Gedanken sind frei
Verfasst: Donnerstag 22. März 2007, 20:20
Genau genommen hatte Baheera sich den gestrigen Tag viel anders vorgestellt, viel spannender, aufregender.
So richtig gefreut hatte sie sich auf die gemeinsame Jagd.
Dort stießen sie zufällig auf Frau eines der Wesire, die sie begleiteten.
Sonderbar sie hatte sich in ihrem jugendlichen Überschwank
immer vorgestellt, dass die Frauen des Wesirs, gleichfalls mit der Ruhe, Umsicht und sprichwörtlichen Weisheit
gesegnet wären. Aber dem schien nicht so sein.
Oder vielleicht verbarg diese Frau etwas hinter dem Schleier der Unsicherheit, Hilflosigkeit und des Unwissens?
Nein, eigentlich wollte sie das nicht wirklich wissen. Es gibt Dinge, die sollte man auf sich beruhen lassen.
Und insgeheim bat sie Eluive um Vergebung, dass sie solche Gedanken über eine Perle der Wüste hatte.
Aber, man durfte doch noch das denken, was man wollte! Oder? Diese exquisite Möglichkeit der Gedankenfreiheit nutzen.
Stammelnde Worte, ein Verhalten gegenüber Subjekten, die ihr sogleich sonderbar vorkamen. All dies zeugte
nicht von überlegtem Handeln. Aber vielleicht wird man so, wenn man einen Mann und Kinder hat und sich alles nur noch
um die Familie dreht.
Oder lag es an dem Leben in Überschwank, wo man alles hatte, nichts unmöglich schien, alles sich wünschen konnte und beim Bart
des Wesirs, irgendwie bekam man es immer.
Die Frauen in der Stadt waren verwöhnt von dem Luxus.
Wenn sie an ihre Nomadenfamilie dachte, das Leben dort…. die Frauen, Mutter im Speziellen.
Ja sie waren vollkommen anders. Selbstbewusster und stolzer, dennoch sehr weiblich und anschmiegsam. Sie mussten
eigenständig handeln, über Dinge nachdenken und voraus planen, die hier eine Selbstverständlichkeit waren.
Nichts durfte ein Bewohner der Wüste dem Zufall überlassen, es könnte den Tod bedeuten. Die Wüste war gnadenlos in ihrer unendlich wirkenden Weite und Schönheit.
Vielleicht war diese Frau in Baheeras Alter anders gewesen? Aber was dann hat sie so verändert? Das Geheimnis? Gab es eines?
Was wenn.........nein daran wollte Baheera nicht denken. Aber vielleicht doch? Oder etwa zu viel Kontakt mit den Bleichhäutigen?
War deren oftmaliges schamloses und von Unverstand geprägtes Handeln etwa ansteckend? Schlich sich diese Art und Weise
heimlich, ohne dass man dessen bewusst wird ins Gemüt und plötzlich wird man dann auch so?
Wobei Kahlida. Sie war auch anders. Ein scharfer Verstand, sie konnte Situationen gut einschätzen, wusste mit allem
und jedem umzugehen, war selbstbewusst und stolz. Eigentlich hätte sie durchaus ein zu den Frauen ihrer Familie gepasst.
Also konnte es nicht an den Bleichhäutigen liegen, denn Kahlida hatte häufig Kontakt mit ihnen.
So wie dieser Söldner. Ein unruhiger Geist, gehetzt als wäre sein Körper übersät von Wüstenflöhen konnte er keine Sekunde lang
ruhig stehen bleiben. Und wohl oder übel musste Baheera im folgen, war es doch ihre Aufgabe diesen Fremden zu begleiten, bis Kahlida sie erlöste und sich seiner annahm.
Diese bleichen Menschen, sie waren schon ein sonderbares Volk. Es würde Ewigkeiten dauern bis Baheera deren eigenartiges Verhalten und Lebensweise begereifen würde. Aber wollte sie das? Vieles war in ihren Augen abstoßend und trieb ihr die Schamesröte auf die Wangen. Was sie alles auf ihrem Rundgang bei dem Fest zu Ehren Eluives in Bajard gesehen und vor allem gehört hatte war ihr unbegreiflich. Wieso zeigten die Frauen wildfremden Männern ihre Reize?
Wieso war das Gesicht nicht bedeckt und wieso gewährten viel von ihnen Einblicke auf ihre Haut? Was für einen Sinn sollte dieses zur Schaustellung haben? Außer dass es ekelig und abgrundtief hässlich war? Das verblüffende daran war aber, dass weder die Frauen, noch die Männer daran Anstoß nahmen, und so sie einen Begleiter hatten, diese waren mitnichten erschüttert. Im Gegenteil mancher dieser blassen, hässlichen Männer schienen von diesen weiblichen Einblicken entzückt zu sein.
Nachdenklich lehnte Baheera ihr Haupt an den dicken Stamm der Dattelpalme an. An Schlaf war nicht zu denken. Immer neue Gedanken und unzählige Fragen tauchten auf, und keiner da, der ihr Antworten lieferte.
Im frühen Morgengrauen, als die ersten Sonnenstrahlen die Wüste zu erwärmen begannen, berührten sie auch die kleine in Decken fest eingerollte Baheera, die nun doch irgendwann eingeschlafen war.
So richtig gefreut hatte sie sich auf die gemeinsame Jagd.
Dort stießen sie zufällig auf Frau eines der Wesire, die sie begleiteten.
Sonderbar sie hatte sich in ihrem jugendlichen Überschwank
immer vorgestellt, dass die Frauen des Wesirs, gleichfalls mit der Ruhe, Umsicht und sprichwörtlichen Weisheit
gesegnet wären. Aber dem schien nicht so sein.
Oder vielleicht verbarg diese Frau etwas hinter dem Schleier der Unsicherheit, Hilflosigkeit und des Unwissens?
Nein, eigentlich wollte sie das nicht wirklich wissen. Es gibt Dinge, die sollte man auf sich beruhen lassen.
Und insgeheim bat sie Eluive um Vergebung, dass sie solche Gedanken über eine Perle der Wüste hatte.
Aber, man durfte doch noch das denken, was man wollte! Oder? Diese exquisite Möglichkeit der Gedankenfreiheit nutzen.
Stammelnde Worte, ein Verhalten gegenüber Subjekten, die ihr sogleich sonderbar vorkamen. All dies zeugte
nicht von überlegtem Handeln. Aber vielleicht wird man so, wenn man einen Mann und Kinder hat und sich alles nur noch
um die Familie dreht.
Oder lag es an dem Leben in Überschwank, wo man alles hatte, nichts unmöglich schien, alles sich wünschen konnte und beim Bart
des Wesirs, irgendwie bekam man es immer.
Die Frauen in der Stadt waren verwöhnt von dem Luxus.
Wenn sie an ihre Nomadenfamilie dachte, das Leben dort…. die Frauen, Mutter im Speziellen.
Ja sie waren vollkommen anders. Selbstbewusster und stolzer, dennoch sehr weiblich und anschmiegsam. Sie mussten
eigenständig handeln, über Dinge nachdenken und voraus planen, die hier eine Selbstverständlichkeit waren.
Nichts durfte ein Bewohner der Wüste dem Zufall überlassen, es könnte den Tod bedeuten. Die Wüste war gnadenlos in ihrer unendlich wirkenden Weite und Schönheit.
Vielleicht war diese Frau in Baheeras Alter anders gewesen? Aber was dann hat sie so verändert? Das Geheimnis? Gab es eines?
Was wenn.........nein daran wollte Baheera nicht denken. Aber vielleicht doch? Oder etwa zu viel Kontakt mit den Bleichhäutigen?
War deren oftmaliges schamloses und von Unverstand geprägtes Handeln etwa ansteckend? Schlich sich diese Art und Weise
heimlich, ohne dass man dessen bewusst wird ins Gemüt und plötzlich wird man dann auch so?
Wobei Kahlida. Sie war auch anders. Ein scharfer Verstand, sie konnte Situationen gut einschätzen, wusste mit allem
und jedem umzugehen, war selbstbewusst und stolz. Eigentlich hätte sie durchaus ein zu den Frauen ihrer Familie gepasst.
Also konnte es nicht an den Bleichhäutigen liegen, denn Kahlida hatte häufig Kontakt mit ihnen.
So wie dieser Söldner. Ein unruhiger Geist, gehetzt als wäre sein Körper übersät von Wüstenflöhen konnte er keine Sekunde lang
ruhig stehen bleiben. Und wohl oder übel musste Baheera im folgen, war es doch ihre Aufgabe diesen Fremden zu begleiten, bis Kahlida sie erlöste und sich seiner annahm.
Diese bleichen Menschen, sie waren schon ein sonderbares Volk. Es würde Ewigkeiten dauern bis Baheera deren eigenartiges Verhalten und Lebensweise begereifen würde. Aber wollte sie das? Vieles war in ihren Augen abstoßend und trieb ihr die Schamesröte auf die Wangen. Was sie alles auf ihrem Rundgang bei dem Fest zu Ehren Eluives in Bajard gesehen und vor allem gehört hatte war ihr unbegreiflich. Wieso zeigten die Frauen wildfremden Männern ihre Reize?
Wieso war das Gesicht nicht bedeckt und wieso gewährten viel von ihnen Einblicke auf ihre Haut? Was für einen Sinn sollte dieses zur Schaustellung haben? Außer dass es ekelig und abgrundtief hässlich war? Das verblüffende daran war aber, dass weder die Frauen, noch die Männer daran Anstoß nahmen, und so sie einen Begleiter hatten, diese waren mitnichten erschüttert. Im Gegenteil mancher dieser blassen, hässlichen Männer schienen von diesen weiblichen Einblicken entzückt zu sein.
Nachdenklich lehnte Baheera ihr Haupt an den dicken Stamm der Dattelpalme an. An Schlaf war nicht zu denken. Immer neue Gedanken und unzählige Fragen tauchten auf, und keiner da, der ihr Antworten lieferte.
Im frühen Morgengrauen, als die ersten Sonnenstrahlen die Wüste zu erwärmen begannen, berührten sie auch die kleine in Decken fest eingerollte Baheera, die nun doch irgendwann eingeschlafen war.