Ein Hügelgrab im Frühjahr
Verfasst: Dienstag 3. April 2007, 17:33
Es war noch recht früh am Morge, noch bevor die Sonne ihren Höhepunkt erreicht hatte. Ich verließ Varuna soeben durch das Osttor und die Wachen warfen mir erneut einen arroganten, prüfenden Blick zu, den ich jedoch nciht erwiederte. Ich zog mir die Kapuze der blutroten Robe tief ins Gesicht und bewegte mich in den Schatten diese, doch recht sonnigen, Tages. Es gab noch viel zu erledigen, gerade erst hatte ich das Geld überbracht und es wurde noch mehr gebraucht..viel mehr, außerdem brauchten wir noch Holz - welches war nicht wichtig, hauptsache kein morsches, dachte ich mir. Schnellen Schrittes ging ich den Weg entlang, ohne zu achten, wohin mich meine Füße eigentlich trugen.
Und sie trugen mich nach Berchgard, ich wusste nicht was ich da jetzt noch zu suchen hätte. Ich erblickte schon die Wachen in ihren blau strahlenden Plattenpanzern, wie widerlich - alles widerlich wofür diese Banner an den Mauern standen. Vor wem sollten sie überhaupt schützen? Da will doch eh niemand hin, dachte ich mir. Ich beschloss umzudrehen, bevor ich noch an ihnen vorbei muss.
Nun stand ich da...hinter mir war Berchgard und der Weg vor mir führte nach Varuna - na toll. Hätte ich doch einen anderen Weg genommen...aber was solls - es gab ja noch viel zu tun.
Ich schaute mich um und mir kam schnell in den Sinn, dass es hier zweierlei Höhlen gab. Eine große, in den Bergen und ein muffiges Loch voller Untoten. Ich wanderte ein Stück abseits der Wege, näher zum Berg und erblickte das Hügelgrab - dieses muffige Loch, voller gequälter Seelen und Untoten, aber was soll's - mein silbernes Schwert hatte ich dabei und das Geld wurde ja gebraucht...
Ein unschönes Grab ist das, dachte ich mir als ich meinen Plattenpanzer anlegte. Im Frühjahr konnte man doch wenigstens annehmen, das Blumen diese Pestbeule schmücken, aber anscheinend kennt hier keiner die Ehrung der Toten - warum auch, sie leben ja nicht mehr....
Langsam ging ich die sandigen Stufen herunter, zu einer kleinen Halle mit vielen Nebenräumen. Schon kamen mir auch die ersten Untoten entgegen, schwache Wesen, dachte ich mir. Das Silber schien an ihnen zu brennen wie Feuer und ich schlug einen nach den anderen zu Boden...einige hatten sogar Münzen bei sich, die die Prägung der Grafschaft trugen - nette Beute.
Aufbereitungskammer.....Grabkammer Bürger.....Grabkammer Adel, meine Augen funkelten auf, als ich das hölzerne Schild erblickte. Der Adel - Inbegriff der Unterdrückung, im Tode vereint mit der Bürgerschaft....welch Ironie des Schicksals. Der erste Eindruck der grabkammer täuschte aber, riesige Grabsteine und imposante Steinsärge zierten die Kammer, nicht einmal im Tod wollten die Habenden ihre Aroganz beilegen. Zombies krochen aus allen Löchern der Kammer und berobte Gestalten flogen auf mich zu, ihre Schreie erfüllten den Raum und auch ich musste schreien. Angst bestimmte mein Handeln, denn schon bald wurde ich in die Ecke gedrängt und ein riesiges Gerippe mit Schild und Schwert bewaffnet stampfte in meine Richtung. Ein Hieb seines riesigen Schwertes traf mich an der Schulter...argh....so ein Mist, das würde ich ihm heimzahlen, mein Schwert schlug auf seinem Holzschild auf und Spähne flogen in die staubige Luft. Er machte einen heftigen Satz nach vorne und stieß mich weg. Um nicht hinzufallen versuchte ich nach hinten zu treten, doch gelang es mir nicht. Ich dachte nun wäre es vorbei, doch dem war nicht so, anstatt auf dem Boden aufzuschlagen fiel ich gegen eins der Grabsteine, das erstaunlicherweise zur Seite kippte. Ich landete auf dem Boden und schaute zu allen Richtungen um mich wegzurollen. Da sah ich es, der Stoß am Grabstein hatte etwas ausgelöst - eine Geheimtür. Ich rollte mich flink zur Seite und robbte durch den engen Spalt, der nun in der Wand entstanden war. Das große Gerippe wollte mir noch folgen, doch da war es bereits zu späht - die Steinwand fiel zu und ich stand allein in einem dunkelen Steinflur.
Ich steckte mein Schwert weg und sah mich erstaunt um - meine Schulter brannte noch vor Schmerzen. Wo war ich nun? An der Wand entlang tastend bewegte ich mich langsam nach vorne. Es war dunkel und stank unglaublich nach Verwesung und faulendem Fleisch. Der Gang führte durch mehrere Kurven und dann - hier war ich doch bereits...da kam ich doch eben erst herein! Welch fauler Zauber, eine Vergewaltigung der Naturgesetze! Noch einmal ging ich langsam nach vorne und wieder kam es dazu - ich stand am Anfang des Ganges. Es musste doch eine Erklärung für das ganze geben...ich rannte nach vorne und stoß unglücklich mit einer harten Steinwand zusammen. So konnte das nicht weitergehen. Ich drehte mich einmal im Kreis und, so unglaublich es klingt, es schien weiter zu gehen.
Der ganze Boden war blutverschmiert und klebte an meinen Stahlstiefeln, mitten im Blut lag ein Fetzen Pergament. Ich kniete nieder und versuchte es zu lesen. Pah...ein Stoßgebet an Temora, als ob sie mir helfen würde, eine Göttin des Adels, der Unterdrückung, der Brandrodung...Göttin des Hasses!
Voller Verachtung erhebte ich mich wieder und ging um die nächste Kurve des Ganges...ein ungutes Gefühl kam in mir hoch und ich fasste an den Griff meines Schwertes, das konnte mir hier heraus helfen, dachte ich, das und mein Verstand...ich muss ihn gebrauchen!
Ein Rascheln....als ob jemand etwas fallen lies - nein, als ob jemand etwas schleppte....ich erblickte einen Schlag an Skeletten - verachtenswerte Untote, doch nicht zu unterschätzende Gegner. Ich rannte auf sie los und der erste spührte die Wucht meines Schildes, welches ihn zu Boden zwang. Ein Skelett genau vor mir erhob seine Axt und durch die Rüstung fühlte ich einen Pfeil in meiner Seite. Mir kam nur noch ein Gedanke - LAUF!
Schnell lies ich die Knochensäcke hinter mir, Katakomben, bestehend aus kleinen Räumen...ich lief durch sie hindurch, befüllt mit SKeletten und anderem untoten Zeug waren sie....wenn ich leben wollte musste ich laufen. Immer schneller rannte ich durch, Dämone, Gargolyten, es schien die Legion der Hölle zu sein.
In einem der Räume erblickte ich ein helles, rotes Licht. Ohne zu überlegen dachte ich mir: Das wird der Ausgang sein! - Doch ehe ich es schaffte durch die Tür zu kommen erschien ein riesiges Vieh vor mir. Ein Geflügeltes Wesen, vielleicht ein Balrog, man hört ja einiges. Es streckte mir seine Krallen entgegen...sie gingen durch meinen Pyrianbrustpanzer, als wäre es nur Luft. Ein brennender Schmerz....ein Lachen und dann wurde mir schwarz vor Augen.
Ich weiss nicht was geschah, warum sie mich nicht vollends töteten und meine Seele für ihre kranken Rituale nutzten, doch ich erwachte wieder. Mit dem letzten Gedanken in meinem Kopf wusste cih noch, was zu tun war - ich musste laufen, auch wenn ich nicht mehr wusste wohin oder warum, rannte ich sofort los, als ich das Bewusstsein wiedererlangte. Vom roten Licht angezogen lief ich in die Mitte des Raumes und fiel plötzlich auf die Knie. Nur war ich nicht mehr in den Katakomeben, nein...hier war es heiss, verdammt heiss!
Ich blickte mich unsicher um...Flammen, schwarze Steinwände - Schreie! Woher sie kamen, konnte ich nicht hören, sie schienen überall zu sein und die Hitze wurde schnell unerträglich, schlimmer als alles was ich bisher erlebt hatte. Langsam ging ich in einen Seitenflur der Halle in der ich mich befand. Ich musste hier raus und zwar möglichst schnell. Mein Kopf fühltes ich an, als hätte man ihn als Ambos genutzt und die Brust brannte schwer - das brennen war wie die Hitze in diesem....Keller? Wo war ich überhaupt? Ich hob meine Waffe an und ging langsam den Flur entlang. Ein Wolf heulte laut vor mir und lief auf mich zu...ein normaler Wolf? Ein Untoter vielleicht? Er sabberte ungemein beim laufen, doch es war nicht kalr, was aus seinem Mund kam - es war Blut. Erschreckt hebte ich mein Schild. Ich oder du, dachte ich mir und lief ihm entgegen, doch daraus wurde nichts, die Wände dieses Raumes schienen zu leben, sie bewegten sich wie Wellen und plötzlich - Feuer - ein Feuerball? Magier!? Ich fiel erneut zu Boden, mein Gesicht klatschte auf dem schwarzen Steinboden auf, es wurde dunkel, der Schmerz ließ nach. War das der Tod? Es war sehr schön...angenehm, die unerträgliche Hitze schien nur noch gemütliche Wärme zu sein....
Doch dann - Meine Augen öffnten sich erneut, nicht durch meinen Willen, nein, der Schmerz in der Brust kam wieder durch - es war wie ein schlimmer Alptraum...hoffentlich habe ich nur geträumt. Aber nein, ich stand immer noch in diesem FLur...ich musste rennen, raus hier!
Mein letztes Stück ungebrochenen Willen brachte ich auf um loszu sprinten. Ich rannte am Wolf vorbei, der jetzt heulte, kein Wolfsheulen, nein, es war ein diabolisches Lachen. Mein Schicksal schien ihn zu belustigen, vielleicht wusste er, wo ich da hinrannte, aber mir war es gleich....weg hier, einfach nur Weg.
Eine Legion der Verdammten, so kann man es gut beschreiben, was ich da vorfand. Überall diese hallende Lachen, Schreie, Feuer....Hitze. Die schlimmsten Dämone schienen hier zu leben, riesige Biester mit Flügeln irrten durch die Räume, einige rannten mir hinterher. Armeen von Skelettkrieger, Reiter auf untoten Pferden. Ich ließ alles hinter mir. Den Mut aufzubringen sie hier zu bekämpfen wäre Selbstmord, meine Seele würde wohl nie Frieden finden, wenn man mich hier töten - nein schlachten würde. Pfeile flogen mir hinterher, Schwerter und Äxte sah ich aufblitzen - ein harter Treffer in den Rücken...ich stolperte nach vorne und kam an ein Gitter....der Ausgang?
Ich rüttelte schreiend daran. Dieser Ort war die reinste Qual, ich wünschte mir sogar einen Alptraum, um mich von dieser Lage entspannen zu können. Solange Menschen lebten, gab es noch nie solch einen Horror, dachte ich mir.
Doch das Gitter war nicht zu bewegen. Das war das Ende, oder doch nicht? Ich erblickte ein Buch und schlug es mit meinem Schwert auf, es war nur eine beschriebene Seite in ihm. In blutroter Schrift stand darin, der Weise würde in Licht aufgehen, bevor er durch das Tor kann.
So ein Dreck, diese Sprüche der Weisheit, ich brauche einen Ausgang! Ich blickte nach hinten und sah diese verdammte Legion heraneilen. Es musste schnell eine Idee her....Weisheit....Licht....Licht? - Eine Fackel...ich schaute mich um und so war es, eine Fackel war an der Wand gegenüber von mir. Ich rannte schnell hin und drückte sie runter - das Gitter öffnete sich und ich eilte hinein, ohne zu überlegen, ob es nicht eine Falle sei.
Glücklicherweise war es keine.
Ich setze mcih neider. Ich war in einem kleinen Raum, der von Runen nur so aufleuchtete. Sie waren überall, auf dem Boden, auf den Wänden und selbst auf der Decke. Und noch ein Buch lag auf einem hohen Sockel. Ich musste mich wieder aufrichten und tat dies auch langsam, mich an die Wand stützend.
Das Buch war in der Mitte aufgeschlagen und die Schrift leuchtete mir entgegen - Wieder ein Rätsel. Was gibt es drei mal in der Woche....hrm....darauf muss ich mich stellen? Steine? Runen? Ich sah mich um....was anders als Runen gab es ja nicht. Drei mal in einer Woche....warmes Essen? Ach was....Ich sah von einer Rune zur anderen. Buchstaben, aber keine gewöhnlichen, sie hatten unnötige Striche....sowas war also Magie. Mein Blick fiel auf das M - M wie Magie....nein, ich musste das Rätsel lösen...ah...das M, das war es! Drei mal in den Bezeichnungen der Wochentage! Das M! Ich schrie es laut...nichts geschah...ich rannte auf die Rune des M und erschien plötzlich in einem anderen Teil des Raumes...sofort rannte ich auf das Podest im Raum....und...ich war wieder beim Buch. Was war los? Es musste das M sein, alles andere wäre unlogisch. Ich versuchte es erneut. Ich ging auf die Rune M und wieder erschien ich beim Podest, welches ich mir näher betrachtete. Eine kleine Treppe ging rund um das Podest, welches bemalt war, als ob man in die Sterne schaute. Runen waren auf ihm....das war es, ich steigte wieder auf das M, diesmal auf dem Podest und....
...ich war im Hügelgrab. Es war kalt....angenehm kühl nach dieser Strapaze. Von den Verletzungen geschwächt ging ich langsam die Treppe hoch und verließ das Grab. Ein Hügelgrab im Fühjahr hässlich von außen, grausam im Inneren! Froh überlegt zu haben ließ ich mich auf die satte Wiese fallen.
Und sie trugen mich nach Berchgard, ich wusste nicht was ich da jetzt noch zu suchen hätte. Ich erblickte schon die Wachen in ihren blau strahlenden Plattenpanzern, wie widerlich - alles widerlich wofür diese Banner an den Mauern standen. Vor wem sollten sie überhaupt schützen? Da will doch eh niemand hin, dachte ich mir. Ich beschloss umzudrehen, bevor ich noch an ihnen vorbei muss.
Nun stand ich da...hinter mir war Berchgard und der Weg vor mir führte nach Varuna - na toll. Hätte ich doch einen anderen Weg genommen...aber was solls - es gab ja noch viel zu tun.
Ich schaute mich um und mir kam schnell in den Sinn, dass es hier zweierlei Höhlen gab. Eine große, in den Bergen und ein muffiges Loch voller Untoten. Ich wanderte ein Stück abseits der Wege, näher zum Berg und erblickte das Hügelgrab - dieses muffige Loch, voller gequälter Seelen und Untoten, aber was soll's - mein silbernes Schwert hatte ich dabei und das Geld wurde ja gebraucht...
Ein unschönes Grab ist das, dachte ich mir als ich meinen Plattenpanzer anlegte. Im Frühjahr konnte man doch wenigstens annehmen, das Blumen diese Pestbeule schmücken, aber anscheinend kennt hier keiner die Ehrung der Toten - warum auch, sie leben ja nicht mehr....
Langsam ging ich die sandigen Stufen herunter, zu einer kleinen Halle mit vielen Nebenräumen. Schon kamen mir auch die ersten Untoten entgegen, schwache Wesen, dachte ich mir. Das Silber schien an ihnen zu brennen wie Feuer und ich schlug einen nach den anderen zu Boden...einige hatten sogar Münzen bei sich, die die Prägung der Grafschaft trugen - nette Beute.
Aufbereitungskammer.....Grabkammer Bürger.....Grabkammer Adel, meine Augen funkelten auf, als ich das hölzerne Schild erblickte. Der Adel - Inbegriff der Unterdrückung, im Tode vereint mit der Bürgerschaft....welch Ironie des Schicksals. Der erste Eindruck der grabkammer täuschte aber, riesige Grabsteine und imposante Steinsärge zierten die Kammer, nicht einmal im Tod wollten die Habenden ihre Aroganz beilegen. Zombies krochen aus allen Löchern der Kammer und berobte Gestalten flogen auf mich zu, ihre Schreie erfüllten den Raum und auch ich musste schreien. Angst bestimmte mein Handeln, denn schon bald wurde ich in die Ecke gedrängt und ein riesiges Gerippe mit Schild und Schwert bewaffnet stampfte in meine Richtung. Ein Hieb seines riesigen Schwertes traf mich an der Schulter...argh....so ein Mist, das würde ich ihm heimzahlen, mein Schwert schlug auf seinem Holzschild auf und Spähne flogen in die staubige Luft. Er machte einen heftigen Satz nach vorne und stieß mich weg. Um nicht hinzufallen versuchte ich nach hinten zu treten, doch gelang es mir nicht. Ich dachte nun wäre es vorbei, doch dem war nicht so, anstatt auf dem Boden aufzuschlagen fiel ich gegen eins der Grabsteine, das erstaunlicherweise zur Seite kippte. Ich landete auf dem Boden und schaute zu allen Richtungen um mich wegzurollen. Da sah ich es, der Stoß am Grabstein hatte etwas ausgelöst - eine Geheimtür. Ich rollte mich flink zur Seite und robbte durch den engen Spalt, der nun in der Wand entstanden war. Das große Gerippe wollte mir noch folgen, doch da war es bereits zu späht - die Steinwand fiel zu und ich stand allein in einem dunkelen Steinflur.
Ich steckte mein Schwert weg und sah mich erstaunt um - meine Schulter brannte noch vor Schmerzen. Wo war ich nun? An der Wand entlang tastend bewegte ich mich langsam nach vorne. Es war dunkel und stank unglaublich nach Verwesung und faulendem Fleisch. Der Gang führte durch mehrere Kurven und dann - hier war ich doch bereits...da kam ich doch eben erst herein! Welch fauler Zauber, eine Vergewaltigung der Naturgesetze! Noch einmal ging ich langsam nach vorne und wieder kam es dazu - ich stand am Anfang des Ganges. Es musste doch eine Erklärung für das ganze geben...ich rannte nach vorne und stoß unglücklich mit einer harten Steinwand zusammen. So konnte das nicht weitergehen. Ich drehte mich einmal im Kreis und, so unglaublich es klingt, es schien weiter zu gehen.
Der ganze Boden war blutverschmiert und klebte an meinen Stahlstiefeln, mitten im Blut lag ein Fetzen Pergament. Ich kniete nieder und versuchte es zu lesen. Pah...ein Stoßgebet an Temora, als ob sie mir helfen würde, eine Göttin des Adels, der Unterdrückung, der Brandrodung...Göttin des Hasses!
Voller Verachtung erhebte ich mich wieder und ging um die nächste Kurve des Ganges...ein ungutes Gefühl kam in mir hoch und ich fasste an den Griff meines Schwertes, das konnte mir hier heraus helfen, dachte ich, das und mein Verstand...ich muss ihn gebrauchen!
Ein Rascheln....als ob jemand etwas fallen lies - nein, als ob jemand etwas schleppte....ich erblickte einen Schlag an Skeletten - verachtenswerte Untote, doch nicht zu unterschätzende Gegner. Ich rannte auf sie los und der erste spührte die Wucht meines Schildes, welches ihn zu Boden zwang. Ein Skelett genau vor mir erhob seine Axt und durch die Rüstung fühlte ich einen Pfeil in meiner Seite. Mir kam nur noch ein Gedanke - LAUF!
Schnell lies ich die Knochensäcke hinter mir, Katakomben, bestehend aus kleinen Räumen...ich lief durch sie hindurch, befüllt mit SKeletten und anderem untoten Zeug waren sie....wenn ich leben wollte musste ich laufen. Immer schneller rannte ich durch, Dämone, Gargolyten, es schien die Legion der Hölle zu sein.
In einem der Räume erblickte ich ein helles, rotes Licht. Ohne zu überlegen dachte ich mir: Das wird der Ausgang sein! - Doch ehe ich es schaffte durch die Tür zu kommen erschien ein riesiges Vieh vor mir. Ein Geflügeltes Wesen, vielleicht ein Balrog, man hört ja einiges. Es streckte mir seine Krallen entgegen...sie gingen durch meinen Pyrianbrustpanzer, als wäre es nur Luft. Ein brennender Schmerz....ein Lachen und dann wurde mir schwarz vor Augen.
Ich weiss nicht was geschah, warum sie mich nicht vollends töteten und meine Seele für ihre kranken Rituale nutzten, doch ich erwachte wieder. Mit dem letzten Gedanken in meinem Kopf wusste cih noch, was zu tun war - ich musste laufen, auch wenn ich nicht mehr wusste wohin oder warum, rannte ich sofort los, als ich das Bewusstsein wiedererlangte. Vom roten Licht angezogen lief ich in die Mitte des Raumes und fiel plötzlich auf die Knie. Nur war ich nicht mehr in den Katakomeben, nein...hier war es heiss, verdammt heiss!
Ich blickte mich unsicher um...Flammen, schwarze Steinwände - Schreie! Woher sie kamen, konnte ich nicht hören, sie schienen überall zu sein und die Hitze wurde schnell unerträglich, schlimmer als alles was ich bisher erlebt hatte. Langsam ging ich in einen Seitenflur der Halle in der ich mich befand. Ich musste hier raus und zwar möglichst schnell. Mein Kopf fühltes ich an, als hätte man ihn als Ambos genutzt und die Brust brannte schwer - das brennen war wie die Hitze in diesem....Keller? Wo war ich überhaupt? Ich hob meine Waffe an und ging langsam den Flur entlang. Ein Wolf heulte laut vor mir und lief auf mich zu...ein normaler Wolf? Ein Untoter vielleicht? Er sabberte ungemein beim laufen, doch es war nicht kalr, was aus seinem Mund kam - es war Blut. Erschreckt hebte ich mein Schild. Ich oder du, dachte ich mir und lief ihm entgegen, doch daraus wurde nichts, die Wände dieses Raumes schienen zu leben, sie bewegten sich wie Wellen und plötzlich - Feuer - ein Feuerball? Magier!? Ich fiel erneut zu Boden, mein Gesicht klatschte auf dem schwarzen Steinboden auf, es wurde dunkel, der Schmerz ließ nach. War das der Tod? Es war sehr schön...angenehm, die unerträgliche Hitze schien nur noch gemütliche Wärme zu sein....
Doch dann - Meine Augen öffnten sich erneut, nicht durch meinen Willen, nein, der Schmerz in der Brust kam wieder durch - es war wie ein schlimmer Alptraum...hoffentlich habe ich nur geträumt. Aber nein, ich stand immer noch in diesem FLur...ich musste rennen, raus hier!
Mein letztes Stück ungebrochenen Willen brachte ich auf um loszu sprinten. Ich rannte am Wolf vorbei, der jetzt heulte, kein Wolfsheulen, nein, es war ein diabolisches Lachen. Mein Schicksal schien ihn zu belustigen, vielleicht wusste er, wo ich da hinrannte, aber mir war es gleich....weg hier, einfach nur Weg.
Eine Legion der Verdammten, so kann man es gut beschreiben, was ich da vorfand. Überall diese hallende Lachen, Schreie, Feuer....Hitze. Die schlimmsten Dämone schienen hier zu leben, riesige Biester mit Flügeln irrten durch die Räume, einige rannten mir hinterher. Armeen von Skelettkrieger, Reiter auf untoten Pferden. Ich ließ alles hinter mir. Den Mut aufzubringen sie hier zu bekämpfen wäre Selbstmord, meine Seele würde wohl nie Frieden finden, wenn man mich hier töten - nein schlachten würde. Pfeile flogen mir hinterher, Schwerter und Äxte sah ich aufblitzen - ein harter Treffer in den Rücken...ich stolperte nach vorne und kam an ein Gitter....der Ausgang?
Ich rüttelte schreiend daran. Dieser Ort war die reinste Qual, ich wünschte mir sogar einen Alptraum, um mich von dieser Lage entspannen zu können. Solange Menschen lebten, gab es noch nie solch einen Horror, dachte ich mir.
Doch das Gitter war nicht zu bewegen. Das war das Ende, oder doch nicht? Ich erblickte ein Buch und schlug es mit meinem Schwert auf, es war nur eine beschriebene Seite in ihm. In blutroter Schrift stand darin, der Weise würde in Licht aufgehen, bevor er durch das Tor kann.
So ein Dreck, diese Sprüche der Weisheit, ich brauche einen Ausgang! Ich blickte nach hinten und sah diese verdammte Legion heraneilen. Es musste schnell eine Idee her....Weisheit....Licht....Licht? - Eine Fackel...ich schaute mich um und so war es, eine Fackel war an der Wand gegenüber von mir. Ich rannte schnell hin und drückte sie runter - das Gitter öffnete sich und ich eilte hinein, ohne zu überlegen, ob es nicht eine Falle sei.
Glücklicherweise war es keine.
Ich setze mcih neider. Ich war in einem kleinen Raum, der von Runen nur so aufleuchtete. Sie waren überall, auf dem Boden, auf den Wänden und selbst auf der Decke. Und noch ein Buch lag auf einem hohen Sockel. Ich musste mich wieder aufrichten und tat dies auch langsam, mich an die Wand stützend.
Das Buch war in der Mitte aufgeschlagen und die Schrift leuchtete mir entgegen - Wieder ein Rätsel. Was gibt es drei mal in der Woche....hrm....darauf muss ich mich stellen? Steine? Runen? Ich sah mich um....was anders als Runen gab es ja nicht. Drei mal in einer Woche....warmes Essen? Ach was....Ich sah von einer Rune zur anderen. Buchstaben, aber keine gewöhnlichen, sie hatten unnötige Striche....sowas war also Magie. Mein Blick fiel auf das M - M wie Magie....nein, ich musste das Rätsel lösen...ah...das M, das war es! Drei mal in den Bezeichnungen der Wochentage! Das M! Ich schrie es laut...nichts geschah...ich rannte auf die Rune des M und erschien plötzlich in einem anderen Teil des Raumes...sofort rannte ich auf das Podest im Raum....und...ich war wieder beim Buch. Was war los? Es musste das M sein, alles andere wäre unlogisch. Ich versuchte es erneut. Ich ging auf die Rune M und wieder erschien ich beim Podest, welches ich mir näher betrachtete. Eine kleine Treppe ging rund um das Podest, welches bemalt war, als ob man in die Sterne schaute. Runen waren auf ihm....das war es, ich steigte wieder auf das M, diesmal auf dem Podest und....
...ich war im Hügelgrab. Es war kalt....angenehm kühl nach dieser Strapaze. Von den Verletzungen geschwächt ging ich langsam die Treppe hoch und verließ das Grab. Ein Hügelgrab im Fühjahr hässlich von außen, grausam im Inneren! Froh überlegt zu haben ließ ich mich auf die satte Wiese fallen.