschte Ergebnis liefern würde erschaffte ihr den orteil, dass sie selbst sich notfalls heilen konnte - und sie konnte es als Druckmittel verwenden, wenn es denn darauf ankam.

Jahrelange Forschung machte sich bezahlt.

Die Giftphile von Malachai musste an den Schatten weitergereicht werden. Es hatte lange gedauert, aber die Frau, die man in Varuna Annabelle Ducat rief, war kein Freund übereilter Entscheidungen und Vorgehensweisen. Das könnte ihr notfalls das Genick brechen. Sie war eine Planerin, eine Sucherin, eine Frau, die Wert auf perfekte Organisation legte.

Der Mann welcher ein paar Tage in die Bücherei kam und ebendieses Buch von ihr erbat musste abgewiesen werden. Interessant war die Parallele, dass zwei Mannen nahezu zeitgleich ein Buch suchten, welches so lange Staub ansetzend in den hinteren Regalen verweilte.

Ihr motto lautete: "Bleibe stets so nah an der Wahrheit, verschweige aber das Essenzielle." - und so würde er auch nur wissen, dass ein Mann, welcher Nahe Bajard wohnt dieses Buch besitzen würde.

"Ich kann Euch nicht sagen wie er heißt." - Alleine diese Aussage bewies dieses Grundprinzip. Sie wusste natürlich den Namen, den sie dem Mann nicht weitergeben konnte. Mit dieser methode schlich sie sich dereinst schon auf Burg Eisenwart ein, welcher sie sich glücklicherweise nun entledigt hatte.

Gleichwohl was noch geschehen würde. Es kümmerte sie nicht. Sie musste es wohl nicht erfahren, sonst wäre sie schon längst dahintergekommen.

Verfasst: Montag 30. April 2007, 00:37
von Stranamorius
Die Tage vergingen, die der Apotheker aus Rahal auf Eisenwart zubrachte. Manche Erkenntnis konnte gewonnen werden, doch waren die Ergebnisse trotz allem eher spärlich. Er hatte die Befürchtung, er würde nicht umhin kommen, neues Wissen zur Erforschung dieser Sache hinzuzuziehen. Es war aber auch nicht so, daß er keine Einfälle dazu hatte, wo er denn solches Wissen her bekäme. Nur wie er daran kommen sollte, das bereitete ihm Kopfzerbrechen.
Die Aufregung, um die Sache hatte bei ihm mittlerweile einen Höhepunkt erreicht. Die ganze Forschung ging in eine Richtung, die ihn in für ihn noch sehr neue und höchst geheimnisvolle Gefilde führte. Es war an der Zeit, ernsthaft nach dem Buch zu suchen, auf das einen Blick zu werfen ihm einst kurz erlaubt war, es zu besitzen ihm jedoch damals verwehrt blieb.

In einem Gespräch mit dem Tribun der Burgbesatzung von Eisenwart erfuhr er dann, daß es eine neu eröffnete Bibliothek in Varuna gäbe.
Varuna - hier hatte er bisher noch nicht nach jenem Werk, welches den Titel ‚Dunkle Gifte’ trug, gesucht. In Rahal war damals jede Nachforschung vergebens gewesen. Nirgends, wohin er Zugang hatte befand es sich. Auch bei seiner Freundin Vyra de Lopasz - ja, Freundin pflegte er sie insgeheim zu nennen, diesen Status gestand er, wenn er ehrlich war, kaum jemandem zu - in Bajard hatte er in der Zeit, als er noch öfters seine Zeit dort zubrachte, keinen Hinweis auf dieses alte Buch gefunden.
So sollte es also die Grafenstadt sein, wo er seine Suche fortsetzen würde.

Vor seiner Abreise von Eisenwart, stellte er den Kelch, aus welchem der Burgherr den mysteriösen Trunk getan, sicher. Auch bereitete er noch ein paar langwierigere Experimente vor, die während seiner Abwesenheit ablaufen könnten und nur geringer Aufmerksamkeit bedurften.
So kam also die Stunde des Aufbruchs. Ein Schiff setzte ihn über nach Gerimor, gefolgt von einer Kutschfahrt bis vor die Tore von Varuna.
Recht bald war die Bibliothek gefunden, nachdem ein Wachmann nach dem rechten Weg befragt worden war. Wenn man Bibliotheken und deren übliche Aura von etwas Staub, leicht muffigem Geruch und dem Anblick von Möbeln, die schon sehr lange dort standen, wo sie waren kannte, so wußte man bei dieser hier genau, daß sie erst relativ kürzlich eingerichtet worden war.
Gleich im Eingang wurde Stranamorius von der Inhaberin empfangen, und er wußte, daß er hier richtig war. Ihre Aussehen stimmte recht eindeutig mit der Beschreibung überein, die der Alchemist von dem Tribun erhalten hatte.

Nach der Untätigkeit der Reise ungeduldig, brachte er sein Anliegen recht schnell vor und bekam auch Antwort, die er aber mit recht gemischten Gefühlen aufnahm.
Ja, das gesuchte Werk, dieser Schatz in seinen Augen, war hier gewesen. Sogar noch bis zum vorangegangenen Tag. Ganz heiß wurde dem Apotheker vor Aufregung, so nah schien ihm das Objekt seiner Begierde in diesem Augenblick. Doch die Kehrseite war, daß ein anderer ihm zuvorgekommen war. Das Buch ward verkauft - an einen Unbekannten.
Hastig fragte der Alchemist die Bibliothekarin aus: Wo hatte sie das Buch her? Von einem Händler.
Wer war der Käufer? Das könne sie nicht sagen, doch war er groß gewachsen, dunkelhaarig, ja, gänzlich dunkel in Kleidung und Erscheinung.
Wo befände er sich jetzt? In der Umgebung von Bajard solle er wohnen.


Aufgewühlt von den neuen Informationen und schon wieder tief in Überlegungen, wie diese ihm nun weiterhelfen sollten, verließ er eilig die Bibliothek und die Stadt selbst.
Er hatte einen Plan gefaßt. Er wollte Vyra in Bajard aufsuchen und sie zu der Sache befragen. Sie wußte viel über Bücher und sie kannte viele Leute, vor allem in der Hafenortschaft. Das war nun seine Hoffnung.
Viel ging ihm durch den Kopf, als die Kutsche die holprige Straße nach Bajard entlang rollte.
Als er dann endlich Frau de Lopasz in ihrem Laden antraf, schilderte er ihr leidenschaftlich alles, was ihm an der Sache bedeutend schien. Sie selbst wirkte äußerst interessiert und versprach, sich für ihn umzuhören.
Erleichtert machte sich Stranamorius nun wieder auf den Weg zurück nach Lameriast. Er würde voll Ungeduld ihre Antwort erwarten und sich inzwischen irgendwelchen Versuchen auf der Burg widmen.
Dunkle Gifte’ – wann sollten sich endlich seine Hände um sie schließen?

Verfasst: Dienstag 1. Mai 2007, 21:17
von Khazkal Deslon
Die Flasche des Weines war leer. Ungeachtet legte er sie in die Spühle und öffnete erneut die Kiste mit den Getränken. Da erfasste ihn der Schrecken! Die Kiste war fast leer! Nur zwei Flaschen eines schlechten Weines lagen noch darin. Er griff zittrig nach dem Gesöff und eilte in den Lagerraum.
Er wühlte in seiner Kiste nach seinen alten Klamotten, die er vor vielen Jahren einmal getragen hatte. Sie waren schwarz, etwas zerschlissen und abgetragen. Doch sie würden ihren Dienst tun. Die Kleidung mit dem Siegel der Burg verblieb auf dieser.

Er stopfte die Flaschen in eine Satteltasche, schwang sich auf seinen Mustang und ritt schnellen Tempos davon..

Und dann fand er sich in Bajard wieder. Die Haare hatte er sich gefärbt. Den Gaul hatte er einem Stalljungen gegeben und die Flaschen klimperten lustig in seinen Manteltaschen. Er schritt die Straßen entlang.. und er fühlte sich seit langer Zeit einmal wieder frei. Er konnte immerhin trinken wann er wollte, und keiner würde ihn aufhalten koennen! Keine Verpflichtungen hatte er mehr!

Er öffnete die Türen der Taverne und trat ein. Kurz sah er sich um und wankte zur Theke. Ein nicht sehr gesprächiger Mann betrat kurz nach ihm herein, welchem er aber nicht seine Beachtung schenkte. Diese galt etwas anderem.. und dann ging die Tür auf und noch jemand trat ein. Er vernahm Schritte neben sich und hob den Kopf, um die Gestalt anzusehen,...

Leonore sprach kurz mit dem Wirt, und Khazkal sah eilig aus dem Fenster auf der entgegen gesetzten Seite, doch sie hatte ihn bereits erkannt.
Es dröhnte in seinem Schädel. "Khaz! Khaz! Khaz? KHAZ?! Was ist mit dir? Du bist komisch! Aaaaaaaaahhh", er sprang auf. Wollte nur hinaus.. nur fliehen.. nur weg von dieser Welt, die er hinter sich gelassen glaubte. Leonore versperrte ihm den Weg und forderte den Inhalt seiner Manteltaschen zu sehen, nachdem sie seine Hände, die er schützend vor den Inhalt hielt, wegschlug, drang ihre Stimme weiter auf ihn ein. Er jedoch wollte sich einfach an ihr vorbei drängen. Es gelang ihm nicht, doch sie begann zu weinen. Erneut versuchte er einen anlauf, und diesmal landete Leonore auf ihrem Gesäß, lauter weinend. Khazkal nahm unterdess die Beine in die Hand und floh.. bis hinter die nächste Häuserecke, wo er eilig eine Flasche aus der Tasche holte und sich einen guten Schluck zu Gemüte führte. Sie jedoch war schnell wieder hinter ihm, verfolgte ihn.. Jagde ihn, wie er glaubte! Gehetzt gingen seine Blicke umher.

Bis zum Waldrand kam sie ihm nach.. löcherte ihn mit für ihn belanglosen und unsinnigen Fragen. Sie Fragte, ob er sie noch lieben würde. Er bejahte es .. doch sie bezichtigte ihn des Gegenteils.. entfernte sich ein stück.. kam jedoch sofort zurück und schrie ihn direkt an, was ihn zurück taumeln lies.. und er floh. Er floh in den Wald... und dort trank er.

Das Buch der Gifte.

Verfasst: Mittwoch 2. Mai 2007, 19:56
von Vikko Allago
Also Khazkal war plötzlich und unerklärbar "geheilt", ist aber seid Tagen
nicht mehr gesehen worden.
Er saß in der Küche der Burg und sann über die letzten Tage und das
Gespräch mit dem Schattenlord nach. Loreen hatte ihm von dem buch er-
zählt und von den beiden interessenten, der eine ein Bekannter vom
Schattenlord, der andere der Alchemist aus Rahal, der zur Zeit in der Burg
lebt um hier Nachforschungen anzutreten.

Also, Vikko sollte also mit dem Alchemisten sprechen und dann Nachricht
geben, was er sagt und danach das Buch abholen.
Er dachte weiter darüber nach.
Warum interessieren sich so viele Menschen für dieses Buch? Was enthält
es wohl für Wissen? Was könnte er daraus für wissen schöpfen? So viele
Fragen warf dieses Buch auf und so wenig Antworten hatte er bisher ge-
funden.

Nach dem Gespräch mit dem Alchemisten war er kaum schlauer, das er
seine Hoffnung in dieses Buch stellte war klar, sonst würde er nicht
danach suchen. Was er sich davon vielleicht noch sonst erhofft konnte
er nicht in Erfahrung bringen, doch es gab ein interessantes Detail etwas
das Vikko stutzig machte. Warum berichtete der Alchemist nicht selber
von diesem Buch, warum beauftragte er einen Fremden mit der Suche?
Es muss mehr hinter diesem Buch stecken, wenn er es so geheim hält...

Ein Lächeln huscht über das Gesicht von Vikko, als er das Pergament auf
dem Tisch ausbreitet und zwei Briefe verfasst, einen an den Schattenlord
und einen an den Mann der das Buch hat.
Er wird herausfinden was in dem Buch steht und er wird herausfinden
warum der Alchemist es haben will, abgesehen von der "Heilung" des
Burgherren.