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Ein heikles Unternehmen

Verfasst: Mittwoch 28. Februar 2007, 23:30
von Lyras Tanner
Es war noich garnicht so spät am Abend als Lyras aufbrach um verschiedene Kunden auf Lamerist zu treffen. Er warf sich den Mantel um, rief Alan und Lukas noch ein Auf Bald zu, und stapfte hinaus in den Schnee. Kalt war es. Schweren Schrittes erreichte er den Weg nach Bajard, gelangte zum Hafen und stieg auf das Schiff. Die See war heute sehr unruhig. Ein starker Wind blies in die Segel so das, dass hölzerne Gefährt beinahe zu kippen drohte. Nach gut einer Stunde voller Übelkeit und Angst, kamen sie doch noch auf Lamerist an und Lyras konnte seinen Geschäften, nach einer kurzen erholungs Pause in der Taverne, nachgehen.

In der zwischen Zeit passierte jedoch etwas, was sie nicht grade erwartet hätten. Alan und Lukas saßen wie sonst auch zu dieser Uhrzeit im Laden und bearbeiteten verschiedene Hölzer. Plötzlich rummorte es vor der Tür und durch das Fenster konnten sie ein aufgebot an Menschen sehen. Sie schleppten Höler, Heu, Lehm und Werkzeuge heran und begannen direkt mit der Arbeit. Lukas und Alan traten, immer noch verwundert, vor die Türe. SIe konnten es nicht fassen. Nicht ganz 5 Meter vor ihrer Haustüre sollte ein riesiges hölzernes Haus entstehen.
Sie machten sich direkt auf die Suche nach dem Polier. Ein Mann in Ledernden Stiefel und mit einem Handwerkergürtel um die Hüfte dirigierte die verschiedenen Handwerker und gab ihnen zum Bau passende Anweisungen. Als die Beiden ihn bemerkten gingen sie im direkten Schritt auf ihn zu und sprachen ihn an.


"Verzeiht ... stotterte Alan Was geht hier vor?"
Der Polier sie nur halbherzig bemerkend antwortete:
"Wir bauen hier ein Haus fürn Herrn Kelgor. Er gab uns Anweisung dies hier zu errichten."
Lukas und Alan sahen sich kurz an, da antwortete Lukas:
"Sie bauen grade mal 5 Meter vor unserer Eingangstür! Wir können nichtmal einen Garten errichten?!"
Der Polier wand sich ihnen jetzt ganz zu.
"Das ist nicht mein Problem. Ich bin nur hier um das Haus zubauen. Wenn es ihnen nicht passt, müssen Sie sich etwas einfallen lassen. Naja mir soll es ehrlich gesagt egal sein. Ich verdien hier nur mein Geld. Also lassen sie mich weiter Arbeiten."
Lukas und Alan stapften durch den Schnee zurück ins Haus und berieten was gemacht werden sollte. Alan brachte die Möglichkeit ein, dass man das Haus Kelgors doch anzünden könnte. Lukas, erst zustimmend nickend, warf dann aber ein, dass das Haus sehr nah läge und die Funken auf das eigene Strohdach rüber fallen könnten. Alan nickte kurz und beide schwiegen.

Die Zeit verging und zu später Stunde kam Lyras wieder. Verärgert betrat er die Stube.

"Was, im Namen Temoras, ist das da draussen??" Welchem Narren fiel dieser Schwachsinn ein.
Alan und Lukas ergriffen das Wort.
"Wir haben versucht da etwas zu machen nur leider ließ der Polier nicht mit sich reden. Wir sollen uns etwas einfallen lassen, ihm wäre das egal!"
Lyras Gesicht wurde Kerzenrot. Ihm würde etwas einfallen. Er setzte sich an seinen Tisch und begann eine Zeichnung anzufertigen. Er wußte genau wie er es handhaben würde. Er bräuchte nichtmal viele Männer sondern nur genügend Pferde. Er zeichnete einen Plan worauf man ein aufgebocktes Haus auf Holzstämmen erkennen konnte. Unter das Haus wurde Baumstämme so breit wie ein starker Krieger gelegt und das die Stämme die das Haus trugen, weggeschlagen. Nun lag das Haus auf diesen bereiten Stämmen. An der westlichen Hausseite wurde starke Seile an Pferderücken gespannt und das Haus wurde über diese Holzstämme mindestens 20 Meter in westliche Richtung gerollt.
Er überarbeitete den Plan bis zum frühen Morgen. Dann machte er sich auf den Weg alles nötige zu beschaffen. Er war fest davon überzeugt das seine Idee fruchten würde. Er würde sich nicht alles von einem dahergelaufenen Schmied kaputt machen. Er würde sein Ziel das er sich zu Anfang gesteckt hatte erreichen. Koste es was wolle ...