Varuna - Hoffnung oder Reinfall?
Verfasst: Sonntag 18. März 2007, 12:31
Einige Tage war es her seit sie das Festland betreten hatten. Die Körper dreckig standen der zerschlissenen und abgewetzten Kleidung in Nichts nach. Obgleich die Schwestern groß waren und durch das raue Leben eine sehnige fast schon trainierte Gestalt gewahrt hatten, wirkte ihr Auftreten eher ungewohnt auf Fremde. Schamlos wurde geflirtet, gelacht und genommen was man brauchte. Eigentlich hatten sie große Ziele gehabt. Endlich etwas zu lernen, etwas zu sein. In Bajard hörten sie sich nur wenige Tage um. Einer der Schneider dort stattete sie gegen einen Hungerlohn aus. Mit frischen Sachen wandte man sich also gen Varuna. Die große Stadt des gräfischen Reiches. In ihren Augen hatte sie bereits überdimensionale Formen angenommen. Wie enttäuscht man doch war nachdem man einige Tage in der Stadt verweilt hatte. Das Gold wurde knapp denn letztendlich war man einem ordentlichen Wein nicht abgeneigt.
Wie lange war es her seit sie am Kastell mit der Kadettin gesprochen hatten? Nunja wahrscheinlich wollte man sie dort nicht haben. Dreckig und ungeformt hatte man mit jemanden wie ihnen vermutlich mehr ärger als nutzen. Die Vorsprache im Ratshaus hatte ihnen eine gewisse Hoffnung gegeben. Ein Empfehlungsschreiben, das Erste das sie jemals erhalten hatten. Was war es nun wert? Vermutlich nichts mehr. Inzwischen fragte sie sich ob die Kadettin wirklich nach einer Ausbildung für sie beide gefragt hatte. Womöglich hatte diese nach einem Blick auf die Schwestern es gar nicht für nötig gehalten. Wurden denn nur Leute in die Garde aufgenommen die bereits tadellos und ohne Fehler schienen? Nein, dann brauchte man sich wirklich keine Hoffnungen mehr machen. Niemals würden die Beiden dann eine ordentliche Ausbildung erhalten.
Doch an wen sollte man sich wenden? Wen galt es zu fragen? Bisher mussten sie in der Stadt heldenhaft zur Seite weichen wenn ein Reiter nahte. Obgleich ihr Zustand derzeit zu wünschen übrig lies war es überaus verwunderlich wie mit ihnen umgegangen wurde. Wozu also Lesen oder Schreiben lernen? Vermutlich würden sie es ohnehin niemals brauchen. Oder höfisches Benehmen... der nachgerufene Vorschlag seiner Ehrwürden klang wie spott in ihren Ohren. Was stand wirklich in diesem Schreiben? War es tatsächlich eine Empfehlung oder ein abraten an ihren Personen? Für derlei Fälle wäre es schon praktisch wenn man diese Buchstaben verstehen könnte. Doch wer würde ihnen derlei beibringen? Richtig, vermutlich niemand. Nein, langsam schwand die Hoffnung.
Abwesend fuhr sie sich mit den Fingern durch das lange schwarze Haar. Dieses zu entwirren war schon eine Herausforderung an sich. Es lenkte ab und brachte sie auf andere Gedanken. Wie lange sollte man noch in der Taverne verweilen und auf eine Nachricht warten? Sollte man sich nochmals an jemanden der Garde wenden oder würde man das als unhöflich oder ungeduldig bezeichnen? Die Gepflogenheiten waren ihnen wahrhaft nicht vertraut. Die nächste Strähne wurde von flinken Fingern geordnet. Heute würde sie nicht verweilen und mit einem Krug in den Fingern auf eine etwaige Nachricht warten. Letztendlich hatte man sich eine Jagderlaubnis erschwatzt die man nutzen konnte. Mit mehr Elan als sie die letzten Tage aufgebracht hatte machte sie sich fertig und ließ die Stadt fast schon erleichtert hinter sich. Ohne Anleitung würde sie sich hier wohl niemals wohl fühlen und in die gängigen Gepflogenheiten einfinden. Federleicht flogen ihre Schritte nur so über die Schneedecke des Waldbodens hinweg. Braune Augen nahmen jede Bewegung um sich herum wahr und bald schon hatte sie eine Spur gefunden der sie folgen konnte.
Wie lange war es her seit sie am Kastell mit der Kadettin gesprochen hatten? Nunja wahrscheinlich wollte man sie dort nicht haben. Dreckig und ungeformt hatte man mit jemanden wie ihnen vermutlich mehr ärger als nutzen. Die Vorsprache im Ratshaus hatte ihnen eine gewisse Hoffnung gegeben. Ein Empfehlungsschreiben, das Erste das sie jemals erhalten hatten. Was war es nun wert? Vermutlich nichts mehr. Inzwischen fragte sie sich ob die Kadettin wirklich nach einer Ausbildung für sie beide gefragt hatte. Womöglich hatte diese nach einem Blick auf die Schwestern es gar nicht für nötig gehalten. Wurden denn nur Leute in die Garde aufgenommen die bereits tadellos und ohne Fehler schienen? Nein, dann brauchte man sich wirklich keine Hoffnungen mehr machen. Niemals würden die Beiden dann eine ordentliche Ausbildung erhalten.
Doch an wen sollte man sich wenden? Wen galt es zu fragen? Bisher mussten sie in der Stadt heldenhaft zur Seite weichen wenn ein Reiter nahte. Obgleich ihr Zustand derzeit zu wünschen übrig lies war es überaus verwunderlich wie mit ihnen umgegangen wurde. Wozu also Lesen oder Schreiben lernen? Vermutlich würden sie es ohnehin niemals brauchen. Oder höfisches Benehmen... der nachgerufene Vorschlag seiner Ehrwürden klang wie spott in ihren Ohren. Was stand wirklich in diesem Schreiben? War es tatsächlich eine Empfehlung oder ein abraten an ihren Personen? Für derlei Fälle wäre es schon praktisch wenn man diese Buchstaben verstehen könnte. Doch wer würde ihnen derlei beibringen? Richtig, vermutlich niemand. Nein, langsam schwand die Hoffnung.
Abwesend fuhr sie sich mit den Fingern durch das lange schwarze Haar. Dieses zu entwirren war schon eine Herausforderung an sich. Es lenkte ab und brachte sie auf andere Gedanken. Wie lange sollte man noch in der Taverne verweilen und auf eine Nachricht warten? Sollte man sich nochmals an jemanden der Garde wenden oder würde man das als unhöflich oder ungeduldig bezeichnen? Die Gepflogenheiten waren ihnen wahrhaft nicht vertraut. Die nächste Strähne wurde von flinken Fingern geordnet. Heute würde sie nicht verweilen und mit einem Krug in den Fingern auf eine etwaige Nachricht warten. Letztendlich hatte man sich eine Jagderlaubnis erschwatzt die man nutzen konnte. Mit mehr Elan als sie die letzten Tage aufgebracht hatte machte sie sich fertig und ließ die Stadt fast schon erleichtert hinter sich. Ohne Anleitung würde sie sich hier wohl niemals wohl fühlen und in die gängigen Gepflogenheiten einfinden. Federleicht flogen ihre Schritte nur so über die Schneedecke des Waldbodens hinweg. Braune Augen nahmen jede Bewegung um sich herum wahr und bald schon hatte sie eine Spur gefunden der sie folgen konnte.