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Das Frühlingsfest ... am Rande

Verfasst: Donnerstag 22. März 2007, 10:51
von Kanubio Bunjam
Als Kanubio die anderen am Wegkreuz traf, fühlte er sich bereits unwohl, doch hielt er es für einen vorübergehenden Anflug von Müdigkeit. Nachdem er in seinem Haus kurz geruht und sich umgezogen hatte, folgte er ihnen auf das Frühlingsfest.

Es war das erste Fest, das er besuchte. Scheu und unsicher hielt er sich eher am Rande des Geschehens. Erst dieser Mann, der seine Maske nicht abnehmen wollte, ließ ihn näher herantreten. Er brachte Unruhe in das ruhig verlaufende Fest, provozierte und verhöhnte die Anwesenden. Und dann sah er ihn, den sie Falk nannten, und das Schwert, das plötzlich in seiner Hand lag. Mit einem einzigen gezielten Streich streckte er, ohne viel Worte zu machen, den Störenfried zu Boden.

Mit leuchtenden Augen verfolgte Kanubio Falks Waffenstreich. So ein Schwert wolle er einmal besitzen und die Schwertkunst so beherrschen wie dieser Falk!

Kanubios freudige Euphorie über das Gesehene währte nicht lange. Mehr und mehr fühlte er die Hitze in sich aufsteigen. Er verließ das Fest, ging eine Runde durch den Wald, um sich abzukühlen, in der Hoffnung, ihm würde besser werden. Seine Schritte führten ihn dann doch zurück zum Platz mit dem großen Lagerfeuer, wo er sich auf einen Baumstamm setzte. Die Stimmen der Menschen um ihn nahm er nur noch aus der Ferne wahr und sein Blick trübte sich ein.

Die Hitze in seinem Körper stieg weiter. Er versuchte, sie mit einem Krug Wasser zu löschen, den er gierig in sich hineinsoff. Das leere Gefäß entglitt seiner Hand und zerbrach. Mit fahrigen Bewegungen versuchte er, die Scherben einzusammeln. Als es ihm nicht so recht gelang, begriff er, dass eine Krankheit von seinem Körper Besitz ergriffen hatte.

Der Biss des Panthers fiel im ein, als er gegen Mittag die Ziege gemolken und nicht auf die Gefahren des Waldes geachtet hatte. Das Raubtier hatte ihm seine Zähne in den Oberarm gegraben. Wie so oft hatte er dem Biss keine große Beachtung geschenkt.
Der Panther musste krank gewesen sein. Kraftlos sank Kanubio von dem Baumstamm ins nasse Gras. Hatte er die Tollwut? Es mussten Druiden und Heiler hier sein. Die Glut überschlug sich in seinem Körper. Er zog die Tunika vom Leib. Vom Feuer konnte die Hitze nicht sein, das war fast herabgebrannt.

Die Festgäste schlenderten vorbei an dem Kranken, der am Boden saß, zu schwach, um selbst Hilfe herbeizurufen. "Hast zuviel gesoffn, Städder", sagte einer verächtlich zu ihm herab. – "Nein", hätte er gerne entgegnet, "nur Wasser". Doch dazu reichten seine Kräfte nicht mehr.

Zwei der unzähligen Augenpaare streiften nicht achtlos über ihn hinweg. Miriam und der Fuchs entdeckten ihn, gerade als sie den Heimweg antreten wollten. Während er sich die Bisswunde ansah, versuchte sie, einen Heiler zu finden.
Herr Quatzenhagen erklärte sich bereit zu helfen. Doch Kanubio erkannte ihn nicht. Seine Sehkraft ließ nach, Dunkelheit überfiel ihn.

Sie schafften ihn ins Lager, wo Quatzenhagen etwas von Aderlass, aber - noch schlimmer - etwas von der Knochensäge sagte. Seinen Schwertarm wolle er ihm abnehmen? Nie würde Kanubio das zulassen! Lieber würde er sterben.
Es wurde immer dunkler um ihn, sein Körper immer kraftloser. Es schien ihm eine halbe Unendlichkeit, bis Quatzenhagen von seinem Gedanken an die Knochensäge abließ und ihm statt dessen einen Trank einflößte, dessen wohltuende Wirkung er sogleich verspürte. Kanubio fiel in einen ruhigen Schlaf. Miriam blieb an seinem Lager und hielt seine Hand. Der Fuchs dämmerte wohl nur vor sich hin, den Kranken stets im Auge behaltend.

Nachdem Kanubio am nächsten Morgen erwacht war, schlich er sich auf Zehenspitzen aus dem Haus, holte seine Rüstung und begab sich ungeachtet der noch immer pochenden Bisswunde und dem leichten Schwindel, der ihn ab und an befiel, zum Morgentraining in die Katakomben. Falk hätte es wohl genauso gemacht.

Erst ein Ja und dann das Beten

Verfasst: Donnerstag 22. März 2007, 12:03
von Miriam Mandelbuche
Sie war neugierig. Ohh ja sie war neugierig. So stand sie, gebannt auf die kleine Frau mit dem wirren roten Haar schauend neben ihrem Liebsten. Die zweite Karte drehte die Dame grade um und sie erblickte eine Sense und daneben die Kornähren. Der blick der Zigeunerin lies sie unsicher werden. Der Fuchs würde entweder etwas verlieren oder er würde etwas bekommen. Auf jeden Fall würde bald etwas passieren…

Ihr Herz wollte gerne noch eine dritte Karte erfahren und so wurden die Karten neu gemischt. Nach einem kurzen darunter schauen wies die Wahrsagerin Miriam an ebenso ihre Hand auf den Kartenstapel zu legen. Sie tut was ihr geheißen war und abermals wurden die Karten gemischt. Beim Anblick des Symbols auf der Karte musste die Zigeunerin nichts mehr sagen. Miriam verstand es sogleich und legte ihre Arme um den Fuchs. Sie schaute auf in die sie so liebevoll anblickenden hechtgrünen Augen und flüsterte nur ein Wort.

„Ja!“

Ihm schein für einen Moment die Sprache zu versagen und so wurde sie nur noch fester an ihn gezogen. Währenddessen packte die Wahrsagerin ihre Kugel und die Karten sorgfältig ein. Miriam wendete ihren blick zu ihr und wollte sich bedanken. Doch die Zwergin raunte ihnen noch etwas zu.

„Wenn ihr einmal in Not geratet so haltet aneinander fest. Dies soll euer Glück besiegeln.“ Und so wurden ihnen zwei kleine runde Steine gereicht. Sie waren eigentlich Weiß, doch hatten beide je zwei brauen in einander rillenartig verlaufende Punkte. Sodas Miriam annahm das es eher versteinerte Muschelteile waren als richtige Steine. Doch interessierte sie das im Moment nur zweitranig. Sie wollte Heim mit ihren Liebsten…

Nur wenige schritte waren sie gekommen da sah sie Kanubio am Feuer und der Fuchs kniete neben ihm. Um Mutterswillen was war denn mit dem Kleinen nur los. Ihm schein es gar nicht gut zu gehen. Auch der Blick ihres Gefährten verheiß nichts Gutes. Nach kurzem Überlegen schaute sie sich suchend um. Den eines war klar Kanubio brauche Hilfe.

Zum glück war Herr Quarzenhagen nicht weit und so eilte sie zu ihm. Sich bei seiner Begleitung der netten Bäuerin nahe Verunas entschuldigend, führte sie den Herren zu Kanubio. Nach kurzem Nachfragen und beim Anblick der Wunde wurde beschlossen so schnell wie möglich das Heim von Miriam und dem Fuchs aufzusuchen. Wobei herr Quarzenhagen und sie einen Umweg über Veruna machen mussten, um die Tasche des Herren zu holen.

Auf dem Weg Zwischen den Bergen hindurch machte sie sich solche vorwürfe. Wie konnte sie vorhin, als sie sich auf dem Weg zum Fest begegneten, die Anzeichen nur übersehen? Sie verstand sich selber nicht.

Sollte das der Verlust gar schon sein, die die Zweite Karte des Fuchses angedeutet hatte?

Sie betete das sie nicht zu spät kämen und ging noch einen schritt schneller, fast schon laufend voran. Herr Quarzenhagen befürchtete das schlimmste. So Kanubio seinen schwertarm verlieren würde so währe er am ende. Soviel wusste Miri schon von ihrem Kleinen.

In der Hütte angekommen machten sich die Männer daran das schlimmste zu verhindern und sie betete weiter zur Mutter, ihren gemeinsamen Freund noch nicht zu sich zu holen. Ein Tee wurde gekocht und einen Trank wurde Kanubio gegeben. Beides sollte die Entzündung und das Fieber aus seinem Körper holen. Sie blieb bei dem jungen Mann sitzen, hielt seine Hand und begann leise zu summen. Doch irgendwann überfiel sie die Müdigkeit…

Verfasst: Donnerstag 22. März 2007, 16:46
von Siobhan Dandreon
Sie war so furchtbar Unglücklich an diesem Abend gewesen, nie würde sie die Zweibeiner wirklich verstehen.
Doch da war dann Miriam gewesen und hatte ihr zugehört und sie mit so einem wunderschönen Kleid überrascht. Wie eine Elfe kam sie sich darin vor, und nicht wie die dumme Vogelscheuche.
Und dann wollte ihre Neugierde es sich nicht nehmen lassen, dieses Frühlingsfest, von dem ihr Falk erzählt hatte zu besuchen. Auch wenn ihr schon bei dem Gedanken an die Vielen Zweibeiner ganz Mau im Magen wurde.
Auf dem Weg dorthin trafen sie Kanubio und der war irgendwie komisch, aber sie selbst war War auch nicht sicher, ob er nur böse auf sie war, weil sie ihn irrtümlich erst für einen Räuber gehalten hatte in seiner dunklen Kleidung und der Maske vor dem Gesicht.
So kletterte sie beim Kutscher vorn auf den Bock, die Kutsche mit all ihren Freunden war ihr dann doch etwas zu eng, und ausserdem wollte sie wieder die rennenden Bäume bestaunen, und das ging von hier sicher noch viel besser.

Das Fest war laut und überfüllt mit Zweibeinern aller Art, so verkroch Sie sich hinter einen Baum, Miri war die ganze Zeit an ihrer Seite geblieben, und redete ihr immer beruhigend zu, wenn sie mal wieder die Angst überkam und sie weglaufen wollte.
Nur dieser dumme Kerl der Pfeil und Bogen in die Stämme der Bäume um das Fest schnitzte der war ihr nicht geheuer, und Falk musste ihn dann verscheuchen.

Erst hörte sie seine Stimme, dann jedoch sah sie ihn auch, Lamiro, und gar nicht wie von ihr befürchtet mit einer viel hübscheren Dame auf dem Fest. Ihr Herz pochte wie wild, aber diesmal nicht aus Angst. Sie vergass sogar für eine Weile das Treiben um sich herum, als sie in seinen Armen am Rande der Festwiese stand und diese kleine Frau mit der Glaskugel auftauchte. Was die alles für Sachen erzählt hatte, darüber wollte sie gar nicht drüber nachdenken,. Sowieso war jeder für sein Leben selber verantwortlich, keine Götter, Geister oder sowas hatten was damit zu tun.

Sie hing müde in Lamiro’s Armen als ihr Kanubio am Feuer auffiel, der Trank aber ganz schön, das musste so ein Zwergenschnaps oder was von den Wintermenschen sein. Na wenn der gleich ne ganze Kanne davon trinkt, oder war das sein heissgeliebter Rum, von dem er immer erzählte? Sie winkte der Dame Darna zu und rief Kanubio zu sich hinüber. Der reagierte aber schon gar nicht mehr. Und eigentlich war sie eh sooo müde. Sie seufzte einmal wohlig und hing sich noch etwas enger an Lamiros Arm,
und so scheint sie auch eingeschlummert zu sein.....