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Ein Verlust und weiteres Unheil im Hause van Gor
Verfasst: Dienstag 6. März 2007, 22:47
von Luthor van Gor
Ein Tag wie jeder andere würde man sagen, die Sonne schien hell und ein lauer Wind wehte durch die geöffneten Fenster des Familiensitzes derer van Gor.
Doch sollte dieser Tag mit einem Schatten bedeckt werden.
Luthor war gerade aufgestanden, an diesem Tage etwas später als sonst, denn am Vortag hatte er eine lange Zeit den Kampfübungen gewitmet, im Bestreben einst einer der besten Streiter des heiligen Reiches zu werden.
Doch etwas an diesem späten Morgen liess ihn unruihg werden ,sonst hörte man etwas im Hause ,sei es das Geräusch von Schritten ,oder die dumpfe Stimme seines Vetters ,welche durch die Wände an sein Ohr drang, diesesmal jedoch ward es eine unangenehme Stille die das Haus erfüllte.
Es dauerte nicht lange und er hatte sich in seine Gewandung gehüllt ,die stets über der Rückenlehne des einzigen im Raum befindlichen Stuhls hing.
Anschliessend führten ihn seine Schritte rasch die Treppe hinab und in den größten Raum ,indem sich ebenfalls die Küche des Hauses befand.
Nichts...
Entwich es seiner Kehle, kein Feuer brannte im Ofen und auch sonst wirkte alles sehr stillgelegt.
Nach einer Weile fiehl sein Blick auf den Steintisch, an dem er schon einige Male mit seinem Vetter und seiner Schwester ein ordentliches Mahl zu sich genommen hatte.
Ein Schreiben ruhte auf der steinernen Fläche des Tisches, es bedurfte nur einiger weniger Momente, bis er die Handschrift identifiziert hatte, sie stammte von seinem Vetter, Ahsai.
Mit einer fahrigen Handbewegung ergriff er selbiges Schreiben, entfaltete es und begann umgehend damit die dort verfassten Zeilen mit seinem Augenmerk zu erfassen und zu verinnerlichen.
In diesem Schreiben war niedergeschrieben das Ahsai auf eine Reise gegangen sei, eine Reise deren Ende nicht abzusehen ist.
Für einen Moment wich die unnachgiebige Strenge aus seinen Augen und Fassungslosigkeit machte sich breit.
Warum Ahsai ,warum jetzt... wir haben die Familie gerade erst wieder zusammengefügt und nun? Nun fehlt uns der Grundpfeiler allen Aufbaus.
Mit diesen Worten faltete er das Schreiben wieder zusammen und schob es in ein Stück unter die Tischdecke.
Wie sollte es nun weitergehen ,Suna war vielbeschäfftigt die letzte Zeit und auch sonst war niemand in Sicht der bei dem Aufbau helfen könnte.
Würde er ,der seit kurzem erst wieder im Schosse der Familie verweilte nun dafür Sorge tragen müssen ,dass das Haus zu neuer Stärke auferstand?
Eine Frage die ihn wohl den restlichen Morgen beschäfftigt haben muss, denn er saß bis zur Mittagsstunde wie angewurzelt ,mit nachdenklicher Miene, den Blick in die flackernde Kerzenflamme gerichtet am Esstisch.
Die Zeit verging rasch ,seine Gedanken formten ein Bild vor seinem gesitigen Auge ,er würde die Familie nicht wieder in der Versenkung verschwinden lassen ,voller Tatendrang erhob er sich und warf sich seinen Umhang um ,befestigte diesen mit einer Fibel und begab sich aus dem Hause ins Freie.
Ein Blick gen Himmel erfolgte, die Sonne strahlte ihm frech entgegen, als wäre alles in Ordnung, doch das war es nicht, beinahe grimmig blickte er dieser entgegen, daraufhin sein Augenmerk von der Sonne abwendend, lenkten ihn seine Schritte gen Hauptstraße.
An dieser angekommen schritt er in gewohnt diszipliniert gerader Haltung
in Richtung der Schenke, mit dem Gedanken im Kopf das er schon eine Lösung finden würde.
Doch sollten ihn seine Füße garnicht erst bis zur Schenke kommen lassen, auf dem Weg zu seinem Ziel fiehl ihm eine ärmlich aussehende Frau auf, welche gerade in Rahal angekommen zu sein schien.
Er kam ins stocken ,denn das Gesicht jehner Frau kam ihm ungemein bekannt vor ,als wäre es ein Schatten seiner Vergangenheit der ihm dort begegnete.
Fräulein Goldan, seid ihr das?
Mit dieser Frage ,geformt von seiner rauen und mit einem strengen Unterton belegten Stimme ,stand er nun da ,abwartend welche Reaktion sich auf seinen Verdacht hin einstellen sollte...
Verfasst: Donnerstag 8. März 2007, 00:43
von Ehlana Goldan
Den Kopf gedankenversunken leicht abgeneigt, die Hände tief in die Falten ihrer groben Robe geschoben, trat Ehlana durch die Tore Rahals. So befreiend das Gefühl war, in eine Stadt des Einen zu gelangen, so schmerzlich wurde ihr das eigene Auftreten bewusst.
Sie, die Tochter des Lotaris Goldan, erschien nicht mehr als eine einfache Magd. Nur gut, dass sie hier keiner ka....
Der Mann, der direkt in ihrem Weg verharrte und sie skeptisch anstarrte, riss Ehlana jäh aus ihren Gedanken. Ruhig ließ sie den Blick über ihn schweifen:
Ein Krieger, was auch ein ungeübtes Auge wohl sofort erkannt hätte. Die Gesichtszüge ruhig und streng. Innerlich zuckte sie mit den Schultern, doch für ihr Umfeld blieb sie gelassen. Leise wünschte sie dem Mann Seinen Segen und wollte sich schon des Weges machen, als ein "Fräulein Goldan, seid ihr das? " an ihr Ohr drang.
Ungläubig musterte sie den Mann etwas genauer. Irgendwo hatte sie ihn schoneinmal gesehen, doch es wollte ihr einfach nicht einfallen, wo.
So war es ihre übliche kühle Art in der sie reagierte.
Doch schon wenige Wortwechsel später war diese Frage beantwortet. Der kleine, schmächtige Luthor, in dem ihr Vater immer Großes gesehen hatte. Er wäre stolz, könnte er seinen früheren Schüler nun sehen.
Für Ehlana dagegen war die Situation beinahe unterträglich. Sie hätte gerade und gepflegt, in ordentlicher Kleidung und frisiert vor ihm stehen sollen. Statt dessen trug sie eine grobe Robe, die sie einem Reisenden beim Kartenspiel abgeluchst hatte, das Haar war zerzaust und die Schuhe waren aus altem Leder.
Eigentlich wollte sie nur noch davon laufen, doch ihre Erziehung zwang sie, sich dieser Situation zu stellen. Luthor, dem wohl bewusst zu sein schien, dass hier etwas gar nicht stimmte, bestand darauf, dass sie ihn zu seinem Familiensitz begleitete.
Auch wenn sie es um nichts in der Welt zugegeben hätte, die Wärme und auch das Mahl waren ein Segen für ihren ausgebrannten Körper. Insgeheim war sie dann doch froh, als Luthor ihr ein Bad und neue Kleider aufzwang.
Gestärkt und aufgewärmt trat sie eine Weile später wieder in die Halle. Sie brauchte seinen Blick nicht zu sehen, um zu wissen, wie sie auf ihn wirkte. Die Farbe des Kleides schmeichelte ihrer hellen Haut und der Stoff war von wunderbarer Qualität, so hätte er auch die einfachste Magd wie eine Königin erscheinen lassen.
Sie plauderten ein wenig, bis die unausweichliche Frage kam. Warum hatte er sie, Ehlana aus dem Hause Goldan, einem angesehenen Lehen, dessen Ruf als Ausbildungsstätte für junge Krieger bei den gutsituierten Familien des Landes hinlänglich bekannt war, aufgelesen in den Kleidern eines Straßenmädchens?
Kaum wanderten ihre Gedanken zu jener Nacht, spürte Ehlana wie der kalte Hass langsam in ihr aufstieg. Wieder spürte sie die Hitze des brennenden Anwesens auf ihrer Haut, hörte das Schreien der Menschen und die angsterfüllten Laute der Tiere.
Sie hatten die Fluchtwege in Flammen aufgehen lassen, nur der Hauptgang war passierbar. Dort warteten sie. Nahmen einen nach dem anderen in Empfang. Ehlane wurden die Hände mit Stricken gebunden und gezwungen, dem Schauspiel zuzusehen, dass mit ihrem Vater abgehalten wurde. Der stolze Lotaris wurde brutal auf die Knie gezwungen. Im Angesicht des "reinigenden Feuers" sollter Ihm abschwören. Sollte ihre erbärmliche Göttin um Gnade anflehen.
Nie würde Ehlana den Hass und den Stolz in den Augen ihres Vaters vergessen, als das Schwert seinen Rücken durchbohrte. Sein letzter Blick galt ihr. Seiner Tochter, seinem einzigen Kind.
Dann zerrte man sie fort. Es graute schon fast der Morgen, als die ersten beiden Männer sich dem Befehl des Hauptmannes widersetzten. Ehlana hatte sie bereits erwartet, dennoch war sie auf diese unverborgene Lüsternheit in ihren Blicken nicht vorbereitet. Ein widerwärtiger Geruch von Rum ging von ihnen aus, als der erste sich zu ihr hinabbeugte und das obere Ende ihres Nachthemdes aufriss. Gerade, als er den unteren Saum ihre Schenkel hinaufschob, gelang es ihr, ein Bein zwischen seine Knie zu schieben. Ruckartig zog sie es hoch, worauf er mit einem scherzlichen Aufschrei zusammensackte und wimmernd über den Boden rollte. Der andere stolperte erschrocken zurück, fiel über die Wasserschüssel und stieß mit dem Hinterkopf auf einen Stein, worauf er regungslos auf dem Boden verharrte.
In aller Eile rappelte sie sich auf, zog einen Dolch aus dem Hosenbund des Ohnmächtigen und durchtrennte ihre Fesseln. Dann trat sie auf die wimmernde Gestalt zu und beugte sich zu ihm hinab.
"Das war ein Fehler. Doch keine Sorge, es wird dein letzter gewesen sein. Möge der Herr dir deine gerechte Strafe zukommen lassen", zischte sie in sein Ohr. Genüsslich nahm sie die Angst in seinen Augen wahr, ehe sie ihm die Kehle zerschnitt. Auch seinen Kumpanen ereilte dieses Schicksal, ehe sie einem Hemd und Hose abnahm und sich davon machte.
Lange war sie durch die Straßen geirrt, immer bedacht darauf, ungesehen zu bleiben. Sie wusste, der Feind würde sie suchen. Sie war eine zu wertvolle Trophäe, also musste sie verschwinden. Fort von hier. Doch wohin? Dann, eines Nachts, als sie in einer kleinen Höhle sich ein paar Stunden Schlaf gegönnt hatte, erklang die Stimme ihres Vaters in ihrem Ohr. Er erzählte von Rahal, der wunderbaren Stadt, der Stadt des Einen.
Und so kam es, dass sie an jenem sonnigen Tag Luthor aus dem Hause van Gor wieder begegnete.
Lange saßen sie beisammen. Sprachen über Vergangenes und über Kommendes. Erst als die Kerzen beinahe herunter gebrannt waren, erhoben sie sich und Luthor zeigte ihr ihre Kammer. Nach langer Zeit konnte sie sich endlich wieder in weichen Laken zur Ruhe legen, in denen sie auch recht bald zum ersten Mal wieder ruhig schlief.
Verfasst: Donnerstag 8. März 2007, 02:35
von Luthor van Gor
In dieser Nacht schlief Luthor sehr unruihg, so als würden ihn Alpträume heimsuchen, es sollte ihm kein Ruhe gegönnt sein, hin und her wälzte er sich, bis in die frühen Morgenstunden.
Der erste Hahn krähte und er schlug die Augenlieder auf, sein Hemd vollkommen durchnässt ,wie auch seine Haarsträhnen, die ihm im Gesicht kleisterten.
Welch ein Alptraum, doch Alatar sei dank... nur ein Traum...
Sprach er und erhob sich aus seinem Bett, sein erster Gang führte ihn zu seiner Waschschüssel für eine ausgiebigen Morgenwäsche, dann hüllte er sich in seine Alltagsgarderobe und öffnete die Türe zum Treppenhaus.
Kaum hatte er den ersten Schritt ins Innere des Treppenhauses gesetzt konnte man ein Klopfen vernehmen, welches von der Eingangstüre zu kommen schien.
Rasch lenkten ihn seine Schritte gen Eingangstüre des Hauses, dort angekommen eröffnete er die Türe und erfasste mit seinem Blick einen Vertreter der Garde Rahals.
Seinen Segen ,Herr van Gor!
Der Gardist schien kurz angebunden zu sein, naheliegend das sein Dienst ihn erwarten würde erwiederte Luthor...
Seinen Segen, was kann ich für euch tun?
Der Gardist hingegen erwiederte nichts auf diese Frage und zog stattdessen ein Schreiben aus seiner Manteltasche, dieses Schreiben war mit einem schwarzen Band umfangen, ein Zeichen für eine schlechte Nachricht, das war Luthor bewusst.
Ohne weiteres Wort anzubringen nahm er das Schreiben an sich, der Gardist nickte nur noch knapp und war schon auf dem Weg zur Kaserne verschwunden.
Das Schreiben in der Hand haltend schloss er die Türe und begab sich in den Hauptraum des Anwesen.
In diesem angekommen legte er das Schreiben vorerst auf den Tisch und es wirkte beinahe so, als wage er sich nicht einen Blick auf die Zeilen zu werfen.
Seine Schritte lenkten ihn zu dem Schränkchen, welcher im Küchenbereich zu finden war, aus diesem entnahm er einen Trinkpokal und eine Flasche Wein.
Bewaffnet mit eben diesen beiden Dingen ging er wieder zu dem Tisch, auf dem das Unheil lag, die schlechte Kunde, ein flaues Gefühl ruhte in seinen Eingeweiden.
Die Flasche entkorkend und den Pokal nachfolgend mit dem Wein aus der Flasche füllend griff er zu dem Schreiben, löste mit leicht zittriger Hand das schwarze Band von diesem und rollte das Schreiben dann auf.
Für einen Moment schloss er die Augen, sich ausmahlend welche Nachricht dort enthalten sein könnte.
Leicht begann er zu raunen, den Gedanken gefasst das es alles nichts half Zeit zu schinden.
So richtete er den Blick auf die im Schreiben verfassten Zeilen, ihm stockte schlagartig der Atem, als er den Inhalt begriffen hatte.
Nein.. bei Alatar ,NEIN!
*Seine Hand verkrampfte sich um das Schreiben, der strenge Blick wurde überschattet von einem glasigen Ausdruck.
Im Schreiben ward zu lesen, das Ahsai, sein Vetter im Kampf gefallen sei, seine Reise hatte ein Ziel und es war sein eigenes Grab, ermordet von Verrätern.
Der glasige Ausdruck wich aus seinen Augen, seine Lippen pressten sich aufeinander, bis nur noch eine feine Linie zu erkennen war.
Er hätte den Steintisch zerschlagen könne, die Wände um sich einreissen und selbst die ganze Stadt in Schutt und Asche legen können, eine solche Wut loderte in ihm auf.
Erst das Schicksal von Ehlana, ihrem Vater, seinem ehemaligen Lehrmeister, nun war auch noch sein Vetter von ihm gegangen, entrissen von Verräters Hand.
Den Verlust noch immer nicht gänzlich akzeptieren zu können, führten ihn seine Schritte zum Fenster, an diesem angekommen richtete er sein Augenmerk anklagend gen Himmel, von tiefer Trauer erfüllt und dem wutentbrannten Schimmer in seinen Augen verharrte er ettliche Stunden ohne sich auch nur einen Zentimeter zu bewegen.
Immerwieder durchfuhren ihn Gedanken der Schuld, er hätte mit ihm reisen sollen, zusammen hätten sie diese Brut zur Strecke gebracht, er würde eine Zusammenkunft der Familie anberaumen müssen um ihm die letzte Ehre zu erweisen...*
Mögest du den Weg zu Alatar gefunden haben...
Verfasst: Freitag 9. März 2007, 10:14
von Arias Lasanar
Dort lag sie vor ihm, die Stadt des "Einen", wie sie ihn nannten.
Unbehelligt von den Wachen, deren geschwärzte Harnische wie dunkle Flecken auf einem Hellen Tuch im Sonnenschein wirkten, schritt er durch die wiederaufgebauten Tore der Stadt, gekleidet in die gute alte Kleidung aus Segeltuch, die ihm schon so manchen guten Dienst erwiesen hatte.
Auf seinem Rücken trug er ein Konstrukt, das er sich von den Steinhauern abgesehen hatte, einen Hölzernen Rahmen mit einer Fläche zum Tragen von Dingen. Mit einigen Gürtelriemen hatte er seine Last befestigt, die ihn so unverkenntlich seines Berufsstandes auszeichneten.
Neben zwei riesigen Gassenhauern, die gefürchtet ob ihrer Eigenschaften waren, ein Harnisch sauber befestigt an diesem Tragerahmen, neben einem Lederbeutel ein Sammelsurium an Klingen und Keulen. Unverkennbar, hier war es ein wandernder Krieger, der durch die Strassen Rahals zog.
Er hatte schnell mit einer Antwort auf die Ausschreibung der Familie van Gor reagieren können, seid der, wohl nun Tote, Hauptmann Ahsai van Gor einen Nachrichtenkanal zwischen den Kommandanturen Rahals und Bajard einrichten liess. Er war im Grunde der erste, der diese Nachricht zu lesen bekam, als der in Rahaler Gardefarben gekleidete Bursche die Nachrichten überbrachte.
Lange schon war er es leid gewesen, immer wieder den Dolch der eigenen Mitbürger im Rücken zu spüren, doch dieses mal wohl, dieses mal hatten sie zugestossen, und es würde eine Wunde sein, die er nicht ohne weiteres verwunden hätte.
Die Gewalt hatte wieder zugenommen, nun machte man sie dafür Verantwortlich, die Männer der Bürgerwehr, die sich zu einer kräftigen Truppe aufgebaut hatte und Stück für Stück militärische Formen annahm.
Für jeden nicht gefassten Verbrecher machte man die Wehr verantwortlich, ebenso für jeden den man gefasst hatte. Es war für Arias der pure Wahnsinn, verstehen zu müssen, das egal, wie sie handelten, man sie für raue Schläger halten würde, denn jene, die sich mit rührender Liebe um ihre Heimat kümmerten.
Es war nicht falsch, seid er das Offizierpatent von seinem Hauptmann erhielt und als sein Stellvertreter handelte, konnte er in höhere Prozesse einsicht erhalten, und ja, sie waren kaum zimperlich, wie hätten sie es auch sein sollen gegen das Heer der Gesetzeslosen, das Tag für Tag durch die Strassen der Ortschaft wie eine dreckige, braune Brühe schwappte, und sich auch noch erdreistete, den offenenen Aufstand im Ort zu proben.
Es war Krieg. Er kannte Krieg und er wusste das es Kriege gab, die weitaus angenehmer geführt wurden, als der Alltag in der Ortschaft Bajard. Es hätte ihn nicht weiter gestört, nun tat er sein Leben lang nichts weiter, als wechselnden Herren zu dienen und in ihrem Sold zu stehen, doch niemals hatte ein Herr in seiner Gegenwart seine Autorität untergraben, wie es dieser Bürgermeister tat.
Vor einer der Gesetzeslosen, die umherzog mit den marodierenden Banden der Sturmkrähen, hatte dieser Mann es gewagt, das Gesetz zu beugen und ihn somit wie einen hilflosen Bauerntrottel hingestellt. er wusste das sie, die Zauberin des Konventes, nichts gelernt hatte, sie fuhr fort in ihrer eitelkeit über das "Bauernvolk", das man in Bajard fände.
Sie würde sich noch umsehen, soviel war sicher, denn dies war ein Kampf, der weitaus mehr als nur eine Ordnungswidrigkeit war. Er würde die Zeit für sich spielen lassen, denn so gewiss es war, das die Sonne jeden Tag wieder ihren Weg vom Horizont über das Firnament zog, so sicher war es, das er sie eines Tages finden und vernichten würde.
Selten nur, vollkommen selten, fand die Saat des ungezügelten Hasses einen solchen Nährgrund in seinem Geiste, doch in diesen Dingen loderten die schwarzen Flammen wie dunkle Leuchtfeuer in seiner Seele. Er war zu Stolz um auch nur einen Schritt von seiner Haltung abzuweichen, er hatte es immer so gehandhabt, er würde es immer so handhaben.
Nun war es soweit, seine letzten Formalitäten in Ordnung gebracht, hatte er die Insignien abgelegt und die Uniformen wieder in den Zeugraum gebracht. Er war äusserst präzise in seiner Art und Weise, sein Sinn für eine militärische Ordnung war wieder geweckt, nachdem sie lange von einer Decke nach Fisch duftender Luft verborgen gewesen war, doch die letzten Tage des Dienstes hatten es ihm wieder einmal bewiesen: Er würde wieder einer Armee dienen, und diese Offer, die sich ihm dort bereitete, würde der Weg dorthin sein.
Die Familie van Gor also, bedachte er mit einem seichten lächeln, Ahsai war nicht unbedingt der strahlende Stern am Himmel der Eloquenz gewesen, doch in seiner Brust schlug ein ehrliches, wenn auch vom Gift des Panthergottes umklammertes Herz.
Es würde ihn in keine Schwierigkeiten bringen, diesem Haus zu dienen, zumal die ihm angebotenene Stelle durchaus ansehnlich zu sein schien.
Er würde es zumindest auf ein Gespräch mit diesem....diesem Vetter des verstorbenenen Ahsai ankommen lassen.
Luthor van Gor.
Soso.
Langsam schritt er durch die ihm bekannten Gassen, er hatte einmal einige wenige Tage in der Ortschaft in ihrer Herberge gehaust, doch die Stadt schneller wieder verlassen als er es ursprünglich vor hatte. Er schien nur einen schlechten Tag erwischt zu haben, damals, wirkte die Stadt nun, in den ersten Strahlen einer neuerwachten Frühlingssonne doch gleich viel ansprechender, als sie es im Dunkel der Wintertage getan hatte.
Dort schimmerte nun, am Ende der Strasse, die Farben des Hauses van Gor, denen er entgegen Schritt.
Für ihn wurde mit jedem Schritt sicherer, wie das Gespräch ausgehen würde. Er war bereit seinen Willen zu bekommen, auf die Weise, wie er danach verlangte, auf die Weise wie er es haben wollte.
Und er sollte Recht behalten.
Verfasst: Freitag 9. März 2007, 11:43
von Vale Cortes
"Hier ist es ....", sprach Vale, als er vor der Kommandantur in Rahal stand und den, von Luthor erhaltenen Brief, wieder verstaute. Mit gemächlichem Schritt ging er auf die Eingangstüre zu und öffnete diese langsam, um einzutreten.
Er wusste, dass er an eine der beiden Türen im Inneren Klopfen musste, um die Aufmerksamkeit eines der Familienmitglieder zu erlangen. Doch welche war es nochmal? So klopfte er nach kurzem Grübeln einfach an die Gewählte und machte einen Schritt nach Hinten. Als er Laute hinter der Türe vernahm wusste er, richtig gewählt zu haben.
"Des Einen Segen mit euch, werte Dame", sprach er gleich, als ihm Ehlana empfang.
Ehlana grüßte auf die selbe Weise und bat ihn hinein um ihm einen Sitzplatz anzubieten.
"Ich werde dem Herrn van Gor mitteilen das ihr euch eingefunden habt, Herr Cortes", sprach sie dann, ehe sie sich der Trepe zuwand und nach oben trat.
Vale saß an dem steinernen Tisch und lies seinen neugierigem Blick freien Lauf. Kurze Zeit später jedoch, hörte er wieder Schritte, welche die Treppe hinunter stiegen. Die Türe öffnete sich und Ehlana schritt hindurch, gefolgt von Luthor. Vale erhob sich und und begrüsste Luthor.
Nach den üblichen Begrüssungsfloskeln setzten sie sich gemeinsam zurück an den Tisch.
Nach einem längeren Gespräch, in dem Vale seine Person vorstellig machte, verging Stunde um Stunde. Am späten Abend dann wurden die Drei sich einig. Vale ward nunmehr als Waffenknecht der Familie van Gor tätig.
Verfasst: Freitag 9. März 2007, 20:41
von Ehlana Goldan
So langsam nahm die Sache Gestalt an. Das Haus begann sich zu füllen. Erst gestern war Lora eingetroffen. Ein Waffenmeister war eingestellt. Ehlana selber hatte ihn noch nicht gesehen, doch Luthor schien überzeugt die richtige Wahl getroffen zu haben. Wunderbar, so hatten sie auch dem Waffenknecht direkt die nötige Führung bieten können.
Lediglich die Suche nach dem Hauspersonal verlief ein wenig schleppend. Noch hatte sich keine Magd auf die Aushänge hin gemeldet, doch Ehlana war guter Dinge, dass auch dies sich bald ändern würde.
Doch obwohl auf den ersten Blick sich alles zum Guten wandte, durften sie nicht die Augen vor den Schwierigkeiten verschließen:
Sie kamen aus allen Himmelsrichtungen und es mussten verschiedene Ansichten vereint werden. Eigentlich hätte Ashai diese Aufgabe zu bewältigen gehabt. Doch was ihm das nicht mehr vergönnt. Er würde niemals die Früchte seiner Saat zu sehen bekommen.
Ehlana, die auf dem Balkon platz genommen hatte, um an der frischen Luft ihren Gedanken nachzuhängen, ballte wütend eine Faust. Schon wieder hatten diese Ketzer einen Getreuen aus dem Leben gerissen. Wieder hatten sie feige und hinterhältig agiert. Wo waren die Zeiten hin, wo sich der Feind wenigstens noch einen Anschein von Mut und Ehre gegeben hatten? Erst ihr Vater und nun Ashai!
Wieder kroch die kalte Wut in ihr hoch. Sie hatte ihn nur flüchtig gekannt, als er einst Luthor auf dem Anwesen ihres Vaters besucht hatte, doch war er ihr nur in angenehmer Erinnerung geblieben.
Luthor hatte der Verlust tief getroffen, hatte er doch gleich doppelte Auswirkung auf ihn:
Neben dem persönlichen Verlust lastete nun auch die volle Verantwortung auf ihm. In seiner Hand lag es nun, die Dinge anzutreiben und dem Namen van Gor wieder zu altem Glanz zu verhelfen.
Ehlana unterstützte ihn, hatte er sie doch voller Gastfreundschaft in sein Haus aufgenommen. Sie hatte Erfahrung in der Organisation eines Haushaltes und ihr Vater war früh darauf bedacht gewesen, ihr das nötige Handwerkszeug mitzugeben, sollte sie doch eines Tages das Werk der Goldans weiterführen und junge Männer auf ihre Aufgabe als Adelsmänner, Lehnsherren und der gleichen vorzubereiten.
Dennoch sah sie ihre Zeit als gekommen an. Dies war nicht ihre Familie, auch wenn Luthor beharrlich versuchte, sie vom Gegenteil zu überzeugen. Der gestrige Abend hatte sie verwirrt. Nie hätte sie eine solche Gegenwehr erwartet, als sie ihm mitteilte, das Haus recht bald verlassen zu wollen. Sie hatte geplant, bei der Ankunft eines weiteren Angehörigen sich zu verabschieden, war die Familie van Gor doch dann in der Lage zumindest einen kleinen Familienrat einzuberufen. Sie wurde doch nicht mehr benötigt...
Luthor hingegen war von diesem Gedanken gar nicht begeistert gewesen. Aberwitzig, auf welche Gedanken er gekommen war, um sie am Gehen zu hindern...
Was sie verwirrte, war die Heftigkeit seines Auftretens. Als sie an seinen Versuch dachte, ihr den Gedanken einfach zu verbieten, zuckten ihre Mundwinkel kurz nach oben. So weit kam es noch!
Allmählich wurde es kalt hier draußen. Ein paar Schneeflocken tanzten in der Luft und der Wind trieb eine leichte Röte auf ihre sonst so blasse Haut. Der Frühling kündigte sich von Tag zu Tag mehr an, doch noch war die Sonne nicht stark genug, die weiße Decke zu vertreiben. Dennoch hatte sie kein Verlangen danach, sich hineinzubegeben. Statt dessen hüllte sie sich fester in ihren Umhang und ließ ihren Blick über die Straße und die Häuser wandern. Rahal. Erst wenige Tage war sie hier und doch hatte sie sich lange nicht so wohl gefühlt. Es würde ihr leidtun, diesen Ort verlassen zu müssen, doch...
Leise seufzend lehnte sie sich zurück und schloss für einen Moment die Augen. Die Tasche war gepackt und alles war bereit, aber irgend etwas hielt sie. Wieder zog der Gesichtsausdruck Luthors an ihr vorbei, was sie aber mit einem ärgerlichen Kopfschütteln verdrängte. Schon bald würde sich zeigen, wie lange sie benötigt wurde. Dann war es Zeit!
Verfasst: Sonntag 11. März 2007, 17:38
von Vale Cortes
Er saß gerade, zusammen mit Kalisha, am kleinen Tisch des Kommandantur-Gebäudes und unterhielt sich mit ihr.
Vale hatte sie vor einigen Tagen kennen gelernt, sie war ebenso wie er selber, Rekrut der Reichsgarde
... und zu dem, in seinen Augen, eine sehr anziehende und attraktive Frau.
Nachdem sie bereits einen guten Stundenlauf geredet hatten, öffnete sich die Eingangstüre.
Kalter Wind kam mit dem Fremden in den Raum und ließ die Kerzen des Kerzenständers kurz flackern.
"Des Einen Segen mit Euch ...", sprach Vale grüßend gegen den Mann.
"Dem Gottkönig zur Ehr", begrüßte ihn Kalisha.
Nach der kurzen und formalen Begrüßung wendete sich Vale wieder Kalisha zu
und er begann weiter mit ihr zu plaudern. Der Fremde schenkte dem Wandteppich seine Aufmerksamkeit.
In einer kurzen Stillephase wanderte ihr Blick dann jedoch wieder zu dem, in dem weißen Mantel gekleideten, Herren.
"Kann man Euch irgendwie helfen?", fragte sie dann neugierig.
Nachdem der Mann dann als Waffenmeister der Familie entpuppte, erhob sich Vale und stellte sich vor.
"Vale Cortes mein Name, Rekrut der Reichsgarde, sowie Waffenknecht der Familie van Gor."
Daraufhin kamen die Beiden ins Gespräch, Kalisha verabschiedete sich und verschwand.
Zum Ende des Gespräches entschuldigte sich Vale, er müsse noch einen Brief an den Stadtverwalter verfassen.
Verfasst: Sonntag 11. März 2007, 19:15
von Luthor van Gor
*Seit wieder Leben in das Haus der Familie eingekehrt war, schweiften Luthors Gedanken in die Ferne, es musste nun ein Schritt getätigt werden, welcher viel von der Familie abzuverlangen drohte, doch musste er getan werden.
So setzte sich Luthor, das Oberhaupt der Familie an den Steintisch, nahm Feder, Tinte und Papier zur Hand, um auf diesem die Zeilen an seine Heiligkeit, den Alka zu verfassen, in dem er die Familie derer van Gor vorstellen und zur Unterstützung des Reiches anbieten zu gedenkte.
Das er damit ein schattenhaftes Erbe antreten sollte wusste er bis dahin nicht, so wurde das Schreiben einem Boten in die Hand gedrückt, seinen Weg antretend in die Hände des Alkas zu gelangen.
Geduldig verbrachte er den restlichen Tag, die Dunkelheit hatte bereits die Sonne vertrieben und Rahal, das heilige Reich des Gottvaters lag in seiner Schönheit, getaucht in unzählige Schattenzeichnungen vor seinen Augen.
Er saß gerade mit Ehlana zu Tische und besprach einige Sachen die das Haus und die Zukunft angingen, als es plötzlich klopfte...
Wer mag dies sein, erwarten wir noch Besuch ?
Die Frage kaum ausgesprochen erhob er sich bereits und begab sich zur Eingangstüre, mit einer fahrigen Handbewegung ergriff er nun die Türklinke und eröffnete die Türe in den Vorraum.
Sogleich erfassten seine Blicke eine weibliche Person, sie stellte sich nicht vor, sondern begann sofort zu sprechen, das seine Heiligkeit höchst selbst mit ihr gekommen sei, so war die Frage geklärt welche Position diese Frau inne hatte, die Leibwache seiner Heiligkeit.
Ein gutes Maß an Farbe wich ihm aus dem Gesicht, seine Heiligkeit selbst beehrte den Familiensitz derer van Gor, sofort trat er einen Schritt nach vorne um nicht zwischen Tür und Angel zu verharren und entbietete seiner Heiligkeit untertänigst seinen Gruß.
Seine Heiligkeit bedeutete ihm doch rasch an, das er sich diese Haltung sparen kann, abwartend ruhte der Blick seiner Heiligkeit auf ihm.
So begann Luthor zu sprechen, verdeutlichte nocheinmal, wie auch in seinem Schreiben schon erwähnt, welche Ziele das Haus zu verfolgen ersuchte.
Seine Heiligkeit schien diese Bestrebungen wohlwollend entgegenzublicken, doch sollte die nun folgenden Worte dem Oberhaupt der Familie einen gehörigen Dämpfer verpassen.
Ist er sich des Erbes bewusst, welches er angetreten hat? Wisse er, das sein Vetter mehr mit den tieferen Regionen seiner Person handelte, als wie er solle?
Es stockte ihm der Atem, gar fassungslosen Blickes entgegnete er seiner Heiligkeit und brachte nun kaum mehr ein Wort herraus, seine Gedanken kreisten um seinen Vetter, sein Ableben und die Worte seiner Heiligkeit.
Es sollte jedoch nicht genug sein, es folgte ein weiterer Satz, der ihm beinahe den Boden unter den Füßen entriss.
Er kann sich glücklich schätzen, den Taten seines Vetters alleine in der Vergangenheit, welche zum Wohlwollen des Herrn vollführt wurden, ist es zu verdanken, das er seine Gebeine nicht aus den Hallen der gefallenen Helden schleifen darf, um sie an einem ehrlosen Grund zu verscharren!
Er und seine Familie sei nun angehalten, jegliche Makel auszumerzen, den Namen reinzuwaschen, sollte die Familie fortbestehen wollen und man giere nicht nur nach Macht und Ruhm, dienlich sollte sie sein, dem Reich des Herrn!
Luthor schluckte unmerklich und bekundete seine Dankbarkeit, der Gnade die ihm und seiner Familie damit gewehrt würde.
Auch die nachfolgenden Worte machten ihm zu schaffen, doch würde er sie hinnehmen und alles erdenkliche dafür geben, das die Schuld abgetragen würde, wie es seine Heiligkeit forumlierte, der Name reingewaschen werde.
Augen werden sie beobachten, welche nicht immer als solche zu erkennen sein würden, auch dies wäre nur rechtens, die Familie solle einst berühmt durch ihre Taten sein, doch nicht der ehrlosen Taten, sondern jehner die der Gottvater mit stolz in den Augen erblicken möge.
Das Gespräch fand sein Ende, seine Heiligkeit entschwand in den Schoss seines Sitzes und zurück blieb Luthor, der sich wieder auf den Weg zu Ehlana machte, die Türe hinter sich ins Schloss geworfen atmete er ersteinmal langatmig aus, die Begegnung nur schwerlich verdauend, die Worte seiner Heiligkeit wie eingebrannt im Geiste tragend...
Verfasst: Sonntag 11. März 2007, 21:40
von Lucille Levin
Mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen legte sich Lucille auf ihr improvisiertes Lager im Keller der van Gor´s.
Sie hatte es geschafft, man hatte sie eingestellt und noch dazu zu einem viel zu fürstlichen Lohn, wie sie fand. Aber dafür würde sie versuchen sogar noch mehr zu arbeiten, als man es von ihr verlangte. Sie wollte die Familie nicht enttäuschen. Nein, sie sollten stolz auf sie sein können. Sie würde alles geben, die gute Seele der Familie zu werden.
Sicher, ihre Aufgaben waren nicht wenig. Sie hatte das ganze Haus zu säubern, regelmässig zu lüften, den Abwasch zu erledigen, natürlich auch für die Familie zu kochen und zu bewirten und um den Lagerbestand der Lebensmittel hatte sie sich auch zu kümmern.
Die Herrin, Frau Goldan, hatte sie umfassend eingewiesen und auch ermahnt. Sollte etwas zu Bruch gehen, so hatte sie es unverzüglich zu melden.
Ganz automatisch dachte sie an die vielen Schläge, die sie oft bekommen hatte, wenn etwas zu Bruch ging im Haus ihres alten Herrn.
Hier war so vieles anders, als in ihrer alten Heimat.
Mit einem tiefen Seufzen dachte sie an den Hof ihres alten Herrn Eric Desiderion im Fürstentum Lichtenbach.
Er hatte einen mittelgrossen Hof, auf welchem sie, die Köchin Elna und ein Knecht mit Namen Jeruk arbeitet. Sie vermutete, sie war die Tochter der Köchin, doch immer, wenn sie sie darauf ansprach, meinte Elna, sie hätte wohl nicht genug Arbeit, wenn sie über solcherlei Flausen nachdenken konnte und gab ihr noch eine Arbeit. So fragte sie irgendwann nicht mehr. Im Grunde war es auch egal. Sie kannte keine Eltern, also vermisste sie wohl auch nichts. So lange sie zurückdenken konnte, gab es immer nur Arbeit und Schläge in ihrem Leben.
So, wie sie die Familie van Gor bisher kennen gelernt hatte, würde sie hier aber vorraussichtlich nur Arbeit finden und dafür war sie mehr als dankbar.
Bisher schienen jedenfalls alle sehr mit ihr zufrieden zu sein. Natürlich hörte sie das Lob über sie, auch wenn man es nicht direkt an sie richtete, doch dergleichen brauchte sie auch gar nicht. Sie war zufrieden damit, wenn sie zufrieden waren.
Sogar einen Waffenknecht wollte man ihr zur Seite stellen, so sie einmal in Schwierigkeiten geraten sollte und sogar ein Gesindezimmer wollte man ihr in Zukunft zur Verfügung stellen. Bisher hatte sie auf einem Fell vor dem Ofen geschlafen.
Doch in gewisser Weise war sie auch froh, dass sie dies hier nicht musste, da in der Küche auch der Essbereich des Hauses lag, wo sich die Familienmitglieder trafen, nicht nur um zu speisen, sondern auch um zu plaudern, oder wie an diesem Abend um Gäste zu empfangen.
Doch der Titel eines Gastes hatte dieser Mann wohl kaum verdient. Er stellte sich als Nachbar vor und wurde von Luthor van Gor auch mit dem gebührendem Respekt empfangen. Sie brachte ihm etwas zu trinken und zu essen. Er lobte ihre Kochkünste und alles schien seinen gebotenen Gang zu gehen, bis ein dritter, bis dahin ihr unbekannter Mann hinzu kam. Er war wohl ebenfalls ein Mitglied der Familie, doch schienen er und der Gast sich bereits zu kennen. Wohl aus einem unliebsamen Erlebnis.
Man tauschte Spitzfindigkeiten aus und sowohl Luthor als Familienoberhaupt, als auch sie selbst versuchten den aufkeimenden Streit zu schlichten, der Herr mit Worten, sie mit einem frisch gebrühten Tee. Doch trotz der Provokationen behielt das unbekannte Familienmitglied, welches sich als Waffenmeister der Familie herausstellte, seine Fassung.
Doch der Gast begann offene Feindseligkeit zu zeigen. Der Waffenmeister, würde grausam sterben und zuvor noch zusehen, wie seine Verlobte langsam verblutete, prophezeite dieser unheimliche Gast.
Ein kalter Schauer lief ihr den Rücken runter. Vor Schreck über seine abscheulichen grausamen Worte hatte sie doch tatsächlich einen Teller fallen lassen. Nun gut, es war nicht ganz unabsichtlich. Sie dachte, so könnte sie die Herrschaften ablenken, rechnete damit, dass sie ordentlich ausgeschimpft wurde, doch erstaunlicherweise geschah nichts dergleichen. Man schien sie gar nicht mehr wahr zu nehmen ob des Tumultes.
Zum Glück ging der Gast dann auch schon bald darauf und es kehrte wieder Ruhe ein. Sogar die Herrin kam noch zum Abendessen und war zwar nicht sonderlich begeistert, dass nun ein Teller weniger in der Küche stand, aber auch sie beliess es bei einer Ermahnung.
Und so zog sie sich kurze Zeit später zurück auf ihr Lager und dachte nach über die vielen neuen Eindrücke und Erfahrungen die sie hier heute gemacht hatte und sicher noch machen würde!
Sie freute sich darauf, ganz besonders auf die, die noch kommen würden.
Verfasst: Dienstag 13. März 2007, 14:57
von Luthor van Gor
*In all der Tragik solle auch ein Funke Hoffnung aufkommen, durchfuhr es seine Gedanken.
In den letzten Tagen hatte er sich in ihrer Gegenwart gesonnt, wie Blumen die sich gierig der Sonne entgegen streckten, es mag ihr nicht immer aufgefallen sein, doch so war es.
Er hatte ihr einige Abende zuvor aus niederem Grund ein Angebot offenbart, unwissend war sie zu diesem Zeitpunkt, dass es die Aufrichtigkeit war die aus ihm sprach, doch konnte er es ihr da noch nicht eingestehen.
Nicht lange nach diesem Abend jedoch wurde diese Thematik wieder zur Sprache gebracht, dieses Mal erfüllt von der bis dato unbekannten Ehrlichkeit und in liebevolle Worte gekleidet.
Es hatte sie wieder aus der Bahn geworfen, gar fassungslos stand sie in diesem Moment vor ihm, ungläubig seiner Worte, doch man mochte ihr eine für sie eher seltsame Berührtheit anmerken.
So unbewandert er auch in diesen Dingen sein mochte, er erwählte die rechten Worte und drang bis zu ihrem Herzen vor und sicherte sich einen Platz in diesem, wie auch sie vor nunmehr 12 Jahren es schaffte.
Sie verbrachten diesen Abend im stillen Kämmerlein, ihre Zukunft besprechend, wie auch die der Familie.
Sie versprachen einander vieles, das Band der Verlobung mochte sie zusammenführen und festigen und doch bedurfte es mehr als einfache Worte, eine offizielle Bekanntgabe musste her, doch würde seine Heiligkeit diesen Schritt billigen, ihn als den ehrbaren Gang ansehen, oder vermuten das ein weiterer Makel herraufbeschworen würde?
Einige Fragen die ihre Gemüter beschwerten, doch eines stand für ihn wie auch sie fest, es sollte eine vorbildliche Ehe sein, eine die, welche der ganzen Familie zugute kommen sollte, das Ansehen vorantreiben, das Bildnis der entrückten Vergangenheit des Hauses begradigen!
Es vergingen wieder einige Tage im Hause derer van Gor, es lief ales hervorragend, der Waffenmeister des Hauses schulte seine zwei Knechte, die Magd säuberte das Haus, es duftete wann immer man die Küche durchschritt nach gar köstlichen Köstlichkeiten.
Besonders an diesem Abend sollte es aber noch lebendiger werden, Lora die Schwester des Oberhauptes hatte auf ihrer Suche Erfolg gehabt und eine in Rahal wohl bekannte Schneidersfrau aufgesucht und sie mit ins Haus gebracht, als wolle ihnen das Schicksal aufzeigen...*
Es wird alles gut!
*Konnten doch nun auch die dringend benötigten Rüstwerke angefertigt werden und andere Kleinigkeiten die den Alltag erhellen.
Die gute Seele von Schneiderin war sehr bedacht darauf alles zur Zufriedenheit des Hausherren anzufertigen und er war sehr zufrieden, denn ihre Arbeit verrichtete sie wahrlich sehr gut.
Als sich ihre Arbeit dem Ende hin neigt, übereignete er ihr noch einen weiteren Auftrag, einen wahrlich kostspieligen, sollte dieser doch beinhalten einige Lagen der Schreckensbestien zu prunkvollen Schmuckstücken zu formen, drei an der Zahl sollten es sein.
Sie klärte ihn darüber auf, das diese Art schwer zu verarbeiten war und das es passieren konnte, sodass kein einziges der Stücke zustande käme.
Er quittierte dies nur mit einem beiläufigen Neigen seines Hauptes und stellte ihr, wie sie es zuvor erfragte, ein Elixier zur Verfügung, welches sie bei ihrer Arbeit unterstützen sollte.
Aufmerksam, gar gespannt sah er ihr bei den nächsten Schritten zu, sie war sehr bedacht darauf keine Fehler zu begehen und wirkte sehr konzentriert... dann geschah es, das Material zeigte einen Riss auf, vollkommen bestürzt darüber und mit einer sichtlichen Blässe im Gesicht richtete sie ihren Blick auf ihn, er hingegen blieb gelassen und wollte sie auch garnicht weiter darüber in Aufregung versetzen.
Sie bemerkte dies und machte sich erneut daran, eines der edlen Stücke anzufertigen und dieses Mal sollte es ihr gelingen, es dauerte seine Zeit doch stellte sich der Erfolg ein, von verdientem Stolz erfüllt hob sie ihr Haupt und zeigte ihre Meisterwerke vor.
Dahingehend neigte er sein Haupt, ein zufriedener Ausdruck in seinen Augen stellte sich ein, ebenso wie die Anerkennung ihrer Dienste gegenüber.
Drei an der Zahl sollten es sein, drei an der Zahl sind es geworden.
Nun da ihre Arbeit getan war, fiehl es den Anwesenden auf, dass man sich noch garnicht vorstellte, gerade als es auf den angenehmen Teil zuging, angenehm für die werte Schneidersfrau, stellte sich nun herraus, das es Fräulein Labaret war, die ihm diese Dienste erwies.
Man hatte natürlich von ihr gehört, ist sie doch schon lange ein Teil der Rahaller Gemeinschaft und so wechselten sie noch bekanntmachende Worte, ehe man sich der Bezahlung für eben jehne Dienste zuwendete.
Man musste sich dahingehend nicht sonderlich besprechen, war es für den Herrn des Hauses selbstverständlich ein gute Entlohnung anzusetzen.
Und so endete auch dieses Zusammentreffen, man versicherte dem Fräulein das weitere Aufträge, sollten sie von nöten sein, nicht an ihrer Türschwelle vorbeigehen sollten und ihren We direkt zu ihr finden würden.
Das Oberhaupt atmete jedoch nach all dem Trubel ersteinmal erschöpft auf und lenkte seine Schritte in sein Schlafgemach um dort ein wenig Ruhe zu finden, denn es sollte an diesem Abend noch eine Kunde zu verbreiten geben... eine frohe Kunde.. seine Verlobung mit Ehlana aus dem Hause Goldan.*
Verfasst: Mittwoch 14. März 2007, 00:36
von Ehlana Goldan
Im Kamin prasselte leise ein Feuer vor sich hin. Seine Flammen warfen zuckende Líchtspiele auf die Wände und verbreiteten Wärme. Ehlana saß in dem weichen Sessel direkt an der Feuerstelle und genoss die Atmosphäre des Raumes. Ihres Heimes. Mit einem wohligen Seufzen legte sie den Kopf an die Stuhllehne und schloss die Augen. War sie noch vor wenigen Tagen fest überzeugt gewesen, so schnell wie möglich fort zu müssen, hatte sich doch noch alles zum Guten gewendet. Zum Wunderbaren!
Die Ereignisse hatten sich überschlagen. Gegipfelt hatte es in dem Besuch Seiner Heiligkeit. Der Alka höchstpersönlich hatte dem Hause van Gor die Ehre zukommen lassen, ihn in diesen bescheidenen Wänden begrüßen zu dürfen. Nach diesem Erlebnis war Luthor vollkommen durch den Wind gewesen. Kein Wunder, hatte Seine Heiligkeit doch sehr deutliche Worte der Warnung gewählt. Selbstverständlich wäre sie nun eine Weile noch im Hause van Gor geblieben, um Luthor zu helfen, diese Last zu tragen. Ein wenig war sie sogar froh, wieder eine Ausrede für sich selber gefunden zu haben. Seine Gegenwart tat ihr gut. Lange hatte sie sich nicht mehr so wohl gefühlt. Wenn er den Raum betrat, schien der Tag direkt eine Spur freundlicher zu sein. Eisern hatte sie versucht, diese Gefühle zu verdrängen. Seine kleinen Anspielungen hatten ihr dies nicht unbedingt leichter gemacht und so war der Entschluss, so bald wie möglich zu gehen immer fester geworden. Dass es wohl auch ein wenig Flucht gewesen wäre, wollte sie sich nicht eingestehen.
Aber wieder kam alles anders als geplant. Als er seine Gefühle offenbarte, traf er sie. Mitten ins Herz. Der innere Schutzwall bröckelte immer mehr. Mach dich nicht verletzbar, hatte ihr Vater immer gepredigt. Doch als Luthor vor ihr auf sein Knie sank, hatte sie keine Wahl mehr. Mit einer unaussprechlichen Sicherheit wusste sie plötzlich, dass sie bei ihm verletzlich sein durfte. Er würde sie schützen. Einander würden sie ihre Schwachpunkte decken. Und gemeinsam konnten sie das Ziel erreichen: den Namen van Gor in altem Glanze erstrahlen lassen, auf dass die Familie mit ruhmreichen Taten den Namen des Einen in die Welt tragen würde.
Was der Alka über das Verhalten Ahsais berichtet hatte, ließ sie ein unwohles Bauchgefühl bekommen. Umso wichtiger war es, dass ein Jeder im Hause, vom Oberhaupt bis zur Magd absolut korrektes Verhalten an den Tag legte und ihre Taten im Wohlgefallen des Einen lagen. Ehlana hoffte zutiefst, dass dieser erste Schritt das Wohlgefallen Seiner Heiligkeit finden würde. Schon bald würde sich der Familienrat zusammensetzen. Es gab viel zu tun!
Verfasst: Mittwoch 14. März 2007, 15:29
von Vale Cortes
Sein Abend endete mit der Verkündung Luthors. Er hatte sich also mit Ehlana verlobt.
Zwar gönnte er es den Beiden nur zu sehr, doch in stillen Gedanken ward er dann versunken.
Die Liebe. Ein Gefühl, welches es schaffte dem Menschen seine Sinne zu berauben.
Die Liebe. Ein Gefühl, welches einen Menschen verändern konnte, ihn zu schwächen vermochte.
Die Liebe. Ein Gefühl, welches oftmals schon zu Fehlentscheidungen geführt hatte.
So schweiften seine Gedanken weiter über dieses Wort.
Er selbst, so war er sich sicher, könnte nie so für einen anderen Menschen empfinden,
oder würde dies überhaupt zulassen.
Nichts würde es schaffen meinen Glauben und meinen Geist zu brechen, so dachte er,
vor allem nicht Gefühle, der Liebe gleich.
So stand er, immernoch bei seinen Gedanken, vom Tisch auf, verabschiedete sich und
begab sich zur Ruhe, in seinem neuen "Kämmerlein".
Verfasst: Donnerstag 15. März 2007, 23:56
von Vale Cortes
Zu später Stunde betrat er den Sitz der Familie. Er war gerade erst eingetreten, da erblickte er auch schon Luthor und Sarel, wie sie an dem kleinen Tisch im Vorraum saßen. Die Diskussion schien etwas hitziger zu verlaufen. So dachte er sich nicht weiter zu stören, grüßte die Beiden und wollte sich gerade in seine Kammer begeben, als ihn Sarel darüber informierte, ihn in der Kaserne sprechen zu wollen. Dem Folge leistens machte sich Vale also auf in die Kaserne, wo er von Sarel erwartet wurde.
Nach der beidseitgen Begrüßung, wartete Sarel auch nicht lange ab und unterbreitete ihm gleich sein Anliegen.
Er, Vale, würde doch gerne in die Reihen der Ritterschaft aufgenommen werden.
Er, würde doch sicher wollen, dass Sarel ein gutes Wort für ihn beim ehrwürdigen Alka einlegt.
Er, würde doch sicher gerne sehen, wie sein Name im heiligen Reich an Ansehen gewinnt.
Er, würde doch sicher nicht wollen, dass Sarel seinen Namen in den Schmutz zieht,
ihm so eine Zukunft als gläubiger Streiter verbauend.
Die Familie steht in einem schlechten Licht, meinte Sarel.
Die Familie hat bereits die Missgunst des Alkas auf sich gezogen.
Es wäre besser, gut zu überlegen, ob man weiter im Bunde der Familie weilt, bat er Vale.
Die Worte Sarels zeigten jedoch keinerlei Wirkung.
Weder Drohungen, noch zweideutige Bemerkungen ob seiner Zukunft, veranlassten Vale zu Überlegungen.
Er hatte einen Vertrag mit der Familie geschlossen.
Er ist der Familie und dem Bund der ihn an die Familie bindet somit loyal untergeben.
Nichts würde ihn dazu bringen, einen Auftrag von Sarel anzunehmen und den Bund zur Familie zu zerstören, so dachte er sich.
Er stand auf, salutierte angemessen und trat zur Türe hinaus.
Verfasst: Sonntag 1. April 2007, 02:39
von Ehlana Goldan
Mit einem leisen, wohligen Seuzfer sank Ehlana in die im Boden eingelassene große Badestelle. Lucille hatte die perfekte Temperatur getroffen. Kleine Schaumkronen, die einen angenehmen Duft von Jasmin- und Rosenblüten verströmten, schwammen auf der Oberfläche. Ehlana lehnte sich an das Mauerwerk und legte den Kopf an der Wand an. Mit geschlossenen Augen genoss sie, wie das warme Wasser ihren Körper umspielte und allmählich sämtliche Anspannung in ihren Gliedern löste.
Es war eine anstrengende Zeit und die Ereignisse schienen einander zu jagen. Der Tod des Vaters, die Ankunft in der wunderbaren Stadt des Einen, Luthor, die neuen Aufgaben im Haus, die Planung der Hochzeit...
Und als ob dies alles noch nicht ausreichen würde, war ihr auch gleich noch eine alte Bekannte wieder begegnet. Nun gut, alt war sie nicht und die Begegnung war auch durchaus denkwürdig.
Ehlana hatte auf dem Balkon gestanden und die Gedanken ihre Kreise ziehen lassen, als plötzlich diese Betrunkene um die Ecke getorkelt kam. Mehr schlecht als recht hatte sie sich aufrecht gehalten und wirres Zeug gelallt. Ehlana hatte sich schon angewidert abwenden wollen, als die Stimme etwas deutlicher an ihr Ohr gedrungen war. Ungläubig hatte sie die Frau auf der Straße -oder besser am Rande derer- unter sich näher ins Auge gefasst. Konnte das sein? War sie es wirklich?
Entgegen ihrer sonst so beherrschten Art wirbelte Ehlana herum und eilte die Stufen hinab. Erst als sich ihre Hand auf die Türklinke der Eingangstüre legte, nahm sie wieder die gewohnte Haltung an und schritt gefasst auf die junge Frau zu.
Als diese dann Ehlana mit eher unschönen Worten bedachte, war sie sich sicher. Vor ihr hockte in erschreckend erbärmlichem Zustand Cathleen Marteyn, Tochter von ihres Vaters Waffenmeister und Spielgefährtin aus Kindertagen. Der Anblick der alten Freundin schien auf Cathleen eine äußerst ernüchternde Wirkung zu haben.
Nach einem guten Mahl, einem ausgiebigen Bad und in frischer Kleidung tauschten die Beiden ihre Erlebnisse aus. So erfuhr Ehlana, dass Cathleens Eltern vor den Herrn getreten waren. Sie sprachen bis zu fortgerückter Stunde, dann konnte der neue Gast die Müdigkeit und Erschöpfung nicht mehr verdrängen und begab sich zur Ruhe.
Ehlana spielte ein wenig mit einer der kleinen Schaumwolken im Wasser und betrachete, wie sie sich langsam auflöste.
Luthor hatte keine Einwände gehabt und so war Cathleen bis auf weiteres im Hause van Gor untergekommen. Er hatte sogar angeregt, ihr eine Stellung anzubieten. Doch war konnten sie ihr vorschlagen, ohne ihr zu nahe zu treten? Der Dienst in der Küche war undenkbar und auch handwerklich... Plötzlich kam Ehlana die Erkenntnis. Natürlich. So einfach! Zufrieden schloss sie die Augen wieder und genoss den Duft des Wasser. Gleich morgen würde sie mit Cathleen sprechen.