Waldgeister
Verfasst: Montag 5. März 2007, 17:14
Seufzend betrachteten sie sich gegenseitig und dann den vor ihnen liegenden Stapel toter Tiere den sie zusammen getragen hatten um sie zu verbrennen. Dies war eine Vorsichtsmaßnahme, damit die Tierleichen keine Krankheiten entwickeln und verbreiten können.
Eigentlich trafen die 4 nur durch Zufall zusammen als sie der Spur von geradezu verstümmelten Bäumen und ermordeten Tieren nachgingen. Anders konnte man es nicht nennen, denn bei den Bäumen wurde kein bisschen geschaut welche Äste der Baum entbehren kann ohne an den Folgen zu sterben. Manche Bäume wurden sogar ganz gefällt, aber genommen wurde von dem Holz nur das allerfrischeste.
Bei den Tieren war es ähnlich. Die Hinrichtung war geradezu grauenvoll und muss einfach qualvoll für das Tier gewesen sein, ein langer qualvoller Tod statt der schnellen Erlösung. Wer konnte so etwas nur tun? Ein Tier gewiss nicht. Raubtiere jagen aus Hunger und dann kann das Opfer nicht schnell genug ohne Leben vor ihnen liegen, sodass sie sich in aller Ruhe satt fressen können.
Scheinbar war es einfach nur der unverständliche Spaß den manche Menschen verspürten wenn sie einem Lebewesen das Leben nahmen. Weder war das Leder des Tieres abgezogen, noch wurde das Hunger stillende Fleisch entnommen, abgesehen davon würde man bei jenem Anblick gewiss keinen Appetit mehr haben.
„Warum tut jemand so etwas“ ging es leise durch die Lüfte und dann kehrte Schweigen ein. Niemand konnte auf diese Frage antworten, es war allen unerklärlich. Nachdem der Berg der Tierkörper auf einem großen Holzstapel der toten Bäume an einer freien Lichtung in loderndem Feuer aufging und der Geruch des toten Tierfleisches durch den Wald zog, hörte man das jaulen der Wölfe, welches durch die bereits einsetzende Abenddämmerung schallte. Es war gewiss kein Ruf des Appetites oder der Jagd. Nein…, sie wussten dass auch ihresgleichen dabei lagen, welche unnötig ihren Tod fanden. Wer ein wenig die Laute des Waldes kannte, ein Freund der Natur oder gar der Natur verbunden war und jene Laute vernahm, spürte wie Gänsehaut und ein kalter Schauer über und sogar durch den ganzen Körper schoss.
Wie aus Reflex machten alle einen Schritt zurück als plötzlich ein lautes „klackendes“ - Geräusch, gefolgt von einem schmerzenden Schrei der durch die dunkle Nacht schallte. Alle blickten sich hastig um was denn geschehen sei, bis auf einen. Jener lang mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden und der weiße Schnee indem er bis zu den Knöcheln steckte färbte sich rot. Schnell eilten die anderen Drei herbei und vorsichtig schoben sie den Schnee zur Seite. Ein unschöner Anblick kam zum Vorschein. Der linke Fuß saß in einer gut versteckten Bärenfalle. Die beiden Flanken mit ihren scharfen und spitzen Zähnen hatte sich tief in das Fleisch des Unterschenkels gepresst. Vorsichtig machte sich einer der drei daran die Falle zu lösen. Er ging sehr behutsam vor um dem Verletzten weitere unnötige Schmerzen zu ersparen. Sehr behutsam und mit viel Geschickt gelang es ihm die Falle zu entschärfen. Doch als er diese vom Bein des Verletzten löste, blutete die Wunde noch bedeutend schlimmer als zuvor. Es musste schnell gehandelt werden. Sofort sprang der nächste zu Hilfe um das Bein abzubinden, während der andere eine Heilende Tinktur darauf schüttete und es mit einer in kräutergetränkte Bandage umwickelte. Missmutig schauten sie auf die kaputte Bärenfalle. Es war bei weitem nicht die erste Falle, die einer von ihnen in letzter Zeit gefunden hatte. Doch zum ersten Mal mit solchen Folgen. Bisher waren sie bedeutend leichter zu erkennen gewesen. Sie sahen sich nur stumm an und wussten, wenn es noch mehr solcher Fallen gibt und es einen allein erwischt, kann das ein übles Ende nehmen. Nicht nur durch die Verletzung und die dauerhafte Kälte, da waren auch noch die tollwütigen oder einfach nur aggressiven Tiere die umher streiften. Aus einigen stabilen Ästen und einem alten Umhang bauten sie schnell eine Trage. So machten sich die 4 auf den Weg zum nahe gelegenen Dorf um dort die Wunde noch mal richtig versorgen zu können. Ihnen allen war klar irgendetwas musste geschehen, so konnte es nicht weiter gehen.
Nachdem der Verletzte gut versorgt war, beratschlagten sich die vier. Was könne man tun um Natur und Tier zu helfen? Es langte bei weitem nicht mehr, wenn jeder allein durch die Wälder streifen und die Augen offen halten würde. Zum einen wäre es zu gefährlich mittlerweile noch allein im Wald umher zu streifen und zum anderen müsste man der Natur gelegentlich helfen. Sei es drum im Winter Futterkrippen zu bauen oder gelegentlich neue Sprösslinge zu setzen, doch dies ist alleine einfach unmöglich.
„Eine Gemeinschaft!“ rief dann einer der vier in den Raum „man sollte sich zu einer Gemeinschaft zusammen schließen!“. Direkt daraus schloss sich der nächste der Aussage an „Es mögen alle willkommen sein welche die Natur achten, sich zu ihr hingezogen fühlen und gewillt sind jene zu schützen und zu fördern!“. Alle nickten bekräftigend und zustimmt. Dann sagte der dritte „Eine Gemeinschaft in der jeder willkommen sei, ganz gleich welcher Berufung jener nach ginge sofern es nicht wider der Natur ist!“. Und zum Schluss meldete sich der Verletzte wenn auch eher etwas leiser zu Wort „Ja, nur so könnte man etwas wirklich sinnvolles und effektives errechen. Wer ist dafür?“. Alle hoben ohne zu zögern ihre rechte Hand, sie waren sich definitiv einig. Jetzt musste nur noch ein gemeinschaftlicher Treffpunkt geschaffen werden und dann wäre es soweit. Die Gemeinschaft die sich nun Waldgeister nannte, wurde ins Leben gerufen.
Eigentlich trafen die 4 nur durch Zufall zusammen als sie der Spur von geradezu verstümmelten Bäumen und ermordeten Tieren nachgingen. Anders konnte man es nicht nennen, denn bei den Bäumen wurde kein bisschen geschaut welche Äste der Baum entbehren kann ohne an den Folgen zu sterben. Manche Bäume wurden sogar ganz gefällt, aber genommen wurde von dem Holz nur das allerfrischeste.
Bei den Tieren war es ähnlich. Die Hinrichtung war geradezu grauenvoll und muss einfach qualvoll für das Tier gewesen sein, ein langer qualvoller Tod statt der schnellen Erlösung. Wer konnte so etwas nur tun? Ein Tier gewiss nicht. Raubtiere jagen aus Hunger und dann kann das Opfer nicht schnell genug ohne Leben vor ihnen liegen, sodass sie sich in aller Ruhe satt fressen können.
Scheinbar war es einfach nur der unverständliche Spaß den manche Menschen verspürten wenn sie einem Lebewesen das Leben nahmen. Weder war das Leder des Tieres abgezogen, noch wurde das Hunger stillende Fleisch entnommen, abgesehen davon würde man bei jenem Anblick gewiss keinen Appetit mehr haben.
„Warum tut jemand so etwas“ ging es leise durch die Lüfte und dann kehrte Schweigen ein. Niemand konnte auf diese Frage antworten, es war allen unerklärlich. Nachdem der Berg der Tierkörper auf einem großen Holzstapel der toten Bäume an einer freien Lichtung in loderndem Feuer aufging und der Geruch des toten Tierfleisches durch den Wald zog, hörte man das jaulen der Wölfe, welches durch die bereits einsetzende Abenddämmerung schallte. Es war gewiss kein Ruf des Appetites oder der Jagd. Nein…, sie wussten dass auch ihresgleichen dabei lagen, welche unnötig ihren Tod fanden. Wer ein wenig die Laute des Waldes kannte, ein Freund der Natur oder gar der Natur verbunden war und jene Laute vernahm, spürte wie Gänsehaut und ein kalter Schauer über und sogar durch den ganzen Körper schoss.
Wie aus Reflex machten alle einen Schritt zurück als plötzlich ein lautes „klackendes“ - Geräusch, gefolgt von einem schmerzenden Schrei der durch die dunkle Nacht schallte. Alle blickten sich hastig um was denn geschehen sei, bis auf einen. Jener lang mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden und der weiße Schnee indem er bis zu den Knöcheln steckte färbte sich rot. Schnell eilten die anderen Drei herbei und vorsichtig schoben sie den Schnee zur Seite. Ein unschöner Anblick kam zum Vorschein. Der linke Fuß saß in einer gut versteckten Bärenfalle. Die beiden Flanken mit ihren scharfen und spitzen Zähnen hatte sich tief in das Fleisch des Unterschenkels gepresst. Vorsichtig machte sich einer der drei daran die Falle zu lösen. Er ging sehr behutsam vor um dem Verletzten weitere unnötige Schmerzen zu ersparen. Sehr behutsam und mit viel Geschickt gelang es ihm die Falle zu entschärfen. Doch als er diese vom Bein des Verletzten löste, blutete die Wunde noch bedeutend schlimmer als zuvor. Es musste schnell gehandelt werden. Sofort sprang der nächste zu Hilfe um das Bein abzubinden, während der andere eine Heilende Tinktur darauf schüttete und es mit einer in kräutergetränkte Bandage umwickelte. Missmutig schauten sie auf die kaputte Bärenfalle. Es war bei weitem nicht die erste Falle, die einer von ihnen in letzter Zeit gefunden hatte. Doch zum ersten Mal mit solchen Folgen. Bisher waren sie bedeutend leichter zu erkennen gewesen. Sie sahen sich nur stumm an und wussten, wenn es noch mehr solcher Fallen gibt und es einen allein erwischt, kann das ein übles Ende nehmen. Nicht nur durch die Verletzung und die dauerhafte Kälte, da waren auch noch die tollwütigen oder einfach nur aggressiven Tiere die umher streiften. Aus einigen stabilen Ästen und einem alten Umhang bauten sie schnell eine Trage. So machten sich die 4 auf den Weg zum nahe gelegenen Dorf um dort die Wunde noch mal richtig versorgen zu können. Ihnen allen war klar irgendetwas musste geschehen, so konnte es nicht weiter gehen.
Nachdem der Verletzte gut versorgt war, beratschlagten sich die vier. Was könne man tun um Natur und Tier zu helfen? Es langte bei weitem nicht mehr, wenn jeder allein durch die Wälder streifen und die Augen offen halten würde. Zum einen wäre es zu gefährlich mittlerweile noch allein im Wald umher zu streifen und zum anderen müsste man der Natur gelegentlich helfen. Sei es drum im Winter Futterkrippen zu bauen oder gelegentlich neue Sprösslinge zu setzen, doch dies ist alleine einfach unmöglich.
„Eine Gemeinschaft!“ rief dann einer der vier in den Raum „man sollte sich zu einer Gemeinschaft zusammen schließen!“. Direkt daraus schloss sich der nächste der Aussage an „Es mögen alle willkommen sein welche die Natur achten, sich zu ihr hingezogen fühlen und gewillt sind jene zu schützen und zu fördern!“. Alle nickten bekräftigend und zustimmt. Dann sagte der dritte „Eine Gemeinschaft in der jeder willkommen sei, ganz gleich welcher Berufung jener nach ginge sofern es nicht wider der Natur ist!“. Und zum Schluss meldete sich der Verletzte wenn auch eher etwas leiser zu Wort „Ja, nur so könnte man etwas wirklich sinnvolles und effektives errechen. Wer ist dafür?“. Alle hoben ohne zu zögern ihre rechte Hand, sie waren sich definitiv einig. Jetzt musste nur noch ein gemeinschaftlicher Treffpunkt geschaffen werden und dann wäre es soweit. Die Gemeinschaft die sich nun Waldgeister nannte, wurde ins Leben gerufen.