Wenn der Schmerz dich lehrt
Verfasst: Mittwoch 28. März 2007, 03:01
So war es also nun soweit.
Sich vorbeugend fanden ihre kühlen Fingern den Weg an die warmen Schläfen der Person gegenüber. Weich fielen einige dunkle Strähnen über die blassen Fingerspitzen, diese zärtlich umschmeichelnd. Dann schienen ihre eisblauen Augen nahezu in den Meerblauen ihrer Gegenüber zu versinken. Letzte, klärende Worte wurden gewechselt ehe sich die beiden Arkoritherinnen gänzlich der Mentalmagie überließen. Zunächst blieb jedoch der erwartete Fluss an Informationen und Gefühlen aus. Wie immer war es anders so sie in das Bewusstsein eines 'Fremden' eintauchte. Instinktiv jedoch wehrte sich Lythiana und sie selbst wollte diese schützende Mauer um ihren Geist keinesfalls zerstören. Alles was sie bislang sah war eine unendliche Weite in der sich jeder Ungeübte bereits verloren hätte. Kurzzeitig verstärkte sie den Druck der Fingerspitzen auf der weichen Schläfenhaut. Ohne große Anstrengung war bald eine Lücke in dem unbewusst aufgebauten Schutz gefunden. Endlich fand sie sich da wo sie sich befinden wollte.
Gleichsam ging die Suche nicht drängend oder gar fordernd voran. Mit einer Behutsamkeit die man Lanaya kaum zutrauen würde tastete sie sich nach und nach vor. Beide Frauen wussten um das Risiko dieses Eingriffs und dennoch würden sie ihren Nutzen daraus ziehen. Lythiana, die endlich ihren instinktiv aufgebauten Schutz bemerkte, ließ diesen Fallen und entspannte sich. Es wurde leichter sich zurecht zu finden. Sie lieferte ihr das Bild eines Ganges mit Türen. Einige verschlossen, einige offen andere vermauert. Mittel und Wege kannte sie genug diese zu umgehen und dennoch, heute wollte sie ihr nicht zu sehr zusetzen. Natürlich würde sie Ly nicht schonen. Keine hätte etwas davon. Doch zuerst einmal – musste man sich zurecht finden. Hinter jeder Türe lag eine Erinnerung verborgen. Der Gang schien wahrlich lange.
Sich in der geistigen Ebene völlig ruhig fortbewegend vermittelte ihre Präsenz noch immer ein angenehmes, vertrautes Gefühl. Da sie keine Hinweise erhielt wandte sie sich nahezu wahllos einer der Türen zu. Diese öffnend wurde ihr einiges offenbart was auf den ersten Blick wohl kaum ihrer Sache dienlich wäre. Sie selbst fand sich stets auf der Position der sich Erinnernden. Etwas Abstand nehmend wurde sie dann zu einer stillen Beobachterin. Das hier war nicht was sie suchte. Es eignete sich nicht um zu lernen. Kurzerhand ließ sie den Raum hinter sich. Die weiche Stimme in der wirklichen Welt klang eindringlich an die Ohren ihrer Partnerin. Ein Pfad wurde vorgegeben. Ob sie ihn wählte war ihre Sache. Die nächste Türe öffnend erwies es sich jedoch das die Worte sie erreicht haben mussten. Die Szene war nahezu grotesk doch würde sie sich verwenden lassen. Kühl beobachtete sie und ließ es auf sich wirken. Einschneidend drangen die Fesseln in das Fleisch der wohl um einige Monate jüngeren Lythiana. Der Dolch setzte ihr immer wieder zu wobei die Frau jene ihn führte einen gewissen Genuss dabei zu empfinden schien. Dann jedoch griff sie ein. Ohne die Schwester vor zu warnen änderte sich die bislang angenehme Präsenz ihres beobachtenden Ich's in einen störenden Eindringling.
Die Erinnerung formte sich unter diesem Eingriff in etwas das der Schwester sicherlich nicht gefiel. Lythiana nahm nicht wahr wie sie auch in der realen Welt zitterte. Doch auf geistiger Ebene war ihr anzusehen wie sehr sie jenes erschreckte. Kurz mochte man in Lanaya's Augen die Gier aufglimmen sehen. Es war verlockend, wieder einmal hatte sie eine Möglichkeit das Feuer in sich zu entfachen. Der Rausch der Macht schien sie gerade nun anzuziehen. Dann jedoch hatte sie sich im Griff. Dies hier war nicht irgendjemand, dies hier war immer noch Lythiana die einer Freundin und Vertrauten in ihrem Umfeld wohl am Nächsten kam. Bewusst wurden die Bilder von ihr weiter geformt. Fesseln wurden zerschnitten, Metall stieß durch die Luft und Augen musterten die Schwester gnadenlos bereit zum Äußersten zu gehen. Immer wieder schien die Haltung flehend, als könne sie es nicht wahrhaben. Gleichsam schien sich Ly nicht zu wehren. Sie vergaß es, ließ zu das die Angst und der Schmerz den diese mit sich brachte die Kontrolle übernahmen. Doch ehe die veränderte Erinnerung zum Letzten kam zog sich Lanaya zurück. Es reichte ihr. Das war mehr als genug für den Anfang. Sichtlich ein uns aus atmend musterte sie Lythiana eingehend.
Sich vorbeugend fanden ihre kühlen Fingern den Weg an die warmen Schläfen der Person gegenüber. Weich fielen einige dunkle Strähnen über die blassen Fingerspitzen, diese zärtlich umschmeichelnd. Dann schienen ihre eisblauen Augen nahezu in den Meerblauen ihrer Gegenüber zu versinken. Letzte, klärende Worte wurden gewechselt ehe sich die beiden Arkoritherinnen gänzlich der Mentalmagie überließen. Zunächst blieb jedoch der erwartete Fluss an Informationen und Gefühlen aus. Wie immer war es anders so sie in das Bewusstsein eines 'Fremden' eintauchte. Instinktiv jedoch wehrte sich Lythiana und sie selbst wollte diese schützende Mauer um ihren Geist keinesfalls zerstören. Alles was sie bislang sah war eine unendliche Weite in der sich jeder Ungeübte bereits verloren hätte. Kurzzeitig verstärkte sie den Druck der Fingerspitzen auf der weichen Schläfenhaut. Ohne große Anstrengung war bald eine Lücke in dem unbewusst aufgebauten Schutz gefunden. Endlich fand sie sich da wo sie sich befinden wollte.
Gleichsam ging die Suche nicht drängend oder gar fordernd voran. Mit einer Behutsamkeit die man Lanaya kaum zutrauen würde tastete sie sich nach und nach vor. Beide Frauen wussten um das Risiko dieses Eingriffs und dennoch würden sie ihren Nutzen daraus ziehen. Lythiana, die endlich ihren instinktiv aufgebauten Schutz bemerkte, ließ diesen Fallen und entspannte sich. Es wurde leichter sich zurecht zu finden. Sie lieferte ihr das Bild eines Ganges mit Türen. Einige verschlossen, einige offen andere vermauert. Mittel und Wege kannte sie genug diese zu umgehen und dennoch, heute wollte sie ihr nicht zu sehr zusetzen. Natürlich würde sie Ly nicht schonen. Keine hätte etwas davon. Doch zuerst einmal – musste man sich zurecht finden. Hinter jeder Türe lag eine Erinnerung verborgen. Der Gang schien wahrlich lange.
Sich in der geistigen Ebene völlig ruhig fortbewegend vermittelte ihre Präsenz noch immer ein angenehmes, vertrautes Gefühl. Da sie keine Hinweise erhielt wandte sie sich nahezu wahllos einer der Türen zu. Diese öffnend wurde ihr einiges offenbart was auf den ersten Blick wohl kaum ihrer Sache dienlich wäre. Sie selbst fand sich stets auf der Position der sich Erinnernden. Etwas Abstand nehmend wurde sie dann zu einer stillen Beobachterin. Das hier war nicht was sie suchte. Es eignete sich nicht um zu lernen. Kurzerhand ließ sie den Raum hinter sich. Die weiche Stimme in der wirklichen Welt klang eindringlich an die Ohren ihrer Partnerin. Ein Pfad wurde vorgegeben. Ob sie ihn wählte war ihre Sache. Die nächste Türe öffnend erwies es sich jedoch das die Worte sie erreicht haben mussten. Die Szene war nahezu grotesk doch würde sie sich verwenden lassen. Kühl beobachtete sie und ließ es auf sich wirken. Einschneidend drangen die Fesseln in das Fleisch der wohl um einige Monate jüngeren Lythiana. Der Dolch setzte ihr immer wieder zu wobei die Frau jene ihn führte einen gewissen Genuss dabei zu empfinden schien. Dann jedoch griff sie ein. Ohne die Schwester vor zu warnen änderte sich die bislang angenehme Präsenz ihres beobachtenden Ich's in einen störenden Eindringling.
Die Erinnerung formte sich unter diesem Eingriff in etwas das der Schwester sicherlich nicht gefiel. Lythiana nahm nicht wahr wie sie auch in der realen Welt zitterte. Doch auf geistiger Ebene war ihr anzusehen wie sehr sie jenes erschreckte. Kurz mochte man in Lanaya's Augen die Gier aufglimmen sehen. Es war verlockend, wieder einmal hatte sie eine Möglichkeit das Feuer in sich zu entfachen. Der Rausch der Macht schien sie gerade nun anzuziehen. Dann jedoch hatte sie sich im Griff. Dies hier war nicht irgendjemand, dies hier war immer noch Lythiana die einer Freundin und Vertrauten in ihrem Umfeld wohl am Nächsten kam. Bewusst wurden die Bilder von ihr weiter geformt. Fesseln wurden zerschnitten, Metall stieß durch die Luft und Augen musterten die Schwester gnadenlos bereit zum Äußersten zu gehen. Immer wieder schien die Haltung flehend, als könne sie es nicht wahrhaben. Gleichsam schien sich Ly nicht zu wehren. Sie vergaß es, ließ zu das die Angst und der Schmerz den diese mit sich brachte die Kontrolle übernahmen. Doch ehe die veränderte Erinnerung zum Letzten kam zog sich Lanaya zurück. Es reichte ihr. Das war mehr als genug für den Anfang. Sichtlich ein uns aus atmend musterte sie Lythiana eingehend.