Maras Universum I
Verfasst: Montag 2. April 2007, 21:05
Ihre Augen mühten sich noch zweimal kraftlos
ehe sie sich öffneten und einen verklärten Blick
durch den fremden Raum entsandten.
Mit angehaltenem Atem setzte sie
sich auf. Sie hatte keine Ahnung, wie sie hier her gekommen
war geschweige denn, wo sie überhaupt war. Das sehr schlicht
eingerichtete Zimmer erinnerte sie an das angemietete Zimmer
in Bajard. Beim Gedanken daran, aufzustehen um einen Blick
aus dem kleinen Fenster zu riskieren oder gar die Tür zu öffnen
um mehr Gewissheit zu erlangen überkam sie ein Gefühl
von Übelkeit und Schwindel.
Tränen, dem Schmerz und der Hilflosigkeit entsprungen,
hatten den unteren Wimperkranz mit einer juckenden
Salzkruste verklebt.
Der lange Schlaf, und die scheinbar
unüberwindbare Schwäche ließen nur sehr unkoordiniert
und langsam zu, dass sie den rechten Arm hob und sich
mit dem Handrücken die Augen rieb.
Als sie dieses Mal die Augen öffnete, schlich sich
leises Bewusstsein, für die vergangenen Stunden ein -
langsam drehte und wendete sie ihre
Handfläche, betrachtete den frei gelegten Knochen ihres
Handgelenks, verlor sich hilflos in einer weiteren Musterung
ihrer unzähligen Schürf - und Bisswunden die den Oberkörper
zeichneten. Ein weitere Ohnmacht kündigte sich an und spielte
ihren Augen einen Streich von dunklen und grellen Blitzen.
Ihr Körper fiel begleitet von einem resgignierendem Seufzen zurück
ins Bett - einzig ihr Herz blieb die treibende Kraft und pumpte,
unregelmäßig aber bemüht, weiter.
Die behelfsmäßig angebrachten Verbände waren bereits blutrot
gefärbt und die nässenden Wunden sowie der Fieberschlaf
verbreiteten einen stechenden Geruch von Krankheit und
Todesnähe im Zimmer. Ihre letzten Gedanken kreisten,
schneller und immer schneller -einen Ausweg suchend.
Niemand würde sie hier finden - nicht einmal sie selbst
wusste über ihren Aufenthaltsort bescheid. Sie hatte es bisweilen
nicht geschafft in diesen Landen Anhang zu finden.
Sie versuchte im Geiste die letzten drei Gesichter
zu bennenen die ihr in den Sinn kamen: Morgen, Sylvian, Iljana.
Die förmliche Zurückhaltung, die sie fälschlicher Weise kühl und distanziert
erschienen ließ hatte sich gerächt. Niemand wusste über ihre Not.
Keiner ihrer Albträume konnte der Wahrheit gerecht werden.
ehe sie sich öffneten und einen verklärten Blick
durch den fremden Raum entsandten.
Mit angehaltenem Atem setzte sie
sich auf. Sie hatte keine Ahnung, wie sie hier her gekommen
war geschweige denn, wo sie überhaupt war. Das sehr schlicht
eingerichtete Zimmer erinnerte sie an das angemietete Zimmer
in Bajard. Beim Gedanken daran, aufzustehen um einen Blick
aus dem kleinen Fenster zu riskieren oder gar die Tür zu öffnen
um mehr Gewissheit zu erlangen überkam sie ein Gefühl
von Übelkeit und Schwindel.
Tränen, dem Schmerz und der Hilflosigkeit entsprungen,
hatten den unteren Wimperkranz mit einer juckenden
Salzkruste verklebt.
Der lange Schlaf, und die scheinbar
unüberwindbare Schwäche ließen nur sehr unkoordiniert
und langsam zu, dass sie den rechten Arm hob und sich
mit dem Handrücken die Augen rieb.
Als sie dieses Mal die Augen öffnete, schlich sich
leises Bewusstsein, für die vergangenen Stunden ein -
langsam drehte und wendete sie ihre
Handfläche, betrachtete den frei gelegten Knochen ihres
Handgelenks, verlor sich hilflos in einer weiteren Musterung
ihrer unzähligen Schürf - und Bisswunden die den Oberkörper
zeichneten. Ein weitere Ohnmacht kündigte sich an und spielte
ihren Augen einen Streich von dunklen und grellen Blitzen.
Ihr Körper fiel begleitet von einem resgignierendem Seufzen zurück
ins Bett - einzig ihr Herz blieb die treibende Kraft und pumpte,
unregelmäßig aber bemüht, weiter.
Die behelfsmäßig angebrachten Verbände waren bereits blutrot
gefärbt und die nässenden Wunden sowie der Fieberschlaf
verbreiteten einen stechenden Geruch von Krankheit und
Todesnähe im Zimmer. Ihre letzten Gedanken kreisten,
schneller und immer schneller -einen Ausweg suchend.
Niemand würde sie hier finden - nicht einmal sie selbst
wusste über ihren Aufenthaltsort bescheid. Sie hatte es bisweilen
nicht geschafft in diesen Landen Anhang zu finden.
Sie versuchte im Geiste die letzten drei Gesichter
zu bennenen die ihr in den Sinn kamen: Morgen, Sylvian, Iljana.
Die förmliche Zurückhaltung, die sie fälschlicher Weise kühl und distanziert
erschienen ließ hatte sich gerächt. Niemand wusste über ihre Not.
Keiner ihrer Albträume konnte der Wahrheit gerecht werden.