Vermittels einer Rune
Verfasst: Dienstag 27. März 2007, 19:56
Unruhig wanderte Demoar vor der Akademie hin und her. Die letzten Tage waren so voller Ereignisse gewesen, dass er beinahe seine Aufgaben vergessen hätte. Der Auftrag von Meister Elucius war wohl fertig gestellt worden, doch vom Veneficus Wyllen hatte er auch einen aufbekommen und diesmal wollte er es sich nicht allzu leicht machen.
Schließlich raffte er die gräulich-blaue Robe enger um sich und drückte die hölzerne Tür, in die das Siegel der Akademie eingraviert war, auf und begrüßte Sephriam gebührlich. Der Vorraum der Akademie sah aus wie eh und je, doch hatte er etwas anderes erwartet? Wohl eher nicht, war er doch erst gestern hier gewesen und hatte seine Aufgabe für Meister Elucius beendet.
Demoar ließ den Blick kurz bis zum Vorhang schweifen, der den Empfangsraum von der großen Halle trennte, ehe er ihn durchschritt und sich zielstrebig in die Bibliothek aufmachte. Die dunklen Gemäuer unter der Akademie waren ein idealer Ort, sich in Studien zu vertiefen, doch auch um die Welt um sich herum zu vergessen – eine Gefahr, der man sich oft widerwillig und doch allzu hingebungsvoll aussetzte, wenn man hier herunterging. Als hinter ihm die schwere, hölzerne Eichentür ins Schloss fiel, schloss sich damit die Oberwelt und gab den Weg in das Reich unter der Akademie frei. Der spärliche Kerzenschein reichte kaum aus, doch hier waren generell nur dann viele Kerzen entzündet, wenn jemand hier unten las. Mit einer kurzen, schneidenden Handbewegung deutete er ziellos in den Raum hinein, worauf in totgeglaubten Dochten zuerst nur ein Funken aufglimmte, dessen verzehrendem Rausch alsbald die gesamte Kerze zum Opfer fiel – und jäh war der Raum hellauf erleuchtet.
In der Mitte ein großer grobmaseriger Grausteintisch.
An den Wänden viele Regale bis unter die Decke mit Büchern gefüllt.
Überall auf dem Tisch und auf den Regalen standen die nunmehr aufgeregt flackernden Kerzen und erfüllten den Raum mit einer behaglichen Wärme. Demoar schritt langsam die Regale ab, die er in mühevoller Kleinarbeit katalogisiert hatte.
Hier irgendwo musste es doch sein…
„Illusionistische Grundstudien“ von Runia Flakron
…
„Materie im Wandel“ von Lundor Kandras
…
„Was war, was ist, was wird – eine Studie über das Wesen der Wahrheit“ von Tylor Hinterzinger
Moment, da war es doch eben. Sogleich wanderte seine Hand zu dem Buchrücken zurück, auf dem der Name Lundor Kandras prangerte. Direkt daneben fanden sich außerdem die Weiterführungsbände „Wechselwirkung materieller Magie“ und „Artefaktmagie – ein Grundstudium“.
Mit beiden Händen zog er die drei Bücher heraus. Genau die hatte er gesucht. Er ließ noch einmal den Blick abschätzend durch die Regalreihe wandern, um zu überprüfen, ob da nicht doch noch ein interessantes Buch stünde, ehe er sich an den steinernen Tisch setzte.
Im Kerzenschein begann er daraufhin „Artefaktmagie – ein Grundstudium“ von Lundor Kandras zu studieren.
„… ein magisches Artefakt ist das Produkt aus einem Zauber und einem Gegenstand, der diesen Zauber aufnimmt… „
Das wusste er doch bereits…
„… ein Artefakt wird im Rahmen eines ritualartigen Vorgangs vermittels einer speziellen Rune mit einem Zauber versehen. Hier schlagen sie bitte im ‚Zauberfokus der Artefaktmagie’ von Waldbrecht Gronda nach…“
Wieder nichts… Dieses Buch würde ihm offensichtlich nicht weiterhelfen. Er klappte es resigniert zu und zog das nächste heran: „Materie im Wandel“
Die folgenden drei Stunden vergingen gerade so, als habe jemand ein Experiment an dem Mysterium der Zeit gewagt, dessen fatale Folgen nur eine Person auf der gesamten Welt um drei Stunden kostbarer Lebenszeit innerhalb weniger Augenblicke beraubte. Noch hatte er sich dem dritten Buch „Wechselwirkung materieller Magie“ nicht einmal zugewandt. Zuerst musste er sich nun auf die Suche nach den Ausgangsutensilien für den Zauber machen.
Schließlich raffte er die gräulich-blaue Robe enger um sich und drückte die hölzerne Tür, in die das Siegel der Akademie eingraviert war, auf und begrüßte Sephriam gebührlich. Der Vorraum der Akademie sah aus wie eh und je, doch hatte er etwas anderes erwartet? Wohl eher nicht, war er doch erst gestern hier gewesen und hatte seine Aufgabe für Meister Elucius beendet.
Demoar ließ den Blick kurz bis zum Vorhang schweifen, der den Empfangsraum von der großen Halle trennte, ehe er ihn durchschritt und sich zielstrebig in die Bibliothek aufmachte. Die dunklen Gemäuer unter der Akademie waren ein idealer Ort, sich in Studien zu vertiefen, doch auch um die Welt um sich herum zu vergessen – eine Gefahr, der man sich oft widerwillig und doch allzu hingebungsvoll aussetzte, wenn man hier herunterging. Als hinter ihm die schwere, hölzerne Eichentür ins Schloss fiel, schloss sich damit die Oberwelt und gab den Weg in das Reich unter der Akademie frei. Der spärliche Kerzenschein reichte kaum aus, doch hier waren generell nur dann viele Kerzen entzündet, wenn jemand hier unten las. Mit einer kurzen, schneidenden Handbewegung deutete er ziellos in den Raum hinein, worauf in totgeglaubten Dochten zuerst nur ein Funken aufglimmte, dessen verzehrendem Rausch alsbald die gesamte Kerze zum Opfer fiel – und jäh war der Raum hellauf erleuchtet.
In der Mitte ein großer grobmaseriger Grausteintisch.
An den Wänden viele Regale bis unter die Decke mit Büchern gefüllt.
Überall auf dem Tisch und auf den Regalen standen die nunmehr aufgeregt flackernden Kerzen und erfüllten den Raum mit einer behaglichen Wärme. Demoar schritt langsam die Regale ab, die er in mühevoller Kleinarbeit katalogisiert hatte.
Hier irgendwo musste es doch sein…
„Illusionistische Grundstudien“ von Runia Flakron
…
„Materie im Wandel“ von Lundor Kandras
…
„Was war, was ist, was wird – eine Studie über das Wesen der Wahrheit“ von Tylor Hinterzinger
Moment, da war es doch eben. Sogleich wanderte seine Hand zu dem Buchrücken zurück, auf dem der Name Lundor Kandras prangerte. Direkt daneben fanden sich außerdem die Weiterführungsbände „Wechselwirkung materieller Magie“ und „Artefaktmagie – ein Grundstudium“.
Mit beiden Händen zog er die drei Bücher heraus. Genau die hatte er gesucht. Er ließ noch einmal den Blick abschätzend durch die Regalreihe wandern, um zu überprüfen, ob da nicht doch noch ein interessantes Buch stünde, ehe er sich an den steinernen Tisch setzte.
Im Kerzenschein begann er daraufhin „Artefaktmagie – ein Grundstudium“ von Lundor Kandras zu studieren.
„… ein magisches Artefakt ist das Produkt aus einem Zauber und einem Gegenstand, der diesen Zauber aufnimmt… „
Das wusste er doch bereits…
„… ein Artefakt wird im Rahmen eines ritualartigen Vorgangs vermittels einer speziellen Rune mit einem Zauber versehen. Hier schlagen sie bitte im ‚Zauberfokus der Artefaktmagie’ von Waldbrecht Gronda nach…“
Wieder nichts… Dieses Buch würde ihm offensichtlich nicht weiterhelfen. Er klappte es resigniert zu und zog das nächste heran: „Materie im Wandel“
Die folgenden drei Stunden vergingen gerade so, als habe jemand ein Experiment an dem Mysterium der Zeit gewagt, dessen fatale Folgen nur eine Person auf der gesamten Welt um drei Stunden kostbarer Lebenszeit innerhalb weniger Augenblicke beraubte. Noch hatte er sich dem dritten Buch „Wechselwirkung materieller Magie“ nicht einmal zugewandt. Zuerst musste er sich nun auf die Suche nach den Ausgangsutensilien für den Zauber machen.